Sicherung für das abgestellte Fahrzeug
Es ist ein Klassiker aller witzigen Kurzfilme, dass jemand aus seinem Auto aussteigt und sich das fahrerlose Auto bergab aus dem Staub macht. Der Hintergrund ist natürlich das abfallende Gelände und die Tatsache, dass der Autofahrer vergessen hat, die Handbremse zu betätigen.
Eigentlich ist die Handbremse aber eine Feststellbremse, die per Bremsblöcke auf die Laufflächen wirkt und damit die Fortbewegung des Autos verhindert. Da sich die Feststellbremse aber per Hebel betätigen lässt, hat sich der Begriff der Handbremse durchgesetzt und wird so auch in Fahrschulen überliefert.
Rund um die Handbremse hat es schon viele Mythen und Gerüchte gegeben, beispielsweise, dass man sie nicht betätigen soll, wenn es einen kalten Winter gibt, weil sie festfrieren könnte. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, weil durch das Nicht-Verwenden im Winter gibt es nachhaltige Probleme mit der Feststellbremse. Es wird daher von den Autofahrerklubs empfohlen, die Handbremse im Winter sogar bewusst zu verwenden.
Ein weiteres Gerücht ist die Aussage, dass ein Auto, in dem der erste Gang eingelegt ist, auch ohne angezogener Handbremse nicht davonrollen kann. Diese Aussage stimmt einfach nicht und nur die angezogene Feststellbremse bietet die Sicherheit, dass das geparkte Auto nicht davonrollt, erst recht, wenn es auf einer steilen Straße geparkt wurde.
Außerdem ist die Handbremse ein großes Hilfsmittel beim Anfahren am Berg. Alternativ fahren viele mit der sogenannten schleifenden Kupplung, aber dauerhaft ist das keine gute Idee für die Haltbarkeit der Kupplung.
Neueste Entwicklungen in der Automobiltechnik ermöglichen eine automatische Feststellbremse, die per Knopfdruck fixiert oder gelöst werden kann. Auch diese sollte Regelmäßig betätigt werden, damit es keine späteren Schäden gibt.