Und da war noch ... Diskussion 

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StaryWojownik

... der Tag, an dem man dem deutschen Volk wieder einmal (wie oft noch?) einprügeln musste, doch nicht die die Welt beherrschende Herrenrasse zu sein.

Es hatte sich – wieder einmal – übernommen, und für diese Fehleinschätzung gehörig (trotzdem viel zu wenig) auf sein rassistisches Maul bekommen.

Es war der 8./9. Mai 1945,
der bekanntlich in der Bundesrepublik als großer Feiertag gilt.

Jedoch:

„Es hat ungefähr 400 Jahre gedauert, die Deutschen in ihren gegenwärtigen Geisteszustand zu bringen; und niemand weiß, wie lange es brauchen wird, sie aus diesem Zustand wieder herauszubringen.“ - (Taylor 1945, in: Dahrendorf 1968, S. 37)

„Jede wirksame Mobilisierung des deutschen Anstands muss mit einem Wechsel von Denkgewohnheiten, die Jahrhunderte alt sind, einhergehen.“ - (Kracauer 1949)


Wer denkt, dass die „Reeducation“ durch die Sieger erfolgreich war, denke meines Erachtens falsch.

Wie denkt Ihr darüber?
 
Ich glaube nicht, dass eine größere Anzahl Deutscher mit dem Datum was besonderes verbindet, genauso wenig glaube ich, dass sich viele Deutsche als Herrenrasse fühlt, zumindest nicht in meinem Dunstkreis.
Daher geht's mir wie Hans-Dietr. :confused: ????

Versuch doch mal, deine Kritik etwas ausführlicher darzustellen - nicht mit Zitaten, sondern wie du denkst ;)
 
Ich glaube nicht, dass eine größere Anzahl Deutscher mit dem Datum was besonderes verbindet[...]
Du hast in diesem Punkt ganz bestimmt Recht: Im Hause des Mörders wird der Mord verschwiegen.

[...]genauso wenig glaube ich, dass sich viele Deutsche als Herrenrasse fühlt, zumindest nicht in meinem Dunstkreis.[...]
Dann wünsche ich mir, dass Dein Dunstkreis das Selbstbild „der Deutschen“ bestimmt.
Aber: Nur 10 Gramm Schwarz versauen 1000 Gramm Weiß (Weiß, Dein Dunstkreis?).

[...] Versuch doch mal, deine Kritik etwas ausführlicher darzustellen - nicht mit Zitaten, sondern wie du denkst ;)
Mein Beitrag war keine Kritik, sondern nur die Erinnerung an einen denkwürdigen Tag: Der denkwürdige – vorläufige – Abschluss der verbrecherischen Aktion eines ................ Volkes.

Wie ich denke? Einfach, unkompliziert ...

Gilt? Galt. Jedenfalls in der SBZ war es tatsächlich mal ein Feiertag.
Abgesehen davon, ob dieser Tag für Deutsche tatsächlich zu feiern war/ist, sollte die vom BRD-Regime und BILDZeitung vorgegebene Sprachregelung eingehalten werden.
Um das hier gewünschte BILDNiveau zu halten: Es müsste heißen: In der ‚sogenannten „DDR“‘.
„SBZ“ war zwar auch lange Zeit von der BILDRegierung vorgeschrieben, wurde dann aber von dem auch heute wieder gern von reaktionären Kreisen benutzten „sogenannt“ in Verbindung mit „DDR“ abgelöst.

Ostdeutschland ? Wikipedia
 
Sorry, Stary, auch nach deiner Präzisierung wird mir dein Anliegen nicht klarer.
Erstmal ist eine Prämisse (großer Feiertag) definitiv falsch (zumindest für Deutschland betrachtet).
Zweitens verbinde ich mit dem Datum etwas positives: Das endgültige Aus der Nazidiktatur und das Ende des Gefasels vom großen Endsieg.
Da hast du vollkommen recht - die Deutschen haben seinerzeit einen "auf ihr rassistisches Maul" gekriegt.

Es gibt auch heute noch das braune Gesocks, auch das ist eine unwiderlegbare Tatsache, und man tut gut daran, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie zu bekämpfen.
Aber implizite Behauptung, die Deutschen haben aus ihrer Vergangenheit nix gelernt und seien immer noch das Volk der Rassisten und Mörder ist mir doch arg pauschal.
Ich seh mich anders ;)
 
"Im Land der Russenknechte", war geläufiger.
Im (damaligen) Osten oder Westen der BRD?

Sorry, Stary, auch nach deiner Präzisierung wird mir dein Anliegen nicht klarer.
Erstmal ist eine Prämisse (großer Feiertag) definitiv falsch (zumindest für Deutschland betrachtet).
Du verstandest meinen Beitrag als „Präzisierung“? Na gut, es sei Dir unbenommen.

Aber in einem Punkt hast Du Recht, ich habe mich geirrt: Es gab und gibt für „Deutschland“ keinen Grund, diesen Termin zu feiern. Zu feiern wäre er eher für die deutsche Großindustrie und die deutschen Banken, die nach dem Krieg – trotz bedingungsloser Kapitulation – besser aufgestellt waren, als zu Kriegsbeginn.

Dazu:
Neuordnung Europas, 1996
Werner Röhr, Brigitte Berlekamp
Edition Organon Berlin, ISBN-13 9783931034009

Apropos „Neuordnung Europas“, läuft da nicht seit über zwei Jahrzehnten eine Neuauflage, diesmal allerdings mit anderen „Verbündeten“? Jugoslawien, ..., ..., ..., ..., ...

Zweitens verbinde ich mit dem Datum etwas positives:
Selbstverständlich kann dieses Datum auch mit etwas Positivem verbunden werden: Es war der Tag der Befreiung, allerdings nicht in dem Sinne, wie er von den seither regierenden Regimes verbreitet wurde und wird. Befreit wurden die noch lebenden Häftlinge der deutschen KulturZentren; „Deutschland“ wurde besiegt, die Welt – vorerst – von deutscher Barbarei gerettet.

„Befreiung? Errettet, befreit, erlöst, dieses Glück empfanden nur die Überlebenden des Widerstandes, die Inhaftierten der KZ, der Nazikerker, die im Exil, schließlich alle, auch wenn sie keinen Widerstand leisteten, im Innern Gegner des Naziregimes, im aufrechten Gang blieben. Jedoch für die große Mehrheit der Bevölkerung war die Niederlage des Nazireiches ihre Niederlage, besiegt zu sein, diese Schande vor allem von den Russen besiegt, nicht die Befreiung.“
Peter Gingold zum 60. Jahrestag, 28.04.2005 (Friedensratschlag)

[...]Aber implizite Behauptung, die Deutschen haben aus ihrer Vergangenheit nix gelernt und seien immer noch das Volk der Rassisten und Mörder ist mir doch arg pauschal.
Ich seh mich anders ;)
Dazu (großes Mitgefühl für die deutschen Kulturträger, nicht aber mit den Opfern):
http://www.buergervereinigung-landsberg.de/kriegsverbrecher/LandsbergAntisemitismus (dahinter bitte „.pdf“ manuell eingeben)
Justizvollzugsanstalt Landsberg ? Wikipedia Usw., usf.

Du siehst Dich anders*? Schön für Dich und Dein Selbstwertgefühl; bestimmt trägst Du einen Aufkleber „Ich bin Deutschland!“

* Nebenbei: Ich Dich auch. Allerdings bist Du (nur) ein winziger Teil der Bevölkerung „Deutschlands“.
 
Aber implizite Behauptung, die Deutschen haben aus ihrer Vergangenheit nix gelernt und seien immer noch das Volk der Rassisten und Mörder ist mir doch arg pauschal.

Oder nicht pauschal genug, in dem Sinn, dass jedes Volk auch ein Volk von Rassisten und Mördern ist (sein kann), und idR auch bleibt (sei es potentiell, mit der schnell weckbaren Bereitschaft)
Ja, auch die Deutschen, immer noch, weil dies vielleicht sogar angelegt ist in der menschlichen Natur.

Individuell gefragt würde vermutlich ein Großteil der Deutschen (mich eingeschlossen) sagen, er/sie sieht sich anders. So, wie "jeder" auch denkt, er/sie sei tolerant, aufgeschlossen, großzügig, intelligent, vorurteilsfrei etc....

Inwiefern das je und je stimmt, zeigt sich dann, im Alltag (meist dem Gegenüber)

Und an dem Gefühl der Schande haben auch die Anteil, die es (erfolgreich) vermitteln.
Echte, authentische "Scham" (als einer der ersten Schritte im Zuge von Verarbeitung) wäre m.E. hilfreicher gewesen, im Sinne von Reflektion und Erkenntnis des eigenen Verhaltens oder Zugelassen-habens. Das ist bei vielen immer noch nicht gelaufen.

Aber was weiß ich schon. ;)
 
[...] ein Volk von Rassisten und Mördern ist (sein kann), und idR auch bleibt (sei es potentiell, mit der schnell weckbaren Bereitschaft). Ja, auch die Deutschen, immer noch, weil dies vielleicht sogar angelegt ist in der menschlichen Natur.[...]
Kann es auch an der – gewissermaßen über Generationen erfolgten – Erziehung liegen, sozusagen geistiger Konditionierung? Oder bestimmt bei „den“ Deutschen – hier frei nach dem bekannten deutschen SPD-Politiker und Rassisten (kein Widerspruch!) – ein „Rassismus-Gen“ das Verhalten?
Thilo Sarrazin ? Wikipedia

Dass Rassismus auch ein Problem anderer Völker/Nationen darstellt, von deren Führung(en) teilweise auch gefördert wird, sollte nicht davon abhalten, rassistisch-faschistoide Entwicklungen bzw. dessen Wiedererstarken in der BRD im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu kritisieren.
Der mit Wissen der damaligen BRD-Führungsclique von SS-Offizieren erfolgte Aufbau einer Untergrundarmee unmittelbar nach Gründung der BRD macht mich allerdings skeptisch, auch oder gerade, was die Jetztzeit betrifft:
Veteranen von Wehrmacht und SS gründeten laut BND geheime Armee - SPIEGEL ONLINE

Nebenbei: Nicht für jeden Deutschen ergibt sich die Möglichkeit, Rassismus auch zu erfahren; somit existiert er für ihn auch nicht (außer in gelegentlichen Pressenotizen).

Ein Vorfall, den ich bereits einmal erwähnte, der nur einer von vielen ist: Mit meiner damaligen Freundin (und jetzigen Ehefrau) sitze ich in einer typisch „linken“ Ratschkneipe. Ich diskutiere mit mir Unbekannten nett bereits seit Stunden, als mich einer frägt, woher ich komme (ich spreche für bayerische Verhältnisse sehr gutes akzent- und dialektfreies Deutsch). Als ich antworte, „aus Polen“, zieht er mit den Worten „a Polackensau, aich hot da Hitler vagessen, ghärts alle vagast oda daschossn“ ein Messer (wir haben uns vorher wirklich nett unterhalten, nicht gestritten). Dieser Idiot wurde vom sehr schnell eintreffenden Rettungsdienst „zurückgeholt“. Er war übrigens in der Kneipe unbekannt.

Für mich, der ich schon sehr lange in der BRD lebe, Normalzustand; für meine (bayerische) Freundin eine seelische Katastrophe.

Restbestände? Na ja ...
Vor meinen Büroräumen fand am 25. Februar 2012 ein von einem großen Polizeiaufgebot eskortierter Aufmarsch der braunen Horden statt ...

Darüber hinaus:
Planet Wissen - Rassismus heute
"Hohe Gewaltrate": Europarat sieht Rassismus in Deutschland - n-tv.de
Rassismus ? Wikipedia
 
Ein wesentliches Merkmal von Rassismus ist m.E. Schubladendenken, alle über einen Kamm scheren, Pauschalurteile usw.
Vielleicht versteh ich dich nur falsch, Stary, aber aus deinen Beiträgen höre ich immer wieder gerade solche Denkweisen heraus.
Für mich hört sich das so an:
Die Deutschen haben seit '45 nix dazu gelernt.
Nach wie vor sind sie ein Volk von Rassisten ohne Toleranz gegenüber anders denkenden oder - aussehenden.
Die Industrie liegt in der Hand von Kriegsgewinnlern.

Überall steckt ein Stückchen Wahrheit drin, aber das ist mir insgesamt zu oberflächlich und undifferenziert.
Ich trage natürlich keinen Aufkleber „Ich bin Deutschland!“, Fakt ist allerdings, dass ich Deutschland bin, und meine Freunde, Bekannten und Kollegen auch. Ich kann nicht beurteilen, in wie weit wir Erlebnisse, wie du sie aus der „linken“ Ratschkneipe schilderst, relativieren können, aber ich bin sicher, ich kann dir für jedes Negativbeispiel aus dem Bereich Intoleranz und Rassismus ein Gegenbeispiel aus meinem Erfahrungbereich entgegen halten.

Auch ich fühle mich nicht in allen Fragen von den gewählten Volksvertretern in geeigneter Weise vertreten, manchmal kommt mir sogar das :würg: angesichts der Beschlüsse in Berlin, aber die Vor- und Nachteile einer parlamentarischen Demokratie wären anderswo zu diskutieren.

Dass es in Deutschland wie in allen anderen Ländern der Welt Rassisten gibt, von Max Mustermann bis hoch in die Politik, ist unbestritten. Da darf man sich sicher nicht zurücklehnen und denken, wir haben die Auswüchse erlebt, wir haben gelernt und lassen uns darauf nicht ein.
Also wachsam sein, wählen gehen und vor allem im persönlichen Umfeld für Toleranz und Miteinander eintreten, das ist wichtig.
Und das halb volle Glas sehen - nicht das halb leere ;)
 
littleprof schrieb:
Ein wesentliches Merkmal von Rassismus ist m.E. Schubladendenken, alle über einen Kamm scheren, Pauschalurteile usw.[...]
Ich fürchte, ich verstehe Dich richtig. Deiner Definition nach ist einer, der Anstoß daran nimmt, dass er Menschen, die ihm seiner Herkunft wegen das Recht auf Leben absprechen und er diese daher als Rassisten bezeichnet, ein Rassist.

Das könnte Dir/Euch so passen!

Anstelle Deiner Diffamierung von Menschen, die mit offenen und kritischen Augen die BRD erleb(t)en, hier die Dudendefinition:

Ras|sịs|mus der; - :

a) meist ideologisch begründete, zur Rechtfertigung von Diskriminierung, Unterdrückung u. Ä. entwickelte Theorie, nach der bestimmte Menschentypen od. auch Völker hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus überlegen seien; Rassendenken;
b) dem Rassismus (a) entsprechende Einstellung - Duden - Das Fremdwörterbuch, 10. Aufl. Mannheim 2010 [CD-ROM]

Ein Rassist ist demzufolge (gleiches Fremdwörterbuch):
Ras|sịst, der; -en, -en (Vertreter des Rassismus)

Vielleicht solltest Du einmal Deine Schublade – respektive Deinen „Dunstkreis“ – verlassen; und sei es nur für kurze Zeit. Evtl. lernst Du ein Deutschland kennen, das Du so gar nicht kennen lernen willst!

littleprof schrieb:
[...] Die Deutschen haben seit '45 nix dazu gelernt.[...]
Selbstverständlich haben sie dazugelernt. Schließlich wurde der Lehrkörper, vom Sonderschullehrer bis hin zu den Professoren an den Universitäten unverändert übernommen. Er hatte sich schließlich im Sinne der Herrschaft bereits bewährt!

Auch die Justiz ...
wurde ohne personelle Änderungen übernommen. Der Polizeiapparat wurde teilweise von bewährten Massenmördern aufgebaut. Nicht zuletzt aus dieser personellen Fortführung des Tausendjährigen Reiches ist (wohl) auch zu erklären, warum es die BRD-Justiz nicht übermäßig eilig mit der Verfolgung von faschistischen/rassistischen Straftätern hatte.
Dazu passt, dass bereits unter dem frühen Hitler-Bewunderer Adenauer eine faschistische Geheimarmee von erfahrenen SS-Offizieren aufgebaut wurde (Vorläufer von GLADIO?).
Veteranen von Wehrmacht und SS gründeten laut BND geheime Armee - SPIEGEL ONLINE

Dazu:
Braunbuch: Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik. Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft; 1965
Staatsverlag der DDR

Ergänzend:
NS-Verbrecher: Der lange Schutz für die Nazi-Täter | ZEIT ONLINE
littleprof schrieb:
[...]Nach wie vor sind sie ein Volk von Rassisten ohne Toleranz gegenüber anders denkenden oder - aussehenden.[...]
Ach wo ...
„Fremdenfeindlichkeit in der Bevölkerung
In weiten Teilen der deutschen Bevölkerung gebe es einen versteckten Rassismus, stellen die Autoren des Berichts fest. Sie berufen sich auf Umfragen, wonach fremdenfeindliche Äußerungen bei 25,1 Prozent der Deutschen auf Zustimmung stoßen. Politiker und Medien müssten Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass konsequent entgegenwirken, indem sie diskriminierende Äußerungen nicht verbreiten sondern klar verurteilen.“

Menschenrechtsexperten: Europarat: Viele Deutsche versteckt rassistisch - heute-Nachrichten

littleprof schrieb:
[...]Die Industrie liegt in der Hand von Kriegsgewinnlern. [...]
Nicht ausschließlich (es gab schließlich nach 1945 auch Neugründungen). Damit Du nicht als Argument (?) „insgesamt zu oberflächlich“ anführen kannst, ein paar Buchtipps zu diesem Thema:

Das kommandierte Wunder; 1959
Kurt Pritzkoleit
Verlag Kurt Desch, München

Männer, Mächte, Monopole. Hinter den Türen der westdeutschen Wirtschaft; 1963
Kurt Pritzkoleit
Verlag Rauch

Zum Autor:

„Pritzkoleit beendete seine journalistische Laufbahn 1950 und arbeitete seitdem als freier Schriftsteller zunächst in Düsseldorf und ab 1954 in Münster. Er gilt als der bedeutendste Chronist des „deutschen Wirtschaftswunders“ und als einer der erfolgreichsten Wirtschaftsschriftsteller der Nachkriegszeit. Sein aufsehenerregendes Buch „Männer, Mächte, Monopole“ erlaubt er einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Wirtschaft. Es eröffnet den Reigen einer großen Zahl von Enthüllungsgeschichten über die Mächtigen in Staat und Wirtschaft, die Pritzkoleit in strikter Folge fast jährlich durch ein neues Werk ergänzte. Seine Protagonisten heißen Krupp, Thyssen und Quandt, Horten und Schlieker, Neckermann und Oetker, um nur einige zu nennen.“
Kurt Pritzkoleit ? Wikipedia

Ferner:
Die Macht am Rhein I. Der alte Reichtum. Meine Freunde, die Geldgiganten; 1977
Bernt Engelmann
DTV Deutscher Taschenbuch

Ihr da oben - wir da unten; 1980
Bernt Engelmann
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
Wir sind wieder wer - Auf dem Weg ins Wirtschaftswunderland; 1981
Bernt Engelmann
Bertelsmann

Nebenbei: Falls Dir Beiträge von mir „insgesamt zu oberflächlich und undifferenziert“ erscheinen, solltest Du als erfahrener Diskutant wissen, dass sich Unterflächlichkeit und Differenziertheit zumeist erst im Laufe einer Diskussion herauskristallisieren. Du hättest Dich also durchaus sachkundig einklinken können, anstatt eine abstruse Theorie über Rassismus zu kreieren. Aber – davon abgesehen – ist gerade dieses Forum nach Maßgabe eines offensichtlich überforderten Moderators dem BILDNiveau überlassen.

Also?

littleprof schrieb:
[...]aber ich bin sicher, ich kann dir für jedes Negativbeispiel aus dem Bereich Intoleranz und Rassismus ein Gegenbeispiel aus meinem Erfahrungbereich entgegen halten.[...]
1:1? Ist Dir wirklich klar, was Du damit feststellst?

Ja: Du bist Deutschland!
Gut gegen Böse ? Wir haben nichts gelernt ? der Freitag
 
Ok, da will ich dann auch mal meinen Senf dazu geben.

1. Mein Nationalstolz hält sich in sehr engen Grenzen, trotzdem geht es mir gegen den Strich das immer noch auf den Deutschen rumgehackt wird wegen den Verbrechen der Nazis.

2. Das ist jetzt über 70 Jahre her! Von denen die das damals verbockt haben lebt kaum noch jemand und wenn dann als seniler Taddelgreis im Seniorenstift. Irgendwann ist doch auch mal Schluß. Weder ich noch mein Vater haben jemals einem Juden oder Polen oder was auch immer gemeuchelt, gemordet, überfallen oder sonstwie geschädigt, von daher habe ich auch nicht das geringste Schuldgefühl gegen diese Völker oder Religionsangehörigen.

3. Macht eigentlich auch mal jemand dem Ami Vorwürfe? Wie hat der nochmal den Nordamerikanischen Kontinent übernommen? Doch auch nicht nur durch einheiraten und Erbschaften.....

Gruß

Wikinger
 
[...]Mein Nationalstolz hält sich in sehr engen Grenzen, [...]
Klar: Worauf sollte er gründen ...

[...]trotzdem geht es mir gegen den Strich das immer noch auf den Deutschen rumgehackt wird wegen den Verbrechen der Nazis.
2. Das ist jetzt über 70 Jahre her![...]
Bestimmt ist es Deiner geschätzten Aufmerksamkeit entgangen, dass es hier überwiegend um die Jetztzeit geht.

[...]3. Macht eigentlich auch mal jemand dem Ami Vorwürfe?[...]
Ja!
Allerdings: Wie verhält es sich mit dem „Dreck vor der eigenen Tür“?
 
- Matthew - schrieb:
Gilt? Galt. Jedenfalls in der SBZ war es tatsächlich mal ein Feiertag.
SBZ? Sag mal, in welchem Jahrzehnt des Kalten Krieges bist du eigentlich steckengeblieben? Das war ja noch lange vor sogenannte DDR mit Gänsefüsschen.

P.S. Sorry, StaryWojownik, beim späteren Weiterlesen des Threads habe ich festgestellt, daß du dich dazu bereits geäussert hat. Ich fand es schon wichtig, auf die mit dem Kürzel SBZ verbundene Geisteshaltung hinzuweisen.

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1. Mein Nationalstolz hält sich in sehr engen Grenzen, trotzdem geht es mir gegen den Strich das immer noch auf den Deutschen rumgehackt wird wegen den Verbrechen der Nazis.
Wer hackt deswegen denn pauschal auf den Deutschen herum? Schuldig sind nicht nur die damaligen Täter, sondern auch die notorischen Weg-Gucker, welche diese Verbrechen durch ihr Wegschauen erst m,öglich gemacht haben. Schuldig sind aber auch all diejenigen, welche aus der Geschichte nichts gelernt haben und heute tatenlos zuschauen, wie die braune Brut wieder aus den Löchern kriecht und nahtlos am alten Rassimus anknüpft und weiterhetzt.

2. Das ist jetzt über 70 Jahre her! Von denen die das damals verbockt haben lebt kaum noch jemand und wenn dann als seniler Taddelgreis im Seniorenstift. Irgendwann ist doch auch mal Schluß. Weder ich noch mein Vater haben jemals einem Juden oder Polen oder was auch immer gemeuchelt, gemordet, überfallen oder sonstwie geschädigt, von daher habe ich auch nicht das geringste Schuldgefühl gegen diese Völker oder Religionsangehörigen.
Hättest du auf diese Weise Angehörige verloren, dann würdest du wohl nicht fordern, nach einer kleinen Übergangszeit alles zu vergessen und zur Tagesordnung überzugehen. Die Verbrechen der Nazis haben eine Qualität und ein Ausmaß errreicht, daß wir (die Menschheit) es uns nicht leisten können, sie zu vergessen und somit eine Wiederholung zu riskieren. Es geht heute nicht um die kleinliche Schuldfrage, sondern schlicht und einfach darum, wie wir uns gegen eine Wiederholung solcher Taten in Zukunft schützen können.

3. Macht eigentlich auch mal jemand dem Ami Vorwürfe? Wie hat der nochmal den Nordamerikanischen Kontinent übernommen? Doch auch nicht nur durch einheiraten und Erbschaften.....
Selbstverständlich, das machen viele (auch ich). Aber eben nicht in diesem Zusammenhang. Nur weil man die Einen kritisiert heisst dies noch lange nicht, daß man bei den anderen wegschaut. Aber unsere eigene Geschichte sollte uns eigentlich doch schon etwas mehr berühren als die Geschichte anderer.

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Zum Thema Rassismus fällt mir Folgendes auf: War es bisher nicht so, daß sich EU-Bürger im Gebiet der EU frei ansiedeln und einen Job annehmen durften? Also eine gemeinsame europäische Freizügigkeit für alle EU-Bürger.

Aber alle sind eben nicht alle. Sinti und Roma gehören natürlich nicht dazu (auch wenn man das nicht offen zugibt, da nicht politisch korrekt, man redet lieber um den heissen Brei herum). Denn kaum sitzen die Rumänen und Bulgaren mit im Boot, dann wird ganz schnell aus allen ein alle ausser...

Offiziell liest es sich dann so, daß man EU-Bürger in ihre Heimatländer zurückschicken möchte, die länger als ein halbes Jahr arbeitslos sind oder garnicht nach Deutschland hereinlassen will, wenn ihr erklärtes Ziel nicht die Aufnahme eine Jobs ist. Komisch. Zu Zeiten der Portugiesen hat dies kein Schwein interessiert und die Gerichte haben die Gleichbehandlung aller EU-Bürger über die Ländergrenzen hinweg oftmals bestätigt (da ging es auch noch nicht um Rumänen oder Bulgaren).

War die Aufnahme von Rumänien und Bulgarien in die EU eine feindliche Übernahme (und wenn, mit wessen Kapital eigentlich?), bei der wir hilflos mitmachen mussten und nun müssen wir uns dagegen wehren? Arme EU-Bürger, die nach Deutschland kamen, die gibt es schon seit anfang der EU; das ist nun wirklich nichts Neues. Aber kaum regt sich ein Rumäne oder ein Bulgare...

Einerseits zeigt mir dies, daß gewisse Leute, welche die EU auf ihre Fahne schreiben, sich einen Dreck um eine gemeinsame europäische Zukunft scheren und selbst europäische Grundrechte wie die Freizügigkeit Stück für Stück aushebeln und Europa so eines langsamen Todes sterben lassen.

Aber andererseits zeigt mir das, wie anfällig man man wieder für Rassismus ist. Man muss nur Sozialneid und Rassismus zu einem gemeinsamen Angstpaket kombinieren und schon ist es nicht nur salonfähig, sondern am Ende gar auch noch mehrheitsfähig.

Vielleicht habe wir Deutsche nach dem Krieg einiges gelernt. Nur leider haben wir es inzwischen wohl auch wieder vergessen. Bis zur nächsten Weimarer Republik und möglicherweise auch danach.

Natürlich sind wir lenrfähig. Nur, was nützt es, wenn wir schneller vergessen, als wir lernen können?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Anstelle Deiner Diffamierung von Menschen, die mit offenen und kritischen Augen die BRD erleb(t)en, ....

Lag nicht in meiner Absicht, irgendwelche Mitmenschen zu diffamieren, schon gar nicht offene und kritische.
Allerdings untestelle ich dir selektives Aufnahmevermögen, wenn du aus dem Vorwurf z.B. des Schubladendenkens eine Diffamierung machst und dich darüberhinaus gar als Rassist eingestuft fühlst.
Das ist dann doch arg konstruiert.

Ich lese deine oft kritischen Beiträge immer interessiert. Die (in meinen Augen) häufig darin enthaltene negative Überzeichnung finde ich manchmal ermüdend.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
SBZ? Sag mal, in welchem Jahrzehnt des Kalten Krieges bist du eigentlich steckengeblieben?

Ich verwende die Abkürzung SBZ, Sowjetzone, oder einfach nur "Zone" im Zusammenhang mit der DDR noch sehr oft.
Ich finde es eher verwerflicher, dass es immer noch Leute gibt, die sich in der heutigen Zeit von der Abk. BRD nicht trennen können.
Für Leute die die Zeit aus irgend einem Grunde verpennt haben sollten, es gibt keine BRD mehr, es gibt nur Deutschland.

Laut Wikipedia:

BRD ist eine nicht offizielle Abkürzung für die Bundesrepublik Deutschland, mitunter verwendet im wissenschaftlichen und insbesondere

politischen Kontext analog zum Kürzel „DDR“ während der Epoche von 1949 bis 1990.[1] In amtlichen Verlautbarungen der Bundesrepublik

wird die Abkürzung seit Anfang der 1970er-Jahre nicht mehr gebraucht.
 
Aha, 'Deutschland' also ohne Staatsform, - Matthew -. Seit wann ist Deutschland deiner Meinung nach eigentlich keine Bundesrepublik mehr? Mir scheint da jedenfalls etwas entgangen zu sein.

Wenn du schon den Lehrmeister spielst und Wikipedia zitierst, dann aber bitte auch richtig. Denn dort steht keineswegs, daß es keine Bundesrepublik Deutschland mehr gibt, sondern daß lediglich die Abkürzing BRD keine offizielle mehr ist (und dies schon lange vor der Wende).

Sorry, ich selbst benutze gelegentlich die (selbstverständlich inoffizielle) Abkürzung BRD, nämlich dann, wenn ich etwas über 'Westdeutschland' im Zusammenhang mit der damaligen DDR schreibe, weil ich einfach zu faul bin, immer wieder 'Bundesrepublik' oder gar 'Bundesrepublik Deutschland' zu schreiben. Die 'Deutsche Demokratische Republik' kürze ich ja auch bequemlichkeitshalber mit DDR ab.

Übrigens ist es mir schnurzpiepegal, ob du 'SBZ' schreibst oder 'Sowjetisch Besetzte Zone', 'Sowjetzone' oder auch einfach nur 'Zone', denn die Geisteshaltung hinter diesen Begriffen ist genau die gleiche. Und genau diese fiel mir dadurch auf.

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P.S. Aber auch sonst ist mir an dieser Stelle ziemlich egal, welche Abkürzungen in amtlichen Verlautbarungen hierzulande seit den Siebzigern üblich sind. Denn wir diskutieren hier und jetzt in diesem Board und verfassen keine amtlichen Verlautbarungen (und wenn wir dies tun würden, dann würden wir sicher nicht auf Wikipedia verweisen).

Natürlich könnte man eigens für dich ein Board einrichten, in welchem als Boardsprache nur Amtsdeutsch zugelassen ist, basierend auf (bei Wikipedia gelisteten) amtlichen Verlautbarungen. Aber noch ist es nicht soweit.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
[..]gar als Rassist eingestuft fühlst.
Das ist dann doch arg konstruiert.[...]
War und ist mir klar (machte aber trotzdem Spass)!

[...]
Für Leute die die Zeit aus irgend einem Grunde verpennt haben sollten, es gibt keine BRD mehr, es gibt nur Deutschland. [...]BRD ist eine nicht offizielle Abkürzung für die Bundesrepublik Deutschland[...]
Ich gebe zu, in diesem Forum nicht BRD-offiziell aktiv zu sein!
 
Denn dort steht keineswegs, daß es keine Bundesrepublik Deutschland mehr gibt, sondern daß lediglich die Abkürzing BRD keine offizielle mehr ist (und dies schon lange vor der Wende).

@Konradin,

ist alles richtig was du schreibst, es geht doch nur um das Kürzel BRD...

Aber mir ist aufgefallen das die Abk BRD nicht nur im Zusammenhang mit der DDR hier öfters fällt...

Wenn das Kürzel BRD genannt wird, denke ich es ist nur ein bestimmter Teil Deutschlands gemeint, in den 70'ern / 80'ern zurück versetzt, in dem Teil wo die RAF sich austobte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Im Grunde genommen ist doch ganz einfach, was gemeint ist. Deutschland-DDR=BRD (also Westdeutschland). Und weil wir schon so schön dabei sind: Westdeutschland = alte Bundesländer, Mitteldeutschland = neue Bundesländer, Ostdeutschland = nicht mehr Deutschland.

Wie meinst du das eigentlich mit der RAF? Gehörte z.B. München und Umgebung nicht zur 'BRD' und wenn nicht, wozu dann?
 
Ich verwende die Abkürzung SBZ, Sowjetzone, oder einfach nur "Zone" im Zusammenhang mit der DDR noch sehr oft.
Du weißt aber schon, das Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt wurde? Wenn du von Süddeutschland sprichst, benutzt du dann eigentlich auch den Ausdruck "Amizone"? Oder wenn du vom Ruhrgebiet sprichst, sagst du dann "Englandzone"?
Wie Konradin schon schrieb, die Benutzung des Ausdrucks "Zone" im Zusammenhang mit der DDR, zeigt schone eine gewisse Geisteshaltung.

Ich finde es eher verwerflicher, dass es immer noch Leute gibt, die sich in der heutigen Zeit von der Abk. BRD nicht trennen können.
Ich finde es verwerflicher wenn jemand von Deutschland faselt und dann, fast 25 Jahre nach der Wende, immer noch den Begriff "Zone" in seinem Sprachgebrauch hat!

Für Leute die die Zeit aus irgend einem Grunde verpennt haben sollten, es gibt keine BRD mehr, es gibt nur Deutschland.
Oh, dann habe ich wohl was verpennt. Wann war denn die offizielle Umbenennung der Bundesrepublik Deutschland in "nur" Deutschland?
Aber wahrscheinlich sind wir hier schon wieder bei einer gewissen Geisteshaltung. Man hat ja schließlich schon immer in Deutschland gelebt, nur die Russenknechte, die lebten in der "Zone".
Wie sagte schon der "geschätzte" Kanzler Adenauer, der lieber sein Kabinett mit ranghohen Nazis bestückte, als auf eine Wiedervereinigung Deutschlands hinzuarbeiten? "Lieber das halbe Deutschland ganz, als das ganze Deutschland halb!".
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Richtig.

In diesem Sinne danke ich Herrn Gorbatschow, daß er die Wiedervereinigung möglich gemacht hat, sowie Herrn Adenauer, daß er sie erst nötig gemacht hat. :D
 
@Henry277
Na dann bleib doch bei "BRD", einen Grund wird es ja wohl haben warum du das Kürzel immer noch verwendest. Ich hoffe ja dann das auf deinen KFZ- Kennzeichen "BRD" groß und deutlich zu lesen ist.
Ich bleibe bei "Zone" oder auch hin und wieder "DDR", Westdeutschland, auch BRD, wenn es um das ehemaligen geteilte Deutschland geht.

Ansonsten gilt heute für mich, dass Land wo ich lebe, Bundesrepublik Deutschland oder Deutschland, als Kürzel D, DE oder wenn es international sein sollte, GER.

Wie sagte schon der "geschätzte" Kanzler Adenauer, der lieber sein Kabinett mit ranghohen Nazis bestückte,als auf eine Wiedervereinigung Deutschlands hinzuarbeiten?

Leider war das so. Viele ehemalige Nazis arrangierten sich ziemlich schnell mit der neuen politischen Situation nach 1945 und sie kamen sehr schnell unter Aufsicht der Alliierten wieder an ihre Posten. Wer sollte denn aber nach deiner Meinung nach für den Wiederaufbau im Kabinett sitzen? :depp: Waldorf und Statler von der Muppet Show oder wer? :D
Viele Deutsche waren ja noch in Kriegsgefangenschaft oder erst gar nicht in der Lage solch ein Amt auszuführen.

Aber ich erlaube mir mal eine Gegenfrage, kannst du nicht erst mal vor deiner eigenen Haustür kehren? Warum BRD? Waren in der ehemaligen Zone (DDR), wo du her kommst, unter kommunistischer Führung, Pieck, Ulbricht, später dann bei Honecker, die ranghohen Nazis plötzlich alle in Luft aufgelöst oder wie? War alles "easy" in der "Ostzone" oder was?
Ach so, der Iwan hat in der "Ostzone" vorher erst mal richtig "Gas gegeben", da kann es ja keine Nazis geben. Da irrst du dich und stinkt gewaltig. Mal um deine grauen Zellen etwas aufzufrischen:

1953 zählte die SED etwa 150.000 Mitglieder, die ehemalige Wehrmachtsangehörige im Offiziers- bzw. Unteroffiziersrang waren oder der NSDAP bzw. einer ihrer Gliederungen angehört hatten, damaliger Gesamtmitgliederstand: rund 1,2 Millionen. Im Mai 1948 wurde für einen Teil ehemaliger Nazis die NDPD (National-Demokratische Partei Deutschlands) als weitere Blockpartei gegründet, die bis zum Ende der
DDR in der Volkskammer mitregierte.

Es ist einzigartig, wie schnell nach Gefangennahme von Nazi-Offizieren und Soldaten "Lehren" aus der Vergangenheit gezogen wurden und
aus Feinden Verbündete wurden. Ein kurzer Aufenthalt in den Antifa-Schulen oder Kriegsgefangenenlagern in der Sowjetunion reichte aus.

Im Jahre 1965 waren so noch 53 Alt-Nazis Abgeordnete der Volkskammer, 12 Mitglieder und Kandidaten des ZK der SED, 2 Mitglieder des Staatsrates der DDR und 5 besaßen Landesministerposten. Etliche Alt-Nazis halfen beim Aufbau der "Volkspolizei" und der NVA. In den
Medien besaßen sie großen Einfluß. Sie bekleideten die Stellungen von Chefredakteuren und bildeten z.B. in den Redaktionen des "Neuen Deutschland" und der "Deutschen Außenpolitik" eigene Arbeitsgruppen. In all diesen "roten" Institutionen ließen sich Nazis finden,
dort gab es ehemalige SS-Mitglieder, SA-Führer, Vertrauensleute der Gestapo, Angehörige von Propagandakompanien, Mitarbeiter des
NS-Rundfunks, des "Völkischen Beobachters", des "Schwarzen Korps", Beamte des Propagandaministeriums, Mitglieder des "SS-Rasse
und Siedlungs-Hauptamtes", Angehörige der "Legion Condor".

Quelle: Nazis in der DDR und antifaschistischer Widerstand

Liste, welches rotbraune Sudelpack auch im KZ, ähm im ZK der SED vertreten war:

Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren ? Wikipedia

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Ex-Nazis an führenden Stellen - SED - FOCUS Online - Nachrichten

Ich verstehe nicht warum du die DDR, diesen Verbrecherstaat immer noch Rückendeckung gibst.
Ach so, du warst selbst am antifaschistischen Schutzwall tätig, hast vielleicht selber vom Unrechtsstaat profitiert, dann ist doch besser man hält die Fresse. :D
Aber trotzdem, immer diese einseitigen Sichtweisen.... :würg:
 
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Wer sollte denn aber nach deiner Meinung nach für den Wiederaufbau im Kabinett sitzen? :depp: Waldorf und Statler von der Muppet Show oder wer? :D
Viele Deutsche waren ja noch in Kriegsgefangenschaft oder erst gar nicht in der Lage solch ein Amt auszuführen.
Herren wie Herr Brandt waren sehr wohl in der Lage, solch ein Amt auszuführen (wie er ja später auch bewies). Aber man war ja unmittelbar nach dem Krieg mehr daran interessiert, die Kontakte und Methoden aus dem damaligen Propagandaministerium nutzen zu können (Globke), als tatsächlich eine antifaschstische Politik zu machen.

Aber ich erlaube mir mal eine Gegenfrage, kannst du nicht erst mal vor deiner eigenen Haustür kehren? Warum BRD? Waren in der ehemaligen Zone (DDR), wo du her kommst, unter kommunistischer Führung, Pieck, Ulbricht, später dann bei Honecker, die ranghohen Nazis plötzlich alle in Luft aufgelöst oder wie? War alles "easy" in der "Ostzone" oder was?
Eine weitere Gegenfrage: Warum hätten sich Honnecker & Co, welche im Dritten Reich selbst durch die Nazis verfolgt wurden, ausgerechnet bei denen in Personalangelegenheiten bedienen sollen? Sorry, aber der Westen war für Altnazis doch wesentlich attraktiver. Dort konnte man es als strammer Mitläufer (Kiesinger) oder als Mittäter (Filbinger) ohne weiteres bis zum Bundeskanzler oder auch Landesvater bringen.
 
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