Sollte Cannabis legalisiert werden? Diskussion 

Mir kann keiner erzählen, dass ein Dauerkiffer seinen Alltag wirklich noch geregelt bekommt.

naja, so wie die Grünen sich dafür einsetzen schon :D

B2T

Ich finde auch dass man den Konsum von Cannabis nicht mit den Heroin gleichsetzen sollte, ich kenne Leute die das zeug rauchen und sehr klar im koppe sind wie manch ein nüchterner.
Und was das tolle dabei ist und mir nicht verständlich ist, das sie nicht raucher sind.

Das mit dem Schuh Creme ist mir neu, ich kannte einen, der sein zeug mit Aspirin gestreckt hat,aber naja jedem das seine ;)

mfg
 
Das meiste von, dem, was du in denem letzten Post sagst, Faehnrich, trifft freilich (wenn auch etwas überspitzt) ebenso auf Schokolade zu:

Solange Menschen meinen, daß sie mit Schokolade ein besseres Leben führen würden, dass Schokolade ihnen eine Flucht aus persönlichen Problemen bietet, solange ist es völlig egal, ob dieser Mist legal oder illegal angeboten wird. Die Konsumenten sind es, die dumm sind oder verdummen. Wozu sich mit Schokolade vollstopfen, wenn man einen klaren Verstand haben kann?

Mag sein, dass ein bisschen zu viel Alkohol ab und an oder eine Praline im Monat eine nette Sache für viele darstellen, aber leider gibt es viel zu viele, die vom Gelegenheitskonsumenten zum Schwergewicht werden. Mir kann keiner erzählen, dass ein Schokoladen-Junkie seinen Alltag wirklich noch geregelt bekommt.

Hier muß man klar zwischen Ge- und Mißbrauch trennen. JEDE Art Mißbrauch ist schädlich, ungeachtet des Genußmittels, um die es dabei geht. Selbst zuviel Vernunft ist unvernünftig. Der Mensch greift nun einmal zu Genußmitteln und das ist gut so. Solange Genußmittel ihn in seinem Alltag unterstützen und kein Selbstzweck oder gar zur Sucht werden, solange ist alles im Lot.
 
@ Konradin

Nun muss man dennoch unterscheiden, in welcher Form ein Genussmittel zur Sucht werden kann und wie schädlich es sich auf den Geist und den Körper auswirkt bei übermäßigem Gebrauch. Genuss und Benebeln durch Drogen sind nicht das Selbe, mag auch der Übergang von einem zum anderen fließend sein. Einer, der tatsächlich jeden Tag Unmengen Süßkram in sich reinstopft, hat bestimmt ein Problem, die mäßig Dicken, die vielleicht nur bewegungsfaul sind, eher weniger.

Dennoch rauben Drogen ein gehöriges Maß an Realität und selbst Kiffen sollte man lassen, wenn man Dinge tut, wie Auto fahren, Maschinen bedienen oder Ähnliches.



@ Tobi79:
Wozu musstest du jetzt den kompletten Beitrag von Konradin kopieren? Meinst du, jemand hat Lust, ihn zwei mal zu lesen? ;)
 
Man kann natürlich die ganze Diskussion über Sucht ad absurdum führen und damit jeglichen Konsum relativieren. Damit wird man aber der Wahrheit über die Gefährlichkeit psychotroper Drogen überhaupt nicht gerecht. Ich arbeite mit Menschen aus dem Sucht- und Psychiatriebereich. Vielleicht wäre es gar nicht schlecht, in diesem Thread ein paar Auszüge aus dem ICD-10 (Sammelwerk der WHO über psychiatrische Krankheitsbilder, inklusive Suchterkrankungen) zu zeigen. Wenn man schon nicht für vernünftige Argumente zugänglich ist, dann vielleicht für eine weltweite wissenschaftliche Erkenntnis, die in Fachkreisen ausnahmsweise mal niemand bestreitet.

@Konradin: Es gibt neben den stoffgebundenen Süchten natürlich auch die nichtstoffgebundenen Süchte (Bulimie, Anorexie, Spielsucht, Internetsucht, Sexsucht, u.s.w.), vielleicht gehört ja auch die Schokolade dazu. Es wird ja gemunkelt, dass das Magnesium in der Schokolade einen stimmungserhellenden Effekt haben soll. Ich werde mal mit meiner Frau reden :).

Herzl. Gruss - freefloating
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Auf das Autofahren will ich jetzt nicht unbedingt eingehen, geht es doch hier in erster Linie um ein Verbot und nicht um den Gebrauch im Straßenverkehr. Man kann diese Themen durchaus trennen. Auch Handybenutzung, Streit sowie jede Art Aufregung und Unaufmerksamkeit sowie die Einnahme zahlreicher Medikamente sind der Verkehrssicherheit kaum zuträglich, ohne allerdings deswegen grundsätzlich verboten zu sein.

Das Gefahrenpotential von Cannabis sehe ich durchaus, weswegen ich einen verantwortungsvollen Umgang damit (oder natürlich Abstinenz) fordere. Aber dies trifft gleichermaßen (wenn auch in einem anderen Umfang) auf Kaffee, Schokolade, Nikotin, Alkohol und auch Gewinnspiele zu. Dies ist jetzt weniger ein Appell an den Einzelnen, als an die Gesellschaft, die uns zwar den Konkurrenzkampf (oft bis aufs Messer) lehrt, leider oft aber nicht den verantwortungsvollen Umgang mit uns selbst (und natürlich auch mit anderen).

Solange das Profitstreben Einzelner eine Vorbildfunktion hat, wer rücksichtsvoll ist aber zum Looser wird, solange braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn ein Teil unserer Zeitgenossen aus seinem trostlosen Alltag auszubrechen versucht, und sei es nur durch den alltäglichen Rausch. Wir brauchen endlich mehr Lebensqualität (Achtung, Respekt, Zuneigung, materielle Grundversorgung, intaktes soziales Umfeld, ausreichende Umwelt ) für ALLE, denn sonst ist der Kampf gegen die Sucht bereits verloren.

Cannabis gebe ich in dieser Hinsicht keinen anderen Stellenwert. Der Vorteil eines Verbots erschließt sich mir nicht.

Gruß Konradin
 
@ Konradin

Dennoch rauben Drogen ein gehöriges Maß an Realität und selbst Kiffen sollte man lassen, wenn man Dinge tut, wie Auto fahren, Maschinen bedienen oder Ähnliches.
Selbiges trifft ebenfalls auf Alkohol zu, nicht wahr? Oder um Paracelsus zu zitieren: Alles eine Frage der Dosis

@ Tobi79:
Wozu musstest du jetzt den kompletten Beitrag von Konradin kopieren? Meinst du, jemand hat Lust, ihn zwei mal zu lesen? ;)
Ich hatte nicht aufgepasst, entschuldige bitte :o
 
Hallo

was meint die EU wie immer diese auch definiert sein mag dazu:

Zitat:
(Quelle. ENCOD . DE)
Unter Berücksichtigung des BGH Urteils: BVerfGE 90,145 Cannabis :
"Da Strafnormen die "ultima ratio" im Instrumentarium des Gesetzgebers darstellten, sei aus verfassungsrechtlicher Sicht ein besonders strenger Maßstab an die Gründe zu legen, die den Gesetzgeber zur Ungleichbehandlung veranlaßten. Der Gesetzgeber habe seine Einschätzungen und Prognosen, die er dem Erlaß eines Gesetzes zugrunde gelegt habe, fortlaufend zu überprüfen und das Gesetz gegebenenfalls geänderten Erkenntnissen anzupassen. Aufgrund der Ausführungen der Sachverständigen, die sich die Strafkammer zu eigen mache, könnten die Einschätzungen, Bewertungen und Prognosen, mit denen der Gesetzgeber die Strafbarkeit des Cannabiskonsums begründet habe, nicht mehr aufrechterhalten werden."


Subjektive Meinung:
Warum sollte in einem Land indem die starke Droge Alkohol sowie das starke Nervengift Nikotin ( zusätzlich noch mit Suchtstoffen angereichert ) zugelassen sind THC verboten sein ??
Potenziell erlassene Steuern könnten diesbezüglich ebenso wie bei Alkohol und Nikotin, ebenso theoretisch, die Folgen des Missbrauches abdecken. Diesbezüglicher Kriminalität ( Handel und Anbau )wird der Nährboden entzogen.
Alles eine Frage der Dosierung ? Wie wird Nikotin dosiert ? Alkohol scheint leichter dosierbar ohne Folgeschäden wie Demenz und drgl hervor zu rufen. Man recherchiere bezüglich der Nebenwirkungen der einzelnen Drogen in WIKI.
Bei THC scheint mir die Dosierung ungleich schwerer da das Gift längere Zeit im Körper gespeichert und nachweisbar bleibt.
Ich denke primär an die Straßenverkehrsordnung. Falls ich bisherige Beiträge richtig verstanden habe führt der Genuss von THC längerfristig mitunter zu Lethargie, ist so was mit dem Berufsleben zu vereinbaren ? Wohl eher "Nein", genauso wenig wie der langfristige Konsum von Alkohol. Beide Drogen scheinen mitunter die Bewusstseins- und Perönlichkeitsveränderung gemeinsam zu haben.

Fazit: Jeder sollte die Möglichkeit haben sich ein eigenes "Grab" zu schaufeln.

Gruß an die Gemeinde
 
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Leider ,leider werden in Deutschland solche Diskussionen noch immer
mit ideologischen Scheuklappen geführt.
(ähnlich wie bei der Bildungsdiskussion)

Der sogenannte konservative Standpunkt zeichnet sich vorrangig
durch eine Verteufelung illegaler Drogen aus;
die sogenannten Progressiven forden nicht ohne Grund
"Drogengleichberechtigung".

Allein die Wirklichkeit hat beide Standpunkte schon überholt :
der erste Kontakt Jugendlicher mit Cannabis verlagert sich
mehr und mehr zu den Jüngeren.
(wobei der Alkohol sprich "Komasaufen" keine Ausnahme bildet)

Ähnlich wie Medienkompetenz brauchen Heranwachsende "Drogenkompetenz" !

Verbote oder Legalisierung verschieben die ganze Problematik
auf andere Ebenen (wo eine Ersatzdiskussion stattfindet)

Ich wünsche mir mutige Lehrer ,die langjährige Junkies (beinamputierte Raucher;
Dauerkiffer; debile Alkoholiker) in ihre Klasse einladen.
Was nebenbei bemerkt für letztere eine nicht zu verachtende Chance bedeutet.

So gesehen bin ich nicht für eine Legalisierung
(ja, ich kiffe selber gern)
sondern für einen entspannteren Umgang (wie in Holland)
 
So gesehen bin ich nicht für eine Legalisierung
(ja, ich kiffe selber gern)
sondern für einen entspannteren Umgang (wie in Holland)

Was ist bitte entspannt in Holland ? coffee shop! wo man sich zu dröhnen kann aber kein Gramm mit nach hause nehmen darf, wo ist da die Entspannung ?

Legalisierung bedeutet doch das die Ware besser kontrolliert wird, oder sehe ich das falsch ?

mfg
 
hallo Uludag ; ich weiß nicht wo du deine Informationen her hast ?
Ich habe mir noch im letzten Jahr 5 Gramm dort gekauft.
(hat sich da mittlerweise was geändert ?)

Mit entspannteren Umgang ist gemeint :
keine Bestrafung von Eigenkonsum (d.h. geringe Mengen werden weder beschlagnahmt,
wie es der deutsche Zoll an der Grenze macht , noch sanktioniert)

Um Mißverständnisse vorzubeugen :
soweit ich inforniert bin ist Cannabis in Holland nicht legalisiert;
es wird nur unter Auflagen geduldet !
(vielleicht ist hier jemand besser informiert und kann das richtigstellen)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ Tom_Cat

irgendwie verstehe ich nicht was deine Quote nicht verstehen.

Ich finde der Text ist sehr juristisch geschrieben und ehrlich gesagt steht für mich da nur drin das es passieren KÖNNTE das bei einer überprüfung durch Sachverständige EVTL. das Verboten aufgehoben werden KÖNNTE.



Ich denke jeder sollte sich sich eigenen Grab schaufel, das finde ich auch, aber das problem ist das es genug Leute gibt die damit die Gräber anderer Menschen graben.

Und von mir aus kann der Staat auch der Alkohol und Nikotin Sucht vielstärker kontrollieren.
 
Es wurde sehr oft gesagt, dass Cannabis so schädlich ist, weil es Psychosen auslösen kann. Leider hat hier keiner erwähnt, dass Alkohol ebenso Psychosen verursachen kann.

Desweiteren behaupten viele, dass Dauerkiffer mit Realitätsverlust, Gedächtnisschwächen und Verdummung zu kämpfen haben. Das mag vl stimmen, aber es ist vollkommen reversibel. Das heißt, dass wenn man eine längere Zeit kein Cannabis zu sich nimmt, man sich komplett erholt. Permanente Beeinträchtigungen KÖNNEN laut Studien nur bei Kindern bis 14 Jahren auftreten, da sich ihr Gehirn noch in Entwicklung befindet.
 
1. Die Sache mit dem Alkohol wurde oft genug durchgekauft, nur weil Alkohol auch schlimm ist, macht das Cannabis nicht besser, in keiner Art und Weise.

2.Psychosen sind nicht "reversibel", sie können durch Professionele Hilfe EVTL. wieder besiegt werden, nichts anderes.
Andere geistige Retadierungen können warscheinlich wieder ausgebügelt werden, leider lebt ein Mensch mit durchschnittlicher Lebenserwartung nicht lang genug ;) ;) ;)
 
1. Die Sache mit dem Alkohol wurde oft genug durchgekauft, nur weil Alkohol auch schlimm ist, macht das Cannabis nicht besser, in keiner Art und Weise.
Trotzdem sollte man nicht mit zweierlei Maß messen und absurde Gründe hervorheben, um eine Illegalisierung irgendwie rechtfertigen zu können.

Recht interessant (und mit Quellenangaben) ist dieser Text hier:
Wie gefährlich ist Cannabis? Metastudie von Frau Dr. Nicole Krumdiek - Verschiedene Informationen - Informationen über den Hanf - Willkommen auf www.hanf-info.ch! Der Spezialist für Hanf (Cannabis) in der Schweiz.
Vielleicht relativiert das einige hier im Thread genannten Eigenschaften.
 
nein, aber ich bin der Meinung das man etwas gegen Alkohol tun sollte, nicht für Kannabis...

Und diese Zusammenstellung von hanf.ch kann man sich getrost in die Haare schmieren, sicherlich steht doch vielen drin das will ich nicht abstreiten, z.B. finde ich die Schäden durch Tabak und etc. sind sehr gut dargestellt, allerdings finde ich das die psychischen Schäden ordentlich untertrieben werden und die Sätze würden dann am liebst mit "aber das liegt nicht am Cannabis, der verstärkt das nur minimal" beendet werden.

Es tut mir leid nur weil etwas schlimmeres gibt, gibt es keinen Grund den weniger schädlichen Stoff zu legalisieren.

Wie gesagt ich bin dann eher gegen Alkohol und Nikotin.
 
Dir Frage ist halt, sollte man allgemein gesehen jegliches Suchtmittel bzw. jegliche Drogen unbeschränkt und unbegrenzt frei geben? Sowohl den Verkauf, als auch den Konsum.

Der Mensch scheint dumm genug zu sein, sich mit berauschenden Mitteln in eine 'andere Welt' versetzen zu wollen. Dürfen wir das zulassen, oder ist es egal, wenn große Teile der Bevölkerung als süchtig gelten?

Bei Alkohol und Nikotin haben wir es schon, muss es bei Cannabis eben so sein? Ich habe ehrlich gesagt eine Abscheu vor Alkis, Kettenraucher gehen mir auf den Geist und halbdebile Dauerkiffer sind sicher nicht erstrebenswert. Tragen diese in der Regel doch auch nichts mehr zum Volkseinkommen bei.
 
@Mehlsack: Du bestreitest also sämtliche zitierte Quellen? Nicht schlecht.

Der Mensch scheint dumm genug zu sein, sich mit berauschenden Mitteln in eine 'andere Welt' versetzen zu wollen. Dürfen wir das zulassen, oder ist es egal, wenn große Teile der Bevölkerung als süchtig gelten?
Ich denke eher, der Mensch tut gern das, was ihm gut zu tun scheint. Seien es Drogen, Sex oder Nahrungsmittel.
Bleiben wir bei den Nahrungsmitteln. Offensichtlich sind deren Mißbrauch Gift für die Zivilisation. Kranke fette Diabetiker überall. Soll nun Zucker verboten werden, weil einige darauf nicht klarkommen?

Alkohol ist legal, schlechte Ernährung auch. Und dem Alkohol werden viele Gefahrenpotentiale nachgesagt. Dennoch gibt es deutlich mehr Kranke durch falsche Ernährung als durch Alkoholkonsum. Was ist nun schlimmer? Selbst bei legalem Cannabis sehe ich die Nahrung noch immer ganz weit vorne als Schädling.
Und man muß auch nicht so tun, als verkomme jeder (einschließlich der Gegner der Legalisierung) zum "halbdebilen Dauerkiffer", sobald THC frei verfügbar ist. Und genaugenommen ist es bereits frei verfügbar, zumindest ist der Zugang recht leicht.
 
Faehnrich schrieb:
Ich habe ehrlich gesagt eine Abscheu vor Alkis, Kettenraucher gehen mir auf den Geist und halbdebile Dauerkiffer sind sicher nicht erstrebenswert.
Das ist Wasser auf meine Mühlen, Faehnrich. Aber damit erschöpft sich diese Aufzählung noch lange nicht. Ebenso sind mir Fastfood-Fresser, Zock-Junkies, Den-Hals-nicht-vollgenug-Abzocker und fanatische Abstinenzler abhold, von diversen weltanschaulich definierten Personengruppen ganz zu schweigen.

Wenn wir alles, was abhängig machen könnte, verbieten wollen, dann sind wir auf dem besten Weg in ein Gemeinwesen, in welchem man um Erlaubnis fragen darf, ob es noch gestattet ist zu atmen.

Gruß Konradin
 
@ twinky:
Es geht gar nicht darum, fest zu stellen, welche Sache nun den schädlichsten Einfluss auf Menschen hat. Es geht doch viel mehr darum fest zu stellen, wann muss ein Staat durch regulatorische Maßnahmen oder gesetzlichhe Verbote eingreifen. Jemand, der betrunken oder zugedröhnt ist, stellt sicher eine Gefahr für andere Menschen dar, wenn sich so jemand im Straßenverkehr oder im Beruf betätigt. Ein Dicker ist hierbei viel weniger eine Gefahr für andere Menschen.

Wie kannst du es also handhaben, wenn jemand berauschende Drogen nimmt, dass er andere Mitbürger so wenig wie möglich gefährdet? Eine 'Bestrafung' hinterher ist immer schlechter als eine Prävention.

Zwischen Genuss und Gefährdung liegen nicht immer Welten, der Übergang kann fließend, unbemerkt erfolgen. Ich habe auch keine Lust, für Suchtkranke aller Art mit zu bezahlen, seien es Steuergelder oder Krankenkassenbeiträge. Zudem, ich schrieb es bereits, fallen viele schwer Suchtkranke für den Arbeitsmarkt weg, d.h. man muss diese Gruppen mit alimentieren.


@ Konradin:
Wie kommst du stets darauf, wenn ich mich zu Gefahren des einen oder anderen Sucht- oder Drogenstoffes äußere, dass ich generell für ein totales Verbot dieser Stoffe wäre? Wo hab ich das geschrieben? Für mich selbst brauche ich garantiert keinerlei Drogen und das, was ich an Alkohol konsumiere, würde Brauereien und Destillerien in den Ruin treiben. ;)

Ich bin auch nicht Spiel süchtig, kein Abzocker, der andere übers Ohr haut, oder brauche Zucker in außergewöhnlichen Mengen. Ich freue mich jeden Tag daran, einen klaren Verstand zu haben. Daher erlaube ich mir ganz einfach, Alkis oder Junkies widerlich zu finden - ohne zu verleugnen, dass es sich um Kranke handelt.
 
Ich bestreite nicht sämtliche Quellen, nur weil ich mit einigen Schlussfolgerungen in diesem einen Artikel nicht übereinstimme.

Aber ich denke es ist auch jeden klar das ein Artikel von hans.ch nicht gerade so den effekt haben werden.

Ihr habt Recht wir legalisieren einfach alles Cannabis, Koks,Opium.
Das ganze gibts ganz legal vom Staat in der Apotheke...
Wie sieht das den mir Arbeitslosen aus, bekommen die den Kram dann auch ? Wäre sonst ja menschenunwürdig einfach mal das Leben ohne Realitätverlust durchzustehen...

Also ich steige hier aus der Diskussion aus, jetzt werden einige sagen ich habe keine Argumente mehr, stimmt, aber die die ich bisher vorgebracht habe reichen für mich aus gegen eine Legalisierung zu sein.

Die Gründe die mir hier die Pro-Legalizer genannt haben reichen nicht aus mich von den Vorteilen einer Legalisierung zu überzeugen.

Ich kenne aus erster Hand Leute die kiffen und den es gut damit geht, aber leider kenne ich auch vier Menschen bei denen das nicht so problemlos war. Nur eine Person konnte mit professionell Hilfe wieder in ein eigenständiges Leben zurück gebracht werden.

Ich wünsche allen die sich damit befassen das sie glücklich werden, aber ich bin da nunmal anderer Meinung und da können mich leider viele der scheinheiligen Argumente nicht umstimmen. Genausowenig wie die fesstellung das es ja etwas "viel schlimmeres" gibt.
 
Aber Faehnrich, ich habe doch nirgends behauptet, daß du generell für ein Verbot von allem bist. Genausowenig wie ich dafür bin, daß jeder überall uneingschränkt kiffen soll. Eine mögliche Freigabe von Cannabis heißt für mich keineswegs, daß es deswegen in die Kinderzimmer dieser Welt gehört oder daß wir uns in öffentlichen Verkehrsmitteln einnebeln lassen müssen.

Ich persönlich brauche ebenso keinerlei Drogen und es gibt genügend Zeitgenossen, welche ich aus dem einen oder anderen Grund widerlich finde; Alkies und Junkies, aber auch Fanatiker gehören zweifelsohne dazu, um nur einige davon bei Namen zu nennen.

Mich jedenfalls überzeugen die Argumente der Verbotsbefürworter keineswegs.

Gruß Konradin
 
@Mehlsack:

So, du willst also aus der Diskussion aussteigen. Wie wärs den mal, wenn du auf die nicht unbedeutenden Argumente von uns Beführwortern eingehst, anstatt ständig zu polemisieren wie "am besten alles legalisieren"? Wie du wahrscheinlich schon akzeptiert hast, ist Drogenkonsum ein gesellschaftliches Problem. Dann werfen wir doch mal einen Blick auf die potenziellen Drogenkonsumenten, also junge Menschen von 13 bis 30. Was, glaubst du, bringt sogenannte Drogen-Aufklärung? Krawattenträger, die im Fernsehen irgendwas von Suchtprävention, keine Macht den Drogen o.ä. lallen? Oder Lehrer in der Schule? Die haben doch einen noch geringeren Stellenwert. Keiner hört auf die. Und wenn es die eigenen Eltern auch nicht hinkriegen, ist die Drogenkarriere vorgezeichnet.

Was kann man dagegen tun?

Nichts! Die Gesellschaft hat sich verändert. Autoritätspersonen gibt es nicht mehr.

Man kann nur die Auswirkungen bekämpfen und die Nebenwirkungen weitestgehend eliminieren. Wenn sich Drogenabhängige keine Gedanken mehr machen müssen, wie sie ihren Stoff bekommen, müssen sie sich nicht mehr prostituieren oder kriminell werden. Sie können arbeiten, produktiv sein. Und wir können nur hoffen, daß diese Gefallenen irgendwann von selbst auf die Idee kommen, einen Entzug zu machen. Und wenn nicht, so rauben sie wenigstens niemanden aus oder begehen andere Straftaten.

Gruß
Tobi
 
[...]Wenn sich Drogenabhängige keine Gedanken mehr machen müssen, wie sie ihren Stoff bekommen, müssen sie sich nicht mehr prostituieren oder kriminell werden. Sie können arbeiten, produktiv sein. Und wir können nur hoffen, daß diese Gefallenen irgendwann von selbst auf die Idee kommen, einen Entzug zu machen. Und wenn nicht, so rauben sie wenigstens niemanden aus oder begehen andere Straftaten.

Ja genau ... genauso, wie die legalen Alkohol(über)konsumenten, die sicher i-wann mal von alleine einen Entzug machen. ;)
Die sind auch voll produktiv :D und überhaupt nicht motiviert, Straftaten zu begehen. :D
Da sieht man doch ganz deutlich, welche positiven Auswirkungen legale Drogen haben.

:ööm:

Hoch lebe die moralische Reife der Menschheit, samt ihrer Einsicht in die Schädlichkeit von Überkonsum an Genussmitteln. *



MfG,
NeHe

* die nächsten 1000 Jahr nicht

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edit: ach öhm ... bevor ich's vergesse: Ich bin für die Legalisierung :p aus dem einfachen Grund, dass sich die Spreu vom Weizen trennt, jeder ist seines Glückes Schmied und wenn's fetzt, sich die Rübe wegzuknallen, bittefein ... wer's braucht ... spart zumindest der Justiz (und somit dem Steuerzahler) Unmengen Verfahrenskosten :D (können die Volksvertretergehälter erhöht werden)
Verbote haben - gerade im Bereich der Lebensweise - immer sowas von Supernanny-Charme und bringen am Ende meist das Gegenteil.
Mir könnten die's als Bonus beim Bäcker schenken, ich würd's dennoch nicht konsumieren :p
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ja genau ... genauso, wie die legalen Alkohol(über)konsumenten, die sicher i-wann mal von alleine einen Entzug machen. ;)
Die sind auch voll produktiv :D und überhaupt nicht motiviert, Straftaten zu begehen. :D
Da sieht man doch ganz deutlich, welche positiven Auswirkungen legale Drogen haben.

Du hast vollkommen recht, der Alkoholiker braucht morgens seinen ersten Schnaps für den Tag, sonst geht nix. Aber wenigstens KANN er dann arbeiten und ist nicht vom Gedanken getrieben, wie er sich seinen nächsten Schuß finanziert. Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: wer Drogen will, bekommt sie auch. Daher müssen wir die schädlichen Nebenwirkungen auf die Gesellschaft, die die Illegalisierung mit sich bringt, auf eine Minimum reduzieren

Tobi
 

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