Hallo zusammen,
Seit gestern Nachmittag ist ein Petromax Perkolator bei uns im Dienst (in erster Linie für Camping Urlaube).
Die Maschine arbeitet nach dem Druckprinzip einer Bialetti, unterscheidet sich aber wesentlich durch das Brühprinzip.
Der Druck der gekochten Flüssigkeit am Boden der Kanne wird nach oben gepresst und durch den grob gemahlenen Kaffee gepresst, der durch ein feines Edelstahlsieb vom unteren Flüssigkeitsbehälter getrennt ist.
Das führt dazu, dass die Flüssigkeit nicht nur einmalig durch das Kaffeepulver gedrückt wird, sondern so oft, wie man es mag.
Wie bei der Bialetti erreicht man hier keine Espresso Qualität (dafür ist ein Druck von ca. 9 Bar nötig). Die feinen Ölbestandteile und das Aroma des Kaffees lassen sich aber durch die Mehrfachbrühung besser vom Kaffee lösen.
Als Anleitung bei dem Petromax stand nur dabei ... ausprobieren und nicht den Mut verlieren ... das kann ja was werden
Wenn das jemand von euch bereits ausprobiert hat, oder Interesse gewonnen hat ... ich kann euch nur wärmstens reine Arabica Mischungen empfehlen, die haben einen sehr geringen Säuregehalt und sollten (anders, als bei Filterkaffee, oder Espresso) sehr grob gemahlen sein.
Aktuell testen wir eine Guatemala Mischung von Tschibo aus 100% Arabica Bohnen mit einem sehr groben Mahlgrad.
Ich habe aber auch noch einen afrikanischen Arabica Kaffee im Gepäck, der auf jeden Fall auch noch in diesem Urlaub ausgetestet wird.
Nehmt besser nicht allzu dunkel geröstete Bohnen, da ja der Kaffee öfters mit dem Pulver in Berührung kommt und ansonsten sehr schnell sehr stark wird
Ach ja, ... das ist nichts für Soforttrinker ... der Petromax braucht etwa 12 Minuten, um auf dem offenen Feuer auf Temperatur zu kommen und dann etwa 8 Minuten, um die nötige Kaffeekonsistenz zu erzeugen. Ein bisschen Geduld solltet ihr also schon mitbringen
Cheers, Bogi