sinkende Geburtsrate in Deutschland(und anderen westlichen Ländern) - positiv oder negativ? Diskussion 

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Thanks schrieb:
Ist es nicht komisch, warum die Mieten so teuer sind und immer teurer werden, wenn gleich die Reallöhne sinken?

Bedenke aber, das die Kommunen oder Städte sich nicht an die Reallöhne halten, wenn sie die Gebühren erhöhen, da muss schon der Vermieter mithalten, oder eben selbst die kosten tragen, was dem Vermieter nicht zumutbar ist.


Uludag
 
In der Regel wird die Miete dem Mieter überwiesen, der sie dann weiterleiten soll. Erst wenn es zu Unregelmäßigkeiten kommt, dann kann man die Überweisung direkt an den Vermieter versuchen. Aber bis dahin haben sich schon ordentliche Mietschulden angesammelt, die man nicht ersetzt bekommt. Kann man sehr leicht nachlesen.

Nicht ganz richtig! Man kann als Vermieter schon vorab sich vom arbeitslosen Hartz-Mieter die Überweisung über die Kommune vertraglich zusichern lassen.

@Uludag

Ganz deiner Meinung aber bei uns sind Wasser-, Hausreinigung-, Hauswartdienstkosten nicht durch die öffendliche Hand beeinflussbar.
 
Thanks schrieb:
Nicht ganz richtig! Man kann als Vermieter schon vorab sich vom arbeitslosen Hartz-Mieter die Überweisung über die Kommune vertraglich zusichern lassen.

Thanks, auch wenn ich versuche dich zu verstehen, aber die Zusicherung seitens Kommune an den Vermieter gibt dem Vermieter nicht die Garantie, denn die Kommune richtet sich an den Empfänger und wenn dieser seine Auflagen nicht nachkommt, wird sie die H4 Kürzen ohne Rücksicht auf die Miete, somit steht der Vermieter ohne Einnahme.


Uludag
 
Thanks, auch wenn ich versuche dich zu verstehen, aber die Zusicherung seitens Kommune an den Vermieter gibt dem Vermieter nicht die Garantie, denn die Kommune richtet sich an den Empfänger und wenn dieser seine Auflagen nicht nachkommt, wird sie die H4 Kürzen ohne Rücksicht auf die Miete, somit steht der Vermieter ohne Einnahme.


Uludag

Die Miete ist von einer Hartz 4 Kürzung nicht betroffen, daher ist die Miete für den Vermieter bis zur Angemessenheitshöhe nach Tabelle der jeweiligen Kommune auch immer sicher. Das wäre ja noch das Letzte, wenn einem mit seiner Hartz IV Kürzung auch noch die Miete gekürzt werden würde! Zudem sind die Kosten für die Unterkunft auch Sache der Kommune und nicht etwa der Agentur. Dies bedeutet selbst, wenn einem Hartz IV Empfänger aufgrund des Nichtnachkommens seiner so genannten Pflichten, wie Weigerung auf vermeintlich zumutbare Arbeit oder Nichteinhaltung der Agentur einseitigen Eingliederungsvereinbarung, zu 100% gekürzt werden würde, so würde die Mietfortzahlung nicht beeinflusst sein. Es gibt ja auch schließlich Kinder bei Hartz IV Empfängern, welche nichts dafür können, dass Papa oder Mama arbeitslos sind und gegen eine etwaige Transalierungs-Regel des Sachbearbeiters verstoßen haben. Es wäre schon krass, wenn man mit Bestrafung von Papa auch noch das Kind im Winter auf die Strasse setzen könnte. Man muss bedenken, dass beispielsweise in Berlin-Brandenburg jede zweite Klage für den Hartzer entschieden wird. Somit in der Umkehr die Agentur und dessen Sachbearbeiter mindestens 1 Fehlentscheidung von 2 treffen. Es sind sicherlich mehr, weil ja nicht jeder klagt, wenn er sich ungerecht behandelt und übergangen fühlt. Auch setzt eine Klage stets einen fristgerechten Widerspruch voraus, zu dessen Erstellung viele Hartzer nicht in der Lage sind.
 
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Ein großes Problem ist, dass die Leute, die Karriere machen keine Kinder kriegen, die die arbeitslos zu Hause sitzen dafür aber mehr. Und ich denke wenn es die Kinder zu Hause falsch vorgemacht bekommen, dann bringt der Rest auch nichts mehr, weil sie sehen, dass man auch so auf kosten des staates wunderbar leben kann. Was nützen die vielen Zuwanderer, wenn ein großteil von denen mit Sozialhilfe lebt? Aber zum anderen müsste doch für einen gleichmäßigen Nachschub in der Bevölkerung gesorgt sein, der auch qualifiziert und bereit ist, zu arbeiten.
 
Sorry Thanks, hast recht...


da habe ich wohl was falsches zu Ohren bekommen, denn wie du auch sagst, können die Kinder nichts dafür, wenn die Eltern ihren Hintern nicht bewegen.


Uludag

Ich habe nichts davon gesagt, dass Eltern von Hartz IV Kindern nicht "ihren Arsch" hoch bekämen. Ich würde nie die Hartzer-Masse aufgrund ganz weniger so pauschalisieren! Hartz IV Kürzungen sind, wie schon angemahnt, bei jeder zweiten Kürzungsmaßnahme nach Rechtssprechung unbegründet. Es hat nichts mit Arsch nicht hoch bekommen zu tun als vielmehr damit, dass in den Agenturen oft nur sehr schlecht ausgebildete Mitarbeiter vorhanden sind, welche aufgrund der Regelwut durch den Gesetzgeber nicht mehr durchblicken und zudem auch teils Ansichten zu Hartz IV Empfänger haben, welche analog Hitler schon zu den Juden hatte. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass Arbeitslosengeld II Empfänger in eine Agentur ausgelagert wurden, da ein Amt, anders als eine Agentur, ganz andere Rechtspflichten gegenüber dem Bürger hat. Somit die Willkür gegenüber Sozialschwachen schon durch die Bundesregierung mit Einführung gewollt war.

Die pauschale Diskreditierung von Sozialschwachen, welche durch Politik und Medien gern vermittelt wird, ist für mich nichts weiter als pure NSDAP Propaganda, wie es sie auch schon von Hitler zu den Juden gab.

Heute sind es natürlich nicht die Banker die für Löscher in dem Staatshaushalt sorgen sondern ausgerechnet die, welche die Leittragenden des Systems und der Gier sind.
 
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...zudem auch teils Ansichten zu Hartz IV Empfänger haben, welche analog Hitler schon zu den Juden hatte.

Ach..Thanks..bitte.. das ist doch kein Vergleich ich bitte dich, :)
ein Arge Sachbearbeiter hat immer noch einen Vorgesetzten und ein H4 Empfänger die Möglichkeit sein Recht anzuklagen, was aber einem Juden diese Möglichkeit und das Recht gegen den Hitler zu klagen nicht möglich war.


Zitat von Thanks:Ich habe nichts davon gesagt, dass Eltern von Hartz IV Kindern nicht "ihren Arsch" hoch bekämen.

Sorry , aber so habe ich das folgende Text von dir verstanden.
Zitat von Thanks: Dies bedeutet selbst, wenn einem Hartz IV Empfänger aufgrund des Nichtnachkommens seiner so genannten Pflichten, wie Weigerung auf vermeintlich zumutbare Arbeit


Uludag
 
Uludag schrieb:
Ach..Thanks..bitte.. das ist doch kein Vergleich ich bitte dich, :)
ein Arge Sachbearbeiter hat immer noch einen Vorgesetzten und ein H4 Empfänger die Möglichkeit sein Recht anzuklagen, was aber einem Juden diese Möglichkeit und das Recht gegen den Hitler zu klagen nicht möglich war.

Das mag in der Theorie richtig sein aber in Berlin dauern Klagen bis zur Entscheidung in der 1. Instanz schon 3 Jahre an. Das Sozialgericht ist hoffnungslos aufgrund der Klagen seit Hartz IV hoffnungslos überlastet. Die Bundesregierung kommt den Hilfeschreien nach mehr Richtern nicht nach. Richter können nur entscheiden, was der Gesetzgeber in den Gesetzen verankert hat. Sind diese Gesetze asozial, so bleibt den Richter manchmal auch nur die Möglichkeit der asozialen Entscheidung nach Gesetz. Außerdem, wie aktuell bei der Bemessungshöhe des Bedarfs für Kinder, Hartz IV Empfänger bis vor das Verfassungsgericht ziehen müssen und somit die endgültige Entscheidung trotz Offensichtlichkeit 5 bis 6 Jahre andauert. Das stehen viele doch garnicht erst durch, zumal man auch erst einmal einen Anwalt finden muss, welcher eine Verfassungsklage für einen Hartz IV Empfänger durchboxt. Das recht auf Klage ist fraglich, wenn die Staatsgewalt aufgrund zu weniger Richter dieses recht quasi untergraben kann. Es ist auch deshalb fraglich, weil gerade die Parteien die Hartz IV zu verantworten haben auch Artikel pro Hartz IV in die Verfassung haben schreiben lassen, sodass die Verfassung der Bundesrepublik, wie EX-Kanzler Helmut Schmidt schon richtig erkannte, verwässert worden ist. Zudem die Verfassung noch nicht mal existent ist, da wir nur das Grundgesetz haben. Die Verfassung aber schon seit der Vereinigung beider deutscher Staaten hätte durch das gesamte deutsche Volk in Abstimmung hätte gebracht werden müssen. Warum dieses bis heute nicht geschehen ist, ist sicher darauf zurück zu führen, dass regierende Parteien eigenmächtig in dem derzeitigen Grundgesetz mit wohlwollendem Bundespräsidenten rumkrakeln können. Das Grundgesetz ist daher nicht mal legitim, weil die Zustimmung der gesamten Deutschen fehlt und den EX-DDR Bürgern dieses Grundgesetz lediglich nur übergestülpt worden ist! Ich würde beispielsweise nur eine Verfassung akzeptieren und für legitim halten, wo das gesamte deutsche Volk darüber entscheidet, ob ein neuer Artikel in die Verfassung / Grundgesetz aufgenommen wird oder nicht.

Die derzeitige Möglichkeit, dass eine Partei mit ihrem eigens und wohlgesonnenen Bundespräsidenten Änderungen in dem Grundgesetz vornehmen kann, ohne dass die Bevölkerung darauf Einfluss nehmen kann, halte ich für besonders dramatisch und keinesfalls einer so genanten Demokratie für würdig. Solche Verfahrensweisen würde man eher in einer Diktatur vermuten!
 
Das stehen viele doch garnicht erst durch, zumal man auch erst einmal einen Anwalt finden muss, welcher eine Verfassungsklage für einen Hartz IV Empfänger durchboxt.

Für eine Verfassungsklage braucht man nicht unbedingt einen Rechtsanwalt und einer Verfassungsklage ist, Missbrauch ausgeschlossen, kostenlos.

Außerdem, wie aktuell bei der Bemessungshöhe des Bedarfs für Kinder, Hartz IV Empfänger bis vor das Verfassungsgericht ziehen müssen und somit die endgültige Entscheidung trotz Offensichtlichkeit 5 bis 6 Jahre andauert.

Es geht zurzeit hierbei nicht um die Bemessungshöhe des Bedarfs für Kinder sondern um die Art, wie diese Bemessungshöhe berechnet wird, also nur der Weg, wie man zu dieser Bemessungshöhe kommt.

Dies nur mal so zu Info.

Thanks schrieb:
Somit in der Umkehr die Agentur und dessen Sachbearbeiter mindestens 1 Fehlentscheidung von 2 treffen.

Hast du in Mathe in der Schule nicht aufgepasst???

Du kannst die Anzahl der Fehlentscheidungen doch nicht in Relation zu der Anzahl der angemahnten Entscheidungen setzen. Du musst sie in Realtion zu allen Entscheidungen setzen. Dann sieht das Ganze schon anders aus.

Stell dir mal vor, es würden nur berechtigte Klagen eingereicht. Dann kämst du bei deiner Rechnung auf 100% Fehlentscheidungen. Wenn also bei 5 Millionen Entscheidungen 1 Fehlentscheidung fällt und dieser mit seiner Klage durchkommt, dann kommst du bei deiner Rechnung auf 100% Fehlentscheidungen. :löl:
 
Für eine Verfassungsklage braucht man nicht unbedingt einen Rechtsanwalt und einer Verfassungsklage ist, Missbrauch ausgeschlossen, kostenlos.

Die Aussage ist im Kern richtig nur ist eine Verfassungsbeschwerde korrekt auszuführen, wozu ein Laie ohne Rechtskenntnis wohl kaum in der Lage sein dürfte. Somit läuft der Kläger ohne Rechtsanwalt auch Gefahr, dass er aufgrund der fehlenden Form bis zu 1.500 € auf's Auge gedrückt bekommt. Für Hartz IV-Empfänger ein zu großes Kostenrisiko!

Es geht zurzeit hierbei nicht um die Bemessungshöhe des Bedarfs für Kinder sondern um die Art, wie diese Bemessungshöhe berechnet wird, also nur der Weg, wie man zu dieser Bemessungshöhe kommt.

Dies nur mal so zu Info.

Es geht schlussendlich selbstverständlich um die Höhe des Bedarfs! Ein zu niedrig bemessener Bedarf ist ja wohl erst Grundlage für die Prüfung. Außerdem besteht auch der Grundsatz der Klage darin, dass es nach Ansicht der Kläger eine Ungleichbehandlung gibt. So erhalten Kinder von Sozialhilfeempfängern mehr staatliche Unterstützung, als die Kinder von Arbeitslosengeld II Empfängern. Auch ist bereits erwiesen, dass bei der Bedarfsermittlung das Urteil des Verfassungsgerichtes von 1999 außer acht blieb. Also SPD und Grüne unter Schröder aus asozialer Umverteilung zu Lasten der Kinder sogar das Verfassungsurteil zur menschenwürdigen Anspruchshöhe gänzlich ignoriert haben.


Du kannst die Anzahl der Fehlentscheidungen doch nicht in Relation zu der Anzahl der angemahnten Entscheidungen setzen. Du musst sie in Realtion zu allen Entscheidungen setzen. Dann sieht das Ganze schon anders aus.

Ich kann nur die Aussagen des Sozialgerichtes Berlin-Brandenburg wieder geben und demnach hat jede zweite Klage gegen das Jobcenter erfolg. In Anbetracht dessen, dass die meisten Hartz IV Empfänger ohne anwaltliche Hilfe klagen, spricht es schon dafür, dass die Jobcenter hier ganz schön asoziale Kacke betreiben. Da muss man schon ausgestochene Augen haben, um diese Offensichtlichkeit nicht sehen zu wollen!

Stell dir mal vor, es würden nur berechtigte Klagen eingereicht. Dann kämst du bei deiner Rechnung auf 100% Fehlentscheidungen. Wenn also bei 5 Millionen Entscheidungen 1 Fehlentscheidung fällt und dieser mit seiner Klage durchkommt, dann kommst du bei deiner Rechnung auf 100% Fehlentscheidungen. :löl:

Ich glaube du hast mich nicht verstanden!?

Wer klagt hat in der Regel auch einen Grund. Es dürfte sich nur um eine prozentuale Minderheit handeln, welche gern aus Lust am Klagen, klagt.
 
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Thanks schrieb:
Ich kann nur die Aussagen des Sozialgerichtes Berlin-Brandenburg wieder geben und demnach hat jede zweite Klage gegen das Jobcenter erfolg.

Das bedeutet aber nicht, wie du in dem post davor behauptet hast, dass jede zweite Entscheidung der Jobcenter falsch ist.

Das bedeutet lediglich, dass es Entscheidungen gibt, die angefochten werden. Und das jede zweite dieser Anfechtungen REcht bekommt. Um eine vernünftige Aussage machen zu können, müsste man wissen, welcher Prozentsatz der Entscheidungen überhaupt angefochten werden. Ist doch wohl klar, oder?



Wenn 80% der Mordanklagen in Deutschland zu einer Verurteilung führen, bedeutet das doch auch nicht, dass 80 % der Deutschen Mörder sind.

Und zu deiner Aussage, dass es für einen Hartz4-Empfänger eine finanzielle Gefahr darstellt, einen Rechtsanwalt zu nehmen:

Die Aussage ist im Kern richtig nur ist eine Verfassungsbeschwerde korrekt auszuführen, wozu ein Laie ohne Rechtskenntnis wohl kaum in der Lage sein dürfte. Somit läuft der Kläger ohne Rechtsanwalt auch Gefahr, dass er aufgrund der fehlenden Form bis zu 1.500 € auf's Auge gedrückt bekommt. Für Hartz IV-Empfänger ein zu großes Kostenrisiko!

Für außergerichtliche Anwaltskosten kann man Beratungshilfe beantragen

Im Beratungshilfegesetz (BerHG) ist geregelt, in welchen Fällen der Staat die Kosten für eine Rechtsberatung übernimmt. Der Antrag auf Beratungshilfe sollte nach Möglichkeit bereits vor dem Besuch beim Rechtsanwalt gestellt werden, weil der Ihnen dafür eventuell im Fall einer Ablehnung bereits eine Rechnung schickt. Zuständig ist das jeweilige Amtsgericht am Erstwohnsitz. Hier erhält man in der Rechtsantragsstelle die entsprechenden Formulare, die am besten auch wieder persönlich abgegeben werden, um längere Bearbeitungszeiten zu vermeiden. Dem Antrag sind Dokumente beizulegen, aus denen der Grund für die Rechtsstreitigkeit hervorgeht. Außerdem sind entsprechende Einkommens- und Ausgabennachweise zu erbringen. Beim Bezug von Hartz IV reicht der entsprechende Bescheid. Außerdem wird eine einmalige Verwaltungsgebühr von zehn Euro erhoben, auf die allerdings im Einzelfall auch verzichtet werden kann.

Wird die Beratungshilfe vom Amtsgericht genehmigt, kann sich der Betroffene einen (Fach-)Anwalt seiner Wahl suchen. Übernommen werden dann die Kosten für ein Beratungsgespräch sowie die anwaltliche Vertretung des Mandanten nach außen, also beispielsweise durch ein Schreiben oder Telefonat. Das gilt natürlich auch, wenn man beispielsweise gegen einen Bescheid des Job-Centers Widerspruch einlegen will oder sogar eine Klage gegen die Arge oder die Bundesanstalt für Arbeit erwägt. Bei Angelegenheiten des Strafrechts ist allerdings nur das Honorar für ein Beratungsgespräch abgedeckt. 2008 erhielten allein in Berlin etwa 50.000 Betroffene finanzielle Unterstützung, um sich über ein rechtliches Problem zu informieren.

Die Paragraphen 114 ff der Zivilprozessordnung (ZPO) regeln die finanzielle Unterstützung einkommensschwacher Personen bei der gerichtlichen Durchsetzung ihrer Interessen", erklärt Rechtsanwältin Diana Blum von der Kanzlei Blum, Heirichs und Partner in Berlin und Braunschweig. Die Prozesskostenhilfe kommt bei Zivil-, Sozial-, Arbeits- und Verwaltungsgerichtsverfahren zur Anwendung und wird jeweils bei dem Gericht beantragt, bei dem das Verfahren anhängig ist. Sie deckt das Honorar des eigenen Anwalts und die Prozesskosten (Gutachten, Gerichtskosten) ab.

Genau das ist nämlich der Grund, warum ein Teil dieser Leutz nach Lust und Laune klagt und Einspruch einlegt. Die tragen nämlich überhaupt kein finanzielles Risiko.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das bedeutet aber nicht, wie du in dem post davor behauptet hast, dass jede zweite Entscheidung der Jobcenter falsch ist.

Ich meine natürlich jede zweite Entscheidung vor Gericht!

Genau das ist nämlich der Grund, warum ein Teil dieser Leutz nach Lust und Laune klagt und Einspruch einlegt. Die tragen nämlich überhaupt kein finanzielles Risiko.

Sorry aber das ist doch blödzin! Selbst, wenn Der, der klagt einen Anwalt auf sozusagen Staatskasse bekommt, so muss ja wohl ein Klage oder Anspruchsgrund erst einmal bestehen oder meinst du Anwälte klagen zum Wohle ihres Mandanten hirnloses Zeug ein und haben damit Erfolg? Wenn es so wäre, dann würden nicht so viele schon in der 1. Instanz obsiegen.

Auch zu glauben, dass wohl möglich ein Hartz IV Empfänger die Kosten für alle Instanzen bis hin zum Verfassungsgericht bewilligt bekommt ist doch wohl schon mehr als abwegig in der Realität. Man ist schon allein bei der 1. Instanz auf die Gnade der Antragsstelle am AG angewiesen. Anzunehmen, dass, nach dem man in der 1. Instanz auf Kosten des Staates in die 2. Instanz am LSG oder danach zum BSG bis hin zum Verfassungsgericht die Kostenübernahme für einen Anwalt übernommen bekommt, ist doch sicher schon etwas weit hergeholt und klingt nach realitätsfernen Politiker-Geschwafel alla sitzen gebliebenen Ronald Pofalla in einer Anne Will - Talkshow.
 
Du hast natürlich Recht, es gibt so gut wie keine Hartz-4-Empfänger, die das in Anspruch nehmen:

2008 erhielten allein in Berlin etwa 50.000 Betroffene finanzielle Unterstützung, um sich über ein rechtliches Problem zu informieren

Überleg mal. Alleine in Berlin haben wir in einem Jahr 50 000 Hartz-4-Empfängern ihre Rechtsberatung bezahlt!

Klar, es gibt Hartz-4-Empfänger, die unschuldig in diese Lage geraten und alles versuchen, da raus zu kommen oder wenigstens der Gesellschaft nicht mehr als notwendig zur Last zu fallen. Aber es gibt eben auch einen großen Anteil, der die Gesellschaft ausnutzt. Die kennen ihre Rechte ganz genau.


Deswegen gibt es auch diese Diskussionen hier, die nie enden können, weil eben beide Seiten Recht haben.


Wenn man nur den 58-jährigen Familienvater sieht, der nach 35-jähriger Berufstätigkeit unverschuldet arbeitslos wird und alles tut um über die Runden zu kommen, dann sind die Gesetze zu Hartz-4 zu hart.

Aber wenn man den 30-jährigen Schmarotzer sieht, der bei bester Gesundheit noch nie einer Arbeit nachgegangen ist und auch nichts daran tut, dies zu ändern, der alle Tricks und Kniffe kennt und ausnutzt, die ihm ohne Arbeit Geld bringen, dann sind die Gesetze zu Hartz-4 viel zu weich.


Eine Lösung wäre, dass niemand, der arbeiten kann, Geld bekommt, ohne etwas dafür zu tun. Es gäbe in den öffentlichen Bereichen genug Arbeiten die zusätzlich erledigt werden müssen. Der von mir oben angesprochene 58-jährige Familienvater hätte damit keine Probleme, im Gegenteil.
 
Du hast natürlich Recht, es gibt so gut wie keine Hartz-4-Empfänger, die das in Anspruch nehmen:

Sage ich doch, ohne die zitierte Quelle zu kennen, sind natürlich 50000 Hartz IV Empfänger im Jahr nicht viel, wenn man die Masse der Hartz IV Empfänger in Berlin zur Relation setzt. Zudem sind hier auch exorbitant viele Arbeitnehmer, welche ergänzendes Hartz IV bekommen müssen, weil die Arbeitgeber die Möglichkeit des steuer-subventionierten Lohndumpings über Hartz IV schamlos ausnutzen können. Betrachtet man nun das breit gefächerte Rechtsspektrum zur Masse, sind das in der Tat nicht viele Hartz IV Empfänger, welche die Möglichkeit der kostenfreien Rechtsberatung in Anspruch nehmen. In dieser Zahl sind sicher auch Mietrechtsangelegenheiten, Zivilrechtsstreitigkeiten etc. enthalten. Leider taugt aber die Zahl nicht viel dafür, um nachvollziehen zu können, wie viele hiervon in etwa Anwaltskosten für eine Sozialgerichtsklage gegen die Jobcenter in Anspruch nehmen müssen.


Überleg mal. Alleine in Berlin haben wir in einem Jahr 50 000 Hartz-4-Empfängern ihre Rechtsberatung bezahlt!

Wer wir? Was kann beispielsweise ein Hartz IV Empfänger dafür, dass mehr und mehr Unternehmen ihm trotz Arbeit keinen fairen Lohn mehr bezahlen brauchen und er ergänzendes Hartz IV beanspruchen muss? Der würde auch lieber seinen Anwalt aus eigener Tasche bezahlen können! Dumpinglohn ist nun mal politisch durch neoliberalen Lobbyismus, wie es ihn in CDU und SPD gibt, verursacht worden. Stetig ansteigende Hatz IV – Ausgaben sind nun mal politisch mit Hartz IV durch SPD, Grüne und CDU mit der Agenda 2010 beschlossen worden. Es war u.a der Zeitarbeits-Lobbyist “Wolfgang Clement“ (SPD) der die Zeitarbeit für Dumpinglohn auch für seine DIS AG (Tochter von Adecco) möglich machte. Das nun seine “Reformen“ zu Profiterhöhung seines als auch der sonstigen Zeitarbeitsfirmen am Ende dazu beiträgt, dass genau diese Zeitarbeitnehmer vom Steuerzahler über ergänzendes Hartz IV mitfinanziert werden müssen, kann man natürlich diesen Hartz IV Empfängern vorwerfen, aber die Schuld liegt objektiv wohl kaum bei dem Empfänger. Der hat diese skurielen Reformen ja nicht beschlossen, wie du weist. Es sind Volksverräter die schon während ihrer Amtszeit Gesetze für ihre Wirtschaftliche Kariere gegen die Arbeitnehmer schaffen. Kurios hieran ist jedoch, dass es diese gelernten Sprechblasen immer wieder schaffen, die Arbeitnehmer / Volk davon zu überzeugen, dass das Blutegelverhalten von Seiten einiger Unternehmen gegenüber ihren Mitarbeitern zwingend notwendig ist. Dieser asoziale Feudalismus wird dann in ein Geschenkpapier namens “Sozial-Reform“ gepackt, weil ja die Versklavung per Gesetz, was es am Ende ist, wohl nicht so gut bei uns deutschen Armeisen ankommen würde.

Wenn man nur den 58-jährigen Familienvater sieht, der nach 35-jähriger Berufstätigkeit unverschuldet arbeitslos wird und alles tut um über die Runden zu kommen, dann sind die Gesetze zu Hartz-4 zu hart.

Aber wenn man den 30-jährigen Schmarotzer sieht, der bei bester Gesundheit noch nie einer Arbeit nachgegangen ist und auch nichts daran tut, dies zu ändern, der alle Tricks und Kniffe kennt und ausnutzt, die ihm ohne Arbeit Geld bringen, dann sind die Gesetze zu Hartz-4 viel zu weich.

Leider ist es so, dass in vielen Ländern Ost-Deutschlands und auch in einigen Regionen der alten Bundesländer es schlichtweg keine Arbeit gibt, weshalb auch nicht nur ältere Ex-Arbeitnehmer gibt, welche keinen neuen Job bekommen. Natürlich gibt es auch Schmarotzer aber die gibt es unstrittig ja wohl durch alle Schichten hinweg. Ob Beamter, Politiker, Steuerhinterziehende Millionäre, Banker oder deutsche Schuhmachers etc..! Dagegen sind die 10 Millionen für etwaige Hartz IV Schmarotzer doch nur noch Kleingeld. Natürlich muss die schwächste Gruppe immer am Ende dafür herhalten, wenn man den paar besser Verdienenden Arbeitnehmern wieder einmal in die Tasche greifen muss. Schuld sind dann natürlich die Hartz IV Empfänger, welche stets nationalsozialistisch als zahnlose Schmarotzer und Penner durch die “objektiven Medien“ in Zehne gesetzt werden und nicht etwa die spekulativen Bank-Zocker die mal eben 500 Milliarden Schulden und die daraus resultierenden Zinsen in einem Jahr auf einmal verursachen. Um davon abzulenken, machen dann die "objektiven Medien“ dann gern mal ein paar Berichte über einen zahnlosen "Hartz IV Penner" am Bahnhof Zoo der Null-Bock auf alles hat. ;)
Dieses ist natürlich psychologisch gesehen ein guter Schachzug um politisch hausgemachte Staatshaushaltsprobleme auf den Penner und schlussendlich auf aller Hartz IV Empfänger abzuwälzen zu können und Arbeitnehmer die noch welche sind, gegen diese aufzuhetzen, die aufgrund von Missmanagement und Profitgier Einzelner keine mehr sind. Hat man diese gegenseitige Hetze politisch medial durchgesetzt, so kann das Zocken ohne die Aufmüpfigkeit des Volkes auch ganz in Ruhe fortgesetzt werden.

Wenn Arbeitnehmer die noch nicht ergänzendes Hartz IV beantragen müssen, sich weiterhin unsachlich negativ zu den Ex-Arbeitnehmern und Arbeitnehmern mit ergänzendem Hartz IV äußern, ohne gegen die wirklich Schuldigen aus Politik und Wirtschaft einzuschreiten, so wird die Zahl der Hatz IV Empfänger auch unweigerlich weiter ansteigen bis auch der Letzte noch nicht Hartz IV Empfänger, sein Restlohn übers Jobcenter beziehen muss. Man muss schon gegen die richtigen meckern! Hartz IV Empfüänger beschimpfen fördert sozusgane dessen Zunahme!


Eine Lösung wäre, dass niemand, der arbeiten kann, Geld bekommt, ohne etwas dafür zu tun. Es gäbe in den öffentlichen Bereichen genug Arbeiten die zusätzlich erledigt werden müssen. Der von mir oben angesprochene 58-jährige Familienvater hätte damit keine Probleme, im Gegenteil.

Ich glaube nicht, dass du einmal einen 1 EUR Job gemacht hast, dennoch will ich dir gern mitteilen, dass 67% der vermeintlich öffentlichen Beschäftigungen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze überflüssig machen; sprich leider die Zusatzbeschäftigungen der Hartz IV Empfängern missbräuchlicher Natur sind. So renovierten in Berlin-Neuköln 1 EURO-Jobber Mietswohnungen, im Freizeit und Erholungszentrum Berlin (FEZ), sinken mit der Zunahme der 1,- EUR Jobber die festen Arbeitplätze, zusätzliche 1,- EUR Hausmeister streichen die Klassenzimmer in Schulen und die Malerbetriebe die zuvor diese Arbeiten ausführten müssen nun Mitarbeiter entlassen oder sogar ihren Betrieb schließen. Garten und Landschaftsbetriebe bekommen keine öffentlichen Aufträge mehr, weil 1 EURO-Jobber die Parks und Grünflächen jetzt pflegen. Ich kenne zwar nicht die genauen Zahlen, wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze durch 1 EUR Jobs bereits schon vernichtet wurden aber glaube mir, dass das sicher nicht wenige sind. Es kann ja wohl nicht angehen, dass Menschen auch aufgrund von 1 EUR Jobs auch zu Hartz IV Empfänger werden. Hartz IV gehört in die Tonne, weil durch diese Gemeinschaftsbedarfsregelung am Ende es ein einzelner Arbeitnehmer der eine Familie zu versorgen hat nicht mehr schafft trotz seiner Arbeit der Hartz IV Kralle zu entkommen. Jeder Arbeitnehmer muss wieder, wie beim damaligen Arbeitslosengeld 2, seine Arbeitslosenversicherung für sich selbst beanspruchen dürfen.
 
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McKilroy schrieb:
... Der von mir oben angesprochene 58-jährige Familienvater hätte damit keine Probleme, im Gegenteil.

Wahre Worte! Allerdings müsste man noch mehr aufpassen, keine regulären Arbeitskräfte durch solche Maßnahmen frei zu setzen. Denn das würde dann auch keinen Sinn machen. Aber arbeitswilligen Menschen zu ihren Sozialbezügen ein besseres Auskommen zu ermöglichen, indem diese Tätigkeiten bei Kommunen, öffentlichen Verwaltungen oder ähnlichen Einrichtungen übernehmen, wäre durchaus sinnvoll. Die Menschen, die Arbeit haben wollen, könnten wieder jeden Tag mit Selbstbewusstsein beginnen und bräuchten sich des Lohns ihrer Arbeit nicht schämen!

Den arbeitsunwilligen Fuzzies, wie sie McKilroy schon ansprach, würde ich, in verschiedenen Stufen, die Unterstützung bis auf NULL herunter kürzen. Denn solche Schmarotzer braucht man wirklich nicht. Leider gibt es davon schon eine beträchtliche Menge. Zudem bringen sie diejenigen, die arbeitslos wurden und gerne wieder einen Job hätten, ebenfalls in Misskredit!

Ausnahmen müsste es natürlich geben, wie bei Alleinerziehenden oder Kranken.
 
Wahre Worte! Allerdings müsste man noch mehr aufpassen, keine regulären Arbeitskräfte durch solche Maßnahmen frei zu setzen. Denn das würde dann auch keinen Sinn machen.


Das ist zugegebernermaßen nicht ganz einfach, weil die Grenze fließend ist. Aber gerade in den öffentlichen Bereichen gibt gäbe es genügend zusätzliche Arbeiten, die jetzt einfach nicht erledigt werden.

In unserem Städtchen muss ein Hausmeister die gemeinschaftliche Haupt- und Realschule in Ordnung halten, zusätzlich noch die Mehrzweckhalle und den zugehörigen Sportplatz. Man kann sich leicht vorstellen, was da alles unerledigt bleibt und wie es dort aussieht. Die Öffnungszeiten des Jugendtreffs und unserer Bücherei sind einfach nur lächerlich. Die Aufzählung könnte man locker so fortsetzen.

Auch in den großen Städten sieht es nicht besser aus, Berlin kann man sehr gut als Beispiel nehmen.

Aber leider wird jeder Politiker, der einen solchen Gedanken mal ausspricht, in der Luft zerrissen. Es sind eben auch Wähler und mit denen will man es sich nicht verscherzen.


Thanks schrieb:
Sage ich doch, ohne die zitierte Quelle zu kennen, sind natürlich 50000 Hartz IV Empfänger im Jahr nicht viel, wenn man die Masse der Hartz IV Empfänger in Berlin zur Relation setzt. Zudem sind hier auch exorbitant viele Arbeitnehmer, welche ergänzendes Hartz IV bekommen müssen, weil die Arbeitgeber die Möglichkeit des steuer-subventionierten Lohndumpings über Hartz IV schamlos ausnutzen können. Betrachtet man nun das breit gefächerte Rechtsspektrum zur Masse, sind das in der Tat nicht viele Hartz IV Empfänger, welche die Möglichkeit der kostenfreien Rechtsberatung in Anspruch nehmen.

Hast du kein Gefühl für Zahlen? 50 000 jährlich alleine in Berlin!
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Diskussion ist mehr und mehr zu zwei Monologen geworden. Jeder pflastert den anderen mit seinen Zitaten. (wenn 's gefällt)
Kinder werden aus Liebe "gemacht"
Wenn "Sozialschwache" prozentual mehr Kinder haben als das "Bildungsbürgertum",
sollte man staatlicherseits vieleicht darüber nachdenken, ob die jetzige Förderung von Nachwuchs so gut ist.


LG redrabbit
 
red-rabbit, damit hast du völlig recht, weil es schon garnicht mehr um das eigendliche Thema geht ;)

Aber zu deinem Denkansatz " sollte man staatlicherseits vieleicht darüber nachdenken, ob die jetzige Förderung von Nachwuchs so gut ist. "

Wieso sollte aus staatlicher Seite die jetzige Förderung nicht gut sein ? , was sollte der D.- Staat noch tun um "junge" Menschen dazu zu motivieren das sie Zuwachs bekommen?


Uludag
 
Hast du kein Gefühl für Zahlen? 50 000 jährlich alleine in Berlin!

Berlin hat 3.431.420 Millionen Einwohner.

Die Zahl der Hartz IV Empfänger ist leider nicht genau ermittelbar, da es nur Zahlen über Arbeitslose gibt. In diesen Zahlen ist leider nicht die gewaltige Masse von 1,- EUR Jobber, Umschülern, Behinderter, Weiterbildenden, Hartz-Kindern und ergänzenden Hartz IV Empfängern enthalten.
Sehe ich an einem Arbeitstag vormittags auf die Strasse, was ich machen kann, wenn ich Nachtschicht habe, dann bin ich schon sehr darüber erstaunt, wie viele Autos morgens so vor den Türen stehen bleiben. Von vielen weis ich, dass sie keine Arbeit mehr haben und finden. Da ich in einem Bezirk wohne, der in Berlin alles andere als Zentrum von Arbeitslosen gilt, so kann ich mir schnell ausmalen, was in den Wohnsilos Berlin-Marzahn, Hellersdorf und als auch im Stadtbezirk Berlin-Wedding, Kreuzberg, Neuköln und Prenzlauer Berg so los ist.

Ich habe ein ganz gutes Gefühl für Zahlen aber ich sehe auch die Masse an Hartz IV Empfängern, die wie schon erwähnt auch aus 1,- EUR Jobber, Umschüler, Behinderter, Weiterbildenden, Hartz-Kinder und ergänzenden Hartz IV Empfängern besteht.

Man muss auch bedenken, dass ein Vater oder Mutter selbst schon für seine Kinder die Selbstverständlichkeiten einklagen muss! So in etwa, wie bei der letzten Kindergelderhöhung von 10 EUR, wo Kinder von Hartz IV Beziehern wieder einmal unberücksichtigt geblieben sind. Also gerade die Kinder durch die Politik von Ursula benachteiligt werden, welche die Förderung am nötigsten hätten. Das bedeutet, ein Millionär/in bekommt in etwa nun für seine / ihre 3 Kinder ab Januar 2009 30,- EUR mehr Kindergeld aber die 3 Kinder dessen Mutter / Vater eh schon nichts haben und davon noch das Kind bezuschussen müssen, bekommen dass nicht, weil die Erhöhung wieder dem Hartz IV Kinderminisatz angerechnet wird. Also die Mutter / Vater auch für die Rechte ihre Kinder klagen müssen, obwohl von Seiten der Politik diese Klagen schon hätten im Vorfeld abgewendet werden können. Allein nur die Klagen zur Anrechnung des Kindergeldes dürften seit Einführung der Ungleichbehandlung der Kinder im Januar 2009, sicher schon gewaltig sein. Somit sind 50000 Rechtsberatungen für eine Stadt, wie Berlin, nicht gerade überwältigend. Hätte gedacht, dass mehr gegen diese stinkenden Ungerechtigkeiten vorgehen.

Wäre nett, wenn du mir auch mal die Quelle dieser bis dato fiktiven Zahl genannt hättest! So steht ja auch nur eine Zahl 50000 im Raum.

Das ist zugegebernermaßen nicht ganz einfach, weil die Grenze fließend ist. Aber gerade in den öffentlichen Bereichen gibt gäbe es genügend zusätzliche Arbeiten, die jetzt einfach nicht erledigt werden.

Nenne mir doch bitte nur eine öffendliche Tätigkeit, die heute real zusätzlich ist und nicht durch einen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer übernommen werden könnte oder sogar zuvor durch einen solchen übernommen worden war? Ich habe damals schon von 2005 und 2007 insg. 3x verschiedene 1,- EUR Job's machen müssen und glaube mir das nicht einer davon zusätzlich war. Dass waren alles Arbeitsstellen, die zuvor durch sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer erledigt wurden. Vermutlich machen viele heute sogar die gleiche Arbeit, wie regulär zuvor nur halt heute als "gemeinnützig" (1,- EUR Job). Glaube mir diese vermeinlichen Eingliederungsmaßnahmen schaden mehr als sie nützen. Frage hierzu beispielsweise einfach mal in einem Berliner-Malerbetrieben nach, wo früher noch die Mitarbeiter die Schulen und Kitas streichen durften. Diese öffendlichen Aufträge sind quasi alle weggebrochen, weil sie durch die neuen Sklaven erledigt werden. Super Förderung! Sicher wieder nur solche Einzellfälle! :D

@Faehnrich
Vergiss nicht, dass die meisten dieser so genannten Schmarotzer auch einmal Arbeit hatten! Dass viele mehr und mehr in ein Loch fallen und dann wie Schmarotzer erscheinen liegt auch darin begründet, dass man nach der hundertsten Sinnlosbewerbung die Hoffnung aufgibt und dann auch die Arbeitslosigkeit als Schicksal hinnimmt. Ob man nun 100 oder 10000 sinnlose Bewerbungen schreibt macht da keinen Unterschied. Die Langzeitarbeitslosen werden einfach nur noch durch die meisten Jobcenter trangsaliert und verwaltet. Ein Integrationsversuch gibt es nicht mehr, da auch schlichtweg es an fairen Arbeitsplätzen fehlt. Wer hat schon Lust auf einen Job mit Lohndumping mit ergänzendem Steuer subventionierten Lohn über das Jobcenter? Was würde sich für den Arbeitslosen finanziell ändern? Die Moral einer Gesellschaft nicht zu sehr auf der Tasche zu liegen? Wenn es diese Moral im Menschen gäbe, dann könnte man ja den Kommunismus schon heute umsetzen. Der Mensch ist simpel gestrickt! Wenn sich Arbeit nicht lohnt, dann macht man diese auch nicht! Ist es verwerflich, wenn der Arbeitslose genauso denkt, wie der Unternehmer? Der Unternehmer der Lohndumping zahlt ist kein minderer Schmarotzer, da er als auch seine Arbeitnehmer / Sklaven auch quasi nichts mehr in den sozialen Staatssäckel einzahlen. Wobei der angestellte Sklave nichts dafür kann!

Glaube mir Faehnrich und McKilroy ihr würdet Euch irgendwann in dieser Hartz-Spirale auch aufgeben und keinen Job mit ergänzendem Hartz IV so schnell aufnehmen wollen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Den arbeitsunwilligen Fuzzies, wie sie McKilroy schon ansprach, würde ich, in verschiedenen Stufen, die Unterstützung bis auf NULL herunter kürzen. Denn solche Schmarotzer braucht man wirklich nicht. Leider gibt es davon schon eine beträchtliche Menge. Zudem bringen sie diejenigen, die arbeitslos wurden und gerne wieder einen Job hätten, ebenfalls in Misskredit!

Und da haben wir es wieder! Schuld an der Arbeitslosigkeit sind natürlich wieder die Arbeitslosen. Auch die arbeitsunwilligen Fuzzies hatten mal Arbeit und haben ihre Arbeit auch ordentlich gemacht und ihren Lebensunterhalt verdient. Aber nach monatelangen erfolglosen Bemühungen, verläßt auch den größten Optimisten langsam die Hoffnung. Wer dann sogar in H4 fällt, hat kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wenn ein Personalchef eine Bewerbung in den Händen hält, auf der er was von Hartz IV liest, legt er sie ungelesen beiseite. Hartz IV-Empfänger sind doch von Natur aus zu faul zum Arbeiten, so dessen Lesart.

Was würde denn passieren, wenn die Unterstützung auf NULL gefahren würde? Würden diese Leute dann Arbeit finden? Wohl eher nicht, da es kaum noch Jobs gibt. Aber die Zahl der Obdachlosen würde steigen und damit auch die Kriminalität. Es gäbe auch mehr Jobs als Drogendealer.

In unserer Gesellschaft wird das uralte Prinzip von "Teile und herrsche" angewendet. Unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und -schichten wird Mißtrauen und Mißgunst gesät, um von den wahren Schuldigen der Krise abzulenken. Um so leichter schluckt das Volk jede Kröte des Sozialabbaus. Der Zorn richtet sich gegen vermeintliche Sozialschmarotzer und die Regierung kann seelenruhig weiter den Aderlass an den Arbeitnehmern forcieren, ohne politische Unruhen befürchten zu müssen.
 
Auch die arbeitsunwilligen Fuzzies hatten mal Arbeit und haben ihre Arbeit auch ordentlich gemacht und ihren Lebensunterhalt verdient.

Ne, eben nicht. Und um die geht es.

Aber zum Thema:

redrabbit schrieb:
Wenn "Sozialschwache" prozentual mehr Kinder haben als das "Bildungsbürgertum",

Eigentlich ist doch damit gesagt, dass es den sozial Schwachen zu gut geht (deswegen können die sich so viele Kinder leisten) und man die Leute aus der Mittelschicht, also das Bildungsbürgertum mehr unterstützen sollte, damit die auch mal mehr Kinder kriegen.

Eigentlich eine logische Folgerung, oder?

Es ist zumindest so, dass es den sozial Schwachen finanziell nicht so schlecht geht, dass sie sich keine Kinder leisten können - sonst würde sie sich nicht so viele Kinder leisten.
 
Ne, eben nicht. Und um die geht es.

Aber zum Thema:



Eigentlich ist doch damit gesagt, dass es den sozial Schwachen zu gut geht (deswegen können die sich so viele Kinder leisten) und man die Leute aus der Mittelschicht, also das Bildungsbürgertum mehr unterstützen sollte, damit die auch mal mehr Kinder kriegen.

Eigentlich eine logische Folgerung, oder?

Mir kommen gleich die Tränen. Der Mittelschicht geht es also so schlecht. Ein Haus, jeder einen Mittelklassewagen, vielleicht noch ein zwei Hunde, aber Kinder können sie sich nicht leisten? Ich habe einige von diesen Leuten schon kennengelernt. Die sind ihrer Arroganz kaum noch zu überbieten. Sie haben sich bis über beide Ohren verschuldet und protzen mit ihrem Besitz. Es gibt auch vernünftige Menschen darunter, aber die Meisten sind für mich blanke Egoisten, die für Geld Vater und Mutter verraten würden. Das die keine Kinder mögen ist mir sonnenklar.
Aber dann gegen H4-Empfänger hetzen! Betrifft mich ja eigentlich nicht, habe nie Hartz IV beantragen müssen. Trotzdem macht mich das wütend bis zur Weißglut!
 
Mir erschließt sich hier teilweise zwar nicht mehr der Zusammenhang,
was
- Arbeitslosigkeit,
- SGB II und/oder
- angebliche oder reale Arbeitsunwilligkeit
mit sinkenden Geburtsraten zu tun haben :D

Meines Erachtens machen Kinder eher reichlich Arbeit ;)

Da würde sich doch wohl eher die Frage aufwerfen,
warum sich manche die Arbeit der Kindererziehung antun,
Anderen dagegen wohl mehr an der Maximierung ihrer eigenen Vermögensverhältnisse (ohne bzw. wenige Kinder) gelegen ist ;)

"Eigentlich" müsste es doch in allen sozialen Gruppen vergleichbare hohe/niedrige Geburtsraten geben, oder ...?^^

mfg

PS
Eigentlich ist doch damit gesagt, dass es den sozial Schwachen zu gut geht (deswegen können die sich so viele Kinder leisten) und man die Leute aus der Mittelschicht, also das Bildungsbürgertum mehr unterstützen sollte, damit die auch mal mehr Kinder kriegen.
Ähm *bg*
Zu dem Thema sollte mal i-jemand mal an der Kausalität dieser Bezüge rumfeilen^^
Der Umkehrschluss hieße dann ja wohl auch, dass dort, wo die Geburtsrate hoch ist, es den Menschen immer noch gut oder gar zu gut geht ;)
Hm, DAS sollte man den Menschen in so einigen Gebieten unserer Welt doch mal genauer verklickern ;)
-> Bevölkerungsentwicklung ? Wikipedia
 
Ne, eben nicht. Und um die geht es.
Es ist zumindest so, dass es den sozial Schwachen finanziell nicht so schlecht geht, dass sie sich keine Kinder leisten können - sonst würde sie sich nicht so viele Kinder leisten.

Sorry aber ich hatte meine beiden Kinder bevor ich ergänzendes Hartz IV bekommen habe. Habe ja nun mal die Kinder und kann sie nun nicht wegen dem Hartz IV wegschmeißen, weil ich sie mir nicht mehr leisten kann!

Fakt ist aber, dass ich mir keines bei dem Hartz IV Almosen für Kinder angeschafft hätte. Mein Sohn ist 19 und bekommt gerade einmal 280 EUR als dritte Erwachsende Person der so genanten BG zugesprochen. Übrigens das Kindergeld ist da schon enthalten! Natürlich geht es dem und uns davon blendend. Man wacht auf, die Kohle reicht doch heute nicht mal mehr zum duschen!
 
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