EU will Wasserrechte privatisieren Diskussion 

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undeath

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Die EU-Kommission will den Markt für die Privatisierung der Wasserrechte
freigeben. Monitor hat darüber am 13.12. eine Sendung ausgestrahlt: Geheimoperation Wasser: Wie die EU-Kommission Wasser zur Handelsware machen will.

Es geht darum, dass die EU-Zuständigen den Markt öffnen für eine Privatisierung der Wasserrechte. Portugal wurde bereits dazu gezwungen und muss jetzt den 4-fachen Wasserpreis bezahlen. Griechenland wird es nicht anders gehen. Privatisierung bedeutet, der Wasserpreis kann zukünftig vom Börsenkurs abhängen, Wasser könnte ein Exportschlager werden, die Qualität wird nicht mehr nach gängigen Richtlinien bestimmt, Grosskonzerne kontrollieren, wenn?s drauf ankommt.

Wenn ihr wie ich gegen diese Privatisierung seid, dann unterschreibt bitte!

Bis Mitte Januar müssen 250000 Unterschriften eingesammelt sein, bis Septemper 1 Mio, um das Vorhaben zu stoppen.

Link zur Unterschriftenaktion:
Water campaign | Water and sanitation are a human right!


Was meint ihr ist dran? Wird es uns treffen und wenn ja, wie hart?


mfg Undeath
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es ist ganz wichtig, das es nicht dazu kommt!!! Also mitmachen !!!

Wenn das Wasser teurer wird, dann würde es diesen herrschenden Wassersparwahnsinn noch verschlimmern. Wir Deutschen verbrauchen viel zu wenig Wasser, das ist schlecht für die Sauberkeit, die Wasserqualität, die Umwelt und die Wasser-Hardware (Speicher, Rohre). Ich kann auch nicht nicht verstehen, warum Wasser mengenbezogen abgerechnet wird und nicht als Pauschale pro Kopf wie in anderen Ländern.
 
Danke undeath für das wichtige Thema. Natürlich habe ich unterschrieben, wie kann ein vernüftig denkender Mensch, dieses Anliegen nicht unterstützen wollen.

Aber der Logik (und der gedanklichen Spiegelung der Vergangenheit in die Zukunft) folgend, ist es eher wahrscheinlich, das es ebenso, wie bei allen Ressourcen ist/wird - irgendwann werden diese knapp (gemacht).
Es wird für alle deutlich teurer und Einige wenige verdienen sich auf Kosten Anderer dumm und dämlich. Es wird Kriege geben (heutzutage "Verteilungskämpfe" genannt) und eine Konkurrenz um die Vormachtstellung. Wer den Zugang zu Trinkwasser monopolisiert, hat den Schlüssel zur Weltherrschaft quasi in der Hand.

Ich weiß, daß sich das ziemlich paranoid anhört, aber konsequent zu Ende gedacht ist es letztlich doch nicht so absurd, wie es zunächst scheint. Im Sinne der Völkergemeinschaft und des Friedens auf der Welt, dürfen solche Bestrebungen nicht realisiert werden.

Abseits davon frage ich mich, ob es an der mangelnden Erfahrung des EU-Parlaments liegt, das Fehler wie diese gemacht werden, oder ob es, wie an vielen anderen Stellen (u.a. auch in Deutschland) am Einfluß der Lobbyisten liegt, bzw. gekaufter Stimmen? Sollte letzteres zutreffen, wäre dies noch deutlich bedrückender, als die Vorstellung von mangelnder Erfahrung, Inkompetenz, oder Gleichgültigkeit.

Gruß
AnakinSky
 
Als Nächstes fehlt wohl nur noch eine Reglementierung der Atemluft...
 
Na ja, das Emmisionsgesetz haben wir schon, da dürfte das Immisionsgesetz doch nur eine Frage der Zeit sein …
 
Genau, AnakinSky. Starkpupser ab an der Stadtrand! :panik:

P.S. Unterschreiben ist wohl Pflicht.
 
Du hast mich ertappt @ yuhu. Aber solange unsere Köperöffnungen nicht mit Sensoren bestückt sind (der Traum aller Krankenkassen und Lebensversicherer würde wahr), und es nicht als Gesetzesverstoß gilt offline zu sein, hege ich noch eine gewisse Hoffnung.

Gruß
AnakinSky
 
Bis Mitte Januar müssen 250000 Unterschriften eingesammelt sein, bis Septemper 1 Mio, um das Vorhaben zu stoppen.

Wer weis ob diese Zahlen überhaupt stimmen. Ich habe in einem anderen Beitrag ganz was anderes gelesen, von September war gar keine Rede. Schon Mitte Januar 2013 sollten 1 Million Unterschriften eingesammelt sein, um das Vorhaben zu stoppen. Und Mitte Januar ist nun schon vorbei.

Privatisierung der Trinkwasserversorgung: Die EU-Kommission will Wasser zur Handelsware machen - Krisenvorsorge

Was ist nun richtig ?

Ich hab zwar unterschrieben, aber ich mache mich damit nicht verrückt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ich glaub da muss mal einer den ganzen Bericht vom Monitor anschauen, was da erzählt wird.
Die Mio schaffen sie nicht.
 
Oder ein Trottel schreibt vom anderen Trottel ab.:)

Das ist es ;)

Der Text den du findest ist eigentlich überall der gleiche. Da allerdings auf der Seite der Unterschriftenaktion (oben verlinkt) zu lesen ist "[...] & 1 Million bis Sept.!" habe ich mir erlaubt nicht wie ein Lemming blind zu kopieren. (und als ich den Text hier reingestellt hab war da auch noch 250000 statt 300000 zu lesen, möglicherweise ist das garkeine Hürde, sondern nur ein Ansporn?)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab zwar unterschrieben, aber ich mache mich damit nicht verrückt.

Eine Aktion von verschiedenen Gewerkschaften begonnen .....
aus D von verdi unterstützt - nichtmal vom DGB .....
Richtig , unterschrieben hab ich auch , obwohl zu solchen Kampagnen
Zweifel bestehen , welche Sinnhaftigkeit besteht , denn :

mW. gibt es keine Möglichkeit der Einflußnahme auf die Gremien der EU mittels irgendwelcher Volksabstimmungen , Volksinitiativen etc......

Weder gegenüber dem EU -Parlament , noch gegenüber der EU -Kommission.

Die sind damit fein raus , nicht ....!! ??

Übrigens sorgen verantwortungsvolle Kommunen in D schon immer für
ausreichendes und qualitätsgerechtes Trinkwasser in ihren
Zuständigkeitsbereichen .
Da sind die Preise bisher stets im Rahmen geblieben .

Nur leider haben manche Kommunen unbedingt Geld einnehmen wollen und
ihr Wassergeschäft an Grosskonzerne verkauft - dann gehts aber ab mit
dem Wasserpreis - ohne , das es am Wasser selber etwas verbessert ....
Auf solche Geschäftemacherei muss mit Abwahl geantwortet werden -
da besteht die Wahl !
 
ich erlaube mir mal nur diesen Link zu setzen: Fragen und Antworten | Water campaign

Gut! Hatte ich noch nicht mitbekommen , das es diese Möglichkeit seit
dem 1.4. 2012 gibt.

Genauer hier :Was ist die EBI? : EBI : Zukunft Europa

Es ändert jedoch nichts Grundsätzliches - es kann eine Anhörung im
EP geben und eine Stellungnahme der Kommission.

Das heisst nicht , das die EU -Kommission etwas ändert oder
verpflichtet würde , etwas zu ändern .
Das ist der Knackpunkt !

Es ist kein verpflichtender Volksentscheid , den man zB . in Bayern
herbeiführen könnte über den Weg der Bürgerbeteiligung .
 
Mann muß nur nach England schauen um zu sehen was eine privatisierung
bringt!
 
Erst einmal herzlichen Dank, undeath :)
für das Aufgreifen dieses Themas.

Denn auch wenn die hier verlinkten Medien
nur einen sehr kleinen Ausschnitt dieses sehr komplexen,
und vor allem (zukünftig) für Manche höchst lukrativen Themas beleuchten,
kann ich nur jedem empfehlen,
gegen diese erneute Form der "Privatisierung"
- besser EU-weite Kommerzialisierung - eines lebenswichtigen Grundnahrungsmittels (allen Lebens auf diesem Planeten)
ausnahmsweise mal konkret auch mit seinem realen Namen zu protestieren.

Da dieses Thema schon seit Anfang der Achtziger Jahre des vorherigen Jahrhundert akut war und ist,

- siehe u.a. dazu den Doku-Film:
"Die Wasserherren", 1985, (16mm)
Ein Film über die Vorboten kommenden Mangels
Arbeitstitel: Wem gehört das Wasser
u.a. mit Gustl Bayrhammer der ohne Gage mitspielte
Die Wasserherren -

und seitdem
eher im Verborgenen von Lobbyisten und Rendite interessierten Konzernen vorangetrieben wurde,
bedeutet diese von der globalen Lebensmittelindustrie und deren Lobbyisten zumindest in manchen Teilaspekten angestrebte, weiter ausgebaute Privatisierung letztlich nichts anderes als eine massive Bedrohung bzgl. der verlorenen Kontrolle über Wasser- und somit Überlebensressourcen.

Vor allem der nur scheinbar noch schwyzerische, eher global agierende Konzern Nestle neben französischen Tochtergesellschaften anderer globaler Konzerne bemühen sich immer erfolgreicher um das Credo,
das Wasser eben nichts anderes als ein Handelsgut sei.
Bestenfalls sogar noch vielfach verteuert als Mineral- oder Energiedrinks auf den Markt geworfen.

Aber auch Stadtwerke als Aktiengesellschaften unterliegen dem Renditezwang ihrer Teilhaber zunehmend schon seit den Achtzigern.

Was die Privatisierung des Wasser für Konsequenzen zeitigt,
hat sich nicht nur in Manila, Mexiko City, London oder Singapore gezeigt.
Wobei u.a. die letztgenannten Städte kommunal die Wasserrechte teuer zurück kaufen mussten, um dann nicht nur die vernachlässigte Infrastruktur und Kanalisation noch teurer mit Steuermitteln zu sanieren

Aber auch unter dem Aspekt des Klimawandels,
beschleunigt abschmelzender Gletscher als schwindende Trinkwasserreservoire,
zunehmend verunreinigter Grundwasserreserven durch Landwirtschaft und Industrie (z.B. durch Hydraulic Fracturing ? Wikipedia)
sehen nicht nur manche "Heuschrecken" einen auch in Europa zukünftig stark wachsenden Markt mit erheblichen Renditechancen, eben um das noch so leicht (und oftmals verdummend) vermarktete Gut Wasser.

Dem gilt es nicht nur innerhalb der nächsten Wochen oder Monate,
sondern auch weiterhin in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas entgegen zu stellen.

Denn die jetzigen EU-Pläne sind ja nichts anderes als das Ergebnis jahrzehntelanger Lobbyarbeit und von Profit-Interessen globaler Investoren.

Wer also neben seinem Votum gegen diese EU-Pläne
auch weitergehend (argumentativ) tätig werden will,
sollte sich rund um das Thema Wasser schlauer machen.

In manchen Gegenden dieser Welt wissen die Menschen übrigens schon länger,
dass Wasser mindestens so wertvoll wie Öl oder Gold ist.

Ich hoffe, in unserer nur derzeit noch wasserreichen Region setzt sich diese Erkenntnis auch vermehrt durch.

muesli
 
[...]bemühen sich immer erfolgreicher um das Credo,
das Wasser eben nichts anderes als ein Handelsgut sei.
Bestenfalls sogar noch vielfach verteuert als Mineral- oder Energiedrinks auf den Markt geworfen.[...]
Aber darauf – auf die (u. U. künstliche, siehe Lebensmittel) Verknappung und Gewinn bringender Ausbeutung (über)lebenswichtiger Ressourcen – ruht doch die ganze Moral der freien – christlich-kapitalischen – Völkergemeinheit.

Wer sich also in naher Zukunft kein Wasser leisten kann, sich also vermutlich nicht mehr im Verwertungsprozess befindet, soll gefälligst verrecken!

Nebenbei: Das Abschneiden von der Wasserversorgung als Mittel (nicht nur) der Unterdrückung von Völkern einerseits und des teuren Wasserverkaufs andererseits wird schon seit längerem (u.a.) von USRael praktiziert.
Amnesty International : Israel soll Palästina benötigtes Wasser vorenthalten - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT
Israel verweigert Palästinensern Zugang zu Wasser | Amnesty International Deutschland
ARTE - Mit offenen Karten - KRIEG UM WASSER ZWISCHEN ISRAEL UND PALÄSTINA? (2/2)
Mit offenen Karten - Krieg um Wasser zwischen Israel und Palästina? 2/2 - 03.07.10 - YouTube

Oder, wie es ein sozialer (!!!) Demokrat und 'Bundesminister für Arbeit und Soziales' zu einem vergleichbaren Thema in ungewohnter Offenheit ausdrückte: „Nur wer arbeitet, soll auch essen“.*
Umkehrschluss: Wer keine Arbeit hat, soll gefälligst krepieren.

@muesli: Also meckere nicht, schließlich darfst Du die (verpestete) Luft immer noch (wie lange?) kostenlos einatmen. Die Folgen – Behandlung – werden natürlich in Rechnung gestellt.

* Franz Müntefering
Franz Müntefering ? Wikipedia
 
Lasst uns hören, was Oscar Olivera von der
"Koalition zur Verteidigung des Wassers" in Bolivien dazu sagt:

Code:
http://www.youtube.com/watch?v=B2v6Ad-Vuug

Der IWF und die Weltbank stellen immer folgende Bedingungen
für die Vergabe der (unnötigen) Kredite:

- Privatisierung der Energieerzeugung
- Privatisierung der Telekommunikation
- Privatisierung der Wasserver- und Entsorgung
- Privatisierung des Transportwesens


Das kommt uns irgendwie bekannt vor. Oder?


Aber Privatisierung des Regenwassers?
Eine geniale Idee. Das muss man denen lassen.
 
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