ALSO, um mal hier einiges klarzustellen. Is ja unglaublich, was hier einige Leute für Müll erzählen.
Lass von Magerquark die Finger. Is zwar viel Eiweiß drinne, aber zieht extrem Wasser. 2g Eiweiß pro Kilogramm KG? Mach mal lieber 3-4 drauss. Dann bringts auch was. Aber das training nicht vergessen. Und von wegen "selbstaufbauende Nahrungsmittel" wie Pizza was der Heini da von oben meinte is ja wohl der größte Müll. Pizza ist tabu. Mega viele Kohlehydrate drinne. Wirste nur dick von. Eiwiß Pulver würd ich dir immer zu raten. Du kannst nich mit Fleisch, Fisch, oder eiern dein Eiweiß gehalt decken. So viel können nur Profis essen. Trink deine 4-5 shakes am Tag(MIT WASSER, NICHT MIT MILCH). Weil Milch zieht auch wieder Wasser.
Layz
Hallo, Layz!
Würdest du mir das erklären? Wodurch bewirkt denn der Magerquark ein "Wasserziehen"? Und woher nimmst du die Information, 2g EW/kg KG würden nicht ausreichen? Weshalb sollte man seinen täglichen Eiweißbedarf nicht über die normale Ernährung decken können?
Ich zitiere hier mal aus meiner eigenen Diplomarbeit:
2.6.3 Molkenprotein und Casein
Molkenprotein, oder englisch „Whey“ genießt momentan einen sehr guten Ruf in der Body-building-Szene, während Casein eher ein Schattendasein führt. Whey ist als hochwertiges Isolat momentan in drei Erscheinungsformen auf dem Markt, mikro- bzw. ultrafiltriert und ionenausgetauscht, oder in einer Kombination aus beidem. Während der Prozess der Filtration ein rein mechanischer ist, wird das Whey beim Ionenaustausch chemisch behandelt. Ziel dieser Arbeit soll es unter Anderem sein, die beiden Prozesse zu erklären und eventuelle Unter-schiede in den daraus resultierenden Proteinen hinsichtlich deren Qualität darzustellen.
2.6.4 Casein und Molkenprotein im Vergleich
Der für Bodybuilder relevanteste Unterschied zwischen Molkenprotein und Casein liegt in der unterschiedlichen Geschwindigkeit der Einschleusung in den Metabolismus des menschlichen Körpers. In einer Studie wurden gesunde Probanden in zwei Gruppen eingeteilt. Nach einer zehnstündigen Fastenperiode wurde einer der beiden Gruppen ein Proteinshake, bestehend aus 30g Casein verabreicht, während der Shake der anderen Gruppe aus 30g Wheyprotein bestand. Ziel dieser Studie war es, die unterschiedliche Dauer der Einschleusung beider Proteinarten in den Körper zu ermitteln. Hierzu wurde, stellvertretend für alle Aminosäuren, der Leucinspiegel im Blut der Probanden bestimmt, dies geschah im Zeitraum mehrerer Stunden. Dabei wurde festgestellt, dass die höchste Leucinkonzentration im Blut der Whey-Gruppe nach einer Stunde erreicht wurde, nach insgesamt vier Stunden allerdings wieder auf den Ausgangswert sank. Bei der zweiten, der Caseingruppe, wurde nach einer Stunde zwar eine wesentlich geringere Leucinkonzentration im Blut festgestellt, allerdings blieb dieser Wert über sieben Stunden konstant. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass Wheyprotein die Proteinsynthese im Körper stimulierte, allerdings die Proteolyse nicht beeinflusste. Casein hingegen zeigte geringere Effekte hinsichtlich eines Proteinaufbaus, konnte allerdings die Proteolyse deutlich bremsen.
Wheyprotein regte ebenso die Leucinoxidation zum Zwecke der Energiegewinnung stärker an, als Casein [Boirie et al., 1997]. Aufgrund dieser Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ Einnahmeempfehlungen für beide Proteine gegeben [ Nature 391, 1997]:
Für Wheyprotein wurde die empfohlen, eine Supplementation morgens, direkt nach dem Auf-stehen zu tätigen, sowie direkt nach dem Training. In diesen Fällen wurde von einem erhöhten Bedarf an schnell verfügbaren Proteinen gesprochen. Der Verzehr von Casein wurde zur Nacht empfohlen, hierbei sorgt laut Nature ein langsamer Einstrom der Aminosäuren in das Blut für eine lang anhaltende kontinuierliche Zufuhr von Aminosäuren, was eine katabole Phase während der Nacht herauszögern, oder gar verhindern könne.
Eine stärker hypertrophe Wirkung von Casein wurde indes auch in einer anderen Studie be-legt, in der es bei Polizisten zu einem höheren Kraft- und Muskelzuwachs bei Gabe von Casein kam, als bei Gabe von Wheyprotein [Demling et al., 2000].
2.4.2 Proteinbedarf bei sportlicher Aktivität und Bodybuilding
Studien zeigen, dass sportliche Betätigung den Proteinbedarf des Körpers erhöht [Lemon, 1992 / Tarnopolsky et al, 1992]. Sowohl Ausdauersport als auch Bodybuilding und Krafttrai-ning erfordern eine vermehrte Proteinzufuhr, allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Bei Ausdauersportlern werden vermehrt Aminosäuren zur Energiegewinnung herangezogen, in-sbesondere bei Erschöpfung der Glycogenspeicher nach ausgiebigem Training. Die Energie-bereitstellung aus Aminosäuren kann dabei bis zu zehn Prozent der Gesamtenergiemenge ausmachen [Lemon, 1980], bei leeren Glycogenspeichern noch mehr.
Bei Bodybuildern tritt zwar auch ein Abbau von Aminosäuren zur Energiegewinnung unter Belastung auf, allerdings in weitaus geringerem Maße, als es bei Ausdauersportlern der Fall sein kann. Dafür benötigen Bodybuilder ein Mehr an Aminosäuren für die Wiederherstellung und Neubildung von Muskelgewebe.
Eine Studie aus den USA legt für Ausdauersportler eine Proteinzufuhr von 1,2 bis 1,4g pro kg KG und bei Bodybuildern von 1,7 bis 1,8g pro kg KG nahe, um eine positive Stickstoffbilanz aufrechtzuerhalten [Lemon, 1980], der Proteinbedarf von Bodybuildern kann also als erhöht bezeichnet werden.
Just for Info: Der Hauptbestandteil der Aminosäuresequenz von Quark entspricht der des Caseins.
Wasserretention wird man im Übrigen bei der Supplementation von Protein nie verhindern können, da Aminosäuren, egal welchen Ursprungs, Wasser binden.
Aber ich lasse mich selbstverständlich auch davon überzeugen, dass meine Forschungsergebnisse nicht der Wahrheit entsprechen.
Gruß
Edit: @ Layz: Ich habe mir gerade mal deine anderen Posts hier im Forum durchgelesen. Entschuldige bitte mein obiges Anliegen, mittlerweile erwarte ich keine qualifizierte Aussage mehr von dir im Hinblick auf Sport und Ernährung. Nichts für ungut.