Hi, erstmal danke für euer Interesse an meinem Thema.
Ich habe am Wochenende mit einer Freundin gesprochen, sie arbeitet beim Amt und ist zur Zeit für die Arbeitgeber (also wie mich) verantwortlich. Sie hat aber auch schon andere Positionen durch.
Sie hat mir auch erklärt, wie schwer es ist überhaupt arbeitswillige Menschen zu finden und die Arbeitgeber beschweren sich bei Ihr, das niemand vernünftiges dabei ist. Leider kann aber kein Arbeitsamtberater in einen Arbeitslosen rein schauen. Oder besser noch sie kennt ja meistens die Leute nicht, die sie vermittelt. Letztendlich liegt es also nicht an ihr, sonder an dem Aufbau des Amtes. Auch werden junge und aufstrebende Mitarbeiter bei der Agentur sowas von ausgebremst, weil sie vielleicht einfachere Wege gehen wollen, es aber nicht dürfe. (Wer beim Bund war kennt das Problem)
Was ich aber noch viel schlimmer finde, das sie mir erklärt hat, wenn ich arbeitslos werde, habe ich auf dies das und jenes Anspruch. Wir haben nur mal im Kopf überschlagen, was ich bekommen würde und mir würde es besser gehen als vorher, wenn ich alles ausnutzen würde, was ich bekommen könnte. Ich war schon mal arbeitslos, und habe nur einen Bruchteil davon bekommen, weil ich das Geld erstens gar nicht davon haben wollte und zweitens will ich mich nicht mit einem Thema so lange auseinadersetzen, was für mich ja so oder so nur kurzfristig sein soll.
Es gibt aber die Menschen, die haben Zeit und sitzen vielleicht im gleichen Kreis und tauschen sich aus und bekommen so wirklich alles, was geht und dann geht es denen nicht schlecht.
Lehne mich mal etwas aus dem Fenster, will aber niemanden vor den Kopf stoßen.
Damals bei uns im Osten hat jeder das gleiche gehabt. Keiner hatte mehr oder weniger, natürlich mit Ausnahmen.
Das gleiche kommt jetzt gerade wieder auf die Leute zu. Nach dem Motto, der ist Arbeitslos und kann damit gut leben, also kann ich das auch.
Ich habe von einem Jungen gehört, dessen Eltern gehen Arbeiten. Er bezieht Hartz4 und ist nebenbei noch irgendwo schwarz ein wenig am arbeiten. Er sagt meine Eltern gehen jeden tag arbeiten, haben eine Wohnung ein Auto und fliegen 1 mal im Jahr in den Urlaub. "Das kann und habe ich auch wozu soll ich arbeiten gehen" ist seine Aussage.
Ich denke es wird und das wird ein sehr wichtiger Aspekt in nächster Zeit noch viel mehr Arbeitslose geben. Die Menschen, die bis vor einigen Jahren ihren Lebensmittelpunkt aus den Ballungszentren aufs Land verlegt haben. Beim Anstieg der Benzinpreise wird es irgendwann auf sie zukommen, das sich der Weg zur Arbeit nicht mehr rechnet. Dann bleibt man lieber zu Hause. Natürlich sagt der eine oder andere, man muss nicht auf dem Dorf leben, aber das erklär den Leuten, die Ihr ganzes Kapital in ein Haus gesteckt haben und langzeitige Pläne für abzahlung usw, gemacht haben. In diesen Plänen ist sicher die Inflation schon mit eingerechnet, aber Preisanstiege in allen Bereichen konnte man nicht so kommen sehen.
Desweiteren ist in meinen Augen für Pendler auch die Bahn keine Alternative.
Die Bahn bekommt immer größeren Zuwachs, bauen Prunkbauten an teuren Plätzen und erhöhen immer noch die Preise. Warum?? Warum muss z.B. die Bahn teurere Fernsehwerbung machen??? Es kennt sie doch jeder?? Dadurch fahren auch nicht mehr Leute damit oder nicht?? Das sind nur Mittel um sie als Werbungskosten geltend zu machen. So lange ein kurzfristig angesetzte Fahrt von Hamburg nach Berlin noch teurer ist, als eine Autofahrt (Sprittechnisch gesehen) werden wohl kaum Menschen auf die Bahn umsteigen.
Das gleich ist es bei Versicherungen usw.
Aber ich schweife vom Thema ab.
Ich muss als Arbeitgeber am Donnerstag den weg ins Arbeitsamt machen und vor 20 Arbeitssuchenden sprechen, das ich Ihnen einen Job geben möchte. Diesen Weg muss ich gehen, da ja bei Vorstellungsterminen im Unternehmen die wenigsten erscheinen. Dort hat man die Möglichkeit, denen die nicht erscheinen gleich eine Sperre zu geben. Da es vom Amt direkt angesetzt wird.
Aber wie soll ich jemanden Motivieren zu Arbeiten, der gar nicht will.
UND WIE SOLL ICH JEMANDEN MOTIVIEREN ZU ARBEITEN, WENN ICH SELBER SCHON NICHT MAL MEHR DAS LICHT AM ENDE DES TUNNELS SEHE UND DENKE VON 20 LEUTEN SIND 19 SOWIESO NICHT ARBEITSWILLIG???
Das ist nicht schlecht mit den bewerbern,ich kann aber nicht 2 jahre arbeitslos sein und von 2000-3000 eur netto rechnen,man muss halt von null anfangen,das ist schwer am anfang aber wen man erst arbeit hat kann man schneller was besseres finden.
Denke mal das machen sogar die wenigsten, Aber wenn du 2000 Euro Bruto verdienst, was heutzutage schon nicht allzu schlecht ist, bleiben ca 1200 Euro, so davon verfährst du nochmal 200 Euro jeden Monat an Benzin, 500 Euro Miete gehen ab, GEZ, Heizung usw usw. bleiben letztendlich ca 400 Euro zum Leben. Wenn ich aber 300-400 Hartz4 habe und der Rest wird mir bezahlt. Warum sollte man dann für das wenige Geld mehr jeden morgen aufstehn??
Weil jeder arbeitende Mensch doch Ziele hat. Etwas erreichen will. Aber was ich feststellen musste ist, das hier in Brandenburg sich die Menschen mit dem abgefunden haben, was sie halt haben. Das ist das Traurige in meinen Augen.