Sollte die Ehe abgeschafft werden? Diskussion 

blackboX

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Juli 2009
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Hallo,

ich bin da neulich mal auf eine interessante Fragestellung gestoßen.

Wenn man die Überschrift liest, werden einige sicher denken "Was? Ehe abschaffen? Was für eine weltfremde und absurde Idee" Aber je länger man darüber nachdenkt, desto konsistenter scheint die Argumentationsgrundlage dafür zu sein.

Zur Diskussion ist es hilfreich, erst einmal zu wissen, was Ehe eigentlich ist.
Ehe ? Wikipedia
Als Ehe (althochdeutsch: ewa, „Ewigkeit, Recht, Gesetz“, rechtssprachlich-historisch Konnubium) wird eine sozial anerkannte und durch allgemein geltende, meist gesetzliche Regeln gefestigte Lebensgemeinschaft zweier Personen bezeichnet, die als Ehegatten, Eheleute oder auch Ehepartner bezeichnet werden.

Viele, aber nicht alle Staaten und Religionen setzen voraus, dass die Ehegatten verschiedenen Geschlechts sein müssen.

Die Bedeutung der Ehe und die sie betreffenden Rahmenbedingungen sind stark von gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen abhängig und haben sich im Zuge der menschlichen Entwicklung immer wieder verändert. Der Begriff Ehe bedeutet heute in Deutschland im Allgemeinen die Zivilehe. Die rechtliche Auflösung der Ehe wird mit dem Begriff Scheidung bezeichnet.
[...]

Nüchtern betrachtet ist die Ehe also eine lebenslange Verpflichtung anderen gegenüber mit einigen Privilegien. Dass eine Ehe nach heutiger Selbstverständlichkeit aus Mann und Frau besteht (abgesehen von der relativ neuen "Homo-Ehe", die rechtlich als Lebenspartnerschaft bezeichnet wird), haben wir wohl hauptsächlich dem Jahrtausend langen Einfluss der Kirche zu verdanken.
Die Menschheit hat sich dadurch von Promiskuität über Polygamie zur Monogamie entwickelt.

Die Kirche verliert aber immer mehr an Einfluss und statt der traditionellen "Kleinfamilie" gibt es immer häufiger anderere Lebensgemeinschaften. Warum sollte also noch die Ehe zwischen Mann und Frau priorisiert werden? Sollte nicht jeder selbst entscheiden können, mit wem oder wie vielen man zusammenleben will?

Heute wird ja schon zwischen der kirchlichen Ehe (Trauung) und der Zivilehe (standesamtlich) unterschieden, wobei letztere aus der ersten abgeleitet wurde. Die kirchliche Ehe sollte natürlich beibehalten werden, aus dem einfachen Grund der Religionsfreiheit.
Aber ein laizistischer Staat sollte doch alle Lebensgemeinschaften gleich behandeln, oder wie seht ihr das? Es könnte ja zum Beispiel so funktionieren, dass man Partnerschaften mit einer oder mehreren Personen festlegen könnte, die dann zb. erbberechtigt sind.

Was ist eure Meinung zu dem Thema?

PS: Um es nochmal etwas klarzustellen, da der Titel evtl. etwas missverständlich ist: Mir geht es hier um die staatliche Zivilehe, die anderen Lebensgemeinschaften gegenüber bevorzugt wird. Jeder sollte natürlich auch weiterhin die Möglichkeit haben einem Partner ein (religiöses) Versprechen zur lebenslangen Treue zu geben (oder was auch immer), wenn er das gerne möchte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Es könnte ja zum Beispiel so funktionieren, dass man Partnerschaften mit einer oder mehreren Personen festlegen könnte

Träume aller Männer sind eben mehrere Frauen :D

Dies nennt sich Harem und leben wie ein Pascha, vielleicht war dies bei den Osmanen üblich, aber ist es denn normal ? nööö..

Eine Ehe ist auch keine Verpflichtung, denn wofür sollte man sich den verpflichten was man sich nicht lieb hat. ? Mann oder Frau schließt keine Ehe aus Verpflichtung.

Ehe ist Liebe zum Partner und keine Mode wo man mithalten muss und die Männer oder Frauen wechseln wie die täglichen Socken.

Zu Homoehe möchte ich mich nicht allzu viel äußern weil ich dies verabscheue.


Gruß
Mc.Coffee
 
Ich meine, das dies ein Thema ist, welches besonders Menschen einleuchtend empfinden, die in einer bestimmten Weise erzogen wurden.

Sie sind im Glauben das alles geregelt sein muß und geregelt sein kann.
Sie sind meistens atheistisch erzogen worden.
Sie glauben das alles erklärbar ist und glauben das dies nur von der Qualität der Fakten und der Quantität der Fakten(erfasst man den Flügelschlag aller Schmetterlinge und anderer Gegebenheiten...kann man das Wetter genau bestimmen) abhängt.
Sie sind eher Egoist und beanspruchen alle Freiheiten für sich und leiten daraus die Pflichten der anderen ab.
Es ist auch öfter so, das diese Personen auch schwul oder lesbisch oder bi sind.
Regeln sind dazu da um diese für sich verwenden zu können. Wie unfair wäre es doch wenn die Polizei ohne Blaulicht und Martinshorn anrauscht und einen nur deswegen bei frischer Tat ertappt....

Die Ehe ist Ausdruck einer besonderen Liebe die nicht teilen will, für immer. Wer das nicht will, muß nicht heiraten. Man muß nicht heiraten um das zu haben....

Die Ehe ist ein Bestandteil von Kultur und Zivilisation. Ohne Zivilisation und Kultur nimmt man sich was man will, sofern man dazu in der Lage ist. Jeder ist sich selbst überlassen.
Davon sind wir weit entfernt... sollten wir uns dem wieder annähern?

Liebe Grüße
Carmen
 
Das Prinzip der Lebensgemeinschaft kollidiert ohnehin mit dem Selbstverständnis vieler Menschen heute und hat sich schon längst überlebt.

Früher (vor allem im bäuerlichen Umfeld) waren die Partner aufeinander angewiesen. Ehen hielten meist ein Leben lang. Allerdings wurde die Partnerwahl nicht unter den Aspekt der Lust getroffen oder gar von den Eltern.

Heute ist die Partnerschaft zum Lusterfüllungsobjekt des Einzelnen verkommen und wenn der Partner nicht mehr attraktiv genug ist, dann holt man sich den nächsten. Spätestens wenn die Kinder flügge geworden sind ist die Ehe nur noch ein Luxus, den sich nicht jeder mehr gönnen mag.

Da für die Aufzucht des Nachwuchses biologisch gesehen kein Vater erforderlich ist kann auch darauf verzichtet werden.

Eine Lebensgemeinschaft ist vorteilhaft für den Einzelnen, wenn sie einerseits finanzielle Vorteile mit sich bringt und andererseits zumindest am Anfang die sexuelle Grundversorgung sicherstellt.

Vom Aufeinanderangewiesensein früherer Tage und von 'bis zum Lebensende' ist meist keine Rede mehr.

Gruß Konradin
 
Erst einmal... ich bin schon seit Jahren verheiratet. Nicht weil man das verlangt hat oder mein Umfeld das wollte, sondern aus Liebe. Wir haben geheiratet weil wir das wollten und jeder weiß, dass wir Zusammengehören. Vieleicht dumm beschrieben.

Jedoch wohne ich nah an den Niederlanden. Daher weiß ich, dass es dort, wenn es eine Partnerschaft, für den Staat sein soll (Steuern, usw.), auch ohne Trauschein geht. Dort kann man einen "Einen Vertrag über das Zusammenleben" abschließen. Man brauch dann nicht heiraten, hat aber durch diesen alle rechtlichen Möglichkeiten dem Staat gegenüber genau so wie Ehepartner. Egal ob man hetero- oder homosexuell ist. Es ist in diesem Fall aber auch so, dass man bei einer Trennung Pflichten (Unterhalt, usw.) und auch Rechte (Hinterbliebenenrente, usw.) hat genau wie bei uns in Deutschland.

Zur Thema Kirche und Ehe... Ich bin nicht kirchlich Getraut worden. Und ich brauch das auch nicht.

Wenn man mehrere Partner haben möchte, bitteschön. Jedem das seine. Alle gleichzeitig, kann gut gehen, muss es aber nicht. Für mich persönlich wäre das nichts!

Will ich, dass mehrere Personen etwas von mir Erben, kann ich dies auch schriftlich per Testament festlegen.

LG Anika
 
Träume aller Männer sind eben mehrere Frauen :D

Ja, mehrere Frauen sind der Traum, mehrere Ehefrauen ein Alptraum. :D


Konradin schrieb:
Da für die Aufzucht des Nachwuchses biologisch gesehen kein Vater erforderlich ist kann auch darauf verzichtet werden.

Für die Aufzucht (man, was für ein Ausdruck :() ist heutzutage auch keine Frau mehr erforderlich. Sollen daher jetzt wirklich Frauen auf eine Funktion als "Gebährmaschine" reduziert werden?

Und für die Begleitung eines Kindes auf dem Weg zum Erwachsenen sind sehr wohl Vater und Mutter (eine Familie) erforderlich. Die Auswirkungen der Verstöße gegen dieses Erfordernis wird uns ja zurzeit sehr drastisch vor Augen geführt.
 
Zu Homoehe möchte ich mich nicht allzu viel äußern weil ich dies verabscheue.

Warum?
Weil Du es gut findest, dass gleichgeschlechtliche Paare diskriminiert werden sollten?

Meines Erachtens gibts heutzutage keine trifftigen Gründe (außer ggf. steuerlichen Vorteilen) mehr zu heiraten. Ich brauche keine Bestätigung vom Staat, der mir schwarz auf weiß bescheinigt, dass mein Partner zu mir gehört.

Und für die Begleitung eines Kindes auf dem Weg zum Erwachsenen sind sehr wohl Vater und Mutter (eine Familie) erforderlich. Die Auswirkungen der Verstöße gegen dieses Erfordernis wird uns ja zurzeit sehr drastisch vor Augen geführt.

Was hat das mit der Ehe zu tun? Mutter und Vater können doch auch für die Kinder da sein ohne dass sie miteiandern verheiratet sind.
 
Warum?
Weil Du es gut findest, dass gleichgeschlechtliche Paare diskriminiert werden sollten?

Sorry, ich habe nicht von Homo Paaren geschrieben sondern deutete auf die Homo Ehen, die meiner Ansicht nicht normal ist, aber deine Ansicht mag anders sein wie meine, was ich respektiere aber nicht der gleichen Meinung sein muss, von daher solltest du auch akzeptieren, dass ich mich hierzu nicht äußern möchte.


Gruß
Mc.Coffee
 
...Meines Erachtens gibts heutzutage keine trifftigen Gründe (außer ggf. steuerlichen Vorteilen) mehr zu heiraten. Ich brauche keine Bestätigung vom Staat, der mir schwarz auf weiß bescheinigt, dass mein Partner zu mir gehört...

Ja, und?
Soll die Ehe abgeschafft werden, weil Du keine Ehe brauchst?

Ich sehe auch keinen Grund dafür weshalb nur Selbstständige ihr Auto absetzen dürfen oder privat versichert sein dürfen... aber so ist es geregelt. Als Eheleute gelten andere Steuersätze .... wer nicht verheiratet ist hat andere Sätze.

Das ist doch wieder so ein Neid Ding.
Eventuell war/ist das im Kommunismus oder dem "Realsozialismus" der DDR anders geregelt, keine Ahnung, aber diese Gleichmacherei ist so engstirnig.

Homosexuelle Partner sollen heiraten, aber keine Adoption machen dürfen. Was die adoptierten Kinder ertragen müßen weil sie in eine Lebensgemeinschaft hineingesetzt werden, kann keiner absehen.
Aus der Sicht des Kindes, kann es ja auch gut gehen, aber ich glaube das ab einem gewissen Alter alles sehr "schwierig" werden könnte. Klar die Homos werden jetzt ausfallend, aber auch das nutzt dem Kind nichts, das unter dem Wunsch zu leiden hat, welcher dazu führte das der Papa auch Mama oder die Mama auch Papa sein soll.

Hier geht es nicht nur um den Wunsch des Erwachsenen sondern auch um den Spielball der Gefühle, welcher adoptiert wurde.

Liebe Grüße
Carmen
PS: Eigentlich finde ich nicht das Homos die Möglichkeit zur Heirat haben sollen. Die Familie mit Kind ist der eigentliche Zweck. 2 Männer brauchen den steuerlichen Vorteil nicht den eine Ehe bietet. 2 Frauen auch nicht.
Wer Kinder aus anderen Beziehungen mitbringt hat den selben Status wie alle anderen getrennt lebenden oder Geschiedenen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat das mit der Ehe zu tun? Mutter und Vater können doch auch für die Kinder da sein ohne dass sie miteiandern verheiratet sind.

Meiner Meinung nach ist Ehe nicht das Stückchen Papier sondern die gemeinsame Familie. Ob mit ohne ohne das Stückchen Papier - eine halbwegs intakte Familie ist für die Kinder das Beste.

Meine Antwort bezog sich darauf, dass jemand geschrieben hat, ein Vater wäre, bis auf den Zeugungsakt, nicht notwendig.


Mc.Coffee schrieb:
Sorry, ich habe nicht von Homo Paaren geschrieben sondern deutete auf die Homo Ehen, die meiner Ansicht nicht normal ist, aber deine Ansicht mag anders sein wie meine, was ich respektiere aber nicht der gleichen Meinung sein muss,

Tja, Mc.Coffee, da sind wir mal gleicher Meinung. Allerdings sind wir nur wenige, die sich trauen, diese Meinung auch öffentlich zu äußern. Man wird ja, wie du siehst, sofort angegriffen.

Hier im thread wird immer wieder dargelegt, dass der Trauschein eigentlich ja total überflüssig ist. Aber dann sollen im gleichen thread die Homos heiraten können. :löl:
 
Schön, wieder von dir zu hören, McKilroy. Auch wenn dir der Unterschied zwischen 'gebären' und 'aufziehen' nicht geläufig zu sein scheint. Aber das macht doch nichts, denn wer wird es schon so eng sehen?

Genau genommen ist (auch wenn dir der Ausdruck nicht gefällt) für die Aufzucht ebenso die Frau nicht mehr erforderlich. Das hast du ganz richtig festgestellt. Offenbar kann man sie maschinell großziehen oder welche Alternative hättest du zu bieten, wenn dazu weder Mann noch Frau dafür vonnöten sind?

Es bezweifelt ja wohl kein einigermaßen vernünftiger Mensch, daß es für Kinder gut ist, daß sie Vater und Mutter haben, doch notwendig ist dies keineswegs. Nicht jedes Kind, welches mit einem Elternteil allein aufwachsen muss, geht deswegen gleich vor die Hunde oder wird gleich zu einem Zombie. Übrigens mißraten auch Sprößlinge 'intakter' Familien zunehmends und ich bin keineswegs der Meinung, daß die Misere unserer Gesellschaft kausal damit zu tun hat, ob es nun ein oder zwei Elternteile gibt.

Die Tatsache, daß schon die Erwachsenen eher an sich als an die Familie denken dürfte eher dafür verantwortlich sein. Vielleicht aber auch Menschen wie ich, die ihren eigenen Kopf benutzen und sich nicht unterkriegen lassen, nicht wahr, Herr McKilroy?

Ich wünsche noch einen schönen vierten Advent...
 
Die Ehe ist ein veraltertes Vehikel das schon lange abgeschafft gehört, heutzutage ist das Leben schnelllebig. Man soll flexibel sein, unabhängig, belastbar und als Industriesklave dienen, wie zum Teufel passt da noch die Ehe.
 
Mc.Coffee schrieb:
Sorry, ich habe nicht von Homo Paaren geschrieben sondern deutete auf die Homo Ehen, die meiner Ansicht nicht normal ist, aber deine Ansicht mag anders sein wie meine, was ich respektiere aber nicht der gleichen Meinung sein muss, von daher solltest du auch akzeptieren, dass ich mich hierzu nicht äußern möchte.

Na ja, was ist schon normal und wer bestimmt die Norm?
Ich respektiere, wenn Du anderer Meinung bist und nicht darüber diskutieren willst, hätte mir aber trotzdem gerne Deinen Standpunkt angehört.

Carmen schrieb:
Ja, und?
Soll die Ehe abgeschafft werden, weil Du keine Ehe brauchst?

Ja ;)

Meines Erachtens hat die Ehe nicht mehr den Stellenwert, den sie noch vor 60-70 Jahren hatte.

Carmen schrieb:
Ich sehe auch keinen Grund dafür weshalb nur Selbstständige ihr Auto absetzen dürfen oder privat versichert sein dürfen... aber so ist es geregelt. Als Eheleute gelten andere Steuersätze .... wer nicht verheiratet ist hat andere Sätze.

Das ist ja auch nicht so. Du kannst als Angestellter Dein Auto ebenfalls steuerlich absetzen, wenn Du es zu 50% für den Job brauchst. Ebenfalls können sich auch Angestellte privat versichern, wenn Sie über einem gewissen Bruttoeinkommen liegen.

Carmen schrieb:
Homosexuelle Partner sollen heiraten, aber keine Adoption machen dürfen. Was die adoptierten Kinder ertragen müßen weil sie in eine Lebensgemeinschaft hineingesetzt werden, kann keiner absehen.

Ist das Deine Erfahrung oder woher hast du diese Erkennnis?

Ich kenne einige homosexuelle Paare, die mit ihren Kindern leben und den Kindern geht es besser als vielen aus heterosexuellen Beziehungen.
Das Problem ist hier nicht die Tatsache, dass die Eltern zwei Männer oder zwei Frauen sind sondern die Menschen drum herum, die damit nicht umgehen können und sich mit dem Lebensmodell auch nicht beschäftigen wollen.


McKilroy schrieb:
Tja, Mc.Coffee, da sind wir mal gleicher Meinung. Allerdings sind wir nur wenige, die sich trauen, diese Meinung auch öffentlich zu äußern. Man wird ja, wie du siehst, sofort angegriffen.

Doch, traut euch ruhig. Ich trau mich ja auch meine Meinung für die Homosexuellen zu vertreten ;)

Ich habe ihn nicht (bewußt) angegriffen, mich hätte nur mal interessiert warum er so denkt.
 
Natürlich sollten auch homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen, denn alles andere wäre eine Diskrimininerung derselben. Ob eine Adoption für ein Kind gut ist ergibt sich aus der Einzelsituation und dafür ist die sexuelle Präferenz der Adoptierenden keineswegs ausschlaggebend.

Sicher bin ich der Meinung, daß auch Homosexuelle heiraten dürfen sollen (genauso sehr oder genauso wenig) wie Heterosexuelle auch, wenngleich ich die Ehe für eine keineswegs mehr zeitgemässe Erscheinung halte - der Menschen Wille ist schließlich ihr Himmelreich. Es ist eben ein Unterschied, ob man etwas befürwortet oder nur zulässt.
 
...Ist das Deine Erfahrung oder woher hast du diese Erkennnis?

Ich kenne einige homosexuelle Paare, die mit ihren Kindern leben und den Kindern geht es besser als vielen aus heterosexuellen Beziehungen.
Das Problem ist hier nicht die Tatsache, dass die Eltern zwei Männer oder zwei Frauen sind sondern die Menschen drum herum, die damit nicht umgehen können und sich mit dem Lebensmodell auch nicht beschäftigen wollen...

Ich kenne 2 Fälle, beides sind lesbische Partnerschaften.

Beides mal waren die Kinder aus früheren Beziehungen. Beides mal hatten die Kinder Probleme mit Hänseleien. Das ging soweit das Sie bei neuen Bekanntschaften, versuchten das geheim zu halten. Toll, familiäre Verhältnisse verschweigen zu müßen um die Chance auf Ruhe zu haben. Toll, als Tochter als jemand zu gelten die leicht zu haben ist und deswegen fast vergewaltigt worden zu sein.
Die eine Familie war eine Geschäftsführerin, bei der ich angestellt war, die andere betraf eine Familie meiner besten Freundin die beinahe vergewaltigt wurde.
Das tut aber nichts zur Sache. Es geht um die Adoption von Kindern die nicht entscheiden können ob sie gerne in eine Familie kommen wollen, bei der der "Vater" mit dem "Vater" oder die "Mutter" mit der "Mutter" rummacht. Das homosexuelle Paar kann nicht für das Kind entscheiden, womit es ein problem hat.
Das Wohl des Kindes geht vor dem Kinderwunsch.
 
Konradin schrieb:
Offenbar kann man sie maschinell großziehen oder welche Alternative hättest du zu bieten, wenn dazu weder Mann noch Frau dafür vonnöten sind?

Eben nicht.

Das wollen uns linke Spinner weismachen, die keine Ahnung von Verhaltensforschung haben, die nur die Gleichmacherei im Auge haben.

Es ist schade, dass sich so wenig Leute darüber Gedanken machen, was man den Kindern antut, wenn man gegen gewisse natürliche Mechanismen verstößt.

Aber das Ergebnis sehen wir ja.


Dann verkommt nämlich Familie und Erziehung wirklich zur "Aufzucht"!

Und dann wundert man sich, dass es immer mehr verhaltensgestörte seelische Krüppel gibt.


Naja "Schöne neue Welt" halt.
 
Das wollen uns linke Spinner weismachen, die keine Ahnung von Verhaltensforschung haben, die nur die Gleichmacherei im Auge haben.
Was hat Verhaltensforschung nun mit "rein biologischer Aufzucht" zu tun?
Bitte den Beitrag komplett lesen und nicht sinnentstellt anfangen drauf rum zu argumentieren.

Um ein Kind bilogisch aufzuziehen bedarf es weder Mutter noch Vater. Das kann auch eine völlig fremde Person machen, die sonst rein garnichts mit dem Kind zu tun hat. Dann wird es eben ein seelisches Wrack - rein körperlich wächst es trotzdem.
 
[...]Das wollen uns linke Spinner weismachen, die keine Ahnung von Verhaltensforschung haben, [...]
Kannst Du uns evtl. mit Beispielen Deiner „Denk-“Welt dienen (ich nehme an, es handelt sich hier um die Spezies der rechten Spinner, die doch in der deutschen Geschichte mit ihrer Ahnung von Verhaltensforschung so deutliche Spuren - vor allem in den Köpfen - hinterlassen haben)?

Aber zum Thema:
Warum sollte die Ehe abgeschafft werden?

Mir hat das Heiraten und die darauf folgende Ehe jedes mal viel Spaß gemacht (meiner jeweiligen Partnerin übrigens auch).
 
Was hat Verhaltensforschung nun mit "rein biologischer Aufzucht" zu tun?
Bitte den Beitrag komplett lesen und nicht sinnentstellt anfangen drauf rum zu argumentieren...
Biologische Aufzucht....
bitte nicht das Urheberrecht verletzen in dem man die Zugehörigkeit nicht dem Autor zuspricht:

Konradin schrieb:
...Da für die Aufzucht des Nachwuchses biologisch gesehen kein Vater erforderlich ist kann auch darauf verzichtet werden...
Gruß Konradin

McKilroy liegt schon richtig.

Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
McKilroy liegt schon richtig.
Für die Aufzucht biologisch gesehen ....
"biologisch gesehen" bezieht sich auf Aufzucht ....

Es geht hier also um die biologische Aufzucht ... zumindest steht es dort so - wenn es anders gemeint ist, müsste man sich dann doch schon klarer ausdrücken. So wird es ja von unseren Politikern und Gesetzesmachern auch immer gewünscht.
 
Es geht hier also um die biologische Aufzucht ... zumindest steht es dort so - wenn es anders gemeint ist, müsste man sich dann doch schon klarer ausdrücken.

Scheinbar interpretierst du den Begriff "biologische Aufzucht" falsch (in meinen Augen).

In der Natur geht es nicht nur um die reine Versorgung mit Nahrung sondern um ein ganzheitliches System.

Was du meinst oder zumindest beschreibst, ist künstliche Aufzucht ist Massentierhaltung!

Und sowas wollen wir doch wohl nicht für Menschen.


Letztens habt ihr euch hier unheimlich aufgeregt, weil eine alte Oma einen Wellensittich alleine gehalten hat. Und jetzt wird hier behauptet, dass es reicht, ein Kind mit Nahrung zu versorgen. :rot:

joungster schrieb:
Kannst Du uns evtl. mit Beispielen Deiner „Denk-“Welt dienen (ich nehme an, es handelt sich hier um die Spezies der rechten Spinner,

Erstens ist es nicht meine "Denk-Welt" und zweitens hat es überhaupt nichts mit rechts zu tun.

Befass dich mal ein wenig mit Verhaltensforschung und du wirst sehen, dass es beim Heranwachsen eines Kindes eine ganze Menge Stufen gibt, die spezifische Bedürfnisse zeigen. Und diese Bedürfnisse gilt es zu befriedigen, damit das Kind eine optimale Unterstützung hat.

Und es gibt beim Heranwachsen sogenannte Prägephasen. Das sind Phasen, in denen bestimmte Dinge gelernt werden können aber auch müssen. Und wenn man den Kindern dann eine entsprechende Zuwendung vorenthält, dann kann es sein, dass es bestimmte Fähigkeiten nicht mehr vernünftig ausbilden kann. Und zu diesen Fähigkeiten gehören insbesondere auch soziale Verhaltensweisen.
 
Scheinbar interpretierst du den Begriff "biologische Aufzucht" falsch (in meinen Augen).
Biologisch setze ich in diesem Fall mit dem passenderen Wort "Körper" gleich - es geht rein um das Wachstum des Körpers.
Ich habe deshalb explizit im Beitrag ausgegrenzt, dass es mir um geistige Entwicklung geht. Zumal ich diese Aussage weder unterstützt noch verteufelt habe.
 
Biologisch setze ich in diesem Fall mit dem passenderen Wort "Körper" gleich - es geht rein um das Wachstum des Körpers.

Naja, aber eigentlich gehört die Verhaltensforschung auch zur Biologie.

Lehrstuhl Verhaltensforschung

Es hat ja auch schon einmal Jemand zwei Kinder völlig ohne soziale Kontakte aufwachsen lassen (er wollte auf diese Weise die "Ursprache" nachweisen). Das Ergebnis war schockierend.

Anfänger1 schrieb:
Die Ehe ist ein veraltertes Vehikel das schon lange abgeschafft gehört,

Wieso? Es gibt doch eine Menge Ehen, die funktionieren!

Wer nicht heiraten will, der braucht es doch nicht.

Warum sollte man den anderen verbieten, zu heiraten?


Aber wir könnten ja den Heterosexuellen verbieten zu heiraten und nur noch Ehen zwischen Homos zulassen. :D
 
Schon erstaunlich,
aber auch teils erschreckend (sofern "man" mal näher hinschaut^^),
was so einige hier mit dem Inhalt der Frage,
ob die "Ehe" abgeschafft werden solle, so alles hinein assozieren
UND, nebenbei so alles aus dem eigenen Nähkästchen ausplaudern. :D

Die Ehe an sich ist doch "nichts anderes" als ein Versprechen
sowie die daraus folgenden Verpflichtungen,
die zudem in so manchen Staaten mit legitimierten Privilegien einhergehen.

Was dabei Liebe, die Zeugung und das Heranziehen von Kinder etc.pp. per se damit zu tun haben, erschließt sich je nach Kulturkreis
dem geneigten Leser auch wohl hier erst im nach Herein :D

Weshalb Menschen, welchen Geschlechts auch immer, die Institution einer "Ehe" anstreben, mag ja zudem noch andere mannigfaltige Gründe haben.
Entlarvend aber auch, was für teils höchst "zweifelhafte" Gründe angegeben werden, anderen Menschen dies verbieten oder eben "erlauben" zu wollen :D

Bezüglich eher christlich geprägten Verständnisses der Ehe stehe ich derzeit eher auf dem Standpunkt
sie in der heute praktizierten Form besser abzuschaffen,
als in bestehender Form weiter zu instrumentalisieren.
Denn diese Form der Ehe hat heute zumeist nur noch Alibifunktion,
und dient oft nur noch der rein egoistischen, gegenseitigen "(Schein)Versicherung" des "Gegenübers"
und/oder aber auch der subjektiven, pekuniären Absicherung
sowie weiteren noch damit verbundenen Vermögensvorteilen ;)
(siehe auch Scheidungsraten etc.pp.)

Begründung :D
Um jemanden zu lieben und ihm treu bis an das Lebensende (sofern dies überhaupt noch geschieht ^^) durch gute wie schlechte Zeiten zu begleiten, bedarf es bestimmt keines "Trauscheins" ;)

Für "manche Fälle täten es auch jedwede Verträge bzw. letztendlich ein Testament ;)

Auch um Kinder nach besten Wissen groß zu ziehen, bedarf es bestimmt nicht zwingend einer kirchlichen oder staatlichen Legitimation in Form eines Trauscheins.
Zudem ist es auch nicht immer nötig, und manchmal sogar gar nicht erstrebenswert, dass eines oder beide Teile der leiblichen Eltern dabei mitwirken. ;)
Nebenbei...
Wichtiger wäre doch wohl,und zwar grundsätzlich,
dass ein Kind liebend, umsorgend, respektiert, aber eben auch respektvoll, groß gezogen wird und ihm dabei möglichst alles Wichtige fürs Leben in einer Gesellschaft (Bildung/(Selbst)Vertrauen u.v.a.m.) mitgegeben wird.
Aber genau das steht wohl auf einem ganz anderen Blatt Papier ;)....

Insofern meine ich
dass hier eher fleißig (und gedankenlos) ein "staatstragender" Mythos geschürt wird, der hierzulande wohl eher stark von (groß- oder spieß-)bürgerlichen Werten des vorletzten und letzten Jahrhunderts geprägt ist ;)

Auf die wirklichen Inhalte (oder auch Definitionen) der Ehe ist hier übrigens zumeist nur sehr fragmentarisch, wenn überhaupt, eingegangen worden ...;)

Allein das sollte doch schon tiefer blicken lassen, gelle
angel6.gif


Besinnliche Tage wünscht noch

muesli

PS
Konradin schrieb:
P.S. Es hat doch durchaus etwas Beruhigendes an sich, wie berechenbar manche Zeitgenossen mitunter bis ins Detail sind.
Hm, ja nee...
Manchmal graust es mich aber diesbezüglich nur noch ...
biggrinsanta.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist schon erstaunlich, wie man allein dadurch, daß man einen einzigen scheinbar beiläufig eingestreuten Begriff (in diesem Fall 'Aufzucht') in eine Diskussion einstreut, sofort eine Diskussion über Erziehungsgrundlagen lostritt. Mit nichts anderem hätte ich hier gerechnet.

Sorry, es war wirklich reine Bosheit, die mich dazu verleitete, aber die Folgen geben mir offenkundig Recht. Aus purer Opposition zu mir muss das sofort dementsprechend ausgelegt werden (auch wenn ich nicht ein einziges Wort darüber verschwendet habe, wie ich es gemeint haben könnte). Und es polarisiert weiter.

Aber spinnen wir den Faden doch noch etwas weiter. Offenbar sind es die Aliens, welche unseren Nachwuchs aufziehen.

Übrigens ist es biologisch gesehen keineswegs natürlich, daß wir Millionenstädte bevölkern und uns in Blechlawinen fortbewegen, wenn gerade mal wieder kein Stau ist. Und auch der Flug in den Urlaub ist alles andere als eine biologisch Determination.

Aber wenn ein Kind nicht Vater und Mutter gleichzeitig hat, dann geht die Welt unter.

Gute Nacht!

P.S. Es hat doch durchaus etwas Beruhigendes an sich, wie berechnenbar manche Zeitgenossen mitunter bis ins Detail sind. :) :) :)
 
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