was haltet ihr von Kopfhörer im Straßenverkehr? geschlossen 

  • Ersteller Ersteller pueblo
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Sobald man im Straßenverkehr ist, ist man eine Gefahr. Sobald ich das Haus verlasse, begebe ich mich in Gefahr.... mir kann auch ein Jumbo auf den Kopf fallen.
Wenn man im Haus ist, ist man in Gefahr und ist eine Gefahr. Der Jumbo könnte auf das Haus fallen, oder man könnte durch einen Unfall das Haus in Brand setzen und andere ebenfalls. Stell Dir vor jemand ist besoffen, hat Kopfhörer an ist Multitasking überfordert und andere werden gefährdet... nein sie sind gefährdet ... weil sie ja nicht auf sich selbst aufpassen können... geschweige denn Rücksicht auf andere Gefahrenpotenziale nehmen können... Wir können ja nicht durch Wände schauen... egal was in der anderen Wohnung passiert... wir sind dem Ahnungslos ausgeliefert...

Im Straßenverkehr sieht der Unfallgegner, in der Regel, was auf ihn zukommt.

Man kann die Verantwortung nicht immer nur auf andere schieben.

Unfälle sind Unfälle.

Man kann Unfälle nicht verbieten oder verhindern.
Man kann aufklären und erziehen.

Mir gehen die Verbote so langsam aber sicher zu weit...

Eigenverantwortung für Banken und anderer Zocker, die weltweiten Schaden anrichten ist ok... wegen dem freien Markt?
Freie Bürger sind nicht ok?
Sie können eine Gefahr darstellen?
Was ist als nächstes dran?
Fallschirmspringen?
Bungee... in Australien ist jemand hops gegangen und der Staat muss sich drum kümmern?
Bedeutet das Freiheit?
Nein, Freiheit ist anders.

Ein Beispiel:
Gott könnte doch eingreifen. Dann ist es aber vorbei mit dem freien Willen...
Der Staat soll eingreifen? Dann hat nur der Verbrecher einen gelebten freien Willen... der Rest ist fremdbestimmt...

Ich hoffe man erkennt das ich damit keine Gott-Verbrecher- Diskussion entfachen wollte! Es geht mir um das anzuwendende Prinzip...
Wohin soll das führen?
Ein Verbot von Kopfhörern im Straßenverkehr, zum Schutz der Allgemeinheit...
Der Gleichbehandlungsgrundsatz könnte nahelegen, dass in Fahrzeugen die Lautstärke von Wiedergabegeräten immer unterhalb der Lautstärke des Motors oder des Straßenlärms sein muss. Das ist technisch möglich und ein Beitrag für die Sicherheit aller. Die Autos hätten dann keine Sonderrechte und sind noch gefährlicher als ein Fußgänger. Es heißt doch Auto gegen Fußgänger... hmmm da gibt es noch Möglichkeiten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die bestehenden Gesetze reichen aus, denn schon jetzt kann ein Fahrer eines KFZ der sein Hörvermögen oder seine Reaktion durch zu laute Musik oder Kopfhöhrer etc. einschränkt gestraft werden.

Als Beispiel mal ein Zitat aus einer Zeitung:

Laut der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist ein Fahrzeugführer dafür verantwortlich, dass sein Hörvermögen nicht beeinträchtigt wird, erklärt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Nach dieser Vorschrift sei das Musik hören unterwegs zwar grundsätzlich erlaubt - aber eben nicht in einer Lautstärke, bei der etwa ein herannahen der Rettungswagen akustisch nicht mehr wahrgenommen wird.

Ebenso verboten sind laut Maurer Headsets mit zwei Kopfhörern. Lediglich Freisprecheinrichtungen mit nur einem Knopf im Ohr seien zulässig, sofern die Hörleistung auf dem „freien” Ohr beim Autofahrer nicht eingeschränkt ist. Als Strafe sind dem ADAC-Sprecher zufolge Bußgelder von zehn Euro möglich. Allerdings drohten theoretisch auch versicherungsrechtliche Konsequenzen. Wird beispielsweise auf einer Kreuzung ein mit Martinshorn querender Rettungswagen gerammt, weil die Musik im Auto zu laut gestellt war, könnte das dem Autofahrer auch als grobe Fahrlässigkeit ausgelegt werden, warnt Maurer.
 
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Ich schließe mich Carmens Meinung an:
Ein Verbot ersetzt nicht das eigenverantwortliche Handeln der Verkehrsteilnehmer.
Außerdem hat es auch keine erzieherische Wirkung, weil die Überwachung nur so sporadisch gelingt, dass man getrost mit dem Davonkommen rechnen kann.

Ein gutes Beisspiel ist das Handyverbot :rot:

Stell dich mal an eine belebte Straße oder Kreuzung und beobachte ne halbe Stunde den Verkehr - du wirst staunen, wieviel Leute beim Fahren mit dem Handy telefonieren, und zwar ohne Freisprecheinrichtung!

Es gibt ne Reihe anderer Dinge, die Menschen in Autos machen, die m.E. vorher verboten werden müssten: Rauchen z.B., mit allem was dazu gehört (Kippe fällt runter - im positiven Fall vor dem Anzünden :D, Suche nach dem Feuerzeug, Ausdrücken im Aschenbecher, sogar Drehen von Zigaretten während der Fahrt), Straßenkarte studieren, an der Beifahrerin rumfummeln (oder an sich fummeln lassen :D), selbst das Telefonieren grundsätzlich, auch mit Freisprecheinrichtung, birgt je nach Gesprächsinhalt ein äußerst hohes Ablenkungspotential.

Es gibt ne Reihe von Essentials, die rechtlich klar geregelt sein müssen, aber abgesehen von dem Ohrstöpsel gibt es eine Riesenpalette von Verhaltensoptionen, die den Fahrer erheblich vom Verkehr ablenken können, die aber nicht gesetzlich erfasst werden, weil man (leichtsinnigerweise??:confused:) von vernünftigen und eigenverantwortlichen Handeln der Leute ausgeht.

Ein Stöpsel in einem Ohr bei vernünftiger Lautstärke tut keinem weh!


Gerade im Bußgeldkatalog 2010 entdeckt:
Fahren mit beeinträchtigtem Gehör (zu laute Musik) 10 Euro

Offensichtlich gibt es auch Möglichkeiten, eine allgemeine Gefährdung der Verkehrssicherheit zu ahnden.
 
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Zitat von littleprof: [...] Es gibt ne Reihe anderer Dinge, die Menschen in Autos machen, die m.E. vorher verboten werden müssten: Rauchen z.B., mit allem was dazu gehört (Kippe fällt runter - im positiven Fall vor dem Anzünden , Suche nach dem Feuerzeug, Ausdrücken im Aschenbecher, sogar Drehen von Zigaretten während der Fahrt), Straßenkarte studieren, an der Beifahrerin rumfummeln (oder an sich fummeln lassen ), selbst das Telefonieren grundsätzlich, auch mit Freisprecheinrichtung, birgt je nach Gesprächsinhalt ein äußerst hohes Ablenkungspotential.[...]

Es gibt viele Dinge über die man sich streiten könnte littleprof, auch z.b. das bedienen von Navis in Fahrzeugen müsste demnach in frage gestellt werden, ob dieses verboten werden sollten, auch könnten wir Autos mit Schaltgetriebe abschaffen, weil dies eventuell auch nach euren Vorstellung ablenkt :D....aber..geht es denn hier in der Diskussion darum? NEIN!!

Hier geht es eher um Fußgänger bzw. Radfahrer im Straßenverkehr mit Stöpsel im Ohr, Fußgänger mit Rückspiegel habe ich bisher nicht gesehen, abgesehen davon Fahrradfahrer.

Zitat von Carmen: [...] Bedeutet das Freiheit?
Nein, Freiheit ist anders. [...]

Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet. ;)


Pueblo
 
Die Sinnhaftigkeit deiner Einlassungen geht mir ab, pueblo :rolleyes:

Handy im Verkehr ist verboten, warum auch immer, denn das rauchen im verkehr ist meiner Meinung gefährlicher, was ich noch gefährlicher finde ist das viele mit Kopfhörer im Verkehr sind..

Zu deiner Erinnerung nochmal dein Eingangsstatement;
denke nicht, dass es da um Fußgänger geht, oder sollte deren Rauchen und Telefonieren auch gefährlich sein?

Es geht um Ablenkung bei Verkehrsteilnehmern. Diejenigen, die den meisten Schaden anrichten können, sind die Autofahrer. Einer ihrer potentiellen Ablenkungsmechanismen (derer es reichlich gibt) können Kopfhörer sein.
Im Hinblick auf die unendlichen Ablenkungsmöglichkeiten gilt mein Votum (gemäß dem Grundsatz "Vermeide, was dich oder andere gefährdet") der Forderung nach verantwortlichem Umgang mit den Dingen statt Verboten.

Jetzt vielleicht klarer, pueblo? :D
 
Also littleprof,

jetzt muß ich dir leider mal kurz widersprechen. pueblo hat durchaus das Tragen von Kopfhörern bei Fußgängern angesprochen in seinem Startpost und um dieses Thema geht es ihm wohl auch. Durch die Diskussion wurde im Thema immer mehr das Tragen von Kopfhörern beim Autofahren focusiert.

Interessanterweise habe ich diesen Montag gerade zu dem Thema einen Bericht im österreichischen Frühstücksfernsehen gesehen. Da ging es darum, daß die Zahl der tödlichen Unfälle von Fußgängern mit Kopfhörern im Straßenverkehr drastisch zugenommen hat. Einfach weil diese häufig ihre Umwelt gar nicht mehr wahr nehmen.

Daraus entnehme ich, daß das also nicht nur ein deutsches Problem ist ;)

Es gibt viele Dinge, bei denen man nicht mehr an die Vernunft der Menschen appelieren kann. Leider ist es so, daß man alles mögliche reglementieren muß, weil die Menschen immer weniger Rücksicht auf ihre Umwelt bzw. ihr Umfeld und ihre Mitmenschen nehmen. Die Tatsache, daß so viele Dinge mit Strafen oder auch einfach nur dem erhobenen Zeigefinger belegt sind, kommt doch eigentlich nur daher, daß immer mehr denken, sie sind alleine auf der Welt.

Erklär mir doch bitte mal einer, warum an einem Lebensmittelgeschäft ein Verbotsschild für Hunde stehen muß ?
Jedem sollte eigentlich klar sein, daß ein Hund in einer Metzgerei beispielsweise absolut gar nichts zu suchen hat. Trotzdem muß ein solches Schild her, damit es alle begreifen und selbst damit hat so mancher noch ein Problem.

Genauso verhält es sich mit den Kopfhörern im Straßenverkehr. Wie bereits festgestellt wurde, ist es beim Autofahren ja schon reglementiert. Also gar keiner Diskussion mehr wert. Nicht aber bei Radfahrern und Fußgängern. An deren Vernunft zu appelieren hat ja ganz eindeutig keinerlei Wirkung.

Es sollte für jeden Teilnehmer am Straßenverkehr klar sein, daß, wenn er nichts hört weil er sich die Ohren verstopft und noch dazu mit lauter Musik jede Wahrnehmung von außen verhindert, er sich in Lebensgefahr bringt.

Bei Fußgängern und Radfahrern bedeutet dies jedoch, daß sie sich mit einem um Längen stärkeren 'Gegner' anlegen, der für gewöhnlich als Sieger aus diesem Konflikt hervor geht. Ein Auto hat nun mal eine Knautschzone, Fußgänger und Radfahrer nicht.

In meinen Augen hat es nichts mit Bevormundung oder gar Überreglementierung zu tun, wenn solche 'schwachen' Verkehrsteilnehmer, die sich als völlig unvernünftig und somit selbstgefährdend darstellen, auch mal ein Bußgeld zahlen müssen um einen Lerneffekt zu erzielen.

Leider ist es so, daß man hierzulande die Leute ausschließlich über ihren Geldbeutel zum Lernen bringen kann.

Und es trifft ja nicht nur den Fußgänger, wenn er von einem Auto tödlich verletzt wird, weil er einfach davor gerannt ist. Der Autofahrer muß damit leben, daß er einen Menschen getötet hat. Da ist es völlig egal ob er Schuld ist oder nicht. Er wird sich immer schuldig fühlen. (Dabei gehe ich von einem Menschen aus, der soziale Kompetenz hat)

Gruß Aimee


Nachtrag:
ich rede nicht von denen, die die Kopfhörer vernünftig einsetzen.
Sprich: nur ein Ohr und in sinnvoller Lautstärke.
Die sind ja im Normalfall nicht völlig ihrer äußeren Wahrnehmung beraubt
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ Aimee
Ich muss einräumen, dass der Eingangspost nicht ganz eindeutig ist;
Pueblo spricht erst von Kopfhörern beim "Laufen", weitet die Problemstellung dann aber (wie auch in der Überschrift festgehalten) auf den Verkehrsteilnehmer im allgemeinen aus, wozu der Autofahrer ja nun als stärkster (im Sinne von vergleichsweise am wenigsten verwundbare) zu zählen ist.

Was die rechtliche Klärung des Kopfhörers beim Autofahren angeht - da sprichst du von erfolgter Klärung .....

Hab ich da was überlesen :confused:
 
Dann werde ich die beiden relevanten Theman mal trennen (weil das eine das andere bedingt, jenes aber ein grundsätzliches Problem zu sein scheint.

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Das Benutzen eines Kopfhörers in der Öffentlichkeit ist ein vielschichtiges Problem. Angefangen von Rücksichtslosigkeiten in ohnehin schon überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln bis hin zum Kick 'komme ich heute lebend über die Strasse' ist alles drin. Aber in diesem Post möchte ich zunächst einmal schwerpunktmässig auf den zweiten Themenbereich eingehen.

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Das andere Thema sind Verbote.

Ich lebe hier in einer sehr ruhigen Gegend abseits vom fliessenden Strassenverker. Um die Ecke sind Felder, ein Hügel mit ein paar Bäumen drauf, ein kleines Wäldchen und ein Rad- und Fussweg mittendurch. Nichtdestotrotz wird dieser Weg regelmässig von Rollerfahrern, weil es bequemer ist, als drumherum zu fahren. Autofahrer findet man dor keine. Allerdings nicht, weil es verboten ist, sondern wegen einer Schranke, die dies wirkungsvoll verhindert. Manchen Rollerfahrern ist allerdings auch diese (verbotene) Abkürzung zu lang und so geht's auch quer über das Feld.

Überspitzt ausgedrückt bestimme mittlerweile beim Fotografieren nicht mehr ich nach ästhetischen Kriterien den richtigen Bildausschnitt, sondern der herumliegende Müll. Kinder gehen mit einer grossen Säge bewaffnen in das Landschaftsschutzgebiet und 'spielen' dort damit herum. Und daß dabei auch die Kleinen schon saufen ist wohl Pflicht, wie man gut an den zurückgelassenen leeren Flaschen sieht. Es ist zwar wenig Natur da, aber wozu sie erhalten, wenn's der Unterhaltung abträglich ist.

Zwei Beispiele, wie zur Rücksichtslosigkeit werdende Faulheit gepaart mit vollständiger Ignoranz sich immer weiter in unseren Alltag drängt. Solange die Menschen nicht wirklich miteinander leben, sondern aneinander vorbei und der Rücksichtslose mit dem Erfolgreichen gleichgesetzt wird, solange wird sich unser soziales Leben immer weiter verschärfen und auch die Gewalt nimmt zu.

Es wäre schön, wenn vieles ohne Verbote ginge, aber dies hiesse, vor dem Gros der Rücksichtslosen zu kapitulieren und sich deren Spielregeln aufzwingen lassen. Allerdings halte ich Verbote für sinnlos, die weder durchgesetzt werden noch angemessen sanktioniert werden. Solange es fast schon zum guten Ton gehört, die eigene Rücksichtslosigkeit grundsätzlich als Kavaliersdelikt herunterzuspielen ist dies ein offener Schlag ins Gesicht derjenigen, welche dabei fast überfahren oder in sonst irgendeiner Art und Weise belästigt werden.

Ich bin sicher kein Freund von Verboten. Aber bin auch nicht willens, alles hinzunehmen und mich zum Opfer einer immer dreister werdender Rücksichtslosigkeit zu machen.

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Musikhören schön und gut. Aber die Grenzen sollten (eigentlich selbstverständlich) da sein, wo dies nicht nur einen selbst betrifft. Es ist wie mit den kleinen Kindern. Entweder verbietet man ihnen, spontan über die Strasse zu laufen und achtet auf strikte Befolgung dieses Verbots, oder man zahlt den Preis für ein Verzicht dieses Verbots und muss damit leben, daß gelegentlich ein Kind überfahren wird.

Es liegt an uns, uns zu entscheiden.

lg Konradin
 
Jetzt vermuddelst Du dich aber, prof :), oder? :D
#16 schrieb:
Die rechtliche Seite scheint mir bereits hinreichend geklärt.

Aber ich liste mal der Vollständigkeit halber die rechtliche Seite auf ;)
StVo § 1
Grundregeln
(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

StVo §23 Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers
(1) Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, daß seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. [...] und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. [...]

(1a) Dem Fahrzeugführer ist die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons untersagt, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält. Das gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgestellt ist.

Kommentierungen dazu:
Grundsätzlich: Es gibt kein Gesetz, dass es verbietet, Kopfhörer zu tragen. Vor kurzem wurde erfolgreich durch ein Gericht festgestellt, dass Kopfhörer (auch große Hi-Fi)im PKW unter bestimmten Bedingungen erlaubt sind: Es darf aber niemand durch die Musik gefährdet oder belästigt werden(§1 StVO), die Umweltgeräusche müssen wahrgenommen werden,
geschlossene Systeme sind dadurch verboten.
Anders ist es bei der Personenbeförderung nach der BO-Kraft. Kopfhöhrer sind für den Fahrer grundsätzlich verboten.
Versicherungen Polizei bzw. Gerichte werden sicherlich bei einem Unfall Schuld oder Teilschuld feststellen.

Also ist dies bei privater Nutzung eher eine Ermessenssache z.B. bei einem Unfall oder ähnlichem, dass eventuell auch eine Schuldumkehrung erfolgen kann.
Andererseits gibt es z.B. auch schon Helme mit integrierten FSE (Freisprecheinrichtungen und Soundsystemen)
Nur, ob die alle eine ECE haben und in "D" erlaubt sind....?!

Ansonsten siehe auch Slate #20

Was hier allerdings wohl eher Hauptthema scheint,
ist die rein individuelle Verantwortung jedes Einzelnen zum Thema.
Und wie schon des Öfteren auch hier gesagt ;)
Die liegt nun mal auch im Ermessen und der Vernunft eines jeden Einzelnen :)

lg
muesli

edit:
Na dann hab' ich mich ja trotz Überschneidung wohl eher dem Formalen gewidmet.
Wobei sich dabei kein Gegensatz erkennen lässt :)
edit 2 @ prof
Joo, ist wohl besser :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt vermuddelst Du dich aber, prof

Hmm, hab mich eher fremd-vermuddelt gefühlt ;)

Mein eigenes Gesabbel war mir schon noch präsent, ich bezog mich auf eine Aussage in Aimees Post (ist doch besser, den Bezug immer mit zu zitieren)

Genauso verhält es sich mit den Kopfhörern im Straßenverkehr. Wie bereits festgestellt wurde, ist es beim Autofahren ja schon reglementiert. Also gar keiner Diskussion mehr wert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also erst mal muß ich sagen, daß ich pueblos Post durchaus so verstanden hatte, daß er von Fußgängern sprach. Mag sein, daß es daher kam, im Vorfeld genau den von mir erwähnten Bericht gesehen zu haben.

Aber wohl auch, aufgrund dieser Aussage:

...
letztens sah ich eine Sendung wo über Menschen berichtet wurde, die mit Kopfhörer durch die Gegend gelaufen sind und bei manchen kam es auch vor, dass die Polizei sich vor den Menschen hinstellen musste, weil dieser den Akustischen Hinweis zum stehen bleiben nicht gehört hat.

Und die Klärung der Autofahrerverpflichtung kam sogar, meiner Meinung nach, von dir selbst in Post #28

...
Gerade im Bußgeldkatalog 2010 entdeckt:
Fahren mit beeinträchtigtem Gehör (zu laute Musik) 10 Euro

Offensichtlich gibt es auch Möglichkeiten, eine allgemeine Gefährdung der Verkehrssicherheit zu ahnden.

Also war ich eigentlich davon ausgegangen, daß dies damit geklärt wurde.

Ich bitte um Entschuldigung, wenn dies ein Mißverständnis meinerseits war.
Aber es kam tatsächlich als eine Klärung bei mir an, da es ja von dir so belegt wurde.
Tut mir leid, daß ich das nicht mit Bezug auf die Posts gleich in der ersten Antwort belegt habe.

Liebe Grüße
Aimee
 
Das Problem an sich sind weder Kopfhörer, Stöpsel oder Disco-Soundanlagen in einem PKW mit 5 Quadratmeter Fläche - Es ist (für mich) die Unvernunft, die leider immer mehr um sich greift.

Auch ich nutze "Kopfhörer". Aber ausschliesslich im ÖPNV, und zwar MONO, sprich mit lediglich einem "Stöpsel", so dass ich mit dem anderen Ohr meine Umgebung akkustisch wahrnehmen kann.

Das Wort Unvernunft möchte ich für mich einmal an einem Beispiel näher definieren:
Es begegnen mir immer wieder "Lebensformen" die Ihre "Mucke" dermassen aufdrehen, sodass ich auf der anderen Strassenseite schon überlegt habe, wie der Song heisst..
-> Die Folgekosten (Gehörschäden) darf natürlich die Allgemeinheit löhnen...

Aber der "Gesetzgeber" hat sich doch schon vor langer Zeit etwas einfallen lassen:


Straßenverkehrs-Ordnung - StVO und der "Gummiparagraph:

Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.


VG
snowflake
 
[...] Zu deiner Erinnerung nochmal dein Eingangsstatement;
denke nicht, dass es da um Fußgänger geht, oder sollte deren Rauchen und Telefonieren auch gefährlich sein?[...]

Du hättest bestimmt mein Startpost verstanden, wenn du auch den Inhalt genauer gelesen hättest littleprof.. :D

Aber dir zu liebe werde ich jetzt den Satz vervollständigen :)

Und eines nebenbei, Handyverbot im Straßenverkehr gilt auch für Radfahrer, von daher hatte ich auch geschrieben "das das Rauchen meiner Meinung nach gefährlicher ist", was auf diese bezogen war.


Pueblo
 
ich halte gar nichts davon denn man nimmt seine Umwelt nicht mehr wahr und es passieren schneller Unfälle, finde das genauso schlimm als wenn man im Auto sitzt und das Radio so laut ist das man nicht ein mal mehr das Martinshorn war nimmt
 
Dank dir für den Sonderservice, pueblo ;)
Es hatte sich in den letzten posts tatsächlich eher auf Stöpsel und Autos vereinseitigt :D

Irgendeiner hat weiter oben geschrieben, dass er schon aus reinem Überlebenstrieb als Fußgänger auf Kopfhörer verzichtet. Dem kann ich mich nur anschließen! Man bringt sich vor allem selbst in Gefahr, macht darüber hinaus aber auch einen potentiellen Unfallgegnmer fahrlässigerweise unglücklich und kostet uU die Allgemeinheit durch Inanspruchnahme der Krankenversicherung.

Nur am Rande der Gedanke, dass Kopfhörer ein typisches Zeichen für die zunehmende Vereinzelung und Egozentrik in unserer Gesellschaft ist. Mit nem Stöpsel im Ohr bin ich incommunicado, auch in Gesellschaft vieler Mitmenschen will ich weder von ihnen was hören noch ihnen was mitteilen - ich will meine Ruhe.
Ich sehe oft beim Joggen Pärchen, die nebeneinander herlaufen und den mp3-Player am Laufen haben ...
Ich finde, es ist ein deprimierendes Signal :(
 
littleprof schrieb:
Mit nem Stöpsel im Ohr bin ich incommunicado, auch in Gesellschaft vieler Mitmenschen will ich weder von ihnen was hören noch ihnen was mitteilen - ich will meine Ruhe.
(

dazu zähle ich auch, ich gebs zu.
Ich will damit auch oft signalisieren, dass ich meine ruhe will.

aber eben nicht immer.
Und ich bin auch in der Lage, auszustöpseln, wenn sich ein gespräch anbahnt.

auf der anderen seite stimme ich dir zu, wenn das stöpseln zum dauerzustand wird und es dabei keine balance gibt, ist es sehr deprimierend.
 
Wer beim Autofahren Kopfhörer auf hat oder das Radio/Anlage über ein gewisses Level aufdreht, müsste sofort mit Führerscheinentzug bestraft werden. Warum ich so drakonisch denke? Folgendes:

Vor vielen Jahren saß ich einmal im RTW (Rettungstransportwagen) auf dem Beifahrersitz. Wir mussten meinen Neffen nach Köln in die Augenklinik bringen, weil er eine schlimme Augenverletzung erlitten hatte. Minuten entschieden über sein Augenlicht. Der Fahrer hatte Blaulicht und Martinshorn eingeschaltet!

Wir fuhren auf der Autobahn auf der linken Spur mit hohem Tempo. Plötzlich scherte ein junger Mann mit einem Kleinwagen ganz gemütlich von der rechten auf die linke Spur aus und bremste uns aus. Er hatte einen Kopfhörer auf und nahm offensichtlich um ihn herum kaum etwas wahr. Selbst dann, als wir mit kurzem Abstand hinter ihm waren, nahm er den Einsatzwagen gar nicht wahr. Wohlgemerkt, trotz Blaulicht und Martinshorn.

Zum Glück war mein Neffe dennoch rechtzeitig in der Klinik. Jeder sollte sich einmal vor Augen halten, dass er vielleicht irgendwann auch einmal in einem Rettungswagen liegt und Minuten über Leben und Tod entscheiden können.

Jeder, der in irgendeiner Form am Verkehr teilnimmt, sollte sich darüber bewusst sein, dass er/sie nicht nur für sich Verantwortung trägt.
 
also ich finde das ok.....ich mach das auch...ok hab oft nur einen im ohr,,,,aber auch schon beide.
ist nix schlimmes dabei....ob ich jetzt die musik aufdrehe bist zum geht nicht mehr, oder kopfhöhrer an hab.
manche können auch nicht verstehen, das wenn man auto fährt, alc trinkt dabei...
ich bin der meinung das auto fährt besser,..;)
trinke immer beim fahren, und hatte noch NIE ein unfall...
 
@PokerFace also da fehlen einen echt die Worte dir sollte schnellst möglich der Führerschein entzogen werden
 
@Nenny, ich kann mir vorstellen, dass er durchaus bewußt provoziert: schau Dir Äußerungen und auch Profil-Infos an :)

Nehme ich einen nick ernst, dann spielt er vielleicht grade Poker mit uns. ;)
Oder versucht es zumindest....
 
@ PokerFace

Wiedermal auf Troll-Tour? Warum tobst du dich nicht bei Toggo aus?

MfG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
[...]Nehme ich einen nick ernst, dann spielt er vielleicht grade Poker mit uns. ;)

Ich sag mal das unser Leben ein Pokerspiel ist und solche wie Pokerface ist nur eine Nebensache die uns damit bereichern ;)

Sorei..Glückwünsche zu deinem neuem Status :)


Pueblo

PS: Ich denke das zu diesem Thema alles gesagt wurde was zu sagen war, von daher bitte ich die Moderatoren dies zu schließen.... Danke.

Wer gerne und zutreffend was dazu sagen möchte, kann sich bei den Mods melden
 
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