Ich würde den ersten Stein durchaus werfen,
pueblo, stehe ich doch zu meinen 'Sünden' und vertusche sie nicht. Aber ich habe hier keinen Stein zu werfen, mir fehlt dazu der Grund.
pueblo schrieb:
Hr. Wulff hat vielleicht Fehler gemacht, aber nicht sein Amt vernachlässigt.
Von daher finde ich den Sprachgebrauch "Resignativer" bzw. "grenzdebil" zu denen die Einwände haben völlig daneben, wo bitte ist euer Verständnis zum Meinungsfreiheit geblieben
Was bitte hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Niemand hat behauptet, Herr Wulff hätte sein Amt vernachlässigt. Es ging auch nicht um
einen Fehler, sondern um die wiederholte penetrante Vertuschung desselben, wobei er sich immer mehr in Unglaubwürdigkeiten verstrickte. Selbst die Begründung seines Rücktritts ist eine Farce.
Nicht, weil ihm mittlerweile fast niemand mehr glaubt, ist er zurückgetreten, sondern weil durch das Auftreten der Staatsanwaltschaft klar wurde, daß jeder Vertuschungsversuch zum Scheitern verurteilt war. Wenn du schon Schwirigkeiten hast,
pueblo, Vergleiche und Gleichsetzungen auseinanderzuhalten, eine ganz direkte Gleichsetzung:
Das Verhalten von Herrn Wulff ist nicht anders als das eines beliebigen Straftäters, der nur aufgrund des Beweisdrucks seine Tat gesteht, um den Strafmaß möglichst gering zu halten. Der eine gesteht und heuchelt Reue, der andere tritt zurück und heuchelt Sorge um das Amt. Im Grunde genommen das Gleiche in Grün.
Verantwortungsbewusstes Handeln sieht anders aus.
Das 'Resignativ' bezog ich keineswegs (klar erkennbar) auf Herrn Wulff, sondern auf den Standpunkt, daß man 'Dreck am Stecken' der Politiker einfach so hinzunehmen habe, weil schließlich alle Dreck am Stecken haben. Das mag vielleicht auf viele zutreffen, aber es pauschal (und ohne hinreichenden Beweis) dem Einzelnen anzulasten halte ich gelinde gesagt für eine Unverschämtheit. Aber selbst wenn, gerade dann sollte man doch erst recht darum kämpfen, dies zu ändern. Sich abfinden mit einem schlechten Zustand nennt man Resignation.
Ebensowenig habe ich das Wort 'grenzdebil' im Zusammenhang mit Herrn Wulff benutzt. Aber überlege dir mal selbst, was ich damit aussagen wollte,
pueblo. Andere verstehen es schließlich auch.
Ich bin nämlich nicht dein Nachhilfelehrer und zu meine Vergleichen stehe ich nach wie vor.