Organspende geschlossen 

Hast du einen Organspendeausweis?

  • Ja, ich gebe alle Organe frei

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  • Ja, ich gebe einige Organe frei

    Stimmen: 0 0,0%
  • Ja, ich gebe keine Organe frei

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein, ich habe mich noch nicht damit beschäftigt

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein, ich bin noch nicht zum ausfüllen gekommen

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein, ich lehne die Organspende ab

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein (andere Gründe)

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich bin gegen organspende.
der gedanke, dass ein anderer mensch mit meinen organen durch die welt läuft hat zwar in dem sinne etwas gutes an sich, dass dieser mensch unter umständen weiterleben kann, aber ich sehe meinen körper als teil von mir und wenn ich tot bin, sollte auch mein körper tot sein und bleiben.
zudem will ich auch selbst kein organ von wem auch immer auf dieser welt in mir tragen.

nebenbei zur blutspende: das halte für den größten mist überhaupt. ich würde es aus den schon genannten gründen nicht tun, aber das ist nich was ich so schlimm daran finde, sondern die tatsache, dass das gespendete blut verkauft wird. unter umständen sogar in andere länder, da europäisches blut wertvoll ist. und "billiges" blut wird dann wieder eingekauft um den bedarf zu decken.
 
Es sollte jeder bereit sein, nach seinem Tod seine Organe zu spenden.

Ich bin dazu bereit, denn wenn ich tot bin brauche ich sie nicht mehr und andere haben eine Chance auf ein Weiterleben oder auf Erleichterung.

Mein Organspende-Ausweis befindet sich bei Führerschein und Krankenkassenkarte, da findet man ihn gleich. Außerdem wissen meine Angehörigen, daß das mein Wunsch ist, anderen nach meinem Tod mit meinen Organen zu helfen.

Gruß Buswusel :lego:
 
Ich finde man sollte die Organspende auch mal unter Aspekt betrachten, daß man ja eventuell auch mal in diese Situation kommen könnte wo man Hilfe braucht Sprich eine Niere usw., oder die eigenen Kinder!
Wie denkt Ihr unter so einem Aspekt über Organspende??
Gruß Otto70
 
moronix schrieb:
Ich bin gegen organspende.
der gedanke, dass ein anderer mensch mit meinen organen durch die welt läuft hat zwar in dem sinne etwas gutes an sich, dass dieser mensch unter umständen weiterleben kann, aber ich sehe meinen körper als teil von mir und wenn ich tot bin, sollte auch mein körper tot sein und bleiben.
zudem will ich auch selbst kein organ von wem auch immer auf dieser welt in mir tragen.

nebenbei zur blutspende: das halte für den größten mist überhaupt. ich würde es aus den schon genannten gründen nicht tun, aber das ist nich was ich so schlimm daran finde, sondern die tatsache, dass das gespendete blut verkauft wird. unter umständen sogar in andere länder, da europäisches blut wertvoll ist. und "billiges" blut wird dann wieder eingekauft um den bedarf zu decken.

Sowas kann auch nur einer schreiben der Gesund ist. :depp:

Und bitte schön was ist "billiges" oder "wertvolles" Blut? Wie alt bist du eigentlich? 12?
 
ich kann nur soviel sagen: als ich meinen Motorradführerschein fertig hatte sagte mir mein Fahrlehrer: "So, jetzt haben wir wieder einen Organspender mehr" ;)

Ich hielts für nen Scherz, aber dann erklärte er mir, dass man bei uns in Österreich automatisch Organspender ist...

Die schneiden dich also auf, holen alles verwertbare raus und niemand merkt was davon.

...und ehrlich gesagt finde ich es auch gut so. Es hat bisher niemanden gestört und falls es doch jemanden stört kann er bei der Behörde einen Bescheid abgeben, dass er sein Innerstes mit ins Grab nehmen will.

cheers
:bier2:
ChesuS
 
Hallo,

mein Mann und ich haben auch einen Organspendeausweis. Ich kenne zwei Menschen die durch eine Organspende gerettet wurden, es war ein langes zittern und warten bis ein passendes Organ da war.

Ich mein, wenn ich mal umfalle, dann bringen mir meine Organe ja auch nichts mehr, und wenn ich mit meinen Tod und meinen Organen dann ein leben retten kann indem ich diese frei gebe dann ist das in meinen Augen eine gute Sache.

Nur Haut oder so würde ich jetzt nicht spenden, lediglich meine inneren Organe.

Das einzige was mich bei solchen Fragen auch immer beschäftigt ist die Frage, ob ich es schaffen würde im Falle eines Falles auch die Organe eines meiner Kinder frei zu geben.
In einen anderen Forum hatte ein kleines, noch nicht ein Jahr altes Kind auf ein neues Herz gewartet, kurz vor Weihnachten bekam es eines. Ich bewundere die Eltern des anderen Kindes für ihre Handlung die Organe ihres Kindes frei zu geben. Ich wüsste nicht, ob ich in der Lage dazu währe eine solche Entscheidung zu treffen in den schwersten Stunden meines Lebens, wenn einen meiner Jungs etwas passieren würde...

Und Gerade wenn die Frage nach Organspende ja/nein gestellt wird, kommt mir unweigerlich der Gedanke ob ich das tun könnte oder nicht.

LG Sprotte
 
Zitat von Sprotte:
Das einzige was mich bei solchen Fragen auch immer beschäftigt ist die Frage, ob ich es schaffen würde im Falle eines Falles auch die Organe eines meiner Kinder frei zu geben.
Ich war schon mal in der Situation. Eines meiner Kinder mußte operiert werden und die OP war lebensbedrohend, doch seltsamerweise kam mir in dieser schweren Zeit der Gedanke im Falle eines Falles die Organe zu spenden.
Doch zum Glück ging alles gut.


Gruß Buswusel :lego:
 
:D Ich habe meinen Ausweis gestern ausgefüllt und bin bereit alle Organe zu spenden.
Was soll ich denn damit, wenns mal soweit ist ? Mitnehmen kann ich eh nix.
Und damit einer anderen, vielleicht sogar einer wesentlich jüngeren Person eine Möglichkeit zu geben, ein "neues" Leben zu beginnen ist doch voll ok.
Wenn ich mal daran denke wie einige Menschen, die z.B. mit einer Dialyse leben müssen an Lebensqualität verlieren find ich das für mich in Ordnung.
Und außerdem möchte ich meinen Angehörigen so eine Entscheidung nicht zumuten, wenns mal so weit sein sollte.
Na und als Motorradfahrer mache ich mir auch nix vor. Da kann schnell mal was passieren (und wenns durch die Doofheit der anderen Verkehrsteilnehmer ist) :lego:
--------------------------------
Achso, für alle die es gerne machen wollen oder sich einfach nur mal informieren möchten :D den Ausweis gibts übrigens hier:
BZgA - Organspende schenkt Leben - Organspendeausweis
 
Ich werde mit 18 alle meine Organe freigeben. Warum?
Ich bin schon tot!! Der andere hat noch eine Chance weiter zu leben und diese will ich ihnen geben.
 
also ich habe einen ausweis...
und ich bin stolz wenn man das so sagen kann!
Wenn ich ein unfall habe und selbst nemmer in der lage bin weiterzuleben, meine organe aber noch intakt sind, WILL ich dass jemand die bekommen und damit ein, hoffentlich glückliches leben noch hat! ich finde diese einstellung sollte jeder haben =)
 
sowas sollte eigtl im personalausweis stehen, wenn jmd stirbt weis man sofort was sache ist und einem anderen kann geholfen werden.
gibt genug menschen die dringen auf ein organ warten!
in meiner familie wartet auch jmd auf ein organ und diese zeit ist echt mieß für denjenigen.
was man da teilweise alles durchmachen muss kann sich ein gesunder mensch garnicht vorstellen
 
Hallo,
ein nettes Thema habt Ihr hier.

Ich hatte letztes jahr eine ziemlich schwierige Situation.
Mein angeheirateter Cousin war im Alter von gerade mal 38 Jahren (leider auch totaler Alkoholiker) an den Folgen eines Gehirnschlags im letzten Jahr gestorben.
Es gab super viele Tests und Untersuchungen,- letztendlich wurde festgestellt das er Hirntod war. Es gab gar keine Möglichkeit auf Heilung, wurde nur von Maschinen am Leben gehalten.
Für alle ein schweres Los,- sein Familienmitglied so zu sehen.
Da es abzusehen war, das binnen weniger Tage noch nicht einmal mehr die Maschinen diese Arbeit vollkommen erledigen sollten wurden wir gefragt ob wir schon mal über Organspende nachgedacht hätten.

Ein Mitarbeiter der Spenderfirma war da, 2 Ärzte, meine Tante, seine Frau und auch meine Wenigkeit.
Es wurde alles haargenau besprochen, man konnte sagen was gespendet werden sollte und was nicht.
Anfangs war große Skepsis da,- aber dann konnte wir uns kurz darüber Unterhalten und Diskutieren.
Was nutzt es einen Menschen, ob er mit seinen Organen in den Sarg gelegt wird, oder nicht? Seht es mal so,- bereits wenige stunden nach dem Tod fängt der menschliche Körper an sich zu verändern. Leichenstarre tritt ein und Körperflüßigkeiten treten aus.
Was nutzt es den Verstorbenen oder den Hinterbliebenen ob jetzt eine Niere fehlt, oder ob die anderen Organe alle da sind? Entweder vermodert es im Sarg,- oder der gesamte Körper wird nebst Sarg im nächsten Krematorium komplett Flambiert.
So kann man einen anderen Menschen weiterhelfen,- Ihm eine 2 Chance geben, oder seinen "verblichenen" im anderen Körper zum Teil weiterleben zu lassen.
Ich bin froh das ich alle davon überzeugen konnte, die Organspende erlauben zu lassen. Vier Menschen bekamen eine 2.te Chance zum weiterleben.
Einen 5.ten verbleib sie leider verwehrt da das Herz dermaßen angegriffen war (Herzkranzgefäße total verkalkt) das zwar eine Entnahme möglich, aber kein einsetzen mehr möglich war.
Man hat später vor der Beerdigung nichts davon gesehen,- er war auch offen aufgebahrt.
Aber,- von den Organinstitut bekam ich im Abstand von 6 monaten Post, in der sie uns mitteilten das alle 4 empfänger wohlauf wären und die Organe angenommen seien. So konnte unser Cousin selbst im Tode noch etwas gutes tun.
Denkt mal darüber nach.
liebe grüße stephan
Das
 
In Österreich ist praktisch jeder Staatsbürger ein Organspender. Es sei denn er verbietet es ausdrücklich. Und ich finde es richtig. Was nützt mir zb. als Toter noch meine gesunden Nieren.
Gruss Vasco2
 
Ich habe auch einen Organspendeausweis. Ich denke, diejenigen, die noch nie in eine Situation gekommen sind, bin ich glücklicherweise auch noch nicht, wo dringend auf ein Spenderorgan gewartet wird, denkt man anders über die Organspende nach. Gerade, wenn es die eigenen Familienmitglieder sind.

Ich habe in meinem Ausweis stehen, dass alles, was man verwenden kann, freigegeben ist. Ich hoffe, dass ich halbwegs gesund irgendwann mal das zeitliche segnen werde und ich einigen Leuten noch das Leben mit meinen Organen retten kann.

Ich habe mir zwar nicht alles hier durchgelesen, aber mit Sicherheit ist das Thema hier auch vorgekommen. Die Leute, die an Gott glauben (tu ich nicht) und sich dann aber weigern, ihre Organe zu spenden, da sage ich mir, da ist die Nächstenliebe doch irgendwie verloren gegangen.

So, jetzt zerreisst euch die Mäuler über diesen letzten Satz :D ;)

LG Tossi
 
Meine Frau ist mit 25 Jahren an Lungenfibrose erkrankt , einzige Option ist bei fortgeschrittener Krankheit eine neue Lunge . Als es nicht mehr ging ist sie in die Charité Berlin Mitte gegangen und hat dort ohne Unterbrechung acht Monate auf eine neue Lunge gewartet. Die Operation ist äußerst kompliziert und trotz geringer Aussichten hat sie es gemacht. Leider ist genau das passiert, sie ist zwei Tage nach der OP verstorben. Wir hatten vorher über alles gesprochen. Obwohl sie lange starke Tabletten genommen hat, habe ich sie auf ihren Wunsch hin zur Organspende freigegeben.Es wurden beide Nieren und die Leber genommen. Später habe ich einen Brief bekommen das zwei Organe in Berlin und ein Organ in Zürich verpflanzt worden sind. Sicher auch Patienten die genau so lange oder noch länger gewartet haben . Egal wie groß mein Leid war, hat meine Frau noch drei Menschen geholfen vielleicht wieder ein halbwegs normales Leben zu führen.
Es kann jedem passieren das er auf eine Organspende angewiesen ist. Also gebt Euch einen Ruck !
Als bei meiner Frau der klinische Tod festgestellt worden ist von den Ärzten in der Charite, und ich die Zusage zur Organspende gegen habe wurde eine unabhängige Organisation informiert die drei Ärzte geschickt hat. Diese mussten den klinischen Tod bestätigen. Hätte einer der drei Ärzte eine andere Meinung als die beiden anderen gehabt ,das meine Frau nicht klinisch Tod ist währen die Organe nicht entnommen worden.
Auf der Station lagen viele die dringend auf ein Organ warten ,ein Pazient sogar auf Herz und Lunge.
Also Lesen darüber Nachdenken und Spenderausweis besorgen.
 
Ich persönlich bin für eine Organspende!

Was will man damit, wenn man stirbt? Die Organe liegen im Körper, verrotten und sind für uns ja in dem Moment mehr als unnütz. Da kann man sie auch gleich abgeben und so z.B. Kinderleben retten. Die haben ja schließlich noch ihr ganzes Leben vor sich!

Aber ich verstehe auch die anderre Meinung. Mein Vater ist auch gegen eine Organspende, da er vor irgendetwas Angst hat (wovor auch immer).

Und an die Leute, die eine Organspende wegen ihrem Glauben ausschließen sag ich nur:
Was wäre, wenn euch eine Niere entfernt werden müsste, damit ihr weiter lebt oder das Leben eines euch nahe stehenden Menschen retten könnt. Würdet ihr Nein sagen? Würde Gott Euch deshalb nicht ins Paradies lassen?

Meiner Meinung nach würde er gerade diese Geste der Nächstenliebe höher belohnen.

Also spendet, wo ihr könnt (Blut oder Plasma reichen ja auch für den Anfang ;) ), denn es ist ein tolles Gefühl kranken Menschen wieder Hoffnung zu geben!
 
Ich bin für Organspende denn warum sollen Tote nicht Lebende helfen. Wann sollte aber eine gewisse Summe da für bekommen um z.b. für die Beerdigung.
 
Organspenden sollte in Deutschland genauso geregelt sein, wie in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern. Du bist so lange Organspender, bis Du sagst, dass Du es nicht bist.

Wenn man sich die Umfrage anschaut, sagen 40% der Teilnehmer, dass sie sich mit dem Thema noch nicht beschäftigt haben oder aber "noch nicht dazu gekommen sind", einen Ausweis auszufüllen. Wenn man das auf die gesamte Republik überträgt, dazu dann die 33% nimmt, die ehe schon ein oder mehrere Organe spenden, dann kommt man auf eine Spenderzahl, die vermutlich sehr viel Leid lindern könnte.

Könnte... weil ich diese Zahlen leider nicht für repräsentativ halte. Hätten wir tatsächlich eine Spendenbereitschaft von über 30% in der Bevölkerung, müsste dieses Thema gar nicht aufgebracht werden.

Wenn wir aber dazu "gezwungen" würden, uns bewusst gegen eine Spende zu entscheiden, dann wäre das Thema weniger tabuisiert und es würden aus Bequemlichkeit mehr Menschen spenden. So wie sie aus Bequemlichkeit jetzt NICHT spenden

Was spricht eigentlich dagegen? Keiner soll meine Organe haben? Wieso? Wenn ich tot bin brauche ich sie nicht mehr. Und selbst wenn ich an ein Leben nach dem Tod glauben würde.... meine weltlichen Organe sind dazu sicher nicht nötig

Weil mich ein Arzt nicht rettet, sondern meine Organe lieber verkauft? Was für ein Nonsens. Zumindest wenn wir jetzt erst mal von den meisten europäischen Staaten ausgehen.
Das ist doch Hollywood pur. Zumindest in dem Ausmass, das uns das TV vorgaukelt.
Natürlich kommt es vor, illegaler Organhandel ist ja nun mal leider da. Aber wer mit Organen handelt, der guckt nicht nach einem Ausweis, der nimmt, was ihm vor die Flinte kommt.

Religiöse Gründe? Ein Gott, der nicht zulassen will, dass ich nach meinem Tod noch etwas für die tue, die er geschaffen hat? Irgendwie klingt das für mich nicht nach Gott sondern nach Menschen, die aus persönlichen Ängsten und Unwissenheit dagegen sind und Gott vorschieben

Nicht zu spenden hat für mich etwas von Mord. Leider kann man dafür nicht mehr belangt werden.

Olafklein34 schrieb:Ich bin für Organspende denn warum sollen Tote nicht Lebende helfen. Wann sollte aber eine gewisse Summe da für bekommen um z.b. für die Beerdigung.
Seltsam, dass Menschen nur dann was Gutes tun, wenn sie in irgendeiner Form davon profitieren. Dir bringt das Geld nichts mehr und wenn Du Deine Angehörigen wegen der Beerdigung unterstützen möchtest, dann tu das im Vorfeld mit einer entsprechenden Versicherung oder einer anderen Form von zweckgebundenen Rücklagen. Mach Dich mal schlau, was es kostet, Deine Organe z.B. von München nach Berlin zu bringen. Schnell genug, dass sie wirklich noch ein Leben retten können.... Und frag Dich dann mal, wer denn Deine Angehörige bezahlen soll. Die Krankenkasse? Das Krankenhaus? Derjenige, der das Organ bekommt?

Kayleigh
 
Ich habe mich letztes Jahr dazu entschlossen alle nicht sichtbaren Organe zu spenden.
Ich möchte nicht alle spenden, da ich meinen Angehörigen die Chance geben will sich "persönlich" von mir zu verabschieden. Sie sollen nicht nur den Sarg sehen dürfen. Das ist einfach eine Sache die mir wichtig ist.

Ansonsten bin ich vollkommen für Organspende. Es ist einfach eine gute Sache und kann Leben retten bzw. teilweise erst ein Leben ermöglichen, denn ein Kind zum Beispiel hat normalerweise, wenn es gesund ist, noch ein ganzes Leben vor sich. Das soll aber nicht heißen, dass ich nur Kindern spenden zukommen lassen würde. Nein. Alle haben das Recht auf Leben und wenn meines um ist, dann will ich wenigstens anderen die Chance geben eines zu haben.

Ich fände es auch sehr gut, wenn es in Deutschland so wie in Österreich wäre, zumindest was die Organspende angeht ;) Einfach erstmal grundsätzlich alle Menschen als Organspender einstufen, aber jeden widersprechen lassen, wenn er es denn nicht will. Ich wollte nämlich auch schon einen Ausweis seit ich 16 war, aber kam bis letztes Jahr nicht dazu.

Gründe gegen die Spende kann ich ehrlich gesagt nicht alle gelten lassen. Ich habe ehrlich gesagt noch nicht alles hier gelesen, aber generell auch schon viel über das Thema gesprochen und nachgedacht.

Glaube sehe ich als einen guten Grund. Wenn man wirklich daran glaubt, dass man mit seinem menschlichen Körper vor Gott erscheinen muss z.B. kann ich es verstehen, dass man Angst hat seine Organe zu spenden.

Wenn man allerdings so wie ich es damals von meinem Pastor gelernt habe daran glaubt, dass man mit seinem wahren Ich in einer vollkommen anderen Form die Wartezeit und die Ewigkeit verbringt, dann ist Glaube einfach kein Grund. Tut mir Leid Leute, aber wozu braucht ihr dann noch euren Körper, wenn dieser doch sowieso nicht mehr im Jenseits existiert und ihr ihn hier auf der Erde zurück lasst? Zurück kommt ihr in diesen Körper nicht mehr.

Zu demjenigen, der von "billigem" Blut gesprochen hat:
Mir fällt dazu ein, dass die Zeugen Jehovas daran glauben, dass man ein "reiner" Mensch bleiben muss, also keine Blutspende oder Organspende machen darf geschweige denn annehmen darf. Man muss eben ganz man selbst bleiben. Wieder ein Grund, der gerechtfertigt ist, denn ich denke ja, dass Glaube irrational sein kann, aber dennoch akzeptiert werden muss.
Aber kein Zeuge den ich kenne, sagt dazu "billiges" Blut. Also bitte: Wenn du daran glauben solltest, dann werde etwas weniger radikal und degradierend. Falls das nicht der Grund ist, reicht es ja, wenn ich das dazu sage: "Nazis und Faschisten sind sowasvon OUT!" (Worte die eine gute Freundin mal sagte und die ich nur unterstüzen kann.)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Sententia


Glaube sehe ich als einen guten Grund. Wenn man wirklich daran glaubt, dass man mit seinem menschlichen Körper vor Gott erscheinen muss z.B. kann ich es verstehen, dass man Angst hat seine Organe zu spenden.

Warum sollte ein Gott dies wollen? "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" ist eines der Gebote Gottes. Warum sollte ein Gott dies plötzlich negieren?

Zu demjenigen, der von "billigem" Blut gesprochen hat:
Mir fällt dazu ein, dass die Zeugen Jehovas daran glauben, dass man ein "reiner" Mensch bleiben muss, also keine Blutspende oder Organspende machen darf geschweige denn annehmen darf. Man muss eben ganz man selbst bleiben. Wieder ein Grund, der gerechtfertigt ist, denn ich denke ja, dass Glaube irrational sein kann, aber dennoch akzeptiert werden muss.
Glaube kann irrational sein, aber man sollte doch vielleicht doch mal schauen wo so etwas herkommt. Und auch darüber nachdenken, wie christlich ein solcher Glaube nun ist? Ohne jetzt hier eine Diskussion über die Thesen der Zeugen Jehovas vom Stapel brechen zu wollen: Was für eine Art Religion ist das, die seinen Anhängern vorschreibt, seine Kinder, seine Nächsten und auch sich selbst dem Tod auszuliefern?


Und auch ohne religiösen Hintergrund frage ich mich, wie Menschen sagen können: Ich gebe keine Organe.
Im Grunde heisst das doch: Warum soll ein anderer leben, wenn ich sterben muss.

Und das widerum sagt sehr viel über die Angst vor dem Tod aus. Darüber, dass man gar nicht erst über seinen eigenen Tod nachdenken möchte. Und über die Konsequenzen.

Im Übrigen kann man nur hoffen, dass all die, die keine Organe spenden wollen, dies ebenfalls schriftlich fixiert haben und mit sich tragen. Denn ansonsten wird diese Entscheidung den nächsten Angehörigen überlassen. Und so etwas sollte man seinen Lieben nicht antun.

http://www.organspende-info.de/

Auf dieser Seite kann man den Ausweis als .pdf downloaden, aufüllen und ausdrucken.
Der ist auch dann nützlich, wenn man nicht spenden will. Weil man das damit auch festlegen kann und anderen das Leid erspart darüber entscheiden zu müssen.

Dieser Ausweis ist genauso gültig, als wenn Du ihn Dir in einem Krankenhaus, beim Arzt, Apotheke oder sonst wo geben lässt.

"Ich bin noch nicht dazu gekommen" ist eine Ausrede. Wer die Zeit hat, hier auch nur einen einzigen Beitrag zu schreiben, der hat auch die Zeit ein Kreuz an der gewünschten Stelle zu machen, seine Daten einzutragen und das Ding auszudrucken. Ich habe zwar einen Ausweis, hab das aber zu "Testzwecken" noch mal gemacht. Es hat genau 3 Minuten gedauert. Der Zeitaufwand, diesen Satz (Ich bin noch nicht.....) hier zu posten ist also grösser, als sich einen Organspendeausweis zuzulegen.

Kayleigh

NeHe: ALLE Links mit der Endung *.pdf sind indirekte Speicherorte und dürfen hier nicht gepostet werden. EGAL ob copyrightrechte offensichtlich nicht gegeben sind ;) Ein Link zur Hauptseite ist auch völlig ausreichend
Sorry, habe die Anmerkung dazu geändert
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
hm nun ja...

@ Kayleigh

du hast recht, wenn du sagst, dass es beim christlichen glauben wirklich wenig sinn macht und eben einfach falsch ist, die anti-organspende-haltung damit zu begründen aber ich meinte nicht den christlichen glauben und die gebote der nächstenliebe. ich meinte den glauben allgemein. hätte ich vielleicht sagen sollen, denn nicht jeder glaube predigt die nächstenliebe wie der christliche.
glaube wäre auch kaum ein argument wenn du katholik bist. denn soweit ich weiß, glaubt man ja in gewissem maß daran, dass der körper schlecht und voller sünde ist. das würde bedeuten, dass man ihn im himmelreich definitiv nicht braucht.

was die nächstenliebe und deine behauptung mit der missgunst angeht...
das hat ja nicht unbedingt etwas mit missgunst zu tun.
die zeugen würden genauso gut nächstenliebe ausleben. nur eben diesen einen bereich nicht. es mag als aussenstehender eben sehr egoistisch aussehen, aber sie GLAUBEN das es schlecht ist. um genau zu sein, bedeutet es für sie einen glaubensbruch. zumindest das blutspenden. für zeugen ist das blut heilig. organspenden sind deshalb auch sehr verpönt, da sie eben auch dem körper blut entnehmen und neues blut mitbringen. dazu kommt noch, dass sie wie ich schon sagte, daran glauben dass man ganz sein muss.

du würdest doch genauso wenig etwas tun wovor du angst hast oder was du für schlecht hälst/was deinem glauben widerspricht, wenn du die wahl hast, oder? man könnte sagen, dass zeugen eben einfach in einer anderen kultur leben. so wie chinesen hunde essen und wir denken dass das vollkommen schlecht ist (doofes beispiel, aber ich hoffe du verstehst, weil mir grad nix besseres einfällt)

wie richtig oder falsch ein glaube/eine religion ist, kann man ja nicht sagen und das kann keiner entscheiden. darüber muss man ja auch nicht unbedingt beim thema organspende diskutieren. glaube ist und bleibt eben irrational und wird nie greifbar bzw. beweisbar sein.

jedenfalls wollte ich nur sagen, dass man durchaus gründe haben kann, die nicht aus heiterem himmel kommen, sondern in einem gewissen maße begründet sind und zeigen, dass man sich zumindest mal gedanken darum gemacht hat.

ich vertrete aber keinesfalls die auffassung, dass man alles akzeptieren muss (ich sag nur "billiges blut" -.-). Man sollte sich eben einfach einmal gedanken über das thema machen. Am besten mit freunden und verwandten zusammen, denn dann hat man noch andere meinungen und man bgringt das thema auch für sie mal auf den tisch.
 
Ich bin gegen organspende.
der gedanke, dass ein anderer mensch mit meinen organen durch die welt läuft hat zwar in dem sinne etwas gutes an sich, dass dieser mensch unter umständen weiterleben kann.....

Es ist dein guter Wille ob du das möchtest oder nicht, aber deine aussage hat nichts mit Organspende zu tuen, sondern eher mit neid, das du nicht ertragen kannst das einer mit deinem Organ das Leben schenkst.

Sag mir bitte, was du machst wenn irgendein teil von deinem Auto , Fahrrad etc kaputt ist ?? ersetzt du diesen mit neuem, oder schmeißt du es gleich weg ??

Ich habe mich mit diesem Thema nicht so beschäftigt , aber es ist ein Thema die man sich überlegen sollte, wir Menschen sind vergänglich aber unsere Organe können andere helfen, so wie ihre uns.

Was mich aber hierbei stören würde, das man mit den Organen einen riesen Geschäft machen würde, wie die Amis in Irak und Afghanistan , aber das sollte jetzt hier kein Thema werden.

Ich würde gerne meine noch funktionierenden Organe weiter geben, denn was nützen sie mir , wenn es einer gebrauchen kann, der damit weiterleben kann.
Mich würde heute dieses sogar stolz machen, mit den Gedanken zu leben, das irgendein Organ von mir nach dem Tot weiterlebt.

Wie heißt es so schön, eine Hand wäscht die andere.... und ohne dem einem kann man auch nicht die anderen nicht waschen, deshalb sollte jeder bereit sein dem anderem zu helfen.


lg,nedal
 
Guten Morgen,

also als allererstes mag ich schreiben dass ich selber einen Ausweis habe und ich habe eine Patienenverfügung gemacht ... Viele meiner Bekannten, Verwanten & Freunde halten mich für verrückt, dass ich mir Gedanken über den Tot und dass Sterben machen aber da ich nicht wirklich Gesund bin und meinen Eltern und Liebsten, nicht über meinen Tot oder Leben entscheiden zu lassen, habe ich mich halt intensiv mit diesen Themen beschäftig.

Zum anderen muss ich ja auch schreiben, dass es mich teilweise ganz schön erschrocken hat was ich hier so gelesen habe und kann nur schreiben dass ich für alle hoffe dass man niemals in die Situation kommt, dass ein Organ benötigt wird. Ich denke nur, dass die die mich so erschrocken haben noch welche von der "jüngeren" Genaration sind und sich einfach noch nicht wirklich mit diesem Thema auseinander gesetzt haben

Ich persönlich bin ein absoluter Befürworter für die Regelungen zum Beispiel in Österreich und ich finde dass wir, also Deutschland mal über eine Änderung nachdenken sollten.

Aber in Grunde genommen muss ja jeder selber wissen, was er mit seinem Körper macht oder nicht macht.

Passt auf euch auf und bleibt gesund!!!


Liebe Grüße
 
@ Kayleigh
ich meinte den glauben allgemein. hätte ich vielleicht sagen sollen, denn nicht jeder glaube predigt die nächstenliebe wie der christliche.

Ja, natürlich sind Religionen und Glaubensrichtungen verschieden. Gemein haben sie aber alle eines. Manche Menschen ziehen es vor das Gehirn auszuschalten. Und um beim Thema Organspende zu bleiben: Es ist gleichgültig ob jemand nun an Gott, Jehova, Allah, Buddah oder St Hubertus von der Nebenstrasse glaubt. Wer blind glaubt und dabei in Kauf nimmt, dass sein Glaube ihn dazu verpflichtet, auch sein eigenes Kind oder sonst wen sterben zu lassen, dann ist das m.E. ein Defekt im Hirn. Bzw. Hirn abgeschaltet.

Und so unverständlich es für mich auch sein mag: Jemand, der sagt: "Ich will das nicht, weil ich das nicht will" ist für mich weit aus glaubwürdiger und akzeptabler als jemand, der sich auf seinen Glauben beruft.

Du zum Beispiel hast gesagt, dass Du willst, dass Deine Lieben sich in einem offenen Sarg von Dir verabschieden können. Auch da habe ich andere Ansichten, aber: Du sagst, dass es das ist, was Du fühlst und willst. Das kann ich akzeptieren und denke, jeder muss das.
Jemand der mir sagt: "Mein Glaube verbietet das" versteckt sich hinter den Ängsten desjenigen, der diese Religion, diesen Glauben verbreitet. Und das ist inakzeptabel. Für mich zumindest.

Ich bin allerdings dankbar, das unsere Gesetze es zumindest erlauben, Eltern mit solch mörderischen Glaubensrichtungen das Kind zu entziehen, wenn sie in einem Notfall immer noch darauf beharren. Von Berufswegen habe ich schon des öfteren erleben können, das Kinder gerettet wurden und heute ein gesundes erfülltes Leben führen. Fern von Eltern, die sie lieber tot sehen würden.

Aber Du hast natürlich Recht, dass führt weg vom eigentlichen Thema, der Organspende an sich.

du würdest doch genauso wenig etwas tun wovor du angst hast oder was du für schlecht hälst/was deinem glauben widerspricht, wenn du die wahl hast, oder?
Sage wir mal so: Ich bin Juristin und ein Glaube oder eine Meinung, die gesetzeswidriges Verhalten beinhalten sind für mich nicht akzeptabel.

Und genau da liegt der Punkt. Wer das einzig für sich allein entscheidet, dass er diesem Glauben folgt und eine Organspende deshalb für sich und von sich ablehnt, den halte ich persönlich immer noch für..... das führe ich hier besser nicht auf ;). Aber es ist seine Entscheidung. Wer sich aber in einem solchen Fälle an Kindern vergreift, die sich dann auf Grund ihrer "Kind"-Position und ihres Alters in den Tod fügen müssen, der hat nichts anderes verdient, als Verachtung und Strafe.

jedenfalls wollte ich nur sagen, dass man durchaus gründe haben kann, die nicht aus heiterem himmel kommen, sondern in einem gewissen maße begründet sind und zeigen, dass man sich zumindest mal gedanken darum gemacht hat.
Gerade Dein Beitrag hat mich durchaus zum Nachdenken gebracht. Ich neige zu strikten Auffassungen (lol, Berufskrankheit, nehme ich an). Und ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich mehr hinhören muss, wenn jemand sagt, ich will das nicht. Weil du Recht hast, dieser jemand hat sich dann Gedanken gemacht und ich sollte mir dann anhören, was für welche

Wer mir aber mit dem blinden Glauben an irgendeine Religion gleich welcher Richtung kommt, der hat m.E. keine Meinung. Nur einen Defekt irgendwo im Hirn

LG
Kayleigh
 
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