Diesmal wähle ich eine andere Partei geschlossen 

  • Ersteller Ersteller Carmen
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Zum einen sagen Politiker recht häufig Sachen, die sie später bereuen :)
Ich habe vor ein paar Wochen ein Buch bei Thalia gesehen, ich glaube der Titel war: 60 Jahre Bundestag. Dort sind alle möglichen Zitate von Politikern aufgeschrieben, die sie im Nachhinein wahrscheinlich bereut haben. Gut das alles mistenographiert wird, aber das ist dann am Ende doch so viel ist, dass man damit ein ganzes Buch füllen kann ist relativ amüsant. Das soll natürlich nicht als Entschuldigung oder so gelten, sondern nur klarmachen, dass Leuten auch mal so was rausrutscht.

Zum zweiten verbringen Abgeordnete einen großteil ihrer Zeit dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen, in Ausschüssen zu arbeiten, ständig Lesestoff mit nach Hause zu nehmen, weil man alles für den nächsten Tag lesen muss. Ich denke, dass es wirklich ein harter Beruf mit viel Verantwortung ist, der auch dementsprechend entlohnt werden sollte. Vielleicht ist der derzeitige Betrag ein wenig zu hoch, da gebe ich dir Recht. Aber die meisten Abgeordneten führen kein Leben in Saus und Braus, sondern in Arbeit.


EDIT: @ muesli: Ich finde es gehört zu den Sozialen Grundsätzen, dass jeder Mensch toleriert wird, egal welcher Hautfarbe, Geschlechtliche Ausrichtung etc. er ist. Aber ob Menschen, die sich weigern zu arbeiten, und somit anderen Schaden, noch geholfen werden sollte?
 
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Zum zweiten verbringen Abgeordnete einen großteil ihrer Zeit dabei, wichtige Entscheidungen zu treffen, in Ausschüssen zu arbeiten, ständig Lesestoff mit nach Hause zu nehmen, weil man alles für den nächsten Tag lesen muss. Ich denke, dass es wirklich ein harter Beruf mit viel Verantwortung ist, der auch dementsprechend entlohnt werden sollte. Vielleicht ist der derzeitige Betrag ein wenig zu hoch, da gebe ich dir Recht. Aber die meisten Abgeordneten führen kein Leben in Saus und Braus, sondern in Arbeit.
Mal ganz von deren Arbeit abgesehen, geht es hier doch um Verantwortung. Wer will schon bestechliche Politiker? Ich nicht. Gebt denen genug Geld, damit die über Bestechungen lachen können. Ein hochbezahlter Politiker ist sicherlich weniger bestechlich als ein Maurer.
Aber ob Menschen, die sich weigern zu arbeiten, und somit anderen Schaden, noch geholfen werden sollte?
Natürlich nicht. Aber wer kann sich das Recht rausnehmen darüber zu urteilen, wer sich weigert zu arbeiten und wer nicht? Das muss individuell entschieden werden, und nicht nach einer Pauschale.
Wenn Menschen, die arbeiten wollen und nicht können, unter einen Hut mit der von dir erwähnten Gruppe fallen, hört der Spaß doch auf. Ja zum Arbeitslosengeld!
 
EDIT: @ muesli: Ich finde es gehört zu den Sozialen Grundsätzen, dass jeder Mensch toleriert wird, egal welcher Hautfarbe, Geschlechtliche Ausrichtung etc. er ist. Aber ob Menschen, die sich weigern zu arbeiten, und somit anderen Schaden, noch geholfen werden sollte?

Das hat mich überzeugt! Lassen wir sie einfach auf der Strasse verhungern!:rot:
Kann man in Deutschland nicht Slum's für solche einrichten?

Ich hoffe die Ironie ist angekommen!

Liebe Grüße
Carmen
 
@ Dobby ;)
Wie so oft ist auch dieser Satz zweideutig zu verstehen :D
Aber ob Menschen, die sich weigern zu arbeiten, und somit anderen Schaden, noch geholfen werden sollte?
Ich meine in Bezug auf die Kontrolle
-> arbeitsloser "Sozialschmarotzer" sind die Argen und die entsprechenden MA's der Sozialbehörden und auch der Zoll zuständig. ;)
Gesetzliche Regelungen des SGB II lassen leider nur genau dazu übrigens rein gar NICHTS an Deutlichkeit zu wünschen übrig ;)
Könnte es also schlicht nicht so sein, dass derartige "Kontrollgremien" bzgl. ihrer Stellenausstattung nur völlig unterbesetzt sind und somit ihren Aufgaben nicht umfassend nachkommen können? :D

Andererseits vermisse ich entsprechende Gesetzgebungen und Regularien
wirklich auch schon lange in weiten Bereichen der Finanzwelt und auch der Politik ;)
-> Banken, Investmentjongleure und auch so manche "bestechlichen" Politiker oder vllt. besser "Politlobbyisten" haben sich in der Vergangenheit nur zu sehr um "IHRE ARBEIT" gedrückt
und somit AUCH Anderen geschadet ;)
Wieso wird denen denn nach wie vor "geholfen"? :D
und das auch noch mit teils sehr, sehr vagen Vorgaben (siehe z.B. Boni, Verweigerung der Offenlegung von (Zusatz-)Bezügen etc.pp.) verbunden?
;)

Nee, nee
Wenn man solche, ja gerne (manipulativ) gebrauchten, aber eher populistischen Zuordnungen benutzt, sollte man auch immer die Kehrseite der Medaille mit anschauen
und auch deren "Vorbildfunktion" und deren "Auswirkungen" dabei nie vergessen mit zu berücksichtigen ;)

greetz ;)
muesli
 
Zuletzt bearbeitet:
Zunächst einmal sehe ich es genauso wie muesli. Es kann nicht angehen, daß man den einen pauschal alles vorwirft, was man den anderen grundsätzlich durchgehen lässt. Ebenso gibt es genug Gesetze und Regularien, man muß sie eben nur umsetzen. Es ist nicht eine Frage der Härte des Gesetzes, sondern eine Frage dessen Anwendung un Umsetzung.

Aber unabhängig von dieser Betrachtung sehe ich ein weiteres Problem. Ich persönlich halte es durchaus für problematisch, jeden, der sich einer konkreten Arbeit gegenüber verweigert, automatisch als Sozialschmarotzer anzusehen. Für mich ist die entscheidende Frage, was zumutbar ist.

Für mich ist es nicht einsichtig, warum jemand gezwungen wird, einer Tätigkeit auszuüben, die mit einem vorhandenen Attest nicht vereinbar ist, weil irgendjemand ohne die geringste medizinische Ausbildung selbstherrlich bestimmen kann, was getan werden muß. Boshaft betrachtet nannte man so etwas früher Selektion.

Ebenso ist es für mich nicht einsichtig, wie es funktionieren soll, wenn die angebotene Tätigkeit z.B. bei einem Alleinerziehenden mit Aufsichts- und Erziehungspflichten kollidiert oder wenn z.B. das Fahrgeld selbst getragen werden muß und man am Ende finanziell schlechter gestellt ist als jedere andere Leistungsempfänger, der dieser Arbeit nicht nachgehen muß. Von 'Leistungen' in den mannigfaltigen Maßnahmen ganz zu schweigen, wo Abiturienten in einer Woche das kleine Einmaleins lernen oder Sechzigjährigen vermittelt wird, wie man einen Lehrvertrag gestaltet und wie wichtig der regelmäßige Besuch der Berufsschule ist. Diese Beispiele sind keineswegs aus der Luft gegriffen, sie sind nur eine kleine Auswahl von vielen, die mir persönlich bekannt sind.

Offenbar trägt der Gossenfunk reiche Früchte, indem es immer gesellschaftsfähiger wird, jeden Leistungsempfänger als potentiellen Sozialschmarotzer anzuprangern. Von den Medien, die scheinbar danebenstehen, angeblich 'sachlich informieren' und sich daran durch Hebung ihrer Quote schamlos bereichern einmal ganz abgesehen. Wo kämen wir eigentlich hin, wenn man jeden einzelnen 'Fall' mal etwas genauer untersucht und schaut, wie unwürdig die vermeintlich gutgemeinte Realität zwischen Suppenküche und Arge gelegentlich verlaufen kann, anstatt gleich alle und jeden über einen Kamm zu scheren und mit der Sozialschmarotzerkeule zu 'erlegen'. Dann ist man nämlich keinen Deut besser.

Gruß Konradin
 
Es ist doch bezeichnend, das ausgerechnet die CSU, Deutschland vor der FDP/CDU Politik schützen will! Anscheinend ist so eine Schutzfunktion von Nöten, weshalb wählt man dann nicht gleich andere Parteien die nicht die Gefahr ausstrahlen?

...Die CSU begreift sich nach Seehofers Worten als Gegengewicht zur FDP: "Die CSU wird in einer Koalition mit der FDP die Schutzmacht der kleinen Leute sein. Zu einem neoliberalen Streichkonzert wird es nicht kommen. Dafür verbürge ich mich. Die Antwort auf eine Wirtschaftsrezession ist nicht der Angriff auf den Sozialstaat."...

weiter wird sogar genau angesprochen, was der Wähler einer FDP - CDU Macht wählen wird! Bitte genau lesen:

...Im einzelnen lehnte Seehofer die Forderung des FDP-Vizes Rainer Brüderle ab, Subventionen um 20 Prozent zu kürzen. Seehofer: "Ein Blick in den Subventionsbericht genügt, um zu wissen, was das bedeutet: Kürzung von Sparerbeitrag, Nachtzuschlägen, Schichtzuschlägen und Pendlerpauschale." Ebenfalls eine Absage erteilte Seehofer der von der FDP und dem Wirtschaftsflügel der Union geforderten Lockerung des Kündigungsschutzes. Auf die Frage, was sich in dem Bereich nach der Wahl ändere, sagte er: "Gar nichts. Da sage ich dreimal Nein. Es soll sich niemand einbilden, dass er mit der Auflösung des Kündigungsschutzes mehr Arbeitspläne schafft." Auch eine Mehrwertsteuererhöhung, die in der FDP in Erwägung gezogen wurde, kommt für Seehofer nicht in Frage...
Wahlkampf: CSU will FDP als "Partei der Kälte" geißeln - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Liebe CDU und FDP Wähler wollt ihr eine bessere, persönliche Zukunft erlangen in dem IHR und der Rest der Deutschen die die Folgen eurer Wahl mittragen werden, auf Kürzung eures Einkommens setzt? Diese Rechnung würde ich gerne mal sehen. Weniger = Mehr!:D

PS: Die CSU wird mir langsam symphatisch....

Liebe Grüße
Carmen
 
Das hat mich überzeugt! Lassen wir sie einfach auf der Strasse verhungern!:rot:
Kann man in Deutschland nicht Slum's für solche einrichten?

Ich hoffe die Ironie ist angekommen!

Liebe Grüße
Carmen

Ich denke du übertreibst hier maßlos, auch wenns sich nur um Ironie handelt!

Wer nicht Arbeitet verhungert nicht! Er hat auch anrecht auf eine Ärztliche behandlung, wenn er Krank ist. Er hat schutz durch die Polizei, wenn er überfallen/beraubt usw. wird und durch die Feuerwehr, wenn es bei ihm brennt, er darf die Deutschen Straßen genauso nutzen, wie alle anderen...... usw. den rest kann sich jeder denken.

Er hat nur kein recht auf sagen wir mal "normales Leben mit Luxusgütern" wobei viele Arbeitslose sogar noch Rauchen können, gelegentlich mal Alkohol trinken usw. was ihnen in meinen Augen nichtmal zusteht, da es sich hierbei schon um Luxusgütern handelt!

und du redest von verhungern :löl:

Es ist ganz richtig, das Arbeitern, den Arbeitslosen keinen "normalen" Lebensstandart sichern, warum auch, trotzdem haben sie ihr recht auf alle Grundwichtigen Sachen wie s.o. Krankenversicherung, Lebensmittel usw. wofür sie selbst ja nichtmal bezahlen, sondern es durch die Gemeinschaft Finanziert wird.

@ Carmen: Abgesehen von der hohen Arbeitslosenquote, das einige wirklich keinen Arbeitsplatz finden, haben sie denn genauso das recht ein eigenes Haus, mittelklasse Auto, Luxusgütern usw. zu besitzen, wie jemand der jeden Tag zur Arbeit geht, wohlmöglich eine sehr schwere und sich das alles selber verdient/aufbaut?
 
Ich bin ein Pirat - aber vermutlich gibts ne ungültige Stimme von mir ;-)
 
roon schrieb:
Es ist ganz richtig, das Arbeitern, den Arbeitslosen keinen "normalen" Lebensstandart sichern, warum auch, trotzdem haben sie ihr recht auf alle Grundwichtigen Sachen wie s.o. Krankenversicherung, Lebensmittel usw. wofür sie selbst ja nichtmal bezahlen, sondern es durch die Gemeinschaft Finanziert wird.
Gerade wenn es so sein sollte, daß Arbeitslose durch die Gemeinschaft finanziert werden, dann sollte die Gemeinschaft auch ein gesteigertes Interesse daran haben, daß ein Arbeitsloser nicht ewig arbeitslos bleiben muß. Sich arbeitsfähig erhalten, aktive Jobsuche, auf dem Laufenden bleiben und einiges mehr kosten Zeit und Geld. Leistungen streichen und im Extremfall 'Käfighaltung' wäre zwar vordergründig billiger, aber auf Dauer entschieden teurer, weil es die Jobtauglichkeit und Qualifikation nicht gerade fördert, ebensowenig die Selbstachtung der Betroffenen sowie deren Einsatzbereitschaft. Von moralischen Kriterien einmal ganz zu schweigen.

Regst du dich eigentlich auch darüber auf, wenn Leute 40 Stunden in der Woche hart arbeiten, aber so wenig Geld dabei verdienen, daß die Gemeinschaft sie mitfinanzieren muß? Ist es in deinen Augen ok, daß die Gemeinschaft das tragen muß, was der Chef einspart, indem er 'seine' Leute für einen Dumping-Lohn arbeiten lässt?

Dein Beispiel mit den 'Deutschen Straßen' hinkt gewaltig. Am Ende argumentierst du noch so, unsere Obdachlosen nutzen die Straßen vermehrt ab, weil sie länger darauf verweilen. :löl:

Gruß Konradin
 
@roon
Du überschätzt die Summen die ein Faulenzer über Hartz4 bezieht! Es ist in Deutschland eine Summe die knapp unter dem Existenzminimum liegt! Es ist also nicht möglich auf Dauer damit zu leben ohne das der Gerichtsvollzieher kommen wird.
Wenn es also um die Forderung geht dieses Niveau zu kürzen oder zu streichen, werden diese Menschen auf der Straße landen! Deswegen auch meine überspitzte Äußerung.

Hier hilft kein verschlimmern der Ausgangssituation sondern ein verbessern um diese Menschen zum arbeiten zu bringen. Mit verbessern meine ich nicht die Erhöhung von Geldern. Aber selbst dann wird es Leute geben die nicht arbeiten gehen werden! Was ist mit denen? Sollen diese in letzter Konsequenz durch Entzug von Geldern in Slums oder Lagern untergebracht sein? So stell ich mir Deutschland nicht vor! So stell ich mir Mexiko und Brasilien vor.

liebe Grüße
Carmen
 
roon schrieb:
Also ich werde die linke wohl nicht wählen[...]
Wo soll das ganze Geld bitteschön herkommen, was sie versprechen für die Bürger auszugeben?

Die Linke (bin gerade deren Wahlprogramm am lesen) will die Steuern auf hohe Einkommen, hohe Erbschaften und Konzern-Gewinne erhöhen, eine Börsenumsatzsteuer einführen und eine jährliche Millionärssteuer von fünf Prozent erheben (aktuelles Wahlprogramm, S. 9). Ich denke, dass dadurch schonmal einiges Geld in die Kassen gespült wird. Steuersenkungen (wie Schwarz-Gelb sie verspricht) würden hier genau das Falsche bewirken, nämlich das noch weniger Einnahmen gemacht werden.

Natürlich kann man auch argumentieren, dass durch die Steuersenkung Deutschland (in Zukunft) attraktiver wird, aber ob der Staat dadruch langfristig mehr Einnahmen hat, wage ich zu bezweifeln.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 schlägt mir als erstes die Linkspartei vor und als zweites die NPD:löl: Das nenne ich mal krass. Auf eine rot-braune Regierung :fuck:

MFG Solitary Man
 
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Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2009 schlägt mir als erstes die Linkspartei vor und als zweites die NPD:löl: Das nenne ich mal krass.

Mal ein kleiner Schnipsel aus meinem Posting auf der vorigen Seite:
Trashmonkey schrieb:
Bei mir hat der Wahlomat die Partei ausgespuckt, die ich auch gewählt hätte. Die Linke.

Nun, interessant war: Man kann sich ja die Parteien aussuchen, die man miteinander (und mit dem eigenen Votum) vergleicht. Ich hab spaßeshalber die ganzen No-Go Parteien für mich ausgewählt, also CDU/CSU, NPD, DVU, FDP, etc pp... Die NPD war von denen die passendste
(Atomausstieg, Mindestlohn, Afghanistan-Rückzug, Bafög, Bahnprivatisierung, ökologische Landwirtschaft etc [...])
Der Knaller: Die sind gegen die Demokratie. Ok, das ist klar, aber das haben die auch beim Wahlomaten angekreuzt.:eek:.
Ich war nicht minder überrascht, diese Arschlöcher als Wahlempfehlung Nummer 2 zu bekommen. Obwohl der Wahlomat im Anschluss nach Schwerpunkten fragt, scheint er noch einige Probleme mit der Gewichtung zu haben:rolleyes:
 
Nein, das ist ganz richtig, wie der Wahl - O - Mat funktioniert. Das NPD Parteiprogramm, ist eigentlich durchweg Links. Nur in einigen Fragen, sind sie rechts. Deswegen bekommen Linkswähler auch häufig den Vorschlag NPD zu wählen.
 
Regst du dich eigentlich auch darüber auf, wenn Leute 40 Stunden in der Woche hart arbeiten, aber so wenig Geld dabei verdienen, daß die Gemeinschaft sie mitfinanzieren muß? Ist es in deinen Augen ok, daß die Gemeinschaft das tragen muß, was der Chef einspart, indem er 'seine' Leute für einen Dumping-Lohn arbeiten lässt?

Klar regt mich sowas auf, aber was will den die Linke dagegen machen? Ihr müsst die Partei nicht als wundermacht ansehen, die werden da auch nicht wirklich was ändern können, klar die können diese Dumpinglöhne verbieten, was wär das Ende vom Lied? Massenweise Entlassung und vermehrte Produktion im Ausland = noch mehr Arbeitslose

Ihr müsst auch mal einen schritt weiter denken, es gibt immer 2 Parteien, die Arbeitnehmer und die Arbeitgeber!


Dein Beispiel mit den 'Deutschen Straßen' hinkt gewaltig. Am Ende argumentierst du noch so, unsere Obdachlosen nutzen die Straßen vermehrt ab, weil sie länger darauf verweilen.


Totaler schwachsinn, ich denke jeder hat erkannt, was ich damit gemeint habe, hätte ich jetzt gesagt sie nutzen unsere Autobahnen kostenlos, die ja der Staat bezahlt hat, wärste dann zufrieden? Oder nimm einfach ein anderes beispiel, Schulen...
 
Lieber roon,
vermutlich habe ich die Zusammenhänge dann nicht verstanden....erklär es mir mal bitte.

Also, in Deutschland gab es noch nie Mindestlöhne, es ist also schon immer Dein gewünschter Idealzustand vorhanden. Warum funktioniert es dann nicht?
Warum ist im Ausland, in denen die Mindestlöhne herrschen, so ein Effekt der Entlassungen nicht aufgetreten?
Wieso kann in skandinavischen Länder der Leiharbeiter ca. 1 € weniger die Stunde kosten ( Facharbeiter liegt bei ca. 20 € ) und dann die Wirtschaft boomen, insbesondere im Bausektor?
Warum sind Länder die eine stärkere Ausrichtung auf die Binnenkonjunktur betreiben, wenig von der Wirtschaftskriese betroffen, wie zum Beispiel Polen?

Also wieso ist es dann nicht ok, in Deutschland wo wir doch den Mindestlohn seit jeher NICHT haben??? Bitte eine Anwort!

Liebe Grüße
Carmen
 
Nein, das ist ganz richtig, wie der Wahl - O - Mat funktioniert. Das NPD Parteiprogramm, ist eigentlich durchweg Links. Nur in einigen Fragen, sind sie rechts. Deswegen bekommen Linkswähler auch häufig den Vorschlag NPD zu wählen.
Mir ist vollkommen bewusst, wofür sowohl die Linke als auch die Rechte steht. Nicht umsonst habe ich ein paar Punkte aufgezählt;)

Und nein, das NPD-Parteiprogramm ist überhaupt nicht links, es ist nationalsozialistisch. Natürlich gibt es dementsprechend Parallelen, aber das hat mit links soviel zu tun wie George W Bush mit den Grünen.:)
 
..klar die können diese Dumpinglöhne verbieten, was wär das Ende vom Lied? Massenweise Entlassung und vermehrte Produktion im Ausland = noch mehr Arbeitslose...

Die meisten Dumpinglöhne gibt es bei Branchen wie Handel und ähnlichem. Damit kann man nicht ins Ausland abwandern. Auf dem Bau gibt es schon länger Mindestlöhne, und es funktioniert. In anderen EU-Staaten funktioniert es mit generellen Mindestlöhnen übrigens auch. Wieso sollte das hier nicht gehen?
Ich kenne einige Firmen, die zwschenzeitlich in Tschechien oder noch entfernter produzieren ließen, die meisten sind zurückgekommen. Warum? Die Qualität stimmte oft nicht (nein, das ist kein Vorurteil) und mit "mal schnell" was machen war da auch nichts.
 
Also, in Deutschland gab es noch nie Mindestlöhne, es ist also schon immer Dein gewünschter Idealzustand vorhanden.

Da hast du etwas falsch verstanden, ich hätte auch gerne mindestlöhne. Ich persönlich würde Morgens gar nicht erst zur Arbeit gehen, wenn mir ein Dumpinglohn bezahlt würde!

Allerdings seh ich die Komkurrenz im Ausland zu groß, die Arbeiten teilweise für einen bruchteil unserer Löhne. Warum sind der größte teil der "zuhause Pflegerinnen" (nur als beispiel) denn wohl Polinnen, Russinnen usw. jedenfalls keine Deutschen? ...weil die einfach für weniger Geld Arbeiten! Ich könnte mir also wirklich vorstellen das einige Arbeitsplätze durch einen Mindestlohn nicht besser bezahlt würden, sondern wegfallen.

Warum ist im Ausland, in denen die Mindestlöhne herrschen, so ein Effekt der Entlassungen nicht aufgetreten?
Wieso kann in skandinavischen Länder der Leiharbeiter ca. 1 € weniger die Stunde kosten...

Hierzu kann ich dir leider keine Antwort geben, da ich den Aufbau des Gesamtsystems anderer Länder nicht kenne.
 
Wenn Friseusen für Dumpinglöhne arbeiten, dann ist es unsinnig davon auszugehen, daß deren Kunden ins Ausland abwandern würden, um sich die Haare schneiden zu lassen. Offenbar wird gern übersehen, daß Deutschland sich immer mehr zum Dienstleistungsstaat entwickelt und die Dienstleistungen überwiegend vor Ort erbracht werden müssen.

Übrigens habe ich nie behauptet, die Linken als Allheilmittel anzusehen. Ebensowenig glaube ich alles, was Politiker so von sich geben. Dennoch ist mir die Politik der Linken weitaus lieber als der Kurs, den momentan Frau Merkel, Herr Schäuble und Frau von der Leyen fahren.

Gruß Konradin
 
Klar, gegenbeispiel:

Ein Friseur hat 3 Mitarbeiter, der Laden läuft schlecht, die bezahlung ist ebenfalls schlecht. Jetzt kommt der Mindestlohn, der Chef kann seine Mitarbeiter daraufhin aber nicht mehr bezahlen, was wird wohl passieren?

1. er schmeißt 1 oder 2 Leute raus
2. er macht mit dem Mindestlohn weiter und ist in 1/2 Jahr pleite = der Laden macht zu und alle 3 stehen auf der Straße
3. er sucht sich irgendwelche Schlupflöcher um Arbeitswillige Ausländerinnen zu bekommen, die wieder unter dem Mindestlohn arbeiten

Macht euch doch mal selber gedanken, es gibt auch kleine Firmen, die höhere Löhne gar nicht zahlen können, weil der Laden einfach zu schlecht läuft. Eher diese Arbeitsplätze nun ganz wegfallen, sagt der Staat lieber, geht für etwas weniger Geld arbeiten, wir geben den rest dazu... besser so, als direkt nen Arbeitslosen zu haben der 100% unterstützt werden muss.

Die Aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ist schlecht, aber besser als die momentane Regierung kann es die Linkspartei mit ihren Vorschlägen sicher nicht machen!

Glaubt mir die aktuelle Regierung ist auch nicht blöd, die kennen auch die Vor und Nachteile! ;)
 
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Warum ist im Ausland, in denen die Mindestlöhne herrschen, so ein Effekt der Entlassungen nicht aufgetreten?
Francois Eyraud und Catherine Saget - "The Fundamentals of Minimum Wage Fixing"
Die negativen Effekte treten nach dieser Quelle sehr wohl auf. Hast Du gegenteilige Quellen anzubieten?
Warum sind Länder die eine stärkere Ausrichtung auf die Binnenkonjunktur betreiben, wenig von der Wirtschaftskriese betroffen, wie zum Beispiel Polen?
Leichtere Marktzutritte zum Westen, EU-Beitritt - das sind wohl die dominanten Effekte für deren besseres Wachstum.
 
Klar, gegenbeispiel:

Ein Friseur hat 3 Mitarbeiter, der Laden läuft schlecht, die bezahlung ist ebenfalls schlecht. Jetzt kommt der Mindestlohn, der Chef kann seine Mitarbeiter daraufhin aber nicht mehr bezahlen, was wird wohl passieren?

1. er schmeißt 1 oder 2 Leute raus
2. er macht mit dem Mindestlohn weiter und ist in 1/2 Jahr pleite = der Laden macht zu und alle 3 stehen auf der Straße
3. er sucht sich irgendwelche Schlupflöcher um Arbeitswillige Ausländerinnen zu bekommen, die wieder unter dem Mindestlohn arbeiten

Macht euch doch mal selber gedanken, es gibt auch kleine Firmen, die höhere Löhne gar nicht zahlen können, weil der Laden einfach zu schlecht läuft. Eher diese Arbeitsplätze nun ganz wegfallen, sagt der Staat lieber, geht für etwas weniger Geld arbeiten, wir geben den rest dazu... besser so, als direkt nen Arbeitslosen zu haben der 100% unterstützt werden muss.

Die Aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ist schlecht, aber besser als die momentane Regierung kann es die Linkspartei mit ihren Vorschlägen sicher nicht machen!

Glaubt mir die aktuelle Regierung ist auch nicht blöd, die kennen auch die Vor und Nachteile! ;)


Papperlapapp. Wenn die Friseusen mehr Geld verdienen, können sie mehr ausgeben. Davon porifitiert dann jeder, sodass letztendlich der Friseur höhere Preise nehmen oder mehr Kundschaft bekommen kann. Wenn man solch ein Beispiel (pder wie du sagst "Gegenbeispiel") durchrechnet, dann doch nciht auf Einzelpersonen, sondern auf das gesamte System.:cool:
 
@roon
Wenn in deutschland Mindestlöhne herrschen dann unabhängig von der Nationalität des Arbeiters oder der Firma! Ein Pole wird in Deutschland nicht unter dem Mindestlohn arbeiten dürfen, weil er Pole ist! So gesehen stärkt es die Dienstleistung in Deutschland!
Die ausländische Konkurenz ist nicht über die Löhne zu besiegen! Ich bin beruflich überall in Europa unterwegs. Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Staaten des ehemaligen Jugoslawien, Rumänien, Lichtenstein usw. was ich dort in den industriellen Unternehmen sehe ist:
Es gibt dort Firmen wo Du vom Boden essen könntest bishin zu Behausungen die in Deutschland auf der Stelle geschlossen werden müßten! Dies Unternehmen sind vollgestopft mit Maschinen die teilweise vom Klebstoff und Schnüren zusammengehalten werden und mit modernsten Produktionsanlagen die Millionen kosten. Vor kurzem standen in den Baracken die ältesten Maschinen und sonst nichts! Jetzt stehen neben diesen alten maschinen auch die neuesten.
Es ist auch so das ich aus beruflichen Gründen, mit der Geschäftsleitung Kontakt habe und regelmäßig zum Essen in feinen restaurants eingeladen werde. Dabei erfahre ich vieles.

Wir, Deutschland, können nicht über den Preis konkurrieren. Ich koste min. 2000 € pro Tag, das entspricht in einigen Ländern den Bruttomonatslöhnen von 5 Arbeitern! Ich bin immer mehrere Tage dort und koste zusätzlich Fahrt und Unterkunft + Spesen. Warum bezahlen die soviel Geld ohne auch nur ein Bauteil bekommen zu haben? Weil ich Wissen mitbringe das nirgends vorhanden ist! Das ist genau das was Deutschland machen muß, es muß Made in Germany aufleben lassen und den Markt der Schweiz, Lichtenstein übernehmen. Die Schweiz ist das was wir mal waren. Made in Schweiz ist wie früher mal Made in Germany. Wir müßen über Technologie und Produktivität konkurrieren.

Das geht nicht in jedem Bereich, aber wir könnten über Effektivität in diesen Bereichen konkurrieren. Dazu dürften aber die deutschen Unternehmen nicht ins Ausland abwandern und das Knowhow dort einbringen, wenn dann dürften sie nur das im Ausland produzieren was die Konkurrenz eh schon kann....

Das weg ekeln von Facharbeitern aus deutschen Unternehmen war ein Segen für die Konkurrenz.
Im Ausland kann man von 500 € Brutto leben, weil man in Hof sein Schwein halten kann und ein paar Hühner und im Garten seine Sachen wachsen lassen kann und dem Nachbarn bei der Weinlese hilft der einem dafür was anderes gibt was man braucht. In Berlin möchte ich es nicht probieren mein Schwein im Hof zu halten und womöglich zu schlachten.... das geht im Ausland wo 500 € Brutto im Monat verdient wird und der Lohn alle paar Monate bezahlt wird!

Wir haben andere Bedingungen und müßen es schaffen in unseren Bedingungen zu bestehen und das geht nicht mit Löhnen von 2 € die Stunde! Jemand der 40 Stunden im Monat arbeitet muß davon leben können ohne einen staatlichen Zuschlag zu benötigen! Das spart Geld und kostet das Geld des Ausbeuterunternehmens das solche Sittenwidrige Lohne bezahlt! Wenn das Geschäft sich nicht anders trägt muß es schließen, so ist die Marktwirtschaft. Aber das würde in den überwiegenden Fällen nicht passieren, weil die Ausbeuterunternehmen (PMM, Projekt making Money) sich dem neuen Markt anpassen würden.
Wie sagte mal ein chinesischer Geschäftsführer, auf englisch, in einem Gespräch mit mir? Wirklich wahr? Sie sagen Deutschland bezahlt ehemaligen Arbeitern Geld dafür das sie ihren Arbeitsplatz verlieren? Einmalig? Nein, monatlich! Waaaaas? Warum nutzen wir nicht das für uns????? Die sollen sich arbeitslos melden und ich bezahle ihnen 100 € im Monat obendrauf! So ist jedem geholfen!

Das ist kein Witz! Das hab ich bei einem ehemaligen Siemensunternehmen erlebt!

Liebe Grüße
Carmen
 
Zum Beispiel mit dem Friseur & Mindestlohn:

Klar, dass eventuell Arbeitsplätze, wenn ein Mindestlohn eingeführt wird, gestrichen werden. Das ist schon blöd. Aber noch blöder ist es, wenn jemand den ganzen Tag arbeitet und dann am Ende des Tages nicht genug verdient hat, um sich und seine Familie über die Runden zu retten. Das ist einfach ungerecht.

Mfg Solitary Man
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
roon schrieb:
Allerdings seh ich die Komkurrenz im Ausland zu groß, die Arbeiten teilweise für einen bruchteil unserer Löhne. Warum sind der größte teil der "zuhause Pflegerinnen" (nur als beispiel) denn wohl Polinnen, Russinnen usw. jedenfalls keine Deutschen?
Klar arbeiten die für einen Bruchteil unserer Löhne. Aber nur so lange bis die Kosten für das tägliche Leben in den Ländern genau so hoch sind wie bei uns. Auch in China geht niemand mehr für 0,50 Cent die Stunde arbeiten wenn er seinem Vermieter 600,- Euro im Monat für 50 m² umbauten Raum hinblättern muss. Oder damit er im Winter nicht erfriert dem Gasversorger jeden Monat 120,- Euro überweisst. Und so könnte man die Aufzählung unendlich in die Länge ziehen.

roon schrieb:
Ein Friseur hat 3 Mitarbeiter, der Laden läuft schlecht, die bezahlung ist ebenfalls schlecht. Jetzt kommt der Mindestlohn, der Chef kann seine Mitarbeiter daraufhin aber nicht mehr bezahlen, was wird wohl passieren?

1. er schmeißt 1 oder 2 Leute raus
2. er macht mit dem Mindestlohn weiter und ist in 1/2 Jahr pleite = der Laden macht zu und alle 3 stehen auf der Straße
3. er sucht sich irgendwelche Schlupflöcher um Arbeitswillige Ausländerinnen zu bekommen, die wieder unter dem Mindestlohn arbeiten
Also wenn ich an die Preise beim Friseur denke, dann wundert es mich schon das die "angeblich" nicht genug Geld haben um ihre Angestellten vernünftig zu bezahlen.
 
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