blackboX
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- Juli 2009
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Hallo,
ich bin da neulich mal auf eine interessante Fragestellung gestoßen.
Wenn man die Überschrift liest, werden einige sicher denken "Was? Ehe abschaffen? Was für eine weltfremde und absurde Idee" Aber je länger man darüber nachdenkt, desto konsistenter scheint die Argumentationsgrundlage dafür zu sein.
Zur Diskussion ist es hilfreich, erst einmal zu wissen, was Ehe eigentlich ist.
Nüchtern betrachtet ist die Ehe also eine lebenslange Verpflichtung anderen gegenüber mit einigen Privilegien. Dass eine Ehe nach heutiger Selbstverständlichkeit aus Mann und Frau besteht (abgesehen von der relativ neuen "Homo-Ehe", die rechtlich als Lebenspartnerschaft bezeichnet wird), haben wir wohl hauptsächlich dem Jahrtausend langen Einfluss der Kirche zu verdanken.
Die Menschheit hat sich dadurch von Promiskuität über Polygamie zur Monogamie entwickelt.
Die Kirche verliert aber immer mehr an Einfluss und statt der traditionellen "Kleinfamilie" gibt es immer häufiger anderere Lebensgemeinschaften. Warum sollte also noch die Ehe zwischen Mann und Frau priorisiert werden? Sollte nicht jeder selbst entscheiden können, mit wem oder wie vielen man zusammenleben will?
Heute wird ja schon zwischen der kirchlichen Ehe (Trauung) und der Zivilehe (standesamtlich) unterschieden, wobei letztere aus der ersten abgeleitet wurde. Die kirchliche Ehe sollte natürlich beibehalten werden, aus dem einfachen Grund der Religionsfreiheit.
Aber ein laizistischer Staat sollte doch alle Lebensgemeinschaften gleich behandeln, oder wie seht ihr das? Es könnte ja zum Beispiel so funktionieren, dass man Partnerschaften mit einer oder mehreren Personen festlegen könnte, die dann zb. erbberechtigt sind.
Was ist eure Meinung zu dem Thema?
PS: Um es nochmal etwas klarzustellen, da der Titel evtl. etwas missverständlich ist: Mir geht es hier um die staatliche Zivilehe, die anderen Lebensgemeinschaften gegenüber bevorzugt wird. Jeder sollte natürlich auch weiterhin die Möglichkeit haben einem Partner ein (religiöses) Versprechen zur lebenslangen Treue zu geben (oder was auch immer), wenn er das gerne möchte.
ich bin da neulich mal auf eine interessante Fragestellung gestoßen.
Wenn man die Überschrift liest, werden einige sicher denken "Was? Ehe abschaffen? Was für eine weltfremde und absurde Idee" Aber je länger man darüber nachdenkt, desto konsistenter scheint die Argumentationsgrundlage dafür zu sein.
Zur Diskussion ist es hilfreich, erst einmal zu wissen, was Ehe eigentlich ist.
Ehe ? Wikipedia
Als Ehe (althochdeutsch: ewa, „Ewigkeit, Recht, Gesetz“, rechtssprachlich-historisch Konnubium) wird eine sozial anerkannte und durch allgemein geltende, meist gesetzliche Regeln gefestigte Lebensgemeinschaft zweier Personen bezeichnet, die als Ehegatten, Eheleute oder auch Ehepartner bezeichnet werden.
Viele, aber nicht alle Staaten und Religionen setzen voraus, dass die Ehegatten verschiedenen Geschlechts sein müssen.
Die Bedeutung der Ehe und die sie betreffenden Rahmenbedingungen sind stark von gesellschaftlichen und kulturellen Vorstellungen abhängig und haben sich im Zuge der menschlichen Entwicklung immer wieder verändert. Der Begriff Ehe bedeutet heute in Deutschland im Allgemeinen die Zivilehe. Die rechtliche Auflösung der Ehe wird mit dem Begriff Scheidung bezeichnet.
[...]
Nüchtern betrachtet ist die Ehe also eine lebenslange Verpflichtung anderen gegenüber mit einigen Privilegien. Dass eine Ehe nach heutiger Selbstverständlichkeit aus Mann und Frau besteht (abgesehen von der relativ neuen "Homo-Ehe", die rechtlich als Lebenspartnerschaft bezeichnet wird), haben wir wohl hauptsächlich dem Jahrtausend langen Einfluss der Kirche zu verdanken.
Die Menschheit hat sich dadurch von Promiskuität über Polygamie zur Monogamie entwickelt.
Die Kirche verliert aber immer mehr an Einfluss und statt der traditionellen "Kleinfamilie" gibt es immer häufiger anderere Lebensgemeinschaften. Warum sollte also noch die Ehe zwischen Mann und Frau priorisiert werden? Sollte nicht jeder selbst entscheiden können, mit wem oder wie vielen man zusammenleben will?
Heute wird ja schon zwischen der kirchlichen Ehe (Trauung) und der Zivilehe (standesamtlich) unterschieden, wobei letztere aus der ersten abgeleitet wurde. Die kirchliche Ehe sollte natürlich beibehalten werden, aus dem einfachen Grund der Religionsfreiheit.
Aber ein laizistischer Staat sollte doch alle Lebensgemeinschaften gleich behandeln, oder wie seht ihr das? Es könnte ja zum Beispiel so funktionieren, dass man Partnerschaften mit einer oder mehreren Personen festlegen könnte, die dann zb. erbberechtigt sind.
Was ist eure Meinung zu dem Thema?
PS: Um es nochmal etwas klarzustellen, da der Titel evtl. etwas missverständlich ist: Mir geht es hier um die staatliche Zivilehe, die anderen Lebensgemeinschaften gegenüber bevorzugt wird. Jeder sollte natürlich auch weiterhin die Möglichkeit haben einem Partner ein (religiöses) Versprechen zur lebenslangen Treue zu geben (oder was auch immer), wenn er das gerne möchte.
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