Nichtraucherschutz Diskussion 

littleprof

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Letzten Dienstag war Altkanzler Schmidt bei Maischberger zu Gast.
Wie nicht anders zu erwarten qualmte er ohne Unterlass.
Prompt wettern die militanten Nichtraucher,
sprechen vom „eklatanten Verstoß gegen die Arbeitsstättenverordnung“
wg. der Beeinträchtigung der Maischberger-Crew und von unbezahlbarer Werbung für die Tabakindustrie.
Natürlich soll wie schon nach dem Auftritt Schmidts bei Jauch im letzten Oktober eine Anzeige gegen die ARD erstattet werden.

Daraus entstehen für mich 2 Fragen:
Wer Schmidt will, weiß was er krischt, und das beinhaltet nun mal zwangsläufig blauen Dunst. Ist er es wert, das in Kauf zu nehmen? Oder hat er so einen Einfluss, dass tatsächlich alle Welt glaubt, man könne trotz Qualm 93 werden?

Zweite Frage:
Wie gehen wir mit unseren Rauchern um?
(Ich hab mal ne zeitlang geraucht, bin aber seit fast 30 Jahren clean :D )
Wird dabei mit Stigmatisierung und Ausgrenzung manchmal übertrieben?
Ich denke dabei nicht an ein kleines Büro, in dem jemand mit 8 Stunden mit nem Kettenraucher verbringen muss, aber an Kneipen, Restaurants öffentliche Gebäude und sowas.

Wie denkt ihr darüber?
 
Raucher als gefährdete "Tier-Art"? ;)


...meine Freundin (die ich jetzt im urlaub besucht hab) hat jahrelang geraucht, aber "rücksichtsvoll geraucht".

Ich finde, "Korinthenkacker" gibt es immer auf beiden Seiten.
Klar, jahrelang gab es nicht genug Nichtraucherschutz, von daher geht das pendel jetzt zuweilen etwas sehr in eine Richtung, aber das pendelt sich, hoffe ich, auch wieder etwas toleranter aus.
Derzeit haben nichtrauchende radikale natürlich noch Hochkonjunktur, und radikale sind immer heikel.

Dass raucher nur draußen rauchen dürfen find ich zuweilen in Cafes im Sommer echt lästig, wenn du draußen sitzt und die luft dann drinnen besser ist als draußen ;)
 
Letzten Dienstag war Altkanzler Schmidt bei Maischberger zu Gast.
Wie nicht anders zu erwarten qualmte er ohne Unterlass.
Prompt wettern die militanten Nichtraucher,
sprechen vom „eklatanten Verstoß gegen die Arbeitsstättenverordnung“[…]
Daraus entstehen für mich 2 Fragen:
Wer Schmidt will, weiß was er krischt, und das beinhaltet nun mal zwangsläufig blauen Dunst. Ist er es wert, das in Kauf zu nehmen? Oder hat er so einen Einfluss, dass tatsächlich alle Welt glaubt, man könne trotz Qualm 93 werden?[…]
Selbstverständlich bin ich Nichtraucher und sehe (rieche) es nicht gerne, wenn so ein stinkender Drogenabhängiger die Luft (und meine Atemwege) versaut.
Als einziger Nichtraucher in der Familie (alle meine Brüder hörten – nachdem bei ihnen Krebs diagnostiziert wurde, ein anderer Bruder an Krebs starb – schlagartig mit dem Rauchen auf) bin ich trotz relativ hohen Alters gesund und fit.

Ob ich militant bin? Das liegt wohl in den Augen des Betrachters.

Was den drogenabhängigen Schmidt betrifft (er sollte sich behandeln lassen, die Mittel dafür dürften vorhanden sein), frage ich mich, warum er weit mehr Rechte eingeräumt bekommt, als seine ehemaligen Untertanen. Wenn irgend ein „Normalo“ in irgendeiner Kneipe die Luft verpestet, wird er unmissverständlich darauf hingewiesen, dass dies zu unterbleiben hat; „Majestät“ dürfen.

Rules and Regulations: Nur für das (niedere) Volk?

Das Maischberger-Team hätte Schmidt auch in einer Entzugsklinik besuchen können. Wenn Gesetze und (Ver)Ordnungen bestehen, hat auch Schmidt sich daran zu halten!

Vorbildfunktion eines „Vorbilds“, das über den Gesetzen steht (oder zu stehen scheint): Wie soll ich meinen Kindern und Jugendlichen klarmachen, dass Rauchen Schei.. ist, wenn sie mir antworten, „der Schmidt raucht in aller Öffentlichkeit wie ein Schlot und ist steinalt“.
Es mag eine militante Einstellung sein, aber für mich ist Schmidt einfach ein rücksichtsloser Rowdy, der devotes Verhalten seiner ehemaligen Untertanen als selbstverständlich einfordert.

Selbstverständlich hat jeder Kranke das Recht, seiner Sucht zu frönen und seine Gesundheit zu ruinieren. Aber bitte nicht als positiv gewichteter seniler Vorzeige-Opa in aller Öffentlichkeit!


Trotzdem:
Wenn ich in eine meiner Landshuter Lieblingskneipen zum Ratschen gehe, nehme ich in Kauf, dass dort spätestens ab 0 Uhr geraucht wird (das weiß jeder Insider, sogar die Polizeistreifen „vergessen“ die Kneipe zu kontrollieren).
 
Das Maischberger-Team hätte Schmidt auch in einer Entzugsklinik besuchen können. Wenn Gesetze und (Ver)Ordnungen bestehen, hat auch Schmidt sich daran zu halten!

Sehe ich genauso!

Entweder´gilt ein Gesetz für alle oder gar nicht. Es kann nicht sein, dass für einen alten verbohrten Egoisten eine Ausnahme gemacht wird.

Selbstverständlich hat jeder Kranke das Recht, seiner Sucht zu frönen und seine Gesundheit zu ruinieren. Aber bitte nicht als positiv gewichteter seniler Vorzeige-Opa in aller Öffentlichkeit!

Sehr gut gesagt.
 
Hallo zusammen,

vorne weg gleich mal, ich habe gut und gerne 15 Jahre geraucht und bin jetzt seit 2,5 Jahren trocken.
Ich habe zu der Zeit als das Rauchverbot aufkam noch geraucht und ich empfand es absolut in Ordnung, dass wenn ich den drang nach einer Zigarette hatte raus zu gehen. Ich hasste es, wenn ich mit Freunden etwas trinken war und die Kleidung danach so stark nach Rauch gerochen hat, dass man sie nur noch so schnell wie möglich waschen wollte.
Für mich ist es sowohl gesundheitlich als auch vom Wohlbefinden mit dem Rauchverbot bedeutend besser.

Ich für meinen Teil, finde es traurig, dass ein man wie der Altkanzler Schmidt, nicht in der Lage ist, seine Sucht für eine gewisse Zeit zu unterdrücken und ihm die Gesundheit der anwesenden Menschen scheinbar egal ist.
Die einen dürfen eben alles und die anderen eben nichts oder glaubt ihr das ein normaler Gast bei denen in der Sendung rauchen darf ????

Zu deiner 2. Frage.

Wie gesagt ,ich finde es gut, dass nicht mehr überall geraucht werden darf. Ich habe dadurch zwangsläufiger weniger geraucht.
Es geht ja darum, dass die giftigen Schadstoffe, nicht beim Raucher bleiben sondern sich im ganzen Raum verteilen und jeder, der darin ist, es einatmet ob er will oder nicht.
Das ist ja das Problem am Rauchen.

mfg coschi
 
Nach den ersten Stimmen will ich auch mal zu meinen eigenen Fragen Stellung nehmen:
All animals are equal, but some animals are more equal than others sagt Orwell in seiner Animal Farm, und diese traurige Einschätzung trifft auch auf diesen Sachverhalt zu.
Ich denke nicht, dass Schmidts Auftritt wesentlichen Einfluss auf das Rauchverhalten von Zuschauern hat,
auch Erziehungsprozesse zur gesunden Lebensführung werden m.E. dadurch nicht maßgeblich behindert,
genauso wenig wie die Gesundheit der beteiligten Mitarbeiter der Sendung beeinträchtigt wurde;
wesentlich schlimmer finde ich die arogante Demonstration von Macht und Rücksichtslosigkeit! :würg:

Schlimm darüberhinaus ist, dass der Erfolg ihm und auch der ARD recht gibt:
Immerhin 1,97 Millionen Zuschauer haben sich das angesehen, das liegt oberhalb des Senderschnitts, wobei parallel dazu Olympia im Zweiten lief!
Bei einem voting würde wahrscheinlich eine Mehrheit ihn sehen wollen, auch wenn er dabei kettenraucht! :löl:

Das geht gar nicht - aber die ARD wird's wieder tun ....

Ne andere Geschichte ist für mich der Umgang mit den normalen Rauchern.
Da bin ich ähnlicher Meinung wie sorei, ich denke, das Pendel schlägt jetzt manchmal in die Gegenrichtung aus, will sagen, dass die Maßnahmen gegen die Raucher schon mal übertrieben werden.
Ich möchte mit keinem Raucher zusammen im Auto, in einem kleinen Büro oder sonst auf engem Raum sitzen.
Aber wenn in der Kneipe oder selbst in einem geräumigen Restaurant am Nachbartisch jemand raucht, kann ich damit gut leben.
Wenn die Leute immer mal wieder nach draußen verschwinden müssen, selbst im übelst kalten Winter, erfasst mich mitunter das Mitleid, ganz abgesehen davon, dass die Kommunikation leidet.
 
Aber wenn in der Kneipe oder selbst in einem geräumigen Restaurant am Nachbartisch jemand raucht, kann ich damit gut leben.

So werden viele denken.

Problematisch wird es zum Beispiel dann, wenn in diesem Restaurant eine Bedienung arbeitet. Diese Person wird dann eben nicht nur einmal dem Qualm ausgesetzt (wo die meisten wohl mal eine Auge zudrücken würden), diese Person ist dann permanent dem Qualm ausgesetzt, mit all den Auswirkungen auf die Gesundheit.

Ich habe das früher ziemlich locker gesehen. Das hat sich schlagartig geändert, als unser erstes Kind auf die Welt kam. Dann macht man sich (wenn man einigermaßen verantwortungsbewusst ist) auf einmal Gedanken. Wir haben dann unser Haus zur rauchfreien Zone erklärt, auch wenn das bedeutet hat, dass sich einige unser Bekannten rar gemacht haben.


Die jetzigen Regelungen sind meiner Meinung nach einigermaßen vernünftig. An öffentlichen Orten und an der Arbeitsstelle, wo andere beeinträchtigt werden können, ist Rauchen verboten. Privat kann man rauchen, so viel man will. Ein Problem ist noch, dass in vielen Familien die Kinder zu Passivrauchern "erzogen" werden. Aber in diesem Bereich sind Regelungen und Verbote natürlich problematisch und schwierig.
 
...dass ein 93-jähriger Mensch Probleme hat, seine Zigaretten-Sucht zu kontrollieren, bzw es vielleicht auch zusätzlich mit 93 nicht mehr einsehen mag, liegt für mich nahe.
Es ist und bleibt eine Sucht.

Jeder ist vor dem Gesetz gleich?
Nur manche - mit geld und Einfluß, nicht alle davon auch im Rampenlicht - ein wenig gleicher.
Klar.

Ja, bei allem bemühen um Fairneß ist AUCH klar, dass es immer Ausnahmen gibt, mit manchen davon mag ich individuell einverstanden sein, mit manchen nicht.

Für mich ist Schmidt so jemand.

Auch wenn ich vor Gericht stünde, würde ich mir wünschen, nicht nach dem Buchstaben des gesetzes allein beurteilt zu werden.

Und ja, Ausnahmen können auch sinnvoll sein um genau die Sinnhaftigkeit der regel zu verdeutlichen.

Ausnahmen gibt es allenthalben. Immer wieder.
In der Tat häufen Menschen bereitwillig Ausnahmen an, nur um die Regel bewahren zu können.

Ja, klar hat er Quote. Und ich bin sicher, die Quote wäre (fast) genauso wenn er Nichtraucher wäre.
Mir persönlich ist das, was er sagt, wichtiger als die tatsache, dass er dabei raucht: ja, es ist nicht gut, dass er dies in der Öffentlichkeit tut.

Bei Ausnahmepersönlichkeiten werden und wurden immer wieder Ausnahmen gemacht, ob es das Rauchen, trinken, kiffen oder was auch immer betraf. (Und klar gibts Grenzen, auch was Ausnahmen betrifft)

Wichtiger scheint mir, erkennen zu können, dass das jeweilige Verhalten fragwürdig ist.
Und wenn es als solches erkannt wird, ist das nicht evtl. viel wichtiger als die tatsächliche "Entgleisung"?
 
Im Grunde genommen ist das auch so ne Marktgeschichte - Angebot und Nachfrage.
Das Volk will diesen 93-jährigen sehen/hören und es ist ihnen mehrheitlich gleichgültig, ob er dabei raucht, Whiskey schlürft oder popelt - die Verpackung scheint in diesem Fall unwichtig, der Inhalt macht's.

Gerade bei einem Menschen mit solchem Charisma würde ich mir wünschen, dass er während der begrenzten Zeit der Fernsehsendung sich auch an allgemein gültige Regeln hält.

Wichtiger scheint mir, erkennen zu können, dass das jeweilige Verhalten fragwürdig ist.
Und wenn es als solches erkannt wird, ist das nicht evtl. viel wichtiger als die tatsächliche "Entgleisung"?
eine interessante These, lässt einen anderen Blickwinkel zu, ebenso die Frage, ob nicht jeder das Recht hat, in seiner Individualität akzeptiert zu werden.
 
Die Sendung "Maischberger" wird nicht in einem Restaurant aufgezeichnet. An einer Arbeitsstätte (ausgenommen Kneipen, Restaurants usw.) entscheidet der Unternehmer, ober er das Rauchen erlaubt oder nicht (Sonderregelungen für Gefahrräume, Gemeinschaftsbüros usw.). Selbst im militaristisch raucherfeindlichen Bayern ist Rauchen auf Bühnen erlaubt.
Wer mit dem Altkanzler reden will, weiß, dass er (oder sie) nirgends ohne Zigarette auftaucht. Das gilt für Moderatoren so wie für US-Präsidenten.
Ich konnte H. S. zwar als Politiker wegen seiner reaktionären Politik nie leiden, aber im Alter bewundere ich, mit welcher Nonchalance er Kläffer abfertigt, die ihm in sein Privatleben reinbellen wollen.
 
An einer Arbeitsstätte (ausgenommen Kneipen, Restaurants usw.) entscheidet der Unternehmer, ober er das Rauchen erlaubt oder nicht (Sonderregelungen für Gefahrräume, Gemeinschaftsbüros usw.).

Ne, du, so ganz frei ist der Arbeitgeber nicht. Er darf nur darüber entscheiden, wie er den Nichtraucherschutz gewährleistet, er entscheidet nicht darüber, ob er das Rauchen erlaubt!

Arbeitgeber sind daneben durch die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet, den Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Der Arbeitgeber hat danach die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nicht rauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind (§ 5 ArbStättV). Er hat ein allgemeines oder auf einzelne Bereiche des Betriebes beschränktes Rauchverbot zu erlassen, falls der Nichtraucherschutz nicht anders erreicht werden kann.[11]

Arbeitnehmer haben demnach grundsätzlich Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz. Dagegen haben Raucher keinen Anspruch, dass ihnen das Rauchen während der Arbeit oder der Pause ermöglicht wird. Ausnahmen davon gelten jedoch in Arbeitsstätten mit Publikumsverkehr. Hier braucht der Arbeitgeber Schutzmaßnahmen nur insoweit zu treffen, als die Natur des Betriebes und die Art der Beschäftigung es zulassen.[12] Arbeitnehmer, die in einer Gaststätte arbeiten, in der das Rauchen gesetzlich verboten ist, haben Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz.[13]

Die Anordnung eines Rauchverbots gegenüber den Arbeitnehmern betrifft das Ordnungsverhalten im Betrieb und ist deshalb nach § 87 Abs. 1 Nr. 1 Betriebsverfassungsgesetz mitbestimmungspflichtig. Der Arbeitgeber muss also die von ihm zu treffenden Maßnahmen des Nichtraucherschutzes mit dem Betriebsrat verabreden. Die konkrete Ausgestaltung des Nichtraucherschutzes kann so in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. Es kann dabei jedoch nicht um das Ob des Nichtraucherschutzes gehen, sondern nur darum, wie dieser Schutz im Einzelnen gewährleisten wird.[14] Der Betriebsrat kann auf diesem Wege versuchen, auch die Belange der rauchenden Arbeitnehmer einzubringen, etwa dadurch, dass die Einrichtung von Raucherräumen vereinbart wird. Ist dem Arbeitgeber durch Gesetz zwingend vorgeschrieben, ein Rauchverbot zu erlassen, ohne dass er Raucherräume einrichten darf,[15] so entfällt das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates, da dem Arbeitgeber ohnehin kein Entscheidungsspielraum mehr bleibt.
 
Dem versammelten Tenor hier kann ich mich eigentlich nur anschliessen :)

Vor allem das Orwell-Zitat von littleprof trifft es m.M.n. auf den Punkt ;)

Das allerdings Einige jetzt der ARD dazu vorwerfen, dass ...
ist eigentlich kaum rational so nach zu vollziehen
und eher mit Scheinheiliogkeit gleich zu setzen ;)

Zum Einen hätte bei Maischberger ja ein gut sichtbarer Hinweis im Background (vllt. ein Tipp für die Zukunft *bg*) "das Rauchen der Gesundheit schadet" etc.pp., weder dem Interview geschadet,
noch höchstwahrscheinlich Meister Schmidt tangiert - der ja oft genug zumindest selbstkritisch seine Drogenabhängigkeit auf den Scheisskrig zurückführt und auch seine Schwächen nicht versucht zu bemänteln).
Zum Anderen war der Background eh zumeist so nichtssagend, um nicht zu sagen, kam modernen Biedermeier gleich, dass so ein Hinweis direkt ein inhaltliches Highlight gewesen wäre ;)

Was mir zu diesem Thema, bis hin zu dazu erlassenen Gesetzen, eher aufstösst,
ist die fehlende Konsequenz in Bezug auf das Thema Drogen an sich.

Manche Drogen werden halt stigmatisiert,
andere dagegen sind voll - sogar noch mit dem Scheinargument: Kulturell bedingt ;) - legitimiert.

Den volkswirtschaftlichen (Gesundheits-) Schaden will dabei niemand klar benennen bzw. daraus Konsequenzen ziehen ;)

Ich erinnere mich dazu gerade an eine Sitzung, die noch gar nicht solange her ist *g*
Zwei Manager/Yuppietypen, nach ca. 1,5 Stunden im Zuge einer Pause, rauschten (eher hektisch/eilig) in den Waschräumen an mir vorbei und waren danach urplötzlich cool gelassen, straight und i-wie aufgekratzt am Argumentieren.
Cocain at it's best i suppose :D

Von den anderen Volksdrogen Alkohol, Aufputschmitteln und Tranquilizer (noch) gar nicht zu reden.

Da ist mir doch ein offensichtlicher Tagessünder a la Schmidt selbst im TV noch allemal lieber :)
 
Von den anderen Volksdrogen Alkohol, Aufputschmitteln und Tranquilizer (noch) gar nicht zu reden.

*zustimmend nick*

ich dachte (auch) sofort an Alkohol.
(Und das Argument, dass Raucher auch anderen schaden, trifft hier genauso, wenn der Alkoholisierte etwas tut oder läßt, was jemandem schadet)

wobei, Rauschmittel generell, "under influence" von was auch immer...
 
Egal welches Mittelchen, man könnte über alles diskutieren. Jedes Suchtmittel birgt Gefahr, ob Alkohol oder Zigaretten.

Vor einigen Jahren war es in, wenn man raucht, heute ist es verpöhnt und "gefährlich". Das ganze geht so weit, daß man sich als Raucher auf einem Fest schon verstecken muss und in der hintersten Ecke rauchen muss, um nicht gesehen zu werden. Evtl. geht es irgendwann so weit, daß man gesteinigt wird, wenn man raucht.

Jetzt muss ich noch was los werden, ich bin weder Raucher, noch bin ich schwul.

Aber ein schönes Beispiel habe ich dann noch dazu. Früher musste man sich verstecken wenn man schwul war, heute ist es in schwul zu sein.

Fällt einem was auf?
 
Problematisch wird es zum Beispiel dann, wenn in diesem Restaurant eine Bedienung arbeitet. Diese Person wird dann eben nicht nur einmal dem Qualm ausgesetzt (wo die meisten wohl mal eine Auge zudrücken würden), diese Person ist dann permanent dem Qualm ausgesetzt, mit all den Auswirkungen auf die Gesundheit.
Das war dann letztendlich bei mir auch ein Kündigungsgrund. So etwas ist einfach nur widerlich, zumal man als Kellner keine Chance hat, dem Dunst zu entkommen!
 
Früher musste man sich verstecken wenn man schwul war, heute ist es in schwul zu sein.


Naja, ob alle der Meinung sind, dass es "in" ist, schwul zu sein? Mich persönlich nervt mittlerweile das Getue um die Schwulen.

Aber das ist ein anderes Thema.


Rauchen ist ja in Deutschland erlaubt. Es wird auch zurzeit wohl kaum einer darauf kommen, dass generell verbieten zu wollen. Es geht darum, dass die Nichtraucher geschützt werden. Und das muss überall dort geschehen, wo die Nichtraucher ansonsten beeinträchtigt wären, also auf der Arbeit und in öffentlichen Bereichen.

Es ist schade, dass es so schwierig ist, den Nichtraucherschutz von Kindern im privaten Bereich zu gewährleisten. Viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber, was sie den Kindern antun.
 
Ich denke ein wenig mehr Toleranz auf beiden Seiten Raucher wie Nichtraucher wäre sinnvoll. Jeder hat doch irgendwo seine Macke.

Lass doch den Schmidt bei Maischberger rauchen. Wen störts ? Man riecht absolut nichts durch den Fernseher und das Wohnzimmer bleibt doch qualmfrei.
Auch sehe ich das nicht als Werbung für die Zigarettenindustrie. Da könnte man sich auch über das jeweilige Outfit der Gäste aufregen und Schleichwerbung vermuten.
Zudem kann ich Schmidt der sich mit seinen 93 im Fernsehen präsentiert zwar aufgrund seines Alters und bei ihm insbesondere aufgrund seiner Erfahrung und Sympathie die ich für ihn hege gut zuhören, aber doch nicht wirklich ernst nehmen.
 
Das war dann letztendlich bei mir auch ein Kündigungsgrund.

Da würde ich mal sagen da hast du damals den falschen Beruf ausgewählt.
Restaurants, Kneipen etc hatte ich immer schon mit Zigarettenqualm verbunden, das gehörte nun mal irgendwie dazu beim gemütlichen Beisammensein. Mit den ganzen Nichtraucherschutzgesetz bin ich sowieso nicht ganz einverstanden, bin übrigens Nichtraucher.
 
Restaurants, Kneipen etc hatte ich immer schon mit Zigarettenqualm verbunden, das gehörte nun mal irgendwie dazu beim gemütlichen Beisammensein.

Nein, das gehörte nicht zum gemütlichen Zusammensein.

Das haben die Nichtraucher wegen des gemütlichen Zusammenseins erduldet. ;)

Stinkende Klamotten, kratziger Hals usw.
 
Tippse schrieb:
Ich denke ein wenig mehr Toleranz auf beiden Seiten Raucher wie Nichtraucher wäre sinnvoll. Jeder hat doch irgendwo seine Macke.
...

Nichtraucherschutz für Angestellte beim öffentl. rechtl. Fernsehen (Regie, Kabelträger, Kameraleute, Assistenten ... und was da noch so rumspringt) hat aber überhaupt nichts mit Toleranz zu tun ... wenn der unverbesserliche Holzkopf Schmidt nicht mit dem quarzen aufhören kann oder will soll er entweder die Schnauze halten und/oder mit der Webcam seines Laptops zugeschaltet werden ... mal ganz abgesehen von seinen anderen Macken
 
Vielleicht hast du das ja in diesem post überlesen:
1,7 Millionen Menschen wollten Schmidt bei Maischberger sehen!
Der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug 12,7 Prozent und lag damit immerhin oberhalb des Senderschnitts – eine beachtliche Leistung angesichts Olympia im Gegenprogramm.
Quelle: quotenmeter.de


Ich denke nicht, dass Schmidt sich ins TV drängt,
er wird geholt, und er ist keine Wundertüte, es ist das drin, was drauf steht.

Wenn du also jemandem Vorwürfe machen willst, schimpf auf die blöden Zuschauer, die Intendanten, Maischberger & Co ;)
 
Wenn ich hier so manches lese, steigt in mir das verlangen Raucher zu werden.

Helmut Schmidt drängt sich mit Sicherheit nicht auf und wer ihn haben will muss mit seinen Bedingungen leben oder es sein lassen. Herrlich wie sich hier so mancher aufregt:rolleyes:
 
Wenn ich hier so manches lese, steigt in mir das verlangen Raucher zu werden.

Helmut Schmidt drängt sich mit Sicherheit nicht auf und wer ihn haben will muss mit seinen Bedingungen leben oder es sein lassen. Herrlich wie sich hier so mancher aufregt:rolleyes:

Naja, so alternde Politiker drängen sich wohl sehr gerne auf. Die haben nämlich Probleme damit, nicht mehr im Rampenlicht zu stehen.

Und scheinbar geht es ja auch anders:

Helmut Schmidt will sich die Zigarette verkneifen

Wenn er unbedingt was abstauben will, dann geht es wohl doch. ;)



littleproof schrieb:
Wenn du also jemandem Vorwürfe machen willst, schimpf auf die blöden Zuschauer, die Intendanten, Maischberger & Co

Da hast du Recht. Die Intendanten oder auch Maischberger hätten ihn nach Hause schicken müssen. Solch ein Starrsinn muss nicht belohnt werden.
 
Soll doch der Schmidt qualmen ist halt sein Markenzeichen, den kenn ich nicht anders, Schmidt ohne Zigaretten ist wie Niki Lauda ohne Basecap. :D

Normalerweise gilt in Fernsehstudios Rauchverbot. Es gibt aber keine explizite Regelung. Wenn ein Gast in der Sendung rauchen möchte, kann er das tun. Also warum die Aufregung?

Vielleicht kennt einer noch den "Internationalen Frühschoppen" mit Werner Höfer und seinen Journalisten da war es Gang und Gebe das im Fernsehen Vormittags schon gequalmt und gesoffen wurde. Ist war schon eine Ewigkeit her, aber da hat sich keiner aufgeregt.
 
Da hast du Recht. Die Intendanten oder auch Maischberger hätten ihn nach Hause schicken müssen. Solch ein Starrsinn muss nicht belohnt werden.

Nachdem sie ihn geholt haben, obwohl sie wissen wie er tickt?

Das wäre so als wenn ich dich mit deiner Familie einlade und dich anschliessend wieder weg schicken möchte, weil ich keine Kinder mag! :tata:
 
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