Ein paar Worte mehr zu den u.a. bereits von mir #23 angesprochenen franz. Konzernen
Veolia (ehemals Vivendi) und Suez.
Nebenbei

Veolia ist - oder war - in einigen deutschen Städten der priv. Wasserversorger.
Seien es Stuttgart (ehemals, jetzt wieder kommunal), Frankfurt, Berlin (in illegaler
"Absprache" mit RWE), Braunschweig usw.,
aber auch ehemals in Paris sowie in weiteren europäischen und internationalen Großstädten.
Zu den mehr als interessanten Details schaut Euch aber doch lieber den u.g. Film an, den ich als eine grundlegende, wertvolle Basisinformation zum Thema halte.
Eine überaus kritische Reflexion über Lobbyismus, Korruption und menschenverachtendes, rein Rendite orientiertes Handeln,
dessen Credo sich heutzutage aktuell leider auch die europäische Kommission, ebenso wie früher auch die französische Regierung Sarkozy's oder eben die von Berlusconi zu eigen gemacht haben.
Wenn wundert es da eigentlich,
während übrigens seit Jahren vermehrt europäische Kommunen und Städte sich aus dem Würgegriff solcher "Wasser"(verwertungs)Konzerne zu befreien versuchen,
dass nun plötzlich europäische "Gesetzesinitiativen", (die diesen Namen eigentlich nicht verdienen), "Europa" auf Umwegen per "Recht und Gesetz"
erneut bzw. schlimmstenfalls weiterhin dazu verpflichten wollen,
ihre kommunale Wasserversorgung vorrangig rein Rendite orientierten Unternehmen zu deren "privatisiertem" Gewinn zu überlassen.
Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen
Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, D 2010, 90 Min.
Der Film "Water Makes Money" wird im Zentrum die brisante und symbolträchtige Entwicklung beleuchten, die dadurch ausgelöst wird, dass Paris und mehr als hundert andere französische Gemeinden beschlossen haben, die Kontrolle über diese lebenswichtigen Dienste zurückzunehmen.
Ende diesen Jahres müssen Veolia und Suez in Paris die Koffer packen. Der Film wird zeigen,
was Paris und andere französische Gemeinden aus der Abhängigkeit von privaten Monopolstrukturen gelernt haben und wie sie es schaffen, gegen die enorme Macht der Globalplayer, das Wasser in eigene Regie zurück zuholen. Beispiele aus Braunschweig, Berlin, der EU-Zentrale in Brüssel und anderen europäischen Ländern und auch aus Afrika und Amerika werden den Film ergänzen.
Der Film führt durch die vielschichtigen Aspekte der gewaltigen Monopolmacht Veolias & Suez und deren Konsequenz für unsere Versorgung mit dem Lebenselixier Wasser, indem er die Zuschauer im
Kern das Schicksal von "Eau de Paris", die Dramatik der Trennung von den Globalplayern in Frankreichs Hauptstadt Paris miterleben lässt - gestaltet als eine Art Krimi. Die Ermittlungen verfolgen einen Fall angeblich "krimineller Veruntreuung öffentlichen Eigentums" und den wagemutigen Versuch der Rückführung in kommunale Hand. Mit welchem Recht und welchen Argumenten haben Politiker einst die Wasserversorgung in die Hände des privaten Monopols gelegt? Wo finden sich die unumstößlichen Beweise des Missbrauchs der Monopolmacht, die selbst voreingenommene Geschworene überzeugen? Wie kann es Anne Le Strat vermeiden, in eine der hundert Fallen zu geraten, die auf dem Weg zur kommunalen "Eau de Paris" lauern? Einem Weg, der eng von Veoliastandards und anderen Konzernbataillonen gesäumt ist.
Unschuldig wirkende Anzugträger, auf der einen Seite der Drehtür Politiker, auf der anderen Konzernvertreter, sprechen von "Nachhaltigkeit, Verantwortung, Effektivität und sicheren Arbeitsplätzen". Die Ermittlungen führen von Paris über die Ile de France nach Toulouse, Braunschweig, Berlin, Bukarest, Casablanca und überall dorthin, von wo auch immer in der Welt von Veolia und Suez "gerichtsverwertbare" Hinweise kommen.
Dabei erleben wir Unglaubliches, kaum Nachvollziehbares, Schicksale unmittelbar Betroffener und viele kleine Lehrstücke. Wir erfahren Beweggründe, Argumente und Standpunkte von Befürwortern und Gegnern der stets in neue Betreiberverträge drängenden Global Player - insgesamt keine trockene Angelegenheit.
Das Lebenselixier Wasser in verschiedensten faszinierenden Erscheinungsformen untermalt, bindet und trennt die Episoden des Films.
Eine Koproduktion der Kernfilm mit La Mare aux Canards und du Genestoux,
in Zusammenarbeit mit AQUATTAC und ZDF/ARTE, gefördert von der Filmförderung Hamburg-Schleswig-Holstein.
Zu sehen u.a.
"noch" hier auf youtube:
Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen - YouTube
Und
heute, den 14.2.13 droht sogar ein Verbot des Films "Water Makes Money"!
Der Konzern Veolia klagt
um 13:30 vor der französchen Justiz, weil er sich durch die Verwendung des Begriffs „Korruption" verleumdet fühlt.
HTML:
http://www.scharf-links.de/45.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=32544&cHash=a5459cd443
oder hier
?Water Makes Money?: Wasserkonzern verschluckt sich an Klage gegen Filmbeteiligte |
Unter anderem auch deswegen lief heute Abend auf ARTE um 22:00 quasi solidarisch dieser Film,
allerdings wird noch/wurde der Film aber auch in so manchen europäischen Großstädten (Berlin/Leipzig/Bremen etc.) in Kinos oder eben privat organisiert vorgeführt, um damit u.a. auch Spenden für die Gerichtskosten zu sammeln
Sorgt also selbst auch für Aufführungen... siehe weiter unten
Und last but not least hier noch zur Abrundung und Ermutigung die seit 1/12 Jahren in Europa fast berühmt gewordene Site zum Drehteam bzw. Film
Water Makes Money - Startseite
mit den aktuellsten News und Feedbacks
Ein Blick in die Erfolgsstatistik dieses Film
Home 2
bzw. der dabei beteiligten Menschen bzw. daraus erfolgreich hervorgegangenen Volksbegehren in Frankreich, Italien sowie auch Berlin sollte auch Mut machen bzgl. aktuellen Protesten im Hinblick auf das grundlegende Widerspruchsrecht des europäischen Parlaments.
muesli
edit: ->
Water campaign | Water and sanitation are a human right!
für alle Zweifler
Zahl der bisherigen Unterschriften bis heute, 14.2.13; 16:26
1.078.181
edit 2:
aktuell bis zum 20.2.13: 1.152.775
aktuell bis zum 17.5.13: 1.415.739
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