Da gibts für mich gleich mehreres zu beantworten, hoffe ich krieg das alles in einem Posting hin.
1. find ich die Anforderungen die an die Schüler gestellt werden sowohl in einem Gymnasium als wie auch für die Realschulen mehr als knallhart.
2. die Übertrittszahlen steigen jährlich, weil den Eltern immer mehr vorgemacht wird, dass nur Kinder mit Abi bzw. Studium die besten Verdienstmöglichkeiten eines Tages haben.
3. die knallharten Übertrittsbedingungen, zumal in Bayern, sorgen bereits in der 4.Klasse bei den Grundschulen für Nachhilfe ohne Ende.
4. die Realschule wird zur Mittelschule deklassiert und wird bereits in div. Orten als Hauptschuleweg mit angepriesen, damit die Hauptschulen ihren negativen Touch etwas verlieren bekommen sie nun einen anderen Namen sowie auch einige andere Bildungswege hinzu.
5. ab der 7.Klasse Gym keine Hausaufgaben ist mir unbekannt, das mag eine persönliche Einstellung sein, oder die Lehrer pennen an jener Schule. Im Gegenteil strenge Kontrollen bis zur 10. sind mir durchaus bekannt.
Es wird permanent am Schulsystem rumgedoktort, kleine Schulen werden geschlossen um grosse Schulen effektiver arbeiten zu lassen. Was man von Schulfabriken jenseits von 1000 Schülern zu halten hat kann sich jeder selber denken, wenn er gerne auf dem Pausenhof 999 schulgestresste treffen möchte.
Nachmittagsbetreuung find ich wichtig, aber dann doch bitte freiwillig. Das 8-jährige Gymnasium kostet den Schülern bisher sowieso schon 2 Nachmittage, da in diesen Zeiten dann Kunst,Musik,Sport unterrichtet werden.
Eigentlich müssten wir die Schulzeit entzerren, früher mit der Schule beginnen.
Noch im Kindergarten die Buchstaben und Zahlen lernen. Den Druck etwas langsamer gestalten.
Was in einer 5.Klasse Physik oder gar Chemie zu suchen hätte, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich hatte das auch erst ab der 7. und das reicht meines Wissens nach, wer ein Faible für diese Fächer hat, darf sie später gerne studieren.
Es gibt nur wenige Eltern die bei der Schulwahl auf ihre Zöglinge richtig eingehen und noch mit beiden Beinen und Meinung ihren Standpunkt verteten, welche Schulart für ihr Kind die richtige ist. Vielmehr spielen die Nachbarskinder, die Kinder von....xxxx und die Freunschaften eine leidige Rolle, dass ein Kind oftmals auf die falsche Schule geht.
Das durchreichen jener Kinder die dann auf der falschen Schule sind beginnt meist in der 7. die Realschulen haben jedes Jahr genügend "Absteigler" und kämpfen dann mit unterschiedlichen Bildungsständen, die in allererster Linie das Kind auszubaden hat - denn Rücksicht gi bt es nicht.
Gibt es auch nicht für länger kranke Kinder, welche theoretischen Unterricht im Krankenhaus erhalten.
Seit Pisa orientieren wir uns schulbedingt nur an anderen Ländern, anstatt einen eigenen Weg ohne dieses Pisa-Zeugs zu gehen.
Dauernd wird reformiert an der Reform und jeder meint er weiss es besser. Dabei steht es um die Einstellbedingungen von Junglehrern jedes Jahr schlechter.
Der Staat weiss noch nicht mal im Juni welche Lehrer er für das Schuljahr ab September in den staatlichen Dienst übernehmen wird.
Viele angehenden Junglehrer scheitern, weil sie schlichtweg die falschen Fächer studiert haben, da die Lehrerauswahl sich daran orientiert was benötigt wird und jeder
Junglehrer "LEIDER" nur 3 Fächer studiert hat, für die er unterrichten kann und darf.
So wurden meinem Kenntnisstand nach, für die Hauptschulen alle Lehrer engagiert die mit dem Studium fertig waren. Bei den Realschulen und Gymnasien gab es Kommanoten, bis zu welchem "übernommen" wurde. Dann teilt sich das ganze noch an den bedürftigen Fächern und fertig ist die Kiste.
Studierst du gefragte Fächer, Naturwissenschaften und nicht z.b.Deutsch/Englisch, dann kannst auch noch mit einem Notendurchschnitt von 3,,, Lehrer werden inkl. Verbeamtung.
Fragt sich natürlich ob ich möchte, dass mein Kind von einem Lehrer von jenseits 3,,,, unterrichtet wird.
Dieser ganze Schulmist hat zur Folge, dass immer mehr Eltern Geld in die Hand nehmen und ihre Kinder an Privatschulen geben. Sofern diese örtlich verfügbar sind.
Auch ich würde das ganz gerne, hab hier aber leider null Auswahl vor Ort.
Schlichtweg aus den vorgenannten Gründen, dass auf den einzelnen keinerlei Rücksicht mehr genommen wird und man an Privatschulen wesentlich mehr Möglichkeiten der Einflussnahme hat.
Wir sollten bei all dem Schulgedöns nicht vergessen, es sind junge Heranwachsende und die sollten Zeit zur Entwicklung bekommen und nicht, nur noch gestresst nach Hause kommen.
Noch was fällt mir ein, ein Kind das aus dem Bekanntenkreis ist wechselt nun die Schule. Vom Gym runter, da die Wiederholung der Klasse angestanden hätte.
1.Fremdsprache 5, da Hausaufgaben nie gemacht und somit mündliche Note so schlecht angesetzt wurde, dass die 5 dabei rauskam.
2.Fremdsprache 4,3 aber mündliche Note so schlecht gegeben, dass daraus eine 5 wurde.
Sag mir also niemand, dass Lehrer ihren maximalen Spielraum nicht ausnutzen und Hausaufgaben nicht gemacht werden brauchen.
Jenes Kind hatte von der Grundschule aufs Gym einen 1,1 Notenschnitt!
Von einer Klasse weiss ich, dass von 33 Kindern 8 im Schuljahr durchgefallen sind und das war eine 5.Klasse, wo jeder denkt, das kann nicht sein, in der 5.Klasse ist der Stoff doch noch --lustig--.
Man kann sich das Leben mit einer kleineren Klasse schon leichter machen - so ist mein Gesichtspunkt.