Die Frage ist eben, wem die Poltik zu dienen hat. Dient sie den einseitigen Interessen einger weniger Geschäftemacher oder der breiten Masse?
Der Staat ist von seiner Organisationsform weniger eine Vertretung des Volkes (auch wenn er dies gern glauben machen möchte) als eine Interessenvertretung skrupelloser Geschäftemacher. Und um das Volk bei der Stange zu halten hat man soziale Spielregeln eingeführt, welche in den Ohren des Volkes gut klingen, aber immer mehr inzwischen ausgehöhlten Phrasen gleichen.
Der Erbadel wurde irgendwann zugunsten der Geschäftemacher entmachtet und mehr oder minder gleichzeitig wurde die Leibeigenschaft abgeschafft. Inzwischen hat das 'gemeine Volk' nur noch eine Daseinsberechtigung als Mehrer des Vermögens derer, welche tatsächlich an den Strippen ziehen. Die Legitimation als Bürger geht verloren und wird ersetzt durch dessen Legitimation als Käufer. Nur wenige Könige üben noch tatsächlich Macht aus, am allerwenigsten 'König Kunde'.
Was wir brauchen ist keine kleinere (oder auch etwas grössere) Kurskorrektur, sondern ein radikaler Wandel. Nicht der Schornstein muss rauchen oder die Wirtschaft muss expandieren, sondern das hat zu geschehen, was tatsächlich den Menschen dient.
Dazu aber bedürfen wir der Hilfe der Natur. Wir müssen lernen, uns an diese anzupassen und nachhaltig zu wirtschaften, anstatt immer mehr Müll zu produzieren. Wir müssen lernen, die Resourcen der Natur sinnvoll einzusetzen, anstatt durch Raubbau das Vermögen Einzelner zu mehren und gleichzeitig der Masse der Leute den Hahn zuzudrehen. Wir müssen begreifen, daß wir nicht weiterkommen, wenn wir uns gegen die Natur stellen, denn diese ist immer stärker als wir selbst.
Aber wie gelangen wir dorthin? Nicht durch reden, sondern durch Taten. Und zwar durch solche, welche die bestehenden Machtverhältnisse ändern. Denn ändern wir sie nicht, dann ändern diese uns. Wohl aber kaum zu unserem Besten.