Ausserdem ist gegen dezente Hintergrundmusik zumindest im Prinzip keinesfalls etwas einzuwenden, allerdings auch hier in Massen.
Ich wäre doch eher dafür, die Massen hier ausm Spiel zu lassen.

In Sachen Freisprecheinrichtung verhält es sich eigentlich auch genauso wie mit einem Beifahrer: Man führt während der Fahrt ein Gespräch mit einer Person. Sinn und Zweck ist ja eigentlich nur, dass die Hände "frei" bleiben und man entsprechend trotzdem das Fahrzeug steuern kann. Aber ob man jetzt mit der Person die neben einem - oder noch besser, hinter einem! - sitzt oder einer Person, die im Ohr sitzt (Shizophrenie?

) redet, macht an der Stelle keinen großen Unterschied mehr. Klar, ein _verantwortungsvoller_ Beifahrer wird dabei auch auf den Verkehr achten und hilfreiche Tipps geben, aber mal ehrlich, viele Beifahrer labern lieber über irgendwas und/oder nörgeln am Fahrer rum. Und an der Stelle bietet die Freisprecheinrichtung sogar einen entscheidenden Vorteil: Man kann einfach auflegen!
Aber zurück zum Thema: Um es noch mal auszuführen, ich nutze im Straßenverkehr auch Kopfhörer, sowohl zu Fuß als auch auf dem Fahrrad, auch in dichterem Verkehr. Ich nehme trotzdem die wichtigen Signale wahr und bin mir meiner Umgebung durchaus bewußt.
Wenn ich angesprochen werde, nehme ich natürlich einen der Ohrhörer (bzw. wenn es ein Bekannter ist auch beide) raus, damit ich das Gegenüber besser verstehen kann. Allerdings zeigt sich hier auch ein netter Nebeneffekt von Kopfhörern: Man wird weniger häufig von irgendwelchen Leuten auf der Straße angesprochen, die einem was verkaufen wollen. Zumindest, wenn man die Kopfhörer nicht noch unter einer Mütze - im Winter! - verborgen trägt.
Hin und wieder komme ich auch in Situationen, in welchen ich angesprochen werde, das Gegenüber aber nicht verstehen kann - zum einen wegen der Musik, zum anderen aber auch weil das Ansprechen unerwartet kam, auch ohne Kopfhörer hätte ich das Gegenüber wahrscheinlich nicht verstanden! In so einer Situation lässt sich aber meistens aus dem Kontext (z.B. alte Dame steht in der Bus-Türe mit einem Trolley) ableiten, was das Gegenüber von einem will (da ist doch klar, die will Hilfe beim aussteigen!). Und wenn man dann noch freundlich lächelt, was situationsbezogenes murmelt, was vom Gegenüber vlt. auch nur schlecht zu verstehen ist, dann lässt sich sowas auch ganz einfach meistern.
Im übrigen möchte ich anmerken, dass ich auch immer wieder in Öffentlichen Verkehrsmitteln Leute mit Kopfhörern wahrnehme, die so schlecht u. laut aufgedreht sind, dass ich selbst durch meine guten In-Ears die Musik noch hören kann. Sowas ist dann nicht nur nervig, sondern mir auch ein wenig peinlich, weil dadurch ja durchaus auch der eindruck entstehen kann, dass ich derjenige bin, der da so laut so schlechte Musik hört.

Als kleiner Tipp bietet sich da im übrigen für alle "Unfreiohrpersonennahverkehrsnutzer" folgendes an: Einfach mal die Kopfhörer rausnehmen, die dem Ohr zugewandte Fläche mit den Daumen der jeweiligen Hand abdecken und mal gucken, ob man noch was hört! Wenn ja, dann hört auch das Umfeld mit und man sollte die Musik vlt. doch etwas leiser machen!
