@sorei
danke, aber bloß kein Mitleid.
...Kommentare dieser Art krieg ich immer mal, auch im real life, weil da grundlegendes verwechselt wird, glaube ich:
Mitgefühl (mit-fühlen, soweit machbar) und auch Mitleid (mit-leiden) sind doch nix abwertendes. Sie sind (über-)lebensnotwendig. Wichtige Elemente von Empathie/Einfühlungsvermögen.
Im Gegenteil. Das richtet sich jetzt NICHT gegen Dich, Kanaille, bitte, an Deinem Kommentar wurde mir nur nochmal klar, dass dies sogar unter Umständen mit dem Thema hier zusammenhängt, denn:
beides, mit-fühlen und auch mit-leiden gibt es für meine Begriffe zuwenig in der heutigen Zeit, und ich kann mir gut vorstellen, dass der Mangel an diesen Fähigkeiten das Stehlen, bzw. die Schwelle zur Bereitschaft und Aktion durchaus senkt.
@Bog
je nach dem, was man erlebt hat, kann ein solches Erlebnis traumatische Folgen haben, durch die tiefe Verunsicherung und Angst.
Eine ganz wichtige Sache.
Es gibt z.B. Leute, in deren Wohnung eingebrochen wurde, die in dieser Wohnung nicht bleiben konnten und umziehen mußten.
Ich find das Thema auch aus dem grund spannend:
Deutschland wird immer mal als zu "Täter"-freundliches Land beschrieben.
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, weniger zu versuchen, Strukturen und Hintergründe der "Täter" zu verstehen (um evtl auch mal sinnvolle Maßnahmen ergreifen zu können), aber eins ist ganz klar:
wir sind zuwenig "Betroffenen"-freundlich (um das Wort "Opfer" zu vermeiden)...
Selbst zum Täter werden ist ganz einfach. Die Schwellen sind immer in der Nähe und dünn. Niemand ist davor sicher, meiner Meinung nach.
Wir erfahren ja nichtmal immer, wenn Andere empfinden, dass wir "Täter" sind. Und wir uns evtl gar nicht so definieren würden.
Von juristischen Definitionen mal ganz abgesehen.
ich würde für mich nie die Hand ins Feuer legen, was Selbstjustiz betrifft.
Es kommt immer auf die Situation an.