Vorbild für Deutschland Diskussion 

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Kanaille

Hallo FSBler,

Weil hier immer sehr viel negatives über Deutschland berichtet wird, kann mir einer von euch sagen bei welchem Staat / Land auf der Welt sich Deutschland politisch und wirtschaftlich (damit auch der letzte Nörgler nichts mehr zu nörgeln hat), sich noch ne Scheibe abschneiden kann?

Welches Land ist eure Nummer 1 ?
 
Warum eigentlich politisch und wirtschaftlich, oder gibt es das nur im Doppelpack?

Wirtschaftlich kann sich Deutschland meiner Meinung nach bei allen Ländern eine Scheibe abschneiden, bei welchen die wirtschaftliche Leistung der Bevölkerung zugute kommt.

Aber auch so ist die reine Zahlenspielerei für eine Rangliste ohne Berücksichtigung der weiteren Lebensumstände relativ uninteressant. Gehen wir einmal einige Jahre zurück und betrachten die DDR. Im Vergleich zu Staaten, in welchen die Bevölkerung um das tägliche Überleben kämpfen musste, verfügte diese über eine florierende Volkswirtschaft.

Die Bewohner der DDR waren (in Geld gesehen) reich, denn sie verdienten ja nicht schlecht und es gab wenig Waren, um das Geld auch wieder auszugeben. Also hortete man es. Aber was nützt den Leuten viel Geld, wenn man dafür fast nichts bekommen kann?

Politisch ist die Fragestellung noch viel obskurer. Als wenn Politik ein linear skalierbarer Vorgang wäre. Politik ist eine Ansammlung von Kompromissen, mal mehr gut und mal weniger gut, aber meist nicht einmal konstant. Die Frage finde ich in etwa vergleichbar mit der Frage, wo auf der Welt das schönste Wetter ist. Nicht immer leicht zu beantworten, aber meist völlig bedeutungslos.
 
ich würd mich ungern nur an einem land orientieren wollen, sondern die freiheit haben, mir anzuschauen, was wo recht gut läuft, um da dann abgucken zu können, soweit es übertragbar oder auch veränderbar ist :)
 
ich würd mich ungern nur an einem land orientieren wollen

...das meinte ich auch nicht

sondern die freiheit haben, mir anzuschauen, was wo recht gut läuft, um da dann abgucken zu können, soweit es übertragbar oder auch veränderbar ist

...das meine ich :)

Aber vielleicht gibt es doch noch ein Land was politisch, sozial und wirtschaftlich besser da steht als Deutschland. Aber mir fällt leider keins ein.

@Konradin

Aber was nützt den Leuten viel Geld, wenn man dafür fast nichts bekommen kann?

Die DDR möchte ich nicht mal geschenkt wieder haben, was aber andere Gründe hat.

Aber ganz so schlimm war es in der DDR nun doch nicht, zwar hatte man Geld im Real existierenden Sozialismus wenn auch nur Aluchips, was international gesehen aber kaum einen Wert hatte. Einkaufen konnte man schon, aber das Warenangebot war nicht immer gut und ausreichend. Das mit dem eingesperrt und überwacht sein kam noch hinzu, aber das ist eine andere Sache.

Aber so runter gewirtschaftet wie die DDR war, hätte sie eh nicht mehr lange gelebt.

Wirtschaftlich kann sich Deutschland meiner Meinung nach bei allen Ländern eine Scheibe abschneiden, bei welchen die wirtschaftliche Leistung der Bevölkerung zugute kommt.

Und welche Länder wären das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kanailles Vorgabe ist die Konsequenz aus vielen Beiträgen in unterschiedlichen threads, die in der Summe unser Land als wenig erstrebenswertes Domizil darstellen: Korruption in Politik und Wirtschaft, Überwachungsstaat, Mitglied im "Nordatlantischen Terroristenverein", usw. - da kommt mir auch manchmal die Frage, ob es wohl anderswo besser sein könnte.

Ich will keineswegs Kritiklosigkeit, Duckmäusertum und Mitlauferei propagieren, es gibt wahrlich genug zu kritisieren in diesem unseren Lande, aber die Frage, wo was besser läuft, finde ich durchaus interessant.
 
[...]aber die Frage, wo was besser läuft, finde ich durchaus interessant.
Bestimmt wäre Deine Antwort auf die interessante Frage auch interessant gewesen.

Obwohl ich berufsbedingt sehr oft im Ausland bin, vorwiegend besuche ich europäische und asiatische Länder, fände ich eine Antwort mangels Wissens anmaßend. Im europäischen Ausland bin ich überwiegend in Polen, Norwegen und in der Schweiz.

Während sich Polen (immer noch) im Umbruch und Aufbau befindet (die deutschen Kulturleistungen sind immer noch nicht ganz überwunden; ein – ursprüngliches – Agrarland braucht wohl ein wenig länger. Ebenso sind die Folgen der von den Sowjets verordneten wirtschaftlichen Monokultur noch nicht ganz beseitigt), finde ich auf Grundlage meiner eher bescheidenen Einsichten, dass Norwegen und die Schweiz durchaus Vorbilder für den deutschen Untertan* sein könnten.

Nebenbei: Wer so gewaltig deutschtümelt wie @Kanaille, sollte sich wenigstens ansatzweise um korrekte „deutsche“ Rechtschreibung und Interpunktion bemühen.
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* Welche Clique seit mehreren Jahrhunderten den deutschen Untertan bis in die Jetztzeit verarscht, knechtet und ausbeutet, ist nachzulesen u. a. in „Wir Untertanen“, Bernt Engelmann, 1976
 
Bestimmt wäre Deine Antwort auf die interessante Frage auch interessant gewesen

Ich fühle mich hier nicht angesprochen. Den post, in dem ich so über die BRD "abrotze", wie's der ein oder andere hier tut, den darfst du mir zeigen. ;)

Wer so gewaltig deutschtümelt wie @Kanaille, sollte sich wenigstens ansatzweise um korrekte „deutsche“ Rechtschreibung und Interpunktion bemühen.

Was soll das denn? Sind wir hier in der Deutschstunde oder geht's um den Austausch von Meinungen?
Ich leih dir gerne meinen Rotstift :D
 
Norwegen rangiert wirtschaftlich in Europa ganz weit vorn und der Durchschnittsnorweger profitiert weit mehr davon als der Durchschnittsdeutsche von der deutschen Wirtschaftsleistung. Auch in anderen Belangen ist Norwegen weit vor Deutschland anzusiedeln.

Statistiken gibt es ja ohne Ende. Eine Statistik, wie zufrieden die Einwohner deutscher Großstädte sind (für jede Großstadt ein Wert), wie zufrieden die Einwohner europäischer Staaten sind (auch hier alle einzeln aufgezählt) und vieles mehr.

Aber man muss sich ja nicht auf Europa beschränken. Man kann sich auch an dem Lebensstandard in Neuseeland orientieren oder daran, ob ein gewisses Bruttonationalglück wie in Bhutan garantiert wird oder eine Verfassung verabschiedet wir, welche in weitesten Teilen der Bevölkerung Zustimmung findet wie in Bolivien oder auch an ganz anderen Werten.

Aber nein, ich werde ganz bestimmt keine Liste von Staaten zusammenstellen, die in irgendeiner Weise besser als Deutschland abschneiden. Denn dazu ist meine Zeit doch etwas zu limitiert und googeln kann jeder selbst.

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P.S. Eigentlich schade, wenn gerade derjenige, welcher meint, man mache Deutschland oftmals schlecht, selbst nicht einmal in der Lage ist, die Grundspielregeln deutscher Kultur einzuhalten, aber gern andere in seine Schranken verweisen möchte. Hier macht sich der Bock zum Gärtner (oder meiner Meinung nach zur Lachnummer). Er sollte vielleicht nicht so sehr auf den Splitter im Auge des Nachbarn achten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wer so gewaltig deutschtümelt wie @Kanaille, sollte sich wenigstens ansatzweise um korrekte „deutsche“ Rechtschreibung und Interpunktion bemühen.

Was stört dich daran, ich schreibe so wie ich das will, ok?

Aber, die Vorbilder der Länder Polen, Schweiz und Norwegen gefallen mir. Gibt es in diesen Ländern für sozial schwachen Menschen auch so was ähnliches wie Hartz IV, wie hier in Deutschland?

In der Schweiz könnte ich mir vorstellen das es da sogar besser ist als wie hier. Freefloating, du bist doch Schweizer Staatsbürger, tritt mal bitte vor...:)
 
Zuletzt bearbeitet:
P.S. Eigentlich schade, wenn gerade derjenige, welcher meint, man mache Deutschland oftmals schlecht, selbst nicht einmal in der Lage ist, die Grundspielregeln deutscher Kultur einzuhalten, aber gern andere in seine Schranken verweisen möchte. Hier macht sich der Bock zum Gärtner (oder meiner Meinung nach zur Lachnummer). Er sollte vielleicht nicht so sehr auf den Splitter im Auge des Nachbarn achten.

Ähnlich wie schon Stary versuchst du, den TS zu verunglimpfen.
Schade, denn es geht doch um Inhalte, weniger um Form (auch wenn der Zusammenhang hier nachvollziehbar ist).

Es hat nicht jeder den gleichen Erfahrungshorizont und jeder spricht / schreibt halt, wie ihm "der Schnabel gewachsen ist".
 
Ich fühle mich hier nicht angesprochen. Den post, in dem ich so über die BRD "abrotze", wie's der ein oder andere hier tut, den darfst du mir zeigen.
Gibt es denn so einen „post“ von Dir? Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass Du dich hier „abrotzt“ (ts, ts)! Dürftest Du dir dies leisten?

Was soll das denn? Sind wir hier in der Deutschstunde oder geht's um den Austausch von Meinungen?
Ich leih dir gerne meinen Rotstift :D
Es geht doch hier um „sehr viel negatives über Deutschland“; die Amtssprache in Deutschland ist – auch wenn dies nicht explizit im Grundgesetz festgeschrieben ist – deutsch, in Wort und Schrift.
Negativ empfinde ich z.B., dass viele Eingeborene ganz offensichtlich den sprachlichen Teil des Einbürgerungstestes nicht bestehen könnten.

Nachdem ich mir in jungen Jahren des Öfteren von „sehr deutschen“ Deutschen anhören musste, „learn east amoi gscheit deitsch, du polackensau“ lege ich, seitdem ich Passdeutscher bin, besonderen Wert darauf, dass der Ausdruck von sehr deutschen Deutschen – wenigstens einigermaßen – der im Deutschen üblichen Form entspricht.

Dein Rotstift: Sowohl die Übergabe als auch die Anwendung (am Bildschirm) dürfte nicht problemlos verlaufen.

Was stört dich daran, ich schreibe so wie ich das will, ok?
Gut (ok)! Mein Eindruck ist allerdings eher, dass Du so schreibst, wie Du kannst.

Aber, die Vorbilder der Länder Polen, Schweiz und Norwegen gefallen mir. Gibt es in diesen Ländern für sozial schwachen Menschen auch so was ähnliches wie Hartz IV, wie hier in Deutschland?
Polen wurde von mir nicht als Vorbild genannt, als solche erwähnte ich Norwegen und die Schweiz.
In Norwegen ist ein Programm, wie das (bezeichnenderweise) nach einem Edelzuhälter benannte, nicht notwendig.
 
littleprof schrieb:
Ähnlich wie schon Stary versuchst du, den TS zu verunglimpfen.
Nein, mich stört aber, daß jemand die Werte, die er vorgibt hochzuhalten, mit Füssen tritt.

Das Herumreiten auf Deutschland, ohne die Grundwerte der deutschen Kultur zu achten, ist in meinen Augen pure Deutschtümelei.

P.S. Er behauptet ja nicht, daß er nicht kann, sondern daß er nicht will. Das spricht eigentlich für sich und mit Erfahrungen hat dies ohnehin wenig zu tun. Ausreichende Deutschkenntnisse vermittelt normalerweise neben dem Elternhaus der Kindergarten und später die Grundschule. Eine besondere Lebenserfahrung ist dazu nicht vonnöten.
 
Gut (ok)! Mein Eindruck ist allerdings eher, dass Du so schreibst, wie Du kannst.

Sagen wir es mal so, ich habe keinen Bock alle fünf Minuten mich an die aktuelle deutsche Rechtschreibung u. Interpunktion gewöhnen zu müssen. Dazu habe ich einfach keine Lust und Interesse. Für mich gibt es wichtigeres im Leben als sich mit Pünktchen und Komma den Tag zu versauen;)

„learn east amoi gscheit deitsch, du polackensau“

Da macht sich ein Bayer über sich selbst lustig. :) Na die Polackensau kann er wohl stecken lassen. Obwohl, einige Polen sind manchmal auch nicht besser in ihrer Umgangsform.
 
Aber, bei aller Kritik an den herrschenden Verhältnissen (in der BRD): Zumindest ist man bemüht, einem Menschen, der „existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren“, in seiner Notlage – wenigstens vorübergehend – zu helfen.

Organspendepflicht für ALGII-Empfänger | Telepolis
 
Kanaille schrieb:
Sagen wir es mal so, ich habe keinen Bock alle fünf Minuten mich an die aktuelle deutsche Rechtschreibung u. Interpunktion gewöhnen zu müssen.
Also doch nur Faulheit und Ignoranz. Ich selbst halte mich konsequent an die alte Rechtschreibung, aber nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Überzeugung (ich übertrage sogar Texte von der neuen zurück in die alte Rechtschreibung).

Wie wäre es eigentlich, wenn jemand sich bitterlich darüber beschwert, daß es Menschen gibt, welche mit der Mathematik auf Kriegsfuß stehen, selbst aber ist er zu faul, das kleine Einmaleins korrekt anzuwenden? Wäre das dann auch ok?
 
2 x 3 = 6 bleibt 2 x 3 = 6 und das wird sich wohl nie und nimmer was daran ändern.

Anders ist das mit der Rechtschreibung, da gibt es einige Wörter die schrieb man vor 20 Jahren noch ganz anders. Manche Wörter gibt es auch gar nicht mehr im deutschen Sprachgebrauch.

(ich übertrage sogar Texte von der neuen zurück in die alte Rechtschreibung).

Aber warum das denn? Ich würde es verstehen wenn du Texte in altdeutscher Schrift übertragen würdest, aber mit dem hin und her der alten und neuen Rechtschreibung kommt jeder Deutsch-Junkie bald schwer ins grübeln...

Aber das wird jetzt OT.

Soweit sind wir schon mal, in den letzten 7 Stunden konnte mir keiner konkret ein Land nennen das sich besser darstellt als Deutschland.
Vielmehr wurde auf meine Rechtschreibung hingewiesen die ich verbessern soll (das ich nicht nachkommen werde ;)), oder es wurde versucht anders vom Thema abzulenken.
Bisher ganz interessant, bin mal gespannt ob es noch einige Meinungen zum Thema "Vorbild für Deutschland" dazu gibt.:D

Also bis jetzt bleibt Deutschland weiterhin bei mir die Nummer 1, kein anderes Land konnte Deutschland bis jetzt toppen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, deine Rechtschreibung ist kein Vorbild für Deutschland.

Es hat mit der Rechtschreibung nichts zu tun, ob einige Wörter im 'deutschen Sprachgebrauch' (ein gibt keinen einheitlichen deutschen Sprachgebrauch) vorkommen oder nicht. Dies ist lediglich eine stilistische Frage.

Aber Unflexibilität und Faulheit zum positiven Wert zu erheben und ihn als Triumph der gestalterischen Freiheit zu sehen ist ein kulturelles Armutszeugnis erster Güte. Deutschland ja, aber bitte ohne seine kulturellen Werte. So wirkt es zumindest auf mich.

Das Herumreiten auf der Nummer Eins finde ich übrigens recht schwach. Staaten sind viel zu komplex, um sie nach einzelnen Kriterien insgesamt bewerten zu können. Das schafft nur Rangfolgen, welche zwar auf den ersten Blick vielleicht plausibel erscheinen, sich bei genauerem Hinsehen aber als Mogelpackung entpuppen.

Welches Auto ist das beste? Ist ein Ferrari besser als ein Rolls Royce und ist dieser wiederum besser als ein Unimog oder ein Scania? Kommt, entscheidet euch.
 
Kanaille schrieb:
...... besser ist als wie hier.
Sorry, aber das tut beim lesen weh und ist weder nach der alten (nicht mal nach der uralten) noch nach der neuen Rechtschreibung (ok in diesem Fall ist es eher die Grammatik) richtig.

Kanaille schrieb:
Was stört dich daran, ich schreibe so wie ich das will, ok?
Sagen wir mal so, es ist einfach eine Frage der Höflichkeit. Du bist doch derjenige, der etwas möchte. Keiner von uns ist perfekt und Fehler machen wir alle, aber man sollte sich wenigstens bemühen.

Und um deine Frage zu beantworten. Ich finde die skandinavischen Länder, allgemein besser aufgestellt als Deutschland. Auch die Lebensqualität ist in vielen Ländern weitaus besser. Hier rede ich jetzt nicht, von dem was man sich mit Geld kaufen kann. Nein, ich meine die Art wie man das Leben lebt. In Deutschland haben wir doch kaum was vom Leben. Ein Leben lang hetzt man durch die Gegend, nur um möglichst viele materielle Dinge an zu häufen. Getrieben von der Werbung "Demütigen sie ihren Nachbarn. Kaufen sie einen noch größeren Audi ...!" Für viele wird das allerdings immer schwerer und so beginnt der Spießrutenlauf schon für Kinder in frühen Jahren, nur weil sie nicht die neuesten Markenklamotten haben. Diejenigen, die sich den kleinen Luxus noch leisten können, schauen auf die anderen herab, ohne daran zu denken wie schnell man selber da unten sein kann und der neue große Audi mit dem Gerichtsvollzieher davon fährt ........
Es ist also (zumindest für mich) nicht so schwer, Länder zu finden, die besser als Deutschland wären.
 
Zunächst noch einmal zurück zum Start: Es gibt natürlich einiges zu "nörgeln", glücklicherweise wird das auch öffentlich immer wieder getan, wie z.B. gestern beim Festakt zum 3.10. von Gauck und Kretschmann.
Die Frage "Ist es denn wirklich so übel?" birgt die Gefahr, dass man sich einlullen lässt, mit wenig zufrieden ist und mehr und mehr in Lethargie verfällt.

Es gibt allerdings auch poster, die lassen kein gutes Haar an der BRD, so dass ich mich frage, ob sie sich vielleicht in einem anderen Land wohler fühlen würden. Ob es sinnvoll ist, dies zu diskutieren, ist im Hinblick auf meine Eingangsbemerkung eher zweifelhaft.

Einiges, was mir nicht gefällt, hängt mit Vorgaben und Rahmenbedingungen zusammen (Globalisierung, EU-Richtlinien usw.), die auch das Leben in anderen Ländern beeinflussen.


OT:
Ich finde es immer noch legitim, dass einer sich in D wohlfühlen und das Hohelied davon singen kann, ohne fit in der Sprache zu sein. Ein Vorwurf diesbezüglich lenkt ab vom Wesentlichen und emotionalisiert unnötig.
Auch jemand mit Schwächen im Sprachgebrauch (ohne dem TS etwas unterstellen zu wollen) wird seine Form auf mangelnde Lust zurückführen.

Rotstift, Stary? Hätte ich dir ganz einfach über den Hinweis auf Editiermöglichkeiten mit dem post-Instrumentarium zu Verfügung gestellt :D

Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass Du dich hier „abrotzt“ (ts, ts)! Dürftest Du dir dies leisten?
Das versteh ich nun gar nicht :eek:
Kannst du das mal erläutern?
 
[…]Da macht sich ein Bayer über sich selbst lustig. Na die Polackensau kann er wohl stecken lassen.[…]
Wenn ich dies meinen Sportschülern erzähle, gibt es bestimmt großes Gelächter. Wäre es so (dass ich ein Bayer bin), dann wäre wohl nicht fast unsere gesamte Sippe von den deutschen Kulturträgern in Oświęcim umgebracht worden.
Auf Anordnung von deutschen Kulturträgern, die nahtlos in den Kulturbetrieb der BRD aufgenommen werden konnten*. Dies nicht nur, ohne mit ihrer deutsch-kulturellen Vergangenheit anzuecken, sondern – wohl ihrer deutscher Art entsprechenden Leistungen wegen – mit dem Großen Bundesverdienstkreuz** ausgezeichnet („Ehre, wem Ehre gebührt“).
Dass deren kulturelle Denkweise und Haltung erfolgreich in der deutschen Denkweise ihre Fortsetzung fand (kein Richter, kein Lehrer wurde in der BRD wegen seiner NS-Aktivitäten je belangt), wird täglich unter Beweis gestellt.

Wahrzeichen deutscher Kultur: Immerhin wurden die deutsch-kulturellen Einrichtungen in Oświęcim von der UNESCO zum Teil des Weltkulturerbes ernannt.
Also Respekt: Deutsche Kultur ist Weltkultur!

Weil ich hier lebe, Steuern (als gut Verdienender nicht gerade wenig) zahle, auch eine nicht ganz schlechte Reputation besitze, nehme ich mir – selbstverständlich – das Recht, das, was ich als Missstand ansehe, zu kritisieren. Nachdem ich seit einigen Jahren einen deutschen Pass besitze, sogar ohne Sorge, ausgewiesen zu werden (wobei mir selbstverständlich klar ist, dass mir kein Deutschpolitiker helfen wird, sollte ich in irgendeinem Folterlager irgendeines befreundeten (?) Folterstaates verschwinden).

Würde ich in einem anderen Land leben, würde ich genau so vehement dortige Missstände – falls für mich erkennbar – anprangern (was ich ganz nebenbei auch in Polen mache, in der DDR machte).

[…]Es gibt allerdings auch poster, die lassen kein gutes Haar an der BRD, so dass ich mich frage, ob sie sich vielleicht in einem anderen Land wohler fühlen würden.[…]
Davon abgesehen, dass es wohl die Aufgabe der Jubeldeutschen ist, die guten Haare hervorzuheben, bin ich der Meinung, dass es selbstverständlich sein sollte, dass die als Regierende angestellten ihre Arbeit gut erledigen. Dafür werden sie schließlich fürstlich entlohnt.

[…]Ich finde es immer noch legitim, dass einer sich in D wohlfühlen und das Hohelied davon singen kann, ohne fit in der Sprache zu sein. Ein Vorwurf diesbezüglich lenkt ab vom Wesentlichen und emotionalisiert unnötig.[…]
Von den mir halbwegs geläufigen Sprachen ist die deutsche Sprache – neben dem Serbischen (hier wird so geschrieben, wie man spricht) – eine der einfacheren Schriftsprachen. Gerade, wer sein Deutschtum so positiv bewertet sehen möchte wie der Themenersteller, sollte sich der seinem Sprach- und Kulturraum zugehörigen Sprache, dazu gehört m. E. auch die Schriftform, befleißigen (… kommt von Fleiß).

Deutschtümelei, Nationalgefühl usw. sind emotionalisierte Begriffe. Insofern, da der Themenersteller „seine“ Nation/Volk/Staat belobigt sehen will, sollte nicht darüber Klage geführt werden, dass hier „emotionalisiert“ wird.

[…]Auch jemand mit Schwächen im Sprachgebrauch (ohne dem TS etwas unterstellen zu wollen) wird seine Form auf mangelnde Lust zurückführen.
Wie vom Themenersteller bereits erklärt, ist die „mangelnde Lust“ sich um die korrekte Form zu bemühen, genau der hüpfende Punkt.

[…]Das versteh ich nun gar nicht
Kannst du das mal erläutern?
Vielleicht lege ich Dich in die falsche Schublade; ich halte Dich für einen Beamten. Als solcher wärest Du, was Kritik am herrschenden System betrifft, bestimmt etwas vorsichtiger als z. B. ein unabhängiger Freischaffender.

______________
* „BRAUNBUCH – Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik“; Berlin 1965
** „GROSSES Bundesverdienstkreuz“; Bernt Engelmann, 1998; ISBN 3882433140
 
Und um deine Frage zu beantworten. Ich finde die skandinavischen Länder, allgemein besser aufgestellt als Deutschland. Auch die Lebensqualität ist in

...Henry, an die hab ich auch gedacht, in manchem, vor allem kommen sie mir in den Sinn, wenn ich ans Schulsystem denke.

Ganz offenbar bieten manche der Skandinaven eine bessere Alternativer als Deutschland, wenn ich mich daran erinnere, dass so mancher beruflich dorthin auswandert, weil die Perspektiven dort attraktiver waren als hier.

(Auch wenn der Audi dort kleiner wäre ;) )
 
Vorbilder für Deutschland oder Vorbilder für was weiß ich Länder gibst meiner Meinung nicht, es sind höchstens Wunschbilder von den jenigen die sich in ihrer Haut und seiner Umgebung nicht wohlfühlen.

Und woran soll man das messen? Das kann man nur,wenn man in den Ländern gelebt hat und nicht daran weil man in den Ländern die man als Vorbild nennt, Urlaub gemacht hat oder sein Urteil aufgrund der Medien beeinflussen lässt.

Jedes Land hat seine Vor.-Nachteile und deshalb m. E. nicht miteinander messbar.
 
Und woran soll man das messen? Das kann man nur,wenn man in den Ländern gelebt hat und nicht daran weil man in den Ländern die man als Vorbild nennt, Urlaub gemacht hat oder sein Urteil aufgrund der Medien beeinflussen lässt.

Jedes Land hat seine Vor.-Nachteile und deshalb m. E. nicht miteinander messbar.

da stimme ich dir zu :)

Es geht ja auch gar nicht darum, zu versuchen, sich "Frankenstein"-mäßig ein (pseudo-)perfektes land zurecht zu stückeln, das geht gar nicht.

Und ein Land, in dem ich irgendein System "besser" finde als es hier läuft, würde vermutlich selbst sagen (metaphorisch gesprochen), dass es in anderen bereichen aber nicht gut läuft oder dass auch der betroffene Bereich verbesserungswürdig wäre.

In dem Wissen, untereinander nicht messbar zu sein, brauchen wir trotzdem den Vergleich.
Um Anregungen gegenüber offen bleiben zu können. Und lebendig bleiben zu können.

Ich sähe sonst die Gefahr, dass, wenn eh alles nicht vergleichbar ist und nicht "meßbar", können wir immer wieder die Dinge so belassen wie sie sind.
 
Grafit schrieb:
Jedes Land hat seine Vor.-Nachteile und deshalb m. E. nicht miteinander messbar.
Jahrzehntelang habe ich in Frankfurt/Main gelebt und halte es für ein ziemliches Dreckloch. Aber ich kenne natürlich auch die schönen Seiten, wozu ich nicht gerade die touristisch erschlossenen zähle.

Einige dutzend mal war ich in Prag und halte es für eine sehr schöne (und auch kulturell bedeutende) Stadt. Auch dort kenne ich inzwischen viele Stellen, welche sich dem üblichen Touristen kaum jemals erschliessen werden. Prag gefällt mir weitaus besser als Frankfurt/Main.

Dennoch hätte ich wahrscheinlich erhebliche Probleme, mich in Prag anzusiedeln und die Lebensqualität, welche ich mir damals in Frankfurt/Main erschlossen habe bliebe wahrscheinlich reines Wunschdenken.

Prag gefällt mir weitaus besser, aber was sagt das letztendlich aus? Wie gesagt, nur ein Beispiel.
 
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