Nationalhymne singen Pflicht oder nicht? geschlossen 

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Ladybug

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Hallo Ihr Lieben,
aus aktuellem Anlaß...;)
würde mich interessieren, wie Ihr darüber denkt:

Sollten alle Spieler der deutschen Nationalmannschaft die Hymne singen oder ist es Euch egal?

Bitte laßt uns dieses Thema maßvoll und fair diskutieren!


Mich persönlich "stört" es schon, wenn ich sehe, daß sich einige Spieler regelmäßig verweigern,
das Argument Konzentration finde ich schwach.

Ich frage mich, was einen in Deutschland geborenen und aufgewachsenen jungen Mann wie beispielsweise M.Özil dazu veranlaßt, sich komplett zu verweigern.

Hymnen gehören zu internationalen Sportwettkämpfen, gelten als Teil der Identität, diese Spieler sind Teil der NATIONAL-Mannschaft,
Deutsch ist auch die Sprache, mit der sie ihre Schulzeit bestritten haben,
da kann ich das einfach nicht nachvollziehen.

Anders wäre es, wenn jemand sagen wir mal erst 10 Jahre in Deutschland wäre ( wobei ich nicht weiß, ob er dann für D. spielen dürfte.;) ), da könnte ich es eher noch verstehen.

Natürlich fände ich Zwang die falsche Maßnahme, aber es geht mir wie in dem Hollywoodfilm “Trennung mit Hindernissen”

In einer Schüsselszene will Brooke (Jennifer Aniston) ihren Mann Gary (Vince Vaughn) dazu bringen, ihr beim Abwasch zu helfen. Der will aber lieber sich ausruhen und am PC spielen. Endlich bequemt sich Gary, ihr widerwillig -mangels besserer Argumente – zu helfen. Doch damit ist seine Frau nicht zufrieden. Er soll ihr nicht nur beim Abwasch helfen, sondern es freiwillig wollen.

Ich würde mir sozusagen wünschen, daß unsere Nationalspieler singen möchten...:D

Denn für mich ist es viel mehr als nicht singen wollen, ich interpretiere da viel mehr rein...

Vielleicht verstehe ich die Beweggründe, nicht zu singen, ja mit dieser Diskussion dann besser.

Viele Grüße
Ladybug
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ladybug schrieb:
Ich würde mir sozusagen wünschen, daß unsere Nationalspieler singen möchten...
Vielleicht singen sie dir ja eines Tages ein Geburtstagsständchen... :D

Und ich würde mir sozusagen wünschen, daß kein Zuschauer mehr einen Besitz- (oder Weisungs-)Anspruch an 'unsere' Nationalspieler hat. 'Unsere' Nationalspieler sind gut bezahle Spezialisten, zu deren Pflichten das Fussballspielen gehört und nicht das Singen.

Daß diese Leistung des Absinges der deutschen Nationalhymne nicht von allen Spielern freiwillig erbracht wird ergibt sich schon daraus, daß einige Spieler es offenbar (laut Startpost) regelmässig verweigern. Echte Freiwilligkeit sieht anders aus.

Jeder Versuch, mit (verstecktem) Zwang eine Freiwilligkeit erreichen zu können ist ausgesprochen blauäugig. Es ist lediglich der Anschein von Freiwilligkeit, den man erreicht. Es ist so, als wenn man von Sklaven erwartet, sie würden sich frei fühlen, wenn man sie nur nachhaltig genug dazu drängt. Ein Grund mehr, sich auf dieses (verlogene) Spielchen garnicht erst einzulassen.

Mir persönlich sind Menschen nicht geheuer, die anderen Menschen ihre Vorstellungen aufzwingen wollen und dazu den Begriff der Freiheit bemühen. Ich finde dieses Verhalten übergriffig.

Gruss Konradin
 
Wem soll das Absingen der Hymne nützen?
Den Zuschauern, die sich an dem herrlichen Gesang erfreuen wollen,
die sich mit schöngeistiger Musik auf das nachfolgende Wettkampfgetümmel einstimmen lassen wollen,
deren nationale Empfindungen in ein Länderspiel mehr hinein interpretieren wollen als ein bloßes Sportereignis?

Ok, man könnte es als Teil der Show betrachten, es gehört dazu, wie Handküsschen geben, auf Knien über den Rasen rutschen oder sich über einen erfolgreichen Mannschaftskameraden werfen. Es hat aber keine Bedeutung.

Wenn's einen echten Sinn haben sollte, müssen die Jungs aus Überzeugung singen, weils ihnen mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist vermittelt, weil sie stolz sind, in gerade dieser Mannschaft zu spielen, meinetwegen auch weil ihnen vielleicht die Melodie oder der Text besonders gut gefallen.

Aber nur dann macht das Singen wirklich einen Sinn!
Singe, wem Gesang gegeben
Ich kann gut damit leben, dass wir am Anfang die Musik hören und die Spieler mitsingen, die sich dazu berufen fühlen.
 
....evtl ist das Abspielen der Nationalhymne eins (von jeder antretenden Mannschaft), aber singen? :rolleyes:
 
Wenn's einen echten Sinn haben sollte, müssen die Jungs aus Überzeugung singen, weils ihnen mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist vermittelt, weil sie stolz sind, in gerade dieser Mannschaft zu spielen[/B]

Genau diese Überzeugung fände ich schön...

Zwang ist nie der richtige Weg, das habe ich ja geschrieben.


Danke für Eure Meinungen.
 
der zusammenhang mit politik erschliesst sich mir nicht.

sport/fussball/nationalhymne?

--> moved
 
Ich sehe es so wie der TS. Ich wäre stolz für mein Land bei einem bedeutenden Wettkampf antreten zu dürfen.
littleprof schrieb:
Wem soll das Absingen der Hymne nützen?
Das nützt natürlich niemandem, aber es gehört für mich genauso dazu, wie die Begrüßung des Schiedsrichters und des Gegners. Das ist eine Sache des Respekts gegenüber dem eigenen Land.

PS: geht das nur mir so oder euch auch? Mir ist so ein Verhalten bei anderen Mannschaften noch nicht aufgefallen.
 
Snip3r schrieb:
Ich sehe es so wie der TS. Ich wäre stolz für mein Land bei einem bedeutenden Wettkampf antreten zu dürfen.
Bitte nichts verwechseln, für die ist das "Arbeit", sie werden für das herumstolpern fürstlich bezahlt. Die nächste Frage die man sich stellen muss, kennen die Spieler den Text der Hymne überhaupt. Da Fußballspieler meistens nicht grade die hellsten Leuchten ........ na ihr wisst schon. ;)


ps.: Außerdem haben wir eh die falsche Nationalhymne. Auch wenn nur noch die dritte Strophe gesungen wird, ist die Botschaft absolut nichtssagend. Man hätte, die DDR Hymne nehmen sollen ..... :fuck:
 
Man hätte, die DDR Hymne nehmen sollen ..... :fuck:
Na ich weiß ja nicht " Auferstanden aus Ruinen...":D etwas unpassend. Aus den Ruinen kommt bestimmt keiner gekrochen. :D

Man weiß ja wo das meiste Geld ist, der hat auch die besten Spieler.

Die nächste Frage die man sich stellen muss, kennen die Spieler den Text der Hymne überhaupt.

Ich denke auch das keiner von den Einwanderern sie beherrscht, deswegen singen ja auch nur Schweinsteiger, Lahm und Löw.
Schon mal andere Nationalmannschaften bei dem Gesang der Nationalhymne zugeschaut? Da wird fleißig mit geträllert.:)

MfG Kanaille

Muß mich korrigieren, die Fussballspieler der Deutschen Nationalmannschaft sind alle außer Podolski und Klose auch in Deutschland geboren, aber scheinbar halten es die Spieler nicht für nötig vor einem Wettkampf die Feierlichkeit zu besingen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Snip3r schrieb:
Ich wäre stolz für mein Land bei einem bedeutenden Wettkampf antreten zu dürfen.
Dürfen ist nicht gleich müssen. Es steht dir frei, auf was auch immer stolz sein zu dürfen, ebenso wie es dir freisteht, dies durch Absingen der Nationahymne ausdrücken zu dürfen. Aber du musst nicht (und wenn doch, dann aus eigenem Antrieb). Alles andere führt doch nur zu Heuchelei und Duckmäusertum.

Snip3r schrieb:
PS: geht das nur mir so oder euch auch? Mir ist so ein Verhalten bei anderen Mannschaften noch nicht aufgefallen.
Wie war das mit den dunkelhäutigen US-Amerikanern, denen bei der Olympiade 1968 auf dem Siegerpodest der Bürgerrechtsbewegung (meiner Meinung nach zurecht) näher stand als dem US-amerikanischen Staat? Link hier.

Interessant auch dieser Fall.

Gruss Konradin
 
Ich denke auch das keiner von den Einwanderern sie beherrscht, deswegen singen ja auch nur Schweinsteiger, Lahm und Löw.
MfG Kanaille

Das ist ja der Punkt, der mich so irritiert.
Diese Spieler sind in D. geboren, zur Schule gegangen, aufgewachsen.
Es sind keine Einwanderer oder Ausländer,
sondern Kinder solcher, die aber die deutsche Schullaufbahn absolviert haben.

Ich ( Mitte 30 ) kann mich noch daran erinnern, daß wir in der Schule nur mit der National-Hymne beim Vorsingen eine Eins erreichen konnten, also hat man dieses "Lied" gewählt...;)


Für mich geht die Diskussion nicht um Politik, sondern um Identität...

Es gehört für mich genauso dazu, wie die Begrüßung des Schiedsrichters und des Gegners. Das ist eine Sache des Respekts gegenüber dem eigenen Land.

Sie können sich ja auch nicht "aussuchen", in welchem Trikot sie auflaufen,
das gehört zum Team
- wie m. M. nach auch die Hymne zum Team einer Nationalmannschaft gehört.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ladybug schrieb:
Ich ( Mitte 30 ) kann mich noch daran erinnern, daß wir in der Schule nur mit der National-Hymne beim Vorsingen eine Eins erreichen konnten, also hat man dieses "Lied" gewählt...
Einfach nur ein Armutszeugnis. Mit guter Leistung hat das nichts zu tun, wohl eher mit Dressur.

Ladybug schrieb:
Für mich geht die Diskussion nicht um Politik, sondern um Identität...
Ach, und die nationale Identität ist nicht politisch, oder mit welcher Identität hat die deutsche Nationalhymne denn sonst etwas zu tun?

Für mich persönlich hat nationale Identität auch damit zu tun, in einem demokratischen Staat leben zu wollen oder zu können, in dem man sich zu politischen Bekundungen (und das Absingen der Nationalhymne ist nichts anderes) selbst und freiwillig entscheiden kann, anstatt unter der politischen Fuchtel einer (sich demokratische gebärdenden) Diktatur zu stehen, die mir vorschreibt, wann ich welches Lied zu singen habe.

Ladybug schrieb:
Sie können sich ja auch nicht "aussuchen", in welchem Trikot sie auflaufen...
Natürlich nicht. Denn Fussball ist nun einmal ein Mannschaftssport und es gehört zu den Regeln, daß man die Teams an ihren unterschiedlichen Trikots erkennen kann. Die Fussball-Regeln beinhalten allerdings nicht den Umgang mit irgendwelchem Liedgut. Insofern ist dein Vergleich einfach nur fehl am Platz.

Am Ende argumentierst du noch damit, daß sie sich nicht einmal das Geschlecht aussuchen können, unter welchem sie antreten wollen und schliesst darauf auf die 'Pflicht' des Mitsingens (oder Mitgröhlens), oder ist auch Musikalität für Fussballprofis Pflicht?

P.S. Doppelposts sind unnötig und unerwünscht (für Nachträge gibt's den 'ÄNDERN'-Button).

Gruss Konradin
 
Die Zeiten ändern sich. Als 1954 die Deutsche Nationalmannschaft antrat war es wohl so, wie sich mancher heute noch wünscht. Heute stehen da Profis (=Berufsspieler), die dort ihr Geld verdienen wollen. Alles andere drumherum empfinde ich nur noch als inszeniert, um den schönen Schein zu wahren und die Geldmaschine am Laufen zu halten.
Bloß weil so viele sich ihre idealisierten Vorstellungen bewahren wollen, kommen Fragen zu vermeintlichen "Stilbrüchen" auf.

Ich gebe Konradin recht. Wer Singen will der kann ja auch. Auf Heucheleien kann ich verzichten. Wenn ich es recht bedenke, hat das Absingen / Abspielen von Nationalhymnen nur bedingt mit dem sportlichen Wettstreit zu tun. Politisch arbeiten wir an einem vereinten Europa - auf der sportlichen Bühne kann man sein verborgenes Nationalbewusstsein ausleben.
 
Hallo Konradin,

ich habe diese Diskussion geöffnet, gerade weil ich Gegenargumente hören wollte, die mir vielleicht dabei helfen, meinen Standpunkt zu überdenken
und weil ich wissen wollte, wie andere das empfinden.

Dabei helfen mir alle Posts hier und dafür bin ich dankbar.

Viele Grüße
 
Mir scheint fast,
hier gibt's noch Viele,
die Sportveranstaltungen vor allem mit Fairness und "olympischen Idealen" verknüpfen ;)

Aber dröseln wir das Ganze doch mal vom Startpost an auf ...

Das Singen der Nationalhymne an sich beruhte auch geschichtlich schon zumeist auf Zwang
- das Beispiel mit der "Eins" ist dafür übrigens super :rolleyes: -
und diente sowohl der "eigenen" Identifikation als auch der Abgrenzung gegenüber "fremden" Anderen ;)

All zu oft auch noch verbunden
mit Hacken aneinander kloppen,
sich an den (eigenen) Kopp packen (oder auch Anderen einen Vogel zeigen)
oder auch das Patschehändchen auf die Stelle legend,
wo manche ihr Herz (und Andere ihre Brieftasche) vermuten ;)

Heutzutage ist übrigens das Wählen der Nation Gang und Gebe...
je nachdem wo man die Karriere am lukrativsten (neben finanziellem manchmal auch den sportlichen Erfolg betreffend) gestalten kann.

Von daher kann man nicht zwangsläufig davon ausgehen,
dass solche "Sportler" sowohl die nationale Sprache, geschweige denn den Text der nationalen Hymne auswendig wissen.
Deswegen wäre es vllt. ja zukünftig angeraten,
den jeweils aktuellen Text bei solchen Gelegenheiten gleich auf dem inzwischen meist vorhandenen Videowürfel - quasi als Teleprompter ;-) - mitlaufen zu lassen.
Spätestens dann erst outen sich echte "Verweigerer" ... :D
Vorher halte ich z.B. einem Özil zu Gute, dass er vllt. ...

Dazu kommt, dass der (Özil) jetzt eh in Spanien spielt,
und dort eh nie in Verlegenheit gerät, mitsingen zu müssen...
Die Spanier haben das ja seit Franco eh clever gelöst
und bei ihrer Hymne den Text gleich mal ganz weggelassen :D

Was mich just an manch ebenso dumpfe Texte in z.B. in deutschen Fan"gesängen" erinnert ;)

Ich weiß ja nicht...
vielleicht hab' ich ja auch 'nen Hörfehler
und versteh eben manchmal fälschlich eben ein dumpfes "Sieg, Sieg" ...
Vielleicht soll das aber auch einfach nur "Bieb, Bieb" heißen... :ööm:
und das "wir haben euch lieb"
wird einfach nur wegen zu viel Textinhalt vergessen :fuck:

Nachdenklich :)

muesli

PS

Ach ja ;)
Bei "Olympia" (dem inzwischen pleite gegangenen Festival auf dem griechischen Pelepones)
wurde übrigens sowohl auf Nationalhymnen wie auch andere 'militärische' Kennungen verzichtet...
Lediglich Name und Herkunft wurden (erst) bei einem Sieg öffentlich verkündet...
Und nicht vorher schon auf Trikots gemalt :D

PPS
zweistein schrieb:
der zusammenhang mit politik erschliesst sich mir nicht.

sport/fussball/nationalhymne?
Hm :ööm:
mir eigentlich schon...
Denn....

Normalerweise haben und hatten Nationalhymnen erst mal nischt vorrangig mit Sport zu tun...
Erst als...
Aber das ist vmtl. nicht diskussionswürdig, gelle? :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach dieses "Problem" wird immer wieder rausgegraben.

Was bringt es die Hymne zu singen? Es reicht doch wenn man für sein Land aufläuft. Ob man die Hymne singt oder nicht ist völlig Wurst.

Was soll es denn bringen die Nationalhymne zu singen?

Es wird Fußball gespielt und nicht eine Musikstunde absolviert.
 
@ Ladybug
deine posts illustrieren in anschaulicher Weise deinen eigenen Zwiespalt in der Frage ;)

Im Eingangspost höre ich schon ein bisschen Druck und Zwang heraus
Mich persönlich "stört" es schon, wenn ich sehe, daß sich einige Spieler regelmäßig verweigern,
das Argument Konzentration finde ich schwach.

Zwischendurch erkennst du
Zwang ist nie der richtige Weg, das habe ich ja geschrieben.

... um dann wieder beim Zwang zu landen
Sie können sich ja auch nicht "aussuchen", in welchem Trikot sie auflaufen,
das gehört zum Team
- wie m. M. nach auch die Hymne zum Team einer Nationalmannschaft gehört.

Ein Gedanke, der bisher noch nicht erwähnt wurde:
Alle Menschen mit migrantischem Hintergrund sind "Wanderer zwischen den Welten". Selten ist bei ihnen eine eindeutige nationale Verwurzelung zu finden.
Selbst wenn sie hier geboren sind und Schule und Ausbildung hier genossen haben habwen sie gleichzeitig noch Verwandte, Bekannte und Freunde im Land ihrer Vorfahren und sie haben immer ein mehr oder weniger großes Quantum an kultureller Prägung von dort bekommen.
Guck dir unserer Nationalmannschaft an!
Wenige sind ohne diese Erfahrungen.
Wen wundert's, wenn sie beim Spielen einer Nationalhymne ans Grübeln kommen.
 
Selten ist bei ihnen eine eindeutige nationale Verwurzelung zu finden.
Selbst wenn sie hier geboren sind und Schule und Ausbildung hier genossen haben habwen sie gleichzeitig noch Verwandte, Bekannte und Freunde im Land ihrer Vorfahren und sie haben immer ein mehr oder weniger großes Quantum an kultureller Prägung von dort bekommen.
Guck dir unserer Nationalmannschaft an!
Wenige sind ohne diese Erfahrungen.
Wen wundert's, wenn sie beim Spielen einer Nationalhymne ans Grübeln kommen.

Moment, von den 23 Spielern der Deutschen Nationalmannschaft haben nur 7 Spieler einen Migrationshintergrund und das ist auch noch zweifelhaft.

Ilkay Gündogan: in Deutschland geboren/lebend, türkische Eltern
Sami Khedira: in Deutschland geboren/lebend, tunesisch/deutsche Eltern
Mesut Özil: in Deutschland geboren/lebend, türkische Eltern
Lukas Podolsk: in Polen geboren/in Deutschland lebend, polnische Eltern
Miroslaw Klose: in Polen geboren/in Deutschland lebend, polnische Eltern
Mario Gomez: in Deutschland geboren/lebend, spanisch/deutsche Eltern
Jérôme Boateng: in Deutschland geboren/lebend, ghanaisch/deutsche Eltern

Bei diesen Spielern könnte man es vielleicht verstehen das sie nicht mitsingen, für alle anderen gibt es keinen Grund nur dumm da zu stehen. Obwohl es steht nirgendwo geschrieben das man bei der Hymne mitsingen muß, aber ich würde mir jedenfalls wünschen, wenn alle Spieler mitsingen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wird jetzt plötzlich in Bürger erster Klasse und Bürger zweiter Klasse unterschieden? Oder anders ausgedrückt, müssen die einen, die anderen hingegen nicht?

Kanaille schrieb:
Obwohl es steht nirgendwo geschrieben das man bei der Hymne mitsingen muß...
Eben, genau das ist der Punkt. Auf welche rechtliche Grundlage hin würden eventuelle Sanktionen gegen diejenigen ausgesprochen, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht mitsingen wollen? Wird Recht plötzlich durch Willkür ersetzen, damit man die Fußballrecken schön singen hört (kontrolliert man dann gleich auch noch, ob auch wirklich der korrekte Text gesungen wird)? Wird plötzlich das Recht auf der Strasse (oder gar im Stadion) gemacht?

Haben wir nicht Gewissensfreiheit oder darf nur derjenige das Mitsingen verweigern, der einen Migrationshintergrund hat, damit man wieder schön in 'deutsch' und 'nicht ganz so deutsch' einteilen kann? Wieder einmal Selektion, diesmal allerdings zur Unterhaltung des Fußvolkes?

Ich weiß, ich bin recht neugierig.
 
Was soll der ganze Quatsch eigentlich ... wer nicht singt, spielt nicht und fertig

Gerade für einen Profi ist die Verweigerung ein absolut unprofessionelles Verhalten.
Wir haben genügend Spieler, die sich mit unserem Land identifizieren und spielen wollen ... da kann man auf diese Pfeifen getrost verzichten

Und wenn wer Probleme wegen Migrationshintergrund hat, kann er ja die Nationalität wechseln, wenn ihm das "deutsch" sein so zuwider ist ...
 
@ Vorredner
Du machst deinem Nick aber alle Ehre :D

Ich hab nicht die ganz dicke Ahnung von Fußball, aber dass die Gesangsverweigerer (fußballerische) Pfeifen sind, will mir gar nicht so scheinen.

Ich hab auch nicht den Eindruck,
dass die ganz großen Talente so üppig vorhanden sind,
dass man auf die Sangeskraft
als Teil der Minimalqualifikation beharren könnte.

Andrerseits stelle ich es mir total klasse und unterhaltsam vor,
wenn Talentscouts in Zukunft zusammen mit Chorleitern unterwegs sind;
jeder, der auf dem Platz sein Können unter Beweis stellen konnte muss anschließend zum Vorsingen - am besten unter der Dusche, das spart Zeit und die Akustik ist klasse.
Wer sich nicht textsicher zeigt, muss ihn eben 3 mal abschreiben - von der Hand in den Verstand :D

Hach, was könnte Loriot aus diesem Szenario alles machen :D
 
Wie wäre es, wenn man die Fussballnationalmannschaft für den nächsten European Song Contest nominieren würde? Und als Chorleiter würde ich Blabla05 vorschlagen. Da könnten sie ja alle zusammen ihr Deutschsein demonstrieren, wenn's auf dem Rasen schon nichts wird.

Die Regensburger Domspatzen können uns dann ja zwischenzeitlich auf dem Fussbalfeld vertreten. :)
 
Das Beste wäre das die Spieler wohl besser für das Land in der Nationalmannschaft spielen, wo sie das Mitsingen der Nationalhymne vertreten können – und nicht dort, wo man am meisten Geld verdient!

Ich hoffe das unsere Gurkenmannschaft bald nach Hause fährt, für mich steht der Gewinner jedenfalls schon lange fest, das sind die Brauereien :D
 
Ja, das wäre doch was, wenn Fussballprofis nicht mehr dort spielen würden, wo sie am meisten Geld verdienen können. Wenn man die hohen Ablösesummen abschaffen würde und ausschliesslich auf lokale Talente zurückgreifen würde.

Nur - reden wir überhaupt von der gleichen Sportart?
 
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