Afghanistan Einsatz der Bundeswehr Umfrage 

Ist der Einsatz in Afghanistan noch gerechtfertigt

  • ja

    Stimmen: 98 41,7%
  • nein

    Stimmen: 137 58,3%

  • Umfrageteilnehmer
    235
Carmen schrieb:
Deswegen meine objektive Wahlempfehlung.

Objektiv?

Gut, dann sollen die LINKEN, falls es mal dazu kommen sollte, aus ihrem Sack hüpfen und schauen uns dann mal dieses größere Elend an!
:devil:

Wie kann man nur so leichtgläubig sein und dieser Partei ebenfalls alles glauben was sie das so faseln!

Mit genauso einen Wirrwarr sind die Grünen damals auch gestartet und als sie ihre Pöstchen hatten, sah es plötzlich ganz anders aus!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab ich was von Linken erzählt?
Ich schrieb von der einzigen Alternative, welche das ist hab ich jedem selbst überlassen herauszufinden!
Die FDP ist es schon mal nicht, weil der zukünftige, schwule Außenminister Westerwelle, in diesem Punkt volle Unterstützung der CDU versprochen hat! Zudem ist es besonders für ihn sehr schwer in einenem Schwulen feindlichem Land, als Außenminister die Interessen Deutschlands mit Worten zu vertreten. Vielleicht ist ihm auch deswegen die Waffengewalt so willkommen! Ein Außenminister der so arg Pro töten und pro Krieg verschrieben ist....

Aber Du hast schon Recht die Linke wäre auch eine Alternative, welche kennst Du noch?

Liebe Grüße
Carmen
 
Miraculix schrieb:
Die CDU ist nicht schlechter als die SPD oder die Grünen, es war dieses Rot-Grün, das die Lüge vom serbischen KZ Pristina mitverbreitete und Serbien bombardierte.

Und es war rot-grün das von 2001 bis 2005 bei der Afghanistanschande mitmachte
Na ja, so ganz gelogen haben die (vermutlichen) Kriegsverbrecher Schröder, Scharping, Fischer & Co. nicht: Es gab – das ist bewiesen! – KZs in Priština:
Deutsche KZs, in denen mit Hilfe von (kosovo-)albanischen SS-Leuten Juden, Serben und Roma ermordet wurden!
Schließlich war diese Region schon einmal von Deutschen befallen.

Aber zur Verbreitung von „Freiheit & Demokratie“ westlicher Prägung in Afghanistan; die dort von den Helden der freien Völkergemeinheit Gekidnappten haben
„weder das Recht auf einen Anwalt, noch werden sie über die gegen sie erhobenen Vorwürfe informiert“

Das soll (?) sich, nach vielen Jahren Isolation und Folter (Unterricht in „Freiheit & Demokratie“) jetzt ändern. Man darf gespannt sein – wird es gleichwohl nie erfahren – wie viele der von den Sadisten Eingefangenen diese Änderung er- bzw. überleben werden; zumal sie nun bestimmt nicht (mehr) zu den Freunden westlichen Demokratieverständnisses gehören werden.

Bagram: USA wollen Gefangenen in Afghanistan mehr Rechte einräumen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Ben-Witt schrieb:
... Gut, dann sollen die LINKEN, falls es mal dazu kommen sollte, aus ihrem Sack hüpfen und schauen uns dann mal dieses größere Elend an! ...
Wäre es zuviel von Dir verlangt, daß Du Deinen Vorschlag – evtl. sogar mit Begründung – welche Regierungsgang das Morden ausländischer* Horden in Afghanistan am ehesten eindämmen/stoppen kann, preis gibst?

Gern auch in fetter violetter Kursivschrift!

________
* Das zusätzliche Morden inländischer Gruppierungen scheint während der Besatzung eher zugenommen, denn abgenommen, zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
joungster,
Die Pristinastory des 21. Jhd. war definitiv eine Lüge. Und das in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ein Lager in Pristina gestanden ist wurde nicht einmal mir erzählt, und ich mußte mir schon viel anhören.

Der kleine aber feine Unterschied zwischen viel füher und früher ist das im SHS Staat die Komintern gewütet hat und eine tatsächliche Bedrohung dargestellt hat. Auch gab es gerade aus Österreichischer Sicht gewisse Altlasten wie insbesondere die Niederschlagung der basisdemokratischen Abstimmungen in Südkärnten und der Südsteiermark, durch panslawistische Ultranationalisten und Lynchmobs Stichwort Marburger Blutsonntag.


Ich stimme Dir aber zu das gerade die Streitkräfte der kroatischen Ustaca und der albanischen Skanderbegs ihre vom Lokalkolorit geprägte Kampfweise in der Achse nicht abgelegt haben. Das selbe konnte man auch und zwar ärger bei den Streitkräften die Bronislaw Kaminski in Russland um sich sammelte beobachten.

Wenn Du angesichts einiger neuer Aussagen der Marketingsprecher der Plutokratie meinst gespannt sein zu dürfen, was da neues kommt, sage ich Dir:
Für den der aus der Geschichte nichts gelernt hat wird sie sich wiederholen.
 
Carmen schrieb:
...
Deswegen meine objektive Wahlempfehlung.
..


Carmen, wir wissen nun aus deinen zahlreichen, weitgehend ähnlichen Beiträgen, dass du die CDU nicht magst, ihr die Schuld an allem gibst, was so passiert und dass du den LINKEn hunderprozentig ihre Wahlparolen abnimmst.

Dennoch solltest du ab und an auch mal zum eigentlichen Thema etwas beitragen, anstatt nur (Anti-)Wahlwerbung zu betreiben. Wir brauchen eine gesellschaftliche Akzeptanz darüber, dass die Bundeswehr bei solchen Einsätzen mit kriegerischem Potential nichts verloren hat. Es muss den herrschenden Parteien, ob Schwarz, Rot, Grün oder Gelb, klar gemacht werden, dass wir Bürger den Krieg nicht wollen, dass das Grundgesetz diesem Einsatz entgegen steht und dass wir nicht ständig an der Hundeleine der USA ihrem 'Herrchen' hinterher spazieren müssen.
 
Carmen schrieb:
weil der zukünftige, schwule Außenminister Westerwelle

Wenn Du Dich bis dahin noch nicht disqualifiziert hattest, dann definitiv jetzt :rot:
Ich denke nicht, daß die persönliche Lebensgestaltung - oder auch sexuelle Ausrichtung - des Herrn Westerwelle dessen Politik bestimmt. :rolleyes:

Und auch wenn es hier in den Thread nicht reinpasst.
Deine nervende Angriffe auf die CDU sind echt der Hammer. Wurdest Du mal von einem CDU-Politiker verlassen? :D

Egal, ob CDU, SPD, FDP oder mittlerweile Grüne - sie alle verbindet auf Bundesebene ein Punkt: sie betreiben Realpolitik.
Das, was Teile der Linken auf Stammtischniveau rauströten, liegt darin begründet, daß sie in der Opposition stehen und keinerlei Verantwortung tragen.
Die Linken sind auf Bundesebene nicht wählbar - zeigen sich sogar offen als intolerante Antieuropäer...
Auf Landesebene mag das anders aussehen, da sind die Entscheidungen aber auch nicht von dieser Tragweite!

Zurück nach Afghanistan:
Meiner Meinung nach gehören unsere Soldaten nicht dort hin und sollten abgezogen werden - aber bitte nicht sofort, sondern erst, wenn dort ein Sicherheitsapparat die Arbeit unserer Soldaten übernehmen kann.
Das sollte erste Priorität sein unserer Politiker: Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften (Polizei/Militär), so daß Afghanen auf das afghanische Volk aufpassen können.
Und Taliban sind keine Sicherheitskräfte, sondern ein Destabilisierungsfaktor und eine Gefahr für Afghanistan und auch für anderen Länder - auch für Deutschland.

Was ein sofortiger Abzug von Schutztruppen bedeutet, hat nicht zuletzt das abrupte Ende des 1. Irakkrieges gezeigt. Auch gab es schon genug Beispiele in afrikanischen Ländern, wo der Abzug von Schutztruppen das blanke Chaos hinterlassen hat.

Ein guter Zwischenschritt wäre vielleicht auch, das Ablösen westlicher Truppen durch Truppen arabischer Nationen.
Ich denke, die Akzeptanz bei der afghanischen Bevölkerung wäre dann dementsprechend höher, Anschläge auf muslimische Soldaten durch die Taliban würden sie zudem ins Abseits stellen bei den geistigen, religiösen, Kräften, die sie jetzt noch unterstützen...
 
Tut mir leid, da hast Du mich sicher falsch verstanden! Nicht ich hab das Problem mit dem schwulen Außenminister sondern:

Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande. Gesetze zur Homosexualität ? Wikipedia

Malaysia: Der ehem. stellv. Ministerpräsident Anwar Ibrahim, der selbst wegen seiner angeblichen H. eingesperrt wurde, hat Einspruch erhoben. Die Tochter des Ministerpräsidenten Mahathir Mohamad, Marina Mahathir, rief im Oktober 1998 zu einem Ende der Diskriminierung auf Grund der Sexualität auf.[35] Doch ihr Vater warnte im Oktober 2001 schwule Minister anderer Länder sein Land zu besuchen.
Länder der Welt die ein Problem mit Gay's haben:
Eritrea
Gabun
Gambia
Ghana
Guinea
Kamerun
Kap Verde
Kenia
Komoren
Lesotho
Liberia
Libyen
Malawi
* Marokko
Mauretanien
Mauritius
Mosambik
Nigeria
Sambia
Sansibar
Senegal
Seychellen
Sierra Leone
Simbabwe
Somalia
* Südafrika
Sudan
Swasiland
Tansania
Togo
* Tunesien
Uganda
Afghanistan
Bahrain
Bangladesch
Bhutan
Brunei
* Indien
Iran
Irak
Jemen
Katar
Kuwait
* Libanon
* Malaysia
Malediven
Myanmar
Nepal
Oman
Pakistan
Saudi-Arabien
Singapur
Sri Lanka
Syrien
Turkmenistan
Usbekistan
Vereinigte Arabische Emirate
Antigua und Barbuda
Barbados
Belize
Grenada
* Jamaika
Kuba
Martinique
Mexiko
Niederländische Antillen
Nicaragua
Panama
Saint Kitts und Nevis
Saint Lucia
St. Vincent und die Grenadinen
Trinidad und Tobago
Cookinseln
Kiribati
Mikronesien
Nauru
Niue
Palau
Papua-Neuguinea
Samoa
Salomonen
Tokelau
Tonga
Tuvalu
Guyana

Es ist daher auch keine Lösung für dieses Problem, wenn Du mich disqualifizierst, nur weil wir aufgrund der sexuellen Neigungen eines einzigen Menschen, auf die effektive Vertretung der Interessen von 82 Millionen Menschen verzichten! Nicht jeder ist geeignet Außenminister zu sein!Der Außenminister deutschlands muß von möglichst allen Ländern der Welt, als Gesprächspartner akzeptiert sein!

Ja, es ist nicht einfach dieses Thema anzusprechen, aber ich kann die Gesinnung in der Welt nicht dahingehend verändern, das diese Länder Gay's willkommen heißen! Du, kannst es? Oder hast Du eine Lösung?
Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, und wenn 90 andere Staaten Probleme mit der Demokratie hätten, dann würden auch wir darauf verzichten und z.B. einen Monarchen hinschicken? Nein, das ist doch dummes Zeug. Dann könnten wir gleich auf Wahlen verzichten und die Parteien nehmen, welche die Mehrheit anderer Staaten mag. Noch sind wir nicht so weit, daß die Bundestagswahlen global stattfinden. :D

Nein, Westerwelle mag ich überhaupt nicht und schon gar nicht als Außenminister. Aber wohl wegen seiner Politik und nicht wegen seiner sexuellen Präferenz. Ich finde, es geht mich im Grunde genommen überhaupt nichts an, ob er schwul ist, oder nicht. So etwas sollte Privatsache sein, auch bei einem Politiker.

Wir sind von Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung homosexueller Mitbürger weit entfernt, wenn solche Erwägungen eine Rolle spielen sollten. Ebensowenig ist so etwas demokratisch.

Gruß Konradin
 
Du, hast Recht Konradin.
Aber diese Länder würden jeden Außenminister akzeptieren der nicht schwul ist. Das können wir relativ leicht erfüllen im Gegensatz dazu das wir einen Monarchen oder Diktator entsenden könnten.
Ich fürchte das seine Homosexualität zu sehr ablenken würde und Potential für Provokationen liefern könnte. Oft genug ist es schwierig mit Konfliktparteien eine sachliche Gesprächsbasis zu finden... währenddessen sterben unter Umständen Menschen oder sind in Gefangenschaft.
Steinmeier hatte in der Vergangenheit schon öfter Verhandlungen um das Leben von Menschen führen müßen und das mit skrupellosen Gegnern mit denen er sich normalerweise auch nicht gerne an einen Tisch gesetzt hätte. Ich denke das der Iran eine eigene Toleranz gegenüber Homosexualität haben wird, als Beispiel. Oder? Sicherlich wird er nicht direkt mit Verbrechern verhandelt haben sondern über Mittelsmänner oder Boten.

Liebe Grüße
Carmen
 
Carmen schrieb:
...Ich denke das der Iran eine eigene Toleranz gegenüber Homosexualität haben wird, als Beispiel. Oder? ...

Im Iran gilt die Schari'a und Homosexualität, zumindest bei Männern, wird mit der Todesstrafe bei Iranern geahndet.

Dennoch hat Konradin recht und wir verzetteln uns mal wieder im eigentlichen Thema!
 
Carmen schrieb:
...weil der zukünftige, schwule Außenminister Westerwelle...
Zudem ist es besonders für ihn sehr schwer in einenem Schwulen feindlichem Land, als Außenminister die Interessen Deutschlands mit Worten zu vertreten. Vielleicht ist ihm auch deswegen die Waffengewalt so willkommen! Ein Außenminister der so arg Pro töten und pro Krieg verschrieben ist....

Weißt du Carmen, du erscheinst mir roter als Rot und vertritts wohl eher die Kommunistenansicht!
Erst behauptest du was, wenn du dann darauf angesprochen wirst, windest du dich wie ein Aal und umkreist deine vorherigen Aussagen!

Das Fähnchen im Wind ist dagegen farblos.



@joungster


- K E I N E -

Hiermit verabschiede ich mich aus diesen verdrehenden Fragen und Antwortspiel, wie auch aus den Wahlkampfparolen einer bestimmten Person!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Darf in Deutschland über schwule Außenminister geredet werden, ohne das man ins falsche Licht gerückt oder fast geächtet wird? Du kannst von mir aus ein Gay sein oder nicht und Westerwelle kanns auch. Der Unterschied ist das man es von Dir noch nicht weiß vom Westerwelle aber schon! Der weitere Unterschied ist das Du die Interessen die Dich betreffen übernimmst und eventuell die Verantwortung für ein paar Menschen. jedenfalls gehe ich nicht davon aus das es Deine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wenn Du schwul wärst! Beim Westi sieht es anders aus!
Das liegt nicht an mir, ich habe mir extra die Mühe gemacht und einen neutralen link beigefügt um zu verdeutlichen das es leider kein Punkt ist (der homosexuelle Punkt) der einfach gar nicht beachtet werden sollte, damit ein Westerwelle sich wohler fühlen könnte wenn er es liest.
Es geht aber um das Wohlergehen von 82 Millionen Menschen die sicher keine Nachteile erhalten wollen nur weil jemand Schwul ist!
Anstatt es als Anregung zu verstehen und diese Punkte sachlich wegzudiskutieren kommt aber diese undifferenzierte Haltung von Dir!
Es gibt sehr viele in Deutschland die eine FDP nicht wählen werden nur weil Westi schwul ist! Das ist sicher falsch, aber durch Deine Reaktion wurde niemandem der Horizont erweitert so dass er sich um entscheiden könnte!

Es ist Fakt das Deutschland Krieg gegen die Afghanen führt und das außer dem Verteidigungsminister auch der Außenminister zukünftig tätig werden könnte um Verhandlungen mit Menschen zu führen die was gegen Frauen (Merkel, ist eine Frau und ich hoffe es erwähnen zu dürfen ohne jetzt frauenfeindlich zu sein) und Schwule haben. Dazu muß man sich Gedanken machen bevor die Würfel gefallen sind, weil man noch was ändern kann als Wähler!

Deswegen würde ich mich freuen wenn Du zur Sachlichkeit zurückkehrst! Nimms mir bitte nicht übel.

Liebe Grüße
Carmen
 
@Carmen

Es gibt auch genug Länder, in denen die Frau nicht gleichberechtigt ist :rolleyes:

Schließt Du denn auch eine Frau als Kanzlerin, Außenministerin oder gar Bundespräsidentin kategorisch aus, weil wir mit möglichst vielen Ländern zusammenarbeiten müssen. :confused:

Ich wollte auch nicht ein Statement pro Westerwelle abgeben, sondern pro Toleranz.

Politik darf sich nicht von den Zwängen nicht toleranter Staaten abhängig machen - sonst brauchen wir bald mehrere Außenminister...für jede Glaubensrichtung einen :D

Ich bin der Meinung, daß Du da (mal wieder) auf dem totalen Holzweg bist :rot:

Sorry fürs Offtopic - also zurück zum Thema ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Carmen schrieb:
...Es geht aber um das Wohlergehen von 82 Millionen Menschen die sicher keine Nachteile erhalten wollen nur weil jemand Schwul ist!
...

Was laberst du nur für Zeug? :rolleyes:

Ich bin bestimmt kein Freund homosexueller Partnerschaften, aber ich akzeptiere es und beurteile keinen Menschen nach seiner sexuellen Präferenz! Wer weiß denn schon, wie viele hochrangige Politiker weltweit zu den Pädophilen gehören, ihre Frauen oder Bediensteten vergewaltigen und Schlimmeres tun?!

Sollte ein Staat hier ein Problem mit Deutschland, seiner Regierung oder den Staatsvertretern haben, dann qualifiziert ihn das ab und nicht einen möglicherweise schwulen Außenminister.

Du solltest dich wirklich mal lieber mit dem eigentlichen Thema auseinandersetzen. Denn die Situation in Afghanistan ist vielschichtig kompliziert! Zum einen die traditionellen Stammesregeln, zum anderen der 'normale' Zustand einer strikt islamischen Gesellschaft, die selbst in Kabul den Frauen und Mädchen viele Rechte verweigert. Die Taliban toppen das Ganze noch, in dem sie mit rücksichtsloser und blutiger Gewalt jedem Menschen in ihren Einflußsphären ihr Verständnis einer radikal-islamischen Ordnung aufzwingen. Frauen sind dabei nicht mehr als Gebärmaschinen, die beständig dem Manne zu Willen sein müssen, ungebildet und fremdbestimmt.

Was würde bei einem Abzug sämtlicher westlicher Militärs erfolgen? Ein Chaos, ein weiterer Bürgerkrieg. Die Aggressionen und der Hass auf alles Un-Islamische würde sich dann eben auf die unmittelbaren 'Gegner' richten, wie üblich bei religiösen Spinnern.
 
Was habts ihr für ein Problem damit, dass der iranische Zugang zur Homosexualität ein anderer ist?!

Es gibt nun mal Menschen und Kulturen, die sind alles andere als von moralischer Immunschwäche (HIV) befallen. :D

Betrifft Euch das?

Falls ja, die Kulturkreise sind nun mal inkompatibel, was aber noch lange nicht heißt dass der eine schlechter ist oder nachbarschaftliche Beziehungen schwer möglich sind.

Es heißt nur das man die Grenzen zwischen den Kreisen sehen und achten muss. Sonst ist Ärger vorprogrammiert.
 
Miraculix schrieb:
... Falls ja, die Kulturkreise sind nun mal inkompatibel, [...]
Es heißt nur das man die Grenzen zwischen den Kreisen sehen und achten muss. Sonst ist Ärger vorprogrammiert.

Das merkt man übrigens an vielen 'Kulturen', die sich mittlerweile in Deutschland ausgebreitet haben und die sich genau so verhalten - nämlich inkompatibel zu unserer Kultur, nur dass diese Menschen mittlerweile eben nicht mehr in ihrem eigenen Land leben. ;)

Dennoch sollten wir zumindest so weit sein, dass man jedem Individuum menschlicher Art bestimmte Grundrechte garantieren sollte, egal in welchem Staat und in welcher Kultur bzw. Religion. Denn das, was du, Miraculix, propagierst, bedeutet die gefährliche Akzeptanz jeglicher Diktatur und jeglicher Kultur, die einem Teil ihrer Bevölkerung massiv Grundrechte vorenthält und Gewalt zum täglichen Handeln bestimmt.

Insofern nehme ich mir durchaus das Recht, andere Staaten und Gesellschaften zu kritisieren. Die Augen zu verschließen, oder gar, wie manch einer hier, die Taliban zu Freiheitskämpfern zu stilisieren, ist ganz sicher der falsche Weg, sich mit dem Thema Afghanistan auseinander zu setzen.

Einig sind wir uns höchstens darin, dass die Bundeswehr als kriegerische Truppe dort fehl am Platz ist. Ich bezweifle bei der in Kabul ansässigen Regierung auch, dass die Ausbildung der nationalen Polizeikräfte durch unsere Truppen und Polizisten kurz- oder mittelfristig von Erfolg gekrönt sein könnte. Angesichts der bis in die obersten Regierungsebenen vorherrschenden Korruption und Günstlingswirtschaft sind das berechtigte Zweifel.
 
Faehnrich schrieb:
Das merkt man übrigens an vielen 'Kulturen', die sich mittlerweile in Deutschland ausgebreitet haben und die sich genau so verhalten - nämlich inkompatibel zu unserer Kultur

Was denkst du denn, wie sich andere Kulturen sich hier zu verhalten sollen??# meinst du etwa , wenn du ne Katze hast, das dieser auch nach " hol den Stöcklein " reagieren sollte :rolleyes:

Uludag
 
@ Uludaq:
Fühlst du dich als Abkömmling eingewanderter Eltern bzw. selbst hier Eingewanderter in irgend einer Form angesprochen? Was denken wohl die Afghanen über die Lebensweise und Kultur von uns?
 
Was sie denken: Dass ein dekadentes Gomorrah praktischerweise gerade sturmreif dasteht.

nur dass diese Menschen mittlerweile eben nicht mehr in ihrem eigenen Land leben.
Dagegen gibts doch gut funktionierende "workarounds": Majorisieren, Assimilieren, Hegemoniesieren.

Übrigens: Ich propagiere bzw. erkenne das Recht jedes Landes und Volkes an, Herrschaftssystem, Wirtschaftssystem etc selbst zu bestimmen.

Und ich verneine das irgendein Kulturkreis das Recht hat, seinen Ansatz anderen aufzuzwingen.

Vor allem weil jene die mit der EMRK auf Kreuzzug gehen mit der EMRK weniger zu schaffen haben als die Kreuzritter mit den Werten von Jesus Christus gemein hatten.


Im übrigen sind in Afghanistan unter den Taliban natürlich auch Freiheitskämpfer, wie es auch Freiheitskämpfer in Afghanistan gibt die mit den Taliban nur zusammenarbeiten und andere tun nicht einmal das. Für die einfachen Gemüter macht die Glotze aber aus allen Taliban.
 
Miraculix schrieb:
.. Ich propagiere bzw. erkenne das Recht jedes Landes und Volkes an, Herrschaftssystem, Wirtschaftssystem etc selbst zu bestimmen.

Und ich verneine das irgendein Kulturkreis das Recht hat, seinen Ansatz anderen aufzuzwingen. ...


Du lässt wiederum nicht von deinem gefährlichen Ansatz! Denn das Volk eines Staates hat beileibe nicht immer die Chance, sich sein mehrheitlich gewünschtes System selbst zu bestimmen. Das weißt du natürlich auch und bleibst dennoch bei deiner Pauschalaussage. Noch ein paar pseudoschlaue Worte drumherum gebunden, damit man auch ganz bestimmt als einzig Wissender da steht bzw. tippselt. Gell?

Merkwürdig auch immer die Verneinung im Gegensatz, dass Menschen, die freiwillig und ungezwungen in andere Staaten emigrieren, sich dieser neuen Heimat wenigstens bedingt anzupassen hätten. Wer die Probleme nicht kennt oder sie erkennen will, darf weiterhin so multikultiallessoschönhier weiter dozieren. ;)


Wie anders dagegen die Probleme des Staates Afghanistan und seiner Bevölkerung. Denkst du wirklich, der Durchschnittsafghane, vom Land oder der Stadt, wäre glücklich über Jahrzehnte Krieg und Terror - egal, ob von den Sowjets, den USA und ihren Vasallen oder den Taliban und ihren Clan-Verbündeten? Weshalb gibt es immer wieder und immer wechselnde Allianzen lokaler Warlords mit Taliban-Gruppen? Na? Sicher nicht, um für die Freiheit des Landes zu kämpfen. Aber glauben darf man ja viel ...
 
Faehnrich schrieb:
@ Uludaq:
Fühlst du dich als Abkömmling eingewanderter Eltern bzw. selbst hier Eingewanderter in irgend einer Form angesprochen?

Keinesfalls ,aber wie kommst du drauf das ich ein Einwanderer bin ? -- hast du irgendwie einen Problem damit:rolleyes:

Faehnrich schrieb:
Was denken wohl die Afghanen über die Lebensweise und Kultur von uns?

Was sollten sie über ein Kultur und Volk denken, womit sie nichts zutun haben.?



Uludag
 
Du lässt wiederum nicht von deinem gefährlichen Ansatz!
"Denn das Volk eines Staates hat beileibe nicht immer die Chance, sich sein mehrheitlich gewünschtes System selbst zu bestimmen"

Nachdem der andere Ansatz noch gefährlicher ist, klar. :-)
Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wars auch nie.Darum gehts mir auch
nicht.

Es geht mir darum, dass ein Kreuzritter niemals zur Selbstbestimmung beitragen wird.

Was er aber stattdessen tun wird:
Er wird sich -militärisch und politisch völlig logisch- ein paar Locals suchen oder eben in Lagern heranzüchten, die ihm dienen und seine Meinung teilen und dafür sorgen, das diesen Medien zur Verfügung stehen. Deren Senf wird dann als mehrheitlich gewünschtes System verkauft, nebenbei kann er ein paar Contras losschicken die -natürlich auch medienwirksam- ins Klo greifen und der Grund für "pacare" ist geliefert.

In einem solchen Krieg kämpft man nun mal um seine Freiheiten und seine Rechte und kann sie noch nicht praktizieren. Sonst wäre ja der Kriegsgrund nicht gegeben


"Weshalb gibt es immer wieder und immer wechselnde Allianzen lokaler Warlords mit Taliban-Gruppen?.
Weil die Kriegsführung es erfordert bzw. die Akteure ein Lagebild haben, das sie zum Schluss bringt es sei so?
Hinzukommt es ist Teil der gegnerischen Kampfführung Chaos zu stiften und eigene Strukturen zu zerschlagen bzw. Gruppen in interne Kämpfe zu verstricken und so Kräfte zu binden, damit sie nicht gegen den Angreifer konsolidiert werden können.
Diesbezüglich haben sie jahrzehntelange Erfahrung und entsprechendes Potential, und sie waren in Afghanistan nicht die ersten die damit begonnen haben.
Ziel der verdeckten Kampfführung ist es dabei das Land in einen Zustand zu werfen, in dem ein Abzug der Kräfte als nachteilig für die Bevölkerung erscheint, und diesen Zustand zu halten. Im Moment sind die Ziele der Kämpfer daher bescheiden gesteckt, die Überleben steht ganz oben auf der Liste, dann kommt Halten der eigenen Position. Über Freiheiten kann man erst reden wenn man die Macht hat sie sicherzustellen.
 
Mal sehen, wie es in Afghanistan weitergeht. Bald ist die Wahl ja vorbei und dann werden werden wir es schon sehen.

Das Worst Case Scenario wäre der Fall, wenn z.B. jemand die Eröffnungsrede zur Frankfurter Buchmesse für seine Zwecke WTC-gemäß instrumentalisieren würde. Die Taliban wären recht schnell als Schuldige ausgemacht, der Krieg in Afghanistan könnte ungehemmt weitereskalieren und der ständige Einsatz der Bundeswehr im Inland wäre sichergestellt. Viele Fliegen mit einer Klappe, so hat man es gern.

Natürlich ist dieses Beispiel rein fiktiv, denn würde sich die CDU einer Merkel, Dr. Angela, eines Koch, Roland und einer Roth, Dr. Petra berauben? So wird der 13.10. wie jeder andere Tag vergehen, friedlich wie eh und je.

Anders wäre natürlich die Terminierung zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in der Paulskirche, einem durchaus symbolischen Ort. Aber man soll den Teufel ja nicht an die Wand malen.

Gruß Konradin
 
Auch wenn einige Intelligenzallergiker (wieder) aufjaulen werden; einige Sätze, die das Nachdenken wert sein sollten:

‚Nach einer Bedrohungsanalyse haben die radikalislamischen Taliban eine stärkere Position als je zuvor seit ihrer Entmachtung durch den US-Einmarsch in Kabul Ende 2001. "Sie scheinen niemals an Personalstärke zu verlieren", sagte ein Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums der "Los Angeles Times".‘
Afghanistan: CIA-Spione sollen Taliban-Vormarsch aufhalten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

‚... Zur Isaf meint der im Juni angetretene Kommandant, die Truppe sei zu sehr mit dem Schutz der eigenen Soldaten beschäftigt. «Wir haben in einer Art und Weise operiert, die uns – physisch und psychologisch – von den Menschen entfernt hat, die wir beschützen wollen.
Zusätzlich riskieren wir eine eine strategische Niederlage, indem wir taktische Siege verfolgen, die zu zivilen Opfer oder unnötigem Kollateralschaden führen.»‘ ...

Der Status quo wird zu einer Niederlage fhren (International, NZZ Online)

„... eine neue Strategie müsse her - sonst drohe binnen kurzer Frist die Niederlage, erklärt General McChrystal. ...“
‚... Die Taliban seien stark und intelligent, in afghanischen Gefängnissen würden sie systematisch Kämpfer rekrutieren, schreibt McChrystal laut einem Bericht der "Washington Post" in einem 66-seitigen Geheimbericht an die US-Regierung. ...‘
‚...Vorrangiges Ziel des neuen Vorgehens soll demnach der Schutz der Zivilbevölkerung sein statt des Kampfes gegen die Taliban-Rebellen.
Die afghanische Regierung sei von Korruption durchsetzt und die Isaf durch Taktiken eingeschränkt, die einen Keil zwischen die Bevölkerung und die internationalen Truppen trieben - so sei die Isaf zu sehr damit beschäftigt, die eigenen Soldaten zu schützen statt die Zivilbevölkerung. "Wir haben in einer Art und Weise operiert, die uns - physisch und psychologisch - von den Menschen entfernt hat, die wir beschützen wollen. ...“‘

Kampf gegen Taliban: US-Befehlshaber fürchtet Scheitern in Afghanistan - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Nebenbei: Selbstverständlich verteidigt „der Westen“ westliche Werte auf westliche Art.
Es sind westliche Truppen, die in AFG und Irak stehen; es sind westliche Kriegsflotten, die seit Jahren im persischen Golf kreuzen.
Der Westen verteidigt (und hat noch nie etwas anderes getan)! Jetzt droht die Weltherrschaft einer Sekte, früher drohte die Weltherrschaft des Kommunismus, ein paar Jahre zuvor stand die jüdische Weltherrschaft bevor.

... und selbstverständlich sind die Besatzungssoldaten in Afghanistan hochwillkommen:
Russische Soldaten erzählen fast alle die gleiche Geschichte: Afghanen verkauften ihnen tagsüber Gemüse und Obst. Nebenbei klopften sie den Soldaten auf die Schulter und erzählten wie sie es gut fänden, dass die Sowjettruppen im Lande sind. Abends haben dann diese Schulterklopfer und Gemüseverkäufer auf die Russen geschossen....

Wie ähnlich doch die Argumentationen waren und sind …
 
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