@ Kayleigh
ich meinte den glauben allgemein. hätte ich vielleicht sagen sollen, denn nicht jeder glaube predigt die nächstenliebe wie der christliche.
Ja, natürlich sind Religionen und Glaubensrichtungen verschieden. Gemein haben sie aber alle eines. Manche Menschen ziehen es vor das Gehirn auszuschalten. Und um beim Thema Organspende zu bleiben: Es ist gleichgültig ob jemand nun an Gott, Jehova, Allah, Buddah oder St Hubertus von der Nebenstrasse glaubt. Wer blind glaubt und dabei in Kauf nimmt, dass sein Glaube ihn dazu verpflichtet, auch sein eigenes Kind oder sonst wen sterben zu lassen, dann ist das m.E. ein Defekt im Hirn. Bzw. Hirn abgeschaltet.
Und so unverständlich es für mich auch sein mag: Jemand, der sagt: "Ich will das nicht, weil ich das nicht will" ist für mich weit aus glaubwürdiger und akzeptabler als jemand, der sich auf seinen Glauben beruft.
Du zum Beispiel hast gesagt, dass Du willst, dass Deine Lieben sich in einem offenen Sarg von Dir verabschieden können. Auch da habe ich andere Ansichten, aber: Du sagst, dass es das ist, was Du fühlst und willst. Das kann ich akzeptieren und denke, jeder muss das.
Jemand der mir sagt: "Mein Glaube verbietet das" versteckt sich hinter den Ängsten desjenigen, der diese Religion, diesen Glauben verbreitet. Und das ist inakzeptabel. Für mich zumindest.
Ich bin allerdings dankbar, das unsere Gesetze es zumindest erlauben, Eltern mit solch mörderischen Glaubensrichtungen das Kind zu entziehen, wenn sie in einem Notfall immer noch darauf beharren. Von Berufswegen habe ich schon des öfteren erleben können, das Kinder gerettet wurden und heute ein gesundes erfülltes Leben führen. Fern von Eltern, die sie lieber tot sehen würden.
Aber Du hast natürlich Recht, dass führt weg vom eigentlichen Thema, der Organspende an sich.
du würdest doch genauso wenig etwas tun wovor du angst hast oder was du für schlecht hälst/was deinem glauben widerspricht, wenn du die wahl hast, oder?
Sage wir mal so: Ich bin Juristin und ein Glaube oder eine Meinung, die gesetzeswidriges Verhalten beinhalten sind für mich nicht akzeptabel.
Und genau da liegt der Punkt. Wer das einzig für sich allein entscheidet, dass er diesem Glauben folgt und eine Organspende deshalb für sich und von sich ablehnt, den halte ich persönlich immer noch für..... das führe ich hier besser nicht auf

. Aber es ist seine Entscheidung. Wer sich aber in einem solchen Fälle an Kindern vergreift, die sich dann auf Grund ihrer "Kind"-Position und ihres Alters in den Tod fügen müssen, der hat nichts anderes verdient, als Verachtung und Strafe.
jedenfalls wollte ich nur sagen, dass man durchaus gründe haben kann, die nicht aus heiterem himmel kommen, sondern in einem gewissen maße begründet sind und zeigen, dass man sich zumindest mal gedanken darum gemacht hat.
Gerade Dein Beitrag hat mich durchaus zum Nachdenken gebracht. Ich neige zu strikten Auffassungen (lol, Berufskrankheit, nehme ich an). Und ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich mehr hinhören muss, wenn jemand sagt, ich will das nicht. Weil du Recht hast, dieser jemand hat sich dann Gedanken gemacht und ich sollte mir dann anhören, was für welche
Wer mir aber mit dem blinden Glauben an irgendeine Religion gleich welcher Richtung kommt, der hat m.E. keine Meinung. Nur einen Defekt irgendwo im Hirn
LG
Kayleigh