Leben wir in einer Demokratie? Diskussion 

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Species.8472 schrieb:
Ausschlaggebend waren tatsächlich die Amis. Von Natur aus freiheitsliebend, übertrieben patriotisch und überwiegend streng religiös, versuchten sie uns auf den richtigen, demokratischen Weg zu bringen.

Ich hoffe nur, dass dieser Satz aus ganzem Herzen ironisch gemeint war.
Die Amerikaner waren und sind niemals demokratisch gewesen. Schon ihr Wahlgesetz ist undemokratisch, weil eben NICHT die Mehrheit entscheidet. Das macht nix bei Wahlen wie gestern, bzw. heute Nacht, sorgt aber dafür, dass etwas wie Bush-Regierung, bzw. deren Hintermänner tatsächlich mehr oder minder legal die Macht hatte, die Welt und ihr eigenes Land zu

Dazu kommt: Wir haben schon keine Demokratie und auch unsere parlamentarische Demokratie ist ein Witz. Aber die Amerikaner werden niemals versuchen, einem Land den richtigen Weg dorthin zu zeigen. Das wäre nicht in deren Sinne. Schliesslich sind sie auf die Dumpfbacken ausserhalb der USA angewiesen, die nicht allzu laut schreien (können), wenn wieder Gelder verteilt und dann im Auftrag des Terrors oder was auch immer Mordaufträge verteilt werden.

Kayleigh

PS: Ja, ja. Das letzte ist überzogen dar gestellt. Aber eben nur überzogen......

mutator schrieb:
Du kannst ja bei der Wahl entscheiden, wen du wählst und dammit beeinflusst du natürlich indirekt auch die Entscheidungen der Vertreter. Passt dir was ned muss du halt nächstes Mal anders wählen.
Naja, wenn Du Dir einmal die Mühe machst, den Abgeordneten Deiner Wahl nachher anzusprechen, warum er bei einer Abstimmung entgegen dem gestimmt hat, was Dich hat ihn wählen lassen, dann bekommst Du folgdende Antwort:
mutator schrieb:
(......) denn aufgrund der Fülle der Entscheidungen und vor allem der Komplexität ist das für den einzelnen einfach teilweise nicht mehr nachvollziehbar.
Aha... so ist das also. Wir sind zu dumm, bzw. uns wird gesagt, dass wir zu dumm sind.
Weisst Du, wenn ein Lehrer Deinem Kind eine 6 gibt, weil es in der Mathearbeit nichts zur Differentialrechnung sagen kann, dann ist das ok, wenn das Kind es nicht begriffen hat. Wenn er es aber vorher nicht unterrichtet hat, dann
mutator schrieb:
(......) ist das für den einzelnen einfach teilweise nicht mehr nachvollziehbar.
??????

Kayleigh

NeHe: lieber ein ellenlanger Post, als ein verbotener Doppelpost ;) das gilt für alle
 
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@mutator danke für deine antwort, aber....

Das ist schon richtig, doch leider leben wir nicht in einem kleinen Kanton der Schweiz, wo früher noch bei wichtigen Entscheidungen alle auf nem Haufen zusammengekommen sind und abgestimmt haben.

Da nicht 80 Millionen mal schnell an einem Ort zusammenkommen können müssen Vertreter gewählt werden, die für dich zu dieser Versammlung für Entscheidungen zusammenkommen (sind halt unsere Politiker im Bundestag).
Warum geht das in Frankreich mit 65 Mill.? Oder Italien 55Mill? Und wie man sieht, bei der Leere im Parlament, schaffen es auch oft nicht einmal unsere "Volksvertreter" zu kommen.

Du kannst ja bei der Wahl entscheiden, wen du wählst und dammit beeinflusst du natürlich indirekt auch die Entscheidungen der Vertreter. Passt dir was ned muss du halt nächstes Mal anders wählen.
Gut ich war gegen Maastricht, wen außer die REP+NPD, hätte ich wählen können? Ich und die Mehrheit der Deutschen war gegen die Euroeinführung, aber welche Partei vertrat diese Vorstellung?

Dass ned bei jeder Entscheidung das ganze Volk mit einbezogen werden kann ist auch klar, denn aufgrund der Fülle der Entscheidungen und vor allem der Komplexität ist das für den einzelnen einfach teilweise nicht mehr nachvollziehbar.
Leider aber auch nicht für die Parlamentarier!

Die direkte Demokratie ist halt ne Wunschvorstellung, die du vielleicht in nem Dorf mit 100 Leuten durchführen könntest aber so bleibt uns halt nur diese Variante um noch etwas Demokratie zu wahren
Nöhhhhhhh, Realität in den meisten EU-Staaten. Bei jeder EU-Entscheidung hört man im Fernsehen, ob die Bürger oder die Regierung abgestimmt hatte.
 
Wir leben in einer Pseudodemokratie! Das Volk kann wählen wie es will, nur kann es nicht wählen WAS es will! So nach dem Motto:
Du kannst dir den Schokopudding jetzt mit linker oder rechter Hand nehmen!
Andersdenkende Parteien wie die Linke werden sofort zum neuen Feindbild, Politiker streiten sich um belangloses Zeug und erhöhen ihre Diäten.
Ganz ehrlich, ich bin Antidemokrat, zumindest gegen eine solche Demokratie wie hier!
Wo haben wir denn Demokratie? In der Familie, im Job, ja wo denn? Was soll das? Ich wäre für das wählen einer einzelnen Partei für 4 Jahre. Also wählt man vlt zuerst 4 jahre SPD, dann CDU, und der Rest der noch nicht ausgewandert ist nimmt die Linke ;) Hat in Bayern ja bisher prima funktioniert? Bitte keinen Führer, das wird nix. Dieses Wahlgesetz müsste dann allerdings unveränderbar sein!
 
...Wo haben wir denn Demokratie? In der Familie, im Job, ja wo denn? ...
Hallo
ich glaube noch bei den Betriebsräten haben wir eine gelebte und praktizierte Demokratie. leider ist diese dann auch nur so gut wie die gewählten Mitglieder eben sind.

Liebe Grüße
Carmen
 
Es Gibt Nunmal Drei Arten von Demokratie ..

in deutschland wählen wir und sie entscheiden für uns .Nr 1

dan halt Komplette Volksherschaft das wir gesätze machen und wählen

und halt die Schweizer Variante das die Politiker gestze vorschlagen und dan wird abgestimmt.

meiner meinung nach wäre eine Politik wie in der Schweiz das beste, die deutsche Variante finde ich nicht gut,und bei einer Kompletten Volksherschaft geht alles den Bach runter ...
 
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@Dareon,

eine komplette Volksherschaft gibt es niergendwo. Es gibt nur 2 Formen von Demokratie, die erste wie in Schweiz, Italien, Irland, Frankreich,...es gibt eine Regierung und das Volk, Interessengruppen oder die Partein machen Vorschläge und über diese stimmt das Volk ab. Hier gibt es noch jede Menge Untergruppen : z.B. ob die Entscheidungen verpflichtend für die Regierung oder nur ein Hinweis sind, weiter wird geregelt, über was das Volk überhaupt abstimmen kann, so durfte das Volk in Irland über die EU-Verfassung abstimmen, in Italien nicht. Dann werden die Hürden geregelt, wie was passiert wenn nur 30% abstimmen, ist alles ungültig, weil zu wenige oder geht man davon aus, dass der Rest nicht interessiert ist und jeder Entscheidung mitträgt.
Oder wie in D nämlich eine Pseudo oder Parlamentarische Demokratie, wobei man direkt und indirekt Parlamentarier wählt, die dann entscheiden wie sie wollen, aber eigentlich den Wähler repräsentieren sollten.
 
Leben wir in einer Demokratie?

Diese Frage möchte ich heute mit den Worten von Boris Akunim beantworten.
Seine Hauptfigur in seinen Romanen sagt:

"Ich bin gegen Demokratie. In der Demokratie werden die Reichen und Intelligenten Menschen benachteiligt, denn die Armen und Dummen sind in der Mehrheit und haben in der Demokratie das Sagen!"

Somit können wir ja nicht in einer Demokratie leben - oder werden die Reichen und Intelligenten etwa benachteiligt?.
 
Carlo,

dass du dich zu der Frage, ob wir eine Demokratie haben, äußerst - ist schon satt.

Gerade du, der du in einem anderen Thread hier erklärt hast, dir würde eine Partei (!) bei der Bundestagswahl schon reichen - und dies sei dann ja immer noch eine Demokratie (!) ... hast für mich bewiesen, dass du sehr abenteuerliche Vorstellungen von einer Demokratie zu haben scheinst ...

Wer das ernsthaft meint, der hat sich als Diskussionspartner disqualifiziert.


Nachtrag:


Nach erneutem Durchlesen des von mir zitierten Beitrags von Carlo ... kam mir kurz der Gedanke, Carlo könne es ggf. sarkastisch meinen ... aber sicher bin ich mir nicht ...
 
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Hobbyesel schrieb:
... kam mir kurz der Gedanke, Carlo könne es ggf. sarkastisch meinen ... aber sicher bin ich mir nicht ...


Dazu nur:

Nichts ist so wie es scheint - Gedanken muss sich jeder allein machen.
 
Hallo Mäcki,

daß man die Macht haben muss,
um die Welt zu verändern,
haben schon Hannibal u. Alexander der Große gewusst.

Was wollen wir im Jahre 2008 mit so einer Frage, Mäcki?

Das subjektive Problem unserer Tage liegt doch darin,
dass die meisten "Mitbürgerinnen und Mitbürger" gar nicht wissen,
wer bei uns wirklich die Macht inne hat u. was diejenigen damit machen.

Einige wenige kommen immerhin schon so weit zu sagen -
weil ja offensichtlich Geld die Welt regiert -
daß die Reichen irgendwie die Macht haben müssen...

----------------------------------------------------------------------
Mal kurz eingefügt:

2,5% der Gesamtbevölkerung >D< gehören 100% der Produktionsmittel !

Wenn ich nun 100 Kumpels zur Feier einlade,
dann sind praktisch 2,5 Köpfe drunter,
denen alles auf dieser Welt gehört.

97,5 Kumpels (also du und ich, besser wir)
sind die vielen >>Schütze Arsch im letzten Loche
Es kann jetzt nur noch geklärt werden,
wer von uns der größere oder der kleinere Schütze ist.

Und ganau das der Punkt!
Soll das etwa ehrliche und faire Demokratie sein ?

Ein flämisches Sprichwort sagt:
„Die Welt ist ein Heuhaufen – ein jeder pflückt davon, soviel er kann.“
-----------------------------------------------------------------------

In ihrem Kopf haben sich aber durch jahrzehntelange Manipulation
Phrasen wie "Demokratie", "Freiheit", "Rechtsstaat" etc.
so fest eingefressen,
dass ihnen schon nach dieser ersten,
noch undeutlichen Einsicht schwindlig wird u. sie den Überblick verlieren.

"Es kann nicht sein, was nicht sein darf!" -
Wir leben in einer friedliebenden "Demokratie" und sind die "Guten",
die "Bösen" sind die Kommunisten u. die Terrosisten! basta!

Einem solchen Betonkopf mußt du nun erklären,
daß Merkel, Schäuble, Steinmeier, Köhler, Westerwelle & Co
nichts anderes machen, als die unmittelbaren,
egoistischen Interessen der Aktionäre durchzusetzen.

Das schaffst du aber nur,
wenn du eine logische Verbindung zwischen dem geringer werdenden Lohn,
der Arbeitslosigkeit, der steigenden Preise usw. zu Herrn Pierch und Co.,
seinen Milliarden u. seinem Opernbesuch
mit dem z.B. Hrn. Schröder und Co. herstellst.

Erklärt mir bitte, daß "Sozialabbau" auf der einen Seite,
"Erhöhung der Profite" auf der anderen Seite bedeutet!

Also mein lieber User Mäcki,
verschone wir uns lieber mit kleinbürgerlichen Phrasen,
die schon der alte Gallier Brennus begriffen hatte,

als er 384 v.u.Z. den Römern sein Schwert auf die Waage warf
mit den Worten "Vae victim" - Wehe den Besiegten -

und erkläre uns statt dessen,
wie wir den Bürgern Pierch und Schremp und Co. die Macht
aus der Hand schlagen und die Beiden und ihresgleichen danach
in den Produktionsprozess einordnen können.

Gruß
eber



P.S.: Ein kl. Rechenbeispiel zum Abschluss:

500 Mrd. für arme Banken geteilt durch 30 Mrd./ Welthungerhilfe pro Jahr.
Deutschland könnte (theoretisch) rd. 16,6 Jahre den Hunger weltweit bekämpfen.

Nun noch der große Restbetrag d. reichen Ländern hinzu...
die Kriege weg, die Rüstung weg...
die Welt wäre ein Paradies für Mensch, Tier und Umwelt !!!

Es sind die (weltweit) 2,5%, Mäcki.
 
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Hallo
Wir leben in einer Demokratie.
Die Politiker sind unter anderem ihrem Gewissen und somit ihrer Moral verantwortlich. Deshalb sollten nur geeignete Personen Politiker werden, denn sie sollen dem Staat dienen und nicht nur einem Teil davon sondern dem Ganzen. Manche kennen das Wort dienen aber gar nicht und sind trotzdem Politiker.
Wenn die Demokratie nicht so ausgeübt wird, wie es im Ergebnis eigentlich sein sollte, dann ist das nicht die Schuld der Demokratie sondern die Schuld derer die sie umsetzen. Gemäß dem Regierungsergebnis und den damit proportional verlaufenden Wirkungen auf die Bürger, ist es einfach zu beurteilen ob deren Arbeit gute oder schlechte Früchte hervorgebracht hat.

Wir haben im BIP in den letzten Quartalen eine Reduzierung von einmal 0,5% und einmal 0,4% erlebt. Dies bedeutet dann Rezission. Aber habe ich wegen des Rückganges um 0,4% deshalb einen persönlichen Nachteil? Ja, für den der Milliarden bewegt, die Zahlen auf seinem Kontoauszug werden weniger - mehr Auswirkung auf sein Leben wird es nicht haben. Aus diesem Grund wird der Staat sofort reagieren um jenen welchen, dessen Kinder zur Tafel gehen um an ein Mittagessen zu kommen 10 € mehr pro Monat zur Verprassung zu geben. Eventuell wird die Rente nochmal um 2,78 € im Monat erhöht und die Steuer auf Neufahrzeuge ca. 150 € pro Jahr 2 mal erlassen. Das müßte die Zahlen auf dem Kontoauszug einiger wieder nach oben ändern. Mann sieht also es handelt sich hier nur um Mathematik. Der Geldkreislauf der Welt muß so gesteuert sein das die Puppenspieler immer als Zöllner oder Verwalter eingebunden sind. Wo ein Minus da auch ein Plus. Viele Wege führen in den Geldbeutel weniger und aus dem Geldbeutel vieler.

Was ich sagen und ein bischen andeuten wollte, ist das alles immer eine Wurzel hat. Die Parteien die diese Früchte der Demokratie hervorbrachten sind die Parteien die abgewählt werden müßen um zum Beispiel die Demokratie zu verbessern oder die Tafel für deutsche und andere Kinder überflüssig zu machen. Ich kann fragen wen ich will, jeder antwortet mir auf folgende Frage gleich:
Bis Du damit einverstanden oder erwartest Du sogar, dass die Steuern die Du bezahlst zuerst dafür verwendet werden das Kinder in Deutschland nicht Hungern müssen, bevor irgend etwas anderes damit finanziert wird? Alle sagten uneingeschränkt ja! Wäre auch leicht durchzuführen Kindergärten und Schulen könnten nur die Kinder und nicht deren Eltern versorgen.
Jeder meinte auch das wir erst unseren eigenen Laden sauber halten müßen, bevor wir dazu übergehen dem Ausland Wirtschaftshilfe zu geben( China hat im letzen Jahr, als unser großer Konkurent 200 Mio € von Deutschland erhalten). Geld das wir nicht haben können wir nicht an dritte verteilen.

Nur der Erfolg gibt einem Recht.

CDU, FDP und SPD haben diese schlechten Früchte erst ermöglicht
, genau deshalb werde ich die Linken wählen. Weil ich hoffe das andere auch ein Zeichen dafür setzen wollen, das der starke den schwachen unterstützt. Der Rechtsstaat wurde gegründet damit der schwache nicht der Spielball ist. Dafür starben viele unserer Vorfahren.

Erst wenn die Linke bei der nächsten Bundestagswahl nah an die 20 % kommt, werden die jetzigen Parteien keine Ausreden mehr haben und sich anpassen. Dann werden Wege gefunden weil sie gesucht wurden. Dann wird es möglich sein das unsere Kinder in Deutschland nicht mehr hungern müßen. Dann wird es Möglich sein das der Arzt uns nicht mehr so weit heilt wie es unser Geldbeutel zulässt. Dann werden die Deutschen, im Ausland nicht mehr an ihrem schlechten Gebiss erkannt!

Wer eine bessere Demokratie will muß entsprechend wählen!

Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie soft und wie so vieles besteht die Antwort aus anderen Fragen ;).

Wie definiert sich hierbei Volk und Herrschaft,
wie werden Mehrheiten delegiert
und wie wirkt sich dieses wiederum (auch statistisch) aus.
Je komplizierter, desto undurchsichtiger und auch
weniger klar umrissen....
Zudem unerklärlicher und undurchschaubarer für Viele ;)

Da wir hier in einer "parlamentarische Demokratie" leben,
die ihre Machtverteilung zudem auf Parteigesetze gründet,
müsste man schon viel genauer hinter die entsprechenden Kulissen schauen,
um reale Machtverhältnisse bzw. off. bzw. reale Herrschaftsstrukturen zu durchschauen, geschweige denn zu hinterfragen.

Ähnlich sieht es mit Entscheidungsfindungen in unserer "demokratischen Grundordnung" aus.
Zwar ist der Volksvertreter relativ frei in der Begründung seiner Entscheidungen, denn z.B. "Gewissen" ist ein relativ weit dehnbarer, individuell zu interpretierender Begriff ;)
Andererseits sind durch die hierzulande "besonderen" Parteigesetze" informelle Strukturen entstanden, die des Öfteren oben Genanntes zur Durchsetzung von Interessen unterlaufen. Ein Beispiel wäre der sogenannte "Fraktionszwang", der de facto gar nicht existent sein dürfte :D

Allein von daher kann man diese Frage des Threads entweder bejahen oder verneinen...:D
Sie ist , so oder so, falsch oder richtig

Welchen Einfluss der sogenannte "Souverän"
- hier also das "Volk" - aber wirklich real hat,
stellt sich eh immer anders ;)
Denn "graue Eminenzen" hat es schon immer in allen Machtstrukturen gegeben.
Mal hie0en sie Fürst, Kardinal, Ratgeber, Parteivorsitzende- oder Geheimdienstleiter oder schlicht auch nur...Finanziers oder Lobby(s).

muesli
 
Zuletzt bearbeitet:
Man mag es viel eher Demokratur nennen. So ein bisschen Demokratie. Aber nur ein bisschen. Der Rest ne Diktatur, mehr oder weniger.

" ... Freiheit, Freiheit, Freiheit, ist die Einzige die fehlt ...
... Freiheit, Freiheit, wurde wieder abbestellt ..."


(Aus 'Freiheit' von Marius Müller-Westernhagen)
 
Hallo
Wir leben in einer Demokratie.
Die Politiker sind unter anderem ihrem Gewissen und somit ihrer Moral verantwortlich. Deshalb sollten nur geeignete Personen Politiker werden, denn sie sollen dem Staat dienen und nicht nur einem Teil davon sondern dem Ganzen. Manche kennen das Wort dienen aber gar nicht und sind trotzdem Politiker.

Wow - ein Politiker mit Gewissen. Mal ehrlich gibt?`s so was auch noch?

Du meinst bestimmt die Politiker, die auf den Gehaltslisten der Autokonzerne etc. stehen. Klar haben die ein Gewissen, denn sonst könnten sie sich ja nicht verpflichtet fühlen den Banken und Opel und Co so die Milliarden hinterherzuschicken.
Wenn ein Konzern jahrelang ein Gehalt an einem Politiker zahlt, dann hat er ja auch mal das Recht an das Gewissen zu appellieren.

P ... sie sollten dem Staat dienen - da bedarf es aber etwas mehr Aufklärung. Was verstehst Du denn unter Staat? Der Staat(vertreten durch Politiker) wird doch beraten von Lobbyisten, die Politiker stehen auf deren Gehaltslisten oder werden einfach ein bißchen geschmiert. Parteigelder verschwinden ins Ausland.
Bei Spendengelder leidet man plötzlich unter Amnesie.
Sollen die Politiker sich nun selbst dienen - oder bedienen?


Ansonsten treffen die Beiträge von eber und muesli voll meine Zustimmung.

Im übrigen hat unsere Kanzlerin gestern angekündigt, dass Jahr 2009 ist das Jahr der schlechten Nachrichten.
Da dachte ich sofort an die anstehende Bundestagswahl.
Kündigt sie etwa an, dass sie auch in den nächsten vier Jahren wieder als Kanzlerin regiert - das wäre echt eine schlechte Nachricht.

Aber wir leben ja in einer Demokratie, da kann das ja nicht passieren.


Man mag es viel eher Demokratur nennen - eh, Du wirst mir richtig symphatisch
 
Zuletzt bearbeitet:
Charlo schrieb:
Boris Akunim sagt:

"Ich bin gegen Demokratie. In der Demokratie werden die Reichen und Intelligenten Menschen benachteiligt, denn die Armen und Dummen sind in der Mehrheit und haben in der Demokratie das Sagen!"

Somit können wir ja nicht in einer Demokratie leben - oder werden die Reichen und Intelligenten etwa benachteiligt?.
Interessante These und wenn ich überlege auch irgend wie wahr! Doch bei dem Volksentscheid hätten wir eine Mehrheit von "Intelligenten Menschen", denn die würden die Change erkennen, während die "Dummen", die Samstagabendshow sehen und nicht mitentscheiden! Und momentan entscheiden die Reichen über ihre Lobiisten schon fast alleine! Also sind momentan nur die "Intelligenten" benachteiligt!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Demos Kratein aus dem Griechischen= Macht dem Volke.
Hat sie's hier?
Nein.
Wer denn?
Das Geld.......
Also leben wir nicht in einer Demokratie!:eek:
 
Mmmh :) @ elwood55
I love it
biggrinsanta.gif


Nenn das Kind jetzt nur noch beim Namen *bg*

Eine relativ variable Politik zwischen Monetarismus und Keynesianismus ;)
und setzte z.B. hinzu, dass lediglich nur noch ca. 6% der hiesigen Bevölkerung überhaupt noch in der Lage sind, für ca. 50% des Steueraufkommens zu sorgen
(Quelle u.a.: BFM Steinbrück, der doch bestimmt nicht verdächtig wird ein "Linker" zu sein *g*),
- Jep, der Rest kann's inzwischen nämlich (fast) nicht mehr -
dann weiss man auch, woher sich auch so einige subtil geäußerten "Machtansprüche"
ableiten ;)

Und für diejenigen, die sich jetzt jubelnd bemüßigt fühlen, ein zu werfen,
wer viel bezahlt, sollte auch viel bestimmen ;),
welches übrigens auch eins der Hauptmerkmale der gesellschaftlichen Auswirkungen einer auch politischen Umsetzung dieses "Modells" des "Monetarimus" bzw. "Keynesianismus" ist,
dann gebe ich z.B. nur mal zu bedenken,
wo denn die Verhältnismäßigkeit von Jahreseinkommen liegt,
die nicht nur teilweise, sondern sogar weiter steigend, (weit) über dem Lebenseinkommen der Allermeisten liegt :D

Das,
lässt sich nämlich auch nicht mehr allein durch "Fleiss", "Mehrarbeit" und verantwortliche "Intelligenz" rechtfertigen,
sondern nur noch durch - legale wie illegale bzw. sogar unethische - Vorteilsnahme erklären :D

Bliebe vllt. nur noch offen, zu wessen Lasten...
Oder ist das evtl. inzwischen doch schon klar :ööm: :D

@ topic *bg*
Bliebe noch zu klären,
wie Menschen genannt werden,
die gesellschaftliche Probleme und Fakten in Frage stellen.

Zur Auswahl stehen dabei z.B. auch:
Linke, Anarchisten, Chaoten und ...auch Terroristen... (wie jetzt gerade in GR)
Your "free" choice of definitions ;)

so far
muesli

PS.
Das Prinzip, welches dahinter steht, ist ja ein Altbewährtes. (übrigens auch hier...leider)
Diffamiere Deinen Gegner durch Gerüchte, Unterstellungen und auch tw. natürlich durch dessen nachweisbare Fehler,
so dass die schweigende "Mehrheit" bestenfalls sogar noch über Deine eigenen Fehler (fast) hinweg sehen kann.
So etwas funktioniert schon seit Jahrhunderten bzw. Jahrtausenden prima,
denn die Fama und das Vorurteil ist immer noch die effektivste Waffe gegen missliebige Opponenten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Wörtchen dass Du suchst lautet Plutokratie.


Wie wird klar, wie 6% Menschen für 50% der Finanzierung sorgen können.

Abraham Lincoln 1864 über die damals kurz bevorstehende Zerstörung der US-Republik:
".. ich sehe für die nahe Zukunft eine Krise herannahen, die mich entmutigt und veranlaßt, für die Sicherheit meines Lands zu zittern. Als ein Ergebnis des Kriegs sind Kapitalgesellschaften auf den Thron gesetzt worden. Es wird eine Ära von Korruption in den höchsten Stellen folgen. Die Geldmacht des Landes wird – um ihre Herrschaft zu verlängern – die öffentliche Meinung bearbeiten, bis aller Reichtum in ein paar Händen angehäuft und die Republik zerstört ist. Ich ängstige mich um die Sicherheit meines Landes mehr als jemals zuvor...."


Man zähle eins plus eins zusammen, lasse also ein komprimittiertes System mit dem eigenen kommunzieren und was kommt raus?

zu Deinem PS: "Diffamiere Deinen Gegner durch Gerüchte"
Bedingt das den Umkehrschluss, dass man in die Richtung, gegen die das Böse am meisten wettert und diffamiert schauen muss um zu verstehen?

mfg
Miraculix
 
Wie wird klar, wie 6% Menschen für 50% der Finanzierung sorgen können.

Das liegt aber eben nicht daran, dass diese 6 % auch 50 % der Arbeit, 50 % der Wertschöpfung erarbeiten. Es liegt einfach daran, dass diese 6 % die Arbeit von 70 bis 80 % der Bevölkerung schamlos ausnutzen!!

Die Wertschöpfung findet nicht in den Chefetagen statt - sie wird dort nur abgeschöpft!

Man hat es jetzt doch bei der Finanzkrise deutlich gesehen:

Die Manager tragen überhaupt kein Risiko.

Sie sahnen ab, wenn es gut läuft und sie sahnen genauso ab, wenn es schief läuft.
 
Jap... Direktdemokratie hat seine Vorteile.
Allerdings gibt es genausoviele Nachteile.

z.B. würden unangenehmen aber notwendige Änderungen niemals durchkommen. Beispiel: Mehrwertsteuer
Genauso wäre es schier unmöglich jeden gesetzesentwurf vom Volk wählen zu lassen. Dafür wählen wir Vertreter von denen wir denken, sie entscheiden in unserem Sinne.

Ich bin aber allerdings dafür, dass manche Sachlagen vom Volk entschieden lässt.
Der Grund, warum es das in Deutschland nicht gibt, hängt damit zusammen, dass der Parlamentarische Rat 1945 unter gar keinen Umständen dem Volk zu viel Macht gewähren wollte. Man wusste nicht, wieviele Nazis oder Kommunisten noch in Deutschland weilen.
Man wollte, dass das Volk sich am besten garnicht einmischt, um die junge Republik nicht zu gefährden.

Das wir diese Zeit überwunden haben ist aber wohl inzwischen bekannt. Darumd denke ich auch, dass das früher oder später kommen wird.
 
Naja, wie weit oben bist Du eigentlich bei der BW? Günzel hast wohl nicht mehr erlebt.

Nachdem die USA längst (s.o.) vollständig komprommitiert waren, ging es nicht um Schutz einer Republik sondern um Schutz eines komprommitierten Status Quo in Europa.

Die Nazi- und Kommunistenpanikmache erklärt sich im selben Kontext wie die heutige Islamisten- und Terrormärchen - Schlagworte Patriot Act und Stasi 2.0.

Man muß keine fundierte militärische Ausbildung im S2-Bereich haben um zu erkennen, daß zur Erreichung dieses damals identen Zieles auch Contras und Vorgänger P.Urbachs (Agent Provcateurs) im Einsatz waren.

Entnazifizierung scheidet als Motiv ganz aus, da genügend Kriegsverbrecher in den USA eine neue Heimat fanden, und NS-Täter (wohl wegen ihrer Erpressbarkeit durch angedrohte Enttarnung und ihrer Bereitschaft jedem zu gehochen) in der "Republik" in Schaltstellen der Macht gesetzt wurden,
während der ehem. 20.Juli (wohl wegen seiner Fähigkeit in Zusammenhängen zu denken und gegen Befehle zu agieren) draussen blieb. Die Kommunistenhatz war lächerlich.

Aber zur Systemfrage,
Die MWSt-Erhöhung als notwendig zu postulieren, zeugt von mangelnder Bereitschaft den Rahmen (der nicht Gebot Gottes ist) als unveränderlich zu akzeptieren.


"Das wir diese Zeit überwunden haben ..." stimmt, aber leider nur im Negativen. Das System ist nun auch hier und jetzt derart komprommitiert, daß sich über die vielfältigen Möglichkeiten der Manipulation von veröffentlichten Meinungen und gefälschten Bildern fast alles erreichen läßt.

Auch bietet die Balkanisierung Europas genügend Möglichkeiten der Manipulation, ähnlich dem heutigen Irak oder auch Ex-Yus.
Sollte sich doch etwas Richtung Emanzipation Europas ändern ist es vermutliche Absicht des Gegners über ein paar fremdaufgehetzte Grauen Wölfe hier einen auf Bürgerkrieg zu machen, dann wird auch die BW versagen und irgendeinE erpressbarer ExStasIn (das gesamte Stasi-Archiv wurde direkt nach der Wende ja auch von den USA kassiert) um Intervention bitten.


PS: Was mir am Militär gefällt ist der Leitsatz von der unteilbaren Verantwortung der Kommandanten. Im Vergleich zu einem AG-Aufsichtsrat und Parlamentieren, die sich nach Fehlern, Korrumption und Schlamperei abputzen ist das natürlich haushoch effizienter. Ein präsidialer Ansatz, entsprechende Personalauswahl vorausgesetzt hätte schon etwas wenn man ihn mit direkten Volksentscheiden und beratenden Kammern verbindet. Stolpyn dachte auch in diese Richtung.

LG
Miraculix
 
Leben wir in einer Demokratie?

Das war die große Frage.

Die, die diesen Staat regieren behaupten, wir leben in einer Demokratie und diese Demokratie muss geschützt werden.
Das Problem ist nur, was versteht man unter Demokratie - hier gehen die Meinungen inzwischen gewaltig auseinander.

Auch die DDR war eine Demokratie - Deutsche Demokratische Republik. Von allen Gegners des Sozialismus als Diktatur bezeichnet, weil die Partei der SED das Sagen hatte.
Wer hat denn bei uns das Sagen? Eine Partei, die von 25 % der Bevölkerung gewählt wird und dann über die restlichen 75 % bestimmt.
Das ist natürlich keine Diktatur.

Was zeichnet unseren demokratischen Staat aus?
Steigende Armut?
Wirtschafts- Finanzkrisen?
Chancengleichheit?

Wie die Chancengleichheit aussieht, kann man hier sehen:

Internat Schloss Torgelow - Schülerinnen und Schüler mit Zukunft

Internatskosten:
http://www.schlosstorgelow.de/lagekost/kosten/kosten.htm

Wer kann denn die Internatskosten von rund 2500 Euro/Monat bezahlen?

Dieser demokratische Staat hat nicht viel gemeinsam mit dem, was sich die Meisten darunter vorstellen.
Es ist nur eine andere Machtzusammensetzung. Mit der Industrialisierung wurde die Vorherrschaft des Adels gebrochen. Das Kapital erlangte die Macht.

Man bediente und bedient sich dem politischen Machtapparat, um diese Macht zu erhalten. Die Möglichkeiten sind heute so vielseitig, das hier nichts schiefgehenn kann.
Manager stehen in Beraterfunktionen der Regierung, Politiker auf Gehaltslisten der Konzerne, umfangreiche Spenden der Konzerne an politische Parteien usw.

Am Ende bleibt wieder der Deutsche Michel auf der Strecke, mit einem Traum von Demokratie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da krieg ich doch manchmal die grosse Wut über diese hochnäsigen Pfeffersäcke.
...und ab und zu schwappt die Meinung in mir hoch, daß sogenannte Terroristen, je nach dem wer am Ende gewinnt, später Freihetskämpfer genannt werden.
Schaun wir uns in der Welt um: der Che wurde als Terrorist erschossen, auf Kuba gefeiert, Stauffenberg war für das Naziregime ein Terrorist und Bombenleger, Lenin war dem Zar auch ein Dorn im Auge.
Na ja stellen wir uns mal vor...
das beliebte Spiel: "Was wäre, wenn..." ...die RAF "gewonnen" hätte?
Ich denke oft über diese Sachen nach und habe ein wenig Wut im Bauch.
:mad::mad::mad::mad::mad::mad::mad:
 
elwood55 schrieb:
Da krieg ich doch manchmal die grosse Wut über
das beliebte Spiel: "Was wäre, wenn..." ...die RAF "gewonnen" hätte?

Nichts, siehe Otto Schily oder die 68ziger, frustierte aus dem Großbürgertum spielten Demos, Anarchisten, Terroristen,....alles um Papa zu zeigen, daß man anders ist. Und dann heute die 68ziger, alles reuige konservative Anwälte, Richter....fast Spießer, die Wurzeln lassen sich nicht verleugnen.
 
Was hat eigentlich Herr Schily damit zu tun? Du scheinst da etwas zu verwechseln, Mäcki, Herr Schily war niemals in der RAF (Kein Wunder bei seinen Ansichten), sondern er verdiente sein Geld damit, daß er Mitglieder der RAF vor Gericht verteidigte. Er war nämlich Anwalt.

Oder anders ausgedrückt, möchtest du eigentlich immer mit deinem Anwalt politisch und weltanschaulich in einen Topf geworfen werden, oder umgekehrt?

Ebenso ist die Annahme völlig irrig, gerade den gesellschaftlich (und insbesondere karrieristisch) assimilierten Teil der 68er-Bewegung ausgerechnet mit der RAF vergleichen zu wollen. Was haben diese miteinander zu tun? Richtig, nichts.

Und mit welchen Wurzeln hat das zu tun, etwa mit dem Konzept Stadtguerilla von Carlos Marighella?

Nichts für ungut, Mäcki, aber bevor du solchen Unsinn schreibst, solltest du dich etwas besser informieren.

Gruß Konradin
 
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