da interpretierst Du mich nicht richtig:
was ich sagen wollte ist, dass wenn sich zwei (oder auch mehr) zusammentun kann nicht immer jeder seine eigene Vorstellung durchdrücken sondern muss auch Kompromisse eingehen.
Das Eine hat mit dem Anderen aber nichts zu tun.
Wenn ich mich
privat mit jemandem zusammentue, dann kann ich mit ihm entweder einen Kompromiss eingehen oder mich gegebenenfalls auch von ihm trennen. Das ist einzig und allein meine Entscheidung und ich habe niemandem gegenüber eine Rechenschaftspflicht.
Wenn sich Parteien zusammentun, dann ist das eine ganz andere Geschichte, denn die Parteien bekommen ihre Legitimation ausschliesslich durch das Votum der Wähler. Eine Partei, die keiner wählt, die scheidet als Koalitionspartner schlicht und einfach aus.
Du vergleichst da nicht Äpfel mit Birnen, sondern eher ja mit nein. Völlig andere Sachverhalte, die nichts miteinander zu tun haben.
Eine Koalition sollte so ausgehandelt werden, daß keiner der Koalitionspartner seine Standpunkte verrät (oder anders ausgedrückt seine Wähler verarscht) und nicht, indem eine machtgeiler Parteivorstand einer anderen Partein in den Enddarm kriecht, um ein wenig der Macht mit abzubekommen.
Ich bin auch mit vielen Entscheidungen der aktuellen Regierung nicht einverstanden, aber was bleibt Dir dann?
Gehe ich nicht zur Wahl, wie hier von vielen vorgeschlagen und die letzten Wahlen ja auch zeigen, stärke ich automatisch die kleinen extremistischen Parteien.
Die Frage ist eigentlich recht anmassend. Seit wann muss man beim Wahlrecht Problemlösungen anbieten können, um sein Wahlrecht auszuüben oder auch ganz bewusst darauf zu verzichten?
Da kann man ja gleich zu den Popilisten gehen. Die haben immer irgendwelche schlichten vorgebliche Problemlösungen parat, denn mit Speck fängt man bekanntlich Mäuse. Ich habe bisher noch keine populistische Parttei erlebt, welche die Plausibilität ihrer Problemlösungen tatsächlin in der Praxis beweisen konnte, eher im Gegenteil.
Die Alternative zu 'wählen' ist 'nicht wählen' und nicht zwingend 'Problemlösungen anbieten zu können' und die Alternative zu 'jemanden wählen' ist 'ungültig wählen'. Für welche Alternative man sich entscheidet, das bestimmt man selbst. Darf man dies nicht (mehr), dann ist die Demokratie zuende.