Moin
freefloating 
Werter Freund, ich weiß ja, dass du dein Leben seit geraumer Zeit eher genießen möchtest, als dir Sorgen um "den" Teil aller möglicher Probleme zu machen, den man fast meint, kaum selbst (noch) beeinflussen zu können.
Eine sehr verständliche und auch höchst menschliche Einstellung, möglichst Vielem noch bzw.
dennoch etwas Positives abzugewinnen.
Vor allem, wenn die eigenen Lebensumstände dies noch
erträglich ermöglichen.
Und ohne zumindest grundsätzlich auch diese Grundeinstellung für mich selbst umzusetzen, hätte ich vmtl. die letzten Jahre auch kaum überlebt. Zumindest, wenn ich gewissen Experten im Gesundheitssektor diesbezüglich Glauben schenken will

Und dennoch habe ich auch immer, mal abgesehen von meinen ziemlich wilden Jugendjahren, selbst in Lebensabschnitten, die sich temporär in sehr krisenhaften Gebieten oder eben Lebenssituationen abspielten, ein gewisses Maß an Um- und Vorsicht zumeist den Vorrang gegeben.
Will heißen, Wissen (Bildung), gepaart mit Vernunft (rationalem Denken) und einem Mindestmaß an Empathie (Mitfühlen) den Vorrang vor allen sonst
üblichen Überlebensstrategien zu geben.
Geprägt u.a. durch einen meiner Großväter, der nicht unmaßgeblich an hohen Todeszahlen im 1.WK beteiligt war und auch meinen Vater (1.+2.WK), die mir beide maßgebliche Prämissen zum Überleben in einer ökonomisch wie ökologisch höchst egoistischen Welt vermittelt haben.
Ich bin mir inzwischen aber sicher, dass deren vermittelte Strategien inzwischen nur noch teilweise greifen.
Denn sie waren auf das vorrangige Überleben der eigenen Familie(ngenerationen) ausgerichtet und bezogen sich hauptsächlich auf
direkte Bedrohungen durch Menschen und weniger auf indirekt wirkende, Menschen gemachte, globale Rückkopplungen diversester Systeme auf diesem Planeten

Von daher ist
Kämpfer - so oder so - für Positives zu sein, bezogen auf jetzt anstehende Probleme
nicht mehr (alleine) die Lösung!
Es bedürfte eher nicht nur des (verifizierten) Wissens, also Fakten, sondern auch einer global-gesellschaftlichen
Einsicht im Allerkleinsten, um Positives überhaupt noch zu erhalten.
Zwar wohl kaum noch für uns beide

, aber vorrangig vor allem für die eigenen Kinder und nachfolgende Generationen.
Bei meinen eigenen Kindern bin ich ziemlich sicher, dass sie ihr relativ normales Überleben auf der europäischen Antipode noch, wie auch immer,
einigermaßen schaffen können ...
Aber dann ... ?
Und auch wenn die Schweiz in den letzten 150 Jahre immer eher einen ruhigeren Hort im Weltgeschehen darstellte ...
Was die nahe oder mittelfristige Zukunft diesbezüglich (in Europa) angeht, wäre ich mir heute, im Gegensatz zu selbst noch vor 10 Jahren, auch nicht mehr sicher
Selbiges gilt auch für
Corona - für mich übrigens beileibe nicht
das Problem für die Menschheit. Es zeigt lediglich Schwächen von menschlichen Systemen bzw. Verhaltensweisen auf.
Und im Moment eher global als
regional in Europa.
Global Deaths Due to Various Causes and COVID-19 | Flourish
Und ähnlich wie der Umgang mit dem HIV-Virus seit den Achtzigern, zeigt das Covid 19 Virus wiederum lediglich erneut auf, wie Teile der menschlichen Gesellschaft außerstande sind, auf gewohnte Annehmlichkeiten gesellschaftlichen Lebens zu verzichten.
War es beim HIV-Virus der bewusste Verzicht ohne Schutz sexuell aktiv zu sein und damit dem Virus die langfristige Verbreitung zu ver-unmöglichen, so wird es verrausichtlich auch bei Covid 19 sein.
Mit dem kleinen Unterschied, dass effektive Schutzmaßnahmen gegen Covid 19 wesentlich umfangreicher/einschränkender sind, dafür aber weniger lebensbedrohlich als bei HIV-Virus.
Das es vermutlich eh kaum einen umfassenden, langfristigen Impfschutz für Covid19 geben wird, ändert kaum etwas am menschlichen
Grundproblem:
Dem umfassend wirkenden
Verzicht auf Lieb gewonnenes
Und dieses
Grundproblem, auf Gewohntes verzichten zu müssen, ob nun anfangs noch freiwillig, später evtl. unter menschlichem (staatlichem) Zwang und noch später rein Natur bedingt, stellt
die Herausforderung für alle Menschen nicht nur in Zukunft dar.
Ob es nun, wie
odessa rezitierte, "uns zu gut geht" - was ja beileibe nicht auf den Großteil der Menschheit zutrifft - oder nicht.
Die Konsequenzen auf mögliche Einsicht fehlt und wird vmtl. nicht nur vom weltweiten Lobbyismus so lange verhindert, bis ...
Dieses Casino-Roulette dreht sich halt immer weiter, wie nicht nur Börsendaten all zu deutlich beweisen.
Ob das nun meine Lebensfreude zumindest temporär schmälert ...
Vielleicht

Aber so bin ich nun einmal
LG @ all