Tempolimit Umfrage 

Tempolimit Ja oder Nein


  • Umfrageteilnehmer
    38

Holger

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da ja gerade angebliche Umfragen gelaufen sind, will ich auch mal bei uns nachfragen weil
" Viele Menschen in Deutschland sind für ein Tempolimit auf Zeit "

die Entscheidung oder Einstellung zu diesem Thema darf hier auch gerne begründet werden!

Gruß
 
Ich finde es erstens deutlich entspannter, zweitens effizienter und drittens gar nicht mal so viel langsamer. Wenn ich tatsächlich mal Lust zum heizen habe, fahre ich die Strecke vorher eh erst einmal ab (Reifen auf Temperatur, Straßenzustand, lustige Blitzmaschinen) und dann gönne ich mir einen Ritt. Aber den Preis empfinde ich als zu hoch (Reifen, Bremsbeläge, Bremsscheiben, Sprit) das ist es mir mittlerweile nicht mehr wert. Wenn ich mich ausprobieren und auspowern möchte, mache ich Wing Tsun.
 
Ich befürworte das Tempolimit aus folgenden Gründen: Umweltschutz, da weniger Verbrauch; Sicherheitsfaktor, je schneller, desto länger ist der Bremsweg und je konzentrierter muss gefahren werden, aber nicht alle fahren wirklich konzentriert; wenn alle in etwa gleich schnell fahren geht alles (zumindest gefühlt) reibungsloser und man kommt entspannter an das Ziel, ohne wirklich großen Zeitverlust; geringere Lautstärke, hilft den Tieren in angrenzenden Wäldern und den Menschen, welche an der Autobahn wohnen (müssen); in allen Ländern gibt es Tempolimits, nur bei uns nicht, erstens: warum (nicht)? zweitens: also nutzen alle Ausländer unsere Autobahnen zum testen, wie es ist, extra schnell zu fahren, sind es aber gar nicht gewohnt, und wissen daher z.T. nicht, wie viel sich ihr Bremsweg verlängert; Autos sollten keine Waffe sein; Weniger Verbrauch gleich geringere Kosten und auch geringere Abnutzung, Leben ist teuer genug.
 
Den Argumenten von odessa kann ich mich vollständig anschließen.

Hauptsächlich auch aus Umweltschutzgründen. Es ist ja wohl erwiesen,
dass ein Tempolimit Schadstoffemissionen reduziert.
Und das alleine begründet für mich, dass es ein generelles Tempolimit geben sollte.

Das Argument der Einschränkung der persönlichen Freiheit kann ich nicht nachvollziehen,
wenn ich andere Personen oder Tiere durch Lärm, Feinstaub, Treibhausgase und
verminderte Sicherheit, gefährde.
 
Hallo @Holger, dass Du gegen ein Tempolimit bist, war aus der Fragestellung schon erkennbar. Ich finde aber schade, dass Du nur Befürworter um eine Begründung bittest. Auch wenn mein Standpunkt schon weiter oben steht, interessieren mich dennoch die Argumente beider Seiten. Im Moment herrscht ein Ungleichgewicht und als Befürworter fühlt man sich leicht "vorgeführt" UND für eine etwaige spätere DFiskussion braucht man beide Seiten, meine 5 ct, ansonsten interessante Umfrage.
 
Also vielleicht noch einmal zum zweiten Aspekt, den ich angesprochen habe.

Effizienz: Umwetschutz aufgrund von verringerten Verbrauch dürfe klar sein. Der Fiat Panda verbraucht bei moderater Fahrweise unter fünf Litern Sprit. Der Reifenabrieb (Mikroplastik) ist deutlich reduziert. Die Bremsen (der Wagen hat mittlerweile 80000km gelaufen) und auch die Beläge sind immer noch die ersten seit Zulassung (verringerter Feinstaub). Der Fahrspaß ist für mich dennoch gegeben. Allein dadurch möglichst wenig zu bremsen und die Geschwindigkeit so gut wie möglich, auch in Kurven/Kreisverkehren uä, zu halten, ist immer wieder eine Herausforderung.

Also zusammengefasst: die Umwelt profitiert, die Kosten sind erheblich reduziert und der Spaß ist für mich immer noch gegeben.
 
dass Du gegen ein Tempolimit bist, war aus der Fragestellung schon erkennbar.
was nichts nur mit dem Tempolimit zu tun hat, ich bin generell kein Freund von verboten
ich denke es gibt viele Dinge die doch jeder für sich selbst entscheiden sollte (fördert auch noch so ein wenig das eigene Denkvermögen ;) )


Ich finde aber schade, dass Du nur Befürworter um eine Begründung bittest
da hast du Recht, eigentlich etwas unglücklich ausgedrückt und wird geändert


Also zusammengefasst: die Umwelt profitiert, die Kosten sind erheblich reduziert und der Spaß ist für mich immer noch gegeben.
Spaß? hmm also wenn ich nachts mit Tempomat und Fahrassi bei 130 kmh 200 und mehr Kilometer über die BAB fahre, dann hat das nichts mit Spaß zu tun im Gegenteil
ds macht mich nach 45min schon müde
bei der Umwelt gebe ich dir recht auch wenn das prozentual verschwindend gering ist
 
Holger schrieb:
hmm also wenn ich nachts mit Tempomat und Fahrassi bei 130 kmh

Und da bin ich dann auch wieder bei dir. Was soll auf einer leeren Autobahn das Tempolimit bringen? Hier mag doch der Bürger gerne selbst entscheiden, ob es ihm/ihr das Wert ist.

Was das Einsparpotential angeht: da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wenn ich 130 fahre, komme ich schon auf 6,5 Liter, bei 140 circa 7,2, bei 150 schon über 8 Liter- aber bei 110 um die 5 Liter. Aber ich habe auch kein modernes Auto. Simpeltechnik. Wie der Freundliche zutreffend sagte, wartungsintensiv, aber wartungsfreundlich.

Irgendwie klappt das mit der Zitierfunktion auf dem iPhone nicht so gut.
 
@Holger , danke für das ändern deines ersten Posts, so liest es sich besser und regt zum Austausch an.

Verbote mag ich auch nicht, nur manchmal zweifele ich am Menschenverstand ( Keine Bange, nicht bei Dir)

Bei deinem Nachtbeispiel bin ich hin und hergerissen. Die meisten meiner Argumente passen zwar hier auch, aber die Autobahn ist frei und du gefährdest dadurch kaum wen, ABER nachts läßt schnell die Konzentration nach (u.a. Sekundenschlaf) und da gefährdest du dann zumindest dich selbst (Sicherheit) UND Unfallschäden sind auch gefährlich/teuer für die Umwelt.
 
Ich bin gegen ein Tempolimit:

a) Ich würde mich dadurch in meiner Freiheit eingeschränkt, und solche Einschränkung sollte vom Staat nur dort erfolgen, wo es unbedingt nötig ist.

b) Ich stelle fest, dass auf Autobahnen wegen der hohen Spritpreise insgesamt langsamer gefahren wird. So ist tagsüber das Tempo größtenteils sowieso bedingt durch die anderen Fahrzeuge limitiert, und keine Notwendigkeit per Gesetz einzugreifen. Wenn nachts freie Bahn sein sollte mag jeder selber für sich entscheiden, ob er sein Geld durch den Auspuff hinausjagt!

c) das Benzin scheint ja nicht knapp zu sein, sondern nur etwas teurer. Bei Knappheit würde ich gesetzliche Maßnahmen einsehen, so aber nicht. Der Staat muss seine Bürger nicht bevormunden.

Viele Grüße

patchmatch :) :) :) :)
 
Eine sehr interessante Umfrage. Ich weiss gar nicht, ob ich hier als Schweizer mitmachen darf. ;)

Bei uns ist alles und jedes geregelt und limitiert, was zuweilen ziemlich erdrückend ist. Wie Holger bin ich auch ein sehr freiheitsliebender Mensch. Trotzdem begrüsse ich im Strassenverkehr Geschwindigkeitsbegrenzungen - sie dienen ja auch unserem Schutz. Wenn ich zudem sehe, wie gewisse Zeitgenossen auf den Strassen unterwegs sind, da ist jeder Schutzengel überfordert. :D Allerdings gibt es auch völlig unsinnige Begrenzungen, die für mich schlicht und einfach keinen Sinn machen. Zum Beispiel Tempo 30 innerorts, statt 50. Bei diesem Schneckentempo überholen dich alle Fahrräder, Mofas und Ebikes. Aber auch darüber kann man streiten. Ich sehe es also differenziert.
 
Ich bin grundsätzlich auch gegen ein Tempolimit, erst Recht gegen ein temporäres, so wie es ja angedacht ist.
b) Ich stelle fest, dass auf Autobahnen wegen der hohen Spritpreise insgesamt langsamer gefahren wird. So ist tagsüber das Tempo größtenteils sowieso bedingt durch die anderen Fahrzeuge limitiert, und keine Notwendigkeit per Gesetz einzugreifen. Wenn nachts freie Bahn sein sollte mag jeder selber für sich entscheiden, ob er sein Geld durch den Auspuff hinausjagt!
Das sagt alles aus. Ich bin früher, so etwa vor 5 Jahren noch, immer so um die 135-140 gefahren wenn ich auf der Bahn unterwegs war. Da war ich sehr oft der "Schleicher" auf der Piste und wurde stetig überholt, auch von "Alten Säcken" und Kleinwagenfahrern, die sich echt vorbei quälen mussten.

Heute fahre ich so etwa 120-125 und da bin ich oft schon der notorische Linksfahrer. Das ist mittlerweile sogar auf den "Freien Stücken" so, wo früher "gebrettert" wurde. Sicher gibt es immer wieder die wirklich schnellen, die auch mal mit 200+ über die Piste jagen. Aber seien wir mal ganz ehrlich, die "Heizer" lassen sich von einem Tempolimit, egal ob ständig oder temporär, eh nicht bremsen.
 
Es stört hofentlich noicht, dass ich auch meinen "Senf" dazu gebe, weil in Östereich ist das Ganze sowieso kein Thema, bei uns
gibts ein flächendeckendes Tempolimit. Aber grundsätzlich muss ich meinen Vorrednern in einigen Punkten widersprechen:
Es ist meiner Meinung nach nicht so, dass man konzentrierter fährt, wenn man langsam fährt, es wird alles irgendwie zur
Gewohnheit, es wird "fad", wenn man allerdings schnell fährt, muss man viel mehr aufpassen, besonders auf alle anderen
Verkehrsteilnehmer. Und zum Thema Umweltschutz und Verbrauch: wenn ich im 3. Gang 120 fahre, verbrauche ich ganz sicher
mehr als im 5. Gang bei 160 (blödes Beispiel, ich weiß, niemand fährt so). Normalerweise sollte man einfach an die Vernunft
der Leute appelieren.
 
Über die letzten Jahre habe ich meine Meinung zum Thema Tempolimit von negativ zu positiv geändert.

Viele der bereit angegebenen Gründe vor allem im Bereich Umweltschutz, nicht nur Verbrauch sondern auch Lautstärke etc. lassen mich aktuell eher zu einem Tempolimit tendieren.
Ich muss allerdings auch dazu sagen, dass ich meistens nur kürze Strecke Autobahn in NRW fahre und hier eine höhere Geschwindigkeit mittlerweile durch die hohe Auslastung und der ganzen Baustelle sowieso nicht angenehm zu fahren ist.

Ich fände bei allen Diskussionen um ein festes Tempolimit auch die Optionen interessant die es eventuell sonst noch gibt:
Eventuell wäre ein Kompromiss dynamische Tempos je nach Verkehrslage, Besiedelung, Unfallgefahr...
Ich mache mir aber auch nix vor, dass so eine Lösung schwer umzusetzen ist und in die Debatte um Extrempositionen nicht passen wird
 
dynamische Tempos je nach Verkehrslage, Besiedelung, Unfallgefahr...
Davon sind wir gar nicht mehr so weit entfernt. Mein neues Auto kann V2V bzw. Car2Car Kommunikation. Folgende Idee steht dahinter: Wenn die Autos miteinander "reden", kann der Verkehrsfluss besser optimiert und Unfälle können vermieden werden ... Was mit den Bewegungsdaten missbräuchlich getrieben werden kann sei mal dahingestellt.
 
Diesen Ansatz finde ich schon sehr interessant, aber das wird wohl noch einige Zeit dauern, bis genug Fahrzeuge dies können und man sich auf einen Standard zur Datenverwendung geeinigt hat.
Bis dahin könnte man in Bereichen wo abhängig von der Anzahl der Autos oder der Gegebenheiten datenbasierte Tempoanzeigen basierend auf Wetterdaten, Verkehrskameras und so weiter verwenden.

Wenn dann die wichtigsten Abschnitte entweder mit einer fixen oder dynamischen Höchstgeschwindigkeit geregelt sind, kann man eventuell ja auch ein etwas höheres 'Tempolimit' diskutieren oder es halt dann für den Rest lassen.
 
Wenn dann die wichtigsten Abschnitte entweder mit einer fixen oder dynamischen Höchstgeschwindigkeit geregelt sind,
du bist wohl nicht viel auf der autobahn unterwegs, die meisten bereiche sind schon lange reguliert
freie fahrt für freie bürger gibts nur noch auf wenigen autobahnstrecken
 
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