Ich habe kürzlich einen Barista-Kaffee-Kurs besucht, da ich ihn geschenkt bekommen habe. Trinke gerne Kaffee, aber nicht in rauen Mengen.
Anfänglich hatten wir eine SENSEO, den ist man aber a) irgendwann leid, b) weiß ich nun nach dem Barista-Kurs, dass da kein richtiger Kaffee verarbeitet wird, also zumindest kein Kaffee, der diesen Anspruch verdient hätte.
Der Bequemlichkeit halber zog irgendwann ein Melitta-Vollautomat ein, anfangs begeistert, war dieser irgendwann geschmacklich "durch". Und trotz großer Wartung und Reinigung ist der Kaffee selbst nach 3 Monaten Keller-Abstinenz irgendwie OK, aber mehr auch nicht.
Auch hier bin ich nach dem Barista-Kurs etwas schlauer, man muss experiementieren mit dem was der Automat an Einstellungen so hergibt. Oberste Prio sind und bleiben aber gute Kaffeebohnen - idealerweise nix aus dem Supermarkt-Regal.
Ursprünglich mal erworben zur Bewirtung von mehr als 6 Personen war ein Philips-Gerät namens "Grind & Brew". Bohnen frisch gemahlen und das gefiltert.
Wir waren wirklich angenehm überrascht von der Kaffeequalität, sehr bekömmlich und bei wechselnden Kaffeebohnensorten immer wieder ein neuer Geschmack und ... bekömmlicher.
Da ich oftmals mit Sodbrennen zu kämpfen habe, muss ich da ganz viel herumexperimentieren... Bisher fand ich Slow / ColdBrew Coffee am Besten von der Verträglichkeit her. Aber vom Geschkack bin ich nach wie vor vom Vollautomat begeistert, leider vertrag ich das nicht so gut. Paradoxerweise geht es aber mit dieser "Barista Milch" von Edeka besser als mit laktosefreier oder regulärer "Kuh-Milch"
Eine Kandidatin im oben beschriebenen Barista-Kurs hatte ein ähnliches Problem. Antwort vom Barista, die Bohnensorte ist schuld und auch die Brühmethode. Am wenigsten Last solltest Du mit Filterkaffee haben, bzgl. Bohnensorte muss man etwas ausprobieren. Mehr Arabica-Bohnen gegenüber Robusta. Und ein Glas Wasser vor dem ersten Kaffee morgens trinken.
Jeder muss also die beste Zubereitungsmethode für seinen Kaffeekonsum trinken. Espresso-Trinker kommen wohl für den puren Geschmack nicht an einer Siebträger-Maschine vorbei. Mir wäre es aktuell zuviel Zeitaufwand und Sauerei in der Küche mit der zusätzlichen Kaffeemühle usw.
Ich werde wohl über kurz oder lang den Vollautomaten verkaufen und die "Grind & Brew" wieder in der Küche platzieren.
Wir nutzen einen üblichen Porzellan-Filterhalter, der auf einer Tasse steht
In diesem kommt dann der Filter und das heiße Wasser wird einfach drüber gekippt…
Keine Ahnung wie man das genau nennt
Freut sich in jedem Fall wieder großer Beliebtheit und ist wieder im Trend. Deshalb gibt es inzwischen wieder extra Kannen (Gooseneck) zum Aufgießen. Ist auch ne Wissenschaft für sich. Für mehr Geschmack:
- Bohnen frisch mahlen (verlieren innerhalb von wenigen Stunden ihr Aroma)
- Wassertemperatur 91-95 °C
- Dosierung (15 gramm auf 240 Gramm Wasser)
- gerade Oberfläche im Filter
Last but not least:
Der Barista-Kurs hatte auch einen Ausflug in die Anbaugebiete und die Ernte dabei. Ausbeutung und Niedriglohn sind hier auch an der Tagesordnung. Dafür, dass Kaffee sich nach Wasser großer Beliebtheit erfreut, wird es beim Konsumieren viel zu selten wertgeschätzt.
Wer hier letztlich auch seinen Anteil für die Bauern und Erntehelfter leisten will, sollte nicht weniger als ca. 20 Euro/kg Kaffee investieren. Und lasst euch nicht nur von "Faitrade" blenden, das ist auch nicht immer alles Gold was glänzt.