"last minute"-Elefantenjagd vs. "Staatsdiener" Diskussion 

NeHe

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Zentralabteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz (das unter anderem für den Artenschutz im Land zuständig ist) "last minute" auf Elefantenjagd

Am Arbeitsplatz ein Hüter von Umwelt und Artenschutz, in der Freizeit ein Grosswildjäger?

Während in Botswana im Dezember 2013 auf einem Gipfeltreffen gegen Elfenbeinhandel als Sofortmassnahme (u.a.) festgelegt wird, ab 2014 keine touristischen Jagdlizenzen f. Grosswild zu vergeben, um den bedrohten afrikanischen Elefanten zu schützen, nutzt der Zentralabteilungsleiter d. thür. Ministeriums f. Umwelt & Naturschutz quasi "in letzter Minute" seine Chance, um zum Nikolaustag mal schnell noch seiner Trophäen-Sammlung einen Elefanten hinzuzufügen.

Seine anschliessend an die Kollegen verschickte Prahlhans-Rundmail wurde (netterweise) an die grüne Landtagsfraktion weitergereicht, die sich wohl daraufhin an den Umweltminister wandte, mit der Forderung "zu überprüfen, ob der Abteilungsleiter in dieser Position zu tragen" sei.

Auch wenn der Sprecher von Umweltminister (CDU) die Meinung kundtat, dass es nicht von Interesse sei, was Beamte in ihrer Freizeit täten - so lange sie sich an Recht und Gesetz hielten, so weiss ein jeder, der Beamter ist od. solchen vorsteht, dass es im Beamtenrecht die sog. "Wohlverhaltensklausel" gibt. Sie verpflichtet den Beamten, mit seinem Verhalten innerhalb und außerhalb des Dienstes der Achtung und dem Vertrauen gerecht zu werden, die sein Beruf erfordert (§54 S. 3 BBG)
Für den privaten Bereich wird diese Pflicht nochmal eingeschränkt, allerdings gilt auch dann noch: Ein Verhalten ... ist ein Dienstvergehen... wenn es nach den Umständen des Einzelfalles in besonderem Maße geeignet ist, Achtung und Vertrauen in einer [...] bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen. (§77 Abs. 1 S. 2 BBG)

Bericht u.a. hier: Thüringische Landeszeitung online

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M.M.n. hat ein Mensch, der zur Ausrottung bedrohter Tierarten beiträgt und sich damit auch bewusst über das Washingtoner Artenschutzabkommen hinwegsetzt, im Staatsdienst nichts verloren, schon gar nicht im Ministerium für Umwelt & Naturschutz, auch nicht auf Landesebene.

Wie seht ihr das?
Ist das "nur" ein weiterer Schritt der "Toleranz" an falscher Stelle (wie wir sie ja seit Jahren in Politikerkreisen erleben müssen – es wird mit zweierlei Maß gemessen)
Ist es "nur" ein weiterer kleiner aber ignoranter Schritt i.Rtg. "Was kümmert uns die Natur?"
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Solche Leute sind selbst auf der kommunalen Ebene schon eine (eigentlich völlig unnötige) Strafe. Das Beamtenrecht spricht da eigentlich eine deutliche Sprache.

Mir ist schon lange aufgefallen, daß man nicht etwa auf dem rechten Auge blind ist, nein, dazu haben gewisse Erscheinungen einfach zuviel System. Den Rechten gegenüber wendet man geltendes Recht eigentlich nur in spektakulären Fällen an, wo man glaubt, es sich nicht leisten kann, offen Farbe zu bekennen und eine wo man sich überdeutlich von einer Gesinnung distanziert, zu welcher man eigentlich wenig Distanz zu haben scheint.

Auf die Linken und andere kritische Zeitgenossen prügelt man mit Paragrafen ein, die man nicht oft genug zu diesem Zweck beugen kann. Schaut man sich diese Schere an, dann begreift man, in welchem Staat man so lebt.

Man schaut Richtung Ukraine und Russland mit erhobenem Zeigefinger, was demokratische Strukturen angeht. Aber selbst ist man keineswegs viel besser. Ok, die plakativsten 'Ausrutscher' fallen hier weg, aber eigentlich ist hier nicht soviel anders (nur in einer eben etwas abgemilderten Form). Aber über die Winterspiele jubeln, das wiederum geht.

Was das mit dem oben erwähnten Beamten zu tun hat?

Eigentlich alles. Es zeigt, wieder einmal deutlich, daß die Standpunkte, die man felsenfest nach aussen hin vertritt in der Realität oftmals nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind.

Marum solch ein Mitarbeiter 'gekickt' werden muss? Weil er einfach zu blöde ist, das Spiel halbwegs diskret zu spielen. Denn man darf zwar alles tun, aber man darf sich dabei nicht erwischen lassen...
 
Er hat aber gegen kein Gesetz verstoßen. Die Elefanten Jagd war erlaubt, die Jagdlizenz 100%ig bezahlt und die Jagd wurde auch ganz sicherlich von Aufsichtspersonen, wahrscheinlich in Form von Rangern, begleitet.
Dort ist nicht einfach ein Mann nach Afrika gereist, in den Busch gefahren und hat wahllos Elefanten abgeballert.
Ob das nun Moralisch korrekt ist, steh auf einem anderen Blatt. Soll man nun jemanden bestrafen der, mal von der Moral abgesehen, nichts verbrochen hat?
Anders gefragt, darf jemand, der den ganzen Tag Geschwindigkeitskontrollen durchführt, nicht auch mal 250 auf der Autobahn fahren? Oder um beim Thema zu bleiben, darf jemand der einen Jagdschein besitzt, keinen Posten im Amt für Umwelt und Naturschutz haben? Disqualifiziert ihn das von vorn herein?
 
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Er hat aber gegen kein Gesetz verstoßen.
Das sehe ich deutlich anders.

Als Privatperson hat er dies sicher in strafrechtlicher Hnsicht nicht. Aber als Beamter hat der die Pflicht, seinem Arbeitgeber gegenüber loyal zu sein und eine Elefantenjagd sowie das dazugehörige (meines Erachtens spätpubertäre) Imponiergehabe unterminiert die Autorität eines leitenden Amtes im Umwelt- und Naturschutzminister fundamental.

Würdest du z.B. jemanden, der (hart an der Grenze zum Strafbaren, aber eben gerade noch legal) an Kindern herumgrapscht als Jugendamtsleiter einstellen oder einen Thilo Sarrazin (mit seinen rechtspopulistischen offenbar gerade noch legalen Meinungsbekundungen) als Ausländerbeauftragten oder Aussenminister? Oder noch besser als deutschen Botschafter in Israel (wegen des von ihm 'erfundenen' Judengens)?

Ein potentieller Autofahrer, der nicht über die moralische Eignung verfügt, der wird niemals einen Führerschein bekommen (ohne explizit gleich Straftaten begangen zu haben) oder er wird ihm aberkannt und eingezogen. Ein bekennender Elefantenschlächter hingegen soll (faktisch sowie moralisch) zum Elefantenschützer berufen sein?

Deine Beispiele mit der Geschwindigkeitsübertretung hinken übrigens ganz gewaltig. Passend wäre in dieser Hinsicht eher der Vergleich mit jemandem, der früher illegale Rennen gefahren ist und sich damit brüstete und wenige Wochen später wird er Polizist (wahrscheinlich wird er es nicht).
 
darf jemand der einen Jagdschein besitzt, keinen Posten im Amt für Umwelt und Naturschutz haben? Disqualifiziert ihn das von vorn herein?

Kommt drauf an, was gejagd wird, bei mancher "Quote" die es gibt, läßt sich drüber diskutieren ob es die geben dürfte.
Und hier war es eine Jagd "schnell, solang es sie noch gibt".

Dem Buchstaben nach legal, aber nicht dem Sinn des Gesetzes nach.

Der Besitz eines Jagdscheins per se ist schon ok, es gehört auch zuweilen zum Schutz der Natur, etwas zu "begrenzen", sozusagen.
 
Abgesehen davon, dass ich was dagegen habe Tiere grundlos zu jagen, sehe ich das genauso wie Henry.

Wenn dieser Mensch im Tierschutzverein Verein wäre ok, aber wieso sollte er sich jetzt wegen seinem Amt rechtfertigen?
 
...aber wieso sollte er sich jetzt wegen seinem Amt rechtfertigen?
Ganz einfach, weil er meiner Meinung nach mit seiner recht plakativ gezeigten Einstellung für genau diesen Posten völlig ungeeignet ist.

Würdest du einen bekennenden Raser mit der Aufgabe betrauen, die Durchschnittsgeschwindigkeit zu senken oder einen aggressiven Hitzkopf als auf gewaltbereite Jugendliche loslassen, damit diese lernen, ihre Aggressionen in den Griff zu bekommen?

Es ist nicht nur völlig unsinnig, sondern es verbiete sich eigentlich schon allein des zu erwartenden Interessenkonfliktes.

Wie wäre es, ein Fördermitglied eines gegnerischen Vereines als Betreuer oder Trainer einer Sportmannschaft zu berufen? Sicher legal, aber dennoch völlig abwegig.

Doch auch noch in einer anderen Hinsicht ist dieser Herr meines Erachtens für Führungsaufgaben völlig ungeeignet. Offenbar ist er weder bereit noch in der Lage, Verantwortung für sein Tun zu übernehmen. Er macht es sich offenbar sehr einfach, die Schuld auf andere zu schieben, die ja angeblich nur neidisch seien. Neidisch worauf? Neidisch darauf, einen Elefanten abgeschossen zu haben oder neidisch darauf, eine Gesetzeslücke schnell noch rechtzeitig ausgenutzt zu haben?

Die Aufgabe seines Amtes fordert unter anderem, Tierarten durch gesetzliche Massnahmen so zu schützen, daß man Leuten die das machen, was er selbst voller Stolz (!) gemacht hat, das Handwerk legen kann und nicht, rechtzeitig Gesetzeslücken noch schnell zu nutzen. Denn offenbar hat der Herr eine Einstellung, welche der Aufgabenstellung seines Amtes total zuwiderläuft. Daher meiner Meinung nach komplett untragbar.
 
aber wieso sollte er sich jetzt wegen seinem Amt rechtfertigen?

der Typ ist:
Zentralabteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz....unter anderem für den Artenschutz im Land zuständig ....

klar. Man kann jetzt sagen, er ist ja nur für Artenschutz IM Land zuständig. Also dürfte er irgendwelche Wölfe nicht abknallen, aber Elefanten außerhalb des Landes, zumal, wenn die noch 48 Stunden (metaphorisch gesprochen) legal jagbar sind.

Die Tatsache, dass in absehbarer Zeit dieses Gesetz geändert wurde, weißt darauf hin, dass es offenbar nicht mehr wirklich zu rechtfertigen war, diese Tiere zu jagen.

Wenn ich als (u.a.) Vertreter des Artenschutzes (mit Vorbildfunktion) nun hingehe und trotzdem noch ganz schnell einen gefährdeten Vertreter einer Art erschieße, weil es dem Buchstaben des Gesetzes nach noch kurze Zeit legal ist, dies zu tun, dann hat das für Dich keinerlei Beigeschmack?
 
Anders gefragt, darf jemand, der den ganzen Tag Geschwindigkeitskontrollen durchführt, nicht auch mal 250 auf der Autobahn fahren?
Den "Dienstherren" möchte ich sehen, der da wegschaut, wenn der betreffende Beamte Bußgeldbescheide sammelt ... od. – wenn es schlimm kommt – seinen Lappen zeitweise abgeben darf.

Wer einen Job als Staatsdiener wählt, weiss von Beginn an, auf was er sich einlässt. Er steht im Focus der Öffentlichkeit.
Will er das nicht, muss er halt Maurer, Klempner, Bibliothekar ... what ever werden.

Wenn dieser Mensch im Tierschutzverein Verein wäre ...
... wäre er kein Beamter und hätte nicht die moralische Pflicht, sein Amt auch im privaten Bereich entsprechend zu schützen.
Dennoch wäre es genauso verwerflich.

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Mal anders gefragt:

Wie wäre denn eure Einstellung, wenn ein OA-Mitarbeiter / Polizeibeamter euch heute 1 Knöllchen verpasst und morgen seht ihr ihn im beim ALDI-Parkplatz auf dem Mutter-Kind-Parkplatz parken (In Deutschland sind Mutter-Kind-Parkplätze nicht verkehrsrechtlich geregelt; die StVO sieht sie nicht vor).
Wäre genau dieser Mitarbeiter / Polizeibeamte zukünftig nicht auch moralisch unten durch und eurer Meinung nach völlig ungeeignet für den Job?
 
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Würdest du z.B. jemanden, der (hart an der Grenze zum Strafbaren, aber eben gerade noch legal) an Kindern herumgrapscht als Jugendamtsleiter einstellen oder einen Thilo Sarrazin (mit seinen rechtspopulistischen offenbar gerade noch legalen Meinungsbekundungen) als Ausländerbeauftragten oder Aussenminister? Oder noch besser als deutschen Botschafter in Israel (wegen des von ihm 'erfundenen' Judengens)?

... oder jemanden einstellen der einen Geldtransporter fahren soll, der vor der Haftverbüßung eine Bank überfallen hat.

Nee, dass geht gar nicht. Für mich sind solche Leute nicht tragbar.
 
... oder jemanden einstellen der einen Geldtransporter fahren soll, der vor der Haftverbüßung eine Bank überfallen hat.
Dein Beispiel hinkt etwas. Denn es ist schon ein gewaltiger Unterschied, ob jemand etwas angestellt und seine Strafe verbusst hat, sofern dieser seinen Fehler zugibt und daraus die Konsequenten gezogen hat. Oder ob jemand noch schnell etwas tut, von dem er weiß, daß es eigentlich nicht ok ist, anschliessend damit prahlt und die Schuld zu guter letzt auf andere schiebt.

Wie gesagt, ich sehe dies zweigleisig. Einerseits ungeeignet, da er selbst interessenmässig zur Zielgruppe gehört, denen er eigentlich das Handwerk legen soll und andererseits ungeeignet, weil diese Position mit Verantwortung verbunden ist, welche er augenscheinlich weder tragen will noch kann.
 
Sorry Leute, ich wollt Jetzt mit meiner Ansicht und Fragestellung kein falschen Eindruck hinterlassen.

Ihr habt ja recht, moralisch ist das nicht vertretbar und ein Thema, der zu sensible ist um über pro/contra zu diskutieren.

Gruß
 
NeHe;5273409[... schrieb:
M.M.n. hat ein Mensch, der zur Ausrottung bedrohter Tierarten beiträgt und sich damit auch bewusst über das Washingtoner Artenschutzabkommen hinwegsetzt,[...]Ist es "nur" ein weiterer kleiner aber ignoranter Schritt i.Rtg. "Was kümmert uns die Natur?"
Es ist meiner Ansicht nach ein weiterer Hinweis darauf, dass den – auch kleinen – arroganten Machthabern das geltende Recht wie auch die Meinung „ihrer“ Untertanen (mindestens) am Allerwertesten vorbeigeht.

Recht und Gesetz sind seit jeher geschaffen, um das gemeine Volk im Zaum zu halten, nicht um die (kleinen und großen) Führer zu gängeln!
 
Blödsinn, denn er hat gegen kein Recht und kein Gesetzt verstoßen. Weder gegen eins in Deutschland, noch gegen eins in Botswana.
Man kann ihm vielleicht fehlende Moral vorwerfen, das ist aber auch schon alles. Hier jetzt zu verkünden das den arroganten Machthabern das geltende Recht am Arsch vorbeigeht, ist doch totaler Bullshit!
Die Jagd auf Elefanten war/ist in Botswana auch nur erlaubt, weil die Population für das zur Verfügung stehende Gebiet einfach zu groß ist. Wer mehr darüber wissen will, kann ja mal hier etwas über die Elefantenjagd nachlesen. Ja ja, ich weiß natürlich, das es sich dabei um einen Artikel aus einer Jagdzeitung handelt, ändert aber nichts an der dortigen Situation.

Und wenn euch so viel am Leben der Elefanten und natürlich auch der anderen afrikanischen Wildtiere liegt, dann müsst ihr euch aber auch fragen, wo der Lebensraum für all diese Tiere herkommen soll? Das zur Verfügung stehende Land wird immer weniger, die Tiere werden immer weiter verdrängt .... was also tun? Eine Möglichkeit wäre die natürliche Auslese. Keine medizinische Hilfe mehr, keine Hilfe bei Hungerkatastrophen, keine Flüchtlingshilfe ..... stoppen wir die Überbevölkerung Afrikas. Dann haben auch die Tiere wieder Platz. Wäre das eine Lösung?
Ich weiß, das klingt jetzt mehr als provokant, aber was wäre die Alternative? Holen wir alle Afrikaner in den Rest der Welt und machen aus Afrika einen riesigen Naturpark? Oder ist es nicht doch besser mal das eine oder andere Tier zu erlegen, um das Gleichgewicht wenigstens ein wenig zu bewahren?
Ja so ist das mit der Medaille und den zwei Seiten. Und nicht das wir uns falsch verstehen, mir sind lebende Elefanten auch lieber als tote.
 
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Blödsinn, denn er hat gegen kein Recht und kein Gesetzt verstoßen. Weder gegen eins in Deutschland, noch gegen eins in Botswana.
Aber gegen das Beamtenrecht. Wäre er kein Beamter, dann sähe die Sachlage (rechtlich) anders aus. Er ist nun aber Beamter.

Ausserdem geht dein Einwand völlig an der Sachlage vorbei. Es gibt auch ein Leben ausserhalb des Strafrechts und wenn etwas nicht strafrechtlich sanktioniert wird, dann heisst dies noch lange nicht, daß es deswegen auch zulässig ist.

Ich habe weiter oben schon zahlreiche Beispiele benannt, warum jemand für irgendeine Aufgabe oder irgendein Amt untauglich sein kann, ohne gleich mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommen zu sein.

Zum Beispiel würde ich auch keinem Klatschmaul irgendwelche Geheimnisse anvertrauen, obwohl es nicht strafbar ist, ein Klatschmaul zu sein.

Ich würde mich auch nicht von einem Anwalt vertreten lassen, der mit dem Prozessgegner liebäugelt (ohne diesen tatsächlich zu vertreten), auch dieses nicht strafbar.

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Dein Einwand über die Jagdmethoden in Afrika befremdet mich etwas. Denn jemand, dessen oberstes Prinzip 'Hege und Pflege' lautet und der Tiere nur abschiesst, um den gesunden Bestand zu regulieren, der zahlt keinen hohen Betrag dafür, einen Elefanten abschiessen zu dürfen, um sich anschliessend vor dieser Jagdtrophäe stolz präsentieren zu dürfen. Da erinnert eher an die Kolonialzeit und (vor)pubertäres Imponiergehabe.

Zudem dieser Herr ohne Gewehr in der Hand offensichtlich zu feige ist, dazu auch zu stehen. Stattdessen wird auf die angeblichen 'Neider' und deren Enthüllungen gezeigt. Na klar, Schuld haben immer die anderen. Genau so jemanden braucht man als Verantwortungs- und Entscheidungsträger aber nicht.

Es ist ja fast so, als wenn sich ein 'ehrlicher' Erpresser als Opfer sieht, weil der Erpresste ihn kurzerhand angezeigt hat. Das macht man doch nicht, das ist einfach unanständig und unfair! :löl:
 
das Tier verliert. Ich finde es Schade, ein wenig mehr Denken hätte diesem Beamten nicht geschadet. Aber auch das ist menschlich, kurz bevor etwas verboten wird, nochmals richtig draufhauen.(männlich?)
Letztendlich sind die Tage der wilden Tiere bei dem momentanen Bevölkerungswachstum Afrikas scheinbar angezählt.
Wir Menschen sind die Plage, der Virus.
Vor Jahren habe ich mir erzählen lassen, dass die Elefanten mit Maschinengewehren legal gejagt wurden (ganze Rudel) aufgrund der Überbevölkerung mit Elefanten. Wobei das natürlich von der Landgröße abhängig ist.
Wir können lange darüber reden was verkehrt gemacht wurde, aber wie sieht denn die Zukunft aus? Wie kann so etwas verhindert werden? Durch Strafen, Erziehung?
Gruß
 
Ich habe heute Morgen gelesen, sein Chef: Thüringens Umweltminister(auch ein Christdemokrat) sagt nichts dazu.
Man muss schon viel Tolleranz aufbringen um zu glauben das dieser Mann auf dem richtigen Posten sitzt. Kann man Wochentags sich mit Artenschutz befassen und am Wochenende vom Aussterben bedrohte Tiere (mit 20Schuß) jagen?
Er hat sich auch schon mal einen Löwen gegönnt.
Aber wenn er wirklich aus diesem Ressort entfernt wird, dann bekommt er einen anderen Posten. Denn unsere Pfarrerin in Erfurt setzt sich für ihre Klientel ein.
 
@henry, du sprichst mir aus der Seele, und ich stelle mich neben dich um in die gleiche Richtung zu brüllen!
Doch leider bist du am Thema vorbeigeschossen denn, wie Konradin schon richtig sagt,
unterliegt dieser "Herr" dem Beamtenrecht.
Ein Beamter steht in einem besonderen Treueverhältnis seinem Arbeitgeber gegenüber und hat sich als solcher immer angemessen in der Öffentlichkeit zu verhalten, um seine Behörde nicht im Misskredit zu bringen.
Der Beamtenstatus birgt besondere Rechte aber auch besondere Pflichten und deswegen ist es für einen Zentralabteilungsleiter im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Naturschutz unmöglich als Großwildjäger in der Freizeit aufzutreten weil er damit seine Behörde unglaubwürdig macht.
Aber NeHe hat das im Eingangspost schon ausführlich erläutert.

So sind eben viele Menschen: "Wasser predigen und Wein saufen"! Genauso wie der Protz-Bischof und der Herr Wulf, um nur zwei Beispiele zu nennen.
 
Ich sage da nur: selbst dran schuld (siehe auch die beiden zuvor genannten Beispiele). Wären Fehler rechtzeitig zugegeben worden, anstatt einen auf 'dicke Hose' zu machen, dann hätte sich die jeweilige Situation vielleicht noch retten lassen. Aber offenbar ist nicht jedermann zu Schadensbegrenzung fähig, so auch hier.

Mein Mitleid haben solche Leute sicher nicht verdient.
 
Naja, nun hat er ja seinen Posten räumen müssen, alle sind zufrieden, Afrikas Tierwelt ist gerettet und das deutsche Beamtentum kann aufatmen. ;)
 
Das ist noch die Frage Henry, ob die Tierwelt Afrikas gerettet ist. Denn die meisten Afrikaner haben doch genug damit zu tun nicht zu verhungern und sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Das ihre Fauna in seiner einzigartigen Vielfalt ein unschätzbarer Kulturbestandteil ist haben sie noch nicht erkannt.
Aber da sind wir Deutsche auch nicht viel besser denn bei uns haben wir schon so viele Arten ausgerottet, so das einige Zeitgenossen schon ins Ausland ausweichen müssen um dort mit dem Ausrotten weiter zu machen!
 
Der Elefantenjäger wurde einfach aus der Schußlinie genommen, auf einen anderen Posten versetzt.
Das dieser eine Elefant, wenn er nicht abgeschossen worden wäre, auch nicht das Artensterben aufgehalten hätte ist doch nicht die Frage.
Man kann einfach nicht von staatswegen mit Wildktze, Auer- und Birkhuhn befaßt sein und im Urlaub gehts auf Löwen und Elefantenjagt.
Aber wie schon vorher geahnt: er wurde nur auf einen anderen Posten geschoben.
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Es scheint wohl doch so, als könnte massiver Druck von aussen ab und an etwas bewegen (wenn auch widerwillig).
Ich bin (vorerst) mit dem Ergebnis zufrieden und meine, es könnte sowohl für den Jäger ein Schuss vor den Bug gewesen sein, als auch für andere.

Natürlich bin ich nicht so blauäugig zu denken, dass der Mensch im Allgemeinen nun ein besserer ist.
Im Minimum sollte aber der Gedanke erhalten bleiben, dass auch in "kleinen Fällen" viele zusammen etwas erreichen können und Schulterzucken, umdrehen zurück zum kleinen eigenen Universum letztlich gar nichts ändert.

@ Henry: Natürlich wird Afrikas Tierwelt dadurch nicht gerettet, das war hier auch nicht Thema ;) (aber – ich bin mir sicher – das weisst du).

Ich bedanke mich für euer Interesse :)

Thema bleibt noch kurzzeitig auf, falls noch jemand seine 2cents in Boardschwein werfen will.
 
Das ist noch die Frage Henry, ob die Tierwelt Afrikas gerettet ist. Denn die meisten Afrikaner haben doch genug damit zu tun nicht zu verhungern und sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.
Das ihre Fauna in seiner einzigartigen Vielfalt ein unschätzbarer Kulturbestandteil ist haben sie noch nicht erkannt.
Doch das haben sie erkannt und aus diesem Grund gibt es ja Schutzgebiete bzw. Nationalparks. Nur sind diese nicht groß genug, unendlich viele Tiere zu beherbergen. Was macht man also? Man erlaubt die Jagd auf einzelne, ausgesuchte Tiere. Eine Jagdlizenz für z.B. einen Elefanten, kostet zwischen 30.000 bis 50.000 Euro. Dieses Geld wird dringend gebraucht, denn es trägt dazu bei, die Nationalparks zu erhalten.
Ich hab es oben ja schon einmal geschrieben, die Medaille hat zwei Seiten. Auf der einen, stehen bitter arme Länder und auf der anderen, ein paar Idealisten, die der Meinung sind 1000 Quadratkilometer abgezäuntes Land reichen um Afrikas Tierwelt zu retten.

Und jetzt mal eine Frage, wären die Wellen auch so hoch geschlagen, wenn der Mann ein deutsches Wildschwein geschossen hätte?
Wir dürfen nicht vergessen, ein Elefant, ist im Endeffekt auch nur ein Tier das seit tausenden von Jahren von der einheimischen Bevölkerung gejagt wird, um dessen Fleisch zu essen. Das selbe trifft auf Büffel, Antilopen usw. usf. zu.
 
....
Wir dürfen nicht vergessen, ein Elefant, ist im Endeffekt auch nur ein Tier das seit tausenden von Jahren von der einheimischen Bevölkerung gejagt wird, um dessen Fleisch zu essen. ...

Dieser Mensch hat aber den Elefanten nicht gejagt und getötet, um nicht verhungern zu müssen. Er hat ihn getötet aus purer Lust und um sich selbst zu befriedigen!
:tata:
 
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