Eine Versetzung in eine andere Position halte ich in diesem konkreten Fall auch für angemessen, sofern sie nicht gerade mit einer Beförderung einhergeht. Wäre sein Verhalten ein anderes gewesen, dann hätte meines Erachtens eine Versetzung in eine gleichwertige Position völlig ausgereicht.
Berücksichtigt man jedoch seine Äusserungen und den scheinheiligen Versuch, in barschem Ton Schuld auf andere abzuwälzen, dann hat er dadurch in meinen Augen bewiesen, daß er nicht in der Lage ist, Verantwortung zu tragen und in einer Führungsposition nichts zu suchen hat.
Wie im Fall Wulff. Auch da machte der Ton die Musik. Hätte dieser Herr nämlich sein Fehlverhalten eingeräumt und angemessen reagiert, dann wäre er wahrscheinlich heute noch im Amt. So hingegen hat er auch noch seine letzte Glaubwürdigkeit verspielt, dem Ansehen seines Amtes geschadet und sich zur Lachnummer gemacht. Manches hat man eben in der eigenen Hand (sofern man sich halbwegs im Griff hat). So auch hier.
@Henry277: mich interessiert der einzelne Elefant letztendlich genausoviel oder genausowenig wie der einzelne Mensch, da muss man nicht zwingend differenzieren. Aber zwei wesentliche Unterschiede gibt es in diesem Zusammenhang doch: die Elefanten sind eine gefährdete Tierart und mehr oder weniger vom Aussterben bedroht - beim Menschen ist dies anders. Denn die Menschheit ist im Augenblick noch nicht akut vom Aussterben bedroht und selbt wenn es so wäre, dann wäre es unsere eigene Schuld, daß es so ist (die Elefanten hingegen trifft in dieser Hinsicht keinerlei Schuld).
Nicht die Elefanten sind es, die sich (oder gar uns) den notwendigen Lebensraum Stück für Stück wegnehmen, sondern die Menschen sind es. Auch hier also ein deutlicher Unterschied.