Der flockenstilige Hexenröhrling gehört zu meinen absoluten Speisepilz-Favoriten. Er ist roh leicht giftig, aber gekocht, oder gebraten, ein sensationeller Leckerbissen. Nicht mehr weit vom Steinpilz entfernt. In Bayern wird er sehr geschätzt und dort heisst er auch Schusterpilz. Er hat einen ledrigen braunen Hut, braunrote kräftig gefärbte Röhren (die Schwamm-Unterseite) und der Stil hat feine flockige Schuppen. Wenn man ihn aufschneidet verwandelt sich die kupfergelbe Farbe innert Sekunden in eine tiefes Blau. Daher auch der Name "Hexenröhrling". Für unsere Vorfahren war das Hexerei. Beim Kochen oder Trocknen des Pilzes verwandelt sich die Farbe in ein schönes Braun. Das Myzel hat viele Baumpartner und deshalb ist er in vielen Wäldern anzutreffen.