Stonedman schrieb:
In meinen Augen sind "Menschen" die für die Todestrafe sind, nicht viel mehr wert, als die Verbrecher selber.
linda schrieb:
Interessante Argumentationstechnik. Du bist gegen die Todesstrafe, weil Du ja sagst, daß alle Menschen gleich viel Wert seien, denn ein jeder habe das Recht auf Leben, was auch korrekt ist. Gleichzeitig verwendest Du dasselbe Stilmittel, welches Du bei den Todesstrafenbefürwortern noch so angeprangert hast, und beschimpfst die Befürworter der Todesstrafe, die genauso wie Du ein Recht auf freie Meinung haben, als Menschen "2. Klasse" . Interessant.
Ja,
linda, eine wirklich interessante Vermischung von Argumentation und Wortwahl,
die aber wirklich jeden nachdenklich machen sollte.,
auch wenn sie genau so ja nur all zu oft "gebräuchlich" ist.
Zum Einen wird hier die "
Wertigkeit von Leben" mit dem "
Recht auf Leben" verknüpft,
zum Anderen werden daraus gegensätzliche Rückschlüsse abgeleitet.
Da ich mich ja voll zustimmend zum ersten Beitrag von
Stonedman geäußert habe,
erlaube ich mir hier meine,
mir aber wichtige, Differenzierung dazu
Eindeutiger - und für mich so auch akzeptabler und richtiger - wäre die Aussage von Stoni so formuliert:
In meinen Augen stellen sich "Menschen", die für die Todesstrafe eintreten, auf eine vergleichbare Stufe, wie diese Verbrecher selbst.
Denn die Unantastbarkeit von (menschlichem) Leben ist für mich keineswegs dadurch gegeben,
das Leben eine "gewisse" "Wertigkeit" beinhaltet,
sondern weil es auf grundsätzlichen, gesellschaftlichen, wie ethischen Tabus beruht.
Von daher hat der Begriff "Wert" hier schon eher einen sehr bitteren, "ökonomischen" Beigeschmack,
den ich auch in anderen Zusammenhängen dazu mehr als störend empfinde.
Auch und weil dies selbst in der Rechtsprechung ja schon zu den "seltsamsten" Stilblüten und auch Urteilen geführt hat und noch führt,
indem menschliches Leben, je nach "Ermessen", mal geringer und mal höher bewertet wurde und leider auch noch wird.
Eine mehr als fatale Praxis

Aber genau darin liegen ja auch "Ursachen" der hier diskutierten Inhalte und Standpunkte.
@ joungster
Eine eher makabere Frage, die in diesem Zusammenhang wohl eher obsolet ist,
genau wie auch die Äußerung rein abstarkter und meist eh delegierter "Tötungen".
Frag hier vllt. besser einmal, wer - auch von den sogenannten Befürwortern

-
in der Lage wäre, ein Tier zu töten und auch zu "schlachten".
Daraus ergeben sich dann gewiss weitere interessante Aspekte,
die allerdings auch schon öfter empirisch untersucht wurden.
muesli