Vorbild für Deutschland Diskussion 

  • Ersteller Ersteller Kanaille
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Intressanter Thread. Ich denke man kann sich darauf einigen, das es kein Land gibt wo Milch und Honig fließt. Ich lebe in Irland. Das hat viele Probleme. Trotzdem fühl ich mich hier pudelwohl.
 
Es ist wahr, das perfekte Land gibt es nicht, weil es die Menschen auch nicht sind. Aber bekanntlich liegt man so wie man sich bettet... und das Bett haben nicht alle gleich gut gemacht. Aus meiner Sicht wäre es die Pflicht einer jeder Regierung, optimale Rahmenbedingungen für eine gesunde Wirtschaft zu schaffen, in der möglichst alle Menschen profitieren können. Nach dem heutigen Wissenstand muss der Umweltschutz angemessen berücksichtigt werden. Zudem plädiere ich für eine basisdemokratische Polit-Struktur und einen gut funktionierenden Sozialstaat, um den sozialen Frieden zu wahren. Der letzte Punkt ist extrem wichtig, muss aber auch finanziert werden können. Deshalb sollten wirtschaftliche und soziale Interessen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Leider treffen hier sehr oft ideologische Hardliner aufeinander, die zu keinem Kompromiss bereit sind. Das hilft ja niemandem weiter. Ein weiteres Uebel sind die Abzocker aus der Teppich-Etage, ganz besonders bei den Banken. Hier braucht es neue Spielregeln und Begrenzungen, denn diese Leute bestehlen die Firmen, die Steuerbehörden und damit letztendlich die Nationalstaaten. Sie denken, dass es für sie keine Regeln gibt.

Gruss freefloating
 
Die Frage ist eben, wem die Poltik zu dienen hat. Dient sie den einseitigen Interessen einger weniger Geschäftemacher oder der breiten Masse?

Der Staat ist von seiner Organisationsform weniger eine Vertretung des Volkes (auch wenn er dies gern glauben machen möchte) als eine Interessenvertretung skrupelloser Geschäftemacher. Und um das Volk bei der Stange zu halten hat man soziale Spielregeln eingeführt, welche in den Ohren des Volkes gut klingen, aber immer mehr inzwischen ausgehöhlten Phrasen gleichen.

Der Erbadel wurde irgendwann zugunsten der Geschäftemacher entmachtet und mehr oder minder gleichzeitig wurde die Leibeigenschaft abgeschafft. Inzwischen hat das 'gemeine Volk' nur noch eine Daseinsberechtigung als Mehrer des Vermögens derer, welche tatsächlich an den Strippen ziehen. Die Legitimation als Bürger geht verloren und wird ersetzt durch dessen Legitimation als Käufer. Nur wenige Könige üben noch tatsächlich Macht aus, am allerwenigsten 'König Kunde'.

Was wir brauchen ist keine kleinere (oder auch etwas grössere) Kurskorrektur, sondern ein radikaler Wandel. Nicht der Schornstein muss rauchen oder die Wirtschaft muss expandieren, sondern das hat zu geschehen, was tatsächlich den Menschen dient.

Dazu aber bedürfen wir der Hilfe der Natur. Wir müssen lernen, uns an diese anzupassen und nachhaltig zu wirtschaften, anstatt immer mehr Müll zu produzieren. Wir müssen lernen, die Resourcen der Natur sinnvoll einzusetzen, anstatt durch Raubbau das Vermögen Einzelner zu mehren und gleichzeitig der Masse der Leute den Hahn zuzudrehen. Wir müssen begreifen, daß wir nicht weiterkommen, wenn wir uns gegen die Natur stellen, denn diese ist immer stärker als wir selbst.

Aber wie gelangen wir dorthin? Nicht durch reden, sondern durch Taten. Und zwar durch solche, welche die bestehenden Machtverhältnisse ändern. Denn ändern wir sie nicht, dann ändern diese uns. Wohl aber kaum zu unserem Besten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
[...]da sitzen bänker und kriminelle politikdarsteller auf der anklagebank :D
Naja, dem Beispiel Islands zu folgen wäre vielleicht auch nicht der Volltreffer. Manchmal schient es doch besser, eine (sau)schlechte "Regierung", als gar keine "Regierung" zu haben.
Zumal sich der BRD-Untertan - seit Jahrhunderten konditioniert - schon lange mit seinem Regime abgefunden hat.
 
Ich finde wenn man Deutschland mit anderen Ländern als Gesamtpaket vergleicht, also wenn man wirklich alles beachtet, auch so was wie gesellschaftliches, soziales, Infrastruktur, Möglichkeiten, Angebote (was gibt es so alles an Dienstleistungen, Produkten etc) usw. usf., dann würde ich ernsthaft sagen, dass Deutschland eigentlich (wie gesagt, im "Gesamtpaket") trotz aller Nachteile international das Beste ist, was einem passieren kann.

Globales Ranking : Deutschland ist weltweit das beliebteste Land - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT
 
Ja klar, wenn man in Bayern am Starnberger See wohnt, dann mag das ja alles zutreffen. Aber fahre doch mal nach Brandenburg, oder Mecklenburg-Vorpommern und suche dort mal nach deinem "gesellschaftliches, soziales, Infrastruktur, Möglichkeiten, Angebote" Gesamtpaket. Du wirst erschreckt sein was dann dabei herauskommt.
 
@- Matthew -

Immerhin lässt der von Dir verlinkte Bericht auf eine hervorragende Selbstdarstellung und –vermarktung der BRD im Ausland schließen. Die dahinterstehende Werbeagentur hat gute PR-Arbeit geleistet (sie würde bestimmt auch Kühlschränke auf den Polkappen verkaufen können).
 
Warum eigentlich Deutschland?
Die Berliner werden in Bayern als Sau-Preussen bezeichnet.
In jedem Bundesland, ausser in ... werden, die Sachsen schon wegen ihrer Sprache verlacht.
Ein Hamburger versteht einen Schwaben nicht.
Und es soll im Schwarzwald Regionen geben, in denen jedes Dorf einen anderen Dialekt spricht. Mal abgesehen von den Konflikten zwischen Köln und Düsseldorf.

Kann man wirklich von einem Deutschland sprechen?
Und welche Vorbilder sollte ein Land haben, das schon so unterschiedlich ist und aus 80 Mio. Menschen gebildet wird.
Geht es den anderen Ländern nicht ebenso?

Ihr seht ich habe mehr Fragen als Antworten.
Das Thema finde ich aber sehr interessant.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
 
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