Tut mir leid Gay-Lord, aber klesoft hat recht!
Bravo klesoft siehst du so schnell geht das, ich hätte auch nicht gedacht das jemand diese Rasse kennt.
Schafpudel werden bereits recht früh in Schriftquellen erwähnt, jedoch meist nicht näher beschrieben. Namensgebend ist vermutlich weniger eine (vermutete) Verwandtschaft zu der Hunderasse Pudel, sondern ein sprachlicher Zusammenhang mit dem niederdeutschen Pfuhl, despektierlicher: schlammige Pfütze, was auf das Weiche, pfuhlähnliche des Pudelfelles abhebt; ganz wie früher auch Pelzmützen Pudel genannt wurden. Es handelt sich damit um einen beschreibenden Namen, wie ihn auch die anderen Altdeutschen Hundeschläge führen (schwarze, gelbbäckige usw.), der diesen Hundetyp als zottelig beschreibt.
Der Schafpudel ist ein Arbeitshund (altdeutscher Hütehund), zu dessen Aufgaben die zum Teil völlig selbständige, im Grunde ganztägige, Arbeit an der Herde gehört. Er ist ein intelligenter, temperamentvoller, aktiver, ausdauernder und lernwilliger Hund, der ausgeprägtes Hüteverhalten zeigt. Auf diese Eigenschaften wurde er jahrhundertelang selektiert. Daher achten Züchter, die geeignete Exemplare in Privathände gegeben, darauf, dass die Hunde zu außerordentlich sportlichen Menschen mit viel Platz kommen. „Schafpudel sind besondere Hunde, die von ihrem Rudel Besonderes fordern.“
Schafpudel sind insgesamt eher mittelgroß; für Rüden werden 50–60 cm und für Hündinnen 45–55 cm Widerristhöhe genannt
Heute finden sich Schafpudel vornehmlich noch in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Die Wendezeit wirkte sich für den Schafpudel und den Mitteldeutschen Altdeutschen ungünstig aus, da mit den Strukturänderungen, die auch in der Landwirtschaft vonstattengingen, auch der Bedarf an Herdengebrauchshunden zurückging. Dabei gingen viele gute Zuchtlinien des Schafpudels verloren. Wurde Weidewirtschaft vorher noch nach Art der Wanderschäferei mit größeren Herden betrieben, so ist diese Wirtschaftsweise inzwischen nahezu ganz verschwunden.
Dennoch werden auch heute noch Schafpudel beim Hüten an Schafen eingesetzt. Aufgrund des Rückganges der Schafhaltung und des gleichzeitigen Bemühens einiger Züchter, diesen Hundetyp zu erhalten, kommen in den letzten Jahren immer mehr Schafpudel auch in private Hände.