Nun Kara, da stimme ich Dir und vielen anderen vollkommen bei.
Obwohl die Amerikaner in Ihrer - meiner Meinung nach
zynischen - Weltbetrachtung, das damals wohl anders sahen.
Allerdings - und da widerspreche ich einigen - muss man sich vergegenwärtigen, dass zum Zeitpunkt der Atomwaffenabwürfe der Krieg in Europa faktisch beendet war.
Das Kriegeende für Japan war - auf Grund seiner isolierten Lage (Versorgungsmangel), fehlender Marine & Luftwaffe usw. - lt. vielen Militärexperten, nur noch eine Frage von kurzer Zeit.
Noch vor den inzwischen
nachgewiesenen Argumenten von McKilroy (mir wird schlecht, wenn ich daran denke) spielte sicherlich der Effekt der
Machtdemonstration gegenüber den - damals noch verbündeten - Russen eine große Rolle, die ja immer mehr Ansprüche auf besetzte - u.a.auch deutsche - Gebiete stellten.
Denn während der Potsdamer Konferenz stellten
nicht alle Alliierten - Russland und Frankreich enthielten sich - das Ultimatum der bedingungslosen Kapitulation an die Japaner.
Dies war 9 Tage vor dem Abwurf !!! und "rein zufällig"

waren die Atomtests der Amerikaner just zu dieser Zeit in New Mexiko erfolgreich verlaufen.
Dieses - so unterstelle ich - taktische Kalkül läßt den Abwurf mit seiner Kriegsbeendigungslegende allerdings
noch menschenverachtender aussehen.
Zur Korinthenkackerei - nebenbei bemerkt "ganz schön hart" in diesem Zusammenhang -, ob und wer denn nun das "fadenscheinige" Argument der beschleinigten Kriegsbeendigung gebraucht habe:
Es wird
Truman und/oder seinem Generalstab zugeschrieben.
Ein - nicht als Beweis geltender

- interessanter Link, auch zu den geschichtlichen, historischen Abläufen damals:
Gedenken: 60 Jahre Atomwaffenabwurf...
Grüsse
muesli