silvest schrieb:
Alles nur ganz normale Menschen, die nur ihre eigenen Interessen sehen.
Und so wird es mit den Piraten auch passieren, wenn sich die Ideale abnutzen.
Das muss keineswegs sein. Ebenso ist es auch gut möglich, daß sie allmählich einfach von der Bildfläche verschwinden.
Parteien, welche sich ein Einzelproblem aus dem Kuchen herauspicken sind langfristig ohenhin auf der Verliererseite, denn die tatsächlichen Probleme hängen letztendlich alle von der sozialen Frage ab.
Was nützt uns eine gesunde Ernährung, wenn wir arbeitslos sind und uns diese erst garnicht leisten können? Was nützt und perfekter Datenschutz, wenn wir nicht wissen, wovon wir die Miete aufbringen sollen und was wir morgen essen werden. Was nützt Vollbeschäftigung, wenn unser Lebensraum dabei restlos vor die Hunde geht? Was nützt uns ein nationaler Alleingang, wenn wir dabei vorsichtig ausgedrückt den Bach runtergehen? Was nützen uns überhaupt Problemlösungen, wenn diese nicht nachhaltig sind?
Für mich ist die Frage übrigens nicht, ob es solch eine Partei gibt (denn Parteien lösen meist weniger Probleme, als sie selbst verursachen). Die Frage ist eher, wie ändere ich die sozialen Verhältnisse. (Die Frage ist übrigens nicht, wie ich davon profitiere, denn dieser Ansatz impliziert von vornherein das Scheitern des ganzen Ansatzes. Eine Situation verbessert man nicht dadurch, daß man irgendwelche Arschlöcher austauscht, sondern indem man die Spielregeln ändert).
Es geht nicht um Worte, sondern letzten Endes ausschliesslich um Taten. Aber der Weg dahin ist langwierig (und bedarf auch vieler Worte).
Parteien sind nicht diejenigen, die tatsächlich etwas ändern. Aber sie könntet das Sprachrohr derjenigen werden, die tatsächlich etwas ändern wollen. Sozusagen eine Investition in die Zukunft.