@ joungster 
Über diese hier zitierten Inhalte dieser Kolumne gibt es meinerseits nicht viel zu diskutieren.
Mir fehlen hierin eigentlich nur deutlichere, "langfristigere" Lösungsvorschläge,
die aber möglichst die negativen Auswirkungen, also quasi die "zerschlagenen Eier", der jetzigen Bundesregierung auch schon mit berücksichtigen
Denn
Clinton schrieb:
wie sehr »neuer wirtschaftlicher Druck und die globale Wirtschaftskrise wahrscheinlich das Problem verschärfen werden«
gilt inzwischen ja nicht nur für die (ehemalige?) Haudrauf-Mentalität der USA.
Neuerdings hat sich genau diese Mentalität Deutschland ja auch national wie international immer mehr zu eigen gemacht.
Was bleibt also vom
relativ konstruktiv erarbeiteten
- und das nicht nur immer mit Mitteln, die ich wirklich begrüßt habe...siehe Mogadischu

)
Weltbild der Deutschen aus den Zeiten eines Brandt oder Schmidt noch übrig?
Damals sah man die Deutschen im Ausland als vorrangig vermittelnde, glaubhaft friedensliebende,
aber im Notfall durchaus auch mal wehrhafte Demokratie, die anders als andere alte Kolonialmächte den Wandel in der Welt eher durch Verbesserungen der wirtschaftlichen Hilfen und Infrastruktur (z.B. auch GTZ etc.pp) zu erreichen suchte. Und dies nicht nur aus dem Credo eines Exportweltmeisters heraus
Dieses Bild ist (spätestens nach Schröder) nachhaltig beschädigt...
Was bleibt also?
Weiterhin militärisch (mit) agieren, um zukünftig auch wirklich jegliche Erinnerung an ein "glaubhaft" konstruktiv agierendes Deutschland aus den Köpfen zu bomben und damit also eher auf alte Muster des "Krauts" zurück zu greifen?
@ Fahnrich
Ich schreibe hier nicht vorrangig, um Erwartungen zu erfüllen

Sondern um definitiv Falsches möglichst neutral zu relativieren.
Meine eigene Meinung mache ich dann schon ab und dann mal deutlich
Zum Thema Afghanistan

Ich habe in meiner Studienzeit (große WG mit wechselnden Mitwohnis) u.a. auch zwei Jahre mit bzw. in enger (Haus)Nachbarschaft mit zwei Afghanen gelebt, zu denen ich bisweilen heute noch Kontakt habe.
Damals "herrschte" erst eine "rote" Fraktion von Afghanen und später ja auch die rote Armee ...
Und/aber nicht alles war schlecht, was damals an Veränderungen in Afghanistan anstand.
Leider fiel das Ganze in die Zeit eines "kalten Krieges", was selbst positive Veränderungen dort in einem mehr als einseitigem Licht der Auseinandersetzung zweier "verbohrter" Großmächte erscheinen ließ
Und die Geister, die man damals im Namen der "Freiheit der Welt" rief,
ist man bis heute dort wie auch anderswo noch nicht wieder los geworden.
Das dabei damals wie heute JEDER Afghane aufbauend auf seine sozialen, historischen wie religiösen Wurzeln versuchte so "gut" wie möglich zu agieren, ist doch wohl eigentlich selbstverständlich.
Unter diesen extremen Bedingungen allerdings auch mit dem Effekt von (jetzt wie damals) unerwünschten (und von außen beförderten) Radikalisierungen.
(So etwas sollten doch gerade Deutsche auf Grund ihrer eigenen Historie eigentlich verstehen können).
Ebenso, wie dort nicht nur Schwarz und Weiß existiert,
gibt es dort eben eine Vielzahl von "Aktivisten", die auf Grund verschiedenster "Glaubensrichtungen" meinen, einen "Freiheitskrieg" zu Realisierung ihrer "Ideale" führen zu müssen.
Allerdings können viele von denen auf maßgebliche Unterstützung und Beeinflussung von Außen verweisen...
Und rechtfertigen sich notfalls auch genau damit.
Genau das wird leider auch heute noch immer wieder gerne ganz vergessen oder zumindest stark verharmlost.
Und zu "Finanzierungen"

Der "schwarze Afghane" war ja nicht erst seit dem Einmarsch der roten Armee "legendär"
Trotz alledem gab und gibt es ja noch immer viele Afghanen, die ihren Broterwerb auch noch anders organisieren (mussten)...
Eher egal,
ob westliche "Großabnehmer" dabei willens waren, den (eingeführten) Opiumhandel einzuschränken oder zumindest anderweitig so zu "reglementieren",
dass Gewinne daraus eher zu Gunsten der Mehrheit der Bevölkerung sozialisiert werden könnten.
Aber auch hierbei spiel(t)en (wieder einmal internationale) Gewinninteressen eine größere Rolle,
als allgemein öffentlich zu gegeben wird.
Der "Boxeraufstand" lässt irgendwie halt immer noch schön grüßen.
Aber ...
Aus der Geschichte zu lernen, hieße ja u.a. auch,
fundamentale Veränderungen im Geist und bei den Lebensbedingungen aller Menschen zu zu lassen...
Ob das aber heutzutage schon opportun wäre ...
muesli,
(der hofft, hier einigen Ansprüchen ein wenig mehr gerecht worden zu sein *zwinker*)