"Sozialschmarotzer" Sozialthema 

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Stellt euch doch bitte nicht dümmer als ihr seid.
McKilroy schrieb:
Und was ist, wenn die vielen, die arbeiten, mit einem Mal dafür stimmen, dass die Harzis überhaupt nichts mehr bekommen? Ist das Prinzip der Demokratie dann auch okay?
Damit eben genau das nicht passiert, dass sich der Bürgermob in der plebiszitären Völksgemeisnchaftsdemokratie uneingeschränkt austobt, gibt es Instanzen, die das verhindern, im Zweifelsfall das GG und das BVerfG.
Aber das weißt du natürlich.

Peter_Wallace schrieb:
Also laut Deiner Aussage, ist es einer Demokratie erlaubt (weil ja demokratisch darüber abgestimmt wurde) über das Vermögen anderer zu bestimmen?
So wie Demokratie in Deutschland verstanden wird schon.
Und nach hässlichen Gemeinwohl-Ideologien sowieso.
Wenn man H4-Empfänger zum Arbeiten zwingt, wird doch sogar über deren Körper abgestimmt.
 
Stellt euch doch bitte nicht dümmer als ihr seid.
Eine derlei oberflächliche Verallgemeinerung finde ich dreist und lass ich jetzt mal unkommentiert

Wenn man H4-Empfänger zum Arbeiten zwingt, wird doch sogar über deren Körper abgestimmt.
Ach verstehe, aber H4-Empfänger haben sehr wohl das Recht auf der Tasche der Allgemeinheit zu fordern und zu Leben? Ich denke hier besteht wohl ein eklatanter Nachholbedarf an Volkswirtschaftslehre und an Einsicht dem Allgemeinen Wohl gegenüber.

Du willst mir doch nicht verkaufen, dass es gerechtfertigt ist das H4 Empfänger, nur weil Sie in einen großen Interessensblock vertreten (nämlich Ihren eigenen) das Recht haben, andere Ihre Forderungen zu diktieren obwohl dem nichts aber auch gar nichts beisteuern.

Schon mal durchüberlegt, was einem H4 Empfänger in einem Land weiter südöstlich blühen würde wenn er den dort überhaupt was bekommen würde und dann auch noch mehr fordert? Ich kann´s Dir verraten, einen Tritt in den Ar..... wird er sich abholen.

Ich möcht nen H4 Empfänger in Afghanistan sehen oder im Irak :flag:

lG
Peter
 
Und ich möchte sehen, wie sie sich auf dem Mars um das wenige vorhandene Wasser prügeln würden. Im Mittelalter hätte man Leute, welche die Klappe zu weit aufgerissen haben, bestimmt gefoltert und in der Antarktis ist es kalt. Sorry, Peter_Wallace, aber wir leben hier und jetzt, alles andere ist nicht relevant.

Um die derzeitige Situation hier in Deutschland (und meinetwegen auch in Österreich und der Schweiz) einschätzen zu können muß man eben diese einschätzen und keine andere. Man vergleicht auch nicht sinnvollerweise Äpfel mit Birnen.

Das mit dem Selbstwertgefühl ist eine zweischneidige Angelegenheit, freefloating. Diesem ist es bestimmt nicht dienlich, wenn Akademiker oder Ingenieure überspitzt ausgedrückt in Schulen die Toiletten reinigen 'dürfen'. Auch ist es dem Selbstwertgefühl abträglich, reguläre Arbeitsplätze zu vernichten, was leider oft genug durch solche 'Beiträge' geschieht. Übrigens ist es leider meist so, daß über das 'gemäss ihren Möglichkeiten' von Leuten entschieden wird, welche deren realen Möglichkeiten weder korrekt einschätzen können noch wollen.

@Hero: Wenn du dich von gewissen Leuten so ausdrücklich distanzierst, warum benutzt du dann deren Ausdrucksweise?
 
Mist, da war wer schon etwas schneller :D

Nichts desto ;)
@ Hero, Peter Wallace etc. pp.

Zum Einen sollte man (als der Geschichte lernend) schon berücksichtigen,
dass hier etwas verkürzt mal von Hartz IV (SGBII) aber auch von Sozialhilfeempfängern die Rede ist.

Im SGBII (HartzIV) sind nun einmal sowohl ehemalige Sozialhilfeempfänger wie auch langjährige EINZAHLER in die Arbeitslosenversicherung zusammengefasst.
Und nun ja, was einerseits Vorteile für die Einen bringt, bedeutet
- und das nicht nur hier im thread - halt so einiges an Nachteilen für Andere.

Von daher sollte man erstens bei "HartzIV-Empfänger besser vorher differenzieren...und auch Sozialhilfeempfänger nicht pauschal als Schmarotzer diffamieren.... Manche sind es weiß Gott nicht freiwillig und oft genug auch nur kurzfristig...
Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

Nebenbei ;)
Da das Eigentum in "unserer" wie auch nachbarlichen Demokratien (Schwyz, Austria sowie auch in "alten" EU-Staaten verfassungsrechtlich geschützt ist (leider, möchte man in manchen Fällen von Finanzjongleuren fast sagen *bg*),
erübrigen sich manche hiesige Gedankenspiele hierzu fast von selbst ;).

Apropos @ freefloating und auch Mc Kilroy
Mit "systemrelevanten Schmarotzern" meinte ich keinesfalls diejenigen an Leistungsträgern, die mehr oder weniger angemessen ihre Solidarbeiträge in die sozialen Kassen auch abführen.
In Deutschland gibt es allerdings noch mehr als in der Schwyz und Österreich viel zu viele, die relativ lächerlich wenig bzw. gar nichts einzahlen,
andererseits alle Hilfen und Sicherheitsgarantien unserer Gemeinschaft (in Milliardenhöhe) genießen und sogar auch schon mal offensiv einfordern ;)
Seien es nun teils Ärzte oder RA's, Bänker oder Rentiers, Vorstände so mancher AG's etc.pp., die rein von Zinseinkünften oder Gewinnmargen anderer leben etc.pp....
Und nicht genug, dass diese teils sogar schon aus Geburtsrecht eh schon privilegiert sind, versuchen solche Leute sich auch noch vor solidarischen Abgaben jedweder Art möglichst lange zu drücken...
Und finden zudem willfährige Helferlein in so manchen Finanzinstituten und politischen Parteien und Gremien, von den Lobbys gar nicht zu reden.

Ansonsten...
Ja, einen Beitrag zum Gemeinwohl sollten alle Bürger leisten.
In den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und jeder nach seinem (finanziellen) Vermögen.
Und...
Arbeit (die getan werden müsste) gibt es zu Hauf allerorten.
Nein, eben nicht nur Blätter harken und ähnlich beliebte Beispiele
sondern u.a. auch fehlende Lehrer, Sozialpädagogen, (Krankebn-)Pflege- und Ausbildungs- sowie Hortkräfte etc.pp..

Und dann gibt es Verwaltungen,
die es z.B. ehemals arbeitslosen Maschenbauingenieuren (schon umgeschult auf's Lehramt) teilweise versagen, regulär im Schuldienst zu arbeiten (Konsequenz-> HartzIV :rolleyes: ) und dergleichen ähnlich abstruse Fälle, wo entweder das Lebensalter und nicht die Erfahrung beim Erwägen von Einstellungen zählt usw.u.s.f.
Ich könnte noch seitenlang so weiter machen und die Vita einiger HartzIV-Empfänger aufzählen, die so oder ähnlich fast zu Langzeitarbeitslosen geworden sind oder sich mehr schlecht als recht (weil oft bürokratisch behindert) als Selbstständige versuchen durch Leben zu schlagen.

Von daher ;)
Kritisiert lieber die Strukturen, die derartiges Abstruses möglich machen,
aber diffamiert nicht die allermeisten Arbeitswilligen als Schmarotzer ;)

Wenn sich allerdings auch aus oben genannten Gründen so langsam eine Generation HartzIV herausbildet, die aus diversen Gründen fast nur noch verweigert, so müssen dazu eben konsequent konstruktive und annehmbare Alternativen erarbeitet und beschlossen werden...
Positivbeispiele dazu gab es auch schon in der Vergangenheit der letzten zwanzig Jahre.
Man muss diese allerdings auch wirklich (politisch) wollen (was ich übrigens bezweifele);),
Insofern...
Von nischt kommt eben auch nischt.

greetz

PS.
Kein Grund sich speziell zu schämen, freefloating :)
Diverse andere (auch deutsche) Banken haben sich lediglich nicht so deutlich (in den USA) erwischen lassen...
Und hierzulande will man ja von den Machenschaften dieser Institute gar nicht zu genau wissen, was alles im Argen liegt.
Also:
Vorwärts, und den Rest vergessen...
Oder, wie ging das Liedchen nochmal genau? :D
 
Und ich möchte sehen, wie sie sich auf dem Mars um das wenige vorhandene Wasser prügeln würden. Im Mittelalter hätte man Leute, welche die Klappe zu weit aufgerissen haben, bestimmt gefoltert und in der Antarktis ist es kalt. Sorry, Peter_Wallace, aber wir leben hier und jetzt, alles andere ist nicht relevant.

Um die derzeitige Situation hier in Deutschland (und meinetwegen auch in Österreich und der Schweiz) einschätzen zu können muß man eben diese einschätzen und keine andere. Man vergleicht auch nicht sinnvollerweise Äpfel mit Birnen.
*lacht* wer vergleicht hier Äpfel mit Birnen? Du machst Zeitsprünge und bist auf einem anderen Planeten! Also wenn das nicht hinkt, was dann?

Sicherlich kann man hier und zwar nur hier die Situation beleuchten weil es woanders diese gar nicht gibt! Es ging mir nur darum darzustellen, das es eine Impertinenz ist von H4 Empfängern (bei uns in Ösiland sind das Sozialhilfeempfänger (interessantes Wort mit dem "sozial")) für nichts etwas zu bekommen und dann noch mehr zu fordern.

Ach ja und keine Angst ich schere nicht alle über einen Kamm sondern kann sehr wohl differenzieren um wen es hier geht und wer es verdient gefördert zu werden!

Ich wäre bereit für jede Umschulung mit Aussicht auf einen fixen Arbeitsplatz sofort Geld herzugeben aber sicherlich nicht für sein Privatvergnügen während ich arbeiten gehen muss und er sich ne schöne Zeit macht!
 
aber diffamiert nicht die allermeisten Arbeitswilligen als Schmarotzer ;)

Das wird ja gar nicht gemacht.

Das machen die Schmarotzer, um sich in dieser unschuldigen Gruppe verstecken zu können.


muesli schrieb:
Arbeit (die getan werden müsste) gibt es zu Hauf allerorten.
Nein, eben nicht nur Blätter harken und ähnlich beliebte Beispiele
sondern u.a. auch fehlende Lehrer, Sozialpädagogen, (Krankebn-)Pflege- und Ausbildungs- sowie Hortkräfte etc.pp..

Genau so ist es.

Aber wieso ist es so schwer, beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern, dass die Hartz-4-Empfänger ihren Beitrag leisten sollen? Wieso wird dies (siehe Hero und Genossen) sofort als unzumutbar an den Pranger gestellt?
 
Ach verstehe, aber H4-Empfänger haben sehr wohl das Recht auf der Tasche der Allgemeinheit zu fordern und zu Leben? Ich denke hier besteht wohl ein eklatanter Nachholbedarf an Volkswirtschaftslehre und an Einsicht dem Allgemeinen Wohl gegenüber.
Habe ich das geschrieben? Nein.

Du willst mir doch nicht verkaufen, dass es gerechtfertigt ist das H4 Empfänger, nur weil Sie in einen großen Interessensblock vertreten (nämlich Ihren eigenen) das Recht haben, andere Ihre Forderungen zu diktieren obwohl dem nichts aber auch gar nichts beisteuern.
Habe ich das geschrieben? Nein.
Hör' mal bitte auf, deskriptive und wertende Aussagen zu vermischen.
Schon mal durchüberlegt,...
Dazu hat Konradin ja schon alles nötige gesagt.

McKilroy schrieb:
beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern,
Du hattest gefordert, ihnen das Wahlrecht zu nehmen, nur mal so zur Erinnerung.

@Konradin
Um zu zeigen in welcher Tradition sich diejenigen befinden, die hier gegen "Sozialschmarotzer" hetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird ja gar nicht gemacht.

Das machen die Schmarotzer, um sich in dieser unschuldigen Gruppe verstecken zu können.




Genau so ist es.

Aber wieso ist es so schwer, beinahe politisch verboten, einfach mal zu fordern, dass die Hartz-4-Empfänger ihren Beitrag leisten sollen? Wieso wird dies (siehe Hero und Genossen) sofort als unzumutbar an den Pranger gestellt?

Das ist genau der Kern an der Sache, weil es unzumutbar ist ! (zu 80-99%)
Ganz einfach weil sich nicht nur einige wenige Hartz4 Empfänger eingerichtet haben, sondern auch zu 99% die Unternehmer die sich auf Kosten der H4-er gesundstoßen und gesund finanzieren! Selbst erlebt in der Verwandschaft und nicht nur einmal. 1,50€ Jobber die Arbeit und Schichten machen, rollende Woche, und dann noch in Pflegeheimen wo als Krankenpflegehelfer/in Schwerstarbeit verrichtet wird. Nicht die H4-er sind die Schmarotzer, sondern die Unternehmen die mit der Angst vor Sanktionen seitens der Arge sich auf Kosten der Leute gesund und fett stoßen.

Auch mal die andere Seite sehen, und nicht von einigen wenigen die sich wirklich nen Lenz machen, auf die breite Masse der ALG II herabsehen und verächtlich nachreden. Und solange es H4 gibt, und die Arbeitgeber sich sicher sein können das sie nur einen Hungerlohn zahlen müssen weil notfalls die Arge aufstockt, wird sich niemand wundern brauchen das der Arbeitswille bei manchen nicht besonders ausgeprägt ist, wenn man nicht mal mit eigener Hände Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, und weiter auf Arge und Konsorten angewiesen sein muß. Gehst arbeiten und mußt dir finanziell und generell noch in den Arsch schauen lassen.
Ps: Ich gehe arbeiten, habe das Glück von dem Scheiß H4 weg zu sein, aber manch anderer hat die Chance nicht. Und da ich nicht weis wo meine berufliche Reise hingeht, werd ich mich hüten über andere zu schimpfen und zu urteilen, denn auch ich könnte wieder auf der "anderen Seite" stehen.
Manch einem in diesem Forum täte gut daran, auch mal dran zu denken wenn er von heut auf morgen zum Heer der H4 Bezieher gehört.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe ich das geschrieben? Nein.
Hör' mal bitte auf, deskriptive und wertende Aussagen zu vermischen.

Weil es dir nicht passt, dass Menschen, die wenig haben, für mehr Umverteilung stimmen, willst du sie einfach vom demokratischen Vermittlungsprozess ausschließen?
Ich hoffe, dass ist nicht dein ernst.
Es doch konstitutiv für eine Demokratie, dass jedeR seine Partikularinteressen äußern kann.

Das schöne ist, Du kannst es Dir so feín zurecht legen, wie Du möchtest weil Du ja niemals etwas gesagt hast sondern immer nur andere die Tatsache beschreibend verwendest. Eine tatsächliche Sinnvolle Aussage von Dir zu bekommen ist ungefähr genau so wie wenn Du einen Araber nach Geld fragst. Du wirst als Antwort bekommen: "Mich kannst Du umdrehen und alles was rausfällt gehört Dir!"

Also was soll das ganze hier Hero? Willst Du dem restlichen "Pöbel" beweisen, wie eloquent Du Antworten kannst und jedem seine Meinung revidierst? Was für einen Sinn machen solche Trollpostings? Für die Diskussion hier gar keinen.

Ich würde gerne einen Lösungsansatz von Dir hören oder reicht da Dein philosophischer Ansatz nicht aus und Dein wirklich beeindruckendes Vokabular ist dem nicht gewachsen uns armen Würmern Deinen genialen Ansatz zu erklären?

Das wäre hier sinnvoll! Das was Du tust ist nur eine politische Hinhaltetaktik und Schönrederei, weil die anderen haben es ja gesagt!

lG
Peter
 
Den Lösungsansatz habe ich bereits gegeben, als ich geschrieben habe, dass die strukturellen Ursachen beseitigt werden müssen, wozu man diese allerdings erst einmal begreifen müsste.
Und dafür ist es alles andere als hilfreich sich irgendwelche Popanze ("raffende" Bänker, "schmarotzende" Arbeitslose) aufzubauen und sich an denen abzuarbeiten.
Außerdem spricht es für ein sehr autoritär geprägtes Gesellschaftsverständnis, Menschen um jeden Preis zwingen zu wollen, sich dem größeren Wohl zu opfern.
 
Zuletzt bearbeitet:
.......die strukturellen Ursachen beseitigt werden müssen, .........

Eine Theorie ohne die Praxis ist nicht´s anderes als ein Exkrement. Jede Theorie muss sich daher in der Praxis bewiesen und bei Misserfolgen geändert oder verworfen werden.

Also von daher ist Deine weitgreifende Aussage wieder einmal nichts oder sehr wenig Wert!. Ein netter Ansatz aber wieder einmal spiegelst oder reflektierst Du auf die Geschichte andere als "Steckenpferd" heran zu ziehen und sich an diesen zu laben und so wie bei all Deinen Aussagen läßt Du in der dritten Person andere das sagen und tun (was Du Dir vielleicht denkst?).

lG
Peter
 
Deiner These nach wären die Schulen dann eine Brutstätte von Exkrementen, Peter_Wallace. Mathematik zählt nicht gerade zu den Fächern, welche sich durch übermäßige Praxis auszeichnen. Aber deswegen z.B. Mathematik gleich als Exkrement abtun?

Was erwartest du hier eigentliche? Denn auch die Philosophie gehört nicht gerade zu den praktischen Anwendungen des Lebens. Philosophische Ansätze, und seien sie auch noch so bescheiden, grundsätzlich als praxisfremden Unsinn abzutun oder gar als 'Exkremet' abzuwerten zu wollen lässt eigentlich nur Raum für schlichte, aber einprägsame praxisbezogene 'fertige Lösungen'. Diese zeichen sich allerdings dadurch aus, meist leider nicht zu funktionieren. Dennoch sind diese nicht ganz sinnbefreit, lebt doch der Populismus grösstenteils von ihnen.

Natürlich wäre es in einem funktionierenden System sinnvoll, wenn jeder (der kann) seinen Beitrag leisten daran würde. Schaue ich mir die sozialen Werte jedoch an, nach welchen diese (und wohl leider auch zukünftige Generationen) erzogen werden, dann steht dort der Wunsch nach Karriere an erster Stelle und dies möglichst frei von sozialem Gewissen. Natürlich engagiert sich jeder gern - solange es der eigenen Karriere förderlich ist.

Im Grunde genommen werden wir doch größtenteils zu 'strukturellen Sozialschmarotzern' erzogen. Kaum einer sagt nein, wenn es um den eigenen Vorteil geht, auch wenn der Nachteil für andere offensichtlich ist. Das oberste Prinzip des sozialen Zusammenlebens heißt hierzulande 'Konkurrenzprinzip' statt 'konstruktives Miteinander'. Vielleicht sollten wir daran einmal etwas ändern. Dann hätte dieses Thema eines fernen Tages vielleicht einen anderen Stellenwert.
 
Jede Theorie muss sich daher in der Praxis bewiesen und bei Misserfolgen geändert oder verworfen werden.
Was meinst du mit "Theorie"?
Was ich gesagt habe, ist keine Theorie, sondern Kritik und die, als Negation, hat sich in der Praxis sicherlich nicht zu beweisen, wie auch?
Zu beweisen haben nur die Schlussfolgerung sich, aber ich weiß auch nicht, was du daran auszusetzen hast, den Empfängen von Transferleistungen ihr aktives Wahlrecht zu nehmen, hat sich auch noch in keinen Land der Welt als Lösung bewiesen.
(Konradin war schneller :D)

Ein netter Ansatz aber wieder einmal spiegelst oder reflektierst Du auf die Geschichte andere als "Steckenpferd" heran zu ziehen und sich an diesen zu laben und so wie bei all Deinen Aussagen läßt Du in der dritten Person andere das sagen und tun (was Du Dir vielleicht denkst?).
Weil eine falsche Kritik am Falschen eben immer noch eine falsche ist, insbesondere dann, wenn es sich bei dem, was sich da als Kritik geriert, lediglich um den Versuch kausaler Unterfütterung eigener idiosynkratischer Wut gegenüber den noch ohne Arbeit ein halbwegs angenehmes (resp. überhaupt noch ein) Leben führen Könnenden.

Konradin schrieb:
Im Grunde genommen werden wir doch größtenteils zu 'strukturellen Sozialschmarotzern' erzogen.
Genau das ist der Punkt, es ist schon ziemlich heuchlerisch in einen System, welches sich so stark an der Smith'schen Idee der Unsichtbaren Hand aufhängt, jemanden vorzuwerfen, er würde seine Eigeninteressen höher werten als das Gemeinwohl.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deiner These nach wären die Schulen dann eine Brutstätte von Exkrementen, Peter_Wallace. Mathematik zählt nicht gerade zu den Fächern, welche sich durch übermäßige Praxis auszeichnen. Aber deswegen z.B. Mathematik gleich als Exkrement abtun?
Die Mathematik ist in allen Wissenschaften anwendbar, die ausreichend formalisiert werden konnten. Dadurch ergibt sich ein enges Zusammenspiel mit Anwendungen in empirischen Wissenschaften.

Was erwartest du hier eigentliche?
Nun ja offensichtlich fühlst Ihr beide Euch dazu bemühsigt, alles schön zu reden und den Ball einfach weiter zu schieben weil die anderen ja noch schlimmer sind. Das hat auch nichts mit eigentümlicher Wut gegenüber dem System zu tun und das brauch ich nicht mit Ursachen zu unterfüttern.

Nochmal für alle hier, ich werfe nicht alle H4 Empfänger und Konsorten in einen Topf sonder ich schaffe es dem ganzen zugetan gegenüber zu stehen und es aus einer differenzierten Position zu begutachten.

@hero
Es ist schön, dass Du der Meinung bist mit Negationen keinen Praxisbeweis bringen zu müssen. Ist ja auch einfacher prinzipiell alles zu unterminieren und als schlecht darzustellen, ohne dabei selbst einen besseren Lösungsansatz liefern zu können.

Dies ist meiner Meinung nach wesentlich schlimmer, als salopp gesagt seinem eigenen Ar... am nächsten zu sein, den dies ist der einzige Umstand den Ihr Euren 'strukturellen Sozialschmarotzern' vowerfen könnt.

Ach ja noch was, wenn Du schon die Unsichtbare Hand heran ziehst, solltest Du die Theorie der ethischen Gefühle nicht einfach außer acht lassen, in der er behauptet es sei die natürliche Veranlagung des Menschen, sowohl die Achtung der anderen Menschen zu gewinnen als auch sich dieser würdig zu erweisen.

Welcher dieser Sozialschmarotzer und ich darf hier auf das ursprüngliche Posting verweisen tut das? Keiner dieser Schmarotzer folgt irgendwelchen Konventionen außer seinen eigenen weswegen er auch kein Recht auf ein soziales Gefüge in irgendeiner Form hat und auch nichts fordern kann und darf!
 
Es ist schön, dass Du der Meinung bist mit Negationen keinen Praxisbeweis bringen zu müssen. Ist ja auch einfacher prinzipiell alles zu unterminieren und als schlecht darzustellen, ohne dabei selbst einen besseren Lösungsansatz liefern zu können.
Nein, kann ich nicht.
Wie auch?
Ich habe nicht mal VWL studiert, warum sollte ich mich jetzt wie jeder Stammtisch hinstellen und so tun, als ob die Probleme dieses Landes gelöst wären, wenn die Politiker nur endlich mal auf mich hören würden.
Überhaupt stellt sich die Frage, wie du erkennen willst, wann ein Lösungsansatz "besser" oder "schlechter" ist, du wirst die Legislative kaum überzeugen können, alle hier präsentierten "Lösungsansätze" mal zwei Jahre auszuprobieren und gerade die empirische Evidenz scheint für dich ja überaus wichtig zu sein.
Das ändert aber nichts an der Richtigkeit meiner Negation.

Welcher dieser Sozialschmarotzer und ich darf hier auf das ursprüngliche Posting verweisen tut das? Keiner dieser Schmarotzer folgt irgendwelchen Konventionen außer seinen eigenen weswegen er auch kein Recht auf ein soziales Gefüge in irgendeiner Form hat und auch nichts fordern kann und darf!
Du bist mit deiner autoritären Aggression ja dankenswert offen:
Tendenz, nach Menschen Ausschau zu halten, die konventionelle Werte missachten, um sie zu verurteilen, ablehnen und bestrafen zu können.
 
Natürlich ist die Mathematik in jeder Wissenschaft anwendbar, das haben Theorien mitunter so an sich. Du jedenfalls hast dich nicht über Theorien als solche geäußert, Peter_Wallace, sondern über Theorien ohne Praxis. Zitat: 'Eine Theorie ohne die Praxis ist nicht´s anderes als ein Exkrement.' Und gerade in der Schule lernt man in erster Linie die Theorie, weniger die Praxis.

Falls du allerdings der Meinung bist, daß alle Theorien, welche sich nicht sofort in die Praxis umsetzen lassen, Exkremente seien, dann hättest du dies so ausdrücken müssen. Aber auch diese These ist sehr gewagt.

Dein netter Exkurs über Mathematik geht leider auf das Vorangegangene überhaupt nicht ein und wenn du anderen schon vorwirfst, etwas schönreden zu wollen (was ist eigentlich daran schönrednerisch, die Ursachen 'sozialschmarotzerischen' Verhaltens größtenteils in der Erziehung zu sehen?), dann solltest du allerdings mit gutem Beispiel vorangehen und dich nicht winden wie ein Aal.

Im Übrigen liegt es mir fern, irgendwelche gesellschaftlichen Situationen schönreden zu wollen. Um Mißstände ändern zu können ist es aber durchaus nützlich, die möglichen Ursachen dieser Mißstände zu kennen, egals wie bequem oder unbequem diese sind. Ursachen neigen nun einmal dazu, zwar kausal zu sein, einem aber nicht unbedingt jedem in den Kram zu passen. Dies ändert aber nichts an deren Kausalität.
 
@Hero & Konradin

Richtig schön gesprochen und sonst nicht viel dahinter!

Themenverfehlung aller erster Güte und da kannst Du Hero mich noch so sehr an den Pranger und in eine Ecke stellen, den es hat nichts mit Autorität zu tun, etwas zu sagen das zumindest einen Ansatz zu einer vielleicht Lösung bietet.

Bei Euch beiden hingegen, gewinnt man gerne den Eindruck das es gar nicht um das Thema selbst sondern um die Möglichkeit etwas sagen zu können und über anderen zu stehen, siehe Negation an der Kritik und falsches, das immer noch falsch ist, wenn es den eben so schön falsch ist.

Da dies hier keine Diskussionsgrundlage ist, werde ich mich gefliesentlich aus diesem Exkurs raus nehmen und weiter lächeln, wenn Ihr jeden Ansatz der gegen Eure langläufigen Vorstellungen geht zu tode redet.

lG
Peter

P.S.: @Konradin wenn ich in der Schule NUR Theorie lerne und keine Praxis woher kommt dann dieses Wissen? Ist es nun praktisches Wissen, dass mir theoretisch vermittelt wurde oder ist es tatsächlich nur reine Theorie über eine Praxis die jedem aus der Schule vollkommen nutzlos ist, weil Sie in der realen Welt nicht anwendbar ist?
 
den es hat nichts mit Autorität zu tun, etwas zu sagen das zumindest einen Ansatz zu einer vielleicht Lösung bietet.
Ob etwas " mit Autorität zu tun [hat]" hängt nicht davon ab, ob es "vielleicht Lösung bietet". Du halluzinierst dir da wieder wild Kausalzuammenhänge zusammen, die es gar nicht gibt.

Deine infantile Trotzigkeit bringt die Diskussion übrigens auch nicht weiter.

Und ob man Schulmathematik in Praxis umsetzen kann, hängt wohl auch stark davon ab, wie lange man in der Schule Mathematik hatte.
Viele Axiome haben doch mit der Realität erstmal wenig zu tun.
 
Ist es die 'Theorie ohne Praxis', welche du als Exkrement anprangerst oder die Theorie, welche nicht anwendbar ist? Drücke dich doch einmal etwas klarer aus, du bist doch kein Schwamm? :)

Einerseits dienen Theorien der Grundlagenforschung und sind keineswegs direkt umsetzbar (z.B. Astrophysik). War es für die Generationen vor uns sinnlos, sich mit Himmelskörpern auseinanderzusetzen, nur weil es weder Luft- noch Raumfahrt gab? Nein, denn ohne diese Theorien würden wir heute noch nicht in den Genuß der dazugehörigen Praxis kommen.

Andererseits dienen Theorien natürlich auch der praktischen Umsetzung. Ich möchte z.B. nicht über Brücken fahren müssen, die ohne Statikberechnungen gebaut wurden. Aber es ist schon ein fundamentaler Unterschied, ob für Theorie praktische Anwendungen existent sind oder ob ich mich (im Augenblick) ausschließlich der Theorie widme. Um bei meinem obigen Beispiel zu bleiben: der Statiker ist ein reiner Theoretiker, welcher seine Berechnungen keineswegs praktisch umsetzt. Das machen dann andere für ihn. Dennoch ist seine Arbeit keineswegs sinnlos, also kein 'Exkrement'.

Sorry, Peter_Wallace, aber deine Oberflächlichkeit fängt schon dabei an, Hero und mich in einen Topf werfen zu wollen. Wenn du etwas mit mir zu klären hast, dann kläre das bitteschön mit mir. Außerdem vermisse ich bei deinen weitläufigen Stellungnahmen den Bezug auf das Vorangegangene. Du scheinst es geflissentlich zu übersehen, eine nutzlose, aber penetrante Strategie.

Es wäre schön, wenn du einmal konkret Stellung zum Geschriebenen nehmen und deine (etwas gewagten) Theorien untermauern würdest, anstatt dich wie ein Aal zu winden. Am Ende wäre dies gar diskussionsfördernd.
 
Zurück zum Thema. Die Ersatzfreiheitsstrafe anstelle des bezahlens ist noch aus der Zeit der Pickelhaubenträger (Preußen). Damals haben die Schuldner ihre Geldstrafe abarbeiten müssen, und müssten dann im Gefängnis übernachten, um dann am nächsten Tag wieder der an die Arbeit zu gehen, alles unter Bewachung. Es war damals üblich, z.B. in einem Steinbruch oder beim Straßenbau zu arbeiten. Der Tagessatz hielt sich dann am normalen Lohn des z.B. Straßenbauers, und so wurde die Zeit dann berechnet. Bis hierhin finde ich den Gedanken auch gut. Wenn ich etwas nicht zahlen kann, dann geh ich es halt abarbeiten. Dann kamen die Sozialdemokratischen und Sozialliberalen Regierungen und Schwubs wurde diese Art der Zwangsarbeit mit hinweis auf das dritte Reich und die damaligen Schandtaten (die es auch waren, damit hier kene Diskusionen auftreten) abgeschafft. Generell gilt aber, die Arbeitspflicht gibt es im Offenen Vollzug wirklich, und wer arbeitet muss auch Haftkosten bezahlen (in NDS ca. 150 bis 200 Euro im Monat). Aber wer will denn nen Knacki in seiner Firma bechäftigen?

Zum Wort Sozialschmarotzer. MEINE MEINUNG dazu, immer schön rot/grün wählen, dann geht es denen noch besser als denen die (wie ich) einem Job nachgehen und seine Abgaben zahlen.
 
Zum Wort Sozialschmarotzer. MEINE MEINUNG dazu, immer schön rot/grün wählen, dann geht es denen noch besser als denen die (wie ich) einem Job nachgehen und seine Abgaben zahlen.

Genau so ist es.

Es ist für Leute wie Hero leicht, dass Geld verteilen zu wollen, dass andere sich mühsam erarbeiten.


simon schrieb:
Das ist genau der Kern an der Sache, weil es unzumutbar ist ! (zu 80-99%)

Wieso sind Arbeiten für Hartz-4-Empfänger unzumutbar, die ein großer Teil der Rest der Gesellschaft ohne Würdeverlust ausführen kann?

Warum kann man es einem Hausmeister zumuten, Sportanlagen in Ordnung zu halten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, ihn dabei zu unterstützen?

Warum kann man Angestellten zumuten, in einer Bibliothek zu arbeiten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, dort auch einmal Aufsicht zu leisten, damit die Bücherei länger auf ist?

Warum kann man es Angestellten der Städte und Gemeinden zumuten, die Straßen und PArks sauber zu halten, den Harzis aber nicht?

Warum kann man es Zivis zumuten, Pflegedienste zu leisten, Harzis aber nicht?
 
Genau so ist es.

Es ist für Leute wie Hero leicht, dass Geld verteilen zu wollen, dass andere sich mühsam erarbeiten.
...Ich gebe gern von dem was ich einzahle, solange es auch an die Bedürftigen weiter gegeben wird, und nicht für die Mehrkosten aufgrund von sinnlosen "Kriegsspielchen" aufgewendet wird oder zur Deckung von übermäßiger Politikergier



Wieso sind Arbeiten für Hartz-4-Empfänger unzumutbar, die ein großer Teil der Rest der Gesellschaft ohne Würdeverlust ausführen kann?
Ganz einfach weil noch einige (und nicht wie du sagst der große Teil) gibt, für ihre Arbeit halbwegs gerecht bezahlt werden. Was meinst du warum es so viele Aufstocker gibt? Weil man für seine Hände Arbeit nicht mehr das gerechte Einkommen erhält. Hab doch gesagt, viele AG haben sich auch fein eingerichtet, lassen H4-er schuften bis der Arsch platzt, und wehe der AN hat mal 1 Cent mehr in der Tüte oder bekommt Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld ö.ä., schwups ist es weg.
Warum kann man es einem Hausmeister zumuten, Sportanlagen in Ordnung zu halten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, ihn dabei zu unterstützen?
Hm, meist sind das Jobs von Frührentnern die sich 400€ oder so zu ihrer schon sicheren Rente ohne Abzug dazuverdienen. Ein H4-er kann abzugsfrei 100 € pro Haushalt dazuverdienen. Pfffff..........
Warum kann man Angestellten zumuten, in einer Bibliothek zu arbeiten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, dort auch einmal Aufsicht zu leisten, damit die Bücherei länger auf ist?
Angestellte in der Bibliothek sind Angestellte der Stadt oder Gemeinde. Die bekommen ordentlichen Lohn / Gehalt.....
Warum kann man es Angestellten der Städte und Gemeinden zumuten, die Straßen und PArks sauber zu halten, den Harzis aber nicht?
...siehe Antwort bei Bibliothek.
Warum kann man es Zivis zumuten, Pflegedienste zu leisten, Harzis aber nicht?
..bis auf wenige Ausnahmen machen es wenige aus freier Überzeugung Ideologie, es steckt was du forderst dahinter: Zwang

Siehst du nun was ich versuche zu vermitteln? Gebt den Menschen Arbeit auf die sie stolz sein können, für sich und ihre Familien aus eigener Kraft sorgen zu können. Keiner läßt sich gerne erpressen :"Sei Sklave" oder verrecke.
Jeder der hart arbeitet will für sich oder Familie auch was sparen können, oder erstmal halbwegs normal leben können. Statt dessen werden alle immer ärmer, nur die welche denken die scheißen schon Gold, denen wird noch mehr in den Rachen geschoben.
 
Wie sieht es aus, wenn jemand im Pflegebereich tätig werden will und bereit ist, eine entsprechende Ausbildung zu machen (obwohl er genau weiß, daß dies im Klartext viel Arbeit für wenig Gelb bedeutet), dies aber nicht bewilligt wird, weil man es ihm nicht zutraut? Und was ist später, wenn er plötzlich genau in diesem Bereich quasi für lau arbeiten soll?

Das heißt im Grunde genommen nichts anderes, als daß man die Ausrede der mangelnden Eignung vorgeschoben hat, um für die Ausbildung nicht aufkommen zu müssen. Es ist halt scheinbar billiger, die Leute in Abhängigkeit zu halten und für ein Almosen Arbeiten zu lassen, als es ihnen zu ermöglichen, diesem Teufelskreis zu entrinnen und von staatlicher Unterstützung unabhängig zu werden.

McKilroy schrieb:
Warum kann man Angestellten zumuten, in einer Bibliothek zu arbeiten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, dort auch einmal Aufsicht zu leisten, damit die Bücherei länger auf ist?
Weil man dem Hartz-IV-Empfänger üblicherweise keinen Schlüssel anvertraut.

McKilroy schrieb:
Warum kann man es einem Hausmeister zumuten, Sportanlagen in Ordnung zu halten, einem Hartz-4-Empfänger aber nicht, ihn dabei zu unterstützen?
Ganz einfach. Der Hausmeister hat handwerkliche Fähigkeiten, ansonsten hat er seinen Beruf verfehlt. Es wäre ja ok, wenn jemand, der diese Fähigkeiten und Interessen hat, ihn unterstützt. Aber es leuchtet mir nicht ein, warum jemand, der sein bisheriges Arbeitsleben in Büros verbracht hat und zudem vielleicht über zwei linke Hände verfügt, ausgerechnet einer Tätiglkeit nachgehen, welche ihm überhaupt nicht liegt.

Umgekehrt gibt es natürlich auch Leute, die z.B. im Landschaftsbau tätig sein könnten, aber wiederum den Büroalltag nicht vertragen würden. Allein schon dem Arbeitsklima würde so etwas kaum dienen.

Natürlich könnte man auch sagen, egal, es wird schon klappen. Dann könnte man gleich eine arbeitslose Zahnarthelferin auf dem Bau beschäftigen und einen arbeitslosen Gebäudereiniger in einem Steuerbüro. :D
 
Wie sieht es aus, wenn jemand im Pflegebereich tätig werden will und bereit ist, eine entsprechende Ausbildung zu machen (obwohl er genau weiß, daß dies im Klartext viel Arbeit für wenig Gelb bedeutet), dies aber nicht bewilligt wird, weil man es ihm nicht zutraut? Und was ist später, wenn er plötzlich genau in diesem Bereich quasi für lau arbeiten soll?

Da waren sie wieder die Äpfel und die Birnen! Wir reden hier nicht von den besonderen Fällen, die eine Ausbildung gerne machen möchten sondern von den Leuten denen es am A..... vorbei geht und auf der Tasche des Staates und vielleicht auch auf Deiner Leben!

Es geht hier nicht um Politiker, die sich dumm und dämlich verdienen für Lau. Es geht hier nicht um Arbeitgeber, die das System ausnützen und in die eigene Tasche wirtschaften!

Es geht hier um den Schlag Menschen, die sich Ausrede um Ausrede ausdenken, dies alles nicht bewältigen zu müssen und einfach so weiter machen wie bisher und sogar noch dreister, weil das System es ihnen ermöglicht.

Es geht hier einzig und alleine um die Personen, die es betrifft und da hilft Euch kein Konstrukt, dass es ja soviele andere gibt und die kann man ja zu keiner anderen Arbeit zwingen!

Wenn ich das schon höre! Entweder ich will arbeiten und meinen Teil dazu beitragen, dass dieses ganze System nicht vor die Hunde geht oder ich lebe als Eremit irgendwo in den Bergen!

Es ist eine Welt, die uns aufgezwungen wurde aber damit müssen wir halt zurecht kommen und entweder ich mach was daraus, oder ich zerbreche daran aber so ......... wie lächerlich ist das! Ich mache den Staat dafür verantwortlich wenn ich keinen Arbeitsplatz habe? Ich mach den Staat dafür verantwortlich wenn ich nicht die Weiterbildung erhalte, die ICH mir wünsche! Was noch? Machst den Staat dafür verantwortlich, wenn der Sch... am Morgen nicht wirklich passend war?

Eigenverantwortung heißt das Zauberwort und wie schon der gute J.F.K. meinte: "Frag nicht was Dein Land für Dich, sonder Du für Dein Land tun kannst!"

Es ist doch mittlerweile eine Breite Meinung, dass der Staat als "Mutter" für seine Schäfchen aufkommen muss, weil man ja eh die ganze Zeit in ein System investiert und da dann auch sicherlich was entnehmen darf. Diese sozialen Fragmente der Gesellschaft sind allerdings soweit davon entfernt, dass dies für sie nicht anwendbar ist.

Hier sind Gedankenansätze so weit weg vom Tatsächlichen, dass es schon beinahe lächerlich wird.

Es geht hier nicht um die Personen, die es trifft obwohl es die natürlich auch trifft, weil Sie nämlich über den selben Kamm geschoren werden, wie die tatsächlichen Sozialschmarotzer und anstatt sich gegen diese Dinge aufzustellen, schieben Sie halt den Ball einfach weiter und geben es der bösen Politik und den bösen Arbeitgebern.
 
Sorry, mein lieber Peter_Wallace, aber der Sozialneid scheint deinen Blick etwas zu trüben.

Um sich sinnvoll über die Thematik 'Sozialschmarotzer' auszutauschen kommt man nicht umhin, zunächst einmal zu definieren, auf welchen Personenkreis man diese Bezeichnung überhaupt bezieht. Wenn man diese Bezeichnung sehr weit fasst, dann ist jeder, der auf seinen persönlichen Vorteil bedacht ist und in die eigene Tasche wirtschaftet ein Sozialschmarotzer. Der Arbeiter, der seine Pause überzieht und die Kollegin, welche auf die Hilfsbereitschaft ihrer Kollegen setzt, der Angestellte, welcher Kugelschreiber mit nach Hause nimmt und der Handwerker, der nach Feierabend etwas dazuverdient, allesamt sind sie streng genommen Sozialschmarotzer. Sie nehmen von anderen, ohne dafür etwas angemessenes zu geben, ohne allerdings wirklich bedürftig zu sein.

Leider ist es in dieser Gesellschaft (und in vielen anderen Gesellschaften) so, daß Eigennutz (und sei er noch so überzogen) vor Gemeinnutz geht und die Mehrheit ist deutlich auf ihren Vorteil bedacht. Dies fängt beim Vordrängeln in Warteschlangen an und geht über rücksichtsloses Verhalten (Ellbogengesellschaft) bis hin zur direkten materiellen Vorteilnahme (Korruption).

Mir leuchtet nicht ein, wenn man rücksichtslose Verhaltensweisen und eigene Vorteilnahme bei weiten Teilen der Bevölkerung respektiert, warum man dann diese Verhaltensweisen ausgerechnet bei einem bestimmten Personenkreis anprangert, bei anderen aber nicht. Denn nirgendwo ist gesetzlich verbrieft, daß ausgerechnet ein Hartz-IV-Empfänger ein besserer Mensch zu sein hat als jeder andere und schwarze Schafe gibt es überall.

Aber einmal Hand aufs Herz, wer von uns handelt immer überaus korrekt, bescheißt das Finanzamt nicht um einen einzigen Cent und versucht bei Verträgen nicht, sein Gegenüber über den Tisch zu ziehen, sondern ein für beide Seiten gleichermaßen akzeptables Ergebnis zu finden? Aber wenn wir selbst uns schon nicht immer korrekt verhalten, mit welchem Recht fordern wir dies dann von anderen?

Aber selbst wenn ich den Personenkreis (absurderweise) auf Hartz-IV-Empfänger beschränke, dann fällt zunächst einam Folgendes auf. Es wird wenig differenzier und bei konkreten Beispielen meint man immer 'andere'. Sobald der Vorwurf mit einem konkreten Gesicht verknüpft wird, klappte es meist nicht mehr.

Für einen fünfzigjährigen Arbeistlosen ist die Sache meist gelaufen und eine Förderung nach seinen Fähigkeiten findet selten statt und Förderprogramme Ü50 sind meist pure Augenwischerei. Ihre Fähigkeiten werden (wenn überhaupt) meist von Menschen beurteilt, welche zu dieser Beurteilung überhapt nicht fähig sind. Oft sind es selbst ehemalige Arbeitslose, welche nun bei der ARGE arbeiten und aus Angst, wieder in die Arbeitslosigkeit abzugleiten, fast alles machen, um ihre Quote zu erfüllen. Dabei bleiben die Betroffenen oft auf der Strecke. Auch dies ist letztendlich eine (oft aus Angst ausgeführte) Form von Sozialschmarotzertum.

Wem nützt es eigentlich, ständig sogenannte Sozialschmarotzer aus den Reihen der Hartz-IV-Empfänger anzuprangern? Richtig, in erster Linie denjenigen, die selbst genug Dreck am Stecken haben und von sich ablenken wollen. Denen ist es natürlich lieber, nicht über jene zu berichten, welche die Millionen einheimsen, sondern dafür andere an den Pranger zu stellen.

Schauen wir uns einmal an, wo alles abgesahnt und schmarotzt wird, dann sehen wir plötzlich, der Sumpf ist überall. Und ausgerechnet das 'schwarze Hartz-IV-Schaf' verursacht dabei mit den geringesten Schaden. Aber Schuldige brauchen wir schließlich, nicht wahr?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten