McKilroy schrieb:
Klar, der macht ja massenweise Liegestütze und Kniebeugen.
Sicher, mein Oberschlaumeier, es soll ja Menschen geben, die recht schwergewichtig (und auch schwerfällig) sind, und es dennoch fertigbringen, langsam (!) zahlreiche Kniebeugen hintereinander zu machen. Liegestütze sind ja laut Formel nicht erforderlich, langsame Kniebeugen reichen völlig, um diesem 'Supersportler' einen enorm hohen Kampfkraftwerk zu bescheinigen.
Offenbar wird hier Kampfkraft mit etwas völlig anderem verwechselt.
Denn praktisch gesehen hat dieser 'Supersportler' eine Kampfkraft, die eher gegen Null geht (ich rede jetzt
nicht von gut durchtrainierten Sumoringern, deren Training wahrscheinlich nicht aus ununterbrochenen Liegestützen oder Kniebeugen bestehen dürfte).
Rein physikalisch ist diese Formel schon unsinnig, weil sie zwar einseitig die Masse in Form des Gewichts des 'Kämpfers' berücksichtigt, andererseits die aus der Beschleunigung einer Bewegung resultierende Masse schlichtweg unterschlägt. Schon in den Grundzügen fernöstlicher Kampfsportkunst lernt man, daß nicht die Körperkraft (oder gar das Körpergewicht) eines Kämpfers ausschlaggebend ist, sondern die Beschleunigung (sowie die Technik, mit welcher er sie umsetzt).
Auch wenn es für dich etwas verwunderlich sein dürfte, mein lieber
McKilroy, wer hier jemand gewagte Thesen vertritt, dann muß er eben mit dementsprechenden Reaktionen rechnen. Ich halte die Formel für einen faden Witz ohne besonderen praktischen Nährwert. Mit der gleichen Seriosität lässt sich wohl auch behaupten, daß derjenige der beste Bergsteiger ist, der am meisten Sit-Ups machen kann und daraus eine wie auch immer geartete Universalformel ableiten. Sorry, aber jeder Zeitschriftenpsychotest ist in dieser Hinsicht genauer.
McKilroy schrieb:
Tja, im I-net kann jeder eine dicke Lippe riskieren. Man muss es ja nie beweisen.
Genau das ist der springende Punkt. Man kann es freilich auch auf die These des Threadstarers anwenden.