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Wählen oder nicht wählen, in der Diktatur des Kapitals ändert sich sowieso nichts!
Wenn es anders sein würde, würden die Wahlen in dieser Diktatur längst abgeschafft!
Die soziale Marktwirtschaft war schon vor der ’Wiedervereinigung' am Ende!

Das hast du schon richtig geschrieben Carmen, obwohl, nicht weil viele nicht wählten.
Ich kenne genug die sich jetzt aufregen, selbst aber nicht gewählt haben. Und dabei zeigt sich wieder: Wer nicht wählt, wählt die falschen. Ob radikal oder nicht, sei mal dahingestellt.

...und ?
Hat sich denn wirklich was geändert hier in Deutschland ?
Wahlen sind ganz prinzipiell nicht dafür da, dass sich die Verhältnisse ändern, sondern sollen sicherstellen, dass sie bleiben, wie sie eingerichtet sind. Darum wählt man auch frisches Personal anstelle von Inhalten; darum ist auch was Wahres an dem Spruch dran, dass Wahlen verboten wären, wenn sie was verändern würden.
Hierzulande ist wesentlicher politischer Inhalt, der von Wahlen unabhängig gilt:
1. "Freiheit des Eigentums": die Scheidung der Einwohner in Besitzer von produktiven Eigentum und Eigentumslosen, die sich für die Vermehrung des Reichtums der Besitzenden nützlich machen müssen, weil sie sonst kein Einkommen haben: nützliche Armut;
2. dabei sind alle Bürger gleichberechtigt, weil jeder mit seinen (ökonomischen) Mitteln gegen jeden anderen konkurrieren darf (und muß): Gleichheit.
3.Der Staat vertritt die Interessen des Allgemeinwohls und übt Gerechtigkeit ohne Ansehen der Person; somit ist garantiert, dass die Interessen derjenigen sich durchsetzen, die über den produktiven Reichtum verfügen.
Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit sind also nicht schlecht verwirklicht, müssen auch nicht herbeigeschafft werden, sondern politische Realität, die alltäglich den auf Lohnarbeit Angewiesenen schaden. Für alle, die nicht von den eingerichteten Verhältnissen profitieren, gibt es keinen Grund, sich durch das Wählen des Personals des Staates prinzipiell einverstanden zu erklären mit dieser Sorte Gesellschaftsordnung.
heinerreiner schrieb:Nicht vielleicht "in dem", oder "dadurch verursacht"? Gibt es entgegen allem Anschein eine Begründung für die gewählte logische Verknüpfung?
...
Oder "wer nicht wählt, wählt den Sieger"? Oder "wer nicht wählt, wählt auf jeden Fall richtig"? "Wer nicht wählt, wählt das Verbrechen"? "Wer rot wählt, wählt gelb"?...
Offensichtlich...heinerreiner schrieb:Macht es eigentlich Freude, seinen Verstand dazu zu benutzen, offensichtliche Dummheiten zu produzieren?
...die ich, aus didaktischen Gründen, bewußt besonders unsinnig habe aussehen lassen wollen...

Das ist auch nur wieder die halbe Wahrheit. Es sind meistens schon diejenigen, die auch gewählt haben und sich aufregen. Bei den Nichtwählern ist das die Ausnahme. Meistens hört man von denen: "iss mir doch alles sch***egal". Sie resignieren und ergeben sich in ihr Schicksal....dass meistens genau die, die nicht wählen waren, sich hinterher über das Ergebnis am Meisten aufregen. Und natürlich sind die anderen schuld. Und dieses Ritual wiederholt sich dann alle 4 Jahre.


es bleibt dann auch weniger Zeit zum Ärgern