Heise, Facebook und der I like it-Button Diskussion 

Und wenn ich nicht bei Facebook bin. Was passiert dann wenn ich den Button drücke?

Es gibt Dinge, die kann man ganz schmerzfrei einmal ausprobieren :)
Du wirst bestimmt aufgefordert dich bei facebook anzumelden, also deine bestehenden Logindaten einzugeben oder eben mit neuem Konto, und dann erst die beschriebene Funktion nutzen können.
Aber Ansätze, dass dies schon unerwünscht sein kann sind oben zu finden.


Nachtrag:
Lasst euch durch die Wut nicht die Sinne vernebeln :hy:
 
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Und wenn ich nicht bei Facebook bin. Was passiert dann wenn ich den Button drücke?

dann wird dich fb schätze ich mal dazu auffordern, dich zu registrieren bzw. einzuloggen.

allerdings habe ich noch nie den button gedrückt, daher kann ichs dir auch nicht genau sagen. (bin ich froh, kein facebook zu haben! -.-) das problem ist aber wohl viel weniger, dass du den button klicken kannst, als viel mehr, dass der code, der den button auf die seite bringt, schon beim laden der seite aktiv wird und daten über dich sammelt.

edit: da hab ich doch glatt die zweite seite nicht gesehen! -.-
 
Und wenn ich nicht bei Facebook bin. Was passiert dann wenn ich den Button drücke?
Dann bekommst du ein Popup angezeigt, mit dem du dich bei Facebook anmelden oder registrieren kannst. Aber egal ob du bei Facebook angemeldet/registriert bist oder nicht, deine IP wird immer automatisch an Facebook übertragen - und da spielt es auch keine Rolle, ob du den Button drückst oder nicht. Es reicht nämlich schon, dass dieser sich auf der Seite befindet.

Edit: Ups, ganz übersehen, dass es hier schon eine zweite Seite im Thread gibt.... sorry

Edit 2: ich bin zum glück nicht alleine @locutus :D

Edit 3: Ein interessanter und aktueller Artikel zu dem Thema: http://allfacebook.de/news/showdown...olstein-eine-einigung-ist-noch-nicht-in-sicht
 
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Hiermit möchte ich auch noch eine Fortsetzung der Ereignisse verbreiten:
Facebook trackt irgendwie doch. Nicht. Oder so. (Sagen Sie)
Zusammenfassung: Der Like-Button trackt auch Nichtnutzer für 90 Tage Dauer – und zwar mittels eines Cookies. Die IP wird dabei nicht gespeichert, weil ja das (sehr viel aussagekräftigere, eindeutige) Cookie ausreicht, denn im Cookie werden Informationen gespeichert, die zu einer eindeutigen Identifikation ausreichen. Es sei denn, man hat noch nie Facebook.com besucht.

Damit wird der Vorwurf des ULD ziemlich genau bestätigt. Ansonsten versichert Facebook natürlich, nichts böses mit den Daten anzustellen.

Währenddessen sprießen überall die Facebook-Browser-Plugins aus dem Boden, die eine normale Nutzung ermöglichen, aber ein Tracking unterbinden wollen.
 
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frage wäre, welches dieser plugins, die da so aus dem boden spriessen, wohl das beste ist. ich teste atm noch ghostery, aber es ist doch etwas schwer, zu überprüfen, ob es wirklich hilft.

eigentlich ist es aber auch eine sauerei, dass man als internet-nutzer sich auch dann mit facebook auseinander setzen muss, wenn man eigentlich gar nichts mit denen zu tun haben will! eigentlich müsste man mal dafür sorgen, dass die aktie von denen abstürzt, dann stehen die nämlich erst mal mächtig in den miesen. ^^
 
eigentlich ist es aber auch eine sauerei, dass man als internet-nutzer sich auch dann mit facebook auseinander setzen muss, wenn man eigentlich gar nichts mit denen zu tun haben will!

Warum glaubst du denn das tun zu müssen, bzw. was genau willst du denn als nicht Facebook Nutzer damit erreichen? Ohne zugehöriges Profil weiß FB auch nicht mehr über dich als jeder andere Tracker.
 
Natürlich sind die Angaben dann (im Gegensatz zu Facebook-Usern) nicht automatisch personalisiert. Dennoch sind sie da (und mitunter durchaus zu personalisieren).

Gerade aufgrund der enormen Häufigkeit dieser Buttons, der immensen Menge an Facebook-Accounts und der oftmals bereitwilligen und übertriebenen Auskunftsfreude vieler Facebook-User dürfte der Inhalt dieser Cookies auch für andere zunehmend interessant werden. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Effizienz z.B. der Spammer drastisch gesteigert werden könnte, weiß man dieses Potential geschickt zu nutzen.

Was natürlich noch lange nicht heissen soll, man müsse allen anderen Trackern blind vertrauen...

Gruss Konradin
 
Einen weiteren Stolperdatenstein, nein vielmehr mit dem Ausmaß eines Gebirges, möchte ich in die Diskussion einbringen - enthüllt folgende Seite doch einmal mehr, welche Daten das Unternehmen Facebook speichert und verarbeitet: Facebooks Datenbestand
Aber es gibt noch weitere Aspekte auf dieser kritischen Seite: europe-v-facebook
 
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Danke, Himbeer, ich finde deine Links ausgesprochen informativ.

Gruss Konradin
 
Wieder möchte ich die Chance nutzen hier die dubiosen Machenschaften der Firma Facebook zu verbreiten :)
Dieses Mal eine Beschreibung, dass beim Logout nicht ganz das passiert, was man erwartet: Wie Facebook den Logout simuliert.
http://netzpolitik.org/2011/wie-facebook-den-logout-simuliert/ schrieb:
Wenn ein Facebook-Nutzer sich aus dem Netzwerk ausloggt, werden nicht alle erhaltenen Cookies gelöscht, sondern lediglich als “ausgeloggt” markiert und mit neuen Ablaufdaten versehen. Beim Aufruf einer Seite, die Facebook-Elemente integriert hat, werden auch Daten aus der vorherigen Facebook-Session mitgesendet.
Das bedeutet also, dass auch nach dem Ausloggen das Surverhalten des Nutzers mit seinem Facebook-Account in Verbindung gebracht wird. Dies ist sicherlich nicht im Sinne eines Logouts. Die einzige Möglichkeit sich diesem accountgebundenen Tracking zu entziehen ist das vollständige Entfernen der erstellten Cookies.


Nachtrag:
Allerdings ist dein Hinweis auf Datenherausgabe mit einem Verfahren verbunden, das mir gar nicht zusagt. Die ganzen geforderten Angaben zuzüglich der Personalausweiskopie...
Heise bezieht sich dabei übrigens auf die Webseite aus Beitrag 33, dort sind solche Daten bespielhaft einzusehen.
 
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Das ist natürlich nicht sehr schön...

Hier gibt es übrigens ein Browser-PlugIn, dass jede Art von Social PlugIns, die von Facebook kommen, zuverlässig blockt: Facebook Blocker: An Extension for Safari, Chrome, Firefox and Opera, from your friends at /// Webgraph

Und noch etwas interessantes. Gemäß der Europäischen Datenschutzrichtlinien kann man Facebook erfolgreich dazu zwingen, alle Daten herauszugeben, die Facebook über einen gespeichert hat. Man bekommt dann eine CD mit einer PDF-Datei, deren Inhalt mehrere tausend DIN A4-Seiten lang ist. Wie das genau geht, steht hier beschrieben: Soziale Netzwerke: Facebook löscht nicht zuverlässig | Digital | ZEIT ONLINE
 
Selbst wenn man Facebook erfolgreich dazu zwingen kann, alle Daten herauszugeben, ändert dies doch nichts daran, daß diese Daten zwischenzeitlich auch anderen bekannt sein dürften. Die Datensammelwut hat schließlich einen Grund.
 
Das habe ich auch nicht behauptet.

Zumindest weiß man so, was Facebook über einen überhaupt weiß. Woher weißt du, dass die Daten wirklich an Dritte weitergegeben werden? Man kann als Anzeigen-Ersteller zwar die Zielgruppe exakt bestimmen. Doch die Daten wirklich an Dritte herausgegeben werden so noch lange nicht. (Wer diverse Apps aktiviert ohne nachzudenken, auf welche Inhalte des Profils diese zugreifen, ist übrigens selber Schuld - da hat Facebook meiner Ansicht nach keine Schuld, schließlich wird genau gezeigt bzw aufgezählt, auf welche Inhalte eine App Zugriff hat und man hat die Möglichkeit, den Zugriff einzuschränken oder komplett zu verwehren)
 
Ich weiß nicht, daß Daten wirklich an Dritte weitergegeben werden. Aber wozu sammelt Facebook die Daten dann und warum ist Facebook milliardenschwer, wenn niemand Geschäfte mit den Daten fremder Leute macht? Verdient Facebook unglaubliche Summen damit, Daten zu sammeln und diese dann nicht gewinnbringend weiterzugeben? Sorry, eher würde ich an den Weihnachtsmann und den Osterhasen (von mir aus in einer Person) glauben, als daß ich dies annehmen würde.

Wenn diese persönlichen Daten nicht so viel wert wären, dann wäre es für Facebook doch ein Leichtes, auf deren Sammeln zu verzichten oder gar einen Großteil der bisherigen Datenbestände einfach zu löschen. Das tun sie aber nicht. Warum wohl?
 
Wenn diese persönlichen Daten nicht so viel wert wären, dann wäre es für Facebook doch ein Leichtes, auf deren Sammeln zu verzichten oder gar einen Großteil der bisherigen Datenbestände einfach zu löschen. Das tun sie aber nicht. Warum wohl?

Damit facebook nutzer auch nur Werbung sehen die sie "wirklich" Interessiert ;)
 
Aha, Mr.Slate. Und wie ist das mit Nicht-Facebook-Nutzern wie mir, damit auch ich nur Werbung sehe, die mich wirklich interessiert? Aber mich interessiert doch überhaupt keine Werbung und was geht das in meinem Fall Facebook an?

Ach, ich vergaß. Facebook ist für uns alle da. Es ist wohl eine Art umgekehrter Robin Hood, der den Armen nimmt und den Reichen gibt. Ein Hort sozialen Wohlverhaltens. :)
 
:D

Ich sehe die "Gefahr" nicht für die Leute, die sich auskennen und sich zu schützen wissen (was wohl die wenigsten tatsächlich beherrschen) sondern darin, dass Millionen unbedarfter I-Net-Nutzer vorgegaukelt wird, es sei alles zu ihrem Vorteil und zu ihrer Sicherheit.

Man könnte nun meinen deren Pech, wenn sie zu :boing: sind aber m.E. ist das I-Net ein Massenmedium und auch als solches gedacht. Kaum etwas ist noch ohne erheblichen Aufwand möglich ohne I-Net. Selbt die TV-Sender bieten Mehrinfos fast auschliesslich per I-Net an (mehr darüber erfahren sie unter [noparse]www.blablubberdieblubb.de[/noparse]), wer aktuell sein will, kommt kaum noch ohne I-Net aus.
Ein gigantischer Datenpool für Wirtschaft und Politik.

Deshalb finde ich es schon bedenklich, wenn so "uneigennützig" wie bei FB dem Nutzer z.Bsp. vorgegaukelt wird: logge dich aus, und alles wird gut, obwohl dies nicht der Fall ist (um nur 1 Beispiel aufzugreifen).

Nachdenklich stimmt mich da eher, dass Gesetzgeber aller Herren Länder zu jeder Alltagshandlung ein Gesetzlein parat haben, nur wenn es tatsächlich um den Schutz der Privatsphäre geht (und um diese handelt es sich doch m.M.n. beim freien Surfen auf legalen Seiten im www) da fehlen denen quasi die Worte.


Für mich ein weiterer Punkt, um um FB & Co. einen grossen Bogen zu machen :fuck:

MfG
 
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Aha, Mr.Slate. Und wie ist das mit Nicht-Facebook-Nutzern wie mir, damit auch ich nur Werbung sehe, die mich wirklich interessiert? Aber mich interessiert doch überhaupt keine Werbung und was geht das in meinem Fall Facebook an?

Spielst du hier auf die Sammlung von Daten von Nicht-Facebook-Nutzern an? Glaubst du etwa, sowas kann man wirklich gewinnbringend verkaufen, wenn diese Daten bestenfalls nur aus einer IP-Adresse bestehen und niemanden so wirklich zugeordnet werden können?

Du darfst zwei Sachen auch nicht verwechseln: Facebook und die App-Entwickler. Wenn man eine App aktiviert und dieser umfassenden Zugriff auf das eigene Profil freigibt, dann kann es natürlich passieren, dass hier massenweise Daten heruntergaden und verkauft werden.

Aber Facebook selbst nutzt die Daten, so wie Mr. Slate schreibt, für bessere Platzierung von Werbung - schließlich verdienen die so auch unter anderem ihr Geld.

Und mal grundsätzlich: Wenn du solche Behauptungen aufstellst, solltest du auch die Quellen nennen, wo du das her hast ;)

Edit:

Allerdings ist dein Hinweis auf Datenherausgabe mit einem Verfahren verbunden, das mir gar nicht zusagt. Die ganzen geforderten Angaben zuzüglich der Personalausweiskopie...

Was wäre denn die Alternative? Würde Facebook die Daten ohne Nachweis herausgeben, wäre das Geschrei noch viel größer. Ich will auch nicht, dass irgendjemand, der wie auch immer Zugriff auf mein Konto bekommen hat, an meine gesamten Daten, Chatprotokolle usw. kommen kann. Daher sehe ich auch schon die Möglichkeit, das gesamte Profil herunterzuladen, als sehr problematisch an (da sind aber immerhin nicht die Chatprotokolle enthalten).

Was aber wirklich schlecht ist, dass Facebook die Daten unverschlüsselt und per Post verschickt (ich bin mir gerade nicht sicher, was von beiden das größere Übel ist). Das ist auch der Grund, wieso ich die Daten niemals anfordern werde. Diesen Brief unterwegs abzufangen, alle Daten mal schnell zu kopieren und dann weiterzuschicken ist doch ein Kinderspiel. Und man hat dann wirklich Zugang zu höchst persönlichen Inhalten (vor allem alle Chatprotokolle seit der Registrierung bei Facebook).
 
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Ich denke, daß man im Groben doch weiß, was man tut wenn man solche Buttons betätigt.
Wer da Bedenken hat, der sollte besser von solchen Angeboten abstand nehmen, man kann ja vieles für Gut befinden ohne den I LIKE knopf zu drücken.
 
Und daher ist es noch ein Unterschied, ob irgendwelche Buttonklicks gezählt werden, oder es wirklich um persönliche Daten geht. Facebook hat auf sämtlichen Smartphones Zugriff auf Nachrichten und was immer vernachlässigt wird, auch auf alle Kontakte und zugehörige Notizen. Selbiges gilt für Whatsapp und Co. Da sind die Buttonzählereien das wirklich kleinere Übel.
 
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