@ Gsh
Bevor Euer Dialog hier noch seitenweise so weiter geht

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obwohl gerade die letzte post von Mc Kilroy für mich mehr als nachvollziehbar ist

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lass uns doch hier bitte mal etwas klarstellen, bevor wir auf tw. verschiedenen Grundlagen weiter diskututieren.
Obwohl oder gerade weil ich auch so einige Ökonomieseminare in/neben meinem Poltikstudium belegt habe,
ist mir aber damals doch auch schon klar geworden, dass man bezogen auf 'menschliche'/gesellschaftliche (Grund)Bedürfnisse nicht alles in rein wirtschaftliche Statistiken und ökonomische Wachstumstheorien einbetten kann.
Niemand bestreitet doch auch, dass Forschung und innovative Entwicklungen Geld kosten und insofern/derart/diesbzgl. auch die Privatwirtschaft immer auch ihre sinnvolle Berechtigung hat.
In so manchen Fällen ist hier auch eine konsequente Gewinnmaximierung mehr als sinnvoll und akzeptabel, sofern sie Reinvestitionen, Neuentwicklungen und auch der Rücklagenbildung bzgl. evtl. Rückschläge/Fehlentwicklungen dient.
Ja...und auch die Investoren sollen durchaus ihr Investitionsisiko "angemessen" vergolten bekommen
Hier in diesem thread reden wir aber vorrangig über notwendigste Infrastruktur des Staates bzw. der Gesamtbevölkerung.
Diese bedingt sowohl eine verantwortungsvolle, möglichst kostenneutrale Versorgung Aller, wobei natürlich o.g. auch nicht unberücksichtigt bleiben darf.
Will heißen, es bedarf eines "Unternehmens" (Mehrzahl sinnvoll^^), welches eben nicht primär auf Maximalgewinne abzielt und auch bei notwendigen Investitionen/Preissteigerungen und Zukunftsentwicklungen IMMER den allgemeingesellschaftlichen Nutzen als erstem Credo folgen sollte.
Das heißt Einkauf, Dienstleistung, Entlohnung und Absicherung der Dienstleistung sowie der Beschäftigten richten sich nach dem Sinn des gesellschaftlichen Ganzen aus.
Das hier die früheren fast ausschließlich staatlich kontrollierten Bereiche in Verkehr, Energie, Ver-und Entsorgung auf Grund von systemimmanenten Strukturen einer Zellauffrischung auch durch private (Risiko)Initiative bedurften, ist unstrittig...
allerdings muss dies ja nicht nur nach RefA-Maßstäben bzw. reinem Effizienzdenken stattfinden.
ABER...die Bevölkerung akzeptiert wohl stärkere finanzielle Belastungen in diesen Bereichen, sofern einigermaßen sozial verträglich und ökonomisch auch sinnvoll begründbar,
aber durchaus nicht, wenn erwirtschaftetes Kapital eben kaum nachvollziehbar reinvestiert wird bzw. schlimmer noch lediglich der Bereicherung Einzelner dient.
Denn, wie schon ausgeführt, alle diese jetzt weitgehend privatisierten Unternehmen sind durch Mittel des Staates, also des Steuerzahlers sowie teils Ehrenamtlicher auf- und ausgebaut worden.
Das die inneren Strukturen auch zu teilweiser Misswirtschaft geführt haben ist unbestritten...aber trotzdem waren diesbezügliche Finanzspritzen und Subventionen allgemein weitgehend noch akzeptiert.
Dies ist nach all meinen Informationen bzgl. ehemals staatlicher Versorgungsunternehmen inzwischen aber NICHT mehr der Fall.
Entscheidungen/Preisentwicklungen lassen sich großteils auch ökonomisch nicht mehr offen nachvollziehen und haben immer öfter sogar staatsanwaltliche Ermittlungen bzw. gerichtliche Beschlüsse zur Folge.
Exkurs
Wenn ich mir z.B. jetzt den aktuellen Umgang bzgl. der "SachsenLB" bzw. konkret der WestLB genauer anschaue..
bekomme ich das kalte K**

, wie die "freie" Investmenttätigkeit und "Geldvernichtung" so mancher Bänker (und Politiker) jetzt auch noch "zusätzlich" mit staatlichen, also steuerlichen Mitteln vor der Insolvenz gerettet werden muss/soll.
- Eigentlich sollten diese Leute wg. unerlaubter Spekulationsgeschäfte bzw. quasi von Veruntreuung (staatlicher Gelder) in Regress genommen und zusätzlich verknackt werden....aber

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Im Bereich Energie sowie Verkehr gibt es ja ähnliche, aber nicht so laut diskutierte Fälle, der doch stattfindenden (indirekten) Subventionen...trotz privaten Managements.
Bezogen auf diese Beispiele frage ich mich dann aber schon sehr nachdenklich:
Was bringt mir langfristig eine derartig durchgeführte Privatisierung,
die doch allem Anschein nach nur rein an (priv.) Kapitalinteressen orientiert ist
PS.
wie gesagt..versuch es mal durch der sozialwissenschaftliche/gesellschaftlich orientierte Brille zu sehen, die ist Dir doch nicht fremd
