also leds sind zukunft... naja. leds gibts schon seit jahrzehnten. aber erst seit ein paar jahren gibts auch blaue leds. wobei, eigentlich sind das auch schon locker 10 jahre. und mit blauen, roten und grünen leds kann man halt das ganze farbspektrum mischen.
allerdings sind leds nach wie vor im preis- lichtintensitätsverhältnis recht teuer. denn eine led hat eine recht geringe lichtintensität. hinzu kommt, dass leds mit 20 bis 30mA und 3.1V durchschnittlich laufen. manche etwas mehr, manche etwas weniger. das problem ist, wenn ne led mehr strom bekommt geht sie kaputt. am 230V-hausnetz müsste man aber entsprechend die spannung für die leds transformieren. da geht auch ein wenig energie drüber verloren. egal auf welchem weg man das löst. und nein, die lösung einfach 100 leds in reihe schalten ist auch nicht praktikabel. denn zum einen schwankt das stromnetz immer ein wenig, sprich die spannung kann mal zu hoch werden und dann wird der strom durch die leds zu hoch, sprich sie brennen durch, andererseits würde das system sofort ausfallen, wenn eine led ausfallen würde. daraus folgt zwangsläufig, dass auch bei den heutigen kauf-led-spots eine gewisse umwandlung des stromes erfolgen muss, was auch wieder einen - zugegebenermaßen geringen - stromverbrauch mit sich bringt. von der ausbeute her sind leds andererseits natürlich sehr positiv zu bewerten, denn sie setzen 95% der eingehenden energie in licht um. im gegensatz dazu die gute alte glühlampe: 5%
heutzutage gibt es auch schon led-chips wo 1W od. 3W-leds drauf verbaut sind. diese leds werden als leselampen manchmal verwendet, kosten aber auch schon einiges (alleine der chip liegt da glaub ich bei 20€ od. so?) und erzeugen genug abwärme, um gekühlt werden zu müssen. normale led-strahler für den hausgebrauch bringen für eine ausreichende beleuchtung des wohnraums zur zeit meiner meinung nach noch nicht genügend lichtintensität. und dann ist da noch die tatsache, dass die meisten in so strahlern verbauten leds einen geringen öffnungswinkel haben (so in die richtung von 30°), was natürlich auch weiter die ausleuchtung veringert.
wenn du unbedingt led-spots irgendwo verbauen willst, dann achte zunächst auf den öffnungswinkel. und dann auf die lichtintensität. ich würde dir auch dringend empfehlen, die spots irgendwo zu kaufen, wo du sie testen kannst, denn gerade bei billigeren spots werden leds mit einer kalten lichtfarbe verbaut. diese leds sind etwas ältere konzepte, wo noch weniger gelb dem blauanteil beigemischt wurde.
an dieser stelle sollte ich vielleicht erwähnen, weiße leds sind eigentlich blaue leds, bei denen direkt hinter der led eine schicht eingebracht wurde, welche von einem teil der lichtwellen die energie so weit heruntersetzt, dass aus dem blauen licht gelbes wird. und durch die mischung der beiden farben gelb (was ja eine mischung aus rot und grün ist) und blau wird dann weißes licht.
bei den älteren konzepten wurde von der schicht noch relativ wenig blau in gelb umgewandelt, entsprechend war das licht leicht blaustichig und kalt. heutzutage gibt es aber auch leds, welche versuchen, das licht von glühfäden zu immi- und emitieren. dieses ist aber leicht gelbstichig und warm. ich würde dir wirklich empfehlen leds zu kaufen, welche eine warme farbe haben, sofern du einen raum damit ausleuchten willst, da das blaustichige, kalte licht sehr unangenehm sein kann und sich negativ auf das wohlbefinden auswirken soll.
aber wie gesagt, aus meiner sicht sind leds für den hausgebrauch noch nicht ausgereift. es gibt nur wenige einsatzbereiche, in welchen leds meiner meinung nach sinn machen: hintergrundbeleuchtung von displays incl. LCD-bildschirmen (wobei da auch OLEDs im kommen sind, welche dafür sinnvoller sind), statusanzeigen an geräten und IR-leds in fernbedienungen. in anderen positionen lohnen sich leds heut zu tage noch nicht. in 10 jahren werden leds vielleicht auch einzeln leistungsstark genug sein, um einen kompletten raum ordentlich und gleichzeitig preisgünstig auszuleuchten, heutzutage allerdings noch nicht.