SPD Abgeordneter fordert Wahlpflicht!

Jetzt nach der Wahl sollen die Parteien erst einmal ihre Wahlversprechen einhalten. Und nicht dem Volk die Schuld in die Schuhe schieben wegen der geringen Wahlbeteiligung. Das hat ja alles einen Grund.

Mit freundlichen Grüßen
Koukin

Der Grund ist, dass das Interesse an der Demokratie verloren geht. Ist halt immer so ein auf und ab. Hätten wir 10 Jahre einen König wäre die Wahlbeteiligung danach bei 95%
 
Als Hauptursache für die Politikverdrossenheit halte ich, dass die gewählten Abgeordneten keine Rechenschaft für ihre geleistete bzw. nicht geleistete Arbeit ablegen müssen. Sie sind einzig und allein ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich, egal ob sie eins haben oder nicht.

Das heißt also, erst mal viel versprechen und wenn sie dann gewählt wurden, kann man dann machen, was man will. An gegebene Versprechen ist man nicht gebunden. Im nächsten Wahlkampf gibt es wieder neue Versprechen und setzt dabei auf die Vergeßlichkeit der Wähler, was offensichtlich hervorragend funktioniert.

Die Demokratie hat sich verselbstständigt, aber vom Volk geht sie sicherlich nicht mehr aus. Die Macht bleibt immer dort, wo sie hingehört: Bei den oberen Zehntausend. Daran kann keine Wahl etwas ändern.

Eine Monarchie wäre eine echte Alternative. Da weiß man wenigstens woran man ist.
 
Jumper schrieb:
Eine Monarchie wäre eine echte Alternative. Da weiß man wenigstens woran man ist.
Das Gleiche gilt auch für andere Formen des menschlichen Zusammenlebens bis hin zur Sklaverei, zur Leibeigenschaft und sogar bis zur Käfighaltung. Schön, wenn die Monarchie aus eben diesem Grunde in deinen Augen zumindest eine 'echte Alternative' ist, Jumper. Für ein Demokratieverständnis spricht dies allerdings nicht.

Der Zwang etwas zu tun (in diesem Fall Wählen) führt weder zu einem Zuwachs an Qualität noch zu mehr Demokratie. Einzig und allein die ohnehin mitunter fragwürdige Legitimation der Gewählten dürfte davon betroffen sein. Immerhin ist dies durchaus im Interesse auch der SPD. Wozu an den Ursachen der Wahlverdrossenheit rühren, wenn es um puren Machterhalt und Legitmierung desselben geht?

Gruß Konradin
 
Also ich bin leider nochnicht Wahlberechtigt :( Trotzdem finde ich das die Wahlpflicht eine sehr gute idee ist! Natürlich würde damit der Grundsatz "Die Wahlen sind frei" ein wenig eingeschränkt. Aber man muss dabei bedenken, von den vilt. iwan nurnoch 35-40% der Wahlberechtigten sind bald vielleicht 20% extremisten, denn diese Personengruppen wählen zuverlässig ihre Partei, weil sie der Überzeugung sind an dem System was verändern zu wollen und gemeinsam das auch zu schaffen. Gäbe es nun eine Wahlpflicht, so würde denen der Zugang zur Regierung schonmal erschwehrt, auser es ist wirklich der Wille des Volkes das so eine Partei an die Macht kommt. Auserdem kann mir keiner Erzählen das er für sich keine Partei findet die seinen Interessen bzw. Zielen entspricht.
Ich kann mit FDP, SPD, CDU usw. auch nicht viel anfangen, aber ich würde mit meiner Stimme dann wenigstens die Piratenpartei unterstützen da die Ziele der Partei meinen Wünschen entsprechen.
 
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Also ich bin auch der Meinung, dass es ein Wahlpflicht für alle geben sollte.

Warum? Ganz einfach!

Ich finde es zum übergeben, wenn Parteien mittels eigenem Wählerpotential an die Macht kommen können, obwohl vielleicht nur 50% aller Deutschen gewählt haben. Dieses hat zur Folge, dass eigentlich dann die Partei mit 30% an Wählerstimmen in Wirklichkeit nur einen Zuspruch von 15% haben. Es ist meines Erachtens nach hiesigem "Wahlrecht" katastrophal, wenn theoretisch, je nach Wahlbeteiligung 5% an Wählerstimmen ausreichen, um eine Partei an die Macht zu bringen.

Und mal ehrlich ich habe auch nicht die Wahl im Auto ohne Gurt zu fahren oder mir auszusuchen, ob ich im Auto mit dem Handy ohne Fernsprecheinrichtung telefoniere. Genauso kann ich mir auch prinzipiell nicht aussuchen, ob ich nun ein Gesetz einhalte oder nicht. Wir müssen in Deutschland soviel Gesetzes-Schwachsinn ertragen aber ein Gesetz, was eine Partei die wirkliche Legitimation zum Regieren gibt, ist undiskutabel. Warum?

Ganz vergessen werden auch viele Ausländer, welche einerseits alle Gesetze und Steuern befolgen müssen aber anderseits keinerlei Mitbestimmungsrecht haben und das obwohl diese quasi nur Ausländer aufgrund ihres Passes sind. Oftmals können diese vermeintlichen Ausländer nicht einmal die "Muttersprache" laut Pass, sondern nur perfektes Deutsch und Schulenglisch.
 
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Hallo!

grundsätzlich stimme ich "Thanks" in dem meisten Punkten zu. ich bin aber trotzdem gegen eine Wahlpflicht. das hatten wir schon.

Ich bin für eine Mindestwahlbeteiligung (vielleicht 60- 75 %). wenn die nicht erreicht wird, muss die Wahl wiederholt werden und die Parteien müssen sich nochmal überzeugend anstrengen die Wähler zu erreichen und zu motivieren. Wenn das zweimal nicht gelingt, dann gilt die Dritte Wiederholung, egal mit welcher Wahlbeteiligung.

CU Asso
 
Asso schrieb:
Wenn das zweimal nicht gelingt, dann gilt die Dritte Wiederholung, egal mit welcher Wahlbeteiligung.
Dann wird in Zukunft eben immer dreimal gewält. Ändern wird sich dadurch nichts, nur eben die Kosten für die beiden zusätzlichen Wahlen.

Gruß Konradin
 
@Asso

Danke erst einmal für deine Zustimmung! Natürlich akzeptiere ich auch deine Meinung nur ist es nicht so, dass persönliche Meinungen gerade bei einer Wahl eine nebensächliche Rolle spielen sollte. Ich latsche bestimmt nicht gern zur Wahlurne aber ich bin froh, dass ich wenigstens 1x in 4 Jahren meine bescheidene Stimme abgeben darf. Wir meckern doch immer, dass wir sowieso nicht gefragt werden und da werden wir dann mal gefragt und dann geht kaum einer seine Stimme abgeben, sodass diese derzeitige Shit-Politik seinen Fortlauf nimmt. Glaub mir bei einer Wahlpflicht würde es den Deutschen insgesamt wesentlich besser als heute gehen, da die Macht der jetzigen Parteien mit großer Wahrscheinlichkeit auf andere aufgeteilt werden würden, da insbesondere die jetzigen Nichtwähler wohl kaum ihre Stimme SPD, CDU oder FDP geben würden.
 
Nabend zusammen.

Also ich persönlich gehe zwar immer zum Wählen, jedoch "Freiwillig"
Und denke man sollte es auch bei einer freiwilligen teilnahme belassen.

Was bringt es wenn Hinz & Kunz und vielleicht auch Elmar B. und seine Tante 3ten Grades zum Wählen gezwungen werden ? --> NICHTS

Wer macht schon gerne was unter Zwang ?
Das Ergebniss wäre das alle die nicht "Freiwillig" zur Wahl gehen müssten ihre Stifte über die Zettel fliegen lassen und dann wenn der Arm lahm wird mal nen kreuzchen machen. Wo oder für wen ist unmotivierten & uninformierten Wählern doch eh latte.


Asso schrieb:
Ich bin für eine Mindestwahlbeteiligung (vielleicht 60- 75 %). wenn die nicht erreicht wird, muss die Wahl wiederholt werden...

Jup, und die Mehrkosten für die Aufwände können wir am ende wieder berappen ;>

Asso schrieb:
...dann gilt die Dritte Wiederholung, egal mit welcher Wahlbeteiligung.

Das wäre dann wohl das wahrscheinligste und das Ende vom gLied.
7% Wahlbeteiligung im 3ten Anlauf weil keiner mehr böcke hat andauernd los zulatschen :>


Gruss
 
där.dohfe schrieb:
Und denke man sollte es auch bei einer freiwilligen teilnahme belassen.

Mir wäre freiwillig auch lieber nur wenn aufgrund der Freiwilligkeit kein repräsentierbares Wahlergebnis zustande kommt und auch aufgrund dessen Parteien regieren, welche nicht mehr das Volk vertreten, dann muss meines Erachtens zum Schutz der Nation der Zwang zur Wahl her. Es geht schließlich um die Zukunft von Menschen und nicht darum, ob ich nun einen Apfel oder eine Birne esse!

Und, wenn man sich die Entwicklung mal so anschaut, dann ist es doch so, dass mit sinkender Wahlbeteiligung auch immer der allgemeine Wohlstand, genau wie in etwa in einer Diktatur, absingt.
 
Mir wäre freiwillig auch lieber nur wenn aufgrund der Freiwilligkeit kein repräsentierbares Wahlergebnis zustande kommt und auch aufgrund dessen Parteien regieren, welche nicht mehr das Volk vertreten, dann muss meines Erachtens zum Schutz der Nation der Zwang zur Wahl her. Es geht schließlich um die Zukunft von Menschen und nicht darum, ......

Und, wenn man sich die Entwicklung mal so anschaut, dann ist es doch so, dass mit sinkender Wahlbeteiligung auch immer der allgemeine Wohlstand, genau wie in etwa in einer Diktatur, absingt.

Das muss man erst einmal verstehen.
Was hat die Wahlbeteiligung mit Wohlstand zu tun?

Eine hohe Wahlbeteiligung sichert den Parteien nur zusätzliche Zuschüsse. Darauf wollen sie nun nicht verzichten.
Im Prinzip ist es auch egal wie viele zur Wahl gehen - in der Politik ändert sich eh nichts. Es macht doch keinen Unterschied, ob die CDU nun mit 20 % Wahlbeteiligung oder mit 100 % Wahlbeteiligung regiert.

Die »BESTE LÖSUNG« : Die CDU erhält eine lebenslanges Mandat - das spart Wahlkampfgelder - man braucht keine Wahlversprechen mehr zu machen (man hält sich eh nicht daran) - andere Parteien werden verboten (DIE LINKE) - die stören nur.
 
die Forderung nach Wahlzwang wird immer nur von den (ehemals) großen Volksparteien erhoben, da mit sinkender
Wahlbeteiligung die (noch) kleineren Randparteien, aufgrund höherer Aktivierungsquoten, in ihren absoluten
Ergebnissen immer steigen werden.
Die sollen sich besser mal hinsetzen und alle Wahltermine (Bundes-, Länder- und Kommunalebene) auf einen
gemeinsamen Termin zusammenfassen, denn dadurch könnte die Produktivität der politischen Tätigkeiten gewaltig
steigen, wenn diese nicht ständig durch Wahlkampf in irgend einer Ecke des Staates unterbrochen wird.
 
Das muss man erst einmal verstehen.
Was hat die Wahlbeteiligung mit Wohlstand zu tun?

Ich kann dem Kommentar durchaus zustimmen...der allgemeine Wohlstand kann in diesem Kontext tatsächlich als eine durchaus wichtige Variable betrachtet werden. Der Wohlstand, den unser kapitalistisch ausgerichtetes Gesellschaftssystem in den vergangenen Jahrzehnten etabliert hat (wenn auch auf fiktiven Geldern basierend *gg*) führt unweigerlich zu einer gewissen Flegmatik, sowohl bezüglich politischen, als auch bezüglich philosophischen Themen (da wir keine wirklich fundamentalen existentiellen Probleme haben, ist auch jegliche Form einer religiösen Orientierung überflüssig^^). Wo in anderen Ländern mit Blut und Schweiß versucht wird, auch nur ansatzweise einen Einfluss auf das politische Geschehen zu erreichen, ist man hier mittlerweile einfach nur zu "faul", sich mit der Politik außeinander zu setzen. Es ist meines Erachtens nach mitnichten so, dass die Leute aus ideellen Gründen nicht zur Wahl gehen (das "Parteienprorgramm" würde nicht eingehalten werden usw.), sondern eher weil sie keine Ahnung haben, welchen Standpunkt die jeweiligen Parteien vertreten.
 
[...] Eine hohe Wahlbeteiligung sichert den Parteien nur zusätzliche Zuschüsse. Darauf wollen sie nun nicht verzichten. [...]
Für die Finanzierung ist die Wahlbeteiligung egal. Lediglich die Ergebnisse in Prozent sind ausschlaggebend.
Wollte ich nur mal eben so einwerfen :D

Phunny
 
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