Die Ursache von Amokläufen Thema 

Moonster

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hab jetzt zwar nicht alles durchgelesen ... (bin müde)
aber ich wurde damals in der schule auch gemobbt ... war dünn, schwach und nicht der klügste und deshalb von anderen gemobbt. hab oft geschwänzt weil ich einfach kein bock mehr drauf hatte... viel selbstfertrauen hatte ich damals auch nicht und deshalb sehr schüchtern. manchmal dachte ich mir auch "den würd ich am liebsten ..."
mittlerweile hat sich das geändert ... ich geh seit 2 jahren ins fitnessstudio.
siehe da, auf einmal reden meine früheren mitschüler ganz anders mit mir... und obwohl ICH sieh jetzt mobben könnte, mach ich es natürlich nicht, weil ich weiß wies mir damals ging.
 
Wow, sehr gut Moonster.

War das Dein Schultag? :D
Oder warst Du Peter? ;)

Du triffst hier etwas, was denke ich jeder kennt und unterstützt, auf welche Art auch immer!
Ich bekenne mich schuldig, als untätige beschwichtigende Worte redende 3rd Person!
Ich war jemand der dies beobachtete und manchmal zuwenig Zivilcourage zeigte, weil ich/meine Freunde NICHT aufstanden, als wir soetwas sahen.

Weil wir:
a) ebenfalls fanden, dass der Olli ein seltsamer Nerd ist/war
(er ist/war halt anders, als wir alle)
b) nicht die neue Zielscheibe von Peter&Michi, werden wollten.

Vergiss nicht, dass die Spirale der Isolation, vorallem in der Pubertät, sexuelle Neigungen unterdrückt und vorhandene Begierde abgewiesen werden. Wer von Haus aus "ruhiger", weis mit soetwas umzugehen, wenn aber ein einst aufgeschlossener, gern im Mittelpunkt stehender Mensch, in die Ecke gemobbt wird, nagt dies stärker, länger und tiefer.
Vielfach wird, versucht, die Stärken weiter auszubauen. Z.B. noch mehr lernen oder den entdeckten Erfolg (der sich mit Übung schnell nachweisen lässt) in online Welten mit kriegerischem Verhalten, zu festigen! z.B. Shooterspiele oder Endlosspiele wie WoW...

Trotzdem schön, dass Olli ein Ventil gefunden hat.
Und sei es nur das unschuldige Knacken der Alufolie, wenn er sein LAROXYL aus der Verpackung drückt!

:D entschuldigung :rolleyes: ... ;)
 
mh, es gab in der Schule früher ja immer jemanden, der gehänselt wurde. Einer, der halt irgendwie "komisch" war, ein Sonderling. Ich habs selbst manchmal gefangen und hab auch ausgeteilt .. so war es halt. Bis man aus der Schule raus ist, reicht der Horizont vielmals auch nicht so weit, dass man einschätzen könnte, was einem da angetan wird. Dazu kommt der Gruppenzwang, weil die anderen es ja auch tun, usw..

Als Erwachsener hat man natürlich eine ganz andere Sicht auf solche Dinge. Wer gibt einem das Recht, jemand anderen zu hänseln oder zu mobben?! Ich hab vor ca. nem halben Jahr so einen "Sonderling" von der Schule früher mal auf ner Party wiedergetroffen.

Gut, er spuckte immer noch manchmal beim Sprechen und verhielt sich auch ab und zu aus meiner Sicht etwas komisch. Aber ich hab ihn jetzt seit 13 Jahren nicht mehr gesehen und hab also keine Ahnung, was für ein Typ Mensch er ist. Manche Leute sind halt anders als Andere und wenn das einem nicht ins Bild paßt, dann muß man mit demjenigen ja nix zu tun haben, fertig. Jedenfalls hab ich mich an dem Abend ein bißchen mit ihm unterhalten, war ganz nett zu erfahren, was er so die Jahre getrieben hat und damit hat sichs auch gehabt.

Ich finds jedenfalls das Allerletzte, wenn Leute gehänselt oder gemobbt werden. Egal welchen Alters. Klar, ich hab mich damals auch mal daneben benommen, das war genauso Mist und dafür kann man sich nur schämen. Ich sag halt immer, dass wir früher alle "Kindsköppe" waren; man hats halt mal gefangen und man hat mal ausgeteilt, war halt so, Schwamm drüber.

Was mir halt auch aufgefallen ist: Ich bin jetzt fast 30 und die meisten in meiner Alterklasse denken mittlerweile genauso wie ich. Jedoch gibts auch da wieder welche, die irgendwie damals vom Verstand her hängengeblieben sind. Die sind halt immer noch in ihrer Selbstfindungsphase und auch wenn sie mittlerweile vom Alter her erwachsen sind, hängts beim Verstand noch irgendwie hinterher. Manche kommen irgendwann halt dahinter und manche nicht. Mit denen will dann aber irgendwann keiner mehr was zu tnu haben.

So long...
 
Schwieriges Thema... einerseits ist es natürlich so, dass es Mobbing schon immer gegeben hat... andererseits heißt das ja nicht, dass man nichts dran ändern kann.
Meiner Meinung nach kann Mobbing schon ein Grund für nen Amoklauf sein, manche Menschen haben nunmal kein großes Ego und sind so gekränkt, dass sie irgendwann mal ausrasten. Das wohl einfachste ist zu sagen: Ja, es liegt an Killerspielen... das ist so einfach, dass man das den Leuten gut verkaufen kann, was die Medien ja gerade tun. Meiner Meinung nach sind Spiele, Musik oder sonstige derartige Einflüsse nicht Gründe eines Amoklaufes, eines Mordes oder sonstiges in der Richtung.
 
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Das Problem fängt ja meistens schon im Kindergarten oder in der Grundschule an. Wenn man mal kleine Kinder beobachtet, die können richtig fies und brutal zueinander sein, da bleibt einem die Spucke weg.

Ich habe ja auch einen 6 Monate alten Sohn und da macht man sich über sowas natürlich auch seine Gedanken. Man sagt ja immer: "Gewalt ist keine Lösung blablubb" ... ok, klar, das stimmt. Aber wenn man von anderen Kindern/Mitschülern geärgert wird, dann muß man sich doch zur Wehr setzen! Und "nur Worte" ziehen da eben nicht wirklich.

Stellt euch mal vor euer Sohn wird von seinen Klassenkameraden geärgert und er wehrt sich mit Worten wie: "hört auf", "ich geh zum Lehrer", usw. Klar, er kann dann auch zum Lehrer gehen, aber er wird immer in der Opferrolle bleiben und zwangsläufig wird er weiter geärgert.

Wenn er aber nun hingeht und prügelt sich jedes Mal, wenn er geärgert wird, dann überlegen die es sich das nächste Mal 2x, ob sie sich darauf einlassen wollen. Dabei ist auch egal, ob er nun gewinnt. Es kommt halt immer drauf an, ob man sich ärgern läßt, oder nicht.

Wobei hier die Eltern gefragt sind, den Kleinen klar zu machen, wann es verhältnismäßig ist, Gewalt einzusetzen. Da macht man sich als Eltern echt die größten Gedanken. Auch sind da die Lehrer gefragt. Die Kleinen sind bis Nachmittags in der Schule und Lehrer müssen da offen und eng mit Eltern zusammenarbeiten und Hänseleien auch ansprechen und dies auch in der Klasse behandeln.
 
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Sehe ich genauso. Ich werde meinen Bub sicher auch irgendwann ins Thai- oder Kickboxen stecken. Gerade Thaiboxen hab ich selbst ein paar Jahre Erfahrung und kann das ganz gut einschätzen. Bei Jiu Jitsu dauert es imho zu lange, bis man die Techniken verinnerlicht hat, aber wenn man es irgendwann kann, dann ist das schon super. Aber egal welche Kampfsportart, man darf es nicht übertreiben. Ein Kumpel von mir macht das auch schon sein Leben lang und er hat jetzt mit Anfang 30 Arthrose in der Hüfte.

Aber wieder zurück zum Topic :)
 
Hallo
Das Problem sind die Kinder die es nötig haben andere niedrig darzustellen damit sie sich wertvoller fühlen. Ich kann nur jedem raten der von dem betroffen ist was Moonster beschrieben hat, sich zu wehren. Mit oder ohne Gewalt (keine Amokläufe!)und seine Eltern dazu zu bringen weit weg zu ziehen. Eine Alternative ist es sich von der Schule schmeißen zu lassen, wenn Eltern es nicht einsehen das die Schule gewechselt werden muß. Dort ist ein Neuanfang möglich und die Zukunft kann harmonischer werden.

Lieber Moonster, mit mir an Deiner Seite wärst Du nicht allein gewesen! Ich hatte dies in meiner Schulzeit praktiziert. Das zeigt die Wertigkeit Deiner Mitmenschen als soziales Wesen. Pfui!

Liebe Grüße
Carmen
 
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Hallo

Vielleicht mal eine banale Frage: Habt ihr als Jugendlicher nicht auch mal gedacht - ich bring Sie alle um bzw ich bringe mich um. Gehört meiner Meinung nach zum Erwachsenen werden dazu - oder liegt das nur am schwirigen sozialem Umfeld - heisst glückliche Kindheit - keine Gefahr -
viel ungerechtigkeit .... dann sind solche Gedanken /Gefühle da und je nach dem nciht mehr so weit weg von der Tat.

dockdo

der manchmal die Gedanken trägt alle Politiker/banker und sonstige Egomanen am Nordpol einfrieren zu lassen...
 
Hmmm...Ich wurde früher auch gehänselt...War eben ein kleines schüchternes, dürres Mädel mit Zahnspange. Natürlich habe ich mir mit 14 auch gewünscht mich iwie zu rächen/wehren. War auch manchmal wütend...Ich hatte sogar Angst zur Schule zu gehen. Wollte einfach nicht hingehen, weil ich Angst hatte wieder den ganzen Tag gepisakt zu werden.

Ich weiß nicht, ob es am sozialen Umfeld oder an der eigenen Einstellung liegt, ob man zur Waffe greift, oder nicht. Ich bin jedenfalls nie wirklich auf die Idee gekommen meine Mitschüler zu töten.

Aber bei den meisten kommt neben der Wut und dem Hass, auch noch die Gelegenheit dazu. Bei den Amokläufern waren immer Waffen greifbar.
 
autobiographie, moonster?!!

auch ich wurde gehänselt. wenn ich es recht bedenke, schon in der grundschule.
ich weiß nicht, was ich an mir hatte/habe, dass es so war/ist. manche menschen ziehen das an, wodurch, weiß ich nicht.
ich war schon immer ein ruhiger mensch, auch als kind. ich hab das immer in mich hineingefressen, diese wut, diese handlungsunfähigkeit, ...
auch ich wollte mich rächen. aber ich konnte in meinem innern diese aggressionen immer nur gegen mich richten, nie gegen andere. es ist ein wunder, dass ich nicht völlig daran zerbrochen bin.

"die drei dämonen, dir wir in uns tragen, sind angst, wut und hass."

man kann diese dämonen bekämpfen und loswerden. ich hab es noch nicht geschafft.
alles gute bei deinem kampf, moonster!!!
 
Das Beispiel von Oliver ist ein verhältnismäßiges "Paradebeispiel", bei dem man sagen kann: klar war das so, wie sollte es auch anders kommen, wird dir wohl auch jeder bestätigen, denn jeder braucht irgendwo sein Ventil...

Gucken wir uns jetzt aber mal nen aktuellen Fall an mit dem liebenswürdigen Schüler, der mit einer Axt hinter der Tür gewartet hat, um 9. und 11. Klässler zu erschlagen. Aber erst nachdem er jeweils einen Molotow Cocktail in die beiden Räume der Klassen warf. der Klick für Unwissende

Also das der Junge sauer war, dass drückt die Axt ganz deutlich aus, jemanden per "Knopfdruck" auf einen Abzug umzubringen, oder jemanden mit ner Axt umzunieten ist schon ein gewaltiger (auch körperlicher) Unterschied in der Gesinnung. Jetzt aber mal die Frage nach dem Sinn der Tat. Ich mein wenn er gemobbt wurde, warum dann nicht in seiner Klasse? Warum nicht seine Lehrer die ihm nicht geholfen haben? Wo liegt der Sinn einfach willkürlich unbeteiligte Personen brutalst zu killen? Vor allem war seine eigene Schwester noch dort.

Die einzige Erklärung die ich für sowas hätte wäre Aufmerksamkeit, wir merken das ja täglich son Amoklauf kommt immer dick und fett in den Medien. Liveberichte, Täterprofile, die Frage nach dem Warum, all diese Dinge sehen die Menschen tagtäglich im TV. Was denkt man sich denn dann, als jemand der nicht die Aufmerksamkeit erfährt die er laut seiner selbst verdient? Klar, mach ich das auch, dann komm ich auch ins Fernsehen, und jeder beschäftigt sich mit meinen Problemen, endlich denken mal Leute darüber nach.

Bin da gern mal auf andere Meinungen gespannt ;)

lg Atomius
 
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natürlich die Killerspiele ... :D

Gründe dieser Amokläufe / (schoolschooting sind ja ganz spezielle formen eines Amoklaufs), sind in der Biografie zu finden und nur dort. Ebenso ist die Erreichbarkeit von Waffen ein kriterium, leider haben die Schützenvereine eine starke Lobby, ich wäre dafür den Zugang zu Waffen für Jugendliche zu verbieten, kein training mit scharfen waffen vor dem 19 LJ , und die waffen müssen gesichert am Vereinsort aufbewahrt werden, keine Waffen in privathäuser.
 
@ Moonster

ganz meine Meinung!
Ich spiel auch "Killerspiele" und seh mir "Gewaltverhellichende" Filme an und ich hab auch Zugang zu Waffen.
Trotzdem komm ich auch nicht auf die Idee, mir schnell mal ne Pistole zu schnappen und in der Schule ein paar Leute umzupusten.

Es kommt, wie du sagtest, auf das soziale Umfeld an. Eltern tragen die Verantwortung bei der Erziehung eines Kindes, im Kindesalter werden die Weichen gestellt, wie das Kind sich später verhält.
Und dann Mobbing, usw.: Manche Menschen verkraften das sehr gut, und manche eben nicht, das kann dann in so etwas ausarten.
 
Bei Mobbing ist das gefärhliche das es in den Anfängen schwer zu beweisen ist.
AUFKLÄRUNG in schulen ist hier gefragt. Nicht von irgendwelchen "Elterninitiative" Aber von allerhöchste ebene.
Schön gesagt, wir wurden doch alle einmal.... Aber bei vielen ist da der Anfang vom Ende gekommen.
Wichtig ist das Kinder Aufgeklärt werden. Alle!! Nicht nur mutmaßliche Täter.
Auch soll das Ganze nicht so auf die leichte Schulter genommen werden, das Problem ist viel größer als bis jetzt angenommen. so zu sagen die Spitze des Eis....
Auch sollen natürlich Lehrer aufgeklärt/GESCHULT werden (nicht irgend ein prospekt durchlesen) damit sie an vorderste Stelle sofort eingreifen können, Namen festhalten und bei 2x max 3x! Negativ auffallen. Maßnahmen treffen. Verwarnungen mit wiederholung einen Verweis und auch auf das Zeugnis einfluß hat. Auf jedem Fall ein gespräch mit den Eltern.

BusDeath hat hier bestimmt recht. meiner ist jetzt 18 Monate. Und natürlich macht man sich als Vater die gedanken ob es dem eigenen Kind gut geht, ob er sowas seinen Eltern erzählt wenn er nach hause kommt? (Glaub mir, das wissen die wenigsten eltern)

Wie schon gesagt. Ich hatte auch "das Glück" in der Grundschule.
Jeder hat seine Grenze. Meine War, als ich mich beschwert habe beim Lehrer, dieser sagte "wo sich 2 streiten haben auch 2 schuld" als ich dann sagte das ich überhaupt nichts gemacht habe und wir keinen Streit hätten sondern sie (es waren 2 ) würden mich die ganze Zeit belästigen, sagte er wieder das es soooo schlim doch nicht wäre wie ichs beschreibe. Es hat bestimmt noch 10 Minuten gedauert bis ich meinen Mut zusammen gefunden hatte (mir hats geholfen mir vor zu stellen was ich machen wurde. Steh auf, geh dahin, linke Hand am Hemd, mit Rechts knallst du ihm eine! voll auf die Nase. Eine Reicht! Komm genau wie im Film)
Und genau so habe ichs gemacht. Meine Hand tat weh, aber die Nase hat geblutet.
Ich durfte sofort über einen Umweg (Beim Direktor) nach Hause 2! Tage :-)
2! weil ich die sache beim Direktor erzählt habe und ich da sagte das ich es nochmal machen würde wenn ich ihm sehen würde.

Einen Rat für die jungs die das hier lesen und in der gleichen situation sind.
1!!!! Schlag REICHT sonst gibts richtig Ärger. Er muß nur hart genug sein. Blut ist egal.
Ich habe die Angst in das Arschloch augen gesehen, schon vor! dem Schlag. aber da mußte ich durch.
Glaubt mir, ein Paar waren mir dankbar und alle anderen haben mich danach in ruhe gelassen. Auch war ich kein Nerd oder irgendwie anders wie man das manchmal so hört, ein ganz normales Kind eben. Und wenn, das ist kein Grund um die armen Schweine anders zu behandeln.
Heute noch, bin ich ein ganz lieber :-), laß mir aber von keinen unfair behandeln.
Dank viel Sport, bekommt man mehr selbstvertrauen (habe danach mit Kickboxen angefangen, bis danach zu normal Boxen. aber nach 2 Jahren aufgehört weil der Sport mir nicht so liegt, ich wil nicht Kämpfen möchte. Boxen ohne Kämpfen ist kein Boxen, nur Trainieren.)

Ja, ich werde meinen Kleinen lernen das er sich wehrt. Besser einmal nach Hause geschickt oder im schlimmsten Fall, die Polizei :-) bringt ihm aus der schule nach Hause,
Als ein ängstiges Kind das sich nicht in die Schule traut, schlechte Noten hat und vielleicht irgendwann mit einer Knarre in der Hand zur Schule geht oder sich selbst umbringt.

Die Schule wovon ich rede war in NL. also, wer Schreibfehler findet darf sie behalten...

nessus
 
babe33 schrieb:
Ebenso ist die Erreichbarkeit von Waffen ein kriterium, leider haben die Schützenvereine eine starke Lobby, ich wäre dafür den Zugang zu Waffen für Jugendliche zu verbieten, kein training mit scharfen waffen vor dem 19 LJ , und die waffen müssen gesichert am Vereinsort aufbewahrt werden, keine Waffen in privathäuser.

Ganz schöner Mist, den du hier verzapfst. An Waffen kann jeder kommen und es ist kein großer Aufwand, der betrieben werden muss. Hat sich jemand in den KOpf gesetzt zu töten, dann wird er das auch umsetzen können, wenn nötig auch ohne eine Faustfeuerwaffe z.b. mit Brandanschlägen, Messern, Autos etc.
Amokläufe wurden schon genug ohne Schusswaffen begangen und auch hier gab es beachtliche Opferzahlen.

Der Schießsport ist wie es der Name schon sagt, ein Sport und auch als solcher zu behandeln. Anlassgesetzgebungen sind der reinste Mist.
Man merkt, dass du dich mit der Materie nicht auseinandergesetzt hast, wenn du vorschlägst, die Waffen gesichert am Vereinsort zu verwahren, denn genau dort, werden sie dann bevorzugt gestohlen. Was du forderst gab es allerdings schonmal in anderen Regimen.

In Österreich und der Schweiz haben wir viele eurer deutschen Gesetzesregelungen nicht und fahren ganz gut damit. Mehr legale Waffen bedeuten nicht mehr Gewalt.

Und zu "keine Waffen im Privathaushalten", solche tolle Slogans kannst du dir sparen. Du kannst das für dich entscheiden aber sicher nicht für mich oder sonstjemanden, der seine Familie beschützen will.

Aber du kannst mir gerne deine Adresse geben, sollte ich mal Einbrecher werden, weiß ich dann ganz genau, wo ich einbrechen muss, da du ja wehrlos bist. Okay, das kannst du vielleicht verkraften, aber willst du dann auch mitansehen müssen, wie deiner Frau oder deinen Kindern etwas zustößt? Aber dauert eh nicht soooo lange, bis dann die Polizei eintrifft und dir hilft - wenn du noch lebst.



Viel Spaß du armes Deutschland!!
 
.... An Waffen kann jeder kommen
... aber sicher nicht für mich oder sonstjemanden, der seine Familie beschützen will.
... sollte ich mal Einbrecher werden, weiß ich dann ganz genau, wo ich einbrechen muss, da du ja wehrlos bist. ...

Werter DonCorleone, deine Ausführungen zeigen, dass du die private Bewaffnung als notwendig erachtest, um deine Familie beschützen zu können. Ist aber erst mal ein Einbrecher, der vor Waffengewalt nicht zurückschrecken würde, in deinem Haus, dann ist es echt problematisch, darauf zu reagieren. Vor allem, wenn der Ganove geübt ist und keine Skrupel hat, auf Menschen zu schießen. Er macht das auch schneller, als die allermeisten Leute, die in einer Schublade eine Schusswaffe haben. Wer dann meistens den kürzeren zieht, kannst du in Polizeistatistiken nachlesen!

Es mag in Österreich ein weniger strenges Waffengesetz geben, das privaten Schusswaffenbesitz eher erlaubt, aber stell dir nur mal vor, ein Kind von dir würde sich aus irgendeinem Grund besonders über Andere aufregen (z.B. Mobbing) und dann einfach deine Waffe schnappen! Gerade in solchen Fällen ist das Vorhandensein von Schusswaffen viel gefährlicher, als sich erst irgendwo eine zu besorgen. Siehe den Fall des Amokschützen in Winnenden.


Amokläufe sind fast nie die Folge einer singulären Ursache, sondern eine Folge von Demütigungen und persönlichen Niederlagen. Welche Dinge letztendlich den Ausschlag für eine Amoktat bewerkstelligen, lässt sich zweifelsfrei nicht sagen. Der Konsum der Darstellung von (extremen) Gewalttaten trägt sicher dazu bei, ist aber nicht allein auslösend. Im Nachhinein stellt sich immer heraus, dass es komplexe Ursachenverknüpfungen gab.
 
Werter DonCorleone, deine Ausführungen zeigen, dass du die private Bewaffnung als notwendig erachtest, um deine Familie beschützen zu können.
Richtig.

Ist aber erst mal ein Einbrecher, der vor Waffengewalt nicht zurückschrecken würde, in deinem Haus, dann ist es echt problematisch, darauf zu reagieren.

Ja, für dich ist es evtl. problematisch ohne jegliche Übung, ich sehe mich dem gewachsen.

Vor allem, wenn der Ganove geübt ist und keine Skrupel hat, auf Menschen zu schießen.

Viele "Ganoven" sind nicht mit Schusswaffen bewaffnet. Und dass ein Verbrecher im Umgang mit seiner Waffe geübt ist, davon kann wohl kaum eine Rede sein :D

Er macht das auch schneller, als die allermeisten Leute, die in einer Schublade eine Schusswaffe haben. Wer dann meistens den kürzeren zieht, kannst du in Polizeistatistiken nachlesen!

Also ist es klüger, sich ohne Gegenwehr zu ergeben und sich ausrauben zu lassen, als Widerstand zu leisten? Kluger Ansatz, muss ich dir lassen.
Wie gesagt, du kannst das für dich so entscheiden, du musst aber verstehen, wenn du ein Gesetz forderst, dass es allen aufgebunden wird. Ich fordere auch kein Gesetz, dass dir befielt, dich zu bewaffnen, weil ich es jedem selbst überlassen will. Ich glaube jedem Erwachsenen, den mal wählen lässt, sollte man auch als so mündig einstufen, dass man ihn selbst etwas eintscheiden lässt. Sieh dir mal die Staaten an, die ein strengeres Waffengesetz eingeführt haben wie zum Beispiel England und beachte wie NACH dem Waffenverbot die Morde mit Schusswaffen angestiegen sind.
Wenn uns mündige Bürger entwaffnet haben nur noch Verbrecher Waffen.

Es mag in Österreich ein weniger strenges Waffengesetz geben, das privaten Schusswaffenbesitz eher erlaubt

Es erlaubt ihn nicht "eher" sondern es berechtigt jeden Österreicher ab 21 Jahren, der keine Vorstrafen hat, nach einem psychologischen Gutachten, eine Kurzwaffe zur Verteidigung des Eigenheims zu besitzen.

aber stell dir nur mal vor, ein Kind von dir würde sich aus irgendeinem Grund besonders über Andere aufregen (z.B. Mobbing) und dann einfach deine Waffe schnappen!


Meine Waffe ist versperrt, was nutzt es mir da Gedanken darüber zu machen?

Stell dir mal vor, ein Kind würde sich dein Auto schnappen und ein paar Fußgänger überfahren?!
 
Kurz mal zurück zur Ausgangsthese. Hier möchte ich auf einen anderen Punkt hinweisen:
Ist es Zufall, dass alle sogenannten 'Amok-Läufe' an deutschen Schulen mit einer Ausnahme an Gymnasien abspielten?
 
Moonster schrieb:
An alle Mobber: Ihr richtet mehr Schaden an, als ihr es euch vorstellen könnt. Schon leichte Sticheleien jeden Tag von mehreren reichen schon, um einen Menschen (und wie viel mehr ein Kind!) mit der Zeit zu zermürben.
Was macht so ein Schüler [bzw. fast jeder Mensch]? Die wenigsten vertrauen sich jemanden an und selbst wenn, wird es meistens nicht so ernst genommen, wie es ist.

Schämen ist die eine Konsequenz,
denn damit ist ja schon eine wichtige Voraussetzung erfüllt.
Man hat nachgedacht.

Allerdings fehlt all zu oft der weiter gehende Schritt.
Flagge zeigen und entweder:
- den Mund aufzumachen
- dem/den Aggressor(en) selbst (bewusst) die kalte Schulter zu zeigen
- und notfalls Andere auch aktiv zu verteidigen.

Denn man denke daran ;)
als Einzelner kann JEDER in eine solche Lage kommen
und ist dann auf Solidarität und Mithilfe anderer angewiesen!

Zum Thema "Ego", "Selbstbewusstsein" und Durchhaltevermögen...
Zumeist sind es die Mobber als "Aggressoren" selbst, welche unter einem Mangel von Selbst"bewusst"sein zu leiden haben ;).
Sie verstecken sich eben hinter Ablenkendem, wie genug "Geld", "gutes" Outfit/"Aussehen" oder der "Stärke" einer Gruppe.
Die allermeisten sind allein für sich genommen genauso ängstlich und beschränkt wie alle Anderen.
Und "Folter" jedweder Art, hält niemand unbegrenzt aus.
Lediglich die Reaktionen/Konsequenzen daraus sind individuell unterschiedlich.

Ach ja...Gegenwehr ;)
Mir wurde von meinem Vater beigebracht,
und nicht erst später beim "Kampf"sport
- ich nenne es übrigens lieber Kampfkunst ;) -
mich möglichst immer standhaft zu benehmen.
Nicht von sich aus (physisch) aggressiv zu werden,
sondern bewusst gelassen (die Kunst) dem Anderen stark entgegen zu treten.
Allerdings mit der (vllt. notwendigen) deutlich erkennbaren Neigung, sich notfalls eben auch (körperlich wie geistig *g*) zu wehren.

Allerdings beobachte ich leider auch zunehmend,
dass diese notwendige Selbst"ständig"keit (uns Allen) vermehrt ab- als anerzogen wird ;)

Dazu gehört nämlich neben dem Vertrauen in sein nächstes Umfeld
auch genauso das Vertrauen in die Solidarität Anderer (-> Zivilcourage).
Sei es nun als Kind, Jugendlicher oder eben Erwachsener.

Ach ja ;)
Noch ein Wort zu "Waffen".
Ich habe beizeiten gelernt: "Sei Deine eigene Waffe".
Und dies meinte bestimmt nicht vorrangig den Einsatz von physischer Gewalt.
Der eigene Kopf und die Einsicht in die Notwendigkeit, Jeden zu respektieren,
sind dauerhaft viel stärker.
Das schließt ja bewusste Fitness, die man eh aus gesundheitlichen Gründen treiben sollte,
ganz bestimmt nicht aus.
Nur was nutzt mir die "Waffe" im (entfernten) Schrank,
wenn mein Gegenüber schon vor mir steht? :D

mfg
muesli
 
@ DonCorleone:
Ich würde deine Erwiderungen auch ohne Zitatorgien deinerseits verstehen, nur mal so am Rande. Es macht einen Text nicht leichter lesbar!

Mag sein, dass du ein geübter Schütze bist und vielleicht kaltblütig genug wärst, auf einen Menschen zu schießen. Eine lobenswerte Eigenschaft? Nicht unbedingt!

Wie du festgestellt hast, hatte bspw. der Amokläufer von Winnenden Zugang zur väterlichen Waffe, weil dieser sie nicht ordnungsgemäß weggeschlossen hatte. Bevor du also immer nur von dir auf die Allgemeinheit schließt, solltest eben solche Punkte beachten anstatt hier nur den abgeklärten Beschützer der Familie heraus zu stellen!



Fortgesetztes Mobbing, Demütigungen, Sticheleien, Kleiner sein als Andere, Opfer sein - all das ist ein häufiger Grund bei Amokläufern. Kein Wunder, denn irgendwann läuft das Fass der Geduld eben über. Hierbei ist es wichtig, dass zumindest die Familie oder Freunde hinter so jemand beistehen, ihm sein Selbstbewusstsein stärken und mit helfen, gegen Mobber vorzugehen. Oftmals ist es nur einer aus einer Gruppe, der sich sein 'Opfer' aussucht. Andere folgen so einem Typen dann und machen mit, obwohl sie alleine nicht auf die Idee des Mobbings kommen würden. Es gehört eben viel mehr Mut dazu, sich gegen einen Idi.oten zu stellen, als mit ihm zu heulen.

Gerade Lehrer reagieren oft wenig sensibel auf dieses Thema, statt es aufzugreifen und im Unterricht zu besprechen!
 
Mag sein, dass du ein geübter Schütze bist und vielleicht kaltblütig genug wärst, auf einen Menschen zu schießen. Eine lobenswerte Eigenschaft? Nicht unbedingt!

Ich denke schon. Ich weiß nicht, ob du eine Familie hast, doch wenn du entscheiden musst: der Einbrecher oder sie, wirst auch du abdrücken. Wenn nicht, hast du wahrscheinlich den größten Fehler deines Lebens begangen.

Wie du festgestellt hast, hatte bspw. der Amokläufer von Winnenden Zugang zur väterlichen Waffe, weil dieser sie nicht ordnungsgemäß weggeschlossen hatte.

Genau, die Waffe wurde nicht ordnungsgemäß verwahrt. Das ist illegal und darum das Gesetz verschärfen! Blödsinn, wenn ein Gesetz nicht einghalten wird, hat es keinen Nutzen es zu verschärfen. Die Gesetzessünder finden immer einen Weg, da brauchen wir kein strengeres Gesetz, dass allen anderen, die verantwortungsvoll mit ihrer Waffe umgehen, auf den Kopf scheißt. Wie gesagt, es werden sich immer Wege finden, einer großen Anzahl von Menschen zu schaden, seien dies nun Schusswaffen, Autos, Messer oder man glaubt es kaum, sogar mit einem Flugzeug sind schon Menschen absichtlich getötet worden. Der Verbotswahn muss langsam aufhören. Schau dir bitte mal an, welchen Leuten man in der Vergangenheit die Waffen weggenommen hat und was aus denen geworden ist.
Wenn die Bürger keine Waffen mehr im Volk haben, sind sie dem Staat ausgeliefert. Du kannst das Los wie gesagt gerne für dich wählen, aber binde es keinem anderen auf.


Bevor du also immer nur von dir auf die Allgemeinheit schließt, solltest eben solche Punkte beachten anstatt hier nur den abgeklärten Beschützer der Familie heraus zu stellen!

Die Pkte. wurden beachtet, haben aber mit meinen Argumenten nichts zu tun.


Dem Rest deines Postings stimme ich jedoch zu.
 
DonCorleone schrieb:
Ich denke schon. Ich weiß nicht, ob du eine Familie hast, doch wenn du entscheiden musst: der Einbrecher oder sie, wirst auch du abdrücken. Wenn nicht, hast du wahrscheinlich den größten Fehler deines Lebens begangen.
Ich glaube du verwechselst hier den Einbrecher mit einem Räuber. Ich glaube, nicht viele Einbrecher sind bewaffnet. Und wenn doch, dann bleibt die Frage, ob er schneller ist oder du. Dann steht vielleicht nicht die Frage, "der Einbrecher oder die Familie", sondern viel mehr "bestohlen werden oder tot sein".

DonCorleone schrieb:
Wenn die Bürger keine Waffen mehr im Volk haben, sind sie dem Staat ausgeliefert.
Ich weiß nicht, ob nun amerikanische Verhältnisse wirklich so erstrebenswert sind, wo jeder Depp mit einer Waffe rumlaufen kann. Was ich mit einer Waffe gegen den Staat unternehmen soll ist mir auch noch schleierhaft.

Ach ja, noch was: Natürlich kann man mit Autos, Flugzeugen und Küchenmessern jemanden umbringen, der Unterschied ist, dass Autos zum Fahren und Küchenmesser zum Brot schneiden gemacht sind, eine Waffe ist zum Töten gemacht.
 
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