Wieso hat fast jeder Jugendlicher heutzutage Facebook? Diskussion 

  • Ersteller Ersteller Joo-
  • Erstellt am Erstellt am
Deine Sozialkompetenz ist eher ausschlaggebend dafür, wie du dich fühlst, freefloating.

Denn im Gegensatz zum FSB, bei dem du allein darüber bestimmst, was du persönlich von dir preisgibst, und wo die Daten lokal begenzt sind, ist die Struktur von FaceBook eine völlig andere, von unterschiedlichen Geschäftsmodell garnicht erst zu sprechen.

FaceBook existiert nicht aus dem Bedarf heraus, eine Kommunikationsplattform mit Gleichgesinnten zu schaffen, sondern mit der Intention, Geld (möglichst im grossen Stil) zu erwirtschaften und es bedient sich dabei der Strukturen, die diesen Bedarf zu erfüllen versprechen (was sie naturgemäss nur recht unvollständig tun). Das A und O von FaceBook ist nicht das Soziale, nicht die Gemeinschaft, nicht die abertausend Einzelgemeinschaften, sondern die ungeheure Datensammelwut (die selbst die bisherigen Allmachtsfantasien althergebrachter Datensammler mühelos in den Schatten stellt).

Eintscheiden für den Datentransfer via FaceBook ist nicht die eigene Sozialkompetenz, sondern die Tatsache, daß man dann bereits einen FaceBook-Accout hat. Die Lücken finden schon andere (oder kennst du jemanden, der wirkliche NIEMANDEN auf seier Freundesliste hat?). Und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Gruss Konradin
 
...was mich auf die Idee bringt, das es sowas wie einen facebook-Führerschein geben sollte....

:)
 
Einen FaceBook-Führerschein? Gäbe es ihn wirklich, dann bräche das Geschäftsmodell augenblicklich zusammen...
 
Konradin, auch bei Facebook entscheide ich ganz allein, was und wieviel ich von mir preisgeben möchte, sprich was ich poste, genau wie beim FSB. Allerdings, und hier sind wir uns völlig einig, bleiben die Daten im FSB i.d.R. begrenzt, was bei Facebook ganz gewollt nicht der Fall ist. Zuckerberg ist ja ein bekennender Gegner des Datenschutzes. Mit diesem Teil habe ich auch grosse Mühe.

Gruss freefloating
 
Ich würde es anders ausdrückem, freefloating. Auch bei FaceBook entscheidest du ganz allein selbst, was du direkt von dir preisgeben möchtest. Das Problem bist ja nicht du selbst oder deine direkten, unmittelbaren Informationen.

Wenn du hier im FSB eine Information löschst, dann ist sie weg. Wenn sich bei FaceBook einer deiner Freunde auf diese Information bezog, dann ist sie seitdem auch in seinem Profil gespeichert. Nur eben nicht mehr bei dir. Da kannst du bei dir löschen, was du willst (oder sogar deinen Account abmelden), was bei anderen ist, das bleibt auch dort.

Ein einziger neugieriger Zeitgenosse genügt, des sich dafür interessiert, welche Seiten und Foren du besucht hast und schon sind diese Daten unter seinem Profil gespeichert. Du hast nicht die allergeringste Chance, diese Daten zu löschen, auch wenn sie dich selbst betreffen, denn sie sind ja nicht unter deinem Profil gespeichert sondern unter dem eines deiner zahlreichen Freunde. Und wenn der die Daten überhaupt nicht geschützt hat, dann nützt dir auch deine Sozialkompetenz herzlich wenig.

Aber mal was ganz anderes. Ich amüsiere mich immer wieder, wenn Leute sich über die bösen Pädos mit ihren hochgeheimen Netzwerken aufregen und das Interesse an solchen Netzwerken fast schon mit der Mitgliedschaft in der Hölle gleichsetzen. Die wahren Pädos treiben sich doch längst bei FaceBook herum. Hier bekommen sie alle Informationen, die sie benötigen, auf dem Silbertablett präsentiert.

Auf der Strasse würden manche Kids nicht einmal dem Briefträger ihre Hausnummer verraten, bei FaceBook aber sind sie der King. Kaum bietet ihnen jemand die Freundschaft an, schon erzählen sie ihre komplette Lebensgeschichte (und was noch übler ist, die ihrer Umgebung gleich noch mit). Mehr muss ich an dieser Stelle wohl nicht sagen...

Gruss Konradin
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
freefloating schrieb:
Zuckerberg ist ja ein bekennender Gegner des Datenschutzes. Mit diesem Teil habe ich auch grosse Mühe

Dann, mein schwyzer Freund,
bloß nicht nachlassen in diesem Bemühen ;) :knu:

Denn :)
" bei Facebook entscheide ich ganz allein "
ist nicht nur dein Wunschdenken...
Allerdings nur,
sofern du permanent up to date mit Technik und Software bist. und schon entsprechende Gegenmaßnahmen vor Nutzung, z.B. von fb, getroffen hast.

Beispiel dazu:
Eins der weit verbreitetsten Facebook-Apps für Mobils/Smartphones ist just gerade als eines der 9 gefährlichsten Apps bzgl. Datenschutzverletzungen gekürt wurde :D
Bei dessen Nutzung bleibt es eben dir nicht überlassen, was das Teil (mit)übermittelt,
denn schon bei Installation übermittelt es alle relevanten, von dir dort gespeicherten Daten von Dir...
Den Rest, nach der Installation, natürlich fortlaufend auch noch...

Huxley's "schöne neue Welt"
ist längst Realität.
Viele wollen es aber einfach nicht wahrhaben ;)

Im Übrigen kann ich Konradin ob seiner gewählten Beispiele nur beipflichten..

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
@Konradin und muesli: Freunde (nicht auf facebook, grins), ich denke wir sind uns im Kern der Geschichte sehr einig ;)
 
Ich bin auf Facebook nicht registriert werde es in Zukunft auch nicht machen. Warum soll ich mich registrieren nur um sich zu präsentieren und auf einen Schlag tausende virtuelle Freunde zu bekommen?

Hab einen Messenger und da kommuniziere ich mit meinen Freunden die ich persönlich kenne. Habe im Profil auch nur das nötigste eingestellt, denn meine Freunde wissen ja wie ich ticke.:D

Die Jugendlichen auch Erwachsene sollten dringend umdenken und nicht so leichtfertig sein. Im Internet sich so entblößen und alles Preis geben das kann ganz schön ins Auge gehen.
 
OMG was ist Facebook???

Kenn ich nicht.

Also gut, muss mich outen, ich kenne das Ding. Aber ich habe keinen Account und werde es auch so lange es geht auch nicht nutzen.

Ich habe meine "Freunde" hier, da brauch ich dieses Ding da nicht.

Und irgendwie verstehe ich die Leute nicht, auf der einen Seite riesige Empörung weil beim neuen Datenschutzgesetzt meine Daten an Werbefirmen verkauft werden, aber andererseit schreibe ich dafür jeden Furz der mich drückt in Facebook rein.

Wir verrückt sind wir eigetnlich?
 
Erst mal großes Lob an Konradin, ich bin völlig deiner Meinung. Was mich zusätzlich stört und die Verbreitung von facebook anheizt, sind die Medien Fernsehen und Radio. Bei fast jeder Sendung wird gesagt " ... besuchen sie uns auch auf facebook ...", obwohl fast alle Sender und Sendungen eine Homepage haben. Die können doch sagen "besuchen sie uns im Internet", die facebook-Nutzer können doch dann über einen Link weitergeleitet werden.
Etwas anderes noch zum Thema, ich habe gestern Abend einen wichtigen Dateianhang an meine Tochter gemailt. Die Email kam zurück mit der Meldung "Speicher voll", ich habe sie dann angerufen und sie sagte, sie war eine Woche nicht auf dem Emailkonto und da haben sich über 500 facebook-Meldungen angesammelt. Ich sagte, überprüfe mal die Benachrichtigungseinstellungen, sie sagte, das ist bei facebook so unübersichtlich (sie hat studiert!) ???
 
Warum ein jeder , fast , bei Fetzbook nen Account hat ?
Na weil eben fast jeder da drin ist und es uncool wäre nicht da drin zu sein ?!
Wobei ich mal , Ironie an , folgend feststelle :
Fetzbook , Google und Apple usw. sind notrische Datensammler . Wie wir alle wissen , sammeln die Amis seit dem TwinTower-Desaster Daten wo es nur geht . Also stelle ich für mich fest das hinter alldem die ganzen Behörden wie FBI , CIA , Pentagon stecken und the white House ist der Oberpapa !
Ironie aus

Denn wer ist denn der Meinung das son Typ wie der Zuckerberg so nebenbei sich all das Fetzbook-Zeugs einfallen lässt ?!
Wer an Weihnachten und Ostern glaubt , dem ist nicht zu helfen
Dazu passt nen Spruch von Einstein
Es gibt zwei Dinge, die grenzenlos sind. Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin
 
Wenn du hier im FSB eine Information löschst, dann ist sie weg.
Nein, genau da liegt doch der Denkfehler.
Google vergisst nichts - das Internet vergisst nichts. Einmal über dieses Forum mit einem registrierten Nutzeraccount und einem Crawler gegangen - und eure Daten bleiben ewig bei mir auf dem PC gespeichert. Vielleicht landen sie ja von dort aus auch im Internet? Wer weiß das schon.
Alle Daten, die hier veröffentlicht werden, kann jeder x-beliebige anschauen. Anschauen UND speichern - und seinerseits veröffentlichen.

Stichworte: Google Website-Cache, Archive.org/Waybackmachine
 
Was heißt fast jeder Jugendliche ? :confused:
Auch wenn hier viele Facebook-Gegner sind. Ich war das anfangs auch und hab gesagt nie und nimmer melde ich mich da an.
Jetzt denke ich anders darüber.
Alles mal nicht so tierisch ernst nehmen und locker bleiben. :)
Die Kinder sind mittlerweile ausgezogen, Nichten und Neffen weit vertreut, der örtliche Sportverein, alte Schulfreunde ect ... warum sollte man sich nicht mit denen über Facebook kurz austauschen?
Ansonsten kann ich mir kaum vorstellen mich dort mit wildfremden Freunden zu behängen.
Einfach das Profil nur für Freunde zugänglich machen und schon ist dort niemand der einen nervt.
Zu meiner Schulzeit gabs Poesiealben in denen sich Freunde mit coolen Sprüchen und Bildern eintrugen. Das haben auch sämtliche Schulfreunde gelesen und sich vielleicht darüber amüsiert.
Oder ich habe in ein Tagebuch geschrieben und heimlich versteckt.
Heute heißt das ganze eben Facebook im Prinzip doch genau das Gleiche wie früher.
Gruß Tippse
 
Nicht ganz das selbe. Das Poesiealbum wurde ja nicht rund um die Uhr geöffnet um nachzusehen ob irgendwer was reingeschrieben hat. Und dein Tagebuch hast du sicherlich auch nicht ständig dabei gehabt um andauernd hineinzusehen.
Das bedenkliche an der Sache ist aber, das viele Kids 24 Stunden am Tag dort online sind, um ja keine Nachricht von den sogenannten "Freunden" zu verpassen. Die gehen nicht mehr vor die Tür um Freunde zu treffen die gehen online und ganz Übel wird es dann, wenn andere zu Mobbing Opfern werden, nur weil die kleinen Schwachmaten irgendwelche Bilder einstellen, über die dann die ganze Schule lacht.
 
Einerseits,die Zeit entwickelt sich, und neue Sachen entstehen, es ist in gewissem Grad eine Mode, und andererseits, man kann viele Infos von Facebook bekommen ,und auch Leute aus aller Welt kennen lernen, es ist wirklich eine gute Weise, die Welt draußen zu kennen. :)
 
Hallo meine lieben,

ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben: ich studiere Informatik und bin das einzige mädel in meinem fach. da bei mir nur die normalen nerds sitzen und sich alle nicht trauen mich nach meiner handynummer zu fragen (nur um vorlesungen-ausfall usw. weiterzuleiten) fragen sie lieber immer : "hassu facebook?" wenn ich dann immer nett nein sage, sind sie ganz erschrocken und trauen sich gar nichts mehr. so kommt es, dass ich NIE erfahre, wenn noten irgendwo online sind, NIE erfahre, wenn irgendwo party ist, NIE erfahre, wenn mal eine vorlesung ausfällt. wenn ich sowas wissen möchte muss ich mich selber darum kümmern. Das ist zwar schade, aber okay.

Generell fällt es mir nicht ein, den anderen lemmings hinterherzuspringen, nur weil irgendein idiot mein, jetzt das machen zu müssen.
Ich KÖNNTE mich zwar mit falschen Daten usw. anmelden, aber es ist mir schon zu blöd, facebook dann immer meine kompletten bewegungsdaten, verbindungsnachweise und soziale verbindungen preiszugeben, mit denen JEDE andere person, sobald sie sich mal ein bisschen rumgehackt hat rausfinden kann wer ich bin und was mein tagesablauf ist.

Ich nutze auch kein Whatsapp, der letzte datenskandal ist ja auch nicht zu lange her.

Klar, ich weiß wie man mit facebook umgeht usw und das ist auch wichtig, aber wie war es doch so schön (und das darf jetzt nicht falsch verstanden werden:)

nur weil ein oberlippenbärtchen die hand hebt muss das nicht der rest der welt tun!

Liebe Grüße
LesS:hy:
 
craving schrieb:
...man kann viele Infos von Facebook bekommen ,und auch Leute aus aller Welt kennen lernen, es ist wirklich eine gute Weise, die Welt draußen zu kennen.

Ohne dir mit meiner Meinung widersprechen zu wollen,
aber:
Infos bekomme ich über andere Kanäle wesentlich schneller
und vor allem verlässlicher recherchiert ;)

Wie du schon sagst, eine "Modeerscheinung",
die zwar eigentlich viel Potential hätte,
wär sie nicht (inzwischen) kommerziell ausgerichtet und auch genau dafür strukturiert.

Ok,
meine Wenigkeit hat sich ja noch in den Anfängen mit btx & co,
und ohne "lebensnahe" Grafikoberfläche *bg* beholfen,
aber inzwischen drängt sich mir der Eindruck auf,
selbst das war fast noch übersichtlicher und auch "sicherer".

Was das Kennenlernen angeht, muss ich dir allerdings schon deutlicher widersprechen,
sofern du nicht gerade Kontakt z.B. zu australischenn Aborigines, internationalen Highschool-Absolventen weltweit, süd-amerikanischen Natives oder auch weltweit verteilten Deutschstämmigen etc.pp. suchst :D

Meiner Erfahrung nach lernt man Menschen in deren "natürlichem" Umfeld am besten kennen.
Entweder z.B. in D zuhause, in Schulen, im Verein, Kneipen etc.pp.
oder im Ausland eben direkt vor Ort.

Und zur Kontaktaufnahme reicht eigentlich ja allemal auch jedes phone, 'ne sms oder auch mal eine email.

Von daher, ohne gewisse Vor-, aber auch Nachteile (fremdbestimmter) Netzwerke zu verschweigen,
kann die Nutzung positiv sein...
Für mich überwiegen allerdings deutlich die Nachteile,
die mich eben dazu bringen, diverse Ano-Acc "dort" zu nutzen,
die für meine 'Arbeit' manchmal einfach zwingend notwendig sind.

so far
 
muesli schrieb:
Infos bekomme ich über andere Kanäle wesentlich schneller
und vor allem verlässlicher recherchiert...
Ganz deiner Meinung, muesli. Es ist der gleiche Unterschied, ob ich kurz einen BILD-Artikel überfliege oder aber mehrere Tageszeitungen 'querlese'. Das eine Mal halte ich mich fahrlässigerweise für informiert (wenn ich es denn tue), das anderte Mal bin ich tatsächlich ein wenig informiert (zumindest als Grundstock dürfe es schon reichen). Natürlich kann man Informationen auch verifizieren (ein Lob auf Quellenangaben) und anschliessend vertiefen.

voodoo44 schrieb:
Nein, genau da liegt doch der Denkfehler.
Nein, sicher nicht.

Wenn ich hier einen Betrag ändere und ihn anschliessend bearbeite, dann ist die alte Version weg. Selbst wenn jemand diese gespeichert haben sollte, dann ist dies eine Einzelinformation. Sobald ich den Betrag bearbeit habe, ist die alte Version nicht mehr greifbar (selbst wenn sie irgendwo abgespeichert wurde ist sie für 99,999% der Benutzer weg und selbst wenn sie darüber irgendwo stolpern würden ist ihnen der Zusammenhang mit dem aktuellen Thread keineswegs klar, ebenso wie die Tatsache, daß es sich um veraltete Daten handelt).

Mit einem Screenshot eines Threads könnte man aufzeigen, was zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt dort (vor einer möglichen Veränderung) gestanden hat. Nur, rein auf Verdacht ist dies ineffizient. Sowohl vom Speicherplatz her als viel mehr noch von der Manpower her inst dies kaum zu bewerkstelligen.

Nichtdestotrotz sollte man schon wissen, was man im Internet schreibt. Dann ist man zwar gegen eigene Ausrutscher gefeit, was aber, wenn jemand genau diese faket?
 
moin moin,

...Nichtdestotrotz sollte man schon wissen, was man im Internet schreibt...

das sehe ich ganz genauso. In meinen Studienzeiten habe ich mir selbst die Teilnahme an politischen Veranstaltungen verkniffen um mir durch etwaige Auswirkungen meine berufliche Zukunft nicht zu verbauen :eek:

Im Nachhinein war meine Einstellung damals deutlich zu paranoid. Heute denke ich, dass es wichtig ist frühzeitig ein klares Profil zu zeigen und zu seinen Einstellungen zu stehen.

Wenn Facebook oder Twitter dann für diese Art von "Eigendarstellung" genutzt wird, ist es für mich legitim (auch wenn ich mich nicht wirklich mit diesen Programmen anfreunden kann)

Ich vermute mal, jede(r) von euch kann sich vorstellen, was ein Firmenmanager macht, wenn er vor der Entscheidung steht Führungspersonal einzustellen?!? ... selbst wenn ihr keinen FB Account besitzt, seht euch doch mal eure eigenen gesamten Posts hier an... Die Interessensbekundungen und Meinungen beschreiben doch ein interessantes (manchmal erschreckendes) Bild von einem selbst. Und die Details, die zwischen den Zeilen zu lesen sind halten einem den Spiegel vor.
(machts einfach mal spaßeshalber - aber nicht erschrecken)

Eigenverantwortliches Umgehen mit dem Internet (Ich verteufle dieses Netzwerk wirklich nicht, sondern verstehe es als Chance) gehört heute zum Leben dazu. Und wer das nicht beherrscht, braucht Unterstützung oder läuft in die genannten Fallen.

Genau das ist es, was wir Eltern unseren Kids auch mitgeben sollten. Kein ängstliches, übervorsichtiges Umgehen mit dem Netz, aber ein bewusstes.

... und was ist es, was die Jugendlichen zu FB bringt? ... ein Gruppenphänomen, ein soziales "Zwangsverhalten" nach dem Motto ... ich bin "uncool" und bekomme nichts mehr mit (bin außen vor) von dem was meine Freunde erleben. Zwar kein "Vorsprung durch Wissen" aber zumindestens ein "Ich kann mitreden".
Je mehr Eltern / Lehrer / Politiker dagegen wettern, umso mehr verteidigen die Kids das, was ihnen scheinbar "verwehrt" werden soll. Anstatt verbieten ist Vorleben eher ein Weg in den Einstieg zu einer vorteilhaften Nutzung.
(das ist zumindestens mein Eindruck)

Bog
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
'Farbe bekennen' finde ich absolut ok. Aber dann bitte auch dort, wo es kein reines Aushängeschild ist.

Ich hatte noch nie ein Problem damit, zu meiner (politischen) Meinung zu stehen. Aber ich finde es unangebracht, damit an der Supermarktkasse punkten zu wollen oder in Forem wie FaceBook, wo es nicht auf Tiefgang ankommt, sondern auf reine Masse.

Ebenso kann ich auf Hunderte von 'Freunden' verzichten und ebenso auf Idioten, welche jeden Pups von mir gut finden und die ihre Zeit damit verplempern, dies der vermeintlich ganzen Welt mitzuteilen.

Ich finde es eine bodenlose Frechheit, daß selbst die öffentlich-rechtlichen Sender für weiterführende Informationen nicht grundsätzlich auf eine eigene Seite verweisen, sondern in populitischer Manier auf FaceBook Verweisen. Auf der einen Seite scheinheilig vor FaceBook warnen, aber auf der anderen Seite genau dieses unterstützen. So etwas nenne ich scheinheilig.

Für mich persönlich gibt es keinen Grund, mich mit FaceBook anzugeben, jeder Zugriff auf eine deren Seiten wird bei mir geblockt. Und Informationen, welche nur via FaceBook verbreitet werden sind mir persönlich zu unwichtig, um sie überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.

Eigentlich ist FaceBook mit Kiffen vergleichbar. Beides führt oftmals zu psychischer Abhängigkeit und dem Einzelnen fällt es meist schwer, nein zu sagen. Man könnte ja etwas versäumen.

Ich aber sage: ganz im Gegenteil. Man gewinnt etwas.

lg Konradin
 
Zurück
Oben Unten