Wassersparen lohnt nicht Umweltschutz 

  • Ersteller Ersteller lukas2004
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Und nun mal aus Unternehmersicht: mein Kunde kauft den qm Wasser für 10 € ab, ich habe aber Gesammtkosten von 6 € die mir entstehen bis das Wasser aus dem Hahn beim Kunden tropft. Nun verbraucht der allerdings nicht nur 100 qm wasser sondern 200. dass meine Kosten dadurch vielleicht geringer sind und ich nur noch ca 4,5 € Kosten/qm habe mag ja sein (und bei dieser Milchmädchenrechnung sind noch einige Kostenfaktoren aussen vor geblieben), aber mal ehrlich, welcher Unternehmer gibt diesen Vorteil an seine Kunden weiter?!?

Auch wenn es im Prinzip dasselbe ist, sieht es vielleicht etwas anders aus, wenn wir sie Sache umdrehen.

Und nun mal aus Unternehmersicht: mein Kunde kauft den qm Wasser für 10 € ab, ich habe aber Gesammtkosten von 6 € die mir entstehen bis das Wasser aus dem Hahn beim Kunden tropft. Nun verbraucht der allerdings nicht 100 qm wasser sondern 50. dass meine Kosten dadurch vielleicht höher sind und ich jetzt ca 7,5 € Kosten/qm habe mag ja sein (und bei dieser Milchmädchenrechnung sind noch einige Kostenfaktoren aussen vor geblieben), aber mal ehrlich, welcher Unternehmer gibt diesen Nachteil an seine Kunden weiter?!?

Antwort: Jeder der es kann!

Wenn wir sowieso davon ausgehen, dass die Wasserversorger immer so viel verlangen, dass es ihren Gewinn maximiert, dann sind alle Überlegungen natürlich hinfällig.
 
Ich glaube irgendwie drehen wir uns im Kreis :D

Ich sag einfach mal jeder sollte genauso viel oder wenig Wasser verbrauchen wie die ganze Zeit über dann bleibt alle swie es ist und jeder ist glücklich
denke ich wenigstens
 
Irgendwie kommen immer wieder die gleichen argumente... .

Wir sollten vielleicht anfangen mal etwas weiter zu denken, vielleicht nicht nur Deutchland sondern z.B. Europa weit. Was "machen" andere Länder damit sie zuviel/zuwenig wasser haben? Wie regeln sie das?
 
vielleicht nicht nur Deutchland sondern z.B. Europa weit.
Dann besser weltweit. :D
Was "machen" andere Länder damit sie zuviel/zuwenig wasser haben?
Entweder vom Talsperren, Stauseen etc das Wasser ableiten und dann umleiten siehe Las Vegas oder wie sehr wasserarme Länder(Südafrika) das Wasser z.B. in Lesotho einkaufen, und von da aus dann per Rohrleitung transportieren um ihren ihr überleben zu sichern.
 
Andere Länder denke da gerade an die Amis machen sich da gar keinen Kopf "die Leben ja jetzt"

Da denke ich in Europa wird sich da schon mehr gedanken darüber gemacht weil man auch weiß das Wasser in anderen Ländern sehr kostbar ist.

Länder in denen es kostbar ist haben da verschiedens Tricks um an Wasser zu kommen - und natürlich brauchen sie lange nicht soviel
 
nickel schrieb:
...
Da denke ich in Europa wird sich da schon mehr gedanken darüber gemacht weil man auch weiß das Wasser in anderen Ländern sehr kostbar ist.
...

Jo, genau das ist dann wohl der Grund warum verwöhnte D-Touris bevorzugt in Länder zum Urlaub machen fahren in denen der Pro-Kopf-Verbrauch der Bevölkerung bei knapp 10% des unseren liegt und verschwenden dort das knappe Wasser mit 3 mal am Tag duschen usw. ... aber die zahlen natürlich dafür ... :) :D ;)

Kapiert es doch endlich, keiner will seine Gewohnheiten ändern (egal wie blödsinnig die sind) ausser du packst Ihn/Sie an den Eiern (bzw. Geldbeutel) denn erst wenn es wirklich weh tut, dann ändert sich was ... :) :D ;)
 
@littleprof
entschuldigung über die wortwahl
ich lese deine beiträge ganz gerne, nur in diesem gebiet bin ich wohl etwas eigen
nicht für ungut

@Carlos-X
glaube an was du willst, dein freies recht
ob es sinn macht oder nicht,
von mir aus auch an den osterhasen
-_-~
aber wer macht die preise, der verbraucher oder der anbieter? woraus resultiert der wasserpreis denn? auf welchen grundlagen? weil ein verbraucher sagt, er will aber nur ein euro pro kubikmeter zahlen? vllt. solltest du ab und zu mal über deinen tellerrand blicken
hilft vllt in der zukunft,
wenn nicht, trotzdem viel glück

im gegensansatz zum stom ist wasser ein grundrecht in deutschland, aber was machst du wenn eine "panne" über 2 tage andauert? (beispiel neuanschluss einer kläranlage). dann fangen immer alle an zu schreien, genauso wenn bei ihnen das abwasser aus den leitungen zurückstaut und in die wohnung läuft.
alles verständlich, aber nicht selbstverständlich wie alle annehmen

@lukas2004
kannst du mir mal eine genaue quelle nennen? würde mich mal sehr interessieren
gerade bei den nur 3% genutzten wasserreserven, welche grundlagen für die berechnung liegen dort vor?
natürlich versucht man das trinkwasser so natürlich wie möglich zuliefern (münchen ist sehr gutes beispiel dafür, sehr viel glück die leute dort unten)
dennoch bleibt es fakt das viele städte und kommunen hygienisierungsmittel einsetzen müssen und dementsprechende probleme haben (vor allem mit der 2-tage zusicherung, die einzuhalten ist)
auch kann nicht beliebig viel wasser auch dem grund entnommen werden, das sonst ein abfall des grundwasserspiegels der fall ist oder in küstennähe salzwasser infiltriert.
zudem ist das wasser ca. 100-200 jahre alt, also vor der industrialisierung und dem beginn der großen verschmutzung

@OlliB
rohrschäden sind schwer zu entdecken, da alles unter der erde liegt, meist werden diese durch kamerafahrten entdeckt (abwasser, trinkwasser durchmesser ist zu klein, dort wirst es eher durch druckabfall und örtlicher feststellung durch schieberregelung festgestellt)

die probleme durch weniger (ab)wasser und die dadurch entstehenden ablagerungen sind nicht die gerüche, sondern die gase (die höhst aggresive gegen stoffe sein können und zudem explosive), zudem behindern zu den fluss und verursachen zusätzliche probleme
all diese probleme treten aber eher im bereich des hausanschlusses auf. bei weiterm verlauf der kanalisation ist dies kaum von bedeutung durch die zunehmenden wassermengen. und da die hausanschlüsse schon den mindestdurchmesser haben wird sich rein praktisch und technisch dort nichts ändern, wasserverbrauch hin oder her.

der meiste anteil erfolgt sowieso aus dem regenwasser, daher das mittlerweile gebräuchliche 2-kanal system mit abwasser und regenwasser (was auch noch nicht überall betrieben wird). was wir (wie schon erwähnt) in zukunft wohl noch weiter aufspalten werden.

@Palad
in trockenzeiten haben wir weniger problem in der trinkwasserversorgung, als in der aufrechterhaltung der abwasserentsorgung, der landwirtschaft und der wasserverkehrswege
:D

all diese fakten kann man immer ignorieren, aber im zunehmenden maße und vor allem lokal sind sie relavant, die randbedingungen sind immer das interessanteste

entsorgung und versorgung sind aber prinzipel eigentlich verschiedene dinge die ich hier schon aus beruflichen gründen vermenge

tja, ansonsten werde ich wohl versuchen diesen thread zu vermeiden,
bekomme jedesmal kopfschmerzen
:p

gruss
dokuja
 
dokuja schrieb:
@Carlos-X
glaube an was du willst, dein freies recht
ob es sinn macht oder nicht,
von mir aus auch an den osterhasen
-_-~
aber wer macht die preise, der verbraucher oder der anbieter? woraus resultiert der wasserpreis denn? auf welchen grundlagen? weil ein verbraucher sagt, er will aber nur ein euro pro kubikmeter zahlen? vllt. solltest du ab und zu mal über deinen tellerrand blicken
hilft vllt in der zukunft,
wenn nicht, trotzdem viel glück

im gegensansatz zum stom ist wasser ein grundrecht in deutschland, aber was machst du wenn eine "panne" über 2 tage andauert? (beispiel neuanschluss einer kläranlage). dann fangen immer alle an zu schreien, genauso wenn bei ihnen das abwasser aus den leitungen zurückstaut und in die wohnung läuft.
alles verständlich, aber nicht selbstverständlich wie alle annehmen

Die Preise macht natürlich der Anbieter. Wenn wir davon ausgehen, dass er ihn sowieso so hoch wie möglich festsetzt, dann ist die Diskussion müßig. Wenn wir annehmen, dass die Grundlage in irgendeiner Weise die entstehenden Kosten sind, dann kommen wir wieder bei dem Punkt an, den ich bald ein dutzend Mal erwähnt habe.

Mit dem letzten Absatz hast du zwar Recht, ich weiß nur echt nicht, was das jetzt mit dem Thema zu tun hat.
 
Ich denke Wasser sparen oder allgemein Umwelt bewusst zuleben hilft nicht nur uns selber, sondern allen Menschen. Und dann sollten wir an die Menschen denken, denen es nicht so gut geht. Und wenn wir ein Teil dazu beitragen können, das es solchen Menschen besser geht dann lohnt sich Wasser sparen.
 
Ob sich es nun "lohnt" oder nicht
ob es den "wasserarmen" ländern etwas bringt oder nicht

das ganze muß jeder einzelne für sich selbst ausmachen
Was ich weiß --> wenn ich weniger verbrauche freut sich mein Geldbeutel ....
 
Ich denke beim Wasser bringt es den Menschen in ärmeren Ländern nur etwas, wenn man das eingesparte Geld Spenden würde. Ich kann mir nicht Vorstellen, dass in der Sahara mehr Regen fällt, wenn ich meine Toilettenspülung mit Regenwasser betreibe. Der Wasserverbrauch hat nun mal keine globalen Auswirkungen wie die CO-Erzeugung.
 
Also bei allen hier aufgeführten Argumenten bzgl. ökonomischer Berechnungen bei der Bereitstellung von Trinkwasser sollten die zukünftigen Entwicklungen:
- zunehmende Verunreinigung von Grundwasser
- sowie sich vermehrt verändernde Grundlagen der Wasserspeicherung
nicht ausser Acht gelassen werden ;)

Schon jetzt ist auf Grund sich aktuell verändernder klimatischer Bedingungen völlig klar,
daß in manchen Gebieten des Bundes - im Gegensatz zu früher ;) -
Befürchtungen zu einem zeitweisen Mangel an Wasser verstärkt laut werden.
Bei Hochrechnungen sind diese Gebiete auch klar zu benennen.
Gebirgslagen, wo Wasserspeicherung durch Gletscher nur noch verringert auftritt,
sowie in Gebieten, die schon immer als eher Niederschlagsarm galten.
Der jetzige extrem niederschlagsarme April, verbunden mit einem eh schon niederschlagsarmen Winter, könnte schon in diesem Sommer - vorausgesetzt dieser Sommer würde ähnliche Ergebnisse wie die letzten Sommer ergeben,
zu gebietsweiter Wasserknappheit führen.
Dies gilt ja nicht nur für die reine Trinkwasserversorgung...
sondern eben auch für die Landwirtschaft ;)
Andererseits ist dann auch bei verstärkten Starkregenfällen wieder mit vermehrten Überschwemmungen zu rechnen, welche wiederum aber kaum Wasserreserven für zukünftige Trockenperioden schaffen.

Spätestens dann....:D
werden sich Besitzer von (Regenwasser- oder Gebrauchtwasser) Zisternen selbst auf die Schulter klopfen...
und Wassersparen wird dann vmtl. per behördlichem Aufruf angeraten ;)

PS @ Carlos-X - Wasser CO2 ;)
Wasseraufbereitung & - reinigung, Pumpen etc. laufen nicht aus Liebe zu den Menschen oder aus reiner Gefälligkeit per Perpetum mobile :D....also diesbzgl....
doch noch mal lieber genauer nachrechnen, wie hoch der Energieverbrauch der Wasserwirtschaft daraufbezogen nun real ist ;)

EDIT 2: Carlos-X ;-)
Keine Vermutungen bitte :grins:
aber allein die Tatsache an sich, daß Wasserbereitstellung und -aufbereitung auch Energie kostet, führt Deine Behauptung:
>
ad absurdum...dazu brauche ich doch gar keine Statistiken oder
Extrembeispiele wie die Meerwasserentsalzung !
Wenn Du beim Wasserverbrauch nicht sparen willst....okay, Dein Standpunkt,
aber versuch mir nicht weiss zu machen, daß dieses keine negativen Auswirkungen hat ;-)
 
Hast du Zahlen zum Energieverbrauch der Wasserwirtschaft? Meine Vermutung wäre, dass der höchste CO-Ausstoß durch das Erwärmen des Wassers im Haushalt bedingt ist. In dem Fall müsste man kein Wasser sparen, sondern nur kalt Duschen, bei 30° Waschen und mit Deckel Kochen...

edit: Ich will doch sparen, allein schon aus Eigennutz! Es kam nur so rüber, als ob einige "die Welt retten" wollen, indem wir unseren Wasserverbrauch um 80% senken. Wenn wir die CO²-Front betrachten, dann ist natürlich kein Verbrauch irgendeines Gutes CO²-Neutral. Auch bei der Herstellung und beim Transport von Kaugummis wird CO² ausgestoßen. Also rettet die Welt, kaut auf euren Fingernägeln! und trinkt Krombacher für den Regenwald… ;)
 
Ich denke beim Wasser bringt es den Menschen in ärmeren Ländern nur etwas, wenn man das eingesparte Geld Spenden würde

Das sehe ich ganz genauso - aber wenn wir ehrlich sind wer macht das schon ???

Ich wered jetzt mal was für die Spülung der rohre tun ...... ich gehe Baden :löl:

greez
nickel
 
Es ist schön, dass in diesem thread einige Leutz merken, dass eine rein wirtschaftliche REchnungsweise irgendwie nicht der WEisheit letzter Schluss ist.

Rein betriebswirtschaftlich gesehen stimmt ja, was da angedroht wird. Aber Wirtschaftlichkeit ist eben nicht alles, es gibt höhere WErte.

Das habe ich in anderen threads schon mehrfach versucht, klar zu machen. Aber hier wird die Perversion der Betriebswirtschaft offensichtlich.
 
Dass es höhere Werte gibt steht außer Frage. Nur wenn mein Wasserversorger die Preise erhöht, dann steh ich total auf eine betriebswirtschaftliche Erklärung...
 
Mann sollte nicht verschwenderisch mit dem Wasser umgehen nur weil es eim zur verfügung steht, man sollte doch auch an die 3. Welt denken!
 
stimmt, man sollte nicht verschwenderisch damit umgehen.

aber: das wasser, das wir nicht konsumieren bekommt die dritte welt leider nicht, im gegenteil, es verrottet in unseren leitungen.
macht von daher wirtschaftlich und moralisch kaum sinn, so zu denken - höchstens aus mitleid und anteilnahme. letzteres kann man aber viel besser durch spenden zeigen, durchs wassersparen hilft man leider überhaupt nicht.

das erinnert mich irgendwie auch grad an meine mutter, die hat immer gesagt "jetzt iss endlich deinen spinat auf, denk lieber an die kinder in afrika, die haben gar nichts zu essen..."
 
Diese Argumentation kenn ich auch noch, vor allem von meiner Oma. Als ich dann irgendwann in das Alter kam, in dem ich mit Diskussionen über EU Butterberge und Milchseen anfing, hörte sie aber schnell damit auf ;)

Die Welt ist schon merkwürdig und ungerecht...
 
es bringt der welt herzlich wenig wenn wir weniger wasser verbrauchen, unser grundwasser fließt wenn wir es nicht verbrauchen ja schließlich auch irgendwann ins meer und dann ist es sowieso erstmal ungenießbar. sicher was wir nicht machen sollen ist unser wasser mit chemikalien verseuchen da das uns unmittelbar schädigt, aber ob ich beim zähneputzen den wasserhahn ausmache bringt überhaupt nichts. was zimlich verschwenderisch ist, ist tomaten und wassermelonen aus israel zu kaufen was meint ihr wohl? wie die es schaffen wassermelonen in so einem trockenem klima zu züchten? richtig mit kubikmeter weise wasser! und im länder neben an verdursten die leute!
 
hey navysoldier sehr gutes argument nicht nur aus sicht des wasserverbrauchs.
Neben den riesigen Mengen wasser sollte man auch nicht die teilweise aberwitzigen transporte außer aucht lassen.

Z.B. kommen sehr vielen Schnittblumen inzwischen aus Kenia. Neben der in Afrika herrschenden Wasserknappheit, der verseuchung des angrenzenden Grundwassers mit den dort verwendeten Pestiziden, werden die Blumen täglich per Flugzeug nach Europa losgeschickt.
 
WOW jezt haut michs aber gleich um
vielen Dank an euch beide - des hab ich wirklich nicht gewußt

greez
 
Ist da etwa ein wenig Sarkasmus im letzten Beitrag? :löl: Nur weil ein paar Neulinge auch mal Ihre Meinung abgeben?

Witzig finde ich jedenfalls, dass manch einer nur aufgrund des Anfangspostings antwortet, ohne die wirklich guten und offensichtlich objektiveren Informationen und Kommentare zu lesen, von Leuten die Ahnung auf diesem Gebiet haben.

Ich habe mich jedenfalls ein wenig amüsiert und etwas gelernt. Danke für alle Beiträge. ;)
 
Da es ja sowieso alle schon vermutet haben kann ich mich jetzt mal für die letzte Woche outen: Ich habe in dieser Woche den Garten meiner Eltern gegossen und dabei jeden zweiten Tag geschätzte 200 Liter Trinkwasser rausgehauen. So was müsste man in Regionen mit Wasserknappheit mal als erstes Verbieten, falls die Situation irgendwann kritisch werden sollte.
 
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