Boykottiert aktiv das gefakte Video "The Innocence of Muslims" Thema 

  • Ersteller Ersteller muesli
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Aber das bestimmst Du natürlich selbst, wen Du verteidigst... ;) kann man ja auch deutlich erkennen...
Ich "verteidige" hier keine Leute, sondern Meinungen.

Was du da rein interpretierst ist dein Problem. Ich würde mich ja auch deinen Meinungen anschliessen, wenn sie nicht durchweg völlig gegen meine eigenen stehen würden. (Das ist eine völlig unpersönliche bedauerliche Feststellung, mehr nicht!)

Ich hab dich lediglich gebeten, mir deinen Beitrag zu erläutern und nicht den von muesli. Dass du mir die Antwort schuldig bleibst, war mir klar :D.
Carmen schrieb:
Da diese "Religionen" keinen "Papst" haben, wird niemand für alle sprechen können. Deswegen wären solche Aussagen nur Worte.
Das ist für mich keine Antwort. Wer wäre denn für dich prädistiniert, um öffentliche Distanzierung kundzutun?

Und ich hab in die Runde gefragt (Die Abgrenzung zur Frage an Carmen ist deutlich sichtbar durch -----):

Wie vereinbart sich denn nun der Ruf nach Meinungsfreiheit einerseits (Video tolerieren) mit der Forderung nach offizieller Distanzierung von den Folgeerscheinungen (die auch "nur" Ausdruck anderer Meinung sind) dieser Toleranz?

Spätestens, wenn die Staatsgewalten dort "hart durchgreifen" und "Demonstrantenblut" fliesst, wird doch dann sicher wieder der Ruf laut, man könne nicht tatenlos zusehen. :rolleyes:

---------------------

PS: Für mich endet Meinungsfreiheit übrigens ebenso dort, wo gezielt provoziert wird, u.U. mit dem Ziel, gewalttätige Vergeltung anzustacheln.

PPS: @ Carmen: muesli seine Beiträge musst du mir nicht erklären, da frag ich muesli, wenn mir da etwas nicht klar ist.

PPPS:
Carmen schrieb:
Finde dich doch damit ab das es andere Meinungen gibt und wachse an ihnen und lerne von ihnen, so wirst du persönliche Reifung erfahren.
Hast du doch ganz trefflich geschrieben. Warum machst du es dann nicht, sondern hackst und hakelst stets und ständig auf anderen Meinungen herum?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sorry, ich denke hier sollte und darf auch nichts zensiert werden. Wir dürfen nicht immer den "Schwanz" einziehen, nur weil sich vielleicht jemand auf den Schlips getreten fühlt. Wo soll das denn noch hinführen? ...

Dann wird demnächst auch der Film "Der Diktator" zensiert, weil sich in Deutschland und auch in ein paar anderen Ländern ein paar Braune auf den Schlips getreten fühlen, weil "ihr Führer" lächerlich gemacht wird.

Es regt sich ja auch niemand über Filme wie z.B. das "Leben des Brian" auf. Es kommt doch hier bei uns, auch niemand auf die Idee, Muslime aus ihren Wohnungen auf die Straße zu zehren um sie zu lynchen, nur weil irgendwo im arabischen Raum jemand eine deutsche Fahne verbrannt hat.
Nein wir sollten uns nicht erpressen lassen!

Sehe ich auch so.





Oder wir dürfen keine Schweineschnitzel mehr essen, weil irgend ein Moslem sich gestört fühlen könnte? Ehrlich wo soll das hinführen, wo soll das aufhören?

Sehr gut erkannt.

Wehret den Anfängen!



NeHe schrieb:
PPS: @ Carmen: muesli seine Beiträge ...

Autsch. Rettet dem Genetiv.
 
Schade wenn man die Antwort nicht als Antwort erkennen vermag.

Ich versuche eine Erklärung, ohne andere Beiträge herzunehmen... diese Form einer Diskussion ist mir bisher fremd, aber ich versuche es mal:

...Da diese "Religionen" keinen "Papst" haben, wird niemand für alle sprechen können. Deswegen wären solche Aussagen nur Worte...

Sollte also "jemand" dennoch das innere Verlangen haben sich mit "dem Obersten des Islam" zu unterhalten.. dann wird er suchen müssen

weil im Islam kein Mittler zwischen dem Menschen und Gott stehen kann und darf
Islam

Jedoch ist es eine Eigenart dieser Religion das man Beigebracht bekommt was "Sache" ist

...Neben der Eigenverantwortung steht die Verantwortung für andere: Jeder Muslim ist verpflichtet, zu „gebieten, was recht ist“ und zu „verbieten, was verwerflich ist: Al-amr bi'l ma'ruf wa n-nahy 'an al-munkar ‏الأمر بالمعروف والنهي عن المنكر‎) (mehrfach im Koran, z. B. in Sure 7, Vers 157)...
Islam

Hinzu kommt das es so ist das bestimmte "Werte" nicht in Vergessenheit geraten werden

Die erste dieser Pflichten ist das islamische Glaubensbekenntnis, oder Schahada, das wie folgt lautet:
Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.
Diese Formel wird 5 mal am Tag von oben herab gerufen um zum Gebet zu rufen.
In diesen Gebeten kommt wiederum folgende Formel, verpflichtend vor:

Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.
So, wenn du also so eine Gehirnwäsche, Zeit deines Lebens, erhältst und du dann noch weißt das du folgenden Auftrag hast:
zu „gebieten, was recht ist“ und zu „verbieten, was verwerflich ist
und du dann noch erkennst das:
im Islam kein Mittler zwischen dem Menschen und Gott stehen kann und darf
dann ist ja schon alles in Butter!

Und dem beugen wir uns dann, oder?
Oder suchen einen Papstersatz der dann seine Schäfchen unter Kontrolle hält... weil er das so mit uns ausgemacht hat...:depp:

Deswegen bin ich der Meinung das diese Tötungen Bestandteil dieser "Religion" sind und sich deswegen niemand von denen (denen man nicht zwischen Gott und ihm im Weg rumstehen darf) entrüstet fühlt oder gar Mohammed beleidigt sieht.
 
@ Carmen
Immerhin hast du weiter oben mal gesagt, alle Religionen seien schlecht für den Menschen (sinngemäß).

Wahrscheinlich kennst du auch den Satz:
Der Herr ist dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben ihm haben

... klingt doch, wie aus der Schahada, oder?

Hätte ich im Konfirmantenunterricht besser aufgepasst, könnt ich wahrscheinlich noch mehr vergleichbare Sprüche aus dem christlichen Glauben anführen.

Nicht die Religionen sind schlecht, sondern was manche Menschen daraus machen!
Auge um Auge, Zahn um Zahn fällt mir da gerade noch ein.
Du kommst ja auch nicht auf die Idee, alle gläubigen Christen als Mörder zu verdammen, wenn einer von ihnen das als Triebfeder für irgendwelche Rachegelüste missbraucht.
 
Komisch nur, daß ausgerechnet dem Islam das vorgeworfen wird, was schon den Kern des Christentums (und nebenbei bemerkt auch des Judentums) ausmacht (siehe z.B. die Zehn Gebote). Typisch einseitige Betrachtungsweise.

Alle sind gleich, aber einige sind gleicher.
 
Es macht mich ein bisschen misstrauisch, dass du meinem letzten Beitrag ein like verpasst hast, Carmen ;)

Ich will den Gedanken noch etwas weiter ausführen:
Nicht die Religionen sind schlecht, sondern was manche Menschen daraus machen!

Entscheidende Faktoren bei den gewalttätigen Reaktionen auf das Mohammed-Video sind bittere Armut und mangelnde Bildung.

Armut, Chancenlosigkeit frustriert, verbittert und macht zornig gegen alle, denen es besser geht. Mangelnde Bildung verhindert Weitblick, Umsicht und eine treffende Analyse der Verhältnisse - ein idealer Nährboden für Agitatoren.

Die einseitige und extremistische Auslegung von Religionselementen ist dabei nur das i-Tüpfelchen.
 
euch 2 dummschulskinder schmeiss ich jetzt raus
irgendwann ist ja mal jedes fass übervoll und bei euch beiden ist das schon längst der fall

und ein paar andere stehen schon am rand

mfg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
littleprof schrieb:
Entscheidende Faktoren bei den gewalttätigen Reaktionen auf das Mohammed-Video sind bittere Armut und mangelnde Bildung.

Armut, Chancenlosigkeit frustriert, verbittert und macht zornig gegen alle, denen es besser geht. Mangelnde Bildung verhindert Weitblick, Umsicht und eine treffende Analyse der Verhältnisse - ein idealer Nährboden für Agitatoren.
Ich glaube ganz so einfach kann man das aber nicht sagen. Es gibt auch hier in Deutschland bekannte Hassprediger und die haben immer mehr Zulauf, grade von jungen Muslimen. Bei denen sollte aber eigentlich mangelnde Bildung, Armut usw. nicht die Rolle spielen wie z.B. in einem Flüchtlingslager im Nahen Osten.
Auch radikale Christen sind ja nicht unbedingt arme und ungebildete Leute.
 
Offener Brief an das F-SB - Samstag, den,15.9.12 Mittagszeit

Henry277 #17 schrieb:
Es regt sich ja auch niemand über Filme wie z.B. das "Leben des Brian" auf.
Hm, hast du (wirklich) konkreteres Wissen dazu parat?
Es wurden u.a. "damals" Kinos (von "christlichen Fundamentalisten) angezündet, es gab Drohungen gegen Monty Python etc.pp..
Nichts desto trotz taucht in diesem Filmbeispiel noch nicht einmal die Figur von Jesus klar erkenntlich (lediglich assoziativ) auf,
noch wird "ihm" darin verächtlich Machendes unterstellt.
Es ist (für mich) eher eine Persiflage (inhärent provokativ), zudem mit fiktiven Personen,
die Jedem allerdings Interpretationen über auch diese (andere) "Geschichte" offen lässt.
Sollte damit also auch zum Nachdenken anregen.
Völlig im Gegensatz zum hier anliegenden Fall.
edit: Sa. abends
Selbes gilt für den Chaplin-Film "Der große Diktator",
den hier jemand entweder überhaupt nicht verstanden hat
oder in einem gewissen "Sinn" instrumentalisieren will.

@ all
Henry 277 #17 schrieb:
Das kann schon sein, das man sich dann nicht annähert. Aber ich frage dich, warum soll die Annäherung nur dann möglich sein, wenn eine Seite auf alles und jedes verzichtet. Möchtest du einen Freund haben, der dich beschimpft, der dich schlägt, der dein Eigentum zerstört, der deine Ansichten mit Füßen tritt und von dir verlangt, das du ihm die Füße küsst?
Auf welche Seite - "Westen" bzw. "Osten/islam" - beziehst du dich mit diesen "Aussagen"?
Wer verzichtet "auf alles und jedes"? Kriegsopfer/-beteiligte oder Andere?
Man sollte meinen, dass selbst 67 Jahre "danach" noch im Bewusstsein verankert sein sollte,
wie schnell und "konsequent" nicht nur die deutsche Bevölkerung auf Manipulationen in Meinungsbildung und Fremdenhass bzw. Angst beeinflusst und gesteuert wurde;
bis hin zu (verdrängten) Pogromen
So schlimm dies auch damals war, es ist leider nach wie vor (leider) auch übertragbar auf andere Nationen, Ethnien wie auch Religionen.
Und auch, um es hier ganz deutlich zu sagen, auch in deinen Aussagen wiederzufinden. :(
edit: abends Und in nachfolgenden Kommentaren

Und dennoch gibt es "freundliche Menschen",
die dies trotz alledem auf beiden Seiten kritisch reflektiert beob'achten',
und (immer noch) um Ausgleich, Verständnis und Kommunikation bemüht sind.
Und es gibt Andere, die dies (z.Zt. ziemlich erfolgreich) verhindern (wollen).
Es liegt an Jedem selbst, auf welche Seite "man" sich dabei stellt.
Bei Nichtverhalten bzw. strikter Ablehnung der Unterstützung von "Fremden...Freunden"
erübrigt sich allerdings wohl meist noch die Wahl dieser Position.

Ich vergebe mir gar nichts, wenn ich mir zuerst einmal konträre Positionen ansehe/anhöre,
versuche zu Verstehen und auch Verständnis (bei Anderen) zu entwickeln, um dann/damit eventuell eigene Positionen verständlich zu machen.
Auch wenn sich "der/die Andere" (erst einmal) verschließt, gilt es
- selbst dann - immer noch Gründe/Ursachen zu suchen, die Einigungen (auf Augenhöhe) verhindern könnten ...

Daneben meine ich aber durchaus nicht,
dass ich (oder Andere) irgend etwas "einziehen" sollten, noch hinter eigene kulturelle Gepflogenheiten "zurückfallen" sollten.
"Man" sollte so etwas eher als Chance verstehen,
eigene "Verhaltensweisen" aus dem Blickwinkel Anderer zu überprüfen und bestenfalls (auf gleicher Augenhöhe) zu erklären!
Genauso, wie natürlich auch umgekehrt auf der "Gegenseite"!

Wenn allerdings der Respekt gegenüber Anderen (faktisch permanent) verletzt wird
- den wir doch genauso auch von Anderen erwarten? -
reißt man nur (weitere) Gräben auf, anstatt welche einzuebnen.

Und dabei kann und darf der Maßstab (im Vergleich)
eben nicht der Extremist/die extremistische Position oder Handlung sein,
sondern (für mich) eher der Kategorische Imperativ im Sinne Kant's (Kritik der praktischen Vernunft) bzw. die Modifikation von Habermas.
Umgangssprachlich:
Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem Anderen zu!
Zusätzliche Erklärungen sind dabei nur ein Weg unter vielen.

Siehe dazu auch (mal) zur Bedeutung:
Meinungsfreiheit
1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten

Denn "Freiheit" bedeutet nun einmal nicht,
alles tun oder" lassen zu können, was "man" (selbst) möchte,
sondern eben nur innerhalb der (sowohl selbst- wie fremdbestimmten wie "evtl. demokratisch legitimierten") Grenzen,
die Alle "leben lassen".
Dies wird auch nicht dadurch außer Kraft gesetzt,
weil/dass "Einige" diesen Regel nicht folgen wollen oder sie so gar nicht "kennen".
"Man" sollte halt besser erklären, anstatt sich dem zu verweigern bzw. wohl möglich noch "zurück zu schießen" ;)

Hier, in diesem hier diskutierten Fall
provoziert ein vorgeblich "christlicher" (Kopte) Provokateur (& eine kleine evangelikale Sekte)
die Anhänger einer anderen globalen Religion.
Vorausgesetzt, man versteht, was (fanatische) Gläubigkeit bei Anhänger von Religionen auslöst
- die Geschichte (auch unsere) ist voll davon -
bekommt eine Ahnung (und hoffentlich auch weitere Erkenntnisse) davon,
wie unproduktiv und ineffektiv solch ein Handeln zum gegenseitigen Verstehen, Akzeptieren und Respektieren ist.

Von daher sollte jeder "Andersgläubige" mit dem Respekt behandelt werden, der für ihn maßgeblich ist.

Nebenbei ist dies sowohl im Christentum, im Islam und anderen Religionen
wie aber auch unter Atheisten weitgehend Bestandteil und Fundament "ihrer" Religionen bzw. allgemeiner Konsens "ihrer" Ethik.
Wie weit sich dabei daran gehalten wird, ist allerdings eine ganz andere Sache :rolleyes:

Von daher ist es auch eher oberflächlich, einseitig und zudem wenig intelligent,
bestimmte Vorfälle nur nach eigenen "Wertmaßstäben" zu be"urteilen",
ohne Andere dabei mit ein zu beziehen.

Denn Ausnahmen - so oder so - gibt es immer und überall.

Vorsicht und Rücksichtnahme können demgemäß (nicht nur) in manchen Fällen auch (zuerst) einseitig geboten und wichtig sein,
[Einschub zum Status onboard]
Ansonsten würden sich hier noch wesentlich weniger Member tummeln
bzw. das Board würde lediglich als billige Vorratskammer von egoistischen Bedürfnissen benutzt.
Ob dies mit "Verzicht" (von etwas) gleich zu setzen ist,
sollte sich jeder selbst intensiver fragen.[Einschub Ende]

Denn worin besteht denn der Sinn von Kontrahenten (z.B. im Meinungsaustausch),
wenn jeder auf seiner "Meinung" permanent besteht
und lediglich versucht, mehr Mitläufer,
aber keine neuen Erkenntnisse zu gewinnen?

Mein Credo ist dies nicht.
Wenn allerdings kein argumentativer Austausch mehr stattfindet,
herrscht (mehr oder weniger) Krieg (der Meinungen bzw. Schlimmeres...).
Dem jeder "vernünftig" denkende Mensch entflieht,
anstatt sich daran (weiter) zu beteiligen.

Leider sind von solchen Prozessen auch aktuell helfende Menschen (auch aus dem Westen)
- in jetzt neu entstandenen oder auch alten "Krisengebieten" - betroffen;
die durch die hier angesprochenen Videoinhalte, aber auch unterlassene Distanzierungen,
wie zusätzlich dumpfe, neofaschistische Bemerkungen,
in derzeitige Lebensgefahr geraten.
Und dies meint nicht nur diplomatische Vertretungen, sondern vielmehr auch Mitglieder von NGO's und Hilfswerken,
die zudem ihre jahrelange Überzeugungsarbeit durch die Dummheit und Ignoranz
(evtl. auch fehlgeleiteter) - "westlicher wie östlicher" - Provokateurs gefährdet sehen.

"Nur" aus schlichter Dummheit/Ignoranz oder teilweise eben aus Absicht?

PS
@ Henry277
Du führst Stichworte an,
die, soweit glaub(t)e ich dich mal besser zu "kennen" (Irren ist menschlich),
einer tiefer gehenden 'Überprüfung' kaum standhalten werden.
Weder Tierschutzgesetze, Gotteshausproteste oder Verhinderungen,
"unser" oder "deren" Geld (bzw. Öl) etc.pp....
Man kann alles durch diverse Brillen sehen ;)
Und wenn "man" sich Mühe gibt,
erkennt "man" auch, dass jede Brille verzerrt...
Und wenn auch nur mal ein wenig oder eben etwas mehr ;)
Nicht nur davon, aber explizit folgendem
Henry 277 #17 schrieb:
...und erhalten über die Sozialsysteme, auch noch Unsummen an Unterstützung.
distanziere ich mich!

@ all
freefloating schrieb:
Wir können nicht einerseits gegen ACTA sein und andererseits eine freie Filmproduktion abwürgen.
Hm, hier (ökonomische) Verwertungsinteressen,
contra Freizügigkeit (von Wissen und Bildung),
sowie Freiheit (von Meinung)
und zielgerichtete Provokation/Destruktion in einen Topf zu werfen,
fällt mir schon beim Eintippen recht schwer...

Onboard bezogen hieße das (für mich) in etwa:
Wir verzichten gänzlich auf Moderation & Regeln
und nehmen zusätzlich vllt. noch Leechercents pro DL

Denn jede Regel bedeutet für sich:
Einschränkung der Handlungsfreiheit,

(Was evtl. eben auch die Einschränkung von "Meinungsfreiheit" beinhalten kann)

No further comments at this moment :(


@ littleprof Nachtrag
#16 schrieb:
Ich bin nicht sicher, ob die Heftigkeit und die Breite der Reaktionen in der muslimischen Bevölkerung ursächlich auf das Video zurück geführt werden können.
Meine Informationen ließen dies schon gestern (,natürlich neben anderen Gründen,) als gesichert erscheinen
#2 schrieb:
Man könnte auch argwöhnen, dass dort Eiferer nur auf diesen Funken gewartet haben.
Auch das kann man "dort"(wie hier) als gesichert annehmen...

Genauso allerdings, wie "adäquate" Reaktionen von "westlicher Seite" bisher (auch) nicht rechtzeitig erfolg(t)en.
Seien sie nun (Us- u.a.)Wahlkämpfen oder schlicht nur egoistischer oder ängstlicher Borniertheit von neo-faschistischer Seite,
wie aber auch woanders und auch hier zu finden, geschuldet.
Nun ja, wenn selbst der Papst hierzu eher nur herum lamentiert,
anstatt einer anderen Glaubensgemeinschaft zumindest seine Abscheu und Distanz gegenüber diesen Videoinhalten zu versichern....

Von daher kann man natürlich auch weiterhin Abwarten,
wer sich in Zukunft als der "Stärkere"
im "clash of cultures, religions and economics" erweisen wird.
Die bisherige Geschichtsschreibung hat dies zwar zumeist - allerdings eher verdeckt - aufgezeigt.
Ob es diesbezüglich irgendwann eine allerdings (zu) späte, neutrale Fortsetzung geben wird, vermag ich nicht zu beurteilen.


Ciao
sono vostro schiavo
(nicht wirklich) ;)
muesli

edit: Samstag, den 15.9.12, abends

Neben meinem "Erstaunen",
das sich hier onboard auch keine? Muslime mehr (seit längerem) zu solchen Themen zu Wort melden,
(ich wurde zwar gerade per E-Mail von zwei Muslimen - "ehemaligen" fsb'lern - hierzu angepostet...)
bin ich geradezu perplex über die intolerante und unsachliche Art und Weise,
wie hier ein Versuch zu Verständnis und Toleranz nicht nur negativ gewertet bzw. abgelehnt wird (was ich teilweise nachvollziehen könnte)
sondern nachfolgend sogar noch polemisch in den Dreck gezogen wird.

@ Bibi & Holger edit: Ok, ich sehe Reaktionen
Es gab hier einmal Zeiten,
in denen "derartiges" - edit: nicht nur von euch :) - vom Großteil der Community vehement widersprochen wurde.
Und völlig zu Recht.
Hier werden - neben anderen eher destruktiven Beiträgen -
nicht nur Milliarden von friedlichen Muslimen weltweit,
sondern auch Millionen von hierzulande lebenden Muslimen Dinge unterstellt,
die mich eher an schlimmste Vorzeichen von Pogromen aus der deutschen Vergangenheit erinnern.

@ NeHe
Ich denke, du missverstehst eher #20 + folgendes..
Zudem können sich anscheinend einige hier noch nicht einmal mehr an NSU-Morde
oder ähnlich geartete Vorfälle (wie Rostock-Lichtenhagen) nur allein in diesem Land erinnern!
Von anderen "geschichtlichen" Ereignissen mal ganz abgesehen.

@ all
Nebenbei und zum Abschluss
-als quasi hierzulande weitgehend medial unterschlagende Nachrichten - bemerkt.
Selbst ein bekannter Iman der Al-Aqmar-Moschee (Kairo) hat in einem in der arabischen Welt viel beachteten Kommentar
im Freitaggebet zwar zu friedlichen Demonstrationen, aber gleichzeitig auch zur Ignorierung dieser Videoinhalte aufgerufen;
allerdings auch eine deutliche Distanzierung von dessen Inhalten von "westlicher Seite" eingefordert.
Ähnlich hat sich der Zentralrat der Muslime hierzulande auch deutlich geäußert.
Völlig zu Recht meiner Meinung nach, denn auch bei ähnlich gestrickten, anti-semitischen (i-wie schlecht passender Begriff) Vorfällen
wurde dem in der Regel so in der BRD, wie auch zumeist weltweit, schnell und teils sogar über motiviert medial entsprochen.
edit: heute
"Die Wut hat den Verstand besiegt", schreibt etwa die ägyptische Zeitung "Al-Shorouk" zu den blutigen Protesten.
Aus Saudi-Arabien meldete sich der Vorsitzende des Obersten Rates der Religionsgelehrten und Groß-Mufti zu Wort.
"Wer seinem Zorn nachgebe, mache sich letztlich nur zum Erfüllungsgehilfen der Urheber des Hassvideos",
erklärte Scheich Abdulasis bin Abdullah al-Scheich.

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Meinungsfreiheit
1. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten
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Zuletzt bearbeitet:
ich denke, neben Bildung gibt es einen anderen ausschlag-gebenden Faktor:

das Gefühl von "Dazu-gehören", angenommen sein, Teil sein von etwas. Etwas "wert" sein.
Sich nicht verloren zu fühlen.
Was auch immer das dann ist, fast unabhängig von Bildung und Hintergrund, wird zumidnest für eine Zeit als sinnhaft empfunden.


Früher einmal konnten mehr Menschen sowas in Kirche finden. Nur zum Beispiel.




/edit:

@muesli hat ja noch ein paar wenige zeilen hingeworfen....ups.... :D

das muß ich erstmal in Ruhe nachlesen und versuchen, aufzuarbeiten.

reflektiert beob'achten'
das Zusammenspiel von Reflektion, Beobachtung und ACHTUNG finde ich sehr gelungen, in dieser und auch in deren Situationen. Etwas, was uns im Alltag leider immer wieder zu fehlen scheint. Bei einem selbst genauso wie bei anderen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich schliesse mich vollinhaltlich muesli an und schwanke zwischen Verwunderung, Entsetzen und Brechreiz ob der teilweise geposteten "Vergleiche" mit Filmen à la Leben des Brian od. Der Diktator.

Die Inhalte des Videos derart unsensibel, ohne Reflektion unter dem Deckmantel der "Meinungsfreiheit" abzutun, ist nicht nur kurzsichtig sondern eben auch nicht ganz ungefährlich.
Und wenn man von Inhalten, Hintergründen, Folgen keine Ahnung hat (weil einfach Infos nicht zugänglich sind, kulturelle, religiöse Hintergründe nicht bekannt sind (od. als unmassgeblich bei Seite geschoben werden) oder die "Betroffenennähe" fehlt, dann sollte man Interesse daran haben, soviele Informationen wie möglich aufzusaugen (u.a. eben aus dem hiesigen Starpost und weiteren) oder sich schlicht raushalten, statt "aus dem Bauch heraus" mit Parolen um sich zu schmeissen, die am Ende noch mehr Schaden anrichten, als vom Schreiber gewollt. (ich setze einfach mal voraus, dass hier keiner bewusst am Rande der Hetze balanciert ist)

Die Reaktion auf die gewalttätigen Übergriffe auf Botschaften etc. und die darauffolgenden grenzwertigen Statements zu Muslimen allgemein, ist für mich allerdings (leider) ein Zeichen dafür, dass Einige sich wohl schnell pauschale Meinungen bilden (die Juden, die Muslime, die Obdachlosen) statt klar zu differenzieren.

Wenn das die Einstellung des Durchschnittsbürgers darstellt, ist es nicht nur zum Fremdschämen und Heulen sondern auch ein klarer Grund und Anlass dafür, noch mehr gemässigte Menschen jedweder Religionen in die Arme radikaler Splittergruppen aller Religionen zu treiben (Wer Hass sät, wird Hass ernten).

Spätestens heute (wer die Nachrichten verfolgt hat, dem sollte es deutlich werden ) sollte auch hier jedem klar sein, welche "Gruppen" dieses Video auf den Plan gerufen hat und für/gegen wen es als Hetzmittel unterster Schublade genutzt wird. Und spätestens jetzt sollte auch der Letzte hier verstanden haben, dass der Boykott der Verbreitung nichts mit Zensur od. Beschneidung der Meinungsfreiheit zu tun hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
NeHe schrieb:
Ich schliesse mich vollinhaltlich muesli an und schwanke zwischen Verwunderung, Entsetzen und Brechreiz ob der teilweise geposteten "Vergleiche" mit Filmen à la Leben des Brian od. Der Diktator.

so sehr ich das verstehen kann, kann ich auch zuweilen nachvollziehen, dass - ganz generell gesprochen jetzt und abgehoben von Personen - es manchmal emotional notwendig sein kann, um etwas "bewältigbar" zu machen, es gleichsam "herunterzubrechen" sogar zu diesen genannten Vergleichen.

Ich sage damit nicht gleichzeitig, dass es angemessen ist.

Aber es kann zuweilen ein Versuch sein, etwas "greifbarer" zu machen und einer Sache unter Umständen auch etwas abstrakt-un-fassbares zu nehmen.

Unabhängig davon stimme ich trotz eben gemachter Aussage sowohl muesli als auch Dir zu.
 
Auch von meiner Seite aus uneingeschränkte Zustimmung.

Aber noch einmal zurück zu Armut und Bildungsferne. Extremisten kommen (zumindest) keineswegs zwingend aus diesem Umfeld, eher im Gegenteil (ich denke da einerseits an Hardliner wie z.B. Pierre Vogel, andererseits z.B. an die Piusbruderschaft).

Andererseits sind es wiederum überwiegend diejenigen, welche glauben, im Leben zu kurz gekommenen zu sein, welche in erster Linie für deren 'Heilsbotschaften' anfällig sein dürften und sowohl Bildungsferne als auch Armut sind mit die Haupthemmnisse einer augewogenen Diskussion.

Oft ist es Angst, die Leute dazu bewegt, Feindbildern geschickter Propagandisten hinterherzulaufen, oft auch gepaart mit Unkenntnis. Je weniger Fremde man persönlich kennt, desto unbekannter sind sie und desto leichter fällt es, pauschal Angst vor ihnen zu haben. Dies gilt freilich nicht nur für Personen, sondern ebenso für Religionen.

Es ist ein schwieriger Weg, glaubwürdig für Entspannung einzutreten und es ist nicht damit getan, sich immer und überall zu distanzieren. Aber ab und zu istz es auch einfach notwendig (und sei es nur, um Mißverständnisse zu unterbinden).

Verbote sind letzten Endes immer ein Notbehelf, mitunter sogar eine Art Gratwanderung. Aber manchmal sind sie das einzig richtige Mittel. Nämlich genau dann, wenn alle anderen Maßnahmen versagen.
 
Oh hilfe, was geht denn hier ab :confused: beim Lesen ist mir ja stellenweise das Grauen eiskalt den Rücken herunter gelaufen :(

Aber ich muß jetzt für mich mal so einige Dinge sortieren und mache das einfach mal so, wie ich es immer mache, wenn ich wissen möchte, ob ich etwas richtig verstanden habe. Ich fange mal ganz einfach beim Startpost an und versuche es in Worte zu fassen wie es ganz simpel gesagt bei mir ankam:

muesli startet dieses Thema mit der Bitte ein Video zu ignorieren bzw. dafür zu sorgen, daß seine Verbreitung nicht völlig wertfrei forciert wird oder noch besser, diese ganz unterlassen. So weit, so gut.
Der Grund ist der Inhalt des Videos an sich, aber primär eigentlich die daraus entstandenen (Re)Aktionen.

Das Video bzw. eigentlich ist es ja sogar ein Spielfilm (pers. Anm: grausam was man so alles als 'Spiel'film bezeichnet) wurde in den USA gedreht und fand auch dort seine Verbreitung. Der Inhalt und das Ziel des Films ist die Diffamierung einer Glaubensrichtung, des Islam.

Erst wurde dieser Film/Trailer kaum beachtet, dann pünktlich zum 'Fest' knallte es. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt :depp: oder gar irgendwelche Ideen zum sogenannten Verursacherprinzip haben könnte ...

Die Reaktionen der 'Gegenseite' waren/sind bekanntermaßen äußerst heftig.

Interessanterweise waren/sind die Verurteilungen und Distanzierungen zu den Reaktionen sofort und äußerst nachdrücklich zu Stelle. Von den höchsten Repräsentanten der Betroffenen natürlich.


Ich hoffe ich habe jetzt Sachverhalt und Intensionen einigermaßen verstanden und bitte im Korrektur, falls etwas falsch ankam.

Nun zu dem was ich dazu denke:

Mal völlig wertfrei gesehen inwieweit dort Aussagen einen Wahrheitsgehalt haben könnten, ist der Film erst mal komplett daneben. Ich möchte gerne wissen wie laut der Aufschrei der angeblich doch so zivilisierten westlichen Welt wäre, wenn so ein Filmchen über das Christentum oder gar das Judentum gedreht würde. Ein Pabst, der nachweislich Pädophile in seinen Reihen duldet, darf ja nicht mal auf dem Cover der Titanic karikiert werden, ohne sofortige Ächtung der Karikatur und vor allem eines: ENTFERNUNG!!!

Und da kommt bei mir ein Verständnisproblem auf, das muß ich gestehen.

Wo bitte ist unsere Weltanschauung zivilisiert, wenn wir mit zweierlei Maß messen?

Wie kann es richtig sein, daß ein popeliges Bild vom Pabst den Sturm der Entrüstung auslöst, aber ein ganzer Film und eine MONATELANGE Verbreitung nicht mal ein Kopfschütteln hervorrufen kann?


Grundsätzlich ist es falsch eine Glaubensgemeinschaft zu diffamieren und da ist es völlig egal welche das ist. Da differenziere ich in keiner Weise. Es ist falsch Menschen und ihren Glauben der Lächerlichkeit preis zu geben oder zu beschimpfen.

Noch viel schlimmer finde ich jedoch, daß es Menschen gibt, die so etwas als lustig empfinden. Vielleicht sollten diese Menschen mal einen Schritt zurück treten, aus der Distanz versuchen den Film so zu sehen, als ob die eigene Religion/Ethik oder auch Weltanschauung dort in den Dreck gezogen wird.

Wie sagte doch Matthew McConaughey in seiner Rolle als Anwalt der Verteidigung, Jake Tyler Brigance in dem Film 'Die Jury' [Originaltitel: A Time to Kill] in seinem Schlußplädoyer als letzten Satz: ... und dann stellen sie sich vor, sie wäre weiß!


Nun kommen solche Aussagen wie: die beschimpfen uns doch auch und die tun uns doch böses
Irgendwie fühle ich mich in solchen Momenten, als sei ich im Mittelalter gestrandet. Damals gab es auch immer Sippenhaft.

So ein Verhalten habe ich schon als Kind abgrundtief gehaßt. Weil ich die Eltern nicht mag, darf ich auch die Kinder nicht mögen. Was soll der Schwachsinn eigentlich?

Ich kenne Juden, ich kenne Muslime, ich kenne Christen diverser Gruppierungen, ich kenne Buddhisten und und und ...

Wißt ihr, was mir an allen aufgefallen ist? Etwas total Simples. Alle sind sie Menschen. Alle haben Ansichten, Meinungen, Marotten, Neigungen, Gewohnheiten, Ticks und was weiß ich nicht alles mehr. Genau wie ich.
Keiner von ihnen/uns will über einen Kamm mit allen anderen geschoren werden.

Ich will damit sagen, es gibt radikale/fanatische/extremistische Elemente in jeder Religion/Nation. Diese sind es, die Haß und Ausgrenzung, Ungerechtigkeit und Terror schüren. Da ist es aber völlig egal welche 'Seite' man nimmt. Die sind auf jeder Seite zu finden.

Dieses völlig überflüssige und gräßliche Video hatte nur einen Zweck, es sollte provozieren. Genau dies ist ihm gelungen. Es hat provoziert. Sogar viel zu lange. Als dann die Menschen, die beleidigt wurden, und das ist ja wohl unbestritten, daß der Islam und seine Anhänger dadurch beleidigt wurde/n, darauf reagierten, wundert sich der Teil der Welt, aus dem die Provokation kam.

Wie blöd muß man eigentlich sein, sich darüber zu wundern?
Umgekehrt wäre es doch ganz genauso. Das ist keine Vermutung. Das wissen wir alle.

Ganz ehrlich, ich teile die Meinung mueslis aus dem Startpost. Jeder von uns sollte mithelfen diesem Video Einhalt zu gebieten. Die Verbreitung ist nicht nur eine Beleidigung für den Islam und seine Anhänger. Vielmehr ist es eine Beleidigung für uns. Wir werden dargestellt als intolerante Idioten. Ich nehme sowas persönlich und eigentlich fordere ich von unserer Regierung, daß sie sich von diesem Video rückhaltlos distanziert und sich für diese viel zu späte Distanzierung bei allen Menschen die dem Islam angehören entschuldigen.

Das fordere ich für mich, dafür, daß ich derart durch solch ein Video beleidigt wurde. Denn die fehlende Entschuldigung und Distanzierung vermittelt den Eindruck, daß ich, als Deutsche, dem zustimme und das ist definitv NICHT der Fall. Die Regierung muß sich nicht für dieses Video entschuldigen, sofern sie es nicht gemacht haben, ist es ja nicht ihre 'Schuld'. Aber für die Versäumnisse und Unterlassungen schon.


Zu den Ausschreitungen:

Nein, ich heiße in keiner Weise die Bedrohung und Ermordung 'Andersgläubiger' gut. Im Gegenteil, ich bin entsetzt. Außerdem bin ich besorgt um jeden, der dort bleibt oder gar bleiben muß. Auch ich kenne Betroffene und habe Angst um sie.

Ich bete und hoffe, daß es irgendwann mal Hirn vom Himmel regnet und die Menschen zur Vernunft kommen. Alle Menschen, nicht nur die Extremisten.



Jedoch muß ich noch eine Anmerkung zu diesem Thread an sich machen:
bei manchen Antworten hatte ich das Gefühl, daß das Thema im Prinzip am Ersteller vorbei gegangen ist. Die üblichen Verdächtigen klammere ich jetzt mal aus. Meine Aversion gegen diese ist hinlänglich bekannt und ist wahrlich keinen Gedanken wert. Was von diesen Aussagen zu halten ist, kann man getrost in die Tonne treten.
Aber es gibt geschätzte User, deren Meinung mir die Nackenhaare aufstellte. Es entsetzt mich immer wieder, wie schnell aus der Meinung: alle Menschen sind gleichwertig, die Meinung: Auge um Auge, Zahn um Zahn wird.

Wenn es das nur mal wäre. Aber es ist leider viel schlimmer als das. Die Menschen in den arabischen Ländern, in denen nun leider die Gewalt so furchtbar eskaliert, haben zumindest die 'Ausrede' ich habe keine Bildung und keine Möglichkeit an Informationen zu kommen, mein Leben ist komplett auf die Religion ausgerichtet und ich kenne nichts anderes als blindes Vertrauen in meinen Glauben.

Bitte sagt ihr mir, die ihr Schulbildung, Internetzugang, freie Medienpräsenz und freie Meinungsäußerung habt, welche Ausrede habt ihr, daß ihr Hass/Intoleranz und Ignoranz wählen könnt?

Ich bitte nur um Eines:
tretet einen Schritt zurück und versucht die Sache mal aus Sicht der Muslime zu betrachten.
Bedenkt dabei, daß diese noch wirklich glauben. Nicht wie wir, die wir nur eine Pseudoreligion besitzen.
Denn die wenigsten hier sind doch wirklich fest im Glauben und gehen regelmäßig (nicht nur zu Weihnachten) zur Kirche.
(Das ist jetzt eine unbelegte Annahme von mir, aber ich denke, daß mir doch das Gros der Leser zustimmen wird)

Es gibt einen schönen Spruch, meines Wissens nach wird er den Amerikanischen Ureinwohnern zugesprochen:
„Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gegangen bist“

Und dann frage ich euch: ... wie würdet ihr euch fühlen, wenn es gegen eure Weltanschauung gerichtet wäre, dieses Video?



In diesem Sinne wünsche ich uns allen hier und der Welt da draußen, einen friedvollen und friedlichen Wochenstart. Verbunden mit der Hoffnung auf Toleranz/Einsicht und Annäherung aller Seiten. Dies gemixt mit der großen Sehnsucht nach Frieden.

Danke an jeden, der meinen Text bis zu Ende gelesen hat und mir dann auch noch die vielen Worte verzeihen kann.

Liebe Grüße
Aimee



vielleicht mal interessant für den ein oder anderen zu lesen und nicht annähernd so lang :D
Perspektivenwechsel
 
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Ich sehe das ganze - wie der Rest der Community - zwiegespalten. Einerseits, setze ich mich vehement gegen die Verbreitung rassistischer Propaganda, z.B. durch die NPD ein. Andererseits achte ich das Recht auf freie Meinungsäußerung als eins der höchsten Güter.

Ich frage mich allerdings ernsthaft, warum aufgrund eines schlechten Filmes so ein Aufriss gemacht wird. Fühlen sich manche von einem Film tatsächlich so angesprochen? Der Film ist, unabhängig vom Inhalt, einfach nur grottig, das er dann noch falsch ist, kommt dazu.

In meinen Augen kann man den Film verbieten, weil hier gezielt Agitprop betrieben wird, mit bewusster Falschdarstellung um eine bestimmte Gruppe (hier Muslime) zu beleidigen. "Der ewige Moslem" quasi. Nicht, und das ist ganz wichtig, weil sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

Der Steg zwischen "kritischer Betrachtung" und "bewusste Diffamierung und Fehlinformation" kann stellenweise recht dünn werden - bei diesem Bullshit allerdings ist er breiter als die Elbbrücke bei Dresden!

Nichts desto trotz würde mich mal interessieren, warum sich einige da so angepisst von diesem Schund fühlen. Erinnert mich irgendwie hieran:
Jehova, Jehova
 
NeHe schrieb:
Ich schliesse mich vollinhaltlich muesli an und schwanke zwischen Verwunderung, Entsetzen und Brechreiz ob der teilweise geposteten "Vergleiche" mit Filmen à la Leben des Brian od. Der Diktator.

Man mag sie sicherlich nicht miteinander vergleichen können, aber mal Hand aufs Herz, glaubt hier irgend jemand, das diese Filme mit Mohamed als Hauptfigur
eine andere Reaktion herbeigeführt hätten? Ich denke da nur an die Karikaturen.

Wo bitte ist unsere Weltanschauung zivilisiert, wenn wir mit zweierlei Maß messen?

Wie kann es richtig sein, daß ein popeliges Bild vom Pabst den Sturm der Entrüstung auslöst, aber ein ganzer Film und eine MONATELANGE Verbreitung nicht mal ein Kopfschütteln hervorrufen kann?

Findest du wirklich, das die Reaktionen, auf die jeweilige Provokation vergleichbar waren? Hat sich der Sturm der Entrüstung irgendwo auf der Welt in Gewalt entladen? Irgendwie verdrehst du hier beliebig die Schwerpunkte
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Rosenrot schrieb:
In meinen Augen kann man den Film verbieten, weil hier gezielt Agitprop betrieben wird, mit bewusster Falschdarstellung um eine bestimmte Gruppe (hier Muslime) zu beleidigen. "Der ewige Moslem" quasi. Nicht, und das ist ganz wichtig, weil sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.
Genau so.

Es ist eben ein deutlicher Unterschied, ob ich eine (möglicherweise auch unbequeme) Meinung vertrete, oder ob ich mit vorsätzlich verdrehten vorgeblichen Fakten lediglich Vorurteile bedienen will, die einzig und allein dem Ziel der Volksverhetzung dienen.

Auch ich bin durchaus dafür, Religionen mitunter harsch zu konterkarieren, aber zwischen einer satirischen Überspitzung und purer Verhetung liegen Welten.

Es ist schon bezeichnend, daß gerade die intolerantesten Hetzer , welche anderen grundsätzlich Toleranz verweigern, plötzlich lautstark Toleranz einfordern. Wo kämen wir eigentlich hin, wenn wir jede Hetze unwidersprochen tolerieren würden? Ganz einfach, dann lassen wir zu, daß die Intoleranten die Toleranten abschaffen. Der Preis ist aber zu hoch.
 
Generell darf man die Macht von Medien nicht unterschätzen. Auch und gerade nicht in unserer sehr stark medien-geprägten zeit.
Dass wir viel mit Medien umgehen, heißt nicht, dass wir immun wären gegen dei Effekte.

Auf der einen Seite ist etwas immer "nur" ein Buch, oder ein Film, ein Artikel, oder etwas anderes, aber die Geschichte hat immer schon gezeigt, dass es Wirkung hat.

Ich erinnere dabei auch an weit zurückliegendes wie den Werther-Effekt

Werther-Effekt

Oder auch an den Hype, den es um den Film "die Passion Christi" gab.

Bundesregierung will Unruhen in Deutschland verhindern | meta.tagesschau.de

nur als Beispiele.
Ob wahr oder falsch ist dabei gar nicht so ausschlaggebend, es ist abrufbar.

Zusätzlich kommt hinzu, wenn mit "Realität" gespielt wird: wenn es für wahr gehalten werden könnte, bekommt es nochmal mehr Bedeutung, egal ob gut oder schlecht gemacht.

Eindrücke, Meinungen formen sich blitzschnell in uns. Wir bekommen das meiste gar nicht bewußt mit.
Also geschieht das meiste bereits, ohne das wir uns damit bewußt und kritisch auseinandersetzen.
Und gerade diese ersten, unbewußt verlaufenden Eindrücke sind häufig lang anhaftend.

Wenn ein Artikel in der Zeitung erscheint, der mich als Drogendealer bloßstellt:
der Wahrheitsgehalt ist irrelevant, der Schaden ist angerichtet:
Für viele gilt nach wie vor: Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Insofern kann man gar nicht vorsichtig genug sein, in einem ohnehin sensiblen Bereich sich mehr als deutlich zu distanzieren.
Häufig geht es dabei ja nicht um den direkten Zusammenhang wahr-unwahr, sondern nicht zuletzt um die erfolgreich gesähte Unruhe, das Mißtrauen, das erfolgreiche Anknüpfen und wieder-erwecken von alten, tief verwurzelten Vor-Urteilen.

Und in dem Sinn ist das Teil ganz erschreckend gut gelungen, fürchte ich...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Gefährlich sind die Medien in mehrfacher Hinsicht.

Einerseits ermöglichen sie eine rasante Verbreitung und andererseits prägen sie auch Inhalte durch Konditionierung. Sieht man etwa oft genug, dann hält man es leicht für üblich. Denn auch wenn etwas nur einmal geschieht, es wird ja öfter gezeigt.

Ein weiterer Punkt ist die Koppelung des möglichen Wahrheitsgehalts an die Präsenz dens Mediums. Es wird etwas geglaubt, weil es in der Zeitung steht. Findet man es dann auf mehreren Quellen, dann wird es fast schon zur unumstösslichen Wahrheit.

Es zwird zwar immer behauptet, unsere Gesellschaft sei eine Informationsgesellschaft. Ich würde sie eher eine Desinformationsgesellschaft nennen. Man kommt zwar leicht an (mitunter fragwürdige) Informationen heran, wer aber macht sich noch die Mühe, diese auch ausreichend zu verifizieren?

(Bürger)kriege werden inzwischen durch Medienpräsenz gewonnen.
 
Denn auch wenn etwas nur einmal geschieht, es wird ja öfter gezeigt.

Ein weiterer Punkt ist die Koppelung des möglichen Wahrheitsgehalts an die Präsenz dens Mediums. Es wird etwas geglaubt, weil es in der Zeitung steht. Findet man es dann auf mehreren Quellen, dann wird es fast schon zur unumstösslichen Wahrheit.


(Bürger)kriege werden inzwischen durch Medienpräsenz gewonnen.

..eben: mehrere Quellen können durch einfache Wiederholung desselben ersetzt werden, für unser Gedächtnis macht das kaum Unterschied.

Je mehr wir mit Medien umgehen, desto mehr Macht haben sie.
Weil wir den Eindruck gewinnen, wir hätten das Risiko im Griff und würden selbstverständlich kritisch reflektieren und dem Konditionierungs-Risiko (damit) entgehen, was nicht der Fall ist.

Das einzige was wir tun können, ist sensibel bleiben, und uns des Risikos bewußt sein, unsere Fähigkeiten, Gefahr diesbezüglich zu erkennen, nicht überschätzen ( ...was im übrigen nichts mit Intelligenz, Bildung oder sonstwas zu tun hat und uns alle betrifft), auch wenn sich das "sicherer" anfühlt.

Wir verlassen uns gern auf den gesunden Menschenverstand, der, so denken wir, uns das schon mitteilen wird.
Allerdings gilt zu beachten:

Nichts ist gerechter verteilt als der gesunde Menschenverstand.
Jeder glaubt, genug davon zu haben.


Was nichts anderes zeigt, als das wir dazu neigen, unsere Fähigkeiten zuweilen zu überschätzen.
Dieses Gefühl gibt uns vermeintliche Sicherheit, macht uns aber auch anfällig.
 
@ Surffix

Und genau da scheiden sich die Geister, genau da setzt für mich bewusster, sensibler Umgang mit unterschiedlichen Mentalitäten, Charakteren, Weltanschauungen, Religionen ein.

Das findest du zig-fach im alltäglichen Leben wieder. Mit eher dickfelligen Menschen kann man schonmal einen derben Spass machen. Mit einem guten Freund, wo man sich gegenseitig sehr gut kennt und sich bewusst ist, dass man sich niemals gegenseitig ernsthaft verletzen würde, kann man mal im Geplänkel grob und unsensibel sein.

Allerdings (ebenfalls Hand auf's Herz)... Wer ist schon so dumm, in Kenntnis der aufbrausenden höchst sensiblen Mentalität seines Gegenüber, diesen auch noch mit einem vermeintlichen Scherz dermassen zu provozieren, obwohl er weiss, dass er anschliessend heftig eins auf den Deckel kriegt?

Deeskalation bedeutet auch immer, sein Gegenüber möglichst differenziert einzuschätzen und abzuwägen, welche Folgen eigenes Handeln hat.

Deshalb bin ich mir auch sicher, dass der "Schöpfer" dieses Videos ganz bewusst provozieren will und es sich mitnichten um einen üblen, misslungenen Scherz handelt, sondern wohlkalkuliert im vollen Bewusstsein, ob der Reaktionen der verhöhnten Religionsanhänger.
 
... glaubt hier irgend jemand, das diese Filme mit Mohamed als Hauptfigur
eine andere Reaktion herbeigeführt hätten? Ich denke da nur an die Karikaturen.

Das explizite Wissen um derartige Reaktionen macht doch die Untätigkeit in Sachen Distanzierung von Inhalten/Aussagen noch viel schlimmer. Man weiß, daß extrem reagiert wird und dennoch unterläßt man es zu handeln.
Mir scheint, inzwischen ist es unstrittig, dieses Video als reine Provokation/Beleidigung und Hatz zu betrachten.
Ist es dann nicht viel schlimmer, es nicht zu unterbinden, wenn man im Vorfeld schon weiß, daß derartiges zu Gewaltakten führt ?

Wenn es im Sommer extrem trocken ist, wird doch auch verboten im Wald Feuer zu entfachen. Einfach um zu verhindern, daß dieser sich entzündet und ein Brand ungeahnten Ausmaßes entfacht wird.
Warum wurde dieser Waldbrand nicht im Vorfeld verhindert ?


Findest du wirklich, das die Reaktionen, auf die jeweilige Provokation vergleichbar waren? Hat sich der Sturm der Entrüstung irgendwo auf der Welt in Gewalt entladen? Irgendwie verdrehst du hier beliebig die Schwerpunkte

1. gab es nie wirklich eine vergleichbare Provokation
2. wurden Dinge, die ähnlich geartet waren, sofort unterbunden
3. ist es ein Unterschied, ob ein Christ die christliche Religion in Frage stellt oder persifliert oder ob es ein Moslem tut.
Der Erstere stellt seine eigene Weltanschauung in Frage oder gibt sie der Lächerlichkeit preis, der andere Diffamiert Andersdenkende.
Das sind definitiv zwei paar Schuhe.

oder mal etwas anschaulicher dargestellt:

Wenn ein Dicker Witze über Dicke reißt, dann macht er sich auch über sich selbst lustig.
Tut dies ein Dünner, macht er sich ausschließlich über andere lustig.

Was von beidem enthält wohl mehr Humor?


Deine Unterstellung ich würde Schwerpunkte verdrehen weise ich von mir, denn ich habe nicht die beiden Provokationen miteinander verglichen, sondern lediglich die Reaktionen darauf.

In meinen Augen ist dieses Video durchaus die schlimmere Provokation bzw. eigentlich eher die Art, wie man hierzulande damit umgeht. In meinen Augen läßt die Tatsache, daß sich niemand davon distanziert, den Eindruck gewinnen, daß man mit den unsäglichen Aussagen konform geht.

Es geht dabei nicht um Inhalt oder Wahrheitsgehalt des Videos, sondern um die Außenwirkung, die der Umgang damit hat.

Die Tatsache, daß sich manche darüber aufregen, daß sich die Geschmähten aufregen, ist doch schon Beweis genug, wie hochbrisant dieser Film ist. Allerdings sind es oft genug, genau diese Aufreger, die im umgekehrten Fall gleich Zeter und Mordio schreien würden.


@sorei / Konradin
zur Medienpräsenz und -macht stimme ich euch zu.
Auch die Aussage von sorei, daß wir uns unseres gesunden Menschenverstandes zu sicher sind.

Allerdings sollten wir genau aus diesem Grund, meiner Meinung nach auch versuchen uns in die 'Gegenpartei' zu versetzen. Ich würde mich auf jeden Fall nicht toll fühlen, wenn solch ein Video meine Überzeugungen verunglimpfen würde. Wie ich dann letztendlich damit umgehe, bestimmen natürlich noch viele andere Faktoren. Wie zB. Persönlichkeit, Erziehung, Umfeld, Schulbildung usw.

Die Medien sind Segen und Fluch zugleich. Sie besitzen unglaubliche Macht. Viel zu oft wird diese dann mißbraucht um zu polarisieren. Interessanterweise ist es aber genau das, was man den Muslimen vorwirft. Nicht den Extremisten unter ihnen, wie die Taliban, nein, allen Muslimen.

Dieses Schubladendenken ist es, das Intoleranz so stark bleiben läßt :(
 
@sorei / Konradin
zur Medienpräsenz und -macht stimme ich euch zu.
Auch die Aussage von sorei, daß wir uns unseres gesunden Menschenverstandes zu sicher sind.

Allerdings sollten wir genau aus diesem Grund, meiner Meinung nach auch versuchen uns in die 'Gegenpartei' zu versetzen.


Dieses Schubladendenken ist es, das Intoleranz so stark bleiben läßt :(

Nix gegen Schubladen, die brauchen wir, aber sie sollten offen bleiben.
Zum umräumen.

Und um umräumen zu können, brauchen wir Empathie, die Fähigkeit - auf die Du mit den Mokassins schonmal hingewiesen hast, Aimee :knu: - uns in die andere Seite hineinzuversetzen.

Allein dies zu tun, scheint - bedauerlicherweise - immer wieder schon zuviel der Mühe.
ODER: zu beängstigend....
 
Aimee schrieb:
Allerdings sollten wir genau aus diesem Grund, meiner Meinung nach auch versuchen uns in die 'Gegenpartei' zu versetzen.
Kein Problem, Aimee. Allerdings stösst diese Vorgehensweise auch schnell an ihre Grenzen. Spätestens dann, wenn das Gegenüber intolerant ist, dann fehlt die Gegenseitigkeit und man läuft leicht Gefahr, instrumentalisiert zu werden. Man sollte es fraglos tun, aber gleichzeitig auf der Hut sein.

Und in Fanatiker kann man sich ohnehin nicht hineinversetzen. Man kann sie höchstens beschreiben und gegebenenfalls Schlüsse ziehen, wie sie sich verhalten (werden), aber in der Praxis reicht dies wohl aus.


Nebenbei bemerkt, das sich in andere Hineinversetzenkönnen ist auch und gerade bei Diskussionen sinnvoll. Denn wie kann ich jemandem einen Sachzusammenhang nahelegen, wenn dieser bildlich gesehen eine andere Sprache spricht als ich? Wenn ich jemandem etwas erkläre, dann ist es sinnvoll, dies so zu tun, daß jener es auch versteht. Gehe ich nicht ausreichend auf mein Gegenüber ein, dann erkläre ich es nutzloserweise mir selbst. Im Grunde genommen ist dies nichts anderes.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Und in Fanatiker kann man sich ohnehin nicht hineinversetzen.

man kann schon...
und ich find es auch zuweilen hilfreich, um nachzufühlen wie unumstößlich und fest das Gebäude ist. Es hilft (mir), um sich zu verdeutlichen, dass herkömmliches Diskutieren keine Bewegung in die Sache bringen wird.

Weil man ja sonst immer noch denken kann, ich muß nur das "richtige" Argument finden, um mein Gegenüber umstimmen zu können bzw die Sichtweise erweitern zu können...
(passiert zumidnest mir immer noch, immer mal wieder ;) )


(nur kurze Zwischenbemerkung)
 
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