Keine Lust zu arbeiten???

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Das ist nicht schlecht mit den bewerbern,ich kann aber nicht 2 jahre arbeitslos sein und von 2000-3000 eur netto rechnen,man muss halt von null anfangen,das ist schwer am anfang aber wen man erst arbeit hat kann man schneller was besseres finden.

mit 20 hatte ich meine ziele,bin heute 33 haben das haus unten in kroatien und ne eigentumswohnung in hamburg.meine ziele sind erreicht habe ne familie die ich ernähren kann.
 
Ich kann Euch im Großen und Ganzen zustimmen (kenne selber viele die "gut von Hartz4" leben), aber es gibt auch eine andere Seite.
Ich bin vor ca. einem dreiviertel Jahr arbeitslos geworden, weil irgendwer in der Firma dem Chef gesteckt hat, dass ich jetzt im Herbst anfangen werde zu studieren (das habe ich aber erst im nachhinein erfahren das das der Grund war). Dann ist eben vor nem dreiviertel Jahr mein Vertrag net verlängert worden und bin dann arbeitslos geworden.
Klar ich hätte das Jahr jetzt auf der faulen Haut geniessen können, aber so bin ich nicht, für mich ist es schlimm net ausgelastet zu sein (mal davon abgesehen dass ich jetzt im Monat 500 Euro weniger in der Tasche habe...).
Ich habe jeden Monat zig Bewerbungen geschrieben (nicht nur die die vom Arbeitsamt gefordert wurden) und meine Bewerbungen sind gut ausgearbeitet.
Aber ich habe in 90% der Fälle noch nicht mal eine Antwort erhalten, geschweige den meine Unterlagen zurück. Und die anderen 10 % waren nur Absagen. Und ich habe weit gestreut, also nicht nur nach dem gesucht was ich gemacht habe sondern alles was ich mir zutraue oder früher schon mal gemacht habe. Ich habe auch nirgends erwähnt dass ich eh net lange bleibe weil ich studieren will.
Jetzt fängt in drei Monaten das Studium an, und mein Arbeitsvermittler will mittlerweile nichtmal mehr Bewerbungen von mir sehen...

Ich habe ja Glück weil meine "Zukunft" gesichert ist, aber für alle anderen denen es so geht ist das denke ich echt frustrierend...

So wollte nur mal auch eine andere Seite aufzeigen.
 
so ich geh dann mal zur arbeit habe spät schicht würde auch lieber hier sitzen und mit euch chatten,der urlaub steht vor der tür die knete muss ran cio
 
Hallöchen!

Ich leite seit ca. 2 Jahren die Personalabteilung einses des Dienstleistungsunternehmens. Wir haben so durchnittlich 85 Leute beschäftigt. Immer wenn wir neues Personal suchen darf ich mich alleine damit abärgern.

Wir auch schon mehrfach erwähnt kommt ein erheblich Anteil der Bewerber erst gar nicht Vorstellungstermin. Von dem verbleibenden Rest ist ein teil nicht qualifiziert oder erfüllt Grundvorausetzungen nicht, wieder andere wollen in dem Bereich nicht arbeiten oder haben falsche Vorstellungen vom Job oder der Bezahlung.

Dadurch bleiben dann von ca. 20 Personen die einen Vorstellungstermin genau einer übrig der für den Posten in Frage kommt.

Es ist ja nicht so, dass wir für die offenen Stellen keine Bewerber hätten! Das hauptproblem liegt darin, dass die Leute nicht lesen können. Wenn ich jemanden ohne Vorstrafen will, dann werd ich auch nur ohne einstellen. Und das Arbeitsamt schickt uns auch nur zum teil wirklich qualifiziertes Personal. Vielen können nicht einmal deutsch und kommen sichheitshalber gleich mit einem Dolmetscher obwohl die Position passables Deutsch voraussetz.

Und zu allem überfluss, darf ich gar nicht alle erforderichen Anforderungen dem Arbeitsamt als Voraussetzung melden.

Das deprimiert Firmen und Arbeitssuchende!

Gruß
Gina1981
 
Also von den Erfahrungen her muss ich okolyta schon recht geben!

Bei meiner Frau im Bildungszentrum werden immer wieder Stellen frei, z.T. nur halbtags oder auch nur als Aushilfen. Aber es sind qualifizierte Tätigkeiten in sauberer, angenehmer Atmosphäre. Auf Anzeigen melden sich schon eh wenig Interessierte. Von denen, die dann kommen, machen 90 Prozent nach 2 - 3 (bezahlten) Probetagen einen Rückzieher. Dabei ist die Arbeit relativ leicht und man kann sitzen...

Bei uns in der Firma ist es ähnlich. Selbst Azubis wurden schon entlassen bzw. sind selbst abgehauen - einfach weil man 'keinen Bock' auf regelmäßige Arbeit hat(te). Selbst Aushilfsjobs für Studenten und/oder Schüler stoßen auf praktisch null Interesse. Aushänge in den studentischen Mensen oder bei den Fakultäten bleiben ohne jede Reaktion, offensichtlich hat keiner Interesse an einer interessanten Aushilfstätigkeit. Es ruft noch nicht mal jemand an um sich genauer zu erkundigen!

Arbeitsamt bzw. Agentur für Arbeit, wie es jetzt heißt, kann man knicken, sagt unser Boss. Die Leute, die von dort geschickt werden, kommen entweder gar nicht, sind total unmotiviert, fehlen nach kurzer Zeit einfach so oder machen einen auf krank. Ich kapier das echt nicht!
 
Ich hab auch schon des öfteren gehört, das viele einfach keine Lust mehr haben. Alle meckern zwar immer, warum es denn so viele Arbeitslose gibt, andererseits liegt es eben oft auch an ihnen selber.

Entweder sind sie nicht qualifiziert genug für freie Jobs oder sie sind sich zu fein beim Bäcker aus zu helfen. Gesucht wird ja, wie man hier im Thread sieht sogar recht viel, grade jetzt wo die Geburtenschwachen Jahrgänge anfangen --> bald wird es wohl so sein, dass eher Leute fehlen.

Was ich außerdem schade finde, die die wirklich arbeiten wollen, bekommen meist irgendetwas und die, die gar keine Lust darauf haben, bekommen was richtig feines, wo sie dann paar Tage später nicht mehr erscheinen wegen den hier schon angesprochenen "Allergien auf Papier"...oder ähnliches.

@Mustermann: Das ist eigentlich komisch, grade Jobs für Studenten/Schüler etcpp, sind hier gefragt wie Freibier^^
Und die Leute suchen und suchen(also Schüler mein ich) und meist kommt am Ende sowas wie Zeitungsaustragen für 'nen Hungerlohn. Da würden sich bestimmt einige freuen, wenn sie mal so einen Aushang in der Schule sehen würden^^
Aber keine Ahnung wo du arbeitest, vllt. geht es den Leuten da zu gut^^ - hier ist auf jeden Fall Interesse vorhanden.


@gunmachine ;) ein Tipp, die Beiträge lassen sich editieren und so musst du nicht jedesmal einen neuen erstellen!(was hier auch nicht gewünscht ist btw)

sagu
 
ey gunmachine, wo steht das kleine häuschen ?

bin ebenfalls halber kroate, und träume davon mir sowas ähnliches in der nähe von split (omis) irgendwann leisten zu können um dort meinen lebenabend zu verbringen.

leider iss mein kroatisch nicht mehr so gut...

sehr schönes haus
 
...
Aber keine Ahnung wo du arbeitest, vllt. geht es den Leuten da zu gut...

Im Südwesten der Republik und dort sind mit die niedrigsten Arbeitslosenraten. Dennoch sind es ca. 5 - 6 %, die offiziell keinen Job haben. Dazu die Leute in Umschulungsmaßnahmen oder 1-Euro-Jobs, die allesamt nicht in der Statistik auftauchen.

Als Schüler und Studi war ich ganz heiss auf interessante Jobs. Hat man damals meist nur über Beziehungen bekommen. Und heute? Selbst wenn man nichts auf die Werbezettel an der Uni über den Lohn schreibt, ruft keiner an. Und die Jobs (bei uns inner Firma) sind locker, sauber, interessant! Für Schüler aber eher weniger gedacht.

Wir hatten im Verein einen 26-jährigen Trainer, der wollte keinen Job. Alles war ihm zuviel, dann früh aufstehen oder im anderen Fall abends arbeiten - kam für ihn alles nicht in Frage. Und wenn er mal nen Job auf Probe annehmen musste, hat der sich (absichtlich) so doof angestellt, dass die ihn schnell wieder abgeschoben hatten.


@ saguljai:
Du kommst doch aus der selben Gegend, oder lese ich das falsch (L.E.)? ;)
 
auf der insel krk liegt das haus.

was meint ihr mit editieren??????
 
@gunmachine:
Unten rechts in deinem Beitrag: PN - Ändern - Zitieren

Einfach deinen letzten Beitrag nehmen, auf Ändern drücken, Text dazuschreiben und auf Änderungen speichern drücken - fertig.
 
was meint ihr mit editieren??????
Dir glaubt man vielleicht nicht, das Du gleich zur Arbeit gehst! Also editier das! Kroaten und gleich zur Arbeit, wo gibt's denn sowas?

Es ist schwer geworden die echten Arbeitswilligen von den Hartz IV Pflichtbewerbern zu unterscheiden. Es sei denn sie sagen von sich aus, ich bin immer unpünktlich und seltenst gesund!
 
Also ich muß mal sagen,ich bin seit ca. 3 Monaten Arbeitslos,davor war ich selbstständig als Telekommunikationsvertreter und Finanzberater.

Und ich muß sagen ich bin stolz drauf Geld vom Amt zu bekommen,bzw. stolz kann man nicht sagen,aber ich fühle mich nicht schlecht dabei,ich arbeite nebenbei bißchen im Garten oder auf´m Bau und verdiene da etwas dazu (nicht viel,aber wenigstens etwas)

Gerne würde ich was anständiges FESTES haben.aber dass kann man total vergessen,die ganzen Idioten,die Personal suchen,zahlen entweder sowas von schlecht oder haben zu hohe Anforderungen.

Ich habe mehrere Jahre als Tischler gearbeitet,nicht gelernt,aber halt so mit einem Meister zusammen gearbeitet.
Dann stelle ich mich bei einer Firma vor um für diese zu arbeiten,sage meine Gehaltsvoerstellungen liegen bei 1000€ netto (da ich soviel brauche um alles zu zahlen),da sagt der zu mir,dass dies VIEL ZU VIEL ist,meinte ich nur alles klar und tschüss,meine Arbeit hat er sich nicht mal angeschaut,keine Probearbeiten nichts,dass finde ich lächerlich.

Die sollen nicht immer so hohe Vorraussetzungen setzen und dann nachher sagen,keiner kommt usw.

Im Bereich Holz bin ich mit Sicherheit qualifiziert und leiste Top Arbeiten,dass weiß ich aus Resonanzen etc.

Von daher fühle ich mich keineswegs unterqualifiziert.

AUSBILDUNG,genau dass selbe,darfst nicht mal ein Praktikum machen,sehen Dich nur mit einem niedrigem Abschluss und weg biste.

Totaler Blödsinn.

Ich muß sagen,die vom großen "A" können mir ruhig Geld geben und den Rest verdiene ich mir auf meine Weise dazu,da bin ich auf keine Chefs usw. angewisen,habe Spaß an der Arbeit und dass ist gut so.

Wie gesagt,gerne würde ich auch irgendwo fest arbeiten,garkeine Frage,aber solange,wie die meisten rumspinnen bin ich nicht interessiert.
 
okolyta hat ein Interessantes Thema angeschnitten, wie ich finde. Das Problem ist, wie ich es von einigen Freunden und Bekannten weis, ist das man heut zu tage immer weiter zur Arbeit weg muss, und alles sich verteuert. Man Arbeitet eigtl. nur noch um sich über Wasser zu halten, dabei meine ich jetzt mal den leider zu wenigen mehr vorhandenen Mittelstand.

Den Mittelstand wird es denk ich eh nicht mehr bald geben, wird nur noch die Gutverdiener, und die Schlechtverdiener geben.

Ich selbst arbeite in der Schweiz ( Grenznähe machts Möglich ), bin Teamleitender Vertriebsassistent in einem Handelsunternehmen. Ich verdiene fast das dreifache Netto ( inkl abgezogene Einkommensteuer und Versicherung ) als hier in Deutschland in vergleichbarer Position Brutto.

Das ist das Problem hier in Deutschland was ich oben angesprochen habe, die Löhne bleiben fast gleich, aber alles Steigt. Wie Aktuell Benzin, Lebensmittel, Strom, Gas etc. und andere fast unverzichtbare Sachen.

Der Arbeitnehmer mit wegen mir Frau/Freundinn und einem Kind, kann sich ja nichts mehr gönnen. Normales gehalt von mal ca. 1600 Euro Netto durchschnittlich, reicht ihm kaum.
Essen für Familie, Miete, Nebenkosten, Auto vielleicht, Steuern, Versicherungen etc. ... bleibt kaum was übrig.
Das weiß der Arbeitnehmer jeden Morgen wenn er aus dem Haus geht, um Arbeiten zu gehn. Deswegen ist seine Moral am Arbeitsplatz natürlich im Keller, weil er weiß das irgendwie alles für die Katz ist.

Wir haben vor kurzem einen Assistenten gesucht, für die Abteilung die ich Leite, da waren auch Deutsche drunter, die flehten uns an das wir sie nehmen, alles nur wegem Geld.

Unsere Gesellschaft geht eh mit den Themen Arbeitslosigkeit und Geld zu leicht um. Wenn mir ab und zu Studierende begegnen ( Nicht gegen Studierende, bin neben dem Arbeiten auch einer ;) ), die nachm Abi erstma ne Weltreise machen um sich zu erholen und danach mit ihren Diplomarbeiten kommen, um nach Rat zu fragen ... denen fehlt jede Ahnung vom richtigen Leben.

Das sind dann später wieder die Top Ausgebildeten leute die ne Niedrige Position annehmen, weil sie nur das machen können, und damit dem der diesen Beruf gelernt hat, ihn wegnimmt, der dadurch wieder Arbeitslos ist ... Teufelskreis.
 
Hi, erstmal danke für euer Interesse an meinem Thema.

Ich habe am Wochenende mit einer Freundin gesprochen, sie arbeitet beim Amt und ist zur Zeit für die Arbeitgeber (also wie mich) verantwortlich. Sie hat aber auch schon andere Positionen durch.

Sie hat mir auch erklärt, wie schwer es ist überhaupt arbeitswillige Menschen zu finden und die Arbeitgeber beschweren sich bei Ihr, das niemand vernünftiges dabei ist. Leider kann aber kein Arbeitsamtberater in einen Arbeitslosen rein schauen. Oder besser noch sie kennt ja meistens die Leute nicht, die sie vermittelt. Letztendlich liegt es also nicht an ihr, sonder an dem Aufbau des Amtes. Auch werden junge und aufstrebende Mitarbeiter bei der Agentur sowas von ausgebremst, weil sie vielleicht einfachere Wege gehen wollen, es aber nicht dürfe. (Wer beim Bund war kennt das Problem)

Was ich aber noch viel schlimmer finde, das sie mir erklärt hat, wenn ich arbeitslos werde, habe ich auf dies das und jenes Anspruch. Wir haben nur mal im Kopf überschlagen, was ich bekommen würde und mir würde es besser gehen als vorher, wenn ich alles ausnutzen würde, was ich bekommen könnte. Ich war schon mal arbeitslos, und habe nur einen Bruchteil davon bekommen, weil ich das Geld erstens gar nicht davon haben wollte und zweitens will ich mich nicht mit einem Thema so lange auseinadersetzen, was für mich ja so oder so nur kurzfristig sein soll.
Es gibt aber die Menschen, die haben Zeit und sitzen vielleicht im gleichen Kreis und tauschen sich aus und bekommen so wirklich alles, was geht und dann geht es denen nicht schlecht.

Lehne mich mal etwas aus dem Fenster, will aber niemanden vor den Kopf stoßen.
Damals bei uns im Osten hat jeder das gleiche gehabt. Keiner hatte mehr oder weniger, natürlich mit Ausnahmen.
Das gleiche kommt jetzt gerade wieder auf die Leute zu. Nach dem Motto, der ist Arbeitslos und kann damit gut leben, also kann ich das auch.

Ich habe von einem Jungen gehört, dessen Eltern gehen Arbeiten. Er bezieht Hartz4 und ist nebenbei noch irgendwo schwarz ein wenig am arbeiten. Er sagt meine Eltern gehen jeden tag arbeiten, haben eine Wohnung ein Auto und fliegen 1 mal im Jahr in den Urlaub. "Das kann und habe ich auch wozu soll ich arbeiten gehen" ist seine Aussage.

Ich denke es wird und das wird ein sehr wichtiger Aspekt in nächster Zeit noch viel mehr Arbeitslose geben. Die Menschen, die bis vor einigen Jahren ihren Lebensmittelpunkt aus den Ballungszentren aufs Land verlegt haben. Beim Anstieg der Benzinpreise wird es irgendwann auf sie zukommen, das sich der Weg zur Arbeit nicht mehr rechnet. Dann bleibt man lieber zu Hause. Natürlich sagt der eine oder andere, man muss nicht auf dem Dorf leben, aber das erklär den Leuten, die Ihr ganzes Kapital in ein Haus gesteckt haben und langzeitige Pläne für abzahlung usw, gemacht haben. In diesen Plänen ist sicher die Inflation schon mit eingerechnet, aber Preisanstiege in allen Bereichen konnte man nicht so kommen sehen.

Desweiteren ist in meinen Augen für Pendler auch die Bahn keine Alternative.
Die Bahn bekommt immer größeren Zuwachs, bauen Prunkbauten an teuren Plätzen und erhöhen immer noch die Preise. Warum?? Warum muss z.B. die Bahn teurere Fernsehwerbung machen??? Es kennt sie doch jeder?? Dadurch fahren auch nicht mehr Leute damit oder nicht?? Das sind nur Mittel um sie als Werbungskosten geltend zu machen. So lange ein kurzfristig angesetzte Fahrt von Hamburg nach Berlin noch teurer ist, als eine Autofahrt (Sprittechnisch gesehen) werden wohl kaum Menschen auf die Bahn umsteigen.
Das gleich ist es bei Versicherungen usw.

Aber ich schweife vom Thema ab.
Ich muss als Arbeitgeber am Donnerstag den weg ins Arbeitsamt machen und vor 20 Arbeitssuchenden sprechen, das ich Ihnen einen Job geben möchte. Diesen Weg muss ich gehen, da ja bei Vorstellungsterminen im Unternehmen die wenigsten erscheinen. Dort hat man die Möglichkeit, denen die nicht erscheinen gleich eine Sperre zu geben. Da es vom Amt direkt angesetzt wird.
Aber wie soll ich jemanden Motivieren zu Arbeiten, der gar nicht will.

UND WIE SOLL ICH JEMANDEN MOTIVIEREN ZU ARBEITEN, WENN ICH SELBER SCHON NICHT MAL MEHR DAS LICHT AM ENDE DES TUNNELS SEHE UND DENKE VON 20 LEUTEN SIND 19 SOWIESO NICHT ARBEITSWILLIG???

Das ist nicht schlecht mit den bewerbern,ich kann aber nicht 2 jahre arbeitslos sein und von 2000-3000 eur netto rechnen,man muss halt von null anfangen,das ist schwer am anfang aber wen man erst arbeit hat kann man schneller was besseres finden.

Denke mal das machen sogar die wenigsten, Aber wenn du 2000 Euro Bruto verdienst, was heutzutage schon nicht allzu schlecht ist, bleiben ca 1200 Euro, so davon verfährst du nochmal 200 Euro jeden Monat an Benzin, 500 Euro Miete gehen ab, GEZ, Heizung usw usw. bleiben letztendlich ca 400 Euro zum Leben. Wenn ich aber 300-400 Hartz4 habe und der Rest wird mir bezahlt. Warum sollte man dann für das wenige Geld mehr jeden morgen aufstehn??
Weil jeder arbeitende Mensch doch Ziele hat. Etwas erreichen will. Aber was ich feststellen musste ist, das hier in Brandenburg sich die Menschen mit dem abgefunden haben, was sie halt haben. Das ist das Traurige in meinen Augen.
 
Also wenn ich das so lese, kann ich nur sagen: Zum Glück wohne ich in der Schweiz. Ich habe auch deutsche Freunde. Die arbeiten für 6-9 Euro die Stunde. Wenn ich einen Ferienjob mache, bekomme ich 12 euros und ab 18 kriegt man 17 Euro die Stunde...
Noch was. Der Durchschnittslohn für einen Informatiker beträgt Stolze 10'000 Franken im Monat.
 
Wie es Sanju-whatever schon angesprochen hat:
jobs für Schüler sind gesucht wie Freibier. Und, was kommt raus? Zeitung austragen, morgens um 5, für 0,7 ct die Zeitung. Sorry, aber für sowas steh ich ja netmal auf -.-. Mein Vater ist als Programmierer selbst arbeitslos geworden. mact derzeit ne Weiterbildung (Oracle-Datenbanken usw -.-) und sucht Arbeitbei der er nicht für einen Hubgerlohn arbeiten muss. Die meißten Firmen wollend ann sowas wie Zeitarbeiter oder noch besser Leute die man dann einfach irgendwo hinschicken kann. Ich suche auch einen Ferienjob, hab auch gegen echte Arbeit nix (Kumpel hat in ner Ziegellei gearbeitet --> das war heftig und gut bezahlt :)). Wobei ich auchs chon Bewerbungsgespräche gesehen habe wo man sich fragte: wie sind solche Leute bisher durchs Leben gekommen?
 
@okolyta: Also ich möchte das doch gern mal etwas genauer wissen. Du schreibst, du bietest in Frankfurt/Oder gut bezahlte Arbeit im Callcenter an. Moment mal, was genau verstehst du denn unter gut bezahlt?
Aus meiner Erfahrung, und ich bin ja auch aus dem Osten:

SO ETWAS GIBT ES HIER GAR NICHT !!!

Ich sag dir mal, wie das nach meiner Erfahrung hier so läuft. Dabei gibt es verschiedene Varianten.

Variante 1: Du kriegst einen Vermittlungsvorschlag vom Arbeitsamt für einen privaten Arbeitsvermittler. Der ist total nett und verspricht dir das Paradies auf Erden, wenn du ihm nur den Vermittlungsgutschein gibst. Ohne den läuft gar nichts. Die Kohle für die Vermittlung teilen sich nämlich der "Arbeitgeber" und der von ihm bestellte Vasall schön auf. Ob auch der Vermittler vom Arbeitsamt was abbekommt, kann man nur vermuten. Danach kannst du ein halbes Jahr lang für vier oder fünf Euro pro Stunde rackern, dann ist wieder Sense, und der Nächste mit Vermittlungsgutschein kommt auf deinen Platz.

Variante 2, die Dauertrainingsmaßnahme:
Hier erklärt dir der Onkel vom Arbeitsamt, dass es mal wieder Zeit wäre, etwas zu lernen. Bei einem potentiellen Arbeitgeber sollst du eine Trainingsmaßnahme machen, damit er dich danach einstellt. Dabei dürfen, so in Leipzig geschehen, arbeitslose Baufachleute in Eigenverantwortung ganze Häuser bauen, und das kostet den Arbeitgeber keinen Cent, aber du kriegst nur Hartz IV. Nach einem halben Jahr bist du dann weitergebildet genug, daß die nächsten ran dürfen.

Variante 3; Probearbeiten: Du stellst dich irgendwo vor, und erfährst erstmal nicht, was du auf der Stelle verdienst und ob du überhaupt Chancen hast, aber du kannst gern kostenlos probearbeiten. Am liebsten wäre dem Arbeitgeber dabei ein Zeitraum zwischen 15 Jahren und ewig, meist sind es aber drei Tage bis zwei Wochen. Genommen wirst du natürlch nicht. Es wollen ja auch noch andere probearbeiten, und vielleicht ist bis dahin die Inventur oder Lagerräumung auch schon geschafft, und die brauchen gar keinen mehr.

Solltest du es wirklich, tatsächlich, einmal bis zu einem regulären Arbeitsvertrag schaffen, winken dir zwischen drei und sechs Euro brutto, unbezahlte Überstunden, und, was Callcenter betrifft, ein halbkriminelles Arbeitsumfeld.

Da wunderst du dich, dass die Leute so reagieren?
 
Ich habe eigentlich auch keinen Bock zum arbeiten. Wenn ich das Geld nicht bräuchte würde ich zu Hause bleiben.
 
ch sag dir mal, wie das nach meiner Erfahrung hier so läuft. Dabei gibt es verschiedene Varianten.

Variante 1: Du kriegst einen Vermittlungsvorschlag vom Arbeitsamt für einen privaten Arbeitsvermittler. Der ist total nett und verspricht dir das Paradies auf Erden, wenn du ihm nur den Vermittlungsgutschein gibst. Ohne den läuft gar nichts. Die Kohle für die Vermittlung teilen sich nämlich der "Arbeitgeber" und der von ihm bestellte Vasall schön auf. Ob auch der Vermittler vom Arbeitsamt was abbekommt, kann man nur vermuten. Danach kannst du ein halbes Jahr lang für vier oder fünf Euro pro Stunde rackern, dann ist wieder Sense, und der Nächste mit Vermittlungsgutschein kommt auf deinen Platz.

Variante 2, die Dauertrainingsmaßnahme:
Hier erklärt dir der Onkel vom Arbeitsamt, dass es mal wieder Zeit wäre, etwas zu lernen. Bei einem potentiellen Arbeitgeber sollst du eine Trainingsmaßnahme machen, damit er dich danach einstellt. Dabei dürfen, so in Leipzig geschehen, arbeitslose Baufachleute in Eigenverantwortung ganze Häuser bauen, und das kostet den Arbeitgeber keinen Cent, aber du kriegst nur Hartz IV. Nach einem halben Jahr bist du dann weitergebildet genug, daß die nächsten ran dürfen.

Variante 3; Probearbeiten: Du stellst dich irgendwo vor, und erfährst erstmal nicht, was du auf der Stelle verdienst und ob du überhaupt Chancen hast, aber du kannst gern kostenlos probearbeiten. Am liebsten wäre dem Arbeitgeber dabei ein Zeitraum zwischen 15 Jahren und ewig, meist sind es aber drei Tage bis zwei Wochen. Genommen wirst du natürlch nicht. Es wollen ja auch noch andere probearbeiten, und vielleicht ist bis dahin die Inventur oder Lagerräumung auch schon geschafft, und die brauchen gar keinen mehr.

Solltest du es wirklich, tatsächlich, einmal bis zu einem regulären Arbeitsvertrag schaffen, winken dir zwischen drei und sechs Euro brutto, unbezahlte Überstunden, und, was Callcenter betrifft, ein halbkriminelles Arbeitsumfeld.

Da wunderst du dich, dass die Leute so reagieren?

Genau davon hebe ich mich ab. Ich mache eine Trainingsmaßnahme mit den Leuten. Max aber 2 Wochen. Sieh es doch mal als Unternehmer. Du stellst jemanden ein, er findet nach 3 Stunden den Job blöd, du musst ihn wieder kündigen und 2 Wochen Kündigungsfrist einhalten, die er dir ein Krankschreibung gibt. In diesen max 14 Tagen will ich nur sehen, wie jemand arbeitet und sich am Telefon verhält.
Ich benötige keine Vermittlungsgutscheine oder sonstiges, danach gibt es eine Festanstellung.

Das Gehalt sieht so aus, das es in den ersten 2 Monaten 1250 Euro gibt wo ein Schulungszulage drin ist. Ab dem 3. Monat fällt diese weg und man hat ein Grundgehalt von 900 Euro. Wo ihr jetzt alle sagt, dafür geh ich nicht arbeiten. Das versteh ich auch. Dazu gibt es noch ein Provision pro Verkauf von 700 Euro, ohne irgendwelche Rückzahlungspflichten usw. Wenn der Kunde bezahlt hat gibt es auch die Provision und das ohne wenn und aber.
Haben es nicht nötig, das unsere Mitarbeiter demotiviert nach Hause gehen, oder am Monatsende noch zur Agentur gehen müssen.
Ich habe vor 6 Jahren in dem Unternehmen genau so angefangen und bin immer noch da. Unser Unternehmen wird immer größer und nur hier in Frankfurt gibt es Probleme mit den Leuten.
 
Ich frage mich, wie hoch die Quote wohl ist, am Telefon etwas zu verkaufen. Lohnt sich das?
Stelle mir es eher schwierig vor, sich die Provision zu "angeln" denn die meisten sind von diesen Telefonanrufen doch einfach nur noch genervt.
Und wenn man was verkauft und freut sich über die Zusatzspritze von 700 Euronen, dann bezahlt der Kunde nicht wenn man Pech hat und man steht da.

Im Callcenter zu arbeiten, ist auch nicht so der Hit, kann ich mir vorstellen. Ich z. B. würde mich da nicht bewerben wollen.
Wenn man Pech hat kaum Provisionen, unfreundliche und wütende Menschen am Telefon, weil sie von den zig anrufen in der Woche schon stink sauer sind.

Ein Beispiel: Letzte Woche Montag kligelte das Telefon bei uns um 20.45 Uhr. Man liegt gemütlich auf der Couch, geht dran und denkt es ist die Familie um die Uhrzeit.... "Guten Abend, wir machen eine Meinungsumfrage zum Thema...."
Es war das erste Mal, dass ich jemanden angeschrien habe. Ich finde es eine unverschämtheit um die Uhrzeit noch solche Anrufe zu bekommen.

Auch das samstags Morgens um halb neun angerufen wird. Man springt aus dem Bett weil man denkt, es ist vielleicht was passiert mit der Oma, den Schwiegereltern und was ist.... "Guten Morgen, wir wollten ihnen gerne unser neues Produkt vorstellen...." Da kriegt man doch die Kriese^^

Ausserdem ist doch da auch die Regelung, die besagt das Telefonwerbung verboten ist. Hält sich nur keiner dran^^
 
@okolyta

ICH würde bei dir auch nicht anfangen,ist nicht böse gemeint,oder nichts gegen Dich,aber die Arbeit ist totaler mist (meine Erfahrung oder auch vom hören sagen).

In einem Callcenter MUSS man Leute an den Mann/Frau bringen um überhaupt Kohle zu bekommen,macht man es nicht ist schicht im schacht.

Ne Freundin von mir hat sowas auch gemacht,die hat verkauft wie ne blöde und sollte auch nur PROBEARBEITEN von 2 Wo. machen,diese PROBEARBEITEN wurden denn immer wieder verlängert usw. Kohle hat sie nur mangelhaft gesehen.

Wie gesagt,dass ist für MICH keine Arbeit,fühl Dich auch nicht angegriffen damit.

Ich bin selbstständig gewesen als Finanzberater dort war es ähnliches Prinzip,Leute holen,beraten,Vertrag abschliessen,habe ich nachher nicht mehr geschafft,somit hat mich der Auftraggeber entlassen.

Ich arbeite lieber handwerklich als pysisch,dass macht mehr Spaß.


Zu allem:

Leider ist es so,die Arbeitgeber wollen immer weniger Kohle zahlen,Sprit wird teurer,Miete,Lebensmittel und und und.
Da müssen die sich nicht wundern,dass wenige arbeiten gehen WOLLEN.

Wie gesagt,bin zur Zeit selber Arbeitslos und kenne das Problme allzu gut :(
Aber in der momentanen Lage fühle ich mich momentan besser,ich muss nirgends hinfahren usw. (Frühaufstehen tue ich trotzdem,nicht dass ihr jetzt damit kommt,von wegen AUSSCHLAFEN ;) ,dass ist bei mir nicht drin,will mich DA dran garnicht gewöhnen).
Ich bekomme zwar wenig Geld vom Amt,kann mir aber gut was dazu verdienen,und muß nicht mal weit fahren,dass hat mir bisher noch keiner so geboten.
 
@okloyta

Du stellst jemanden ein, er findet nach 3 Stunden den Job blöd, du musst ihn wieder kündigen und 2 Wochen Kündigungsfrist einhalten, die er dir ein Krankschreibung gibt

Ich frage mich, wozu dann die Probezeit da ist? Da können beide Seiten ohne Angabe von Gründen jederzeit kündigen, bis zu sechs Monaten lang. Und, sei doch mal ehrlich, die Probezeit gibts doch zu deiner Trainingsmaßnahme noch obendrauf.
Grundgehalt plus Provision wird von den Arbeitgebern nur deshalb so gern gemacht, um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auszuhebeln.

Es mag ja sein, dass du unter den schwarzen Schafen deiner Branche noch als leuchtendes Beispiel dastehst. Deshalb ist das aber noch lange kein attraktiver Job. Bei diesen Konditionen ist die Fluktuation sicher einkalkuliert.
 
solange die wirtschaft im niedriglohnsektor zu wenig bezahlt, das arbeitslosengeld auf dem niveau bleibt und zeitarbeit & 1 euro jobs den stellenmarkt zerstören, wirds eher schlechter statt besser werden.

wie gesagt, warum arbeiten - wenn es sich nicht rentiert?

KingstonTown schrieb:
Ich arbeite lieber handwerklich als pysisch,dass macht mehr Spaß.

*fg* achso :D

KingstonTown schrieb:
Ich bekomme zwar wenig Geld vom Amt,kann mir aber gut was dazu verdienen,und muß nicht mal weit fahren,dass hat mir bisher noch keiner so geboten.

ich hoffe du gibst das auch bei deinem amt an?
 
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