Beweis und Gott ist ein Widerspruch in sich.
Mit Gott wird komischerweiße von Atheisten immer ein Wesen asoziiert welches das Böse auf der Welt bekämpft und mit dem es kein Leid geben würde. ich bin zwar kein überzeugter Christ, aber selbst in der christlichen Kirche wird dies nicht behauptet. Nur Atheisten haben diese Meinung.
In der christlichen Kirche ist Gott zwar ein Allmächtiges und Gütiges Wesen, aber dashat nicht zur Folge, dass es kein Leid mehr geben würde.
Stichwort
Theodizee Frage.
Eine andere weit verbreitete Meinung ist, dass Gott Materialistisch ist. Darum müsste man ihn auch beweisen können. Alle großen Religionen sind von dieser Meinung inzwischen abgekommen, da man, wie du richtig gesagt hast, ihn nicht beweißen kann. Es gibt aber dennoch Fragen auf dieser Welt die man anders nicht beantworten kann.
Da steckt sicher viel Wunschdenken dahinter, aber man muss auch bedenken, dass die Leute nicht
wissen, dass es ihn gibt, sondern nur daran
glauben
Ich persöhnlich denke über Gott aber anders, als gläubige Christen. Ich denke zwar, dass Gott uns geschaffen hat, jedoch nicht in unser Leben eingreift.
Und um nochmals auf den Einwand von swoen zurückzukommen: Gott hat uns geschaffen. Allerdings gab er uns einen freien Willen. Was wir damit machen, liegt in unserer Verantwortung.
Aber jetzt zurück zum Ausgangspost.
Ich denke du machst zwei Fehler bei deiner Denkweiße:
1. Du Setzt Gottes Gesetze mit christlichen gleich und
2. Ist und WAR die Bibel vor allendingen eine Buch mit moralischen Grundsätzen.
Diese Grundsätze wurden dem Menschen sicher nicht von einem alten Mann mit Bart diktiert sondern waren für die damalige christliche Bevölkerung Wertvorstellungen wie man sein Leben leben sollte.
Dabei hat die Bibel einen wichtigen Dienst geleistet. Die Humanismusfrage kommt z.B. aus der Bibel.
Aber ich betone nochmal, dass ich nicht denke, dass diese Wertvorstellungen göttlicher Natur sind.
Damit lautet meine Antwort: Ja, der Mensch hat eine natürliche Moral.
Laut Siegmund Freut kommt diese Moral aus dem Gewissen.
Freud unterscheidet drei "Instanzen" des menschlichen Bewusstseins. Bei ihm ist das Gewissen das "Über Ich", dass die beiden anderen Instanzen ("Ich", die bewusste Wahrnehmung und vor allem das "Es", unsere Triebe) zähmt.
Auch weil der Mensch ein rational denkendes Wesen ist, kann er Mitgefühl empfinden. Diese elementare Eigenschaft des Menschen ist mit sicherheit ein Grund dafür, dass der Mensch heute einen gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Punkt ereicht hat, der auf dieser Welt einzigartig ist und einzigartig bleiben wird.
"moralisch" richtig zu handeln macht die Menschen glücklich. Und aus irgendeinem Grund, sind wir die einzigen bekannten Wesen, die das so tun.