Sollte Alkohol komplett verboten werden? geschlossen 

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... Ich denke aber mal, dass man, wenn man es von woanders ständig hört, selbst nicht machen wird ...
Leider ist dem nicht (immer) so :( Truppenteile, die gestern noch am Chausseebaum heulend um den besoffenen Kumpel, der sich tot gefahren hat trauern, stehen Tage später in der Disco, mit der Flasche am Hals und dem Auto/Moped vor der Tür ...

Man sollte meinen, dass persönliche Erfahrungen schlauer machen ...

In meinem Umfeld gibt es eine Familie, wo in 3. Generation (mind.) gesoffen wird, obwohl aus jeder Generation 2 nachweislich am Alkohol verreckt (sterben war das nicht) sind und nein, nicht die Gene, selbt eingeheiratete aus einem anderen "Genpool" hat es "erwischt" und die sind nichtmal so aufgewachsen sondern haben sich "einfach angepasst"

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Leider wird auch hier Aufklärung nicht viel bringen, solange in den Medien (Werbung, Film, etc.) publiziert wird, wie lustig doch so ein "Schwipps" ist und wie lecker doch Warsteiner, Königspilsner ist und das Jever einfach zur Lebensart gehört wie Becks zum Segeln oder Fernet nach dem Essen, Jägermeister bietet Stoff für Musik und sprechende Hirsche ... Alkopops sind "cool" ... usw. So zieht sich das den ganzen Tag duch die kunterbunte Medienlandschaft, ganz im Gegenteil zu den ach-so-bösen Tabakprodukten, die die Gesundheit ruinieren ... nur gut, das Alkohol keine Unbeteiligten schädigt, wie man an obigen Bildern sieht.

Der Unterschied: Nichtraucher haben evtl. noch die Chance, Rauchern aus dem Weg zu gehen. Da sieht's mit besoffenen Verkehrteilnehmern vs. nüchterne Fussgänger o.a. VKT schon ganz anders aus ... oder besoffene Vätern vs. schutzlose Kindern, Mütter o.ä. Konstellationen, aus denen man sich nicht "einfach so" zurückziehen kann
Aber Hauptsache Fun für alle ===> Doppelmoral? Schizo? Rosarote Brille? Augenwischerei?


MfG,
NeHe
 
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Der Unterschied: Nichtraucher haben evtl. noch die Chance, Rauchern aus dem Weg zu gehen. Da sieht's mit besoffenen Verkehrteilnehmern vs. nüchterne Fussgänger o.a. VKT schon ganz anders aus ... oder besoffene Vätern vs. schutzlose Kindern, Mütter o.ä. Konstellationen, aus denen man sich nicht "einfach so" zurückziehen kann
Aber Hauptsache Fun für alle ===> Doppelmoral? Schizo? Rosarote Brille? Augenwischerei?
Oder rauchende Eltern vs. schutzlose Kinder. Man muß nicht unter Alkoholeinfluß stehen, um Kinder zu gefährden.
Auch muß man nicht betrunken sein, um andere im Straßenverkehr zu gefährden:
"Bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss kamen 2008 523 Menschen ums Leben. Vor 15 Jahren waren es 2000 und vor 30 Jahren sogar 3500."
Positive Entwicklung: Weniger alkoholbedingte Verkehrsunfälle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
Im Vergleich dazu starben 2009 insgesamt 4477 durch Verkehrsunfälle
Immer weniger Verkehrstote in Deutschland | Deutschland | Deutsche Welle | 25.02.2010

Zu schnelle oder unachtsame Autofahrer sind die eigentliche Gefahr, nicht die alkoholisierten.
 
Und durch Passivrauchen sterben wohl erheblich mehr Leute als durch Alkohol am Steuer:

Tabakopfer: 3300 Tote durch Passivrauchen - News - FOCUS Online

„An den Folgen des Passivrauchens versterben in Deutschland derzeit jährlich vermutlich mehr als 3300 Nichtraucher. Das sind mehr Todesfälle als durch illegale Drogen, Asbest, BSE und SARS zusammen.

Ich bezweifle auch, dass Aufklärung viel nutzen wird. Die Gefahren sind ja allen bekannt. Trotzdem werden in Zukunft auch weiterhin Jugendliche von ihren Kumpels das erste Bier oder die erste Zigarette oder Joint angeboten bekommen.
 
Alkohol am Steuer soll auch hier nicht das Hauptthema sein, sondern nur ein Aspekt gegen Alkohol ;) auch Rauchern ausgesetze Kinder nicht (siehe Post 11, Punkt 4)

Nur ist es dennoch traurig, wie in der Gesellschaft Alkohol zur Lebensnormalität, fast -notwendigkeit erklärt wird, während fast eine Volkshatz gegen andere Suchtkrankheiten wie rauchen, Drogenkonsum, Spielsucht u.a. veranstaltet wird.

DAS nenn ich Doppelmoral und Inkonsequenz! Entweder es ist lebensnotwendig, dann kann/muss man gewisse Dinge tolerieren (Bio vs. Nicht-Bio ;)) oder es ist ein Genussmittel, auf das man getrost verzichten könnte, weil es mehr Schaden anrichtet als es nutzt (Tabak, Alkohol, Drogen etc.) dann allerdings muss man konsequent und "gleichberechtigt" vorgehen oder eben weiter dulden und auf Verständnis, Verantwortung und geistige/moralische Reife der Menschheit und die Einsicht des Einzelnen zählen :D

Das Eine aber bewerben und das Andere verdammen ist m.M.n. nicht zeitgemäss und führt zu nichts


MfG,
NeHe

edit: @Vorposter

Im Gegensatz dazu find ich sicher auch Statistiken, aus denen hervorgeht, dass wesentlich mehr passive Raucher 80 und älter geworden sind und nochmehr aktive Raucher ;) Es ist doch klar, das solche lustigen Gesetze statistisch hinterlegt sind ... mit irgendwas muss man sie ja begründen ;)
Wenn morgen ein Prohibitionsgesetz ins Gespräch käme, was meinst du, wieviele Statistiken aus dem Boden schiessen, in denen aufgezeigt wird:
  • wievie starben an Alkoholgenuss
  • wieviel kosten entstanden den Krankenkassen zu Lebzeiten
  • wieviel Kosten entstehen jährlich durch Reha-Maßnahmen
  • wieviel Kosten entstanden durch Co-Abhängige (geprügelte Fam. Angehörige etc.)
  • wieviel Tote wurden durch Alkoholtäter registriert (Verkehr und Leben)

danach kann man mal einen Vergleich aufstellen ;)

Zu schreiben, dass xxx am Passivrauchen gestorben sind ist m.M.n. nicht aussagekräftig (Dunkelziffer? Beweis, der tatsächl. Ursache?) zumal ich den Eindruck habe, sobald einer durch Krankheit stirbt und im Anamnesebogen "Raucher", "Raucher im pers. Umfeld" steht, geht der in die Statistik ein, egal, ob nun das Rauchen tatsächlich ursächlich war.

Aussagekraft hätte man bei 2 genetisch völlig gleichen Menschen, einer raucht, der andere nicht (od. passiv)

Fazit: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast :D

im Übrigen WORD! KONRADIN im Nachpost ;)
 
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Es haben sich aber auch schon Leute totgelacht, Saschinsky. Aber dennoch sterben hierzulande mehr Leute an Fischvergiftung als durch Vulkanismus, Haie und Terroranschläge zusammen. Womit einmal mehr der klare Beweis erbracht ist, wie harmlos Vulkane und Haie sind, von Terroristen ganz zu schweigen. :depp:

Es ist schon ausgesprochen dummdreist, die Folgen übermäßigen Alkoholgenusses, so man ihn denn so nennen kann, auf 'Tote durch Alkohol am Steuer' zu reduzieren. Aber selbst wenn, dann wäre dein 'Vergleich' reichlich verwegen, sprich unseriös. Auf der einen Seite werden alle Raucher als gemeinschaftliche Verursacher zusammengefasst um auf der anderen Seite nicht einmal allen Trinkern am Steuer gegenübergestellt zu werden, sondern nur dem Teil aller Trinker am Steuer, der auch konkret jemanden getötet hat. Ungeachtet natürlich derjenigen Trinker, die jemandem im Suff erschlagen haben, die zählen natürlich sowieso nicht. :depp:

Wie seriös manche Statistiken sieht, das kann man ganz gut daran ablesen, wie harmlos z.B. Kernkraftwerke abschneiden. Ich frage mich, warum man nicht gleich Bier braut aus dem Kühlwasser dieser völlig harmlosen Energiespendeanlagen, weil es so wenig belastet ist. :bier1:

Daß die Kindersterblichkeit um Stade herum signifikant höher ist als weiter von diesen Tempeln des Fortschritts entfernt ist wahrscheinlich reiner Zufall und nicht einmal weiter erwähnenswert und auch die weit erhöhte Anzahl der Mißbildungen fällt auf. Aber sollen die Eltern der Betroffenen sich nicht so anstellen. Man kann Statistischen schließlich auch so (um)deuten, daß auch daran die Raucher die alleinige Schuld haben. Wer denn sonst?
 
@Nehe: Dem kann ich zustimmen. Toleranz sollte nicht auf Doppelmoral basieren.
Ich bin weder gegen Raucher noch gegen Trinker. Meinetwegen sollen die Leute solange rauchen und trinken, bis ihnen die Beine abfallen und es die Leber zerreißt. Ich bin nur dagegen, daß man mir schadet oder mich in meiner Freiheit einschränkt. Könnten Raucher den Rauch vollständig bei sich behalten, gäbe es für mich auch keinen Grund, sie anders als Trinker zu behandeln.
 
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Dann werd ich dich in mein Abendgebet einschliessen, dass du niemals den potentiell vorhandenen Schlägern, Autofahrern u.a. ausgesetzt wirst ;) da kannst du nicht mehr wegrennen :D die treffen dich, ohne das du's merkst :D ob du willst oder nicht ;)

im Gegensatz zu den potentiellen Rauchern ;) mit denen kann man reden, denen kann man (so sie nicht mit sich reden lassen) immerhin noch aus dem Weg gehen (wenn auch mit eigenen Einschränkungen)

MfG,
NeHe

PS: erstaunlich, dass dieser klitzekleine Unterschied nicht erkannt wird
 
Wer reduziert denn hier? Das es noch weitere Aspekte gibt ist doch wohl jedem klar. Dass starke Alkoholiker z.b. für ihre behindert zur Welt kommende Kinder verantwortlich sind, wurde ja auch noch nicht genannt.

Es ging lediglich darum, aufzuzeigen, dass Passivrauchen eine mindestens ebensogroße Gefahr ist wie durch einen alkoholisierten Autofahrer ums Leben zu kommen.
Man kann sich eben in der Realität sowohl nicht vom Passivrauchen schützen, als auch nicht vor alkoholisierten Autofahrern.


Oft ist es ebenso sinnlos mit manchem Raucher zu diskutieren, wie mit einem pöbelnden Betrunkenen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist, während ein Raucher das normalerweise schon ist.

Zu dem kommt ja auch, dass Rauchen grundsätzlich immer potentiell störend oder schädigend für andere ist, der normale Konsum von Alkohol aber eben nicht grundsätzlich. Das ist der entscheidende Unterschied der beiden Genussmittel.
 
Nochmal für Dein Verständnis:
Ich bin nur dagegen, daß man mir schadet oder mich in meiner Freiheit einschränkt.
Vielleicht hast Du diesen Satz überlesen oder einfach nicht verstanden. Ich will weder in einen Verkehrsunfall verwickelt noch von Zigarettenrauch belästigt werden.
Erstaunlich, daß für Dich Alkoholkonsum gleichbedeutend mit unerlaubter Fahrzeugführung und Körperverletzung ist.
 
Saschinsky schrieb:
Es ging lediglich darum, aufzuzeigen, dass Passivrauchen eine mindestens ebensogroße Gefahr ist wie durch einen alkoholisierten Autofahrer ums Leben zu kommen.
Aha, es ging lediglich darum, aufzuzeigen. Na, dann zeigen wir mal weiter auf. Die Gefahr, sich wegen solcher Textbeiträge totzulachen ist mindestens eine ebensogroße Gefahr wie durch ein herabfallendes Klavier erschlagen zu werden.

Nicht, daß ich gar etwas damit aussagen möchte, Saschinsky. Rein statistisch und nur, weil es lediglich darum geht, statistische Fakten aufzuzeigen.

Saschinsky schrieb:
Oft ist es ebenso sinnlos mit manchem Raucher zu diskutieren, wie mit einem pöbelnden Betrunkenen. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist, während ein Raucher das normalerweise schon ist.
Aber um mal wieder inhaltlich etwa zu sagen: hier bin ich aber entschieden anderer Meinung. Der Unterschied besteht keineswegs lediglich darin, daß der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist. Wenn der Betrunkene gerade am Steuer sitzt und mich überfährt, oder wenn der Betrunkene gerade dabei ist, micht totschlagen zu wollen, weil er eben nicht mehr Herr seiner Sinne ist, dann ist das keineswegs die gleiche Gefährdung, die durch Passivrauchen von einem Raucher ausgeht. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines Schlägeropfers oder gar eines Verkehrstoten ist offenbar eine andere als Passivrauchen. Es sei denn, man will etwas schönreden.

Ist dir eigentlich der Unterschied zwischen 'störend', 'schädigend' und 'lebensgefährlich' bekannt, Saschinsky?

@twinky: NIEMAND möchte in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, aber leider kann man es sich nicht immer aussuchen. Im Übrigen hat hier niemand behauptet, daß jeder Alkoholiker oder gar Gelegenheitsbiertrinker seine Zeitgenossen ständig mit dem Auto überfährt. Aber unbestritten ist die Tatsache, daß tödlicher Verkehrsunfälle überproportional von Betrunkenen verursacht werden, oder bist du in dieser Hinsicht anderer Meinung?

Fakt ist jedenfalls, daß es solche und solche gibt. Solche Raucher, aber auch solche Trinker. Natürlich sind die wirklich gefährlichen in der Minderheit, doch fällt diese natürlich ganz anders ins Gewicht. Auch hundert Kettenraucher, die mich gelegentlich vollqualmen sind für meine Gesundheit nuneinmal weniger ausschlaggebend als der eine Alki, der mich gerade überfährt.
 
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Auch hundert Kettenraucher, die mich gelegentlich vollqualmen sind für meine Gesundheit nuneinmal weniger ausschlaggebend als der eine Alki, der mich gerade überfährt.

Besser hätte ich's nicht sagen können, um die Gefahr von Alkohol und Nikotin zu vergleichen :)

Wobei der alkoholisierte Kraftfahrer für mich eine konkrete Gefahr darstellt, der rauchende Tischnachbar (für mich) "lediglich" eine abstrakte

Begriffserklärung: Gefahrenarten




MfG,
NeHe
 
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Alkohol verändert die Persönlichkeit, Rauchen aber nicht. Alkohol enthemmt, d.h. besonders junge Menschen begehen unter Alkoholeinfluss Straftaten, die sie nüchtern nicht begehen würden. Leider berücksichtigt das unsere Justiz auch, indem es für Straftaten unter Alkoholeinfluss mildernde Umstände gewährt. Dafür habe ich absolut kein Verständnis.
Rauchen und Trinken kann man nicht so ohne Weiteres vergleichen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Raucher belästigen andere Menschen in ihrer Umgebung. Trinker tun das noch lange nicht, wenn sie eben nur trinken und sonst nichts. Allerdings ist das ein recht unschönes Bild, wenn sich auf öffentlichen Plätzen Menschen zusammenfinden und Trinkerfestspiele abhalten. Das kann ich in unserer Stadt immer wieder beobachten. Da stehen oft schon am frühen Morgen meist Jugendliche zusammen mit Bierflaschen in der Hand oder sie ziehen durch die Straßen. Sind die Flaschen leer, werden sie achtlos auf dem Bürgersteig oder auf der Straße zerdeppert. Andere können ja ruhig reinlatschen.
Schlimmer wird es, wenn die Jugendlichen aus der benachbarten Disco nachts grölend durch die Stadt ziehen. Da werden Mülltonnen umgeschmissen, Papierkörbe samt Inhalt in der Gegend verstreut, Verkehrsschilder demoliert und Autos beschädigt. Die Polizei ist trotz mehrfacher Kritik nie zugegen. Allerdings sind sie am Tage da und bauen Radarfallen auf.:mad: Das ist ja einträglicher.

Um zum Thema zu kommen. Nein, Akohol sollte dennoch nicht verboten werden. Die meisten Menschen gehen damit vernünftig um und lassen sich nicht sinnlos volllaufen. Warum soll man sich wegen einiger Unverantwortlicher den Genuss verderben lassen?

Wann dürfen / müssen andere Menschen Einfluß auf jemanden nehmen, der sich selbst schadet? Es ist klar, sobald er anderen Schaden zufügt, muß er daran gehindert werden, das ist Basis unseres Gerechtigkeitsempfindens. "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!".
Doch hat ein Mensch das Recht, darf die individuelle Freiheit so weit gehen, sich selbst zu schaden? Prinzipiell ja - und es ist nicht eine abstrakte Frage der Einflußnahme, sondern eine konkrete Frage danach, wer wann und wie Einfluß nehmen darf und wer nicht.
Solange jemand raucht und / oder trinkt und nur sich selbst und nicht andere in Mitleidenschaft zieht, kann wohl kaum daran gehindert werden. Wie sich das auf die indirekte Schädigung z.B. Mehrkosten für Heilbehandlungen bezieht, steht wieder auf einem anderen Blatt. Aber für ein hätte, könnte, wäre kann man keine konkreten Gesetze machen. Das wäre schon Gängelung und das hatten wir in der Vergangenheit schon zur Genüge.
 
Aber um mal wieder inhaltlich etwa zu sagen: hier bin ich aber entschieden anderer Meinung. Der Unterschied besteht keineswegs lediglich darin, daß der Betrunkene in dem Moment gerade nicht Herr seiner Sinne ist. Wenn der Betrunkene gerade am Steuer sitzt und mich überfährt, oder wenn der Betrunkene gerade dabei ist, micht totschlagen zu wollen, weil er eben nicht mehr Herr seiner Sinne ist, dann ist das keineswegs die gleiche Gefährdung, die durch Passivrauchen von einem Raucher ausgeht. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines Schlägeropfers oder gar eines Verkehrstoten ist offenbar eine andere als Passivrauchen. Es sei denn, man will etwas schönreden.

Du willst nur dann etwas schönreden, wenn du die Schädigung und nachgewiesenen Tote durch passives Rauchen negierst. Die sind ebenso vorhanden wie Tote im Strassenverkehr (durch Betrunkene).

Dass die Gefahren andersartig sind, in dem einen Fall eben schleichend und im anderen eben "sofort eintretend" ändert ebenso nix daran. Vorhanden sind sie dennoch.
 
Im Übrigen hat hier niemand behauptet, daß jeder Alkoholiker oder gar Gelegenheitsbiertrinker seine Zeitgenossen ständig mit dem Auto überfährt. Aber unbestritten ist die Tatsache, daß tödlicher Verkehrsunfälle überproportional von Betrunkenen verursacht werden, oder bist du in dieser Hinsicht anderer Meinung?
Ich sprach nicht von "jeder" und "ständig", sondern von der Assoziation Alkoholkonsum = widerrechtliches Verhalten. Man kann auch nüchtern zuschlagen oder jemanden überfahren, sie meine oben angefügten Links zu den Zahlen von Verkehrsopfern. Ich muß mich nicht speziell vor einem betrunkenen Autofahrer vorsehen, wenn ich die Chance gerade mal 1:9 steht, von einem Betrunkenen überfahren zu werden und nicht von einem Nüchternen.
Und natürlich sind von den betrunkenen Autofahrern proportional wohl mehr in Verkehrsunfällen verwickelt als nüchterne Autofahrer.
Dies setzt aber voraus, daß A: jemand betrunken ist und B: dieser auch so leichtsinnig ist, mit dem Auto zu fahren. Du vergleichst also alltägliche Leute mit einer ganz bestimmten Untergruppe der trinkenden Bevölkerung.
Wie wär's damit, die zwei Gruppen zu vergleichen: Abstinent lebende Fahrer und solche, die Alkohol nicht vollständig ablehnen? Spätestens hier sollte es deutlich schwerer sein, einen Unterschied auszumachen und dem Alkohol zuzusprechen.
 
Es gibt sicherlich genug Gründe Alkhol abzuschaffen oder nicht abzuschaffen, die in diesem Thread schon erwähnt wurden.
Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich auf Alkohol nicht verzichten möchte. Die Bilder sind von Extremfällen, darum werden sie ja gepostet.
Ich kam durch Alkoholspielereien auch mal zum Erbrechen, sauf mich aber niemals ins Delirium.

Die ganzen Leute die auf Alkohol aggresiv werden, denen sollte dieser verboten werden, nicht denen, die damit umgehen können.
 
Falsch, twinky. Alkohol ist durchaus kausal, da er nachgewiesenermaßen enthemmt.

Es geht mir keineswegs darum, nüchterne Raser entschuldigen zu wollen und auch nicht darum, nüchterne mit betrunkenen Aztofahrern vergleichen zu wollen. Aber es gibt im Leben genügend Situationen, in welchen betrunkene Zeitgenossen eine konkrete Gefahr darstellen, was sie in vielen Fällen ohne Alkohol nicht tun würden. Wenn ich von betrunkenen Autofahrern im Gegensatz zu Rauchern (ob mit oder ohne Auto) schreibe, dann weil das Betrunkensein im Fall eines (tödlichen) Unfalls leider oft kausal ist, das Rauchen dabei aber ganz sicher nicht.

Ebensowenig möchte ich Alkohol mit Kriminalität assoziieren oder Trinkern gar ein Monopol auf niveaulose Verhaltensweisen einräumen. Ebensowenig wie ich Trinkern ein Gewaltmonopol zubillige, schließlich gibt es auch Zeitgenossen, die 'naturtrüb' sind und sich auch ohne Suff nicht zu benehmen wissen (um es einmal vorsichtig auszudrücken).

Natürlich kann man auch andere Gruppen als nur Trinker, Raucher und Autofahrer in seine Zahlenspielereien einbeziehen, zum Beispiel die Schwätzer. Aber lassen wir das besser, dies steht auf einem anderen Blatt.

Gruß Konradin
 
Statistik:

bei 18% aller Verkehrsunfälle ist Alkohol im Spiel!!

Dies bedeutet dass über 80% der Verkehrsunfälle von absolut nüchternen Verkehrsteilnehmern verursacht werden!!

Fazit: würde man keine nüchternen mehr fahren lassen, wären schlagartig 80% weniger Verkehrsunfälle zu erwarten;
wodurch ja die Verkehrdichte abnehmen würden, und nun auch die alkoholisierten Fahrer wieder besser zurechtkommen würden (wie vor 50 Jahren, wo´s kaum Verkehr gab, gabs auch keine Promille-grenzen);
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bitte nicht verbieten! Ich muss Abends einfach ein paar Bier trinken. :bier2:

Einen doppelten Whisky oder Vodka, wahlweise mit Cola, aber gerne auch ohne würde ich jetzt nicht ablehnen. Am besten eisgekühlt! :p
 
Falsch, twinky. Alkohol ist durchaus kausal, da er nachgewiesenermaßen enthemmt.
Natürlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Alkoholgehalt im Blut und Fahrweise.
Trotzdem sollte man geeignete Stichproben nehmen. Wer unvernünftig genug ist, sich unter Alkoholeinfluß ans Steuer zu setzen, könnte ebenso nüchtern eine rücksichtslosere Fahrweise haben als andere Fahrer.
Ich vergleiche auch nicht Leute, die ein Messer mit sich führen mit denen, die es nicht tun in Bezug auf bewaffnete Gewaltdelikte und behaupte dann, daß jeder, der ein Messer besitzt (ob am Körper oder zuhause), ein höheres Gewaltpotential hat.
 
Nach deiner Logik würden Verkehrsunfälle auch schlagartig abnehmen, wenn keiner mehr innerorts UNTER 300 fahren würde. Denn nur bei 0% aller Verkehrsunfälle innerorts sind Fahrer beteiligt, die 300 km/h und schneller fahren. :depp:

Daß Alkohol kausal an diversen Unfällen schuld ist leuchtet dir wohl kaum ein. Unfälle also, die es ohne Alkoholkonsum garnicht gäbe. Zwar lassen die sich mit allerlei Tricks wegrechnen, leider kommen sie in der Realität trotzdem vor und die Betroffenen sterben auch tatsächlich daran. Na, denn Prost!

---​

Ach, twinky, mal wieder der alte Taschenspielertrick... Allmählich langweilt es. :D

Es ist mir schnurzpiepegal, ob jemand Trinker ist oder nicht, wenn er sich ans Steuer eines Fahrzeugs setzt. Aber es ist mir ganz sicher nicht egal, wenn er in diesem Augenblick besoffen ist oder seine Fahrtüchtigkeit deutlich herabgesetzt ist.

Weder haben Trinker ein Exklusivrecht auf Fahruntüchtigkeit per se, noch spielt das allemeine Merkmal 'Trinker' eine wesentliche Rolle. Auch Handynutzer und Raucher sind durchaus gelegentlich fahruntüchtig. Aber der Handynutzer ist es in dem Augenblick, in welchem das Handy an seinem Ohr klebt und nicht davor oder danach. Nicht die Tatsache, daß er Handynutzer ist, ist entscheidend, sondern die Tatsache, daß er es während der Fahrt benutzt.

Alkohol wirkt freilich keineswegs (nur) in dem Augenblick, in dem er getrunken wird. Man kann nicht besoffen ins Fahrzeug steigen und wenn es darauf ankommt, dann ist man plötzlich nüchtern. :D

Deine spitzfindige Bemerkung, man könnte ebenso nüchtern eine rücksichtslose Fahrweise haben tut nichts zur Sache. 'Könnte' ist aber juristisch nicht greifbar. Du hast bestimmt auch nicht vor, dich wegen Vergewaltigung belangen zu lassen, bloß weil du männlich bist, du eine Vergewaltigung zumindest begangen haben könntest. Sicherheit auf der Basis 'es könnte' funktioniert aber nicht. :ätsch:

Übrigens ist es durchaus so, daß auch andere Gegebenheiten, welche die Fahrtüchtigkeit betreffen, gesetzlich geregelt sind, zum Beispiel das Handyverbot. Meiner Meinung nach geht auch dieses nicht weit genug, da es sich mit einer Freisprecheinrichtung umgehen lässt, der Fahrer aber dennoch vom Straßenverkehr abgelenkt wird. Aber lassen wir das, bevor wir uns noch weiter vom Ursprungsthema entfernen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich vergleiche auch nicht Leute, die ein Messer mit sich führen mit denen, die es nicht tun in Bezug auf bewaffnete Gewaltdelikte und behaupte dann, daß jeder, der ein Messer besitzt (ob am Körper oder zuhause), ein höheres Gewaltpotential hat.

Nicht? Warum nicht? Zumindest in Bezug auf Messer, die als "genehmigungspflichtig" und/oder "verboten" gelten (per Gesetz) denk ich schon, dass so ein Vergleich durchaus Sinn macht :D
Wozu sonst schafft sich jemand ein solches Messer an (von den wenigen Sammlern mit Genehmigung mal abgesehen)? Zum Kartoffelschälen?
In meinem Umfeld gehört so ein Messer jedenfalls nicht zur alltäglichen Grundausstattung, weder in der Wohnung, noch als mitgeführtes Accessoire ;)
Übrigens Alkohol genausowenig :D nur zu ganz besonderen Anlässen und selbst dann beschränkt sich das ganze auf Bier-Mix (Radler & Co) und Wein


MfG,
NeHe
 
@ :depp: : Du begreifst scheinbar nicht, daß ich lediglich die Auswahl der Gruppen ablehne. Wer von überproportionaler Beteiligung redet, soll auch die richtige Gruppeneinteilung treffen.
Die meisten Unfälle passieren nüchtern wegen überhöhter Geschwindigkeit oder Unachtsamkeit. Und ich könnte nicht behaupten, daß jemand, der alkoholisiert zu schnell fährt, es nüchtern nicht tut.
Fast jeder deutsche Erwachsene trinkt mal was und trotzdem ist nur etwa jeder 9. Unfall mit Todesfolge unter Alkoholeinfluß entstanden. "Überproportional" sieht anders aus.

@NeHe: Wer redet von "solchen" Messern? Ich sprach von Messern im Allgemeinen.
 
twinky schrieb:
...und trotzdem ist nur etwa jeder 9. Unfall mit Todesfolge unter Alkoholeinfluß entstanden.
Und was sagt uns das? Bist du nicht bereit, den kausalen Grund im Alkohol zu sehen, oder nur nicht dazu in der Lage? Unfälle lassen sich nicht verbieten. Aber deren Ursachen kann man auf den Grund gehen und diejenigen Verhaltensweisen versuchen zu unterbinden, welche kausal sind. Das ist der Alkohol, aber z.B. auch das Telefonieren mit dem Handy.

Selbst wenn man durch diese Verbote keinesfalls alle Unfälle abschaffen kann, dann ist es dennoch sinnvoll, diejenigen durch Verbote einzudämmen, welche absehbar sind. Auch wenn es nur ein gewisser Prozentsatz ist.

Über Amokläufe und deren Tote regt man sich auch (zurecht) auf und überlegt sich, wie man sie zukünftig verhindern kann. Auch wenn sie nicht einmal 0,1% aller Gewalttaten ausmachen.
 
Die meisten Unfälle passieren nüchtern wegen überhöhter Geschwindigkeit oder Unachtsamkeit.

Vielleicht ist DAS auch einfach (noch) ein Zeichen dafür, dass es Gott sei dank (noch) mehr nüchterne als besoffene Leute gibt :D (nicht nur im Strassenverkehr)
Und genau darum geht es hier doch ;)
Müssen/Wollen/Sollen wir erst warten, bis die Statistik sich dreht? Sollte man nicht beizeiten einschreiten? Hiess es nicht immer "Wehret den Anfängen"

Im Gegensatz dazu wird doch aber derzeit in der Öffentlichkeit die Sauferei forciert, statt eingedämmt
(wie auch immer, per Verbot, per Aufklärung)
Massenbesäufnisse werden gefördert (ja, m.M.n. ist es ein Fördern, wenn hunderte Sauflustige
sich WE für WE mitten in Wohngebieten aufhalten und nächtelang saufen und keiner eingreift, obwohl die jetzige Gesetzgebung dies ermöglicht ==> Ruhezeiten)

Wir züchten doch durch solche Ignoranz (falsche Toleranz?) nur die nächste Generation Alkoholiker.

Und ich könnte nicht behaupten, daß jemand, der alkoholisiert zu schnell fährt, es nüchtern nicht tut.

Das Gegenteil jedoch kann man auch nicht behaupten ;)
Allerding ist es naheliegender (siehe Zusammenhang zw. Alkohol und Enthemmung).
Es ist schon zu hoffen, dass das Unrechtbewusstsein im nüchternen Zustand stärker ausgeprägt ist, als besoffen ... ansonsten ... gute Nacht und armes Deutschland, wenn wir nun annehmen müssen, dass die, die gern mal einen trinken auch nüchtern jenseits von Gut und Böse leben ;)


MfG,
NeHe
 
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