Schlecht in Mathe - Studieren? Frage 

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Limette

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Servus zusammen,

ich stehe vor einem riesigen Zukunftsproblem. Bin derzeit auf dem Kaufmannischen Berufskolleg II und strebe die Fachhochschulreife an. Es war wirklich keine gute Entscheidung, das durchzuziehen. In Mathe hab ich nämlich dank einem Assi von Lehrer und meinem Horizont übersteigenden Stoff eine 5 im Zeugnis.

Ausbildung finden ist irgendwie nicht drin. Ich war in meinem Leben innerhalb von 3 Jahren Bewerbungsmarathon bei EINEM Vorstellungsgespräch und bekam sonst nur Absagen. Und das alles trotz diverser Urkunden für soziales Engagement, BEC-Zertifikat und IC³-Zertifikat. Ich hab echt viel getan, um mich etwas aufzuwerten.

Ein Traum wäre irgendwas in Richtung Computer (IT-System-Elektroniker, IT-System-Kaufmann, ...).
Ich weiß, in nahezu jedem Bürojob hat man mit PCs zu tun - ich will aber nicht nur Anwender, sondern wirklich Supporter sein!
Meine Bekannten und Angehörigen finden, dass ich großes Potenzial für den Bereich hab! Ich bin da immer erster Ansprechpartner.

Leider wird in jenen Berufen Mathematik immer als ziemlich wichtig angesehen.
Ein Personalchef meinte, dass ich als Mathe-Schwacher wirklich die Finger von sowas lassen sollte.

Ein Kumpel von mir (er hat nen größeren Bruder, der früher faul und ebenfalls schlecht in Mathe war und sich jetzt im Studium als echter Streber herausgestellt hat) meint jetzt, ich sollte doch studieren. Die Chance dazu hätte ich mit der Fachhochschulreife ja. Mathe kann ich auf jeden Fall ausgleichen! Ein Studium sei um Klassen besser als trockener Schulunterricht und würde sogar Spaß machen.


Frage ist halt, ob ich ein Studium überhaupt packen würde. Es gibt so viele interessante Studiengänge,
aber wenn ich im Stundenplan erstmal täglich 4 Stunden "höhere Mathe" lese, könnte ich speien.
Andererseits interessiere mich aber extrem für PCs und alles was mit neuen Medien zu tun hat. Sprachlich bin ich zudem ziemlich begabt!

Mir ist schon klar, dass ohne Mathe nix geht, aber ist diese - ich sag jetzt mal - informationstechnologische Mathe nicht eine andere?
 
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Wenn du Informatik studieren willst wirst du mit Mathe definitiv zugebomt.
Ich empfehle dir dann schon eher ein interdisziplinäres Fach.
Leider kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber ich studiere Wirtschaftsinformatik.
Ich habe im Bachelor nur Mathe 1 und 2, was bei uns Mathematik auf Stufe des ABI ist. Vorkenntnisse sind eigentlich nicht nötig, da dir alles darüber nochmal erzählt wird.

Ansonsten habe ich noch einige Wirtschaftsfächer, wie Rechnungswesen, Steuern, Mikro-/Makroökonomie...
Sowie Management-Fächer, wie Projektmanagement, Systementwicklung, ein Softwareprojekt und einige Sachen mehr.
Aber auch viele Fächer im Informatikbereich, wie Algorithmen&Programmierung (java, C#), Datenbanken, Softwaretechnik usw.
Ist also alles Vertreten und nicht so trocken in nur eine Richtung.

Schau dich einfach mal um was dich so für Fächer interessieren würden und vor allem solltest du mal zu den entsprechenden Infoveranstaltungen der jeweiligen Unis gehen!
 
Danke für die Antwort, MrBloodhead.

Also wenn man selbst bei Wirtschaftsinformatik mit Mathe auf Abi-Niveau (sprich Kurvendiskussionen, Matrizen etc.) zugebombt wird, dann muss ich echt an meinen Vorstellungen zweifeln. Andererseits ist es echt super, wenn einem alles noch mal von vorn erklärt wird. Vielleicht würde ich den Mist dann verstehen.

Ich werde mich die Tage mal weiter umschauen.
Eigentlich müsste ich es früher oder später selbst wissen, aber vielleicht weiß von euch noch jemand ne Möglichkeit für mich!
 
Ich habe Mathe in der Schule und im Abi immer gehasst. Wirklich 100-pro hab ich da auch nie durchgeschaut.
Hier an der Uni ist es immernoch nicht schön, aber wenn man die Übungen macht und fleißig fragt wie dieses und jenes geht, dann klappt das schon.
Du hast ja immerhin in der Regel so um die 3 Versuche (je nach Uni und Studiengang).
Da machen sich hier die wenigsten einen Kopf drum, wenn der erste Versuch mal in die Hose geht.
 
Ich kann dir leider nichts sagen da ich Maschinenbau studiere und da wird man mit mathe zugebombt und auch so viel das man ger nicht mal weiß was für Formel man benutzt. Auf dem Ablaufplan steht man soll diesen nehmen mit Nummer 79 z.b. und der wird dann auch genommen. Natürlich gibt es andere Fächer wo das anders ist aber, bei dem hatte ich Anfangs sehr große Umstellungsprobleme.

Mechatronik, Elektrotechnik und Maschinenbau sind nichts für dich.
 
An deiner Stelle würde ich zu einer FH gehen. Ich studiere Medieninformatik und im Vergleich zur Uni (wo ich vorher war) ist Mathe ein Klacks. Das soll nicht heißen, dass man sich nicht zu bemühen braucht, aber wie oben schon erwähnt ist das zunächst Schulmathematik, welche meiner Meinung wirklich jeder verstehen kann, wenn er sich damit ernsthaft beschäftigt.
Hier an der BHT Berlin soll es sogar einen Prof geben, bei dem viele Studenten behaupten, tatsächlich Spaß an Mathe gehabt zu haben. Dieser geht jetzt leider in Rente :(
Pro Woche habe ich hier insgesamt 3 Stunden Vorlesung + 1,5 Stunden Übung und das auch nur die ersten beiden Semester, dann habe ich es hinter mir. Woanders haben sie sogar im selben Studienfach noch weniger Mathe (HTW Berlin, hier ist sogar ein Auslandssemester Pflicht, wenn du also schon sprachbegabt bist ;))
Wenn du die Möglichkeit hast, zu studieren, dann tu das auf jeden Fall. Nur eben die Uni würde ich dir, was technische Sachen und damit auch Mathe angeht, auf keinen Fall anraten.
 
Danke für eure Antworten soweit.

Ich kann mit der Fachhochschulreife nur auf eine FH,
ist nicht mit dem Abi zu verwechseln.

Genau den Hintergedanken hab ich,
wenn schon die Chance besteht, sollte ich sie nutzen!

/edit: An der FH Karlsruhe hab ich jetzt "Informatik" im Auge. Denkt ihr, das wäre was?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hoi,

hab auch Fachabi gemacht. Studiere jetzt Maschinenbau. Mathematik hab ich damals schon gehasst, ist aber in meinem Studium schon wichtig. Das sind bei mir aber nur die ersten zwei Semester. Dort hängt man sich halt mal richtig rein und dann hat man es hinter sich.

In der Technischen Informatik hast du, so viel ich weiß 3 Semester Mathematik. In der Angewandten Informatik bzw. Informatik glaube ich nur 2 Semester Mathe.
Müsste aber auf jeder Hochschulseite stehen.

So und jetzt geh ich pennen :p
 
Die FH Karlsruhe hat ebenso interdisziplinäre Studiengänge.
Ich weiß das, da ich mich dort auch beworben hatte (hab dann aber abgelehnt).

Wenn du Informatik studieren möchtest, dann kannst du es ja einfach mal versuchen. Wenn es nicht dein Ding ist, dann kannst du immernoch wechseln.
 
Also im Bereich Informatik kommst du Mathe einfach nicht drum rum und das Niveau wird gegenüber deinem jetzigen Schulmathe noch erheblich steigen.

Ich selbst habe Wirtschaftinformatik an der TU-München studiert und selbst bei uns war Mathe (Diskrete Strukturen und Stochastik) ein harter Brocken und ich hatte Mathe LK mit 12 Punkten im Abi. Grade DS hat bei uns einen großenteil am Anfang des Bachelor raus geprüft.
Das Schwierigkeitsniveau an der FH liegt sicher darunter, allerdings weiterhin über dem das du aus deiner Schule gewohnt bist.

Wenn du in den Supportbereich willst ist die Frage ob ein Informatikstudium wirklich das richtige ist, denn das ziel dieses Studiengangs ist Programmierer zu werden. Im Support sind zum größten Teil Personen an zu treffen die eine Ausbildung an der IHK oder ähnlichem gemacht haben.

Empfehlenswert wäre an der betreffenden FH einfach mal die Studienberatung auf zu suchen oder zumindest an zu rufen um dir darüber etwas erzählen zu lassen. Die kann dir auch genau sagen was an Mathematik auf dich zu kommt.
 
Man kann auch Informatik studieren wenn man schlecht in Mathe ist. Klar, es ist hart aber es ist möglich. Wenn Mathe das einzige ist was Dich an dem Studium stören würde, dann kann man damit leben, denke ich. Bei jedem Studium wirst Du mit Fächern konfrontiert die Dir keinen Spaß machen bzw. mit denen Du Schwierigkeiten haben wirst. Im Notfall kannst Du auch Nachhilfe nehmen. Das ist keine Schande. lg
 
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