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Jonathan Franzen

Franzen wurde in Western Springs (Illinois) als jüngster von drei Brüdern geboren. Sein Vater Earl war Bauingenieur, seine Mutter Irene Hausfrau. 1965 zog die Familie nach Webster Groves (Missouri), einem Vorort von St. Louis. Jonathan studierte seit 1977 am Swarthmore College und erwarb 1981 mit Auszeichnung einen Bachelor of Arts in Germanistik. 2005 verlieh ihm das College die Ehrendoktorwürde.[4] Nach seinem Abschluss studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität, dann im Rahmen des Fulbright-Programms an der Freien Universität Berlin, daher spricht er sehr gut Deutsch.
1982 ging er in die USA zurück, heiratete er die Schriftstellerin Valerie Cornell, mit der der bei Cambridge (Massachusetts) in einer winzigen Wohnung lebte und nahm einen Wochenendjob am seismologischen Labor des Department of Earth and Planetary Sciences der Harvard University an, um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die beiden trennten sich 1994 und sind inzwischen geschieden.
1988 erschien Franzens erster Roman The Twenty-Seventh City (deutsch: Die 27ste Stadt), der sich noch am Vorbild Thomas Pynchons orientiert. Er erhielt zwar einige wohlwollende Kritiken, fand jedoch keine breite Leserschaft. Sein zweiter Roman Strong Motion (deutsch: Schweres Beben) wurde 1992 weder von der Kritik noch vom Publikum begeistert aufgenommen. Dennoch gelang es Franzen aufgrund eines 200-seitigen Entwurfs, die Rechte an seinem neuen Roman The Corrections (deutsch: Die Korrekturen) 1996 an den Verlag Farrar, Straus and Giroux zu verkaufen. Als 2001 das Werk, an dem er sieben Jahre lang schrieb und das von einem konservativen Erzählstil geprägt ist, unmittelbar vor den Anschlägen am 11. September schließlich erschien, brachte es bei Publikum und
Kritik gleichermaßen seinen Durchbruch. Unter anderem wählte Oprah Winfrey den Roman für Oprah’s Book Club aus, was in der Regel einen starken Anstieg der Verkaufszahlen nach sich zieht. Nachdem Franzen sich in einem Interview zu dieser Nominierung zwiespältig geäußert hatte, da viele Bücher des Buchclubs „schmaltzy“ und „one-dimensional“ seien, zog Winfrey die Einladung in ihre Fernsehshow wieder zurück und besprach stattdessen ein anderes Buch. Die Kontroverse zog ein breites Medienecho nach sich, in dessen Rahmen Franzen teils heftig für seine „arrogante“ Kommentierung kritisiert wurde. Erst 2010 trat er in der Show auf.
Unmittelbar nach Erscheinen von Die Korrekturen nahm Franzen die Arbeit an einem neuen Roman auf, verwarf jedoch zunächst alles, was er schrieb. Stattdessen veröffentlichte er 2002 eine Sammlung von Essays, How to Be Alone (deutsch: Anleitung zum Alleinsein), und 2006 eine Sammlung autobiografischer Erzählungen, The Discomfort Zone (deutsch: Die Unruhezone: Eine Geschichte von mir), die sich von der Zeit seiner Kindheit und Jugend über das Zusammenleben mit und der Trennung von seiner Frau bis zum Tod seiner Eltern und der Zeit nach dem Erfolg von Die Korrekturen erstrecken. Im August 2010 erschien nach neunjähriger Arbeit und begleitet von größter Aufmerksamkeit der amerikanischen Medien Franzens vierter Roman Freedom (deutsch: Freiheit), den er zum Teil in Berlin schrieb. Nachdem er ein Vorabexemplar an Winfrey geschickt hatte, wählte sie wiederum (diesmal mit seiner ausdrücklichen Zustimmung) sein Buch für ihren Buchclub aus. Im selben Jahr wurde der Schriftsteller Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
In seiner freien Zeit beobachtet Franzen gerne Vögel. Dazu steht er meist in der Dämmerung auf, um auch ihren Gesang hören zu können. Wo immer er sich gerade aufhält, plant er auch einen Abstecher zu bekannten Vogelnistplätzen. Mit Veröffentlichungen wie Last Song for Migrating Birds im Magazin National Geographic setzt er sich aktiv für den Vogelschutz ein. Für sein beispielhaftes Naturschutz-Engagement wurde er im Jahr 2015 von der Euronatur Stiftung ausgezeichnet.
Franzens Lebensgefährtin ist die Schriftstellerin Kathryn Chetkovich, mit der er seit 1996 abwechselnd an der Upper East Side in New York und in der Nähe von Santa Cruz, Kalifornien lebt.

Franzen wurde in Western Springs (Illinois) als jüngster von drei Brüdern geboren. Sein Vater Earl war Bauingenieur, seine Mutter Irene Hausfrau. 1965 zog die Familie nach Webster Groves (Missouri), einem Vorort von St. Louis. Jonathan studierte seit 1977 am Swarthmore College und erwarb 1981 mit Auszeichnung einen Bachelor of Arts in Germanistik. 2005 verlieh ihm das College die Ehrendoktorwürde.[4] Nach seinem Abschluss studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität, dann im Rahmen des Fulbright-Programms an der Freien Universität Berlin, daher spricht er sehr gut Deutsch.
1982 ging er in die USA zurück, heiratete er die Schriftstellerin Valerie Cornell, mit der der bei Cambridge (Massachusetts) in einer winzigen Wohnung lebte und nahm einen Wochenendjob am seismologischen Labor des Department of Earth and Planetary Sciences der Harvard University an, um den gemeinsamen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die beiden trennten sich 1994 und sind inzwischen geschieden.
1988 erschien Franzens erster Roman The Twenty-Seventh City (deutsch: Die 27ste Stadt), der sich noch am Vorbild Thomas Pynchons orientiert. Er erhielt zwar einige wohlwollende Kritiken, fand jedoch keine breite Leserschaft. Sein zweiter Roman Strong Motion (deutsch: Schweres Beben) wurde 1992 weder von der Kritik noch vom Publikum begeistert aufgenommen. Dennoch gelang es Franzen aufgrund eines 200-seitigen Entwurfs, die Rechte an seinem neuen Roman The Corrections (deutsch: Die Korrekturen) 1996 an den Verlag Farrar, Straus and Giroux zu verkaufen. Als 2001 das Werk, an dem er sieben Jahre lang schrieb und das von einem konservativen Erzählstil geprägt ist, unmittelbar vor den Anschlägen am 11. September schließlich erschien, brachte es bei Publikum und
Kritik gleichermaßen seinen Durchbruch. Unter anderem wählte Oprah Winfrey den Roman für Oprah’s Book Club aus, was in der Regel einen starken Anstieg der Verkaufszahlen nach sich zieht. Nachdem Franzen sich in einem Interview zu dieser Nominierung zwiespältig geäußert hatte, da viele Bücher des Buchclubs „schmaltzy“ und „one-dimensional“ seien, zog Winfrey die Einladung in ihre Fernsehshow wieder zurück und besprach stattdessen ein anderes Buch. Die Kontroverse zog ein breites Medienecho nach sich, in dessen Rahmen Franzen teils heftig für seine „arrogante“ Kommentierung kritisiert wurde. Erst 2010 trat er in der Show auf.
Unmittelbar nach Erscheinen von Die Korrekturen nahm Franzen die Arbeit an einem neuen Roman auf, verwarf jedoch zunächst alles, was er schrieb. Stattdessen veröffentlichte er 2002 eine Sammlung von Essays, How to Be Alone (deutsch: Anleitung zum Alleinsein), und 2006 eine Sammlung autobiografischer Erzählungen, The Discomfort Zone (deutsch: Die Unruhezone: Eine Geschichte von mir), die sich von der Zeit seiner Kindheit und Jugend über das Zusammenleben mit und der Trennung von seiner Frau bis zum Tod seiner Eltern und der Zeit nach dem Erfolg von Die Korrekturen erstrecken. Im August 2010 erschien nach neunjähriger Arbeit und begleitet von größter Aufmerksamkeit der amerikanischen Medien Franzens vierter Roman Freedom (deutsch: Freiheit), den er zum Teil in Berlin schrieb. Nachdem er ein Vorabexemplar an Winfrey geschickt hatte, wählte sie wiederum (diesmal mit seiner ausdrücklichen Zustimmung) sein Buch für ihren Buchclub aus. Im selben Jahr wurde der Schriftsteller Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.
In seiner freien Zeit beobachtet Franzen gerne Vögel. Dazu steht er meist in der Dämmerung auf, um auch ihren Gesang hören zu können. Wo immer er sich gerade aufhält, plant er auch einen Abstecher zu bekannten Vogelnistplätzen. Mit Veröffentlichungen wie Last Song for Migrating Birds im Magazin National Geographic setzt er sich aktiv für den Vogelschutz ein. Für sein beispielhaftes Naturschutz-Engagement wurde er im Jahr 2015 von der Euronatur Stiftung ausgezeichnet.
Franzens Lebensgefährtin ist die Schriftstellerin Kathryn Chetkovich, mit der er seit 1996 abwechselnd an der Upper East Side in New York und in der Nähe von Santa Cruz, Kalifornien lebt.
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- Nette Konversation mit Titel: Jonathan Franzen
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